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In dieser Onlineausgabe unserer Fachzeitschrift finden Sie sehr viele interessante Artikel aus den vergangenen 14 Jahren.

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Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel

Vorsicht bei Abgaswärmetauschern

An diesem Keramik-sanierten Heizungsschornstein einer öffentlichen Einrichtung ist ein Niedertemperatur-Heizkessel angeschlossen. Zur Energieeinsparung wurde ein Abgaswärmetauscher zwischengeschaltet. Trotz Bedenken des bev. Bezirksschornsteinfegers wurde keine Überdruck-Abgasleitung eingezogen. Drei Jahre später durchfeuchtete das 36 cm dicke Mauerwerk. Man suchte nach einem Leck im Dach und erinnerte sich später an das damalige Schreiben des bBSF. Bei der Überprüfung und Videoinspektion des bislang verschlossenen Ringspaltes (er wurde über Dach etwas geöffnet) kam im Innern eine „Tropfsteinhöhle“ zum Vorschein.

Zur Schadensbekämpfung wurde für den Rest der Heizperiode der Abgasschalldämpfer entfernt und die Kesselleistung angehoben. Nach Bewilligung öffentlicher Gelder wird nun ein Nachbarzug verrohrt und das Keramikrohr entfernt. Anschließend soll ein Bautrocknungsgerät das Mauerwerk austrocknen. Manchmal wird gespart, koste es was es wolle.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel

Silvesterrakete in Brennwertheizung

Bei der wiederkehrenden sicherheitstechnischen Abgaswegeprüfung an Gasbrennwertfeuerungsanlagen fand unser Kollege aus Rostock gleich nach Silvester eine Silvesterrakete in einer Abgasleitung. Beim Militär würde man sagen „Punktlandung“. Wir würden sagen, angesichts der Menge von Feuerwerkskörpern an Silvester war das nur eine Frage der Zeit. Gut, dass das „Ding“ nach der Zündung reinfiel.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel

Ofen explodiert

Immer wieder finden wir Schornsteinfeger bei der Feuerstättenschau skurrile Mängel. Hier hat der Betreiber mit dem viel zu kleinen Kaminofen versucht, den schlecht gedämmten Raum auf eine Wohlfühltemperatur zu heizen. Das Ergebnis dieser permanenten Überlast der Feuerstätte war das Zerbersten der Sichtscheibe des noch nicht mal einjährigen Ofens.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel

Brand abgewehrt

Ein vierzügiger Schornstein, der hinter ­einer Fachwerkwand steht, sollte nach mehrjähriger Still­legungsphase wieder in Betrieb genommen werden. Bei der zu diesem Zweck durchgeführten Überprüfung durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger wurde nach Entfernen des Putzes deutlich, dass die ehemaligen Nutzer sehr sorglos beim Erstellen von Schornsteinanschlussöffnungen vorgegangen waren. Nicht nur, dass zwei Anschlüsse zu dicht an brennbaren Bauteilen erstellt worden sind, ist ein Anschluss direkt durch das Fachwerk geführt worden. Dass es hier nicht gebrannt hat, grenzt an ein Wunder.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik

Tatort „Leichen“ in deutschen Heizungskellern

Ungewöhnliche Werbung bleibt bekanntermaßen in Erinnerung. Der Kesselhersteller Brötje vergleicht nun veraltete Heizkessel mit einer Leiche. Um den Austausch veralteter Heizungstechnik voranzutreiben, startet Brötje eine Aktion zur Verkaufsförderung unter dem Slogan: Mehrere Millionen Deutsche haben sprichwörtlich eine „Leiche im Keller“. Das Tatortfoto wird es demnächst in allen großen Tageszeitungen geben. Zum Täter liegen noch keine Hinweise vor.
Für diese Aktion werden in den nächsten Monaten Endkunden durch Anzeigen in Tageszeitungen und auf Großflächenplakaten direkt angesprochen. Von modernen Gas- oder Öl-Brennwertkesseln über Wärmepumpen bis hin zum Mikro-KWK bietet Brötje alles an. Dem Fachhandwerk stellt Brötje verkaufsförderndes Material bis hin zur Hauswurfsendung zur Verfügung.
Es bleibt die Frage: „Wer war der Täter?“

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik

Neuer wasserführender Kaminofen von Olsberg

Flammenspiel und Heizungsunterstützung

Technisch sowie optisch optimal abgestimmte Feuerstätten mit wärmegedämmter Wassertasche bietet der Feuerungsspezialist Olsberg an.
Neben dem bekannten Modell Tolima Aqua Compact ist zusätzlich der Nevado Aqua Compact erhältlich. Mit seinem sachlichen, leicht abgerundeten Design erfüllt der Kaminofen auch gehobene Ansprüche und fügt sich gut in den Wohnraum ein. Hier lässt sich dank der großzügig geschnittenen Sichtscheibe der Blick auf das Flammenspiel sowie die angenehme Strahlungswärme genießen. Insgesamt wartet der Nevado mit einer Nennwärmeleistung von 8 kW auf – bis zu 65 % davon können als Unterstützung für die angeschlossene Heizungsanlage oder Warmwasserversorgung dienen. Hierfür verfügt die Feuerstätte über eine Umschaltklappe, mit der ein Teil der Heizleistung zwischen Wasser- und Luftleistung gewählt werden kann. Beim Anheizen des Nevado Aqua Compact wird die Umschaltklappe auf Luftleistung gestellt. So wird in kürzester Zeit die optimale Betriebstemperatur des Kaminofens erreicht und der Aufstellraum schnell sowie effizient auf angenehme Temperatur gebracht.
Erhältlich ist das Modell mit Stahl-, Naturstein- oder Keramikverkleidung. Bei Letzterem stehen die Farben ahorn und caffe latte zur Wahl. Zudem ist der Nevado Aqua Compact wie sein Bruder Tolima Aqua Compact mit dem Olsberg-Compact-Türverschluss für den raumluftunabhängigen Betrieb ausgestattet. Dieser gewährleistet durch ein spezielles Dichtungssystem einen dauerhaft dichten Türverschluss. Zudem verfügt er über eine bauaufsichtliche Zulassung für die gleichzeitige Nutzung mit zugelassenen Lüftungsanlagen. Der belüftete Türgriff garantiert das komfortable, sichere Nachlegen von Scheitholz. Für eine besonders effiziente Betriebsweise des Kaminofens sowie einen optimalen Abbrand kann optional eine elektronische Ofensteuerung, der Olsberg Efficiency Controller (OEC), eingebaut werden. Dieser kontrolliert mithilfe eines Sensors die Abgastemperatur und regelt je nach Bedarf die Verbrennungsluftzufuhr.
Weitere Informationen zu den Produkten aus dem Hause Olsberg sind unter
www.olsberg.com zu finden.

Ausgabe: 91 , Kategorie: keine

Einbruch ohne Diebstahl

einfach Glück oder ein Alarmzeichen?


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Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Mieten oder Kaufen?

Betriebskosten bei der Feinstaubmessung

Die Feinstaubmessung wird zukünftig zu den regelmäßigen Tätigkeiten jedes Schornsteinfegers zählen. Doch nicht jeder betreut eine große Anzahl an messpflichtigen Feuerstätten. Es gibt viele Hersteller und jedes zugelassene Messverfahren hat seine Berechtigung. Bei der Finanzierung eines Feinstaubmessgerätes streiten sich die Experten, welche aus betriebswirtschaftlicher Sicht nun nun die Beste sei.

Im Artikel ist eine kaufmännische Rechnung zu den Betriebskosten einer einzelnen Feststoffmessung bei Miete oder Kauf zu finden. Dieser Artikel ist nicht online verfügbar.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik

HKI Feuerstätten­datenbank mit neuem Gesicht

Seit Februar 2014 ist die Feuerstättendatenbank des HKI Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. mit ihrem neuen modernen Gesicht online. „Die neue Seite hat nun nicht nur ein neues Gesicht, sie ist auch für den privaten Kaminofenbesitzer übersichtlicher und leichter verständlich“, erklärt Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbands. Neben dem neuen Aussehen bekommt die HKI Feuerstättendatenbank auch eine neue Funktion. Künftig wird es auch möglich sein, die Leistungserklärungen der Geräte nach der Bauproduktenverordnung über die HKI Feuerstättendatenbank abzurufen.
Die Feuerstättendatenbank des HKI Industrieverbands e. V. informiert bereits seit fünf Jahren darüber, ob eine häusliche Feuerstätte für feste Brennstoffe die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzen einhält. Neben den Anforderungen an die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes – 1. BImSchV – bildet sie zudem die Anforderungen der Österreichischen Vereinbarung gemäß Art 15a B-VG über das Inverkehrbringen und die Überprüfung von Feuerungsanlagen sowie die Anforderungen der Schweizer Luftreinhalteverordnung ab.
Für die Betreiber einer Feuerstätte, Schornsteinfeger, Handwerker und andere Interessierte ist durch die Datenbank leicht festzustellen, welchen Emissions- und Wirkungsgrad-Anforderungen eine Feuerstätte genügt. Der HKI Industrieverband sogt als neutrale und kompetente Stelle für eine sorgfältige Prüfung und Bewertung der Produktmerkmale einer Feuerstätte. Für alle Hersteller von häuslichen Feuerstätten besteht die Möglichkeit, ihre Produkte kostenlos in die Datenbank eintragen zu lassen.
In der Datenbank sind insgesamt mehr als 5.000 Geräte von 55 Herstellern zu finden. Sie wird monatlich von mehr als 20.000 Internet-Nutzern besucht. „Die Klickraten geben uns Recht, dass die Datenbank nach wie vor für die Verbraucher ein gutes und wertvolles Instrument ist“, ergänzt Kienle. Es ist möglich über die Feuerstättendatenbank einen Datenblattausdruck erstellen zu lassen. Dieses Datenblatt gibt detailliert Auskunft, welchen Emissionsanforderungen das jeweilige Gerät genügt. Es kann zur Vorlage beim Schornsteinfeger als Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte der 1. BImSchV verwendet werden.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Zwischenprüfungen in der Bildungsstätte

HK || Vom 26. bis 28. 02. 2014 erfolgten in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß in Mecklenburg-Vorpommern, die Zwischenprüfungen. 9 Auszubildende mussten ihr Wissen unter Beweis stellen. Die Prüfungen erfolgten nach der neuen Ausbildungsverordnung für Schornsteinfeger (SchfAusbV).

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik

Die Abgasbibel

Anerkennung durch Schornsteinfegerhandwerk (ZIV) –
Schulungsmaterial für Landesinnungsverband Rheinland-Pfalz

Das in der „Abgasbibel“ von Skoberne erläuterte System ist ein ausgereiftes Abgasleitungsprogramm mit der Erfahrung seit 1987: Die Kunststoff-Abgasleitungen von Skoberne bestehen im Wesentlichen aus hochwertigem und speziell für die Anwendung hergestelltem Polypropylen. Die präzise Verbindungstechnik ermöglicht ausgezeichnete Passgenauigkeit. Die Abgas- und Zuluftführung arbeitet mit vergleichsweise geringen Widerständen. Die Lippengeometrie und das Material garantieren eine langlebige Dichtigkeit und erleichtern Ein- wie Ausbau. Die EPDM-Dichtungen sind für die Kondensatableitung von Öl- und Gasfeuerstätten (120 Grad Abgastemperatur) dauerhaft geeignet und resistent gegen Kondensate. Das System kann auch bei Kraft-Wärme-Kopplung, beispielsweise bei BHKWs, zum Einsatz kommen.
Die Planungs- und Montageanleitung ist gegliedert in einen allgemeinen Teil und die Vorstellung des Systems, Planungshinweise, die eigentliche Montageanleitung sowie die Erläuterung der Bauteile und einen Anhang. Auf die Übersichtlichkeit für Planer und Anwender wurde besonders geachtet.
Das urheberrechtlich geschützte Regelwerk ist erhältlich/einzusehen auf der Skoberne Website im Downloadbereich. Das Dokument ist auch direkt erreichbar über die eigens eingerichtete Domain www.skoberne.eu

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik

Energie kompakt App

Nachschlagewerk zur Energiewende für Tablet und Smartphone
Gebündelte Daten & Fakten zum Thema Energie / Schwerpunkt Energiewende in Deutschland und
Zukunftstechnologien / Linkliste zu den wichtigsten Akteuren am Energiemarkt

Remscheid, 12. Februar 2014 – Mit dem Smartphone oder dem Tablet das Wissen zum Thema Energie erweitern – dies ermöglicht jetzt erstmals eine kostenlose App. Die vom Heiztechnikspezialisten Vaillant angebotene „Energie kompakt App“ ist ein digitales Nachschlagewerk, das Daten und Fakten aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen bündelt und Zusammenhänge erklärt. In sieben Kapiteln werden unter anderem die Bereiche Energiewende in Deutschland, Energiequellen und -gewinnung, Zukunftstechnologien und Energienutzung aufgegriffen. Über informative Texte, zahlreiche Bilder und Grafiken werden auch komplexe Prozesse verständlich dargestellt. Grafiken können von den Nutzern heruntergeladen werden. Bestandteil ist auch eine Linkliste zu den wichtigsten Akteuren am Energiemarkt in Deutschland, Europa und international. Die App gibt es kostenlos im Google Play-Store oder im Apple App-Store. Sie ist kompatibel mit allen Android-Tablets und -Smartphones ab Android Version 2.3.3 oder höher sowie mit iPhone, iPad und iPod touch ab iOS-Version 6.0.
Einen Eindruck von der App erhalten Interessierte auch über ein kurzes Video auf www.youtube.de: www.youtube.com/Energie_Kompakt_App

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Kampagne Besser ein Meister

HK || Glücksbringer im Wirtschaftsministerium: Eine Delegation der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern überbrachte dem Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe zum Jahresbeginn gute Wünsche für ein erfolgreiches 2014. „Die Schornsteinfeger sind Symbolfiguren des Glücks und vor allem kompetente Partner für Unternehmen und Privatpersonen in Sicherheitsfragen rund ums Haus“, sagte Glawe am Dienstag.
Zu den gesetzlich geregelten Aufgaben des Handwerks gehören die Reinigung und Überprüfung von Schornsteinen, die Messung von Ölheizungen, Gasheizungen, Pelletheizungen und gasbetriebenen Durchlauferhitzern sowie die sogenannte Feuerstättenschau. Seit einem Jahr regelt ein Gesetz eine Marktöffnung, das bedeutet, dass die bisherige Monopolstellung im Schornsteinfegerhandwerk aufgehoben wurde; freiwerdende Kehrbezirke werden jetzt mittels eines Ausschreibungsverfahrens besetzt. „Das Berufsbild und die Anforderungen an die Schornsteinfeger haben sich verändert. Die Innung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt seine Mitglieder auf dem Weg vom klassischen Kaminkehrer hin zum modernen Dienstleister“, sagte Glawe.
Der Minister verwies zusätzlich auf die Bedeutung einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung im Handwerk. „Wie im Schornsteinfegerhandwerk üblich, muss der Meisterbrief auch in anderen Gewerken verpflichtender Bestandteil der Weiterbildung sein. Die betriebswirtschaftliche und fachliche Ausbildung ist das Fundament eines stabilen Handwerksbetriebes“, hob Glawe hervor.
Die Meisterausbildung im Handwerk wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2008 mit der landesweiten Kampagne „Besser ein Meister“ (www.besser-ein-meister.de) beworben. Ziel der gemeinsam vom Wirtschaftsministerium und den Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführten Marketing- und Imagekampagne ist es, den Meistertitel als Premiummarke zu positionieren, um für das Berufsbild und die Karrierechancen im Handwerk zu werben. Für die Jahre 2013 und 2014 wird die landesweite Kampagne aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit Zuwendungen in Höhe von 250.000 Euro unterstützt. Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 168 Kehrbezirke mit je einem Schornsteinfegermeister, davon sind 150 Mitglied in der Landesinnung. 36 junge Menschen befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Schornsteinfeger.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Glück im Globus

Neujahrsempfang der Kunden im Globus in der Hansestadt Rostock am 2. Januar 2014

HK || Traditionell werden im Einkaufszentrum Globus in der Hansestadt Rostock am ersten Tag im neuen Jahr die Kunden von Schornsteinfegern begrüßt. In diesem Jahr begrüßten unsere Innungsmitglieder Klaus Fröhlich und Enrico Medved als Glücksbringer die Kunden und überbrachten die besten Wünsche und natürlich viel Glück.
Viele Kunden kommen extra nur wegen unseren Glücksbringern, um mit denen ein Glas Sekt zu trinken und um Glücksbringer für das neue Jahr zu erhaschen. Gut gelaunt und zufrieden gehen die Kunden anschließend zum Einkauf und der Schornsteinfeger bleibt positiv in Erinnerung.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür am 18. Januar 2014 im Bildungszentrum der Handwerkskammer Schwerin

HK || Für die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ist die Teilnahme am Tag der offenen Tür der Handwerkskammer Schwerin ein Muss. Auch an diesem Tag kamen junge, interessierte Jugendliche mit ihren Eltern und erkundigten sich über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe im Handwerk. In diesem Jahr konnten unsere Innungsmitglieder Ralf Siewert und Christoph Riemann viele Fragen hinsichtlich der Berufsausbildung und Karrieremöglichkeiten im Schornsteinfegerhandwerk beantworten. Schon manch ein neuer Auszubildender wurde hier für das Schornsteinfegerhandwerk akquiriert. Eine große Herausforderung, nicht nur für das Schornsteinfegerhandwerk, sondern für
das Gesamthandwerk, ist die Suche nach neuen Auszubildenden und geeigneten Nachwuchs. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern will sich auch in diesem Jahr primär dieser Herausforderung stellen.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schwarz und Weiß kooperieren

Partnerschaftsvereinbarung zwischen Maler und Schornstein­feger in Sachsen-Anhalt

Schwarz und Weiß, Schornsteinfeger und Maler. Eine Verbindung zwischen den beiden traditionsreichen Handwerksberufen mit den so gegensätzlichen Berufsfarben erschließt sich auf den ersten Blick nicht. Manch einer mag denken, dass die Schnittpunkte sich darauf beschränken, dass der Schornsteinfeger die Stube einstaubt und der Maler den Schaden behebt. Aber abgesehen davon, dass dieser Fall heutzutage so gut wie nicht mehr vorkommt, haben beide Berufe einiges gemeinsam.
So ist die energetische Gebäudesanierung wesentlicher Bestandteil des täglichen Betätigungsfeldes beider Gewerke. Die Schornsteinfeger unterstützen und beraten zum einen im Bereich der geeigneten Feuerungsanlagen, darüberhinaus bieten immer mehr Schornsteinfegerbetriebe die Gebäudeenergieberatung an und haben sich entsprechend qualifiziert. Die Betriebe der Maler- und Lackiererinnung sind die Spezialisten, wenn es um die Sanierung und Dämmung der Wände im Gebäude geht. Gerade bei der Umsetzung der Dämmmaßnahmen besteht die Gefahr, dass die fehlerhafte Bauausführung zu massiven Gebäudeschäden führt und sich die nicht unerheblichen Investitionen im Nachhinein als Schadensursache herausstellen. Aus diesem Grund führt bei der Gebäudedämmung kein Weg an einem qualifizierten Fachbetrieb der Maler- und Lackiererinnung vorbei.
Um für den Kunden ein ordentliches und innovatives Gesamtpaket anbieten zu können, bot sich eine Zusammenarbeit der beiden Handwerke regelrecht an. Aus diesem Grund haben der Landesinnungsverband der Maler- und Lackierer­innung Sachsen-Anhalt und der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen. In dieser Vereinbarung ist die Zusammenarbeit beider Handwerksberufe zum Zwecke der Steigerung der Kundenzufriedenheit beider Gewerke formuliert. Mit Umsetzung der Partnerschaftsvereinbarung ist sichergestellt, dass die Dämmmaßnahmen genau auf die baulichen Besonderheiten der Gebäude abgestimmt werden. Zu diesem Zweck bedienen sich die Maler der Dienste des Schornsteinfegerhandwerks im Bereich der Gebäudeenergieberatung. Die Schornsteinfeger leisten dem Kunden Hilfestellung bei der Auswahl des Fachbetriebes für die Ausführung der Dämmmaßnahmen und nutzen hierfür das Know-how der Innungsbetriebe aus dem Maler- und Lackiererhandwerk.
Uwe Runge, Landesinnungsmeister des Maler- und Lackiererhandwerks, und Torsten Kiel, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks, unterzeichneten die Partnerschaftsvereinbarung am 22. März 2014 im Rahmen des 26. Verbandstages des Maler- und Lackiererhandwerks in Schönebeck. Beide Vertreter sind zuversichtlich, mit dieser Vereinbarung den Grundstein einer erfolgreichen Zusammenarbeit gelegt zu haben.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Obermeister Ingo Ziola beim Europaabgeordneten Werner Kuhn

HK || Am 18. 01. 2014 wurde der zurzeit einzige Europaabgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern, Werner Kuhn, zum Spitzenkandidat der CDU zur Europawahl am 25. Mai 2014 nominiert. Der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola beglückwünschte Werner Kuhn und wünschte ihm ein gutes Wahlergebnis und viel Glück zur Europawahl und bat ihn, dass er sich auch in Zukunft für das deutsche Handwerk und vor allem für den Meisterbrief einsetzt. Obermeister Ziola überreichte einen symbolischen Meisterbrief und einen Porzellan-Schornsteinfeger. Werner Kuhn hat zugesagt, dass er sich weiterhin für den Erhalt des Meisterbriefes einsetzt und die duale Berufsausbildung als deutsches Vorbild in Europa weiterhin favorisiert.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Ministerpräsident und Schornsteinfeger wünschten sich gegenseitig Glück im neuen Jahr

HK || Schornsteinfeger-Obermeister Ingo Ziola überbrachte gemeinsam mit seinen Kollegen Heiko Karmoll und Mario Karwath vom Vorstand der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern die besten Wünsche für das Jahr 2014 an Ministerpräsident Erwin Sellering. Sie überreichten dem Ministerpräsidenten einen Glücksbringer aus Metall, einen Kehrbesen sowie einen Schornsteinfeger-Kalender 2014. Der Ministerpräsident gab die guten Wünsche für das neue Jahr zurück und übergab den Handwerkern in Schwarz vierblättrige Kleeblätter aus Schokolade.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Hanseschau Wismar vom 6. bis 9. März 2014

Die Erlebnis- und Verkaufsausstellung für die ganze Familie

HK || Die Hanseschau Wismar ist eine beliebte Verbrauchermesse im Norden. Vier Tage lang zeigen viele Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern, der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland auf der großen Ausstellungsfläche Schickes, Nützliches, Neues und Schönes für die ganze Familie: Tolle Autos, Einrichtungen, Wellness, viel Grünes mit Pflanzen und Blumen, Mode, Schmuck, beste Unterhaltung bei einem kurzweiligen Rahmenprogramm und eine Vielzahl an mecklenburgischen und schwedischen Leckereien. Traditionell haben auch unsere Kollegen wieder an dieser beliebten Messe teilgenommen. Viele Besucher und Gäste erkundigten sich hinsichtlich der 1. BImSchV. Viele Fragen zwecks Altanlagen mussten beantwortet werden. Ein weiteres Thema war die neue Energieeinsparverordnung. Auch hier mussten unsere Kollegen viele Tipps für die Energieeinsparung und modernen Umweltschutz geben.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfeger auf der mitteldeutschen handwerksmesse 2014

Die Deutschen vertrauen dem Handwerk. Das zeigt die Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2013. Demnach schenken 87 Prozent der Deutschen diesem Gewerbe ihr Vertrauen. „Das Handwerk zeichnet sich durch beste Qualität, Zuverlässigkeit und Tradition aus“, sagt Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe. „Das war auf der „mitteldeutschen handwerksmesse“ vom 15. bis 23. Februar 2014 zu erleben. Vor Ort wurden hochwertige Produkte und lebendige Werkstätten gezeigt und natürlich intensive Beratung geboten.“
Zur „mitteldeutschen handwerksmesse“ kamen 240 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Besucherzahl hat dabei die Rekordhöhe von 182.000 erreicht. Mit diesen Angaben wertet die Pressestelle der Leipziger Messe den Erfolg der „mitteldeutschen handwerksmesse“ 2014 aus. Kein Wunder, dass auch der Messestand der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. einen Besucherrekord verzeichnen konnte. Dass die Deutschen dem Handwerk vertrauen, ist für die Schornsteinfeger nicht neu. Dennoch überrascht die statistische Auswertung der Messe für das Schornsteinfegerhandwerk. Rund 50% Besucher mehr am Messestand als vergleichsweise noch 2011 spricht einerseits vom großen Informationsbedarf der Messebesucher und andererseits vom Vertrauen, dass gerade einem bewährten Handwerk, wie dem unseren, entgegengebracht wird. Dafür scheint ja auch der geringe Wille der Grundstückseigentümer, den Schornsteinfeger zu wechseln, zu sprechen. Mit überwältigender Mehrheit ragt ein Thema aus den Fragen der Besucher unseres Messestandes hervor. Was mache ich mit meinem alten DDR-Kessel? Wie lange kann ich ihn noch betreiben? Was muss ich tun? Hier zeigt sich nun, dass die massive Information seitens der Medien und der Schornsteinfeger Früchte trägt und sich die Betreiber alter Heizkessel intensiv mit einer Erneuerung ihrer Heizungsanlagen beschäftigen. Welche Lösung in den einzelnen Fällen den Vorrang hat, entscheidet sich dabei oft erst nach einer Beratung durch den Schornsteinfeger. Natürlich konnten am Messestand der Bildungsstätte nicht alle Fragen beantwortet werden, aber Lösungsansätze konnten meistens doch gefunden und Orientierung gegeben werden.
Natürlich haben die Messestandbetreuer in jedem Fall auf den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger verwiesen, da ihm oder ihr die örtlichen Gegebenheiten am besten bekannt sind. Kritik am Schornsteinfegerhandwerk hat es so gut wie nicht gegeben. Im Gegenteil, in einem Fall hat sich ein Besucher mit den Worten verabschiedet „Sie sollen wissen, dass es Menschen gibt, die Ihren Beruf sehr achten.“ In diesem Sinne kann die „mitteldeutsche handwerksmesse“ auch wieder als voller Erfolg für unser Handwerk gesehen werden.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Mängel

Schornsteine als Insektenherberge

Beim Öffnen der Reinigungsöffnung des Schornsteines im Dachgeschoss: Gut, dass die Insekten bereits geschlüpft waren

Ausgabe: 90 , Kategorie: Mängel

Schimmelpilz durch ungereinigte Lüftungsanlagen

So können Filter für raumlufthygienische Zwecke nach nur einem Jahr aussehen. Hier dürfte die Funktion
der Lüftungsanlage stark eingeschränkt sein und damit steigt die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Zusammenkunft der Unternehmen

Der Verband der Wirtschaft Thüringens lud am 26. September zum 13. Unternehmertag unter dem Motto „Im Wettbewerb um die besten Köpfe – Konzepte und Strategien zur Fachkräftesicherung“ ein. Dort wurde mit Wissenschaftlern, Politikern, Lehrern, Schülern, Studenten und Azubis über die Verantwortung der Unternehmen für Wirtschaft und Beschäftigung diskutiert. Das congress centrum neue Weimarhalle empfing rund 300 Gäste an diesem Tag. Neben den Podien und Diskussionsrunden fanden diese auch zahlreiche Thüringer Firmen und Institutionen mit Informationsständen in einer Ausstellung. Gesprochen wurde über die Themen Bildung, Ausbildung, Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit, altersgerechte Arbeitsplätze, attraktive Wirtschaftsstandorte und nachhaltige Personalpolitik. Und natürlich durfte das Schornsteinfegerhandwerk nicht fehlen. Ein kurzes Gespräch mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht gab einen Einblick in die politische Welt. Ein Schwerpunkt des Unternehmertages war auch die Vergabe der Urkunde des „Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen“ an insgesamt dreizehn Unternehmen, Einrichtungen, Institutionen und Vereine. Thüringens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Matthias Machnig überreichte die Urkunden im feierlichen Rahmen. Neun der Dreizehn Unternehmen erhielten ihre erste NAT-Urkunde, was zeigt, dass in Thüringer Unternehmen nachhaltige Wirtschaft eine große Rolle spielt. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass, wenn Anregungen und Impulse umgesetzt werden, diese Veranstaltung sehr erfolgreich war und den Unternehmen und Arbeitern weiterhilft

Ausgabe: 90 , Kategorie: Heiztechnik

teure Wärme durch politischen Irrsinn

„Fehlende oder realitätsfremde Plandaten bei der Konzeption der kommunalen Wärmeversorgung mit Nah- oder Fernwärme führen oft zu unerwarteten und erhöhten Kosten. Gerade dann, wenn die Abgabemengen bei immer niedrigeren Energieverbräuchen der Gebäude auf die Gesamtkosten umgelegt werden sollen“, sagt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme.

Mit dem Vorwurf „teuerste Nahwärme von Deutschland“ zu sein, sorgt eine Gemeinde bei Heidelberg (Baden-Württemberg) für Schlagzeilen. Im Kleingemünder Neubaugebiet, einem Ortsteil der Stadt Neckargemünd, wurden laut Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) die Heizkosten richtig teuer. Ursprünglich sollte die vor Ort gemäß Wärmesatzung und Anschlusszwang zu verwendende Nahwärme „umweltfreundlich, bequem, sicher, und nachhaltig, platz- und zeitsparend sein“ – schreibt das Blatt auf Basis der Stadtwerke-Informationen. Doch für einige Familien entwickelten sich die vermeintlichen Vorteile des Heizwerks immer mehr zu einem finanziellen Ärgernis. So erhielt eine junge Familie, die dort vor 14 Monaten ein Niedrigenergiehaus baute, die Jahresabrechnung von den Stadtwerken und staunte beim Blick auf die Zahlen nicht schlecht. 1.300 € entstanden für Heizung und Warmwasser, davon 700 € – mehr als die Hälfte – für die Grundgebühr. Nach Angaben des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) lägen die jährlichen Betriebskosten für eine dezentrale Lösung, etwa eine Gas-Brennwertanlage, ausgehend von 12.000 KW/h pro Jahr bei deutlich unter 1.000 €. „Leider ist dies kein Einzelfall“, sagt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme (AFW), „weil Nah- und Fernwärmenetze oft an der Realität vorbei ohne genaue Bedarfsplanung und Kosten-Nutzen-Vergleich gebaut werden. Durch von der Politik geforderte, immer niedrigere Energieverbräuche in Gebäuden macht die Umlage der Gesamtkosten von Nah- und Fernwärme zunehmend keinen Sinn.“
Wie es zu diesen Mehrkosten kam ist den Hausbesitzern unklar. Trotz einer Aufforderung durch die betroffene Familie, die Kosten transparent zu machen, lehnten das die Stadtwerke ab. Stattdessen hieß es, man erziele keinen Gewinn, sondern eher Verluste, eine Quersubventionierung sei also ausgeschlossen. Allerdings wäre die Bebauung mit einem noch in der Planung befindlichen Pflegeheim auch noch nicht komplett abgeschlossen und je mehr Häuser ans Netz gingen, desto rentabler würde das Heizwerk werden. Das Langzeitärgernis für die Bewohner bleibt wohl trotz aller Kritik bestehen, denn die Senkung der Endverbraucherpreise ist wohl erst einmal ausgeschlossen, weil diese offenbar schon auf Basis der Endsituation mit voller Auslastung kalkuliert sind. Und ein Anbieterwechsel ist für die Bewohner des Baugebiets nicht möglich. Hinweise der Hausbesitzer im Vorfeld, dass das Heizwerk viel zu groß sei, wurden offensichtlich nicht berücksichtigt.
Die Kommunalpolitik scheint indes ob der derzeitigen Lage ratlos zu sein. Nach Aussage eines Anwohners, habe man sich in Ermangelung eines Erdgasinvestors, der den Bau zu vieler Niedrigenergiehäuser befürchtete, für das Nahwärmekonzept auf Basis erneuerbarer Energien entschieden. Im Grunde war man somit gewarnt. Doch spricht man jetzt von einem „Teufelskreis“. So sei es auch ein Fehler gewesen, Kaminöfen im Neubaugebiet zu erlauben, wodurch nun die Effizienz des Heizwerks nicht zu erreichen wäre. Einige Bewohner würden jetzt mehr Holz verbrennen, um die teuren Heizkosten der Stadtwerke einsparen zu können.
Doch mit Verbrennungsverboten zu agieren ist der falsche Ansatz, wenn es um die wirtschaftlichsten Lösungen geht, ist sich AFW-Sprecher Johannes Kaindlstorfer sicher: „Nach einer Studie der Ostfalia-Hochschule Wolfenbüttel, im Mai 2011, werden Wärmenetze mit sinkendem Energieverbrauch durch energetische Gebäudesanierungen in Neubauten oder im Gebäudebestand zunehmend unattraktiver. Zumal die Endverbraucher grundsätzlich eine Vorliebe für moderne, individuelle Heizungstechniken oder Kamin- bzw. Kachelöfen haben, um davon mehrfach zu profitieren. Einerseits mit geringerem Energieverbrauch und andererseits mit höherem Wohlfühlfaktor.“ Stattdessen müssen wohl nun die Bewohner des Neubaugebiets und die Bürger der Stadt Neckargemünd die offenbar schwierigen Planungen und vermeintlich gemachten Fehler mit all den finanziellen Folgen ausbaden. Mit sorgenvoller Miene schaut man in die nahe Zukunft. Denn im Januar kommt die nächste Heizkostenabrechnung.
Weitere Infos im Internet:
http://www.freie-waerme.de/

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

10.000 Euro Flutopferhilfe

10.000 Euro Flutopferhilfe aus Baden-Württemberg für die Kollegen in Sachsen-Anhalt

Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg hat sich gemeinsam mit den vier Innungen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen im Juni dieses Jahres dazu entschlossen, ein Spendenkonto einzurichten, die eingehenden Spenden zu sammeln und eine Spenderliste zu führen. Bis Mitte August ist ein ansehnlicher Spendenbetrag von den baden-württembergischen Kollegen zusammengekommen. Die Kassen der vier Innungen und des LIV stockten den Betrag noch auf, damit die runde Summe zusammenkommen konnte.
Bei der Obermeistertagung in Haan übergaben nun Präsident Franz Klumpp und die Obermeister der vier baden-württembergischen Innungen Werner Rottler, Jürgen Braun, Andreas Feuerer und Walter Baum den gesammelten Betrag an den Landesinnungsmeister Torsten Kiel. Kollege Kiel und seine Obermeister Reinhard Wegner (Altmark), Frank Buchholz (Magdeburg) und Gerhard Metz (Halle) bedankten sich bei Franz Klumpp für den getätigten Spendenaufruf und für die erfahrene Solidarität unter den Kollegen.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Spender!

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

22. Forum Berufsstart

Am 20. und 21. November fand zum 22. Mal die Messe „Forum Berufsstart“ auf dem Messegelände in Erfurt statt. Diese Messe bot wieder zahlreichen Jugendlichen die Chance sich intensiv über insgesamt 350 Ausbildungs- und Berufsfelder zu informieren. Auf der Messe wurden 15.000 Ausbildungs- und Studienplätze angeboten. An den 225 Messeständen konnten die jungen Heranwachsenden ihre Fragen stellen und sich ausprobieren. Die Veranstalter, Industrie- und Handelskammer Erfurt, Handwerkskammer Erfurt und die Agentur für Arbeit Erfurt zeigten sich mit den vielen Anmeldungen sehr zufrieden.
Es besteht nach wie vor großer Nachwuchsbedarf. Allein im Bereich der Industrie- und Handelskammer sind für das Jahr 2014 noch 839 Lehrstellen unbesetzt. Im Bezirk der Handwerkskammer Erfurt zählt man noch 200 offene Lehrstellen.
Das Forum Berufsstart bot den Jugendlichen viele Möglichkeiten. Es wurden insgesamt 20 Fachvorträge abgehalten und zahlreiche Berufsfilme abgespielt. Die zukünftigen Lehrlinge konnten ihre Bewerbungsunterlagen vor Ort von Experten kontrollieren lassen. Das gab ihnen die Chance diese zu verbessern und somit dem Traumberuf etwas näher zu kommen. Viele Aussteller nahmen auch gleich vor Ort Bewerbungsunterlagen entgegen und führten, in den dafür vorgesehenen Gesprächsboxen, Bewerbungsgespräche durch.
Einen starken Mittelpunkt bildete, wie jedes Jahr, die „Straße des Handwerks“. Dort wurden 30 Berufe live vorgestellt. Unter ihnen waren Augenoptiker, Bäcker, Tischler, Maler, Metallbauer, Büchsenmacher, Zimmerer und die Schornsteinfeger. Die Messebesucher zeigten sich sehr interessiert. Viele von ihnen wurden in der Schule gut auf den Besuch vorbereitet und stellten sehr gezielte Fragen. Auffallend war, dass sich viele junge Damen über das Berufsbild des Schornsteinfegers informierten. Es informierten sich aber auch viele junge Männer. Sie erfragten die Ausbildungsdauer, den Verdienst vor und nach der Lehre und die Tätigkeitsfelder. Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten, gerade in die Richtung Umweltschutz, schien eine große Rolle zu spielen.
Diese Messe bietet den Jugendlichen eine berufliche Orientierung. Das lässt die Unternehmen hoffen, ausreichend geeigneten Nachwuchs ausbilden zu können. Die Zukunft der deutschen Wirtschaft hängt an den zukünftigen Lehrlingen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thomas Keindorf wurde mit dem Handwerkszeichen in Gold geehrt

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, Landtagsabgeordneter und Schornsteinfegermeister wurde am 29. 11. 2013 anlässlich der 50. Vollversammlung der HWK Halle durch den Geschäftsführer des Deutschen Handwerkskammertages, Dirk Palige, das Handwerkszeichen in Gold verliehen. Das Handwerkszeichen in Gold ist die höchste Auszeichnung, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), als einer der Spitzenverbände des Deutschen Handwerks, zu vergeben hat. Damit sollen sein langjähriges Engagement und seine Verdienste für das Handwerk Anerkennung finden. Thomas Keindorf zeichne sich durch „seinen ökonomischen Weitblick in Verbindung mit seinem Interesse für die Menschen und das was sie bewegt“ aus und habe sich insbesondere in Bezug auf die Themen Berufsbildung, Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenhalt im Handwerk immer wieder für die Interessen der Betriebe stark gemacht, so Palige.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

LIV Sachsen verabschiedet feierlich langjährige Mitarbeiterin

Allen Kollegen, Kunden und Behörden, die sich in den letzten 22 Jahren an den LIV Sachsen mit einem Anliegen gewandt haben, ist die sanfte und dabei immer sachliche Stimme von Frau Marita Maurer vertraut. Als Sekretärin des LIV Sachsen hat sie dessen Büro mit Sachverstand und Hingabe geleitet. Damit hat sie sichergestellt, dass die jeweiligen Vorstände sich unbesorgt auf die Berufspolitik konzentrieren konnten. Nicht selten hat sie dabei ihre Aufgaben weit über die Bürozeit hinaus wahrgenommen. Frau Maurer hat deshalb einen wesentlichen Anteil an den Erfolgen in der Berufspolitik im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen. Mit Bedauern musste nun der LIV Sachsen zur Kenntnis nehmen, dass Frau Maurer aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand geht. In Würdigung ihrer Verdienste um das Schornsteinfegerhandwerk hatte sie der LIV Sachsen, zusammen mit ihrem Ehemann für den 26. November 2013 in Coselpalais nach Dresden zu einer kleinen Abschiedsfeier eingeladen. Dort fanden sich außer dem Vorstand des LIV auch die beiden Ehrenlandesinnungsmeister Wolfgang Buschan und Hartmut Kettner, sowie Ehrenmitglied des LIV und langjähriger TLIW Stefan Gralapp ein. Dadurch bot sich die Gelegenheit für alle, Frau Maurer noch einmal für ihre fleißige und zuverlässige Arbeit zu danken. Sie hat in den 22 Jahren ihres Wirkens für den Beruf eine Hingabe gezeigt, die als Vorbild für alle Kollegen gelten kann. Nicht zuletzt deshalb war es dem Vorstand des LIV Sachsen ein besonderes Bedürfnis Frau Maurer würdig zu verabschieden. Frau Maurer dankte, offensichtlich gerührt für die Aufmerksamkeit und würdigte ihrerseits die angenehme Atmosphäre während ihrer Arbeit im LIV Sachsen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

„Fachkräftesuche“ bei den Kleinen

Jacqueline Gerhardt || Ich war am Dienstag im Kindergarten „Gestiefelter Kater“ in Halle-Neustadt mit Schornsteinfegermeister Jens-Peter Fincke aus der halleschen Innung. Wer kennt heute noch einen Schornsteinfeger und das, was er macht? Also waren wir auf der Suche nach „Fachkräftenachwuchs“.
Der Meister im schwarzen Anzug konnte den Kindern aus der Bienchen- und aus der Käfergruppe von seiner Arbeit erzählen. Interessant war natürlich für die Vier- und Fünfjährigen, warum er so schwarz angezogen ist und so einen Zylinder trägt. Und lustig war, als alle einen kleinen Rußfleck auf die Nase oder Wange bekamen.
Lauthals bedankten sich die Kleinen mit dem Lied vom Schornsteinfeger, der auf seine Leiter klettert bei Schornsteinfegermeister Fincke auch für die schönen Malhefte der Schornsteinfegerzunft.
Sie sehen: Keine Angst vorm „schwarzen Mann“ haben die Kinder der Kita „Gestiefelter Kater“. Auch die Erzieherinnen wollten dem Glückssbringer auf die Schulter klopfen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Heiztechnik

Rechtstipps für den Betriebsalltag

Von der Auftragsvergabe bis zur Zahlung

Ob im Handwerk oder Gewerbe – jeder Dienstleister muss sich im betrieblichen Alltag mit zahlreichen rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Das beginnt beim ersten Kundenkontakt und endet mit der Begleichung der Rechnung. Dazu kommen die Anforderungen des Internets: Neben einer professionellen Online-Präsenz sind Kenntnisse zu Urheberrecht, Datenschutz, Nutzungsregeln Pflicht.
Der Ratgeber „Recht für Handwerk und Gewerbe“ der D.A.S. Rechtsschutzversicherung beantwortet alle relevanten Fragen bei der Anbahnung und Ausführung eines Auftrags. Zudem geben Checklisten, Musterschreiben und aktuelle Urteile konkrete Hilfen an die Hand.
Der umfassende Leitfaden zu rechtlichen Fragestellungen für Handwerker und Gewerbetreibende ist ab sofort als E-Book in allen gängigen E-Book-Stores wie z. B. Amazon, Weltbild oder iBookstore kostenlos erhältlich.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

5. Erfahrungsaustausch der sächsischen Schornsteinfegerinnungen mit Behörden

Einer guten Tradition folgend hatte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen am 23. Oktober 2013 erneut Vertreter der Umwelt- und Ordnungsbehörden des Landes zu Gast. Obermeister und Techniker der Innungen sowie der Vorstand des LIV trafen sich mit den Behördenvertretern in den Räumen der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz. Dies hatte diesmal nicht nur organisatorische, sondern auch praktische Gründe. Im Laufe der Veranstaltung konnten die Behördenvertreter zum Beispiel den Ablauf und die Auswertung einer Messung an Feuerstätten für feste Brennstoffe kennenlernen. Die Aussicht, eine solche Messung im Rahmen einer Zwangsmaßnahme einmal durchsetzen zu müssen, löste bei den Vertreter/innen der Ordnungsämter keine Begeisterung aus. Während einer Besichtigung des neuen Messgeräteprüfstandes des LIV Sachsen nahmen sie eher erleichtert zur Kenntnis, dass dieser nun in der Lage ist, Messgeräte aller Messverfahren (ausgenommen das Verfahren der Fa. Vereta) für Messungen an Feuerstätten für feste Brennstoffe zu prüfen. Hintergrund für diese praktischen Informationen war natürlich die Umsetzung der Messungen an bestehenden Anlagen (vor dem 22. 03. 2010 errichtet) durch die Schornsteinfeger/Schornsteinfegerinnen und ihre Durchsetzung durch die Behörden, nachdem nun entsprechende Messverfahren bekannt gegeben wurden und die Übergangsfristen (6 Monate nach Bekanntgabe) abgelaufen sind.
Im Ergebnis der Diskussion konnte festgestellt werden, dass es durchaus verschiedene Meinungen innerhalb der Behörden darüber gibt, wie mit einer betriebsbereiten aber ungenutzten Anlage zu verfahren ist. Die Umweltbehörde würde zum Beispiel gern diese Anlagen auch mit in die Messpflicht einbeziehen. Die Landratsämter wiederum können sich nur schwer vorstellen, dass eine solche Messung rechtlich durchsetzbar ist. Einigkeit herrschte allerdings darüber, dass in Betrieb befindliche Anlagen, unabhängig von der Betriebsweise, messpflichtig sind und deshalb im Feuerstättenbescheid genannt werden müssen.
Bezüglich des Feuerstättenbescheids informierte der TLIW des LIV Sachsen, Kollege Uwe Berger die Verwaltungsbehörden darüber, dass, nach der Novellierung der Kehr- und Überprüfungsordnung, dem Grundstückseigentümer die Möglichkeit gegeben werden müsse, eine Kehrung und eine Messung zum selben Zeitpunkt durchführen lassen zu können. Entsprechend müssen die Termine im Feuerstättenbescheid künftig angepasst werden. Nach einem Referat des Kollegen Wolfgang Matteg (LBBW im LIV Sachsen) zur Rechnungslegung des Schornsteinfegerhandwerks herrschte Einigkeit darüber, dass hoheitliche und nicht hoheitliche Tätigkeiten getrennt in Rechnung gestellt werden müssen. Eine Beitreibung von nicht bezahlten Rechnungen für hoheitliche Tätigkeiten könne sonst nicht stattfinden.
Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung stellten die Ausführungen des Landesinnungsmeisters, Kollege Gunar Thomas zur Novellierung des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes dar. Mit den Tagungsunterlagen war den Behördenvertretern zunächst die Stellungnahme des Berufsstandes (ZIV) zur geplanten Novelle des Gesetzes vorgelegt worden. Darauf basierend führte Kollege Thomas aus, welche Bedenken seitens des Schornsteinfegerhandwerks bestehen, wenn Kehrbezirke in Zukunft im Pool ausgeschrieben oder gar ein Rotationsprinzip eingeführt werden würde. Im Wesentlichen wäre mit Kostensteigerungen für den Grundstückseigentümer zu rechnen, da durch vertragliche Bindungen für nicht hoheitliche Tätigkeiten der bisherige Schornsteinfeger beauftragt würde und für hoheitliche Tätigkeiten der neue bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger tätig werden müsste. Mit einer Gefährdung der Brandsicherheit sei außerdem zu rechnen, da in dem Fall, dass der Betriebssitz des zuständigen Bezirksschornsteinfegers weiter entfernt liegen würde, eine Unterstützung der örtlichen Feuerwehr im Brandfall nicht mehr möglich wäre. Weitere Anfahrwege würden zudem die Kosten für Bauabnahmen erhöhen und die kurzfristige Verfügbarkeit vor Ort erschweren. Deshalb schlägt der ZIV vor, dass bei Sammelausschreibungen Kriterien wie Lebensmittelpunkt des Bewerbers, bisheriger Betriebssitz, Qualitätsmanagement, Wunsch des Bewerbers, Bewerbungsgespräch, der Grundsatz „bekannt und bewährt“ und soziale Kriterien eine Rolle spielen müssten. Ansonsten lehne die Mehrheit des Berufsstandes eine Sammelausschreibung ab. Zwar brachten einige Verwaltungsbeamte Einwände vor, wie z. B. auch sie müssten zum Teil weite Anfahrwege bei Versetzungen in Kauf nehmen, im allgemeinen herrschte aber Verständnis für die Einwände der Schornsteinfeger zu Sammelausschreibungen. Bleibt abzuwarten wie sich die ausschreibende Behörde verhält.
Insgesamt fand die Veranstaltung guten Anklang. Auch die Behördenvertreter betonten, dass sie an einem weiteren Erfahrungsaustausch mit ihren Schornsteinfegern sehr interessiert seien. So konnte Landesinnungsmeister Thomas eine erfolgreiche Veranstaltung mit der Aussicht auf Fortsetzung abschließen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Hochwasser - was geblieben ist

Zuerst einmal möchte ich mich bei allen Spendern für die großartige Hilfe bedanken. Es ist gut zu wissen, dass der Zusammenhalt zwischen den Schornsteinfegern nicht verloren gegangen ist.
Der von mir verwaltete Kehrbezirk befindet sich in Aken an der Elbe. Aken wurde während des Hochwassers in diesem Jahr vollständig evakuiert, sodass es anfangs nicht möglich war, den möglichen Schaden abzuschätzen. Nach Gesprächen mit der Polizei wurde mir dann doch eine Besichtigung der entsprechenden Straßen ermöglicht. Die ersten Einschätzungen ergaben, dass allein in meinem Zuständigkeitsbereich etwa 600 Heizungsanlagen im bzw. unter Wasser standen. Brennstofflager auch für Festbrennstoffe waren geflutet und damit unbrauchbar geworden. Durch Wasserschäden an Gebäuden wurden viele Häuser unbewohnbar. Eine Bungalowsiedlung, die ich betreue, war komplett „untergegangen“. Unter anderem war diese Siedlung unsere Sommerarbeit. Für meinen Mitarbeiter hatte ich so von heute auf morgen keine Arbeit mehr.
Was danach passierte zeigte im Zeitraffer, was uns alle in den nächsten Jahren erwartet. Die betroffenen Heizungsanlagen wurden fast komplett auf Brennwerttechnik umgestellt. Da ein großer Anteil der Anlagen nun nur noch alle drei Jahre zu überprüfen ist, bedeutet dieser Umbau einen massiven Abbruch an wiederkehrenden Schornsteinfegerarbeiten. In meinem Fall macht das einen Umsatzeinbruch von über 20.000,– EUR pro Jahr aus. Das wiederum macht eine Vollbeschäftigung eines Schornsteinfegergesellen quasi unmöglich.
Diese Heizungsumstellung erfolgt innerhalb der nächsten Jahre in allen Kehrbezirken bedingt durch das Alter der vorhandenen Heizungsanlagen. Darüber hinaus wird der Markt der Schornsteinfegerarbeiten auch durch den Städteumbau, dem Bevölkerungsrückgang und den Wegfall der Lüftungsarbeiten permanent kleiner.
Die Anzahl der Kehrbezirke im Land muss dringend dieser Entwicklung angepasst werden. Schon jetzt werden in einem großen Teil der Schornsteinfegerbetriebe keine Gesellen mehr beschäftigt. Die Fachkräfte suchen sich Arbeit in anderen Bundesländern während die Betriebsinhaber versuchen sämtliche Arbeiten allein zu erledigen. Dass diese Entwicklung für das Handwerk schädlich ist, liegt auf der Hand. Die Politik ist aufgerufen, hier gemeinsam mit dem Handwerk nach Lösungen im Interesse der Betriebe, der Mitarbeiter, aber vor allem auch der Kunden zu finden. Frank Zimmermann

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

In jedem Kind steckt ein kleiner Handwerker

Bundesweiter Kita-Wettbewerb des Handwerks startet jetzt in die 2. Runde
Kinder sind kleine Entdecker, die alles mit ihren Händen ausprobieren wollen. Der Kita-Wettbewerb des Handwerks bietet dazu ab sofort wieder Gelegenheit: Kita-Kinder aus ganz Deutschland sind mit ihren Erzieherinnen und Erziehern zum zweiten Mal eingeladen, Handwerksbetriebe vor Ort kennenzulernen und ihr handwerkliches Geschick zu erproben. Die Gewinner-Kitas erhalten je 500 Euro Preisgeld für ein Kita-Fest oder einen Projekttag zum Thema „Handwerk“.
Im Rahmen des Wettbewerbs sind Erzieherinnen und Erzieher dazu eingeladen, sich in ihren Einrichtungen intensiv mit dem Thema „Handwerk“ auseinanderzusetzen. Mit ihrer Kita-Gruppe besuchen sie Handwerksbetriebe vor Ort oder laden Handwerker zum gemeinsamen Werken in ihre Kita ein. Auf Basis der gesammelten Eindrücke gestalten sie mit verschiedenen Materialien und Techniken ein Riesenposter und senden es bis zum 30. April 2014 an den Zeitbild Verlag. Grundlage für die Teilnahme sind 10.000 Wettbewerbspakete, die von Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Innungen bundesweit kostenlos an Kitas ausgegeben werden.
Joachim Wohlfeil, Vorsitzender der Aktion Modernes Handwerk e. V. und Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe: „Die erste Runde des Kita-Wettbewerbs war ein voller Erfolg: über 2.000 Kinder besuchten ihren Handwerker vor Ort und setzten sich kreativ mit dem Thema „Handwerk“ auseinander. In der zweiten Runde wollen wir noch mehr Kita-Kinder für Kompetenz und Können des Handwerks begeistern.“
Als Begleitmaterial zum Kita-Wettbewerb erscheint im November „Das große Kinderbuch des Handwerks“ bereits in der dritten Auflage. Im DIN-A2-Riesenformat, mit sieben Mitlesegeschichten, 500 Illustrationen und 48 Lernspielkarten vermittelt es einen kindgerechten Einblick in verschiedene Handwerksberufe und bietet vielfältige Anregungen für die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema „Handwerk“.
Neu erschienen ist das Handwerker-Bildersuchspiel für das gemeinsame Spiel in der Kita und zu Hause. Auf 48 illustrierten Motivkarten vermittelt es spielerisch Wissenswertes zu 24 Handwerksberufen.
Kinderbuch und Bildersuchspiel eignen sich natürlich auch als Weihnachtsgeschenk und können unter www.kinderbuch-des-handwerks.de bestellt werden.
Kita-Wettbewerb, Kinderbuch und Bildersuchspiel sind Teil der Mitmach-Aktion des Handwerks „Hand in Hand durch unseren Ort“, die die Aktion Modernes Handwerk e. V. in Zusammenarbeit mit dem Zeitbild Verlag durchführt.
Weitere Informationen zum Kita-Wettbewerb finden Sie unter www.amh-online.de.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag des Schornsteinfegers 2013

Anlässlich des Tages des Schornsteinfegers fand am 10. 10. 2013 in den Räumen des Büros Am Lindenbühl 1 in Bad Langensalza ein Tag der offenen Tür statt. Die Schornsteinfegermeister Jens Rödiger, Rüdiger Speck und Sebastian Schilling informierten über das Heizen mit festen Brennstoffen und die damit verbundenen neuen Gesetzmäßigkeiten. Anschaulich wurde eine Messung nach neuem Messverfahren und die Funktionsweise eines modernen Holzvergaserkessels erläutert. Zahlreich strömten interessierte Kunden in das große, einladende Büro um Fachfragen stellen zu können. Nachdem ihre Fragen hinreichend beantwortet waren, konnten sie sich bei einem Imbiss stärken. Das bauwillige im Kehrbezirk von Herrn Rödiger wohnende Paar Marcus Moschcau und Christine Köhler ließen sich über diverse Heizvarianten beraten. Anhand des Besucherfeedbacks kristallisierte sich hinsichtlich des neuen Messverfahrens und deren Grenzwerte für feste Brennstoffe akuter Aufklärungsbedarf heraus. Anhand der Besucherzahlen lässt sich sagen, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg war. Die drei Bezirksschornsteinfegermeister hoffen, für das nächste Jahr wieder ein interessantes Thema zu finden und wieder viele Kunden erfolgreich aufklären zu können.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Besser Wohnen auf der Haus.Bau.Energie Messe

An dem Wochenende vom 27. 09.–29. 09. fand auf dem Messegelände in Erfurt zum 13. Mal die Ausstellung zum Thema Haus.Bau.Energie statt. Rund 5.000 Eigenheimbesitzer, Bau- und Modernisierungswillige informierten sich rund um das Thema Hausbau, Energieeinsparung und Modernisierung. Die 150 Aussteller informierten ausführlich über ihre jeweiligen Fachgebiete. Die Erfurter Messeleitung freute sich besonders über die hohe Qualität der Aussteller und Besucher. Es fiel auf, dass die Besucher mit speziellen und zielgerichteten Fragen auf die Aussteller zukamen. Sie informierten sich besonders über kosteneffiziente Energiegewinnung.
Im Fachprogramm wurden allein sieben Vorträge über das Thema Energie abgehalten. Das traditionelle Energiesparforum stellte hierbei das Thema Heizen in Bezug auf Sparsamkeit, Ökologie, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt. Die Premierenauftritte der Thüringer Energie AG, des SIDE-CLUSTERs aus Polen und der Thüringer Handwerkskammer stießen auf besonders gute Resonanz.
Durch den steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung war das barrierefreie Wohnen und Leben auch ein sehr gefragtes Thema dieser Messe. Hierzu boten zahlreiche Aussteller Ideen, Produkte und Leistungen an. Das Netzwerk „Gutes Bauen in Thüringen“ hielt eine Veranstaltung unter dem Titel: „Check bauen – Was muss der Endverbraucher beim Bauen beachten“. Diese befasste sich mit der nachhaltigen Bauqualität in allen Bereichen.
Als echte Fachleute und neutrale Berater erwiesen sich, wie jedes Jahr, das Schornsteinfegerhandwerk. Durch den Energiewandel und das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz hatten diese einen großen Zulauf. Messebesucher informierten sich umfassend über das neue Gesetz, Energieeffizientes und günstiges Heizen und das Heizen mit festen Brennstoffen. Natürlich wollten sich auch viele Besucher ein klein wenig Glück mit nach Hause nehmen. Ein großer Dank geht hierbei wieder an die einzelnen Kollegen für ihren engagierten Einsatz an unserem Messestand.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern

Einer für alle – Alle für einen!

HK || Am 07. 11. 2013 fand im BTZ der Handwerkskammer Schwerin die Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern statt. An diesem Tag wurden weitgreifende und wichtige Entscheidungen und Beschlüsse von der Innungsversammlung, dem höchsten Gremium unserer Schornsteinfeger-Innung, gefasst und beschlossen, die für die Arbeit im Vorstand und für das gesamte Schornsteinfegerhandwerk in Mecklenburg-Vorpommern wichtig sind.
Der Landesinnungsmeister Ingo Ziola ließ das Jahr 2013 nochmal Revue passieren. Er ging auf die erfolgreiche Arbeit ein, die wir als Team im vergangenen und diesem Jahr erreicht haben. Hier wurde nochmal auf die RÜGVO, das SchfHwG, die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden, die 5-Jahres-Verlängerung des Prüfstandes, die vielen ereignisreichen Events und Veranstaltungen und die hervorragende Ausbildungskampagne eingegangen. Aber auch kritische und offene Fragen wurden erörtert und gemeinsam diskutiert. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Zurzeit wird die Vergaberichtlinie und das Punktesystem für Kehrbezirke in Mecklenburg-Vorpommern novelliert. Hier müssen wir uns einbringen, damit unsere Mitglieder und Kollegen weiterhin eine Zukunft als bevollmächtige Bezirksschornsteinfeger in Mecklenburg-Vorpommern haben. Der Vorstand wird sich engagiert dafür einsetzen, dass es zu einem gerechten und transparenten Vergabesystem kommt. Weiterhin soll die Fort- und Weiterbildung unserer Mitglieder entwickelt und ausgebaut werden. Hier werden in naher Zukunft neue Schulungs- und Lehrpläne erarbeitet. Auch der Haushaltsplan für das Jahr 2014, ein wichtiges Kriterium für die Weiterführung und Arbeit unserer Innung, wurde beschlossen. Auch neue Mitglieder konnten wir wieder begrüßen und aufnehmen.
Unserer Kassenwart Andreas Wanitschke und unserer Landesberufsbildungswart Henning Grot wurden für die langjährige Vorstandsarbeit und deren persönlichen ehrenamtlichen Engagement herzlich gedankt. Sie haben ihr Ehrenamt aus persönlichen, beruflichen und terminlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Der Obermeister ging auf die Verdienste beider Vorstandsmitglieder ein und bedankte sich für die gute langjährige Zusammenarbeit und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.
Zum neuen Landesberufsbildungswart wurde unsere Kollegin Stefanie Lehmann gewählt. Zum neuen Kassenwart unserer Innung wurde unser Kollege Mario Karwath gewählt. Wir wünschen beiden viel Erfolg und gutes Gelingen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neue Werkstatt für praktische Ausbildung in Doberschütz feierlich eröffnet!

Weichen für die Zukunft stellen!

„Es ist nicht üblich, dass wir mit so großer Mannschaft losfahren“, sagte Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern. Der Staatssekretär war gleich mit mehreren Mitarbeitern zur Eröffnung der neuen Ausbildungsstätte angereist.
Auch der Dezernent des Landkreises Nordsachsen Herr Horst Winkler, der Bürgermeister der Gemeindeverwaltung Doberschütz Roland Märtz, der Kreishandwerksmeister Matthias Voigt sowie die Schulleiterin des Berufsschulzentrums Frau Fröhlich waren zur feierlichen Eröffnung am 05. 11. 2013 erschienen.
Der Vorsitzende der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks und Landesinnungsmeister im LIV Sachsen-Anhalt Torsten Kiel ging in seiner Eröffnungsrede auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ unter dem Motto „Dein Land, deine Chance“ ein und ermutigte junge Schulabgänger ihren beruflichen Weg im eigenen Land zu gehen. Durch die gezielte und frühzeitige Lehrlingswerbung konnten durch die Landesinnungsverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern 55 neue Lehrlinge in diesem Jahr begrüßt werden. Um motivierte und hoch qualifizierte Fachkräfte im Schornsteinfegerhandwerk auszubilden, wurde vom Schulverein vor 10 Jahren die Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks gegründet und aufgebaut. Mit dem jetzigen Neubau der Ausbildungswerkstatt wurde auf die neue Ausbildungsverordnung im Schornsteinfegerhandwerk reagiert, die viele praxisbezogene Themen vorschreibt. Hier können die Lehrlinge in Zukunft praktisch alle Arbeiten erlernen, die sie im späteren Berufsleben benötigen. Für die Sanierung und Einrichtung des vom Landkreis gekauften Gebäudes, investierte der Bildungsverein 80.000 €, ohne Fördermittel, betonte der Schulleiter Hans Poltersdorf. Es wurden in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in diesem Standort investiert, um die Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu garantieren und nachhaltig zu gewährleisten.
Der Staatsekretär im Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern Dr. Stefan Rudolph war mit seinen Mitarbeitern zur feierlichen Eröffnung der Lehrwerkstatt angereist um sich ein Bild über die Ausbildung der Schornsteinfeger zu machen. „Doch es könne nicht sein, dass diejenigen, die tatsächlich entscheiden, nur hinter Aktenbergen am Schreibtisch sitzen, und Staatssekretäre reisen durch die Gegend um Bänder durchzuschneiden. Aus diesem Grunde wollte er sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern informieren, wie die Aus- und Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk organisiert und durchgeführt wird. Man muss sich vor Ort informieren um weitgreifende Entscheidungen zu treffen“. Seit 2011 werden nicht nur Schornsteinfegerlehrlinge aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Roten Jahne ausgebildet, sondern die gesamte Weiterbildung der Gesellen und bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger organisiert. Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph und seine Mitarbeiter waren von der Einrichtung fasziniert und positiv beindruckt. Nicht nur die hochwertige technische Ausstattung der Bildungseinrichtung wurde positiv bewertet, sondern auch die idealen Internatsunterbringung und Weiterbildungsangebote. Viel Lob und große Anerkennung für die Idee der Bildungsstätte, die sehr gute Führung und Schulleitung, das große Engagement für den Schulverein und deren Bildungsstätte erhielt der Schulleiter Hans Poltersdorf vom Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph. „Diese Arbeit, dieses Engagement ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Was hier geleistet wurde ist Beispielgebend. Denn um das Grundvertrauen zu erhalten, das Vertreter dieses Handwerks nach wie vor genießen, müsste der Nachwuchs zu Persönlichkeiten ausgebildet werden. Das gelinge dem Chef der Schule sehr gut.“
Der Stellvertreter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks und Landesinnungsobermeister des LIV Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola hat sich für die gute und vertrauliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und den Mitgliedern des Bildungsverein bedankt. Auch Mecklenburg-Vorpommern wird seinen Beitrag dazu geben, dass diese Bildungsstätte weiterhin erfolgreich und nachhaltig betrieben wird.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Mängel

Vogelgrab - moderne Gasheizung als Vogelparadies

Dieser Piepmatz fand sein Ende in der Abgasleitung einer Brennwertheizung. Es hat es bis zum Geräteanschluss geschafft, aber einen Ausgang fand er nicht mehr. Es ist keine Neuheit, dass Schornsteinfeger tot Vögel aus den Heizungen holen. Manche suchen die Wärme, andere Nistplätze. Jedoch entwickelt sich unsere Heiztechnik zu immer kleiner werdenden Abgasleitungen, so dass das Herausfliegen nicht mehr möglich ist und die dünne Leitung zum Grab wird.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Mängel

Balkenbrand durch Loch

Hier zu sehen ein Loch im Schornstein, und das gleich vor einem brennbaren Dachbalken. Das ist ja noch mal gut gegangen, weil es rechtzeitig entdeckt wurde.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Mängel

Trennwand durchgeheizt

Hier im Bild ist zu erkennen, wie die sogenannte Zunge, also die Trennwand zwischen zwei Schornsteinschächten, durchbrochen ist. Bei solch einem Mangel können Feuerstätten sich gegenseitig beeinflussen/behindern. Im schlimmsten Fall kann es zu Rauchgasaustritt aus einem unbeheizten Ofen kommen, weil der Nachbar heizt.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Allrode 2013

Infoveranstaltung in Allrode stand ganz im Zeichen der Feststoffmessung

Bereits zur Tradition geworden, fand vom 09. bis 10. September die mittlerweile 18. Infoveranstaltung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle im Sport- und Seminarhotel Harzer Land in Allrode im Harz statt.
Bei dieser Schulung werden jeweils aktuelle Themen als Ergänzung zur Jahresschulung im Schulverein angeboten. Da in diesem Herbst nun auch die Feststoffmessung an Holz-Zentralheizungen beginnt, waren Schulungen rund um dieses Thema die erste Wahl. So hatten die Kollegen Gelegenheit Informationen zum Ablauf der Messung entsprechend der Vorgaben in der BImSchV und zum Thema „Abgrenzung von Einzelraumfeuerungsanlagen gegenüber Zentralheizungen“ zu erhalten. Insbesondere die Möglichkeit, die Messgeräte der verschiedenen Hersteller in Aktion zu erleben, wurde rege genutzt. Auf dem Innenhof des Hotels wurden mit Unterstützung der Heizkesselhersteller Feststoffkessel in Betrieb genommen. Hier konnten nun die Messgeräte im direkten Einsatz erlebt werden. Durch diese Live-Vorführung konnte das Handling und die unterschiedlichen Konzepte der Gerätehersteller besser verglichen werden, als in jeder theoretischen Schulung. So konnten die Kollegen, welche sich noch nicht für ein bestimmtes Gerät entscheiden konnten, letzte Anregungen zur Entscheidungsfindung holen. Aber wie in jedem Jahr diente auch diese Veranstaltung dem Erfahrungsaustausch und der Pflege des Gemeinsinns. Leider war der Wettergott nicht auf unserer Seite, sodass die Wanderung und die Feier im Festzelt dann doch kürzer als geplant stattfanden.
Im Ergebnis war die Infoveranstaltung 2013 aber doch ein Erfolg und sie ist auch für 2014 wieder im Veranstaltungskalender vorgesehen.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfeger stimmen den Wettergott milde

Ivonne Sielaff || Das Glück müsste den Wernigerödern nun hold sein. Gleich sieben Schornsteinfeger aus der Region gaben sich am Sonnabendvormittag zum Altstadtfest die Ehre. Auf dem Markt hatte Gastronom Michael Wiecker eine Frühstückstafel für die Männer in Schwarz vorbereitet. Das traditionelle Spektakel lockte viele Schaulustige in Wernigerodes Mitte, die nun darauf hofften, dass das Glück der Schornsteinfeger ein wenig auf sie abfärbte.
Von Brötchen und Kaffee gestärkt, kletterten die Männer kurz darauf auf die Dächer der umliegenden Häuser, um die Wernigeröder und die Gäste der bunten Stadt von oben zu grüßen. Was das Wetter betrifft, hat diese Aktion geholfen. Kein Regen und nur wenige Wolken – sodass die Besucher des Altstadtfestes das bunte Treiben genießen konnten.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Sachsen-Anhalt sagt DANKE für die überwältigenden Spenden an die Flutopfer-Kollegen

Als das Hochwasser im Juni Mitteldeutschland überflutete, bedeutete das für viele Menschen eine persönliche Katastrophe. Auch die Häuser vieler unserer Kollegen waren betroffen. Doch neben dem privaten Schicksal traf es viele Kollegen auch beruflich sehr hart, denn die überfluteten Gebiete waren natürlich immer auch Kehrbezirke bzw. Teile davon. In den Überflutungsgebieten standen sämtliche Keller – und damit auch fast alle Heizungsanlagen – unter Wasser. Durch die vorsorgliche Evakuierung hatten die Betreiber der Feuerungsanlagen auch keine Gelegenheit, Teile der Heizungsanlage in Sicherheit zu bringen. So wurden viele Heizungsanlagen irreparabel zerstört und müssen erneuert werden. Die Folge waren viele Tage bzw. Wochen, in denen keine Schornsteinfegerarbeiten durchgeführt werden konnten. Auch wenn oftmals die Versicherungen für die Schäden an Haus und Hausrat aufkam, die Umsatzeinbußen im Kehrbezirk ersetzt keine Versicherung.
Um diesen Kollegen helfen zu können, starteten die Schornsteinfegerinnungen im Land einen Spendenaufruf an alle Schornsteinfegerkollegen. Was dann passierte, war überwältigend. Es kamen Spenden aus dem gesamten Bundesgebiet, von Landesverbänden, Innungen und von vielen, vielen Kollegen. Am Ende kam die gewaltige Summe von etwas über 38.000 EUR zusammen. Wir sind überwältigt und bedanken uns für diese Solidarität, die trotz Wettbewerb wohl noch immer da ist. Es ist also nicht nur eine Floskel, wenn es heißt: „Einer für Alle, Alle für Einen“. Nochmals vielen, vielen Dank an alle Spender.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik

Pressegespräch der Firma Kutzner und Weber

„Von der Feuerungstechnik zur Wärmeverteilung – Informationen aus erster Hand“

Dieses Motto nutzte die Firma K+W um einige Neuheiten vorzustellen und Marktpartner zu unterstützen. Am 23. 09. 2013 waren diverse Redakteure der Fachpresse eingeladen und auch zahlreich erschienen. Bei der Veranstaltung wurden aktuelle innovative Themen vorgestellt und diskutiert.
Windhager macht LogWIN
noch komfortabler
Das Umweltbewusstsein vieler Menschen hat sich aufgrund von Klimaerwärmung und -katastrophen in den letzten Jahren stark gewandelt. Das schlägt sich auch auf Wünsche an die eigene Wärmeversorgung nieder. Doch neben der Klimaverträglichkeit soll ein entsprechendes Heizsystem auch möglichst komfortabel und kostengünstig betrieben werden. In diesem Zusammenhang entwickelte Windhager für den Scheitholz-Vergaserkessel LogWIN ein zusätzliches technisches Detail, das das Heizen mit Holz nahezu so bequem macht wie den Betrieb einer Gasheizung: eine vollautomatische Zündung.
Windhager vergrößert LogWIN-Serie um Modell Klassik
Hervorragende, umweltschonende Heiztechnik – dafür ist Windhager bekannt. Nun ergänzt das Unternehmen die Scheitholzkessel-Serie LogWIN um ein weiteres Modell: den LogWIN Klassik. Der „Neue“ wird in drei Leistungsgrößen zur Verfügung stehen – mit 18, 25 und 30 kW.
Kutzner + Weber präsentiert
Diajekt-Steuerung CFC10
Mit der Diajekt-Steuerung CFC10 stellt Kutzner + Weber eine neue Regler- und Überwachungseinheit für größere Anlagen vor. Sie dient dazu, den Unterdruck zwischen dem System und dem Aufstellraum auf den gewünschten Wert zu regeln und diesen zu überwachen. Die CFC10 kann nicht nur das hauseigene Modell Diajekt betreiben, sondern alle Rauchsauger und Ventilatoren mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 0,45 kW (2A). Zu den möglichen Einsatzbereichen zählen mehrfach belegte Abgassysteme und Zentralheizungsanlagen ebenso wie Großkessel- oder Industrieanlagen vieler Branchen. Der Vorteil für den Betreiber: Das System arbeitet unabhängig von Witterung, Raumnutzung oder eingesetzter Ablufttechnik.
Die neue Ofensteuerung 2.0
von Kutzner und Weber
Das Prinzip ist so einfach wie innovativ: Auf Basis eines Zentral-Moduls, welches punktgenau den Abbrand des Holzbrennstoffes im Ofen über alle Abbrandphasen regelt, kann der Anwender eine auf seine individuellen Bedürfnisse exakt abgestimmte Ofenregelung zusammenstellen. Das geschieht mithilfe einer Reihe von bedarfsorientierten Zusatz-Modulen. Diese Modulbauweise ermöglicht beispielsweise den nachträglichen Anschluss einer Dunstabzugshaube bzw. einer Wohnraumlüftung. Die schon im Vorgängersystem bewährte Überwachung des Abgasweges ersetzt wirkungsvoll und sicher eine aufwendige Raumdrucküberwachung. Weiter steht ein Steuer-Modul für eine Pumpe zur Beladung eines Pufferspeichers oder zur Regelung eines Rauchsaugers zur Verfügung. Dabei kommunizieren alle Module auch über ein Bussystem und können über Funk gesteuert werden.
Fachplaner gewinnt bei ISH-Aktion
„And the winner is …“ – der Gewinner der ISH-Fachplaner-Aktion wurde anlässlich des Kutzner + Weber Events in Maisach vorgestellt: das Ingenieurbüro Köberlein aus Würzburg. Irina Köberlein und Jürgen Köberlein-Kerler nahmen am 23. September den ausgelobten Preis entgegen, das 3D-CAD-Programm Pipe&Power von liNear. Diese hochwertige Software ermöglicht es, ganz komfortabel dreidimensionale Konstruktionen bis ins Detail auszuarbeiten. Damit stellt sie für das seit 1970 bestehende, inhabergeführte Büro Köberlein ein hervorragendes Werkzeug dar, um die komplette TGA-Planung noch effektiver auszuführen. So lassen sich mit Pipe&Power z. B. auch Abgasanlagen projektieren.
Die Firma Kreilac aus Mönchengladbach präsentierte ihre innovative Fußbodenheizung für Hallen.
Nichts an Wand und Decke
In dieses Fertigungskonzept spielt die Betonkernaktivierung hinein. Warum keine Warmluftheizung mehr, wie in den älteren Hallen des Betriebs? Warum eine Quattro-T-Flächentemperierung? So heißt das System des Mönchengladbacher Anbieters Kreilac GmbH. Otmar Birkner nennt fünf Gründe: „Die neue Riesenfläche wird eh durchtemperiert, das war der erste Grund eine Fußbodenheizung zu legen. Durchtemperiert heißt, wir brauchen durchgängig am Tag immer die gleiche Temperatur. Aus dem Grund, weil der Kunststoff nicht Feuchtigkeit ziehen darf, die Hallenbedingungen dürfen sich also nicht ändern. Wir arbeiten im Zweischichtsystem, folglich fährt in den nächtlichen acht Stunden die Temperatur nicht mal herunter. Die Halle hat ausreichend Speichermasse im Fußboden.“
Am Ende der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Dr. F.-J.Radermacher von der Universität Ulm ein Referat über Globalisierung mit Zukunft gestalten – Klimaerwärmung als Herausforderung. Eine mehr als herausragende Präsentation der globalen Sicht auf die Entwicklung der Menschheit.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung mit Blick in die Zukunft. 

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik

SHKG 2013:

Neuheiten in der Heizungs- und Lüftungstechnik

Auf der SHKG – Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation, die vom 16. bis 18. Oktober 2013 auf dem Leipziger Messegelände stattfindet, präsentiert sich der Ausstellungsbereich Heizungstechnik traditionell stark. Auch im Bereich Lüftung zeigen zahlreiche Aussteller ihre neuesten Produkte und Lösungen. Als wichtigste Branchenplattform für den ostdeutschen Markt gehört die SHKG fest in den Terminkalender des SHK-Handwerks der Region. Im Fachprogramm informieren zahlreiche Expertenvorträge rund um Heizen und Lüften.
„Auch in diesem Jahr sind wir in den Bereichen Heizungs- und Lüftungstechnik sehr gut aufgestellt. Viele Marktführer sind wieder mit attraktiven Ausstellungsflächen präsent. So bietet sich dem Messebesucher ein kompakter Überblick über die neuesten Entwicklungen.“, sagt Ekkehard Trümper, Projektdirektor der SHKG.
Produktinnovationen
in der Heizungstechnik
Im Ausstellungsbereich Heizungstechnik präsentieren sich Unternehmen wie Brötje, Buderus, Danfoss, Grundfos, Junkers, Oventrop, Stiebel Eltron, Vaillant, Viessmann, Weishaupt, Wilo und Wolf.
Brötje bringt unter anderem seine neue Split-Wärmepumpe „SensoTherm BLW Split“ auf das Leipziger Messegelände. Das Gerät ermöglicht effizientes Heizen im Winter, aber auch angenehme Kühlung im Sommer. Gekühlt werden kann zwischen 18 und 25 °C mit der Fußbodenheizung. Die Geräte zeichnen sich zudem durch ihre besonders leise Betriebsweise, ihre kompakten Maße sowie die einfache und intuitive Bedienung aus. Zusätzlichen Komfort verschafft die witterungsgeführte Regelung. Besonders effizient arbeitet die Luft-Wasser-Wärmepumpe aufgrund ihrer Invertertechnologie, wodurch sie ihre Leistung stufenlos von 30 bis 100 Prozent modulieren kann.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Stiebel Eltron stehen Lösungen für das Haus der Zukunft mit Strom als einziger Energieform. Herzstück der Systeme ist die entsprechende Wärmepumpe. Hier zeigt Stiebel Eltron in Leipzig neueste Entwicklungen wie eine weltweit einzigartige Inverter-Luft-Wasser-Wärmepumpen-Range. Der leistungsgeregelte Kompressor wurde speziell für diese Wärmepumpen entwickelt. Mit einem COP von 4 (bei A2/W35) für die Varianten WPL 15 IKS-2, WPL 15 IS-2 und WPL 25A gehört das Gerät zu den effizientesten Produkten in diesem Marktsegment – und das bei extrem leisem Betrieb. Ebenso präsentiert das Unternehmen die neue kompakte Erdreich-Wärmepumpe WPC, die nicht nur einen COP von bis zu 5 (bei B0/W35) vorweisen kann, sondern dank ihrer Teilbarkeit auch sehr installationsfreundlich ist.
Der Heiz- und Lüftungstechnikspezialist Vaillant präsentiert am Messestand unter anderem seine neue wandhängenden Gas-Brennwertgeräte ecoTEC plus mit Heizleistungen von 14, 20, 26 und 31 kW. Der neue ecoTEC plus ist erstmals mit einem elektronischen Gas/Luft-Verbund ausgerüstet. Dadurch erfolgt die Gasverbrennung in allen Betriebszuständen hoch effizient. Gleichzeitig werden die Abgaswerte minimiert. Der Vorteil für das Fachhandwerk: Manuelle Einstellungen am Gerät entfallen.
Das Unternehmen Weishaupt rückt seine Energiespeicher WES 660-A und 910-A in den Mittelpunkt der Messepräsentation. Diese verfügen über eine hohe Serienausstattung. Dazu zählen die hochwirksame Zweikomponenten-Wärmedämmung Isodual, die patentierte Thermo Einschichtsäule, das Warmwasser-Durchfluss-System aus nickelfreiem Edelstahl, die Anschlüsse für Gas- oder Ölbrennwertsysteme mit Bypass-Funktion, mehrere Zusatz-Anschlussmöglichkeiten, zum Beispiel für Fremdwärme und Elektroheizung sowie mehrere Tauchhülsen mit exakt definierten Positionen.
Das Unternehmen Wolf präsentiert neueste Trends und Produktinnovationen aus den Bereichen Heizung, Klima, Lüftung und Services. Im Bereich Heizungstechnik zeigt Wolf seine neue Brennwerttechnik-Linie. Die Systeme sind noch sparsamer im Verbrauch und effizienter in der Leistung. Ein neues Gerätedesign erleichtert den Einbau und steigert die Anwenderfreundlichkeit. Hinzu kommen eine Vielzahl intelligenter Lösungen und Services wie Online-Ferndiagnose, Bedienung im Heimnetzwerk inklusive Smartphone-Anbindung oder selbstkalibrierende Brennstoff-Einstellung.
Vielseitiges Angebot im Ausstellungsbereich Lüftungstechnik
Im Lüftungsbereich finden sich unter anderem die Spezialanbieter Heinemann, Meltem, Paul Wärmerückgewinnung, Strulik, Swegon, Systemair und Wolf.
Wolf kann mit Weiterentwicklungen und Optimierungen seiner Klima- und Lüftungssysteme aufwarten: So arbeiten etwa die Klimageräte KG Top.eco dank einer neuartigen, thermischen Entkopplung des Gehäuserahmens künftig noch effizienter. Ein neues, besonders anwenderfreundliches Klimaregelungskonzept macht die RLT-Anlagen noch besser. Zusätzlich überzeugt das überarbeitete Wolf-Lüftungsgeräteprogramm mit beeindruckender Energierückgewinnung.
Meltem präsentiert die aktuellsten Entwicklungen rund um das dezentrale Lüftungssystem M-WRG. Neu ist dabei die Steuerung InControl, die die Bedienung der Lüftungsgeräte vereinfacht. So reicht ein Tastendruck, um die gewünschte Lüftungsstufe auszuwählen. Dank integrierter LEDs lässt sich jederzeit der aktuelle Betriebszustand überprüfen. Verschiedene Lüftungsoptionen sind mit dem Gerät möglich: die Lüftung zum Feuchteschutz, eine zeitlich begrenzte Intensivlüftung oder im Sommer der reine Zuluftbetrieb ohne Wärmerückgewinnung. Eine weitere Innovation bei Meltem stellt die Unterputz-Gerätevariante U² dar, die sich komplett in die Wand einbauen lässt. Zu sehen bleibt nur eine Blende, die in derselben Farbe oder im selben Putz wie die Innenwand gestaltet werden kann.
PAUL Wärmerückgewinnung zeigt mit dem Lüftungsgerät „CLIMOS 200“ eine Neuheit im Produktangebot. Das Wärmerückgewinnungsgerät dient der zentralen Wohnraumlüftung, die Einbaulage kann dabei frei gewählt werden. Besonders geeignet ist das Gerät für Neubau und Bestandssanierung mit schwierigen Einbausituationen. Zur Ausstattung gehören ein integrierter Defroster, serienmäßig ein Feuchte-Wärmetauscher, Außen- und Abluftfilter sowie wahlweise ein Pollenfilter. Komfort ist durch das intuitive TFT-Touchpanel mit Farbdisplay gewährleistet, außerdem durch Sensorautomatik und individuelle Zeitautomatik. Eine Sommerlüftungsfunktion sorgt bei heißen Temperaturen für optimale Lüftung im Gebäude.
Fachprogramm liefert Fachinformationen zu Lüftungs- und Heizungstechnik
Im Fachprogramm des SHKGforums berichtet zum Thema Lüftung beispielsweise Clemens Schickel vom Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) am Messedonnerstag (17. 10., 12.45 Uhr). In seinem Vortrag gibt er Einblicke in die VDI 6022 und gibt Antworten, wie sich die Raumlufthygiene bei Lüftungsanlagen sichern lässt. Hintergrund sind die gestiegenen hygienischen Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) und dem damit verbundenen Nachholbedarf bei bestehenden Anlagen. Die VDI 6022 definiert dazu Hinweise zur Planung, Ausführung und Instandhaltung von RLT-Anlagen.
Ein weiterer Expertenvortrag des BTGA widmet sich der DIN 1946-6 zur Lüftung von Wohngebäuden. Auch der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) befasst sich in einem Vortrag mit dem Einsatz von Lüftungsgeräten in Wohngebäuden.
Im Bereich Heizungstechnik rücken mehrere Fachvorträge das Thema Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in den Mittelpunkt. So berichtet die Sächsische Energieagentur – SAENA – am 17. Oktober, 10.00 Uhr, über das neue KWK-Gesetz und seine Auswirkungen in der Praxis. Über die Vorteile von KWK spricht Erik Debertshäuser, Geschäftsführer des Fachverbandes Sanitär Heizung Klempner Klima, Land Brandenburg. Der BDH beleuchtet nicht nur die Mini- und Mikro-KWK-Technologie, sondern informiert auch über Brennwerttechnik in Kombination mit solarer Heizungsunterstützung, Wärmepumpen sowie Hybridlösungen für Neubau und Bestand.
Neben dem SHKGforums liefern weitere Fachveranstaltungen wichtige Brancheninformationen. So lädt am Messedonnerstag (17. Oktober) der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) zur „Fachschulung Heizen mit Pellets und Biomasse“ ein. In dem vierstündigen Seminar können sich Unternehmen zu zertifizierten „Fachbetrieben für Pellets und Biomasse“ qualifizieren lassen. Eine gute Gelegenheit, liegt doch diese Methode wirtschaftlich wie ökologisch im Trend.
Über die SHKG
Die SHKG, Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation, ist die ideale Plattform für den ostdeutschen Markt und präsentiert aktuelle Innovationen aus den Bereichen Sanitär- und Abwassertechnik, Heizungstechnik, Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik, Systeme für alternative und erneuerbare Energien, Mess-, Steuer-, Regeltechnik sowie Brand-, Wärme-, Schall- und Korrosionsschutz. Die Messe verbindet auf dem Messegelände Anbieter, Verarbeiter und Anwender. Die Parallelität mit der efa, 13. Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation sowie der Pflege + Homecare (16. und 17. 10. 2013), Fachmesse und Kongress für ambulante, stationäre und klinische Pflege, schaffen aufgrund überschneidender Themen wie zum Beispiel Heizungs- und Lüftungstechnik, barrierefreie Bäder, Beleuchtungs- und Sicherheitstechnik oder Ambient Assisted Living (AAL) perfekte Synergien für Aussteller und Besucher.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Handwerk for you in Magdeburg

K.S. || Am 21. September nutzte der LIV Sachsen-Anhalt wieder die Möglichkeit unser Handwerk auf der Berufsfindungsmesse der HWK Magdeburg vorzustellen. Es konnten wieder viele Gespräche mit potenziellen Bewerbern geführt werden.
So manchen überraschte die Vielfältigkeit unseres Berufes und gerade die Eltern der Schulabgänger waren erstaunt, welche Aufgaben und Kenntnisse von unserem Beruf verlangt werden. Und alle konnten gemeinsam feststellen: „Unser Handwerk befindet sich in einem enormen Wandel“.
Uns besuchten Schüler der Klassenstufen 5–11. Dies bestätigte unsere Meinung, dass man nicht früh genug mit der Vorstellung unseres schönen Berufes beginnen kann. So mancher Schüler schlüpfte freiwillig unter den begehrten Zylinder, oder bekam von uns einen schwarzen Punkt auf die Nase. Allen Beteiligten hat der Besuch unseres Messestandes viel Freude bereitet und gerade die jüngeren Schüler verabschiedeten sich mit den Worten: „Nächstes Jahr komme ich wieder zu den Schornstein­fegern auf der Berufsfindungsmesse“.
Herrn Schornsteinfegermeister Sven Reichwein aus Oschersleben möchte ich an dieser Stelle für sein Engagement am Messestand bedanken. Er hat mich bei der Beratung der Schüler und Kunden hervorragend unterstützt.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfeger auf Agrarmesse aktiv

HK || Vom 12. 09. bis 15. 09. 2013 fand die größte Messe Mecklenburg-Vorpommerns in Mühlengeez, die 23. MELA-Messe statt. Dieses Jahr konnten wieder mehr als 70.300 Besucher begrüßt werden. Auch mit einer „Straße des Handwerks“ warben 23 heimische Handwerksunternehmen für ihre Produkte auf der diesjährigen Agrarmesse MELA in Mühlengeez. Die Messe ist für unsere Innung und das Handwerk eine hervorragende Plattform unsere traditionelle und moderne Handwerkerkunst zu präsentieren. Unsere Kollegen vor Ort hatten viel zu tun und haben viele Besucher und Gäste beraten können. Viele Anfragen bezüglich der Übergangsregelungen für bestehende Einzelraumfeuerstätten, aber auch viele Anfragen betreffend alter Heizungsanlagen, mussten unsere Kollegen beantworten. Viele Besucher haben sich an unser organisiertes Preisausschreiben beteiligt. Der glückliche Gewinner erhält eine Vollausstattung mit hochwertigen Rauchwarnmeldern.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik

Werksbesichtigung bei Forster Heiztechnik

BD || 16 Kollegen der Schornsteinfeger­innung Chemnitz haben am 16. 05. 2013 die Firma „Forster Heiztechnik“ besucht und sich einen Überblick über die Produktpalette und die Entwicklungsabteilung des heutigen Familienunternehmens, das moderne Innovation und traditionelles Handwerk vereint, verschafft. Die Produktpalette reicht von der Forst Etagenheizung, Holzvergasern und Dreizug-Spezial-Heizkesseln bis hin zum modernen Kohlekessel und Pufferspeichern. Von der Entwicklungsabteilung waren die Kollegen besonders beeindruckt, vor allem die Innovationsfreude der Forster für neue und effiziente Heiztechnik begeisterte und mit welchem Enthusiasmus auch in einem mittelständigen Betrieb zukunftsweisende Technik entwickelt und produziert wird.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornidragons holen Pokal in Berlin

HK || 50.000 Besucher besuchten vom 16. bis 18. August 2013 Europas größtes Drachenbootfestival in Schwerin am Pfaffenteich. Viele Drachenbootteams kämpften um Siege, Pokale und Erfolge. Traditionell wurde der Handwerker-Cup der Handwerkskammer Schwerin ausgerichtet.
Seit Anfang an dabei, unser Team der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern, die Schornidragons. Nach drei Jahren ohne Pokal konnte unser Team dieses Jahr wieder erfolgreich einen Pokal gewinnen. Unser Team erreichte den dritten Platz. Wir bedanken uns bei unseren erfolgreichen Paddlern, der Handwerkskammer Schwerin, den Organisatoren und freuen uns auf das nächste Drachenbootfestival in Schwerin.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

In Marienberg „spielte die Musik“

BD || Am Aktionstag des Arbeitsamts Erzgebirge fand im Frühjahr in Marienberg eine Job- und Ausbildungsbörse unter dem Motto „ Hier spielt die Musik“ statt. Ziel dieses Aktionstages war es, dass junge Leute direkten Kontakt zu den Unternehmen in der Region herstellen können und dass sich Berufstätige, die aus den alten Bundesländern wieder in die heimatlichen Regionen zurück wollen, über Beschäftigungs- und Ausbildungsangebote informieren konnten. Der Fachkräftemangel ist auch im Erzgebirge angekommen und so werden Veranstaltungen wie diese genutzt, Bewerber und potenzielle Auszubildende für die Region zu gewinnen. Auf dem Bild sind die Kollegen Schornsteinfegermeister Manfred Hecht, Andreas Riedel und Mario Lindemann aus der Innung Chemnitz zu sehen, die sich gerade im Gespräch mit Frau Voigt, die Interesse am Beruf des Schornsteinfegers zeigt, befinden.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Sommerfest mit Gesellenfreisprechung

HK || Als Freisprechung bezeichnet man den feierlichen Abschluss der Ausbildungszeit im Handwerk. Nachdem alle Prüfungen erfolgreich abgelegt wurden, erhalten Lehrlinge im Rahmen einer Gesellenfreisprechungsfeier ihre Zeugnisse sowie Gesellenbriefe und Urkunden. Familie und Freunde sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Am 23. August 2013 war es wieder einmal soweit. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hatte zur Gesellenfreisprechung und zum traditionellen Sommerfest geladen. Sieben junge Leute erhielten in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß, ihre Gesellenbriefe. Mit der Übergabe der Briefe wurden die jungen Handwerker in den Gesellenstand erhoben.
Die Festrede hatte Dr. Stefan ­Rudolph Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern, übernommen. Er gratulierte den jungen Gesellen zur bestandenen Prüfung und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass alle neuen Gesellen einen Arbeitsvertrag erhielten. Auf die Bedeutung der Ausbildung ging er besonders ein und stellte die Perspektiven, die sich daraus ergeben, in den Vordergrund seiner Ausführungen. Gerade auf die Schornsteinfeger kommen weiterhin herausragende und vielfältige Aufgaben zu, um die Anforderungen an Brandschutz, Energienutzung und behagliches Lebensumfeld nachhaltig sicherzustellen.
Den erfolgreichen Teilnehmern an den Prüfungen sprach er ebenso seine Anerkennung aus, wie den vielen Begleitern, den Ausbildungsbetrieben mit ihren Ausbildern, den Lehrern, den Ausbildern in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten sowie den Eltern, Familien und Freunden der ehemaligen Auszubildenden.
Gastredner Eckhardt Rehberg, MdB, ging auf den Wert der dualen Ausbildung ein und stellte fest, dass diese duale Ausbildung einen wesentlichen Beitrag zur geringen Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland geleistet hat. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa, die nicht über eine vergleichbare duale Ausbildung verfügen, kommen die Länder mit dieser Ausbildungsstruktur bei der Jugendarbeitslosigkeit besonders gut weg, betonte er. Er wird auch in Zukunft das deutsche Handwerk, insbesondere das Schornsteinfegerhandwerk, auf Bundesebene weiterhin unterstützen.
Der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola überbrachte die Glückwünsche und Grüße aller Innungsmitglieder und würdigte die Anstrengungen, die mit diesem Erfolg einhergehen. Er verwies auf die gute Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und er dankte der Politik auf Bundes- und Landesebene für ihr ­Engagement für das Handwerk.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik

Project 1711

Faber kooperiert bei Elektro- und Gaskaminen mit project1711
Im Störungsfall kurzfristig beim Kunden vor Ort – bundesweit

Vom 1. September 2013 an übernimmt project1711 (www.project1711.com) den Service für alle Gaskamine und Elektrofeuer von Faber (www.faber-kamine.de) in Deutschland. Der Kaminhersteller will sich auf dem deutschen Markt noch besser positionieren und greift hierzu auf die langjährige Erfahrung und das Know-How von project1711 zurück. „Damit haben wir den perfekten Partner für Garantie-Service, Störungsbehebung, Produktanpassung und -entwicklung gefunden. Denn project1711 ist bereits seit Jahren bundesweit aktiv und verfügt über eine hohe Kompetenz im Kamin-Bereich.“, begründet Herr Koopman, Commercial Director, von Faber die Entscheidung.
Die Techniker von project1711 analysieren und bewerten jeden Servicefall, diagnostizieren die Ursache und stellen die Betriebsfähigkeit und Sicherheit der Gesamtanlage wieder her.
Faber ist der erste Kaminhersteller, der die Anforderungen und Chancen des Themas Service erkannt hat, und überträgt daher die Verantwortung in diesem Bereich an project1711. Am Standort Horstmar wird dafür die bestehende Infrastruktur um ein umfangreiches Komponentenlager erweitert, das eine schnelle Ersatzteilversorgung gewährleistet. Die Auftragsverwaltung für den technischen Service erfolgt weiterhin bei Faber.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik

HKI Feuerstättendatenbank

Die Datenbank des HKI Industrieverbands e.V. zum Nachweis der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an Emissionen häuslicher Feuerstätten für feste Brennstoffe ist nun übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet.
Die Feuerstättendatenbank des HKI Industrieverbands e.V. informiert bereits seit fünf Jahren darüber, ob eine häusliche Feuerstätte für feste Brennstoffe gesetzlich vorgeschriebene Emissionsgrenzen einhält. Neben den Anforderungen an die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes – 1. BImschV – bildet sie zudem die Anforderungen der Österreichischen Vereinbarung gemäß Art 15a B-VG über das Inverkehrbringen und die Überprüfung von Feuerungsanlagen sowie die Anforderungen der Schweizer Luftreinhalteverordnung ab.
Für die Betreiber einer Feuerstätte, Schornsteinfeger, Handwerker und andere Interessierte ist durch die Datenbank leicht festzustellen, welchen Emissions- und Wirkungsgrad-Anforderungen eine Feuerstätte genügt. Der HKI Industrieverband sorgt als neutrale und kompetente Stelle für eine sorgfältige Prüfung und Bewertung der Produktmerkmale einer Feuerstätte. Für alle Hersteller von häuslichen Feuerstätten besteht die Möglichkeit, ihre Produkte in die Datenbank eintragen zu lassen.
„Wir haben einige Änderungen in der Darstellung der Datenbank vorgenommen. Sie ist so für den privaten Kaminofenbesitzer übersichtlicher und leichter verständlich“, erläutert Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbands.
In der Datenbank sind insgesamt über 5.000 Geräte zu finden. Sie wird monatlich von mehr als 20.000 Nutzern besucht.
„Die Klickraten geben uns Recht, dass eine Datenbank dieser Art für die Verbraucher ein gutes und wertvolles Instrument ist.“, ergänzt Kienle.
Es ist möglich über die Feuerstättendatenbank einen Datenblattausdruck erstellen zu lassen. Dieses Datenblatt gibt detailliert Auskunft, welchen Emissionsanforderungen das jeweilige Gerät genügt. Es kann zur Vorlage beim Schornsteinfeger als Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte der 1. BImschV verwendet werden.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag des Handwerks

Am 21. September 2013 beging die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ zum dritten Mal den Tag des Handwerks. Viele Betriebe und Institutionen lockten mit Informationen und interessanten Ausstellungen. Bei den vielen Veranstaltungen konnte erkannt werden, dass das deutsche Handwerk der Zukunftsmotor und die Wirtschaftskraft ist. Die Handwerksbetriebe müssen die zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere den demografischen Wandel sowie die Fragen der Energiewende meistern. Mit großem Engagement und vielen Ideen der Handwerker wird es zukunftsorientierte Antworten geben. Auch unser Handwerk hat sich präsentiert. Unsere Kollegen konnten viele Fragen hinsichtlich der Energieberatung und Umweltschutz beantworten. Viele Besucher waren über unser Know-how, Ideenreichtum und technische Ausstattung im Handwerk begeistert.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Treffen der Bezirksschornsteinfegermeister in Ruhestand in Erfurt

RS || Die BSM i. R. aus dem Meisterlehrgang 1957 und Vorstandsmitglieder der Berufsgruppe Schornsteinfeger des Bezirks Erfurt treffen sich regelmäßig in gemütlicher Runde. Die Zusammenkunft 2013 stellte einen Höhepunkt der bisherigen Veranstaltungen dar: Werner Menge und Achim Koch wurden beide mit dem Diamantenen Meisterbrief geehrt. Ganze 60 Meisterjahre erfordert diese Auszeichnung. Zudem leisteten die Kollegen wertvolle Arbeit zugunsten der Innung. Wir beglückwünschen die Bezirksschornsteinfegermeister in Ruhestand!

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Flutopferhilfe für die KiTa „Zur Märchenbuche“

RS || Es war ein sonniger Tag im kleinen Ort Caaschwitz nahe Greiz – kaum etwas erinnerte noch an das Hochwasser und dessen schlimme Folgen für die integrative Kindertagesstätte „Zur Märchenbuche“.
Die Schornsteinfegerinnung Thüringen hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern in dieser Einrichtung unter die Arme zu greifen. Großer Dank gilt den Innungsmitgliedern, die sich zahlreich an der Spendenaktion beteiligten. Am Ende waren insgesamt 2000 Euro zugunsten der Tagesstätte zusammengekommen. Die feierliche Übergabe des Schecks erfolgte am 06. 08. 2013 von Bildungswart Marco Beierlein und Pressewart Rüdiger Speck persönlich mit einem einstudierten Programm der dankbaren Kinder. Bei der Hochwasserkatastrophe wurden große Teile des Kleinkindbereiches und der größte Teil der Außenanlage zerstört.
Dieser Beitrag steht stellvertretend für die vielen Aktionen der hilfsbereiten Schornsteinfeger.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Ausbildungskampagne in Rostock

HK || Mit der Kampagne „Neue Glücksbringer braucht das Land“ – eine Idee der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern – hat sich unsere Innung auf der diesjährigen Jobfactory am 18. 09. 2013 in Rostock beteiligt. Unser Lehrlingswart Enrico Medved und Kollege Klaus Fröhlich haben gemeinsam mit unserer Auszubildenden Miriam Redemund Werbung für unser Handwerk gemacht. Viele Fragen mussten zur Ausbildung, zum Berufsbild beantwortet werden. Die jungen Besucher zeigten reges Interesse. Durch die positive Präsentation unserer Innung und das Engagement unserer Kollegen konnten wir in diesem Jahr 20 neue Lehrlinge für unseren Beruf begeistern.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

Großer Bahnhof in Klein Schwaß – 20 neue Lehrlinge!

HK || Am 01. August 2013 wurden die neuen Auszubildenden im Schornsteinfegerhandwerk vom Vorstand der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern, unserem Lehrlingswart Herrn Enrico Medved sowie unserem Schulleiter Herrn Hans Poltersdorf in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß, zur Lehrjahreröffnung 2013 begrüßt. Durch das große Engagement unseres Lehrlingswarts, die Mithilfe unserer Innungsbetriebe und die überregionale AZUBI-Kampagne der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern konnten 20 neue Lehrlinge geworben werden. Das Ziel, pro Landkreis und kreisfreier Stadt in Mecklenburg-Vorpommern mindestens einen Auszubildenden zu akquirieren, wurde damit überdurchschnittlich erreicht. Auf dieses Ergebnis können wir recht stolz sein. Wir wünschen den neuen Lehrlingen einen erfolgreichen Start und danken den Ausbildungsbetrieben für ihre Bereitschaft.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger

IM BLICKPUNKT

Ingo Ziola, Landesinnungsmeister Mecklenburg-Vorpommern

Liebe Leser, sehr geehrte Kollegen,
Freunde des Handwerks!
In Mecklenburg-Vorpommern sowie in vielen anderen neuen Bundesländern werden Lüftungsanlagen seit Jahren vom Schornsteinfegerhandwerk überprüft. Die Überprüfung ist unbestritten wichtig und auch durch die Eigentümer und Politik mehrheitlich anerkannt. Nicht umsonst hat der Einigungsvertrag in diesem Punkt weiterhin Gültigkeit behalten.
Leider konnten nicht alle neuen Bundesländer den Einigungsvertrag umsetzen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde durch das federführende Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus die Notwendigkeit der Überprüfung von Lüftungsanlagen erkannt und die RÜGVO (Reinigungs-Überprüfungs- und Gebührenerhebungsverordnung) über das Jahr 2013 hinaus in Kraft gelassen.
Dieses bedeutet für unsere Schornsteinfegerbetriebe betriebswirtschaftliche Sicherheit und sichert zudem im Land Arbeitsplätze. Der wichtigste Gesichtspunkt ist aber die Betriebs-und Brandsicherheit der Lüftungsanlagen. Diese ist durch die wiederkehrende Tätigkeit der Schornsteinfeger weiterhin gegeben. Sicherheit für den Eigentümer und Sicherheit für den Mieter. Die Überprüfung der Lüftungsanlagen dient der Energieeinsparung und trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Dieses alles ist in zahlreichen konstruktiven Gesprächen im Jahr 2012 mit dem Wirtschaftministerium von Seiten der Innung dargelegt worden, sodass auch das Ministerium zu der Ansicht kam, dass diese Arbeiten weiterhin nötig sind und sich zur Weiterführung der RÜGVO entschlossen. Dafür auch an das Wirtschaftministerium unser Dank.
Ein Erfolg sehr guter Teamarbeit des Vorstandes!
Weiterhin sind die Zustimmungen zum Einbau von Feuerstätten an bestehende Hausschornsteine gemäß Einigungsvertrag sowie die Freigabeprüfung zur Aufnahme der Nutzung einer Feuerungsanlage gemäß LBO M-V in der RÜGVO geregelt worden.
Die nächsten Ziele der Innung sind:
– Neuerarbeitung der Vergaberichtlinie in enger Zusammenarbeit mit den Landkreisen, dem Wirtschaftsministerium und dem gewerkschaftlichen Fachverband ZDS. Hierbei geht es darum, dass bevollmächtigte Bezirksschonsteinfeger, welche ihre Arbeit ohne „Fehl und Tadel“ geleistet haben, auch wieder bestellt werden. Es sollte im Interesse aller liegen, dass gesunde und starke Betriebe erhalten werden.
– Wiedereinführung der sogenannten Rohbauabnahme bzw. Bauzustandsbesichtigung bei Schornsteinen. Es ist besser und kundenfreundlicher, wenn die Schornsteine vor der Fertigstellung auf Maße und Ausfertigung geprüft werden können. Dieses erspart Ärger und Kosten. Wir wollen, dass die Landesbauordnung M-V diesbezüglich novelliert wird. Dazu werden wir das Gespräch mit der Politik und Verbänden suchen.
Wie Sie sehen, sind zahlreiche Aufgaben noch zu lösen. Dieses bedarf der Mitarbeit aller im Handwerk tätigen Kollegen. Nur der Zusammenschluss in der Innung ist der Garant für eine gute Arbeit zum Wohle des Handwerks. Alle Schornsteinfegermeister – ob mit oder ohne Kehrbezirk – sollten darüber nachdenken. Die Stärke unseres Handwerks war schon immer die starke Organisation!
Jeder Kollege partizipiert von der Arbeit der Innung, also sollte auch er seinen Beitrag dazu leisten. 

Ausgabe: 88 , Kategorie: Mängel

beheizter Handlauf

Heizanlage mit Verbindungsstück ins Freie – sozusagen
ein beheizter Handlauf!

Ausgabe: 88 , Kategorie: Mängel

schief und krumm

Hier dachte der Schornsteinbauer, dass es besser für die Statik des Hauses sei, wenn sich der Schornstein an den schiefen Giebel sanft anschmiegt. Dass die keramischen Innenrohre nun nicht mehr dicht sind, ist die eine Sache. Nach Auffassung der Firma sei dies doch nicht so schlimm, da außerhalb des Gebäudes doch keine Brandgefahr bestünde. Da fällt einem nichts mehr zu ein.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Produkte

AFRISO Staubmessgerät STM 225

Jörg B. S. Bomhardt || Das völlig neu entwickelte Staubmessgerät STM 225 von AFRISO arbeitet nach dem Streulichtverfahren und kann zur Feinstaubmessung an Feststofffeuerungsanlagen eingesetzt werden. Dieses Messverfahren (optisch) nutzt die Eigenschaft, dass Partikel, die auf Strahlung (Licht) treffen, nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten streuen. Sensoren erfassen das Streulicht und führen es einer Signalverarbeitung und Bewertung zu. Die Nachteile anderer bekannter Messverfahren wie der dauernde Filtertausch, umfangreiche Vor- und Nachbereitungen, Messfehler durch Stöße oder Erschütterungen, sind bei dem Staubmessgerät STM 225 nicht zu finden. Nach einer kurzen Anwärmphase ist das Gerät messbereit. Während der Messung werden die Messwerte online angezeigt. Der Messvorgang kann jederzeit unterbrochen und nach einer 15-sekündigen Kalibrierphase neu gestartet werden. STM 225 ist ein leichtes, einfach und intuitiv bedienbares mobiles Staubmessgerät, das dem Schornsteinfeger unkomplizierte Messungen sowie die Überwachung und Durchsetzung von Grenzwerten ermöglicht. Der Heizungstechniker wiederum hat ein Messsystem zur Hand, welches ihn optimal unterstützt und mit dem sich Feuerungsanlagen auf minimale Emissionen optimieren lassen. Die Betriebskosten sind äußerst gering, der Wartungsaufwand beschränkt sich auf die selbst durchführbare Reinigung der unempfindlichen Optik sowie des Entnahmesystems. Die Geschwindigkeit des Systems spart bei jeder Messung bares Geld: Schneller, einfacher und günstiger sind Messungen nach BImSchV kaum durchführbar. Das neue Staubmessgerät STM 225 kann sowohl alleine als auch in Verbindung mit dem für Messungen an Öl- und Gas-Feuerungsanlagen konzipierten Abgasmessgerät MULTILYZER NG eingesetzt werden.
Mit dem MULTILYZER NG lassen sich sämtliche erforderlichen Messwerte und Messgrößen (z. B. O2, COH2, Temperatur, Abgasverlust und Wirkungsgrad) messen. Ein großes Zubehörprogramm mit einer Vielzahl an Sonden sorgt dafür, dass jede nur denkbare Messaufgabe gelöst werden kann. Gerade aus dem Verbund der zwei Messgeräte STM 225 und MULTILYZER NG entsteht ein High-Tech-Messsystem, das nicht nur allen Messaufgaben rund um die Heizungsanlage gewachsen ist, sondern die höchsten Ansprüche der Abgasanalysemessung bei Feststoff-, Öl- und Gasfeuerungsanlagen heute und morgen sicher erfüllt.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thüringer Schornsteinfeger beteiligen sich am NAT

Ehrungen auf der Heidecksburg

RS || Es war ein sonniger Tag in Rudolstadt, der 17. Juni 2013, und er sollte auch noch Glück bringen. Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen kurz NAT lud zur feierlichen Übergabe der Urkunden ein. Es sollten die Schornsteinfeger gewürdigt werden, die sich schon vier Jahre daran beteiligten. Außerdem wurden die jüngeren Kollegen willkommen geheißen, um ihre erste Urkunde in Empfang zu nehmen. Und kaum Jemand ließ sich lange bitten. Sogar der Staatssekretär Herr Staschewski wollte sein Lob für das Engagement in Sachen Umweltschutz auf dem Sektor Nachhaltigkeit anbringen. Nach der feierlichen Übergabe der Urkunden durch die Leiterin der Geschäftsstelle des NAT, Grit Booth, kam der gemütliche Teil mit kleinem Imbiss, bereichernden Gesprächen und natürlich einem Fototermin. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung.
Vorausgegangen war am 15. April die Eröffnung der Wanderausstellung des NAT, bei der sogar der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt- und Naturschutz Jürgen Reinholz zugegen war und seine Grußworte an alle teilnehmenden Unternehmen richtete. Hierbei wurde das Thema der Austellung „Die drei Säulen der Nachhaltigkeit – umgesetzt in der Thüringer Wirtschaft“ vorgestellt und die neuen Stellwände präsentiert.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteine

Unterschätztes Risiko: Die Längendehnung bei Kunststoffabgasleitungen

Temperaturschwankungen können Längendehnung bei Abgasleitungen aus Kunststoff verursachen. Wird dies nicht berücksichtigt, kann es im Einzelfall zu Störungsmeldungen des Brennwertgerätes und in schwerwiegenderen Fällen zu Durchfeuchtungsschäden am Gebäude führen. Im Extremfall kann es zum unkontrollierten Austritt von Abgasen im Gebäude kommen. Darauf weist die Skoberne Schornsteinsysteme GmbH mit einer Veröffentlichung aus ihrer Reihe SKOBINEWS (www.skobinews.de) ausdrücklich hin. Der Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Viessmann Werke GmbH & Co. KG erarbeitet.
Das Fazit der Abhandlung: Wird die Längendehnung bei der Montage nicht beachtet, können teure Folgeschäden auftreten. Planer und Ausführende sind einem hohen Haftungsrisiko ausgesetzt. Eine konstruktiv richtige Installation ist unbedingt zu beachten. Dabei ist die Längsbeweglichkeit der Abgasleitung in jedem Fall zu gewährleisten und die Entstehung von Festpunkten unbedingt zu vermeiden. Eine langfristig nachhaltige Lösung sieht einen eigenen Schacht und eine längsbewegliche und einfach demontierbare Installation der Abgasleitung vor. Im Folgenden werden die wichtigsten Argumente zusammengefasst.
Sensibilität gegenüber Wärme und Kälte bei Polypropylen
Bei allen unbestrittenen Vorteilen von Kunststoffabgasleitungen (Kondensatbeständigkeit, Unempfindlichkeit, Stabilität, Dichtheit) muss bei Montage und Betrieb von Kunststoffabgasleitungen unbedingt eine Eigenschaft beachtet werden:
Die Längenänderung der Leitungen bei Temperaturschwankungen. So kann es bei einem Temperaturdelta von 70 Kelvin zu 11 mm Längendehnung pro Meter kommen, bei einem Einfamilienhaus also bis zu 50 mm.
Konsequenzen für die Montage
Um die Längenausdehnung auszugleichen, muss die Kunststoffabgasleitung an jeder Stelle frei längsbeweglich sein. Festpunkte, also kraftschlüssige Verbindungen mit dem Baukörper, sind unbedingt zu vermeiden. Bei Erwärmung verschiebt sich das Abgasrohr durch die Ausdehnung in den Muffen und anschließend im Festpunkt. Bei Abkühlung zieht sich das Rohr wieder zusammen – bevorzugt in den Muffen. Ein Festpunkt kann jetzt dazu führen, dass sich Muffen auseinanderziehen.
Im Mündungsbereich, wo sich die Längendehnung am meisten auswirkt, dürfen keine Festpunkte entstehen, damit es nicht unter Umständen zu einem Auseinanderziehen der Leitung kommt – mit vom Dach fallenden Wetterhauben, Feuchteschäden, Störmeldungen oder einem Ausfall der Anlage als Folge. Wenn die Wetterhaube fest mit dem Abgasrohr verbunden ist, können diese Probleme z. B. bei einer Montage im warmen Zustand und zu niedriger Positionierung entstehen, wenn sich die Abgasleitung wieder zusammenzieht. Skoberne Schachtabdeckungen mit koaxialem Mündungselement erlauben eine autarke Längendehnung der Leitung, eine Gleitlippe schützt auch vor Niederschlag.
Bei der Montage in verzogenen Schächten kann es zudem zu Verkantungen der Abgasleitung am Schachtrand kommen, und damit zu einem Festpunkt der die Längsbeweglichkeit einschränkt. Hier sollte ein flexibles Abgassystem eingesetzt werden.
Separater Schacht
und Demontierbarkeit
Die Demontierbarkeit von Kunststoffabgasleitungen, auch wenn sie ein langlebiges Material sind, rückt bei langjähriger Einsatzzeit immer mehr in den Blick.
Künftige Heiztechniken oder höhere Anforderungen bezüglich Dichtheit, Querschnitt oder Säurebeständigkeit können dies erfordern. Um die Kosten bei einem ggf. notwendigen Austausch der Abgasleitung möglichst gering zu halten und Haftungsrisiken auszuschließen, ist unbedingt auf eine einfache Demontierbarkeit der Abgasleitung zu achten. Freie Längsbeweglichkeit, Festpunkte und Demontierbarkeit stehen im unmittelbaren Zusammenhang. Eine nachhaltige Installation wird mit einem separaten Schacht gewährleistet. Dieser erfüllt zusätzlich neben dem Brandschutz die nach wie vor im Regelwerk geforderten Funktionen wie Gasdichtigkeit, mechanischen Schutz und eben die längsbewegliche Führung von Abgasleitungen.

Ausgabe: 88 , Kategorie: keine

Brandschutz – Die neue technische Regel ASR A2.2

Mit der neuen ASR A2.2, die im November 2012 die ASR 13/1,2 abgelöst hat, ergeben sich einige neue Regelungen, die Hausmeister bei ihren regelmäßigen Rundgängen wissen und beachten müssen.
Während sich die alte ASR ausschließlich auf die Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen (Feuerlöscher, Wandhydranten) befasste, finden sich in der neuen ASR nun erstmals auch Angaben über Branderkennungs- und Alarmierungsvorrichtungen.
Unter anderem wurde die Einteilung der Brandgefährdungsklassen geändert, dadurch ergeben sich unmittelbar Folgen für die Ausstattung eines Gebäudes mit Feuerlöschern. Auch der Standort der Feuerlöscheinrichtungen ist in der neuen ASR A2.2 genauer beschrieben, so dass die Regelung „1 Feuerlöscher pro Stockwerk“ nicht mehr pauschal gültig ist.
Diese und viele weitere Regelungen sollte ein Hausmeister kennen, um ggf. darauf reagieren zu können. Daneben gibt es zahlreiche andere Themen, mit denen sich jeder Hausmeister auseinandersetzen muss, z. B. mit Wartung, Pflege und Instandhaltung von Gebäuden und Außenanlagen, Sicherheit, Energiesparen und vielem mehr.
Die Zeitschrift „Der Hausmeister – Praxis, Sicherheit, Technik, Recht“ unterstützt Hausmeister bei allen anfallenden Arbeiten und rechtlichen Fragen im Arbeitsalltag. Sie bietet schnell und einfach Informationen aus der Praxis und Tipps für alle Aufgaben.
„Der Hausmeister“ kann im Jahresabonnement mit der Artikelnummer 4399/45 bei der Forum Verlag Herkert GmbH unter Tel. 08233/381-556 oder per E-Mail: ute.klingner@forum-verlag.com bestellt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.hausmeister-zeitschrift.de.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Altmeistertreffen der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle

Gemeinsam mit den Ehefrauen trafen sich die Altmeistmeister vom ­21.–23. 05. 2013 in Güntersberge im Berghotel „Glück auf“. Obwohl das Wetter es nicht gut meinte, verbrachten wir trotzdem schöne Stunden. Die Busfahrt führte quer durch den Harz zur Okertalsperre. Mit einer Schifffahrt auf dem Okerstausee und dem anschließenden Windbeutelessen beim Windbeutelkönig ließen wir den Tag ausklingen. Es waren schöne Tage und Stunden. Jeder der Teilnehmer freut sich schon auf das Jahr 2014.
Die Altmeister bedanken sich bei der Innung Halle für die Unterstützung unseres Treffens. Der Dank gilt gleichfalls den Mitarbeitern des Hotels und den Organisatoren Erhard Fleischhauer und Heinrich Müller

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Girls Day im Schornsteinfegerhandwerk Mecklenburg-Vorpommern

Erfolgreiche Werbung um AZUBIS

HK || Am 25. 04. 2013 nahmen die Betriebe der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern am Girls Day teil.
Um den technischen, modernen und handwerklichen Beruf mit seinen vielfertigen und abwechslungsreichen Tätigkeiten kennenzulernen, konnten sich interessierte Mädchen kompetente und ausführliche Auskünfte bei teilnehmenden Betrieben holen. Durch die gut organisierte AZUBI-Werbung der Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere durch den Lehrlinswart Enrico Medved und die Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Stefanie Lehmann, werden wir unser Ziel erreichen: in jedem Landkreis, jeder kreisfreien Stadt mindestens einen Lehrling zu finden.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Produkte

Kundenzufriedenheit bei Wöhler

Die Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH aus Bad Wünnenberg setzt auf Kundenzufriedenheit und hat diese im Mai 2013 durch die TÜV NORD CERT GmbH prüfen lassen. Das Resultat: Der TÜV bewertete die Kundenzufriedenheit als hervorragend und verlieh somit dem Messgerätehersteller die Zertifizierung „TÜV Geprüfte Kundenzufriedenheit“.
Kundenzufriedenheit spielt für Wöhler eine entscheidende Schlüsselrolle auf dem Weg zum Erfolg. Um sich dieses Mal nicht ausschließlich auf eine interne Kundenumfrage verlassen zu müssen, ließ sich Wöhler dieses Jahr von einer neutralen Stelle, der TÜV NORD CERT GmbH, beurteilen. Mehr als 400 Kunden wurden vom TÜV ausführlich interviewt und befragt. Die anschließende Analyse zeigte, dass Wöhler-Kunden in Bezug auf Produkte, Dienst- und Serviceleistungen als auch Mitarbeiterkompetenz sehr zufrieden sind und den Messgerätehersteller gern weiterempfehlen.
„Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis. Es zeigt, wie sehr wir uns an den Wünschen unserer Kunden orientieren. Umso mehr freut es uns, dass uns jetzt auch der TÜV NORD ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit bestätigt hat“, so Johannes Löt­fering, Geschäftsführer der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Produkte

Staubmessung mit Testo

Das neu entwickelte Feinstaub-Messsystem testo 380 unterstützt Schornsteinfeger und Heizungsbauer optimal bei ihren neuen Messaufgaben.

Feinstaub messen ist Pflicht
Um der weiteren Verschlechterung der Luftqualität zu begegnen, begann im Januar 2013 die Messpflicht gemäß der 1. BImSchV. Sie legt neue Richtlinien auch für kleinere Feuerungsanlagen ab 4 kW fest und verschärft die Grenzwerte für bestehende Anlagen.
Zuverlässige Hightech –
trotzdem einfach zu bedienen
Damit die verantwortlichen Schornsteinfeger, Heizungsbauer und Servicetechniker auch in Zukunft Festbrennstoffanlagen zuverlässig prüfen und überwachen können, bedarf es einer neuen Generation von Messgeräten. Mit dem Feinstaub- Messgerät testo 380 bringt der Messtechnik-Spezialist Testo jetzt ein Gerät auf den Markt, das neben seiner hochentwickelten Technologie vor allem durch die einfache und zuverlässige Handhabung sowie einen großen Funktionsumfang überzeugt. Die intuitive Bedienbarkeit und das tragbare Kofferformat des testo 380 ermöglichen eine unkomplizierte Messung direkt vor Ort. Die auf verschiedene Anforderungen ausgerichteten Messmenüs unterstützen die Spezialisten bei ihrer Arbeit und führen sie Schritt für Schritt durch die Messung. Dabei werden alle relevanten Werte in Echtzeit dargestellt. Die von Testo neu entwickelte Messmethodik erlaubt dem Schornsteinfeger das Überwachen und Durchsetzen der Grenzwerte. Der Heizungsbauer hat nun ein Messgerät, das ihn perfekt beim Optimieren der Feuerungsanlagen unterstützt.
Kleinfeuerungsanlagen
prüfen und warten
Universell einsetzbar wird das Feinstaub-Messgerät testo 380 durch die Integration des Abgas-Analysegeräts testo 330-2 LL: Dieses dient zum einen als „Kommandozentrale“ für das Feinstaub-Messsystem, es kann andererseits aber auch unabhängig von diesem eingesetzt werden. So kann der Anwender neben Festbrennstoff- auch Gas- und Ölanlagen prüfen und warten. Ein umfangreiches Sondenprogramm für das testo 330-2 LL ermöglicht viele weitere Messungen an der Heizungsanlage, wie z. B. die Gaslecksuche oder Messungen der Differenztemperatur.
TÜV- und Eignungsprüfung
Sowohl das Rauchgas-Analysegerät testo 330-2 LL als auch das Feinstaub-Messgerät testo 380 sind TÜV-geprüft. Für die festen Brennstoffe Nummer 4, 5 und 5a nach § 3 Absatz 1 der 1. BImSchV erfolgte am 5.3.2013 die Bekanntmachung der Eignungsprüfung durch das Umweltbundesamt im Bundesanzeiger. Die Brennstoffe behandeltes Holz (6, 7, 8) und Kohle (1, 2, 3) wurden im 1. Quartal 2013 entsprechend den Anforderungen der VDI 4206 Blatt 2 vom TÜV geprüft und haben diese Prüfung positiv abgeschlossen. Diese weiteren Brennstoffe können nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger über ein kostenfreies Update im Gerät nachgerüstet werden.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteine

Ofenschmiede Firetube

Vertrauen in Abgassysteme von Raab

Ungewöhnlich – das umschreibt treffend die Produkte des Ofenherstellers Firetube. In Elterlein im Erzgebirge fertigt Inhaber Axel Schmitz seine ausgefallenen Feuerstätten in einem historischen Industriegebäude. In Sachen Abgasanlage setzt er klar auf die Qualität von Raab.
Eingeladen zum „Warentest“
Die Idee zum außergewöhnlichen Design seiner Feuerstätten hat Axel Schmitz importiert – auf Reisen in Kanada sah er Ölfässer, die zu Öfen umgebaut wurden. Diese runde Form inspirierte den gelernten Schlosser und Kachelofen- und Luftheizungsbauer zu seinen auffälligen Speicheröfen-Konstruk­tionen. Seit 2009 steht die Ofenschmiede Firetube in Elterlein im Erzgebirge, südlich von Zwickau. Das alte Industriegebäude blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Es diente als Silbermühle, Papierfabrik und in der DDR-Zeit als Produktionsstätte von Lampenschirmen. Nach der Wende wurden hier Gartenmaschinen hergestellt.
Der massive Gebäudekomplex, dessen Alter nicht genau zu bestimmen ist, beheimatet nun die Fertigung der Firetube-Modelle sowie die Academy. In der Schulungsstätte haben Marktpartner und Kunden die Möglichkeit, die Faszination des Feuers hautnah zu erleben. Und da Elterlein sehr abgelegen liegt, bietet das Unternehmen zusätzlich Übernachtungsmöglichkeiten an. Auch diese fallen aus dem Rahmen: Die Zimmer verfügen über ein individuelles Heizkonzept von Firetube, das direkt ausprobiert werden kann – sozusagen ein praktischer „Warentest“.
Abgassystem sichert Anschlussmöglichkeiten
Für alle betriebsbereiten Feuerstätten – sowohl im Warmschulungsraum als auch in den Zimmern – war eine entsprechende Abgasführung erforderlich. Die Wahl hierfür fiel auf das doppelwandige Abgassystem DW/FU von Raab, wobei FU für die Feuchteunempfindlichkeit steht. Die frei ausdehnbare Innenschale besteht aus Edelstahl der Güteklasse 1.4571/1.4404. Mit Innendurchmessern von 80 bis 600 mm kann praktisch jede Größenordnung realisiert werden. Über der 30 mm starken Wärmedämmung liegt die tragende Edelstahl-Außenschale. Sämtliche Produkte werden WIG/Laserstumpfnaht-geschweißt und sind sofort einsatzbereit.
Die Abgasanlagen aus der Serie DW/FU sind klassisch zu montieren: Die Elemente werden zusammengesteckt und mit einem mitgelieferten Klemmband fixiert. Dabei lassen sich die Bauteile individuell in der Länge verschieben. Das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert zuverlässig der Kapillarstopp. Der Vorteil des Systems besteht in der schnellen Montage, bei der keine Wärmedämm- und Schweißarbeiten auf der Baustelle notwendig sind. Bis zu vier Meter Abstand zwischen den Wandbefestigungen und eine freie Kraglänge bis zu drei Meter bieten einen großen gestalterischen Spielraum.
Nur das Beste
Die Produkte werden vom Material­prüfungsamt Nordrhein-Westfalen güte­überwacht und sind nach DIN/EN ­1856-1 zertifiziert. „Die hohe Raab-Qualität ‚Made in Germany’ passt zu meinem Anspruch“, betont Axel Schmitz. „Meine nach dem Grundofenprinzip arbeitenden Speicheröfen sind fürs Leben gemacht. Die Materialien halten unglaublich viel aus und können entweder von uns zurückgenommen oder an die nächste Generation vererbt werden.“ Auch bei den Edelstahl-Abgasanlagen DW/FU handelt es sich nicht um „Wegwerf-Produkte“, sondern um einen wertvollen Rohstoff, der recycelt werden kann.
Insgesamt sieben hochwertige Schornsteine mit einer Nennweite von 180 mm wurden bei Firetube errichtet. Dazu hat man 21 Feuerungsanschlüsse montiert. Auch einige Sonderanfertigungen kamen zum Einsatz, u. a. für Anschlussübergänge. Außerdem war die DIN EN 13384-2 zu beachten. Diese Norm befasst sich mit den Eckdaten, die bei der Mehrfachbelegung von Abgasanlagen zu beachten sind.
Aufgrund der ausgefeilten Konzeption von Wärmeerzeugern und Abgasführung stehen zahlreiche Modelle für das intensive Kennenlernen der Firetube-spezifischen Eigenschaften der Speicheröfen zur Verfügung. So geht die Qualität der Feuerstätten mit dem hohen Standard der Abgasanlagen eine optimale Verbindung ein.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Kehrbezirke unter Wasser

„Jahrhunderthochwasser“ dieser Begriff prägte die Medienlandschaft im August 2002, als große Flächen an Elbe und Oder unter Wasser standen. Für das Hochwasser, welches uns in diesem Jahr traf, muss wohl noch ein anderer Wortlaut gefunden werden, denn alle zehn Jahre ein Jahrhunderthochwasser passt irgendwie nicht.
Dass die massiven Regenfälle in den vergangenen Wochen die Flüsse werden anschwellen lassen, war wohl den meisten Experten klar. Aber als das Hochwasser so massiv eintrat, war es dann doch überraschend. Die extremen Überflutungen im Elbe-Havel- und im Elbe-Saale-Winkel waren dabei weniger der eigentlichen Pegelhöhe geschuldet. Dass so viele Quadratkilometer Land unter Wasser standen, lag vor allem an den Deichbrüchen in diesen Regionen.
Die vielen Orte, die vollkommen überspült wurden und unter Wasser standen, bedeuten für tausende Bürger den finanziellen Ruin. Hier muss schnell und unbürokratisch geholfen werden, damit die Betroffenen auch den Mut und die Zuversicht haben, dass es sich lohnt, alles wieder aufzubauen.
Auch für viele unserer Schornsteinfegerbetriebe hat diese Katastrophe weitreichende Folgen. Nicht nur die mit ihrem persönlichen Eigentum betroffenen Kollegen leiden unter den Folgen des Hochwassers. Auch die Betriebe, deren Kunden unter Wasser stehen, sehen sich massiven finanziellen Problemen gegenüber. Kurzfristig sind gebietsweise bis zu 100 Prozent Umsatzeinbußen zu verkraften, weil in den betroffenen Gebieten weder wiederkehrende noch hoheitliche Arbeiten ausgeführt werden können. Da die meisten Heizungsanlagen in den Kellern installiert sind, sind diese oft vollkommen „untergegangen“. Eine Wiederinbetriebnahme wird in vielen Fällen unmöglich sein, so dass nur eine neue Heizungsanlage in Frage kommt. Dies bedeutet in den Kehrbezirken auch langfristig erhebliche Umsatzeinbußen, da mit den neuen Anlagen selbstverständlich moderne Anlagentechnik zum Einsatz kommt und hier die Überwachungsintervalle deutlich länger sind.
Wie hoch die Schäden tatsächlich sind werden erst die nächsten Wochen zeigen. Bleibt zu hoffen, dass eine solche massive Überflutung tatsächlich ein Jahrhundertereignis bleibt.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

18. Atlantic Cup in Warnemünde

Jörg Kibellus || Die Fußball-Auswahl der Schornsteinfeger verliert unglücklich mit 1:2 gegen die Freiwillige Feuerwehr Warnemünde. In einem ausgeglichenen engen Spiel verlieren die Schornsteinfeger im Rahmen des 18. Atlantic Cups mit 1:2. Zuvor gab der Schiedsrichter sowohl einen Handelfmeter und den 2:2 Ausgleich wegen Behinderung des Torwarts der Feuerwehr nicht. Den Anschlusstreffer für die „Schwarzen“ erzielte Matthias Schulz. Mehrere Chancen, wie eine hundertprozentige durch Wilfried Linka, konnten leider nicht ins gegnerische Gehäuse gebracht werden. Ein Dankeschön an das ganze Team und alle Unterstützer am Spielfeldrand.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Landes-Kehrordnung für Sachsen-Anhalt in Kraft getreten – Überprüfung der Lüftungsanlagen nicht mehr geregelt

Fünf Monate nachdem die alte Landes-Kehrordnung in Sachsen-Anhalt außer Kraft getreten ist, wurde nun endlich die neue Verordnung am 29. 05. 2013 veröffentlicht und trat somit am 30. 05. 2013 in Kraft. In dieser Verordnung sind die wiederkehrende Überprüfung von gewerblichen Dunstabzugsanlagen und die Gebühren für die Abnahme nach Baurecht durch den Schornsteinfeger geregelt. Die vom Schornsteinfegerhandwerk geforderte und, nach unserer Ansicht, im Einigungsvertrag vorgeschriebene Regelung der Überprüfung von Be- und Entlüftungsanlagen in Wohngebäuden blieb allerdings unberücksichtigt. Dies hat zur Folge, dass die Brandgefahr in diesen Gebäuden steigen wird.
Die in den Plattenbauten zu DDR-Zeiten errichteten Lüftungsschächte bestehen aus dünnwandigen Materialien, welche keinerlei Feuerwiderstandsdauer haben. Aus diesem Grund wurde bereits bei der Errichtung eine regelmäßige Überprüfung durch das Schornsteinfegerhandwerk vorgeschrieben, um die zusätzliche Brandlast durch Ablagerungen und Stäube in den Schächten zu minimieren. Die Gefahr der Brandübertragung besteht nach wie vor, nur ist die Prüfung nun nicht mehr gesetzlich geregelt. Inwieweit die Anlageneigentümer eine Überprüfung auf freiwilliger Basis werden durchführen lassen, bleibt abzuwarten.
Gerade unter dem Kostendruck auf dem Wohnungsmarkt in Sachsen-Anhalt wird die Prüfung wohl eher selten stattfinden. Dabei sprechen viele Argumente für eine regelmäßige Prüfung der Lüftungsanlagen. Neben der Minderung der Brandgefahr sorgt eine funktionierende Lüftungsanlage für ein gesundes Raumklima, beugt Feuchteschäden vor, reduziert die Betriebsgeräusche und die Wärmeverluste und sorgt somit langfristig für eine bessere Vermietbarkeit der Immobilie. Unsere Aufgabe ist es nun, den Wohnungsgesellschaften diese Vorteile zu vermitteln und diese zu überzeugen, die Aufträge in unsere kompetenten Hände zu geben. Denn wir kennen die Objekte und deren Besonderheiten, sind nah und haben jahrzehntelange Erfahrungen mit der Überprüfung und Reinigung der Lüftungsanlagen.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Energiewende – wir sind dabei

HK || Das Jahr 2013 ist ein wichtiges Jahr für die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich der energetischen Beratung seiner Kunden. Unter dem Motto „Energiewende – wir sind dabei“ verpflichten sich unsere Mitglieder, die Eigentümer und Betreiber von Feuerungs- und Lüftungsanlagen neutral und energieeffizient zu beraten. Deutlich hob die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel in Ihrer Gastrede hervor, wieviel Potenzial im sogenannten Wärmemarkt besteht. Gerade die Heizungsbranche, egal ob Industrie oder SHK-Handwerk, sind hier gefordert. Moderne Heizungsanlagen sind der Garant für eine effektive Energieeinsparung. Hier kann jeder Eigentümer bzw. Betreiber seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das Schornsteinfegerhandwerk soll den Weg der Bundesregierung hinsichtlich der Energiewende mittragen und seine Kunden diesbezüglich beraten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist aber auch die Modernisierung und nachhaltige Sanierung des Gebäudealtbestandes. Hier sind die geprüften Energieberater gefordert, dem Hauseigentümer umweltfreundliche, nachhaltige, effiziente Sanierungsmodelle vorzustellen und zu beraten.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bundeskanzlerin im Glück

Ingo Ziola, Landesinnungs- und Obermeister || Am 31. 05. 2013 lud die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ihre Mitglieder und Gäste aus Politik und Handwerk zu ihrer öffentlichen Innungsversammlung unter dem Motto „Energiewende – Wir sind dabei“ nach Stralsund ein. Mit diesem Motto hat die Schornsteinfeger-Innung deutlich gemacht, dass die „Schwarze Zunft“ bei der Umsetzung des Energiekon­zeptes der Bundesregierung ihren Anteil leisten will. So verwundert es auch nicht, dass die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, die Einladung der Schornsteinfeger-Innung angenommen hat.
Obermeister Ingo Ziola konnte im Alten Brauhaus, das einen würdigen Rahmen für die Innungsversammlung bot, noch viele weitere Gäste begrüßen. So waren neben dem Präsidenten des Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günther Beyerstedt, auch die Landesinnungsmeister aus Berlin, Heiko Kirmis, Baden-Württemberg, Franz Klumpp, Sachsen-Anhalt‚ Torsten Kiel, der HGF des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks RA Jens Torsten Arndt sowie der Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks Hans Poltersdorf angereist. Selbstverständlich hat der Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, Dr. Alexander Badrow ein Grußwort gehalten und „seine Stadt“ vorgestellt.
Der Vizepräsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (OMV) Uwe Heiseler überbrachte die herzlichen Glückwünsche der Präsidenten der HWK OMV und Schwerin. Er würdigte die Leistungen des Schornsteinfegerhandwerks und beglückwünschte die Innung zu dieser gelungenen Veranstaltung. Mit dem Versprechen, auch weiterhin ein offenes Ohr für die Wünsche und Probleme des Handwerks zu haben, würdigte Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph aus dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus die Leistung des Schornsteinfegerhandwerks in Mecklenburg-Vorpommern. Er wolle, wenn es möglich ist, immer eine Lösung im Interesse des Handwerks finden. Darum sollte der Vorstand der Innung sich nicht scheuen, das Gespräch mit ihm zu suchen. Herr Arnold Fuchs, Abteilungsleiter Handwerk im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Innung und wertete die Weiterführung der RüGVO, in der neben der Reinigung der Be- und Entlüftungsanlagen die Überprüfung der gewerblichen Dunstabzugsanlagen sowie die Zustimmung und Abnahme von Feuerstätten enthalten ist, als Erfolg. Ohne die in der RüGVO enthaltenen Überprüfungsvorgaben würde der Brandschutz und auch die Wohnhygiene in diesen Bauten gefährdet und ein Ausverkauf der Leistungsfähigkeit im Schornsteinfegerhandwerk vorprogrammiert.
Die Landesinnungsmeister des Fachverbands SHK Mecklenburg-Vorpommern Martin Ratzke, und der Obermeister der Innung des Kachelofenluftbauerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern Jens Cordes lobten die gute Zusammenarbeit mit der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern.
In seiner Begrüßungsrede für die Bundeskanzlerin sprach Obermeister Ingo Ziola alle wichtigen Punkte des Schornsteinfegerhandwerks an. Er würdigte die sehr gute Zusammenarbeit mit Verbänden, Marktpartnern und dem Wirtschaftsministerium. Er sprach aber auch über die Ängste der Kollegen, wenn es um die Wiederbewerbung geht.
Wichtig für Mecklenburg-Vorpommern, so Obermeister Ziola, war die Weiterführung der RÜGVO über 2013 hinaus, diese sichert unter anderem die Beibehaltung der hohen Betriebs- und Brandsicherheit dieser Anlagen ab und trägt wesentlich dazu bei, dass gute und sichere Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze im Land Mecklenburg-Vorpommern erhalten werden. Alles getreu dem Spruch der Landesregierung „ M-V tut gut“ und das auch im Handwerk.
Hans-Günther Beyerstedt informierte über die letzte Bund-Länder-Ausschusssitzung, in der unter anderem über eine Änderung des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes diskutiert wurde. So überlegt man, bei der Vergabe von mehreren Kehrbezirken in einem Gebiet, ein Poolverfahren anzuwenden. Dies würde auch den Bezirksinhabern, die sich auf ihren Kehrbezirk wieder bewerben, größere Chancen einräumen, diesen Kehrbezirk auch zu bekommen. Präsident Beyerstedt ermutigte die Kanzlerin in seiner Rede „auf mehr Schwarz zu setzen“. Sie sollte auf die Schornsteinfeger in Punkto Energieberatung vertrauen. Es sei nicht akzeptabel, dass das Schornsteinfegerhandwerk hier nicht mehr eingebunden ist. Das Schornsteinfegerhandwerk hat Millionen Kundenkontakte im Jahr, dieses Potenzial sollte von der Bundesregierung genutzt werden.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war natürlich die Rede der Bundeskanzlerin.
Frau Dr. Angela Merkel hob in Ihrer Rede die Bedeutung des Handwerks als starke Säule in der Wirtschaft für Deutschland und Europa hervor. Insbesondere das Schornsteinfegerhandwerk könne einen Beitrag zum ambitionierten Energiekonzept der Bundesregierung leisten. Die vielen Energieberater, die in den Schornsteinfegerinnungen organisiert sind, können die Hauseigentümer und Betreiber von Feuerungs- und Lüftungsanlagen qualifiziert beraten und bei der Umsetzung der Energiesparmaßnahmen betreuen. Gerade im Wärmemarkt und in der Altbausanierung steckt noch sehr viel Einsparpotenzial, um die Ziele, wie z. B. den Wärmebedarf in Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 2008 zu reduzieren, zu erreichen.
Aber auch bei der Vorgabe, den Anteil der erneuerbaren Ener­gien bis 2020 auf einen Anteil von 18%, bis 2030 von 30% und bis 2050 sogar von 60% des Bruttoendenergieverbrauches zu erreichen, können die Schornsteinfeger einen Beitrag leisten. ­Allein Windkraft und Sonnenenergie werden nicht ausreichen, hier muss auch auf andere erneuerbare Energien gesetzt werden und wenn z. B. mit Holz geheizt wird, ist der Schornsteinfeger ein wichtiger Partner.
Übrigens kommt bei Frau Dr. Merkel auch ein Schornsteinfeger ins Haus, denn sie hat einen Kachelofen, der öfter geheizt wird.
Angesprochen auf die fehlende Umsetzung der Überprüfung der Be- und Entlüftungsanlagen gemäß dem Einigungsvertrag in einigen neuen Bundesländern versprach sie, die Problematik mit den Ministerpräsidenten bei ihren nächsten Treffen zu besprechen.
Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern empfand es als große Wertschätzung, dass Frau Dr. Merkel ihr einen Besuch abstattete und möchte sich auf diesem Wege noch einmal bei allen Kollegen, Gästen und Austellern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, bedanken. Bild: © Studio Arguseye, Christian Rödel

Ausgabe: 87 , Kategorie: Mängel

Brandschutz - was nun

Hier hat der Zimmermann ganze Arbeit geleistet. Die Höhe vom Hausdach wurde angehoben, nun passt der alte Schornstein nicht mehr an der statisch unverrückbaren Firstpfette vorbei. Guter Rat kann manchmal teuer sein.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Mängel

Korrosion an Abgasrohren

Auch wenn sich die Qualität vom Heizöl stetig steigerte, nehmen solche Mängel nicht ab. Durchgerostete Verbindungsstücke sind Alltag bei der Abgaswegeüberprüfung.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Mängel

brisante Rohrführung

Hossa – kalter Winter – erfindungsreiche Heimwerker. Hier ist es schon ein gewagtes Experiment.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innovative Schulung rüstet für die Zukunft

RS || Im Oktober 2012 lud die Firma ETA Heiztechnik GmbH die Schornsteinfeger unter Leitung von Herrn Bollmann zur Weiterbildung und Präsentation der neusten innovativen Entwicklungen in das Stammwerk nach Österreich ein.
Bei der Praxisschulung konnte Schulungsleiter Thomas Steiner die gegenwärtige Produktion und damit verbundene Betriebsphilosophie näher bringen.
Der griechische Buchstabe „eta“ steht in der Welt der Technik für Wirkungsgrad, und dieser ist wiederum ein Maß für die Effizienz bei der Ausnutzung der Energie. Wirkung – Effizienz – Energie … drei Schlagwörter, die wie die Säulen unserer Unternehmensphilosophie fungieren: Denn wirkungsvolle und umweltschonende Technik bildet den Kern unserer Entwicklung von hocheffizienten Heizkesseln für Stückholz, Pellets, Hackgut und Miscanthus (Elefantengras). Saubere Abgaswerte, minimaler Energiebedarf, sichere Funktion, aber auch einfachste Bedienung sind die Vorgaben, die wir selbst an unsere Produktion stellen. Vom Entwicklungsstadium zur Serienreife: unsere Spitzenprodukte werden ständig weiter entwickelt und laufend auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt. Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit bilden dabei keinen Widerspruch, sondern ergänzen sich zukunftsweisend. Das Ergebnis: perfekte Heizkessel, die sowohl dem Spargedanken, höchstem Komfort, der Verwendung natürlicher Ressourcen und der Schonung unserer Umwelt bewusst Rechnung tragen. Mit absoluter Sicherheit. Denn das Unternehmen ETA wurde seit seinen Anfängen von Menschen geprägt, für die an erster Stelle die Überzeugung steht, mit der Herstellung von Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Eindämmung des Treibhauseffektes zu leisten. Im Interesse von uns allen. Und zum Wohle kommender Generationen. Im Dezember 1998 gegründet, spezialisierte sich ETA Heiztechnik ausschließlich auf die Herstellung holzbefeuerter Heizkessel; dies schließt neben der Entwicklung der Feuerungstechnik auch die dazu gehörende Elektronik und Regelungstechnik mit ein. Neben der ökologischen Komponente wird bei Entwicklung und Realisierung besonderer Wert auf höchstmögliche Sicherheit sowie Bedienkomfort gelegt. Wie auch in der Autoindustrie üblich, werden alle Komponenten gemäß unseren Konstruktionszeichnungen von ausgewählten Produktionsbetrieben hergestellt. Dies ermöglicht, für jeden Teil der Kessel den am besten geeigneten Werkstoff und die optimale Fertigungstechnik einzusetzen. Die Montage – inklusive Qualitätssicherung jedes einzelnen Teils – erfolgt zur Gänze im eigenen Haus. Eben optimale Qualität ohne Kompromiss. Zurzeit beschäftigt ETA am Standort in Oberösterreich ca. 217 Mitarbeiter, wobei 20 Mitarbeiter sich ausschließlich der Entwicklung der Feuerungstechnik sowie der dazugehörigen Elektronik und Regelungstechnik widmen. Aus diesem Grund haben wir unser Betriebsgebäude mit dem Bauvorhaben „ETA Betriebserweiterung Ost“ erweitert. Auf der neu erworbenen Grundstücksfläche von 40.000 m2 entstanden in Bauphase 1 insgesamt 14.500 m2 neue Betriebsfläche. Daraus ergibt sich in Summe eine komplett verbaute Fläche von 24.000 m2, wovon 17.350 m2 als reine Produktionsfläche genutzt werden. Im Jahr 2012 wurde das Betriebsgebäude mit dem Bauvorhaben „Betriebserweiterung Ost/Phase II“ erneut erweitert. Es entstanden zusätzlich 8.500 m2 Produktionshalle (Schweißerei, Lackieranlage, Montageplätze), 700 m2 Verladebereich, 800 m² Büro- und Besprechungsräume, eine automatische Fördertechnik ins Logistikcenter, eine Photovoltaikanlage 300 kWp (über 2.000 m2) und somit Null-Energie-Produktionsgebäude sowie ein Carport mit Photovoltaikdach mit Mitarbeiter-Stromtankstellen für Elektroautos (Fertigstellung 2013). ETA punktet mit eigener Produktionsentwicklung und langjähriger Erfahrung in der Holzfeuerung. In unserem großzügigen Schulungszentrum werden laufend Seminare für Planer und Installateure veranstaltet. Somit wird Know-how für moderne Anlagenkonzepte, Montage, Inbetriebnahme und Wartung allen unseren Partnern zur Verfügung gestellt und ein solides Wissens-Fundament für ein erfolgreiches Heizen mit Holz gewährleistet.
Die teilnehmenden Schornsteinfeger möchten sich noch einmal recht herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Firma ETA bedanken.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Heiztechnik

ÖkoFEN Pelletsakademie 2013: Maßgeschneiderte Fortbildungen für Schornsteinfeger

Mickhausen im Januar 2013. Auch in diesem Jahr bietet ÖkoFEN wieder seine beliebten Seminare speziell für Schornsteinfeger an. Die kostenlosen, eintägigen Fortbildungen der „Pelletsakademie“ finden unter der Leitung von langjährig erfahrenen Experten statt und sind sehr praxisnah ausgelegt. Vier verschiedene Schulungsorte stehen dabei zur Auswahl. Auf Wunsch kann die Veranstaltung auf 1,5 Tage ausgedehnt und mit der Besichtigung einer Pellets-Produktionsstätte kombiniert werden.
Das Seminarpaket beinhaltet aktuelle Hintergründe zu Energiemarkt und Rohstoffen sowie der Entwicklung des Pelletsmarkts im Speziellen. Es werden nicht nur technische Grundlagen und Potenziale der Pelletsheizung erläutert, sondern auch Informationen zu Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit sowie gesetzliche Rahmenbedingungen aufgezeigt. Generelle Argumentationen pro Pelletsheizung als Unterstützung für eine fundierte Beratung im täglichen Kundenkontakt und Praxismessungen am Kessel runden die Fortbildungsveranstaltung ab.
Das Schornsteinfegerseminar der ÖkoFEN Pelletsakademie kann an vier festen Schulungsstandorten im Bundesgebiet besucht werden: Mickhausen (Bayern), Bühl (Baden-Württemberg), Hagen (NRW) und Überherrn (Saarland) – weitere Veranstaltungsorte sind auf Anfrage ebenfalls möglich.
Das komplette Schulungsprogramm der ÖkoFEN Pelletsakademie inklusive aller Termine für das Jahr 2013 steht unter www.oekofen.de zum Download

Ausgabe: 87 , Kategorie: keine

Verheerende Ausmaße – Betrüger-Mails nehmen zu

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Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag der offenen Tür 2013 in der Handwerkskammer Schwerin

HK || Traditionell lädt die Handwerkskammer Schwerin zum Tag der offenen Tür in Schwerin ein. Am 19. 01. 2013 wurde die Handwerkskammer Schwerin zu einem Besuchermagnet. Unsere Kollegin Stefanie Lehmann und unser Kollege Enrico Medved waren sehr gern gesehene Gäste. Viele Besucher haben sich über die Neuregelungen im Schornsteinfegerhandwerk aber auch über Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Mehr als tausend Mal wurden unsere Kollegen und der Azubi von Enrico Medved als Glücksbringer berührt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neujahrsbegrüßung beim Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph

HK || Am 17. 01. 2013 wurden die Vorstandsmitglieder der Schornsteinfeger-Innung MV Henning Grot und Heiko Karmoll beim Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Schwerin zum Neujahrsempfang herzlichst begrüßt. Für die angenehme, konstruktive und offene Zusammenarbeit hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ihren Dank ausgesprochen. Wir, die Schornsteinfeger als Glücksbringer, haben Herrn Stefan Rudolph, Herrn Dr. Arnold Fuchs und Herrn Josef Walber ein glückliches gesundes Jahr gewünscht. Ein Hauptthema im Gespräch war die am 28. Dezember 2012 veröffentlichte „Verordnung über die Reinigung und Überprüfung von Anlagen-RÜGVO-MV“. Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat nochmal die Notwendigkeit erläutert, wie notwendig es ist, dass Lüftungsanlagen aus brandschutztechnischen Gründen mindestens einmal im Jahr durch das Schornsteinfegerhandwerk überprüft und gereinigt werden müssen. Gerade das Schornsteinfegerhandwerk ist für diese wichtige Aufgabe prädestiniert. Die Schornsteinfeger haben in Vergangenheit bewiesen, dass das die Fachmänner sind. Aus diesem Grund wurde die RÜGVO zum 01. 01. 2013 als Verordnung verabschiedet. Vorbeugender Brandschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben!
Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern wird durch das Wirtschaftsministerium sehr gefördert und unterstützt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsvollversammlung der Innung Thüringen

RS || Die Innungsvollversammlung der Thüringer Schornsteinfeger fand am 08. 11. 2012 in den Räumen des AZURIT-Seniorenzentrums in Weimar statt. Es waren wieder zahlreiche Aussteller vor Ort, die ihre Produkte imposant vorstellten. Zum ersten Mal dabei war die Sparkassenversicherung. Durch die Veränderungen der Altersversorgung hatte diese beste Ansätze sich zu präsentieren. Bei der Versammlung wurden zunächst alle Mitglieder und Gäste vom Innungsobermeister Thomas Menge begrüßt. Bei seinen Ausführungen kamen wieder alle aktuellen Themen, wie Schornsteinfegerhandwerksgesetz, neue Bundes-KÜO, Ausbildungskostenausgleichskasse, Bewerbungsverfahren und deren Matrix zur Sprache. Danach wurde von den weiteren Vorstandsmitgliedern ihr Jahresbericht verlesen. Aus dieser Vollversammlung resultierte die Notwendigkeit einer außerordentlichen Neuwahl des Vorstandes und eine Änderung der Satzung der Innung. Diese fand am 07. 02. 2013 in den Räumlichkeiten des Bildungszentrums der Handwerkskammer Erfurt statt. Hier wurde Organisatorisches besprochen, der alte Vorstand entlastet und der Neue gewählt. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
– Alter und neuer LIOM: Thomas Menge
– Vorstand Technik: Ingo Dorn
– Vorstand Bildung: Marco Beierlein (stellv. LIOM )
– Vorstand Öffentlichkeitsarbeit: Rüdiger Speck
– Alter und neuer Kassenwart: Ralf Göring
IOM Thomas Menge erläuterte die weiteren Ziele und Aufgaben einer funktionierenden Innung folgendermaßen. Ich zitiere:
„Mir ist klar, dass die kommenden Jahre für uns als Berufsstand weitere heute noch nicht bekannte Veränderungen mit sich bringen werden. Bereits angesichts der fortschreitenden technischen Entwicklung wird unser Berufsstand mittelfristig auf dem Prüfstand stehen. Davor müssen wir keine Angst haben, denn wir, ausdrücklich spreche ich jeden einzelnen unserer Kollegen an, haben es in der Hand, uns als Gesamtberufsstand durch qualitätsgerechte Arbeit zu empfehlen. Wir müssen weiterhin Neues lernen und dürfen uns nicht verschließen, um den Qualitätsanspruch, den man an unsere Arbeit stellt, dauerhaft erfüllen zu können. Diesen Prozess wird die Innung unter mir begleiten. Derzeit sind wir als hoch organisierter Verband für Politik wie Verwaltung idealer Ansprechpartner und verlängerter Arm für sämtliche Fragen unseren Berufsstand betreffend. Diese Position, eine echte Stärke unseres Handwerks, muss die Innung zukünftig noch mehr für eigene, berufsständische Interessen nutzen und uns als starke und geschlossene Gemeinschaft nach außen gegenüber der Politik präsentieren. Wir müssen uns an unsere eigenen Stärken erinnern und uns dieser bewusst sein. Ein Berufsverband mit ca. 200 Mitgliedern bildet auch ein politisch relevantes Potenzial – und darauf kommt es heute auch an. Ein gutes Beispiel ist mein kurzfristiger Kontakt vor einigen Tagen zum Thüringer Wirtschaftsministerium, um eine Ersatzregelung für die noch immer fehlende Kehr- und Überprüfungsordnung zu schaffen. Die Initiative hierfür ging allein von der Innung nach einem vergleichbaren Vorgehen in Bayern aus und wurde schließlich durch das Thüringer Landesverwaltungsamt als ausführende Verwaltungsbehörde umgesetzt. Eine wesentliche Aufgabe der Innung in der kommenden Wahlperiode sehe ich darin, dass alle Kollegen die im Kehrbezirk bestehenden Aufgaben so erfüllen, dass deren Wiedereinsetzung als Kehrbezirksinhaber keine Qualitätsprobleme entgegen sehen. Hier werden wir ein System entwickeln, welches kurzfristig betroffenen Kollegen hilft, wenn diese das wünschen. Dazu gehören ausdrücklich auch die Kontaktaufnahme mit der jeweils zuständigen unteren Gewerbebehörde und gegebenenfalls eine Mitarbeit bei der Konfliktbewältigung. Ebenso wird die Innung bei Bedarf die Interessen ihrer Mitglieder im Rahmen des Bewerbungsverfahrens in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vertreten, zudem weitreichende Hilfestellungen bei der Bewerbung selbst anbieten, die jedoch stets auch die Bereitschaft des Kollegen zur Annahme der Hilfe erfordert. Darüber hinaus wird es erforderlich sein, dass sich die Innung künftig in die Konfliktschlichtung zwischen den innungsgebundenen Kollegen einschaltet, die beispielsweise durch eine Überschneidung von Aufgaben über die Kehrbezirksgrenzen hinweg auftreten werden. Auch deshalb ist es wichtig, möglichst eine breite Verbandsstruktur zu erhalten, um mit allen Kollegen im Gespräch zu bleiben. Am Schluss biete ich noch einen Ausblick zur Entwicklung des Innungsbeitrages. Dieser ist in Thüringen seit Jahren stabil und bundesweit vergleichsweise niedrig, auch weil in der Vergangenheit Risiken wie kostspielige Ausflüge in die private Wirtschaft gescheut wurden und sparsam gewirtschaftet werden konnte. Jede Aktivität und Teilnahme an Veranstaltungen kostet Geld, das Für und Wider eines Engagements ist jeweils kritisch abzuwägen. Entsprechend den Vorgaben aus der letzten Innungsversammlung Ende des abgelaufenen Jahres wird der neue Vorstand den Beitrag auf ein einkommensbezogenes Modell umstellen. Dadurch sollen die finanziellen Gewichte der Kollegen differenziert berücksichtigt werden. Eine belastbare Empfehlung konnte angesichts der Kürze der Zeit zwischen den beiden Innungsversammlungen zu dieser Frage nicht erarbeitet werden, steht jedoch in der Vorbereitung auf die nächste Innungsversammlung.“
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der „social day“, der Tag des Schornsteinfegers ausgewertet. Da wenige Kollegen am 22. 10. 2012 öffentlichkeitswirksam auftraten, spendeten sie bereitwillig, um auch dieser Aktion ihren Beitrag zu zollen. Ein stolzer Gesamtbetrag von rund 5.000 Euro wurde dem ZIV zur Verfügung gestellt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neuer Gesellenprüfungsausschuss gewählt

HK || Am 29. Januar 2013 wurde in den Räumen der Geschäftsstelle der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern in Klein Schwaß ein neuer Gesellenprüfungsausschuss gewählt. Für die langjährige und gute Arbeit, als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, wurde dem Kollegen Klaus Hiller herzlichst gedankt.
Als neue Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses wurde unsere Kollegin Stefanie Lehmann gewählt. Als 1. Stellvertreter wählten die Mitglieder des Gesellenprüfungsausschusses den Gesellen Hannes Salow. Der Kollege Michael Schmidt wurde zum 2. Stellvertreter gewählt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Sieger des Preisausschreibens „Ihr sicheres Zuhause – unser Job“

HK || Unter dem Motto „Ihr sicheres Zuhause – unser Job“ hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ein Preisausschreiben gestartet. Die Beteiligung am Preisausschreiben war enorm hoch. Der 1. Preis, eine Hausvollausstattung mit Rauchwarnmeldern, ging nach Neukloster. Unser Kollege Christian Lohf hat die freudige Botschaft gerne übermittelt.
Der zweite Preis, ein Feuerlöscher, wurde von unserem Kollegen Ricardo Laasch in Bützow überreicht. Eine Löschdecke ging an den 3. Gewinner nach Kühlungsborn.

Ausgabe: 87 , Kategorie: keine

Private Krankenversicherung (PKV) als Kostenfalle für Rentner führt vielfach zur Altersarmut

diesen Artikel finden Sie nur in unserer Printausgabe

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteine

Schornstein- und Abgasanlagen aus Edelstahl

Die Stahl- und Blechbau Schubert GmbH & Co. KG ist seit 1991 auf die Entwicklung und Herstellung modernster Schornstein- und Abgastechnik ausschließlich aus Edelstahl fokussiert. Das Unternehmen setzt dabei auf über 100 Jahre Erfahrungen im Rohr- und Behälterbau.
SBS fertigt ausschließlich am Standort Leipzig. Unsere Kunden erhalten ihr maßgeschneidertes System. Egal, wie auch die Abgasanlagen genannt werden, ob Esse, Kamin, Rauchfang oder Ofenrohr, SBS bietet für alles eine Lösung. Optisch erfüllen die Produkte auch exklusive Anforderungen. Auf Kundenwunsch wird geliefert in Edelstahl matt, glänzend, gebürstet oder pulverbeschichtet in RAL-Farbe.
SBS fertigt doppelwandige Systeme für Gas, Öl und Festbrennstoffe für Unter- und Überdruckbereich sowie einwandige Systeme z. B. zur Schornsteinsanierung für runde als auch ovale Querschnitte. Die Materialstärke der Bauteile beträgt mindestens 0,6 mm. Auf Kundenwunsch wird das Rauchgasrohr auch in 1,0 mm geliefert. Das Rauchgasrohr (Innenrohr) wird in der Qualität 1.4404 und das Außenrohr in der Qualität 1.4301 gefertigt. Ergänzend bietet SBS z. B. Deflektorhauben, Windkats, Schornsteinabdeckungen, auch den sogenannten „Napoleonhut“ als Kamin­abdeckungen sowie Dachdurchführungen und Sonderbauteile wie Übergänge Rund auf Eckig oder Hosenstücke in doppelwandiger Ausführung. Zur einwandigen Schornsteinsanierung ergänzen wir individuell die doppelwandige Schornsteinverlängerung in der Funktion als Schornsteinkopf.
Zum Herstellungsprogramm gehören ebenfalls Rohr- und Winkelschalldämpfer in konventioneller als auch druck- und kondensatdichter Ausführung. Bei Bedarf werden Kompensatoren und Flexrohrleitungen eingesetzt.
SBS stellt sich ebenfalls der Herausforderung zum Bau von doppelwandigen Anlagen als Mastvariante.
Technische Lösungen am Produkt sichern den kondensierenden bzw. nichtkondensierenden Anlagenbetrieb. Für Überdrücke bis 5.000 Pa (H1) und Temperaturen bis 600 °C wird ein spezielles konisches System mit rein metallischer Abdichtung eingesetzt. Die Rußbrandbeständigkeit wird damit erfüllt. Gerade bei zunehmender Zahl von Feuerstätten für feste Brennstoffe wie z. B. Holz, Holzpellets und Hackschnitzel ist dies unabdingbar.
Großzügige Reinigungsöffnungen garantieren den notwendigen Servicezugang auch bei kleinen Rohrquerschnitten. Bei Bedarf schützt ein Kugelfang die Funktionalität der Rußklappe.
Die Kunden von SBS-Systemen findet man sowohl im privaten Bereich, im Bereich öffentlicher Einrichtungen als auch im Industrieanlagenbau. Systeme der Nennweiten 80 mm bis 600 mm werden angeboten. Alle Anlagentypen sind vom TÜV-SÜD München nach EN 1856-1 bzw. EN 1856-2 zertifiziert und tragen das CE-Prüfzeichen.
SBS garantiert in der Fertigung ein durchgehendes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 und die entsprechenden Befähigungen unserer Mitarbeiter, die wir selbst ausbilden bzw. qualifizieren.
SBS erfüllt individuelle Kundenforderungen. Im speziellen Fall wird nach funktionellen und/oder räumlichen Gegebenheiten projektiert und bei eigener hohen Fertigungstiefe produziert. Sanitär- und Heizungsinstallateure bzw. Industrieanlagenbauer montieren unsere Anlagen fachgerecht. Bei entsprechendem handwerklichem Geschick ist alternativ eine Selbstmontage möglich. Die Projektbezogenheit sichert passgenaue Bauteile für eine zügige Montage.
Wir bieten als Service unsere Schornsteinberechnung. Diese Leistung ersetzt jedoch nicht die Genehmigungspflicht der Anlagen nach geltendem Baurecht.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Die neuen Schornsteinfeger-Azubis

HK || Am 15. Februar fand der erste Eignungstest im Jahr 2013 für Lehranwärter des Schornsteinfegerhandwerks in Mecklenburg-Vorpommern statt. Insgesamt 6 Anwärter aus dem ganzen Land unterzogen sich dem Einstellungstest. Interessiert und neugierig haben die jungen Leute die Ausführungen unseres Lehrlingswarts Enrico Medved verfolgt. Enrico Medved hat die Aufgaben eines Schornsteinfegers erläutert, den Tagesablauf eines bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers erklärt. Wir hoffen, dass aus diesen jungen Menschen erfolgreiche, fleißige Schornsteinfeger werden. Wir, die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere unser Lehrlingswart Enrico Medved, werden ein zuverlässiger Partner sein.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfeger auf Hanseschau in der Hansestadt Wismar

HK || Über 45.000 Besucher waren auf der Messe – und wieder waren wir über den großen Einzugsbereich erstaunt. Wir hatten Besucher aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, aber natürlich auch aus unserer Region. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren es Leute sowohl aus Boizenburg bis Ludwigslust, aber auch aus Schwerin, Güstrow, Rostock und Stralsund und natürlich aus Wismar und Landkreis Nordwestmecklenburg. Es wurden ca. 100 ausführliche Kundengespräche geführt. Die vielen kurzen Smalltalks gar nicht mitgezählt. Themen – die gesamte Bandbreite von Heizen mit Holz, Energieberatung, Ausbildung und natürlich Schornsteinfegergesetz und Feuerstättenbescheide. Die eine und andere Kundenbeschwerde mit dem Wunsch zu wechseln war dabei, wobei vor Ort einiges entschärft werden konnte. Es wurden ca. 1.000 Stück kleine Glücksbringer überwiegend an die Frau gebracht und dafür so manches „Küsschen“ kassiert.
Auch wenn der Sonntag durch den Wintereinbruch weniger besucht war, war es doch eine sehr erfolgreiche Messe und die Kollegen, die Standbetreuung gemacht haben, haben sich wohlgefühlt und geäußert, dass wir im nächsten Jahr wieder einen Stand haben werden.
Die guten Kontakte zur Messeleitung wie auch zum Gemeinschaftsstand der Kreishandwerkerschaft haben sich ausgezahlt. Die Stimmung der Kundschaft gegenüber unserem Berufsstand ist weiterhin sehr positiv.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Mitteldeutsche Handwerksmesse – Unser Handwerk ist gefragt!

DB || Von exotischen Klängen bis hin zu farbenfroher Blütenpracht, von niedlichen Weißbüscheläffchen bis zu exklusiver Wohnungseinrichtung, von einer riesengroßen Torte bis hin zur individuellen Handwerker-Beratung: Das Messeduo aus HAUS-GARTEN-FREIZEIT und mitteldeutsche handwerksmesse mit mehr als 1.100 Ausstellern bewies auch in diesem Jahr ein vielfältiges Angebot und begeisterte damit 179.000 Besucher (2012: 177.000).
Mit drei neuen Themenschwerpunkten zeigte die mitteldeutsche handwerksmesse die enorme Vielfalt der „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Bei futuristischen Elektromobilen, Energieberatung und Gesundheitstests war das Handwerk an den ersten Tagen „mobil & umweltfreundlich“ zu erleben. Unter dem Motto „genussvoll & lebenswert“ trat der kulinarische Bereich des Handwerks in den Fokus. Zu diesem Anlass hatte ein Konditor aus Wernigerode eine Riesentorte gebacken. Das wohlschmeckende Kunstwerk wurde schließlich, pünktlich zur Kaffeezeit, angeschnitten und erfreute Besucher und Vertreter des Handwerks gleichermaßen. An den letzten Tagen war die kreative Seite des Handwerks zu erleben: Hier präsentierten sich Holzkunstschnitzer, Graveure und Modedesigner. Ein besonderes Kunstwerk bauten auch Matthias Köfer aus Ansbach (Mittelfranken) und Kurt Schieck aus Chemnitz. Im Rahmen des Trainings für die World Skills – die Weltmeisterschaften der Berufe – im Juli diesen Jahres schweißten die beiden Jungs aus Kupferrohren das Leipziger Völkerschlachtdenkmal.
„Ohne Handwerk sind wir nichts!“ 
– 
so der Ausspruch von Dr. Reiner Hasseloff zur Eröffnung der mitteldeutschen handwerksmesse. Damit wies er auf die enorme Bedeutung des Handwerks für die mitteldeutsche Region hin. Neben der Präsentation von Produkten und Dienstleistungen unterstrich die mitteldeutsche handwerksmesse auch wieder ihre Bedeutung als wirtschaftspolitische Plattform. Während der Messetage kam Annemarie Keding, Staatssekretärin aus dem Ministerium für Umwelt, Sachsen-Anhalt, und übergab das Umweltsiegel an 15 nachhaltig agierende Betriebe des Landes.
Selbstverständlich waren auch die Schornsteinfeger wieder mit einem Stand auf der Messe vertreten. „So viele Besucher wie in diesem Jahr waren wohl noch nie an unserem Stand. Die Besucher standen Schlange!“ sagte Jens-Peter Fincke, Schornsteinfegermeister aus Halle. Ein großer Teil der Kundenanfragen kamen zu dem Thema „Schornsteinfegerwahl“. In den wenigsten Fällen war eine Wechselabsicht der Grund, meist herrschte trotz der intensiven Beratung in den letzten Jahren durch die Kollegen vor Ort Unsicherheit über den Ablauf der Beauftragung. So fragten die Besucher oft danach, ob sie ihren Schornsteinfeger nun extra beauftragen müssten oder ob sich dieser wie bisher von selbst meldet. Aber auch das Thema „Heizen mit festen Brennstoffen“ war wieder sehr gefragt. Insbesondere die Messpflicht an den Feststoffheizkesseln beschäftigt viele Kunden. So machen sich viele Betreiber von Feststoffheizungen Sorgen darüber, ob sie demnächst ihren Heizkessel noch weiter betreiben dürfen. Da dieses Thema sehr komplex ist, braucht so eine Beratung natürlich auch etwas Zeit. Die unterschiedlich langen Übergangsfristen, der Beginn der Messpflicht und deren Intervalle, die neuen Grenzwerte, dazu kommen noch die Übergangsfristen für die Einhaltung der Grenzwerte an Kaminöfen, da gab es viel zu erläutern und zu informieren. Dritter Schwerpunkt bei den Besucheranfragen waren die Abstandsregelungen zu Nachbargebäuden. So fragten viele Besucher, wie sie sich vor den Rauchbelästigungen durch den Nachbar schützen können. Bei diesem Problem ist der zu geringe Abstand ja aber nur selten ursächlich für die Belästigungen. In den meisten Fällen ist davon auszugehen, dass Fehlbedienung und ungeeignete Brennstoffe für die „Schwarzen Wolken“ verantwortlich sind. Genau aus diesem Grund schreibt die Bundes-Immissionsschutzverordnung vor, dass jeder Betreiber einer Feuerungsanlage für feste Brennstoffe bis spätestens 31. 12. 2014 durch den Schornsteinfeger hinsichtlich der Bedienung der Feuerstätten zu beraten ist.
Insgesamt war es für die Kollegen Schornsteinfeger, die den Messestand in diesem Jahr betreuten, dadurch nie langweilig. Die Anfragen vieler Besucher konnten zu deren Zufriedenheit beantwortet werden. Für unser Handwerk ist die Beteiligung an dieser Messe ein nicht zu unterschätzender Marketingeffekt. Die Schornsteinfeger präsentieren sich als kundenorientiertes, kompetentes und modernes Handwerk. Foto: Leipziger Messe GmbH

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteine

Erläuterungen zur Überprüfung von Lüftungsanlagen in Wohngebäuden:

Bei fast 200.000 Lüftungsanlagen handelt es sich um Anlagen, die definitiv nicht den heute geltenden brandschutztechnischen Anforderungen genügen. Teilweise stellen diese Lüftungsanlagen auch die Abführung der Abgase von Gasherden in innenliegenden Küchen sicher.
Ein Wegfall der bisher bestehenden gesetzlichen Regelungen wird langfristig in einigen Gebäuden zu einer Verschlechterung der Lüftungssituation führen und damit zu vermehrtem Schimmelbefall sowie einer Erhöhung der Brandgefahr. Außerdem wird die Wohnqualität durch schlechtere hygienische Bedingungen sinken. Der finanzielle Aufwand für die daraus folgenden Bauschäden wird die heutigen Kosten für die Überprüfung und Reinigung erheblich übersteigen.
In verschiedenen Studien wurde eindrucksvoll nachgewiesen, dass nur regelmäßig überprüfte und gewartete Lüftungsanlagen dauerhaft ein gesundes Raumklima gewährleisten. Lüftungsanlagen stellen wie alle vertikalen und horizontalen Leitungen im Gebäude eine sicherheitsrelevante Gefahrenquelle dar. Verschmutzungen in diesen Anlagen führen dann bei Ausbruch eines Schadenfeuers zu einer unkontrollierten Brandübertragung im gesamten Gebäude (siehe Flughafen Düsseldorf). Schmutz in Lüftungsleitungen und Schächten bedeutet also nicht nur ein hygienisches Problem, sondern ist vordergründig ein Problem der Brandsicherheit der betroffenen Gebäude.
Lüftungsanlagen, die vor dem 03. 10. 1990 errichtet wurden, erfüllen zudem in der Regel nicht die heute geltenden brandschutztechnischen Anforderungen an Lüftungsanlagen (siehe Auszug aus der Bauordnung). Zum Teil sind dünnwandige Baumaterialien (z. B. Gips) oder sogar brennbare Materialien verbaut worden. Bei diesen Anlagen würden Staub- und Fettablagerungen zu einer zusätzlichen Brandlast und damit zu einer vermeidbaren thermischen Mehrbelastung führen, der die verbauten Materialien u. U. nicht standhalten.
Auszug aus dem § 3 der Bauordnung:
(1) Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.
Auszug aus dem § 14 der Bauordnung:
(1) Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.
Auszug aus dem § 40 der Bauordnung:
(1) Lüftungsanlagen müssen betriebssicher und brandsicher sein; sie dürfen den ordnungsgemäßen Betrieb von Feuerungsanlagen nicht beeinträchtigen.
(2) Lüftungsleitungen sowie deren Bekleidungen und Dämmstoffe müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen; brennbare Baustoffe sind zulässig, wenn ein Beitrag der Lüftungsleitung zur Brandentstehung und Brandweiterleitung nicht zu befürchten ist. Lüftungsleitungen dürfen raumabschließende Bauteile, für die eine Feuerwiderstandsfähigkeit vorgeschrieben ist, nur überbrücken, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lang nicht zu befürchten ist oder wenn Vorkehrungen hiergegen getroffen sind.
(3) Lüftungsanlagen sind so herzustellen, dass sie Gerüche und Staub nicht in andere Räume übertragen. Sie müssen leicht und sicher zu reinigen sein.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger

Das Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt sieht Betriebs- und Brandsicherheit gefährdet

Zum Januar diesen Jahres hat es im Schornsteinfegerhandwerk entscheidende Veränderungen gegeben
Das Schornsteinfegerhandwerksgesetz (SchfHwG) ist vollumfänglich in Kraft getreten. Das bedeutet, freier Wettbewerb zwischen den Schornsteinfegerbetrieben im nicht hoheitlichen Bereich wie z. B. Kehren von Schornsteinen, Abgaswegeüberprüfungen und Emissions­schutzmessungen. Zeitgleich sind auch die Gebührenvorgaben für die Schornsteinfegerarbeiten außer Kraft getreten. Für den nichthoheitlichen Bereich ist das eine notwendige und logische Konsequenz, denn hier hat jetzt jeder Schornsteinfegerbetrieb seine Kosten zu ermitteln und die Preise für die Leistungen entsprechend zu kalkulieren. Im hoheitlichen Bereich, wie z. B. der Feuerstättenschau, der Bauabnahme, dem Ausstellen von Bescheiden und der Ersatzvornahme sind aber zwingend Gebühren erforderlich, denn hier muss der Grundstückseigentümer die Arbeiten von dem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger (bBSF) ausführen lassen. Trotz der Tatsache, dass der Termin für diese Veränderungen bereits seit Inkrafttreten des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes im November 2008 bekannt war, ist es dem Gesetzgeber nicht gelungen entsprechende Nachfolgeregelungen für die Gebührenerhebung bei hoheitlichen Arbeiten rechtzeitig umzusetzen. In Sachsen-Anhalt haben wir in Gesprächen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft auf diese Problematik hingewiesen.
Am 5. Februar hat das Ministerium dann mit einem Erlass die Gebührentatbestände für hoheitliche Tätigkeiten für den Übergangszeitraum geregelt. In der Hoffnung, dass die Bundeskehrordnung und die Landeskehrordnung in Kürze in Kraft treten werden, können die bBSF bis zu diesem Termin übergangsweise Gebühren gemäß § 3 Abs. 1 VwKostG LSA i. V. mit § 1 Abs. 1 der Allgemeinen Gebührenordnung des Landes Sachsen-Anhalt (AllGO) und lfd. Nr. 1 Tarifstelle 10 erheben. Bei der Berechnung der Höhe der Gebühren sind die Regelungen der Bundeskehrordnung § 6 sowie Anlage 3 in der Fassung, wie sie bis zum 31. 12. 12 gültig war, anzuwenden. Damit ist sichergestellt, dass die hoheitlichen Arbeiten nicht unentgeltlich durchgeführt werden müssen.
Diese Probleme sind so oder so ähnlich auch in den anderen Bundesländern vorhanden. Jedoch hat das Auslaufen der Landeskehrordnung in Sachsen-Anhalt für unser Handwerk eine viel weitreichende, existenzielle Bedeutung. Mit dem Auslaufen der Landeskehrordnung, und auch wenn die neue Landeskehrordnung, so wie sie jetzt im Entwurf vorliegt, Inkrafttreten wird, ist die Überprüfung der Lüftungsanlagen in Wohngebäuden durch das Schornsteinfegerhandwerk nicht mehr geregelt. Das heißt, die Grundstückseigentümer von Gebäuden mit Lüftungsanlagen, die vor 1990 gebaut wurden, brauchen diese nicht mehr überprüfen und reinigen lassen. Zwar ist im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht eine Reinigung und Überprüfung der Haupt- und Nebenschächte sowie der Lufteintrittsöffnungen geboten, aber wegen der vermeintlichen Reduzierung der Betriebskosten werden die Vermieter von einer Beauftragung dieser Arbeiten absehen. Dabei schlagen die Kosten für diese, in brandschutztechnischer Sicht zwingend erforderlichen Tätigkeiten, mit nicht mal 20 Euro jährlich je Wohnung, also gerade mal 2,5 Cent je m2 bei einer durchschnittlichen Wohnung, zu Buche.
Der Wegfall der bisher bestehenden gesetzlichen Regelungen wird langfristig in einigen Gebäuden zu einer Verschlechterung der Lüftungssituation führen – und damit zu vermehrtem Schimmelbefall sowie einer unvermeidlichen Erhöhung der Brandgefahr. Außerdem wird die Wohnqualität durch schlechtere hygienische Bedingungen sinken. Der finanzielle Aufwand für die daraus folgenden Bauschäden wird die heutigen Kosten für die Überprüfung und Reinigung bei Weitem übersteigen.
Für die Schornsteinfegerbetriebe in Sachsen-Anhalt bedeutet, neben der damit verbundenen Reduzierung der Betriebs- und Brandsicherheit der Lüftungsanlagen, dies aber auch Umsatzeinbußen von ca. 3,3 Mio. Euro. Hinzu kommen weitere massive Umsatzrückgänge durch die Novellierung der Immissionsschutzverordnung und die damit verbundene Verlängerung der Überprüfungsintervalle an Feuerstätten. Außerdem führen der demografische Wandel und der Städteumbau mit entsprechenden Modernisierungen, in dessen Zuge Wohngebiete von dezentrale auf zentrale Beheizung umgerüstet werden, zu einer weiteren Reduzierung der Schornsteinfegertätigkeiten. Dadurch hat sich nun die Situation ergeben, dass wir für die Größe des „Schornsteinfegermarktes“ in Sachsen-Anhalt zu viele Kehrbezirke und damit zu viele Betriebe haben.
In der Übergangszeit von der Verabschiedung des SchfHwG 2008 bis zum endgültigen Inkrafttreten 2013 war es nicht möglich, sich auf diese enormen Veränderungen einzustellen. Die Anzahl der Kehrbezirke war festgeschrieben. Eine Anpassung der Anzahl der Schornsteinfegerbetriebe an den kleiner werdenden Markt unmöglich.
Die Forderung an das Handwerk, die Umsatzeinbußen durch andere Aufgabenfelder, wie z. B. Energieberatung, Blower-Door-Messung oder Ähnlichem auszugleichen, ist nur in sehr geringem Umfang möglich. Vermieter haben die Energieausweise von den Ablesefirmen teils als Bonus erhalten und Einfamilienhausbesitzer lassen keinen Energiepass für ihr selbstgenutztes Eigenheim erstellen. Die Ausrichtung der Schornsteinfegerbetriebe in benachbarte Gewerke – wie z. B. Heizung-Klima-Sanitär oder Ofen- und Schornsteinbau – ist mit erheblichen Investitionen verbunden, wofür meist die Mittel fehlen, denn die Kehrbezirksinhaber in Sachsen-Anhalt haben in der Übergangszeit von 2008 bis 2013, wegen der Festschreibung der Kehrbezirke, mit zu kleinen Bezirken auskommen müssen. Auch wenn es von Seiten der Politik gewollt ist, dass sich die Schornsteinfeger ihre Umsätze nun in Märkten holen, die durch andere Gewerke schon besetzt sind, müssen die Voraussetzungen unter anderem auch in handwerksrechtlichen Belangen erfüllt werden. Das bedeutet erst mal umfangreiche Weiterbildungen – und Weiterbildungen in diesem Umfang kosten Zeit und Geld.
In Erkenntnis dieser Tatsachen hat das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft im November 2012 mit einem Erlass die Ausschreibung der frei werdenden Kehrbezirke mit dem Ziel gestoppt, diese Bezirke ab 2013 aufzulösen. Diese Zusage gegenüber dem Schornsteinfegerhandwerk wurde nun revidiert. Damit hat man Voraussetzungen für einen Wettbewerb des Schornsteinfegerhandwerks in Sachsen-Anhalt geschaffen, die zu einer Gefährdung der hoheitlichen Ziele führen werden. Nicht nur, dass die Brandsicherheit der Lüftungsanlagen massiv sinkt, wird auch in Kauf genommen, dass der Brandschutz, der Emissionsschutz sowie die Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen erheblich gefährdet werden. Es liegt auf der Hand, dass die Schornsteinfegerbetriebe beim Wegfall von teils mehr als 50 % des Umsatzes ihre Mitarbeiter entlassen müssen. Diese werden dann in andere Bundesländer abwandern und dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt nicht mehr zu Verfügung stehen. Durch das Festhalten an der Anzahl der Kehrbezirke wird kein einziger Arbeitsplatz für Arbeitnehmer gesichert, es wird lediglich die Zahl der Arbeitgeber festgeschrieben.
Wir unterstützen die Forderung nach Wettbewerb im Schornsteinfegerhandwerk. Jedoch müssen die Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb auch vorhanden sein. Vergleicht man z. B. Sachsen-Anhalt mit Thüringen, so ist bei ähnlicher Bevölkerungszahl und Feuerstättenstruktur die Anzahl der Kehrbezirke in Thüringen mit 174 erheblich niedriger als in Sachsen-Anhalt mit 246. Die Möglichkeit der Regelung durch den Staat ist in anderen Bereichen durchaus üblich. So wird z. B. im Taxigewerbe die Anzahl der Lizenzen begrenzt, um die Qualität und Sicherheit der Fahrgäste nicht zu gefährden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir uns, ist die Betriebs- und Brandsicherheit in Sachsen-Anhalt so unwichtig, dass man sie ohne Not leichtfertig auf Spiel setzt? Ist es gewollt, dass Betriebe, die teilweise 30 Jahre als staatlich beliehene Unternehmer die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerungsanlagen sichergestellt haben, jetzt staatlich verordnet Insolvenz anmelden müssen?
Die meisten Betriebe haben, in der Hoffnung, das Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium wird zu seiner Zusage stehen und frei werdende Kehrbezirke auflösen, noch von Entlassungen abgesehen. Dies wird sich jedoch jetzt ändern. Die ersten Kündigungen sind bereits ausgesprochen.
Dem Argument, die Auflösung von Kehrbezirken würde Arbeitsplätze kosten, können wir nicht folgen. Die Anzahl der Beschäftigten im Schornsteinfegerhandwerk wird geregelt durch die Größe des Marktes, in dem sich das Handwerk betätigt. Die unbestreitbare Verkleinerung dieses Marktes führt so oder so zu einer Reduzierung der Anzahl der in diesem Markt tätigen Personen. Mit der Festschreibung der Anzahl der Kehrbezirke wird der personelle Schwund jedoch ausschließlich auf der Arbeitnehmerseite stattfinden. Diese Entwicklung zu „Ein-Mann-Betrieben“, die am Existenzminimum vegetieren, schadet sowohl der Betriebs- und Brandsicherheit in den Kehrbezirken als auch den Schornsteinfegern. Für notwendige Investitionen oder gar erforderliche Weiterbildungen, um der sich ständig weiter entwickelnden Heizungstechnik gerecht zu werden, stehen den Betrieben keine Mittel mehr zur Verfügung.
In einem freien Wettbewerb regelt sich die Anzahl der Betriebe nach der Größe des jeweiligen Marktes. Im Schornsteinfegerhandwerk jedoch wird die Anzahl der Betriebe vom Gesetzgeber festgelegt. Darum muss der Gesetzgeber auch auf die Veränderungen des Marktes reagieren und die Anzahl der Kehrbezirke dem Markt entsprechend anpassen!
Wir fordern alle Verantwortlichen nochmals auf, im Interesse der Betriebs- und Brandsicherheit geeignete Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb im Schornsteinfegerhandwerk zu schaffen. Die Überprüfung der Lüftungsanlagen muss im Interesse der Betriebs- und Brandsicherheit geregelt bleiben und die Anzahl der Kehrbezirke muss an die Größe des Marktes angepasst werden!

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel

Kessel auf Stelzen

provisorischer Hochwasserschutz.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel

Heimwerker am Werk

Kaminöfen können nicht ohne weiteres als Kaminkassette missbraucht werden. Hier wurde trotzdem die Kachelofen-Luftheizung auseinander montiert, um den Feuerraum mit einem Kaminofen zu bestücken. Die Rauchgase des Kaminofens sollen dann durch Sturz- und Steigezug ziehen. Wie man sieht, klappte das nicht ganz. Nachdem die Scheibe durchgeglüht war, wurde diese durch ein Blech ersetzt – mit Nachdruck sollte es nun endlich funktionieren. BSFM Ronny Knothe ||

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel

Vorsicht bei der Materialwahl

|| Bei dieser Schornsteinkopferneuerung kamen hochdichte Klinker mit einer sehr glatten Oberfläche zum Einsatz. Hier drang das Kondensat nach 4 Betriebswochen durch die Fugen hindurch. Normalerweise nehmen Ziegelsteine in der (kalten) Anheizphase entstehendes Kondensat auf und geben dieses in der (warmen) Betriebsphase wieder an das Rauchgas ab. Diese hochdichten Steine können kein Kondensat aufnehmen und so drang es durch die Zementfugen durch. Was nicht durchkam, floss nach unten. Das darunterliegende alte Schornsteinmauerwerk versottete an der Übergangsstelle komplett. War vor der Schornsteinkopferneuerung nur der Schornsteinkopf versottet, ist es nun der untere komplette Teil und die Fugen des neuen Mauerwerks. Der hochwertigste Stein muss für Schornsteine nicht immer die beste Wahl sein.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel

mediterrane Gasgerätedekoration

Anheimelnde Tropenatmosphäre. Hier wurde unter Missachtung aller Brandschutzabstände das Abgasrohr einer Gas-Etagenheizung dekoriert.

Ausgabe: 86 , Kategorie: keine

Einladung zum 19. Internationalen Bikertreffen der Schornsteinfeger/-innen vom 05.–07. Juli 2013 in Sangerhausen/Harz

An alle Zylinderträger mit Mehrzylinder-Maschinen!
Am Wochenende vom 05.–07. Juli 2013 findet das nunmehr 19. Internationale Bikertreffen der Schornsteinfeger/-innen statt. Treffpunkt ist dieses Mal die Rosenstadt Sangerhausen, am Südharz gelegen, und somit idealer Ausgangspunkt für einen tollen Ride durch den Harz. Die schöne Landschaft und die kurvigen Straßen lassen jedes Bikerherz höher schlagen. Neben dem Motorradfahren wird es ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Musik und einigen Überraschungen geben. Im Mittelpunkt dieser Schornibikertreffen stehen aber vor allem die Geselligkeit und der Erfahrungsaustausch unter Kollegen. Schlafen im Zelt ist möglich. Weitere Infos und Anmeldeformular unter www.schornibikertreffen2013.de
Wir laden Euch hiermit zu einem tollen Wochenende nach Sangerhausen ein und würden uns über rege Beteiligung riesig freuen.
Herzliche Grüße BSM Martin Fehn

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Überprüfung von Lüftungsanlagen und gewerblichen Dunstabzugsanlagen durch das Schornsteinfegerhandwerk in Mecklenburg-Vorpommern gesetzlich verankert

Im Land Mecklenburg-Vorpommern wird die Landesverordnung zur Betriebs-und Brandsicherheit von Lüftungsanlagen einschließlich Dunstabzugsanlagen unverändert weitergeführt. Die Reinigungs-, Überprüfungs-, und Gebührenerhebungsverordnung (RÜGVO), welche ausgearbeitet wurde, sichert im Land Mecklenburg-Vorpommern die Betriebs- und Brandsicherheit dieser Anlagen. Die Überprüfung und Reinigung der Lüftungsanlagen in Gebäuden ist gerade im Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern unerlässlich. Des Weiteren sichert die Arbeit weiterhin den Bestand der Schornsteinfegerbetriebe im Land Mecklenburg-Vorpommern. Das bedeutet für Mecklenburg-Vorpommern den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Zwickau

Neuer Vorstand gewählt

BD || Am 6. Dezember fand die zweite Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Zwickau im Jahr 2012 statt. Eingeladen hatte der Vorstand traditionsgemäß in die Gasstätte „Zum Rittergut“ nach Lengenfeld, Ortsteil Irfersgrün. Trotz starkem Schneetreibens, und den damit verbundenen schwierigen Anfahrtswegen, fanden sich fast alle Kollegen der Innung ein. Kernpunkt der Innungsversammlung waren die turnusmäßigen Wahlen des Vorstandes und der Ausschüsse. Nachdem die Innung bereits im Frühjahr für eine Fusion mit den anderen vier Innungen Sachsens zu einer Landesinnung gestimmt hatte, galt es nun einen Vorstand zu wählen, der die Innung in diesem Sinnen weiter führt und den Kollegen Rückhalt für die kommenden Veränderungen bietet. Unter Leitung des ältesten Innungsmitgliedes, dem Kollegen BSM Klaus Stöhr, fand nach Anhörung der Arbeitsberichte der Geschäftsbereiche die Wahl des Obermeisters statt. Zum neuen Obermeister wurde, mit 87 % der abgegebenen Stimmen, der bisherige Obermeister Christian Hasse gewählt. Dieser übernahm nach seiner Wahl die Fortsetzung des Wahlvorgangs für die weiteren Vorstandsmitglieder und die Ausschüsse. Zum stellvertretenden Obermeister wurde der Kollege BSM Jürgen Müller mit 91 % der Stimmen gewählt. Neuer Berufsbildungswart wurde der Kollege BSM Lars Seidel mit 96 % der Stimmen. Zum technischen Innungswart wurde der bisherige Amtsinhaber Kollege BSM Gerold Kny mit 100 % der Stimmen gewählt. Neuer Kassenwart wurde ebenfalls der bisherige Amtsinhaber Kollege BSM Ralf Jakowatz mit 98 % der Stimmen. Zum neuen Schriftführer und Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit wurde der Kollege BSM Bernd Damisch mit 85 % der Stimmen gewählt. Damit haben die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Zwickau mit überwiegender Mehrheit ihrem neuen Vorstand das Vertrauen ausgesprochen. Dem aus dem Amt scheidenden ehemaligen Berufsbildungswart Lutz Ullmann sprach Obermeister Hasse Dank für seine geleistete Arbeit in den letzten zehn Jahren aus. Beschlussfassungen zum Haushaltsplan 2013, zur überbetrieblichen Ausbildung und zur Weiterbildung der Gesellen im Jahr 2013 rundeten die Innungsversammlung ab.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsball 125 Jahre Schornsteinfegerinnung Halle

Anlässlich des 125-jährigen Gründungsjubiläums lud die Schornsteinfegerinnung im KB Halle ihre Kollegen und Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik nebst Ehefrauen zu einem Gala-Abend ein. Unter der organisatorischen Leitung der Kollegen Daniel Börner und Sven Schoppenhauer wurde aus dem ursprünglichen gemütlichen Abend eine Candlelight-Dinnershow im festlich geschmückten Ballsaal mit großem Showprogramm. Zur Eröffnung gab es einen romantischen Kerzenbalanceact vom Leipziger Varietéartisten Gerd Voigt. Das Beiratsmitglied der Artistenloge Krystallpalast Varieté Leipzig begeisterte mit seinen waghalsigen Stunts die Gäste. Nach dem Festbuffet überreichten die Obermeister der Innungen Altmark und Magdeburg Ehrenpräsente zum Jubiläum. Zum Dank durften beide beim nächsten Showact eine tragende Rolle übernehmen. Der Stargast des Abends ist aus der TV Sendung „RTL-Supertalent“ bekannt. TJ-Wheels, amtierender „Künstler des Jahres 2012“, reiste mit seiner international mehrfach ausgezeichneten und weltweit einmaligen High Speed Jounglage auf Rollschuhen in der Halfpipe an. Als Obermeister sollte man seinen Mund nicht all zu voll nehmen, wenn dem Meister aufgrund der niedrigen Deckenhöhe ein Reifen „dropt“. So musste OM Gerhard Metz zur Begeisterung der jubelnden Kollegen selbst die Rollschuhe anziehen. Unter tatkräftiger Unterstützung vom Artisten und Kollegen gelang es ihm jedoch nicht ganz überzeugend, sich sicher auf den Beinen zu halten. Es gab Standing Ovations für „TJ-Wheels featuring Gerhard Metz“. Das Bild vom Obermeister wurde auf vielfachen Wunsch einiger Gäste hier mit abgedruckt. Musikalisch wurde der Abend von DJ’s und einer Lifeband abgerundet. Letztere spendierte Gerhard Metz. Man war sich einig, solch einen Schornsteinfeger-Ball unter einem vielleicht sogar karitativem Motto zu wiederholen, gerne auch innungsübergreifend. Wir werden hier rechtzeitig informieren.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung in Mecklenburg-Vorpommern

HK || Neuregelung der Altersversorgung im Schornsteinfegerhandwerk, Ausbildungsverordnung, Bundes-KÜO, Lehrlingskostenausgleichskasse, Energieeinsparverordnung, Schornsteinfegerhandwerksgesetz und viele weitere interessante Themen wurden durch unseren Präsidenten Hans-Günther Beyerstedt auf der diesjährigen Schornsteinfeger-Innungsversammlung am 8. November 2012 in Schwerin ausführlich und sachlich erläutert. Unsere Mitglieder und Gäste haben den ausführlichen Vortrag mit Interesse aufgenommen. Resümee dieser Veranstaltung: Miteinander reden, Gemeinsam zusammen arbeiten sind wichtige Voraussetzungen für eine sichere Zukunft im Schornsteinfegerhandwerk. Dank der guten Arbeit des ZIVs und LIVs konnten wichtige zukunftweisende Entscheidungen und Regelungen gefasst werden. Gemeinsam werden wir die Herausforderungen meistern.
Von unseren Innungsmitgliedern wurden drei neue Berufskollegen herzlich aufgenommen. Thomas Nack, Christan Lohf und Dennis Busse werden in Zukunft die Arbeit unserer Innung unterstützen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen ihnen viel handwerkliches Glück!

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thüringer Schornsteinfegerhandwerk bei der Messe Haus. Bau. Energie 2012

JR || Über 5500 Eigenheimbesitzer, Bau- und Modernisierungswillige kamen zur Messe Haus.Bau.Energie 2012 ins Messezentrum Erfurt. Drei Tage lang ließ sich hier von 140 Ausstellern alles zu den Themen Bauen, Modernisieren und Energie erfahren. Dabei ging es nicht nur ums Energiesparen, sondern auch um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die effiziente Nutzung dieser Ressource in Haus und Wohnung. An allen drei Tagen gab das Schornsteinfegerhandwerk Informationen, wie Energieverbrauch und somit auch die entsprechenden Kosten gesenkt werden können.
Energieeffizienz war ein zentrales Thema. Sowohl Ausstellergespräche als auch Fachvorträge des Bau- und Energiesparforums sowie des VITT-Forums zeigten Möglichkeiten auf. Beispielsweise wurde das Aufspüren von Leckagen oder die Auswahl geeigneter Dämmverfahren und Solarstromanlagen erläutert. Elektrische Systeme von der Alarmanlage, über den intelligenten Verbrauchszähler „Smart-Meter“ bis hin zum Elektrofahrzeug stellten die Experten vor. Auch der Bauleiter der Sendung „Zuhause im Glück“ Wolfgang Hesemann hatte sich unter die Besucher gemischt. Obwohl er viele Fachleute kenne, fehlten ihm noch Kontakte zu Gewerken, wie Dachdeckern oder Kaminbauern. Er sei gerade dabei, sein Haus in Thüringen zu modernisieren und schätze es daher, sich direkt vor Ort beraten lassen zu können.
Als echte Fachleute erwies sich auch wie jedes Jahr das Schornsteinfegerhandwerk. Messebesucher konnten sich umfassend über optimierte Heizmöglichkeiten bis zur Energieberatung erkundigen. Schwerpunkt war natürlich das Heizen mit festen Brennstoffen. Die Ankündigung der Energiepreiserhöhung der einzelnen Versorger spielt dabei eine große Rolle. Unsere Kundschaft beschäftigt sich immer mehr mit diesem Thema. Ich möchte mich auf diesem Wege bei den einzelnen Kollegen der Messestandbesetzung für ihren Einsatz bedanken.
Die nächste Haus.Bau.Energie. findet im September 2013 statt.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag des Schornsteinfegers in Thüringen 2012

JR || Am 22.Oktober fand der Tag des Schornsteinfegers statt. Die Thüringer Kollegen haben sich intensiv durch mehrere Aktionen beteiligt. Zum Beispiel hat Herr BSM Jens Rödiger, als Vorstandsmitglied der Innung, bei dem Radiosender MDR Thüringen Rede und Antwort auf alle Fragen rund um den Beruf des Schornsteinfegers zur Verfügung gestanden. Schwerpunkt war neben der Neuregelung des Schornsteinfeger-Rechts auch die damit verbundene Vorgehensweise des Endverbrauchers. Die Zuhörer des MDR Thüringen konnten sich an diesem Tag aus erster Hand informieren und somit auch landesweit zu diesem Thema aufgeklärt werden. Also ein voller Erfolg für unser Handwerk! Weiterhin konnte ein Fernsehbeitrag im Thüringen-Journal platziert werden.
Bei der Innungsvollversammlung in Weimar wurden die Spendengelder der Einzelbetriebe zusammengezählt. Der Erlös belief sich auf die stattliche Summe von rund 4.000 Euro!
Eine gezielte Pressemitteilung im regionalen Bereich des Unstrut-Hainich-Kreises von mir als Pressewart rundete den Tag des Schornsteinfegers ab. Nachwuchsförderung wird hier schon über längeren Zeitraum aktiv betrieben! Deshalb konzentrierten wir uns auf den Feuerstättenbescheid mit den dazugehörigen Auswirkungen.
All diese Aktivitäten zeigen, dass in Thüringen der Tag des Schornsteinfegers mit Leben erfüllt wird. 2013 wollen wir uns natürlich steigern und sind schon auf das nächste Motto gespannt.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Wir bilden Sie aus und weiter!

Wir sind eines der modernsten Schulungs- und Weiterbildungszentren des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland. Bei uns werden alle Schornsteinfegermeister, Gesellen und Lehrlinge der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus- und weitergebildet.
Mit 6 Klassenräumen, einem voll ausgestattetem Computerkabinet, einem Werkraum für praktischen Unterricht und einem Konferenzsaal für ca. 100 Personen können wir Schulungen und Kongresse optimal betreuen. Unser Internat hat mit über 60 Zimmern eine Kapazität für 134 Personen, die von unserem Küchenteam mit Vollverpflegung umsorgt werden. So garantieren wir, dass sich unsere Gäste intensiv ihrem Studium verschreiben können.
In unserer Außenstelle in Klein Schwaß (bei Rostock) stehen weitere zwei Unterrichtsräume und eine Werkstatt zur Durchführung von Tageslehrgängen zur Verfügung.
Unser Leistungsspektrum umfasst auch Lehrgänge für staatlich anerkannte Zusatzqualifikationen.
Wir bilden Sie aus zum:
– Schornsteinfegermeister
– Energieberater des Handwerks
– Brandschutztechniker
Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu können.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Workshop mit Kachelofenbauern in Klein Schwaß

HK || Am 15. November fand in der Außenstelle der Bildungsstätte Doberschütz in Klein Schwaß ein Workshop mit den Kachelofenbauern und dem Vorstand der Schornsteinfeger-Innung MV statt. Über die 1. BImSchV, hinsichtlich von Schornsteinmündungen, CO- und Staubgrenzwerte, Messungen, Alt- und Neuanlagen, Übergangsregelungen hielt unser Kollege Hannes Gerath einen sehr interessanten Vortag. Anschließend wurde sehr viel diskutiert. Ein weiteres wichtiges Thema war die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit. Da die Veranstaltung sehr erfolgreich und thematisiert war, soll in Zukunft einmal im Jahr ein Workshop stattfinden.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

„Ihr sicheres Zuhause – unser Job“

Erfolgreiche Kampagne der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg Vorpommern

HK || Damit der Kunde in Zukunft weiterhin seinem Bezirksschornsteinfegermeister die Treue hält, wirbt die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern für ihre Innungskollegen. Dem Kunden werden die Vorteile, die ein Schornsteinfeger-Innungsfachbetrieb hat, aufgezeigt. Der Kunde erfährt, dass sich Innungsbetriebe ständig weiterbilden, dass diese Betriebe fachlich und technisch auf dem neuesten Stand sind. Ein weiteres Hauptmerk ist, dass die zertifizierten Innungsbetriebe sich an dem Qualitäts- und Umweltmanagement nach DIN EN ISO 9001 und 14001 beteiligen. Weiterhin erfährt der Kunde, dass die Innung sich am Ausbildungspakt beteiligt und am Tarifvertrag gebunden ist.
Aus diesem Grund hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern die Kampagne „Ihr sicheres Zuhause – unser Job“ ins Leben gerufen. Über Flyer, Pressemitteilungen, Fernsehdokumentationen, Gewinnspiele werden die Betreiber von Feuerungsanlagen aufgeklärt, dass Mitgliedsbetriebe der Schornsteinfeger-Innung ein Garant für Qualität und Zuverlässigkeit sind.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Gemeinsame Tagung der Wohnungswirtschaft und des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen

BD || Für den 17., den 20. und den 21. September 2012 hatte der LIV Sachsen in Zusammenarbeit mit den 5 sächsischen Schornsteinfegerinnungen Großvermieter der Wohnungswirtschaft in Sachsen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Dabei hatte man sich räumlich aufgeteilt und die drei Veranstaltungen im Bereich der jeweiligen Außenstellen der Landesdirektion Sachsen durchgeführt. So hatte man die Gäste am 17. 09. 2012 in die Räume der BauBG Bayern und Sachsen nach Dresden (Innungen Bautzen und Dresden), am 20. 09. 2012 in die Räume der HWK Chemnitz (Innungen Chemnitz und Zwickau) und am 21. 09. 2012 in die Räume der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks nach Mörtitz (Innung Leipzig) eingeladen. Im Vordergrund stand die Umsetzung des neuen Schornsteinfegerrechts ab 2013. Landesinnungsmeister Gunar Thomas informierte zunächst über die Rechte und Pflichten der Grundstückseigentümer bzw. Verwalter nach dem neuen Recht. Dabei sprach er über die Frage „Wer darf Schornsteinfegerarbeiten ausführen“ und die Pflichten der zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger. Es stellte sich heraus, dass vielen Vertretern von Wohnungsverwaltungen nicht bewusst war, welchen enormen Verwaltungsaufwand sie nach der neuen Rechtslage haben. Das trifft vor allem auf Großvermieter zu, die mehrere tausend Wohnungen zu verwalten haben und dort auf die Einhaltung von Terminen achten müssen. Dabei sind den Vermietern die rechtlichen Konsequenzen durch die Nichteinhaltung von Terminen durchaus bewusst. Das Hauptanliegen der Verwaltungen bestand allerdings darin, nur noch einen Schornsteinfegerbetrieb als Ansprechpartner zu haben. Angesichts der durch den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zwei Mal in sieben Jahren durchzuführenden Feuerstättenschau und der Verwaltung der Formblätter als Nachweis für die durchgeführten Arbeiten hatten doch mehrere Wohnungsverwaltungen Bedenken, ob es überhaupt wirtschaftlich ist, alle Arbeiten an einen Betrieb übertragen zu wollen. Die hierzu gegebenen Informationen der Schornsteinfeger wurden dankbar angenommen.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

Gemeinsame Tagung der zuständigen Behörden und des Schornsteinfegerhandwerks in Sachsen


BD || Unter dem Motto „Schornsteinfeger-Handwerksgesetz – Erfolgreiche Umsetzung 2013plus“ hatte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen für den 19. September 2012 Vertreter der sächsischen Landratsämter, der Landesdirektion Sachsen und des sächsischen Staatsministeriums des Innern nach Dresden eingeladen. Die Veranstaltung hat in Sachsen Tradition und wird von den Behörden gern in Anspruch genommen. Angesichts des völligen Wegfalls des Schornsteifegergesetzes und des Inkrafttretens aller Bestimmungen des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes zum 1. Januar 2013 hatte der LIV Sachsen eine Übersicht der geltenden Rechtsgrundlagen zusammengestellt und den Behördenvertretern in Form von Tagungsunterlagen übergeben.
Der erste Schwerpunkt der Tagung beschäftigte sich mit der Frage „Wer darf Schornsteinfegerarbeiten ausführen?“ Diese Frage spielt eine Rolle, wenn es darum geht, die Formblätter zum Nachweis der Ausführung von Schornsteinfegertätigkeiten zu prüfen, oder die Bewerbung auf einen Kehrbezirk zu beurteilen. Deshalb wurde noch einmal betont, dass zur Ausübung des Handwerks nur derjenige berechtigt ist, der laut § 1 der Handwerksordnung mit diesem Beruf in die Handwerksrolle eingetragen ist. Die Tätigkeiten ausführen darf nur derjenige, der gemäß § 2 Schornsteinfeger-Handwerksgesetz als Mindestqualifikation eine Gesellenprüfung im Schornsteinfegerhandwerk oder eine vergleichbare Qualifikation besitzt.
Hingewiesen wurde außerdem auf die VDI Richtlinie 4208, die die Anforderungen an Betriebe festlegt, die Messungen nach 1. BImSchV oder nach der KÜO vornehmen. Demnach müssen diese künftig an einem Qualitätssicherungssystem teilnehmen. Mit der Übertragung der Verantwortung für die Durchführung der Schornsteinfegerarbeiten auf die Grundstückseigentümer enstehen für die Behörden andere Verwaltungsaufgaben. Deshalb wurde ein weiterer Schwerpunkt der Tagung auf die Abläufe rund um den Feuerstättenbescheid bzw. die Nichteinhaltung von Terminen durch Grundstückseigentümer gelegt. Dabei wurde klargestellt, dass die Behörden nun auch mehr Verantwortung bei der Durchsetzung von Kehrungen und Überprüfungen tragen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Durchführung der Ersatzvornahme.
Mit der Veranstaltung waren Schornsteinfeger und Behörden gleichermaßen zufrieden. Beide Seiten betonten, dass trotz der neuen Regelungen im Schornsteinfegerrecht die Betriebs- und Brandsicherheit an vorderster Stelle stehen muss.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger

125 Jahre Schornsteinfeger­innung in Halle

Thomas Keindorf zum Ehrenobermeister ernannt

DB || Als sich die Schornsteinfeger im Jahre 1887 in Halle zu einer Innung zusammenschlossen, ahnte niemand, welch wechselvolle Geschichte diese in den nächsten Jahrzehnten erleben würde. Der Erste Weltkrieg, die Weimarer Republik, die Weltwirtschaftskrise, die Naziherrschaft, der Zweite Weltkrieg, die Diktatur des Proletariats in der DDR und die Wiedervereinigung mit der Integration in die soziale Marktwirtschaft Deutschlands.
All diese Epochen durchlebte die Innung der Schornsteinfeger in Halle unbeschadet. Im Jahre 1995 folgte dann die Fusion mit den Innungen Naumburg, Bitterfeld und Bernburg zu der heutigen Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle.
Das Jubiläum des 125-jährigen Bestehens feierten die Kollegen am 30. November 2012 mit einem Festakt im Ramada-Hotel Halle-Peißen. Zu dieser Feierstunde machte der Obermeister Gerhard Metz einen Streifzug durch die Geschichte der Innung, wobei er mittels vieler Fotos auch unter den Kollegen alte Erinnerungen wachrief.
Als Gastredner konnten Herr André Schröder, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag Sachsen-Anhalt, Herr Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle und Herr Torsten Kiel, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt begrüßt werden. Dieses Jubiläum bot auch den idealen Rahmen um Kollegen Thomas Keindorf zum Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle zu ernennen. Thomas Keindorf war viele Jahre Obermeister der Innung und hat in dieser Funktion einen wesentlichen Teil der heutigen Stärke der Innung ermöglicht. Den Abend ließen die Kollegen gemeinsam mit ihren Partnern und den Ehrengästen bei einem Innungsball ausklingen.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Produkte

Mobile Online-Messung aus dem Koffer

Eine gute Nachricht für alle Schornsteinfeger: Vereta Feinstaubmesskoffer jetzt als eignungsgeprüftes Messgerät bekanntgegeben

Nach jahrelanger Entwicklung zusammen mit der Technischen Universität Clausthal und dem Fraunhofer Institut für toxikologische und experimentelle Medizin (ITEM) in Hannover ist der Vereta-Feinstaubmesskoffer jetzt zugelassen und verfügbar. So ist es dem Entwicklungsteam erstmalig gelungen, optische Verfahren so zu kombinieren, dass Partikelmessungen im Abgas exakt und sicher durchgeführt werden können. Veraltete gravimetrische Messverfahren gehören somit der Vergangenheit an. Der TÜV Süd konnte die umfangreiche Geräteprüfung erfolgreich abschließen und damit erfüllt der Messkoffer die neue BImSchV. Die Eignungsbekanntgabe wurde am 07. 11. 2012 durch das Umweltbundesamt im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Feinstaubmesskoffer ist robust, sicher und schnell und dabei ein Leichtgewicht, so wie es das Schornsteinfegerhandwerk fordert.
Bereits seit Monaten läuft ein intensiver Feldtest mit 20 Messkoffern bei Schornsteinfegern. Einhellige Meinung: schneller, leichter und günstiger sind Messungen nach der neuen BImSchV wohl kaum durchzuführen. Viele Nachteile bekannter Messverfahren wie Kondensatbildung, dauernder Filtertausch oder umfangreiche Vor- und Nachbereitung sind beim Vereta Feinstaubmesskoffer nicht zu finden: Schon nach ca. 3 Minuten ist der Koffer messbereit. Während der Messung werden die Messwerte online angezeigt. Mit der mitgelieferten PC Software können dann die Messergebnisse einfach und schnell bearbeitet werden. Optional mit einem Drucker oder einem Akkupack ausgerüstet, wird aus dem Messkoffer ein unabhängiges Messsystem. Klingt teuer, ist es aber nicht. Die Betriebskosten sind äußerst gering, der Wartungsaufwand klein und die Geschwindigkeit des Systems spart bei jeder Messung Geld. Ein durchdachtes Miet-/Kaufmodell „all inclusive“ sorgt für finanzielle Sicherheit ohne teure Erstinvestition. Für nur 40 Euro im Monat und weiteren 24 Euro pro BImSchV-Messung stellen wir Ihnen ein Messgerät inklusiv Verbrauchsmaterial zur Verfügung. So wird Geldverdienen ab der ersten Messung durch „Pay by use“ realisierbar. Die kostenlosen Brennstoff- und Grenzwerterweiterungen während der Mietdauer geben zusätzliche Sicherheit für zukünftige Verschärfungen der BImSchV. Und wenn Sie nach Vertragsablauf den Feinstaubmesskoffer gern kaufen wollen, ist das auch kein Problem. Die Hälfte der bereits gezahlten Messgebühren rechnen wir Ihnen dann auf den Kaufpreis an.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Mängel

Schrott heizt

Gefunden bei der Feuerstättenschau: Dieser Ofen wurde vom Schrott geholt und wieder in Betrieb genommen. Ohne die wiederkehrende Kontrolle durch die Schornsteinfeger würden solche Mängel wohl erst nach einem Brand bemerkt werden. Fotos: Kai Schoppenhauer ||

Ausgabe: 84 , Kategorie: Mängel

Brandschutz bei Edelstahlschornsteinen

Schornsteine müssen gegen Rußbrände beständig sein und in Gebäuden, in denen sie Geschosse überbrücken, eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten haben oder in durchgehenden Schächten mit einer Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten angeordnet sein. So lautet die Forderung in der Feuerungsverordnung. Hier wurde ein gemauerter Schornstein, der bis unter Dach abgetragen war, einfach mit einem doppelwandigen Schornsteinelement wieder über Dach geführt. Der Feuerwiderstand ist dadurch nicht gewährleistet, die Tauglichkeit und sichere Benutzbarkeit wurde nicht erteilt. Foto: Torsten Kiel ||

Ausgabe: 84 , Kategorie: Mängel

Abgasaustritt

Tritt Abgas aus einer Feuerstätte aus, kann dies zur Gefährdung der Benutzer führen. Bei dieser raumluftunabhängigen Feuerstätte ist zwischen Brenner und Wärmetauscher so viel Abgas ausgetreten, dass es zu thermischen Reaktionen an der Verkleidung der Feuerstätte gekommen ist. Foto: Torsten Kiel ||

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik

Heizen und Kochen mit dem Festbrennstoffherd

VestoWIN von Windhager jetzt auch mit Ceranfeld

Lange Zeit war der Herd Mittelpunkt des Hauses. Hier traf sich die Familie, hier wurde gekocht und gemeinsam gegessen. Die anheimelnde Atmosphäre in der Nähe des Feuers war Grundlage für manch gutes Gespräch. Für Familien, die diese Behaglichkeit in die heutige Zeit übertragen wollen, bietet der Festbrennstoffherd VestoWIN eine moderne Lösung. Der für den Brennstoff Holz konzipierte Zentralheizungs-Kochherd kann sowohl als Soloheizung als auch in Kombination mit anderen Wärmeerzeugern als Beistellkessel betrieben werden.
Der VestoWIN überzeugt durch seine variablen Einsatzmöglichkeiten. Mit seiner großen Kochplatte und dem integrierten Backrohr wird er schnell zum Küchen-Multitalent. Da der Festbrennstoff-Herd für den Einsatz im Wohnbereich konzipiert wurde, legte Windhager besonderen Wert auf das Design. Durch seine geradlinigen Formen und seine edlen Oberflächen aus Glas und geschliffenem Edelstahl lässt sich der VestoWIN sowohl in moderne Küchen als auch solche im Landhausstil harmonisch integrieren. Optional zur Stahlherdplatte wird der Herd ab April 2012 auch mit einem Cerankochfeld angeboten. Das Gerät erhält dadurch eine noch hochwertigere Optik. Weitere Vorteile sind die einfache Reinigung und höhere Kochtemperaturen.
Erwähnenswert ist neben dem Design und der verbesserten Koch- auch die Verbrennungstechnik. Durch die getrennte Zufuhr von Primär- und Sekundärluft wird ein dauerhaft hoher Wirkungsgrad bei gleichzeitig sauberer Verbrennung sichergestellt. Der verstellbare Hebe- und Senkrost für Sommer- und Winterbetrieb ermöglicht zusätzlich ein besonders wirtschaftliches Heizen und Kochen.
Der VestoWIN eignet sich für den Betrieb mit Scheitholz und wird in den Ausführungen Klassik – ohne Backrohr und mit einer Leistung von 18 kW – und Premium – mit Backrohr und einer Leistung von 20 kW – angeboten. Der Betreiber kann darüber hinaus zwischen zwei Basis- und drei Dekorfarben wählen.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteinfeger

Der goldene Preis zum „Tag des Handwerks“

Chance nutzen auf Anteile am HANSAgold
im Gesamtwert von 17.500 Euro

Noch bis zum 15. August 2012 haben Handwerksbetriebe die Chance auf attraktive Preise: Beim bundesweiten Gewinnspiel „Der Goldene Preis zum Tag des Handwerks“, veranstaltet von der SIGNAL IDUNA, erhält der Gewinner des Hauptpreises Anteile des Investmentfonds HANSAgold im Wert von 10.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält Fondsanteile über 5.000 Euro, der dritte Gewinner über 2.500 Euro.
Als der Versicherer des Handwerks leistet die SIGNAL IDUNA mit dem Gewinnspiel ihren Beitrag zum „Tag des Handwerks“ am 15. September 2012. Mit ihrem Engagement drückt die SIGNAL IDUNA die traditionell enge Verbundenheit zur „Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ aus und würdigt die große Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft der rund 4,8 Millionen Beschäftigten im deutschen Handwerk.
Zur Teilnahme berechtigt sind ausschließlich Handwerksbetriebe, die in der Handwerksrolle eingetragen sind. Außendienstpartner der SIGNAL IDUNA geben dazu Gewinnspielboxen mit Teilnahmecodes und Informationsmaterial aus. Außerdem können sich an der Teilnahme Interessierte auch über die Internetseite www.der-goldene-preis.de anmelden.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik

Hamburger Aufsatzofen mit Keramik von MEZ

Wärmespeicherung auf engstem Raum

Der neue Hamburger Aufsatzofen der MEZ Keramik GmbH vereint die Vorteile eines Kamin- und eines Kachelofens auf engstem Raum. Wie bei einem Kamin­ofen steht die Wärme sehr schnell nach dem Anfeuern zur Verfügung, zudem bleibt sie wie bei einem Kachelofen durch eine ausgeprägte Nachheizdauer lange erhalten. Charakteristisch für das vor über 100 Jahren im Hamburger Raum entstandene Ofenkonzept ist die Kombination aus einem gusseisernen Brennraum und einem Aufsatz mit einer keramischen Nachheizfläche.
Mit einer Grundfläche von ca. 60 x 40 cm passt der Aufsatzofen auch in kleinere Wohnräume. Die praktische Idee aus Großmutters Zeiten verbindet heute gestalterische Vielfalt und modernste Technik. Für den Aufsatz steht eine große Auswahl an Glasuren, Kacheln und Eckausprägungen aus dem MEZ Sortiment zur Verfügung. Der Ofen eignet sich deshalb nicht nur für behagliche, traditionelle Einrichtungsstile, sondern gleichermaßen für zeitlosere Varianten.
Die Keramik aus der eigenen Kachelmanufaktur kombiniert MEZ für den Hamburger Aufsatzofen mit einem hochwertigen, extra langlebigen Gussofen von Leda. Der „Antigua H“ ist schwarz lackiert oder dunkelblau emailliert erhältlich. Er zeichnet sich nicht nur durch eine besonders schadstoffarme Verbrennung aus, sondern auch durch einen geräuscharmen Aufheiz- und Abkühlprozess. Verantwortlich dafür ist das extra spannungsarme Material.
Für den Hausbesitzer ergibt sich ein weiterer Vorteil: Die Möglichkeit, den Kachelaufsatz in Teilen vorfertigen zu lassen, reduziert den Aufbauaufwand in den eigenen vier Wänden deutlich.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteine

Leichtbauschornsteine richtig montieren

Hochwertige Leichtbauschornsteine haben kurze Montagezeiten, sind ideal für den nachträglichen Einbau dank ihrer Trockenbauweise. In Ausgabe 4/2011 unserer Fachzeitschrift bemängelten wir die teilweise leichtfertige Montage von Leichtbauschornsteinen in der Praxis. Sowohl in unserer Rubrik Mängel, als auch auf dem Titelbild war dieses bildgewaltig dargestellt. Der Hersteller des betroffenen Produktes setzte sich umgehend mit uns in Verbindung, stand sein Schornstein doch plötzlich in einem schlechten Licht. Wir sind gemeinsamer Meinung, dass die fachgerechte Montage auch nur fachgerecht beurteilt werden kann, wenn diese einem auch bekannt ist. So nutzen wir die Gelegenheit, in einer Dokumentation am Beispiel des Herstellers Tecnovis, dem wir für das Bildmaterial danken, die fachgerechte Montage aufzuzeigen:
Der einfache und schnelle Aufbau von Leichbau-Schornsteinsystemen ist, unter Einhaltung geltender Normen und Vorschriften, problemlos möglich. Tecnovis hat zum Beispiel vier Leichtbauschornsteine zur Auswahl. Durch einen variablen Systemaufbau, geringes Gewicht und dem geringen Platzbedarf sind sie für den nachträglichen Einbau prädestiniert. Die Schornsteinsysteme bestehen aus Kalziumsilikat- oder Vermiculit-Schächten mit stabilisierenden Stufenfalzverbindungen. Die bis zu ein Meter langen Schachtelemente müssen vor Ort nur noch mit dem mitgelieferten Kleber verbunden werden. Diese Bauweise ermöglicht in kürzester Zeit das Erstellen eines zugkräftigen, sicheren und langlebigen Schornsteins. Vor der Montage sind auf jeden Fall Fachleute mit einzubeziehen. Im Gespräch mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger ist zu klären, welche Feuerstätte wo und wie an den Kamin angeschlossen werden soll, welche Mindestabstände eingehalten werden müssen und welche Reinigungsmöglichkeiten vorzusehen sind. Es empfiehlt sich mit einem Statiker zu klären, wo die Deckendurchbrüche für den Schornstein am besten vorgenommen werden können. Sind diese Fragen geklärt und die nötigen Vorarbeiten, wie eventuell notwendige Sparrenwechsel, Deckendurchbrüche, etc., abgeschlossen, kann der Schornsteinbau beginnen.
Schritt 1:
Die Leichtbauschornsteinelemente werden in Einzelteilen geliefert und müssen umsichtig behandelt werden, da sie stoßempfindlich sind. Zunächst wird eine Feuchtigkeitssperre auf dem Kaminfundament angebracht. Wichtig dabei ist, dass die Öffnung zum Hohlraum unter dem Kondensatablauf der Feuchtigkeitssperre frei bleiben muss. Auf diesen Unterbau wird eine Ausgleichsmörtel- oder Kleberschicht aufgetragen, anschließend wird der Fertigfuß in die Schicht gesetzt und ausgerichtet. Wichtig: Schauen Sie durch die Putztür des Fußes, ob sich die Rohrsäule verdreht hat und drehen Sie diese bei Bedarf zurück.
Schritt 2:
Nun werden die Schachtelemente aufeinander gesetzt. Zwischen den einzelnen Elementen wird der Kleber gleichmäßig im Stufenfalz aufgetragen. Nach der Montage der Schachtelemente wird immer ein Rohrstück entsprechend der jeweiligen Montageanleitung (systemabhängig) eingebaut.
Wichtig: Kontrollieren Sie nach jedem Element den lotrechten Aufbau mit der Wasserwaage und die Steckverbindung der Innenrohre.
Schritt 3:
Um den Rauchrohranschluss zu setzen, wird ein spezielles Schachtelement mit loser Frontplatte benötigt. Die Vorderseite dieses Elements besteht aus einer abnehmbaren Platte, die abgeschraubt wird bevor der Schacht gesetzt wird. Aus dieser Platte wird das Loch für den Rauchrohrstutzen, inklusive Stärke des Mineralwolle-Rings, geschnitten. Im Anschluss wird die Platte wieder mit dem Schacht verklebt und danach verschraubt.
Wichtig: Ist die Platte wieder eingesetzt, wird der verbleibende Spalt zwischen Ausschnitt und Stutzen mit der mitgelieferten, nicht brennbaren Mineralfaserdämmung verschlossen.
Schritt 4:
Der Leichtbauschornstein darf in der Dachdurchführung nicht direkt mit der Dachkonstruktion verbunden werden, sondern muss sich längs frei dehnen können, gleichzeitig aber seitlich abgestützt sein. Dies funktioniert am einfachsten mit unseren Sparrenhaltern. Die Stöße der letzten drei Schachtelemente werden in den Ecken mit Spaxschrauben schräg miteinander verschraubt. Das verbessert die Statik des Leichtbauschornsteins. 
Wichtig: Das letzte Schachtelement kann, wie auch das letzte Rohrelement, auf die passende Länge gekürzt werden. Zum Schluss wird die entsprechende Abdeckung aufgesetzt.
Unter Dach kann man den Leichtbauschornstein verspachteln, verputzen, streichen oder tapezieren. Über Dach kann er verkleidet werden, jedoch sind beim Einsatz von brennbaren Unterkonstruktionen selbstverständlich geltende Brandschutzabstände einzuhalten.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik

Die kostengünstige Alternative

Heizen mit Holz

Die Kosten für Heizöl und Erdgas schnellen weiter in die Höhe. Mittlerweile kostet eine Kilowattstunde aus Heizöl EL rund 9 ct, Erdgas liegt derzeit bei ca. 6,6 ct. Wer sich von dieser immensen Preissteigerung ein Stück weit unabhängig machen möchte, greift am besten auf den regenerativen Brennstoff Holz zurück. Die besonders leicht zu handhabenden Holzpellets kosten etwa 5,3 ct/kWh; Stückholz ist mit 3,5 bis 3,8 ct/kWh – je nach Holzart – noch günstiger. Daraus ergibt sich durch das Heizen mit Holz ein Einsparpotenzial von bis zu 60 %. Hinzu kommt, dass sich die Preise für Scheitholz in den vergangenen Jahren auf einem konstanten Niveau hielten.
Doch der älteste Brennstoff der Welt hat noch einiges mehr zu bieten: Mit ihm lässt sich ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz leisten, denn Holz verbrennt CO2-neutral. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung lediglich so viel Kohlendioxid frei wird, wie der Baum während seines Wachstums gebunden hat. Aufgrund der regionalen Verfügbarkeit von Holz entfallen zudem auch lange Transportwege und die regionale Wirtschaft wird gefördert.
Wer all diese Vorteile effizient nutzen möchte, braucht einen entsprechenden Wärmeerzeuger. Insbesondere bei Kamin- oder Kachelöfen ist auf eine moderne Verbrennungstechnik zu achten. Denn nur dann kann der Emissionsausstoß auch tatsächlich so weit wie möglich reduziert werden. Wichtig bei der Wahl der richtigen Feuerstätte sind darüber hinaus der Komfort und die Sicherheit bei der Handhabung des Geräts. Gewissheit hat der Betreiber eines Kaminofens, wenn er beim Kauf auf geprüfte Gütesiegel wie den „Blauen Engel“ oder das EFA-Qualitätssiegel Wert legt. Diese gewährleisten all die genannten Faktoren und garantieren eine saubere und effiziente Verbrennung auf besonders hohem Niveau.
Weitere Informationen zum Qualitätssiegel der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft sind unter www.efa-europe.com zu finden.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik

Hygiene-, Energie- und Brandschutz-Effizienz von Lüftungsanlagen im Wohnbau

Inhaltliche Zusammenfassung des Vortrages von Dipl.-Ing. Matthias Ußner zur Hebelstudie des Institutes für Technische Gebäudeausrüstung in Dresden auf dem Landesverbandstag Sachsen-Anhalt

Ingo Wilsdorf || In einer Studie wurde der derzeitige Iststand im Bereich der Lüftungsanlagen in Deutschland untersucht. Dabei ging es um das Potenzial von Lüftungsinspektionen hinsichtlich der Funktion, Effizienz und Hygiene.
Bisher wird in den meisten Wohnungen der erforderliche Luftwechsel über freie Lüftung sichergestellt (Fensterlüftung etwa 67 %, Schachtlüftung etwa 10 %). Der Anteil der mechanischen Lüftungen liegt bei etwa 20 Prozent (Abluftanlagen etwa 13 %, Zu- und Abluftanlagen kombiniert etwa 7 %). Die vorhandenen Lüftungssysteme sollen in erster Linie nutzerunabhängig Bauschäden vermeiden. Aber die energetischen Anforderungen steigen. Deshalb ist künftig mit einem Rückgang des Anteils der freien Lüftung zu rechnen. Gleichzeitig wird der Anteil der mechanischen Lüftung steigen.
Die Untersuchung zeigte viele Planungs- und Ausführungsmängel neu errichteter Lüftungsanlagen. Diese Mängel führen zu einer eingeschränkten Funktion bzw. führen sogar zum Versagen der Lüftungsanlage(n) (z. B. durch falsch gepolte Lüfter). Dabei ist die Rechtslage eindeutig. Die Landesbauordnungen fordern im Grundsatz Räume mit Fenstern. Wenn in Ausnahmefällen fensterlose Sanitär- oder Küchenräume hergestellt werden, dann müssen sie gelüftet werden. Über die Liste der Technischen Baubestimmungen sind sowohl die brandschutztechnischen als auch die hygienischen Vorgaben gesetzlich fixiert. In der Muster-Liste der Technischen Baubestimmungen sind in der Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen die brandschutztechnischen Vorgaben zu finden. In der bauaufsichtlichen Richtlinie über die Lüftung fensterloser Küchen, Bäder und Toilettenräume in Wohnungen werden die wesentlichen hygienischen Vorgaben formuliert. Daneben gibt es weitere ca. 47 Normen und Richtlinien, welche sich mit dem Problem Lüftung auseinandersetzen.
Im Bestand werden am häufigsten verschmutzte oder verschlossene Lüftungsöffnungen oder -leitungen vorgefunden. Auch Geruchsübertragungen aus anderen Wohnungen sind ein häufig angesprochenes Problem. Hier sind es jedoch meistens Undichtigkeiten an anderer Stelle, die Gerüche übertragen (z. B. unzureichend verschlossene Deckendurchführungen von Leitungen). In Verbindung mit einer mangelhaften Zuluftversorgung durch eine sehr dichte Gebäudehülle entstehen hohe Unterdrücke, die dann die Übertragung von Gerüchen an den Undichtigkeiten fördern. Meist infolge vorhandener Unzulänglichkeiten kommt es auch zu Manipulationen durch den Nutzer/Mieter.
Insbesondere bei nicht gereinigten Küchen­abluftanlagen entstehen erhöhte Brandlasten in den Lüftungsleitungen und Fehlfunktionen der verbauten Brandschutzklappen durch Verschmutzung und Verschleiß. Weiterhin führen mangelhafte Befestigungen der Lüftungsleitungen zum Versagen der Brandschutzmaßnahmen im Brandfall. Die vorhandenen Planungs- und Ausführungsmängel werden durch Verschmutzung und Verschleiß weiter verschärft.
Im Vortrag wurde herausgestellt, dass in den Bereichen, in denen es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, die Inspektion und Wartung von Lüftungsanlagen vernachlässigt werden. In Deutschlands Wohnungsbau werden ca. 29 % aller Lüftungsanlagen nicht gereinigt. Wenn man bedenkt, dass in den Ländern, in denen die Tätigkeiten an Lüftungsanlagen in einer Kehrordnung geregelt sind, diese zu 100 % gereinigt werden, ergibt sich für den Rest (alte Bundesländer) ein Wert von etwa 36 % (also mehr als ein Drittel). Im Bereich der Gaststätten, Hotels und Küchenabluftanlagen sieht es noch schlimmer aus. Hier werden nur etwa 45 bis 61 % Prozent der Anlagen professionell gereinigt. Jeder, der sich die im Hotelzimmer üblicherweise vorhandenen Lüftungsanlagen genauer anschaut, kann das bestätigen. Mit steigendem Alter der Lüftungsanlagen ist verstärkt mit Verschleiß bzw. Ausfall einzelner Komponenten zu rechnen. Dem kann nur durch regelmäßige Reinigung und Wartung vorgebeugt werden. Werden die Betreiber solcher Anlagen ihrer Verantwortung nicht gerecht, sind die Konsequenzen ein erhöhtes Brand­risiko, Komforteinbußen für die Nutzer/ Mieter, gesundheitliche Probleme, ein erhöhter Energieverbrauch und sogar Schäden an der Bausubstanz.
Die Fachleute fordern daher, dass die Inspektion und Wartung an Lüftungsanlagen nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern bundesweit durchgeführt wird. Dafür ist nach Ansicht der Experten eine Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte und ihre Etablierung am Markt notwendig. Weiterhin sind einheitliche Vorgaben für die Durchführung (Arbeitsabläufe, Zeitaufwand) notwendig.
All diese Vorgaben werden durch das Schornsteinfegerhandwerk in den fünf neuen Bundesländern für den Bereich Wohn- und Gesellschaftsbauten faktisch erfüllt. Die von der Fachwelt empfohlenen Prüf- und Reinigungsintervalle decken sich im Wesentlichen mit den Vorgaben der KÜO. Auch die Vorgaben bezüglich der durchzuführenden Arbeiten entsprechen in etwa den Empfehlungen. Die Kosten liegen nach der KÜO sogar noch weit unterhalb der Einschätzungen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Anzahl der Lüftungsanlagen zunehmen wird. Ein sicherer, gesunder, energiesparender und komfortabler Betrieb ist nur mit regelmäßiger Wartung und Instandhaltung möglich.
Das Schornsteinfegerhandwerk in den neuen Bundesländern nimmt auf Grund der seit langer Zeit existierenden gesetzlichen Vorgaben und der langjährigen Erfahrungen im Bereich der Überprüfung und Reinigung von Lüftungsanlagen eine verantwortungsvolle Stellung ein.
In den alten Bundesländern muss erst das Bewusstsein für eine Wartung und Instandhaltung von Lüftungsanlagen geweckt und ein Geschäftsfeld geschaffen werden. Entsprechende Fachkräfte müssen ausgebildet werden. Andere Länder, z. B. in Skandinavien, sind uns hier weit voraus.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteinfeger

Zweimal 20-jähriges Dienstjubiläum in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks

Als die Länder Sachsen und Thüringen am 17. Januar 1992 den Schulverein für das Schornsteinfegerhandwerk unter Vorsitz von Herrn Buschan gründeten, ahnte noch niemand, welche enorme Entwicklung der Verein in den folgenden Jahren nehmen würde.
Gründungsadresse war die Puschkinstraße 52 in Eilenburg. Vielen ist diese Adresse noch als Berufsschule für das Schornsteinfegerhandwerk der DDR bekannt. Bereits seit dem 06. Januar 1992 ist Frau Wiegel für den Schulverein tätig. Anfangs noch über den LIV Sachen, ist sie seit dem 01. 07. 1992 direkt beim Schulverein beschäftigt. Zum Schulleiter wurde am 18. 05. 1992 Hans Poltersdorf gewählt und ist in dieser Position bis zum heutigen Tage für den Verein im Einsatz.
Die Mitglieder waren sich darüber einig, dass der Schulverein ein neues Domizil benötigt um den gewachsenen Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk gerecht zu werden. So ergab es sich, dass am 27. 09. 1993 ein geeignetes Grundstück auf dem Gelände der Roten Jahne in Mörtitz erworben werden konnte. Die geplanten Kosten für den Neubau beliefen sich auf geschätzte 15 Millionen DM. Nachdem die Baugenehmigung am 20. 12. 1995 durch das Landratsamt Delitzsch erteilt wurde, begannen die Bauarbeiten am 18. 03. 1996. Bereits am 19. 02. 1998 konnten alle drei Häuser komplett eingeweiht werden. Um einen reibungslosen Schulbetrieb zu ermöglichen wurden weitere Arbeitskräfte für z. B. Küche, Reinigung und Haustechnik eingestellt.
Seit dem Jahre 1998 werden alle Weiterbildungsmaßnahmen in den Ländern Sachsen und Thüringen in den neuen Räumen des Schulvereins durchgeführt. Um die Unterbringung der Auszubildenden während des Blockunterrichts zu ermöglichen, wurde noch im Jahr 1998 mit dem Bau des Hauses IV begonnen. Schon im darauffolgenden Jahr im September 1999 konnte das Haus fertiggestellt und bezogen werden.
Den Erfolg des Schulvereins bestätigt auch der Beitritt der Bundesländer Sachsen-Anhalt am 15. 12. 1999 und Mecklenburg-Vorpommern am 01. 04. 2011. Mit dem Beitritt von Mecklenburg-Vorpommern wurde der Schulverein in „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks“ umbenannt.
Bei der Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung am 04. 06. 2012 wurde Torsten Kiel (Landesinnungsmeister Sachsen-Anhalt) zum Vorsitzenden der Bildungsstätte gewählt. Er löste Hartmut Kettner (ehem. LIM Sachsen) als amtierenden Vorsitzenden ab.
Die Mitgliederversammlung war die geeignete Gelegenheit um Frau Wiegel und Hans Poltersdorf für die mehr als 20-jährige Arbeit in der Bildungsstätte zu danken. Hans Poltersdorf hat in vorbildlicher Weise die Geschicke des Schulvereins von Anfang an bestimmt. Dank seines unermüdlichen Einsatzes ist es gelungen den Schulverein zur angesehenen Bildungsstätte zu entwickeln. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Finanzierung auch durch Nutzung von Fördermöglichkeiten auf sicheren Füßen stand.
Ohne die selbstlose Unterstützung auch von Frau Wiegel wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Frau Wiegel hat Herrn Poltersdorf, den Vorstand, die vielen Dozenten und selbstverständlich auch die Schornsteinfeger in allen Fragen um die Verwaltung und Ablaufplanung unterstützt. Auch an dieser Stelle möchten wir nochmals unseren herzlichen Dank an die beiden „Urgesteine“ des Schulvereins aussprechen. Wir hoffen, dass wir von ihrer Unterstützung noch lange Zeit profitieren.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteinfeger

Landesverbandstag des Landesinnungsverbandes Sachsen-Anhalt

Aus gegebenem Anlass führte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt in diesem Jahr seinen Landesverbandstag erstmalig seit 2005 wieder in Verbindung mit einer öffentlichen Veranstaltung durch. Der kommende Wettbewerb unter den Schornsteinfegern und der drohende Wegfall der Überprüfungspflicht von Lüftungsanlagen machten eine erhöhte Außenwirkung des Verbandstages erforderlich und führten zu regem Interesse und einer hohen Zahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft und natürlich den Berufskollegen.
Als Veranstaltungsort wählten wir das Hotel MARITIM in Magdeburg. Hier fanden wir ausreichende Kapazitäten für die etwa 250 Kollegen und Gäste in einem wunderschönen Ambiente. Der Termin Freitag, der 13., war natürlich kein Zufall, sondern ganz bewusst als Symbol für einen Glückstag gewählt.
Etwa 180 Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger erschienen überwiegend in der traditionellen Berufskleidung. Gerade diese vielen „schwarzen Männer“ in Kombination mit einem Freitag, den 13., waren für die Pressevertreter ein willkommener Aufhänger, um über das Anliegen dieses Verbandstages in Fernsehen, Radio und vielen Zeitungen zu berichten.
Zu den Gästen zählten insbesondere der Präsident des Bundesverbandes des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günther Beyerstedt, und die Landesinnungsmeister aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen und Berlin. Aus dem Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt kamen neben Staatssekretär Michael Richter auch Volker Visser, Anette Dölle und Jörg Nentwich. Vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt konnten wir Janina Fischer und Stefan Thomas begrüßen. Weitere Ehrengäste waren der Bürgermeister der Stadt Magdeburg, Rüdiger Koch, der Präsident des Gesamtverbandes Handwerk, Hans-Jörg Schuster, der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, Werner Vesterling, der Ehrenlandesinnungsmeister Manfred Jablonski und der Ehrenobermeister Karl-Heinz Kiel. Der Einladung folgten außerdem Vertreter der Ordnungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima, Marktpartner wie z. B. Energiegemeinschaften, Versicherungen, Vertreter der Industrie und Dienstleistungsbranche.
In den Redebeiträgen und Grußworten der Gäste wurde wiederholt die große Bedeutung des Schornsteinfegerhandwerks beim vorbeugenden Brandschutz, dem sicheren Betrieb von Feuerungsanlagen und bei der Umsetzung politischer Ziele wie dem Umweltschutz und der Realisierung der Energiewende verdeutlicht. Die führende Position, die Deutschland heute in den Bereichen Sicherheit und Umweltfreundlichkeit von häuslichen Feuerungsanlagen hat, ist nicht zuletzt auch den flächendeckenden neutralen Überprüfungen durch das Schornsteinfegerhandwerk zu verdanken.
Die Liberalisierung, die nun ab 2013 in Kraft tritt, darf nicht dazu führen, dass man diesen hohen Standard zum Nachteil unserer Kunden aufs Spiel setzt. Deshalb muss zum Beispiel die Überprüfungspflicht von Lüftungsanlagen unbedingt beibehalten werden. Dazu Landesinnungsmeister Torsten Kiel: „Ein Kernpunkt des neuen Gesetzes ist ohne Zweifel die neue Verantwortung für die Haus- und Grundstückseigentümer. Hat bisher der zuständige BSM die Fristen und Termine aller kehr- und überprüfungspflichtigen Anlagen eigenständig verwaltet und die Eigentümer zum Termin über sein Kommen rechtzeitig informiert, liegt diese Verantwortung nun bei den Betreibern und Eigentümern der Anlagen. Der zweite Themenschwerpunkt unseres Verbandstages ist unschwer an unserem Motto zu erkennen: „Saubere Luft, mit uns ganz sicher“.
Räume müssen ausreichend be- und entlüftet werden. Insbesondere fensterlose Aufenthaltsräume, Küchen und Kochnischen sowie Bäder und Toiletten sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist. Nicht normgerecht errichtete und nicht wiederkehrend überprüfte Lüftungsanlagen sind Gefahrenpotenziale! Die Überprüfung der Lüftungsanlagen dient der Aufrechterhaltung des baulichen Brandschutzes. Bei der Überprüfung der Lüftungsanlagen durch den Schornsteinfeger geht es in erster Linie um die Überprüfung und letztendlich um die Beseitigung der Ablagerungen und damit Beseitigung der zusätzlichen Brandlasten. Die Überprüfungspflicht der Lüftungsanlagen muss deshalb unbedingt beibehalten werden. In Sachsen-Anhalt werden durch das Schornsteinfegerhandwerk 530.000 Lüftungsanlagen in 357.000 Wohnungen überprüft. Dabei belaufen sich die jährlichen Kosten für die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Lüftungsanlagen im Schnitt auf gerade mal ca. 30 Cent je m² Wohnfläche.“
Umrahmt wurde die gesamte Veranstaltung von einer Fachausstellung, in der die Lieferanten und Marktpartner des Schornsteinfegerhandwerks ihre neuesten Produkte präsentierten. Die Ausstellung zeigte, mit welchem Know-how ein moderner Schornsteinfegerbetrieb heute arbeitet, um die an das Handwerk gestellten Aufgaben erfüllen zu können. Das Schornsteinfegerhandwerk hat sich schon immer den vielen Veränderungen gestellt und ist mittlerweile zu einem modernen Dienstleister gereift.
Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Gästen für ihre Teilnahme und allen Personen, die zum Gelingen des Landesverbandstages 2012 beigetragen haben, ganz ganz herzlich bedanken.
Saubere Luft – Mit uns ganz sicher!

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern

Unter dem Motto „Saubere Luft – mit uns ganz sicher!“ lud die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern zur Ordentlichen Innungsversammlung mit Gästen am 04. 05. 2012 in die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern nach Rostock ein. Als Gäste wurden herzlich begrüßt: der Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Herr Roland Methling sowie der Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern Herr Dr. Arnold Fuchs.
Landesinnungsmeister Ingo Ziola begrüßte noch weitere zahlreiche Gäste, u. a. den Präsidenten der HWK Ostmecklenburg-Vorpommern Herrn Siegmeier, den Justiziar der HWK Schwerin Herrn Ulff, den Obermeister der Kachelofen- und Luftheizungsbauer Innung Herrn Cordes, den Landesbrandmeister des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern Herrn Kalkschies, den Landesinnungsmeister des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima Mecklenburg-Vorpommern Herrn Ratzke sowie den amtierenden Kreishandwerksmeister der KH Schwerin Herrn Rupnow.
Dr. Arnold Fuchs hat dem Handwerk seine Unterstützung und partnerschaftliche Zusammenarbeit angeboten. Durch ihre ständige gute Weiterbildung und Organisation ist der Schornsteinfeger ein Garant für Brand- und Betriebssicherheit von Feuerungs- und Lüftungsanlagen, dem Umweltschutz sowie der Energieeinsparung. Gerade in Zeiten gravierender Veränderungen im Schornsteinfegerhandwerk ist es wichtig, dass das Handwerk organisiert ist um die schwierigen Aufgaben zu bewältigen , so Dr. A. Fuchs.
Die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern haben die neuen Ziele und Aufgaben für das kommende Jahr abgesteckt. Hauptthema der Innungsversammlung war die Notwendigkeit der Reinigung und Überprüfung von Lüftungsanlagen in Wohn- und Geschäftshäusern.
Laut Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommerns müssen Lüftungsanlagen betriebs- und brandsicher sein. Eine Übertragung von Feuer und Rauch ist auszuschließen. Langfristig ist dieses nur durch eine regelmäßig wiederkehrende Überprüfung und Reinigung dieser Anlagen gewährleistet. Die Überprüfung und Reinigung von Lüftungsanlagen durch das Schornsteinfegerhandwerk hat sich in der Vergangenheit in Mecklenburg-Vorpommern bestens bewährt. Es sollte an Bewährtem fest gehalten werden, so weiter Dr. A. Fuchs in seiner Rede.
Die zertifizierten Schornsteinfegerinnungsbetriebe, als neutrales und fachkundiges Personal, sollten diese wichtige Aufgabe auch zukünftig wahrnehmen, dieses war der Tenor aller Anwesenden.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik

Landesverbandstag im Landesinnungsverband Sachsen

Neuer Vorstand gewählt

Der diesjährige Landesverbandstag unserer sächsischen Kollegen stand ganz im Zeichen der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes im Landesinnungsverband. Im Vorfeld hatte der amtierende Landesinnungsmeister Hartmut Kettner bereits angekündigt, dass er für die bevorstehende Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen würde. In seinem Bericht gab er zunächst eine Übersicht über die von ihm im Berichtsjahr wahrgenommenen Sitzungen und Veranstaltungen. Schwerpunkte seines Berichtes waren darüberhinaus, die Unterstützung der Kollegen bei der Umsetzung der novellierten 1. BImschV und der Ausstellung von Feuerstättenbescheiden. Dafür wurden zusätzliche Schulungen durchgeführt bzw. entsprechende Unterlagen erarbeitet und bereitgestellt. Grundlage für diese Unterstützung bildet die gute Zusammenarbeit des LIV Vorstandes mit den sächsischen Behörden und Verbänden, wie dem Bericht des Landesinnungsmeisters zu entnehmen war. Im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Schornsteinfeger an Lüftungsanlagen führte er aus, dass bei einer weiteren intensiven Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden in den neuen Bundesländern eine gute Chance besteht, diese Tätigkeiten in der neuen Kehrordnung ab 2013 wiederzufinden. Zum Abschluss bedankte sich Kollege Kettner bei allen Kollegen, die ihn unterstützt haben. Im Besonderen dankte er den Vorstandsmitgliedern und der Sekretärin des LIV Sachsen, Frau Maurer.
Im Anschluss an den Bericht des Landesinnungsmeisters würdigte der technische Landesinnungswart Stefan Gralapp den Kollegen Hartmut Kettner für dessen Verdienste während seiner 10-jährigen Tätigkeit als Landesinnungsmeister. Dabei hob er hervor, dass ohne Kollegen Kettner unter anderem die Sicherstellung des notwendigen Arbeitsvolumens in den sächsischen Kehrbezirken oder die Einführung von Kompetenznachweisen für die sächsischen Kollegen kaum möglich gewesen wäre.
Auch der technische Landesinnungswart Stefan Gralapp hatte im Vorfeld angekündigt, dass er für das Amt des TLIW nicht mehr kandidieren würde. Sein Bericht beinhaltete ebenfalls eine Übersicht der wahrgenommenen Sitzungen und Veranstaltungen, besonders im technischen Ausschuss des LIV. Dabei berichtete er über folgende Arbeitsschwerpunkte: Die Vorbereitung und Durchführung der Schulungen für BSM und Gesellen, Bearbeitung und Weitergabe der BImschV- und Mängelstatistiken, die Vorbereitungen für die Bekanntgabe des Prüfstandes des LIV Sachsen, die im Herbst 2011 erfolgte, und die Zusammenarbeit mit Verbänden und Behörden. Zum Abschluss seines Berichtes bedankte sich Kollege Gralapp bei den Kollegen des technischen Ausschusses für die gute Zusammenarbeit. Ebenso dankte er allen anderen Kollegen, die ihn unterstützt haben. Sein besonderer Dank galt dem Kollegen Hartmut Kettner.
Der Bericht des Landesberufsbildungswartes Wolfgang Matteg wurde diesmal durch Kollegen Owe Nitsche vorgetragen, da Kollege Matteg kurzfristig verhindert war. Der LBBW verweist zunächst auf die gute Bewertung der Weiterbildung durch die Kollegen im Jahr 2012. Der Kompetenznachweis des LIV Sachsen wird inzwischen von den Kollegen als wichtiger Nachweis der Qualifikation bei einer Wiederbewerbung auf den Kehrbezirk angesehen. Das Bemühen der Einrichtung einer bundesweiten Lehrlingskostenausgleichskasse durch den ZIV versteht der LBBW als Voraussetzung für die Fortführung einer erfolgreichen Berufsausbildung. In Anbetracht geburtenschwacher Jahrgänge und der notwendigen Neubesetzung von Kehrbezirken müssten allerdings die Bemühungen um Auszubildende verstärkt werden. Ansonsten drohe dem Beruf Arbeitskräftemangel.
Der Beauftragte für Öffentlichkeit des LIV Sachsen Bernd Damisch ging in seinem darauf folgenden Bericht zunächst auf die Presseveröffentlichungen im Berichtsjahr ein. Dabei stellte er fest, dass sich die Presse hauptsächlich mit den neuen Bedingungen für Grundstückseigentümer ab 2013 beschäftigt. Da die Darstellung in der Presse mitunter sachliche Mängel aufweist bittet er die Kollegen um ausreichende Aufklärung der Grundstückseigentümer, vor allem bei Ausstellung von Feuerstättenbescheiden. Im Folgenden schildert er die Beteiligung des LIV an der mitteldeutschen Handwerksmesse und zur SHKG-Messe in Leipzig. Zum Abschluss seiner Ausführungen verweist er auf die im Gange befindliche Einrichtung von Internetseiten für Innungsmitglieder im Bereich des LIV Sachsen. Diese werden den Mitgliedern durch den LIV kostenlos zur Verfügung gestellt.
Im Anschluss an die Berichte kam es dann zum Wahlvorgang. Außer den beiden schon genannten Vorstandsmitgliedern hatte auch Kollege Günter Rehn angekündigt, dass er nicht mehr für das Amt des stellvertretenden Landesinnungsmeisters kandidieren möchte. Mit verdeckter Abstimmung wurden dann satzungsgemäß der Landesinnungsmeister und der stellvertretende Landesinnungsmeister gewählt. Die weiteren Abstimmungen erfolgten offen.
Folgende Ergebnisse wurden erzielt: Zum Landesinnungsmeister wurde der Kollege Gunar Thomas (Innung Dresden) gewählt. Diese Wahl stand unter Leitung des ältesten Delegierten, Kollege Hartmut Kettner. Die weiteren Wahlvorgänge leitete der neue Landesinnungsmeister. Zum stellvertretenden Landesinnungsmeister wurde der Kollege Mario Lindemann (Innung Chemnitz) gewählt.
Die weiteren Ergebnisse lauten wie folgt: Schriftführer und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Damisch (Innung Zwickau), Kassenführer Olaf Lugk (Innung Bautzen), technischer Landesinnungswart Uwe Berger (Innung Leipzig), Landesberufsbildungswart Wolfgang Matteg (Innung Bautzen).
Im Anschluss an die Wahlen wurde festgelegt, dass der Landesverbandstag 2013 am 3. Mai im Bereich der Innung Bautzen stattfinden soll. Als erste Amtshandlung nahm der neue Landesinnungsmeister Gunar Thomas im Namen des Vorstandes zwei besondere Ehrungen vor.
Für seine 10-jährige erfolgreiche Tätigkeit als Landesinnungsmeister und für seine Verdienste für unseren Beruf wurde der Kollege Hartmut Kettner mit dem Titel eines Ehrenlandesinnungsmeisters des LIV Sachsen geehrt. Weiterhin wurde der Kollege Stefan Gralapp für seine Verdienste während seiner 20-jährigen Tätigkeit als technischer Landesinnungswart im LIV Sachsen zu dessen Ehrenmitglied ernannt.
Zum Abschluss des Landesverbandstages ergriff Herr RA Torsten Arndt als Vertreter des Bundesverbandes das Wort. Er gratulierte zunächst dem neu gewählten Vorstand des LIV Sachsen und wünschte allen gute Nerven und viel Erfolg für die bevorstehenden Aufgaben. In seinen Ausführungen ging er zunächst auf den gerade jetzt notwendigen Zusammenhalt in der Berufsorganisation ein. Es gelte zu einem vernünftigen Wettbewerb mit bezahlbaren Löhnen überzugehen. Austritte oder Neugründungen von Berufsorganisationen seien nicht zielführend. Da die endgültige Neuregelung zur Altersversorgung noch unklar sei, beschäftige sich der ZIV mit Möglichkeiten zur berufsständigen Altersversorgung. Außerdem bemüht sich der ZIV um die Anerkennung der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages und beteiligt sich an der Gestaltung der Kehr- und Überprüfungsordnung, die ab 2013 gelten soll. Er verwies außerdem auf das neue Strukturkonzept des Bundesverbandes 2013 Plus, mit dem mehr Effizienz und eine bessere Kommunikation in der Berufsorganisation erreicht werden soll. Mit der Bekanntgabe des Mottos für den Tag des Schornsteinfegers 2012 „Energiewende nicht ohne uns“ beendete er seine Ausführungen.
Mit dem Dank an die Organisatoren und dem Wunsch, dass sich noch mehr Kollegen am Landesverbandstag und der Arbeit des Verbandes beteiligen sollen, schloss der stellvertretende Landesinnungsmeister Mario Lindemann den diesjährigen Landesverbandstag.

Ausgabe: 1 , Kategorie: keine

Anzeigenpreisliste

Ausgabe: 83 , Kategorie: Mängel

undichte Abgasleitungen

Fotos: Norbert Krüger || Dass auch Abgasanlagen von Brennwertgeräten einer regelmäßiger Prüfung bedürfen, kann man deutlich an der hier abgebildeten Anlage sehen. Es handelt sich hier um eine Abgasleitung aus Aluminium, die in einem bestehenden Schornstein verlegt war. Angeschlossen war hier eine Gas-Brennwertheizung. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Mängel

Brandschutzabstände

Fotos: Uwe Kischke || Bei der Feuerstättenschau werden durch die Schornsteinfeger immer wieder zu geringe Abstände zwischen Ofenrohr und brennbaren Bauteilen vorgefunden. Dass diese Abstandsforderungen aus der Feuerungsverordnung durchaus berechtigt sind, zeigen die Fotos eindrucksvoll. Hier wurde der Mindestabstand von 40 cm nicht eingehalten. In der Folge kam es zur Entzündung der Holzverkleidung und damit zu diesem Wohnungsbrand.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

Der goldene Preis zum „Tag des Handwerks“

Handwerksbetriebe können Anteile am HANSAgold im Gesamtwert von 17.500 Euro gewinnen

Ein bundesweites Gewinnspiel zum „Tag des Handwerks“ bietet jetzt wieder die Chance auf wertvolle Preise. Beim „Goldenen Preis zum Tag des Handwerks“, veranstaltet von der SIGNAL IDUNA, erhält der Gewinner des Hauptpreises Anteile des Investmentfonds HANSAgold im Wert von 10.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält Fondsanteile über 5.000 Euro, der dritte Gewinner über 2.500 Euro. „Der Goldene Preis zum Tag des Handwerks“ startet am 1. April 2012.
Als der Versicherer des Handwerks leistet die SIGNAL IDUNA mit dem Gewinnspiel ihren Beitrag zum „Tag des Handwerks“ am 15. September 2012, wenn sie die drei glücklichen Sieger bekannt geben wird. Mit ihrem Engagement will die SIGNAL IDUNA die traditionell enge Verbundenheit zur „Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ zum Ausdruck bringen und die große Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft der rund 5,1 Millionen Beschäftigten im deutschen Handwerk würdigen.
Zur Teilnahme berechtigt sind ausschließlich Handwerksbetriebe, die in der Handwerksrolle eingetragen sind. Außendienstpartner der SIGNAL IDUNA geben dazu Gewinnspielboxen mit Teilnahmecode und Informationsmaterial aus. An der Teilnahme Interessierte können sich auch über die Internetseite www.der-goldene-preis.de melden. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

Traditioneller Neujahrsbesuch

HK || Am 07. 02. 2012 fand der traditionelle Neujahrsbesuch der Schornsteinfeger-Innung beim Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Der neue Wirtschaftsminister Herr Glawe war sehr erfreut über so viel „Glück“ im neuen Jahr.
In den anschließenden Gesprächen wurden die Probleme des Landes und des Schornsteinfegerhandwerks insgesamt erörtert. Minister Glawe und Abteilungsleiter Dr. Fuchs waren aufmerksame Zuhörer. Durch die Vertreter der Innung wurde zum Ausdruck gebracht, dass die wichtigste Aufgabe 2012 sein wird, die bestehende Länderregelung (RÜGVO) auch über das Jahr 2013 hinaus weiterzuführen und damit die Überprüfung der Lüftungsanlagen durch das Schornsteinfegerhandwerk festzuschreiben. Dieses sei hinsichtlich des Brandschutzes in diesen Gebäuden unumgänglich.
Die Schornsteinfeger-Innung ist zuversichtlich, dass auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus gegeben ist.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

Immobilienmesse in Stendal

...wurde vom Schornsteinfegerhandwerk begleitet

Thorsten Meier || Am 18. und 19. Februar fand in Stendal die Immobilienmesse rund um den Hausbau statt. Auch die Schornsteinfegerinnung der Altmark war an beiden Tagen mit jeweils zwei Kollegen vertreten. Sehr großer Beratungsbedarf herrschte bei den Besuchern zu den Themen Heizen mit Holz, Schornsteinneubau, Errichtung von Feuerstätten und zur Feinstaubregelung. Die fachlichen Tipps und Ratschläge wurden dankend entgegen genommen. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

TV-Team begleitete Schornsteinfegermeister

Thorsten Meier || Am 1. März fand im Büro des Schornsteinfegermeisters Danilo Rotter (Innung Altmark) ein Vorgespräch mit den Mitarbeitern der KrugMediaTV über die Erstellung einer Reportage über unser Schornsteinfegerhandwerk statt. Im Gespräch wurden vorab Fragen zur Marktöffnung ab 2013, zur Feuerstättenschau, Abnahmen, vorgefundenen Mängeln, zum Feuerstättenbescheid, zur allgemein wiederkehrenden Kehr- und Messtätigkeit sowie zum Arbeitsablauf in einem Schornsteinfegerbetrieb beantwortet und erläutert. Das Team der KrugMediaTV begleitete unseren Kollegen und seinen Gesellen eine Woche lang bei der täglichen Arbeit mit der Kamera. Die Dokumentation über unseren schwarzen Beruf soll im Regionalfernsehen des MDR ausgestrahlt werden. Leider stand der Sendetermin zur Artikellegung noch nicht fest. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

15. Mitteldeutsche Handwerksmesse

JR || Zum 15. Mal öffnete die mitteldeutsche Handwerksmesse für 177.000 Besucher ihre Pforten. Vom 11. bis 19. Februar 2012 präsentierten insgesamt ca. 250 Betriebe parallel zur großen Verbraucherausstellung HAUS-GARTEN-FREIZEIT ihre Produkte und Dienstleistungen zu den Themen, Ausbau, Sanitär- und Heizungsbedarf, Innenausbau und Energie.
Nun kommt unser Schornsteinfegerhandwerk ins Spiel!
In Sachen hoher Energieeinsparung zu bezahlbaren Investitionen sind wir nach wie vor der erste Ansprechpartner für unsere Kundschaft! Dies bestätigten auch die Besucher unseres Messestandes nach Rückfrage. Diese Beurteilung ist nicht ohne Grund! Ein kurzes Beispiel möchte ich erläutern.
Kunde A fragte nach, ob es Sinn macht, seine acht Jahre alte Ölheizung gegen ein Ölbrennwertgerät auszutauschen? Ich, als unabhängiger Energieberater, sagte, generell werden wir Brennstoff sparen und der Umwelt etwas Gutes tun. Nach zehnminütiger Hinterfragung seiner momentanen Ist-Situation der Immobilie stellte sich heraus, dass eine Wärmedämmung seiner Gebäudehülle effektiver ist. Diese Information inkl. Kostenaufstellung seiner Investition hatte Kunde A nicht erwartet. Wortwörtlich sagte Kunde A (ich zitiere): „Da haben Sie aber gar nichts verdient!“ Ich entgegnete: „Doch, Ihr Vertrauen in unser Schornsteinfegerhandwerk!“
Dieses Beispiel soll aufzeigen, welches Potenzial in unser Handwerk steckt. Denn Kunde A ist derjenige, der bei weiteren Investitionen den Schornsteinfeger fragt. Kundengewinnung durch objektive Beratung ist unsere Grundlage der Existenz!
„Wir sind zufrieden“ – das war das Resümee der zahlreichen Aussteller. Auf der neuntägigen Messe gab es viele Gelegenheiten, gute Gespräche zu führen und neue Kunden dazu zu gewinnen.
„Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung genießt das Handwerk in Deutschland das größte Vertrauen unter allen Wirtschaftsbereichen.“, so Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe. Das Handwerk bietet individuelle Produktlösungen, gute Beratung und hohe Qualität. Mit all diesen Eigenschaften präsentierten sich die Aussteller der mitteldeutschen Handwerksmesse und wurden mit dem großen Interesse des Publikums honoriert.
Insgesamt haben wir an den neun Tagen der Messeausstellung pro Tag ca. 80 direkte Kundengespräche geführt. Natürlich waren dies keine Einzelgespräche, denn Verwandte oder Bekannte haben durch diesen Informationsfluss profitiert.
Weiterhin möchte ich eine kurze Anregung für unsere Kollegen geben, was momentan dem Kunden intensiv mit unserem Handwerk beschäftigt. Das ist zum Beispiel die Installation von Außenschornsteinen für feste Brennstoffe in Verbindung der Ableitbedingungen der 1. BImSchV. Wichtig ist auch die Information zur Einführung der überprüfungspflichtigen Anlagen von festen Brennstoffen zur Feinstaubreduzierung mit deren Übergangsregelungen.
Verunsicherte Kunden fragten auch: Muss ich mir den einen neuen Schornsteinfeger nehmen oder kommt der weiterhin von allein?
Fazit: Durch unser Fachwissen steckt in unserem Handwerk hohes Potenzial zur Erfüllung unserer Aufgaben auf den Gebieten des Sicherheits-, Umwelt- und Brandschutzes und deren neutralen Beratung.
Zum Nachtrag möchte ich noch den letzten Absatz erwähnen bzw. schriftlich niederlegen! Der diesjährige Innovationspreis, der von der Handwerkskammer Leipzig/Halle verliehen wird, ging an das Markkleeberger Unternehmen Konstruktion & Musterbau für eine innovative Technologie im Bereich der Folien-Laminierautomaten. Gleich 15 Unternehmen bekamen das Umweltsiegel der Handwerkskammern aus Sachsen-Anhalt für nachhaltig agierende Handwerksbetriebe verliehen. Gleichermaßen wurden während der Messetage die Bestplatzierten aus Sachsen im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet.
Ein Innovationpreis für unser Handwerk sollte für die Zukunft erstrebenswert sein!

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

Klausurtagung im LIV Sachsen-Anhalt

Überprüfungspflicht von Lüftungsanlagen war
Hauptthema der Beratung zwischen Kreismeistern
und LIV Sachsen-Anhalts

DB || In den Geschäftsräumen des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt fand am 22. März 2012 die jährliche Beratung der Kreismeister Sachsen-Anhalts mit dem LIV statt.
Beherrschendes Thema war die Durchführung der Überprüfung von Lüftungsanlagen ab 2013. Bei einem Wegfall der Überprüfungspflicht würde das Brandrisiko in den Wohnblöcken mit Lüftungsanlagen nach „DDR-Standard“ deutlich steigen. Die dort verbauten Schächte bestehen aus dünnwandigem Material ohne Feuerwiderstandsklasse. Der hohe Anteil von brennbaren, fetthaltigen Stäuben und die Tatsache, dass diese Schächte Geschosse überbrücken, waren der Grund, dass zu DDR-Zeiten eine zweimalige Überprüfung pro Jahr festgelegt wurde. Diese wurde mittlerweile auf einmal jährlich reduziert und es besteht die Gefahr, dass diese Überprüfungen ab 2013 nicht mehr in der Kehrordnung geregelt werden. Das Gleiche betrifft die gewerblichen Dunstabzugsanlagen. Auch hier besteht die Gefahr von Fettbränden, welche durch eine jährliche Überprüfung und Reinigung deutlich minimiert werden kann. Hier erfolgte der Aufruf an die Politik, die staatliche Fürsorgepflicht warzunehmen und die Verpflichtung zur Überprüfung beizubehalten. Weitere Themen waren die Ausschreibung der Kehrbezirke und die Altersversorgung im Schornsteinfegerhandwerk.
Am Nachmittag stellte der Geschäftsführer der SchornGES GmbH, Theo Gaux, ein Konzept vor, wie Schornsteinfegerbetriebe bei der Beteiligung an Ausschreibungen das Know-how der SchornGES nutzen können. Bei Wohnungsverwaltungen ist ab einer bestimmten Größe damit zu rechnen, dass die wiederkehrenden Kehr- und Messtätigkeiten ausgeschrieben werden. Nur mit einem schlüssigen Konzept, einer professionellen Vorbereitung und einigen Alleinstellungsmerkmalen wird die erfolgreiche Beteiligung an Ausschreibungen möglich sein.
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Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik

„Heizen mit Öl“

In diesem Monat erschien im Ceto-Verlag, Leipzig, das Buch „Heizen mit Öl“. Es ist eines der wenigen am Markt erhältlichen allgemeinverständlichen Werke zu einem komplexen Fachthema. „Heizen mit Öl“ richtet sich primär an Verbraucher im deutschsprachigen Raum und deckt dabei alle Aspekte dieses Heizsystems ab. Das Buch ist ein Ratgeber für alle, die sich mit dem Gedanken an eine Heizungssanierung tragen und dabei weiterhin auf Heizöl, auch in Verbindung mit Erneuerbaren Energien, setzen. Es kann über die Online-Buchhandlungen Libri und KNV oder direkt beim Verlag unter www.ceto-verlag.de bezogen werden.
Zum Inhalt: Dem Autor Werner Ottlik gelang es, in 13 umfangreich illustrierten Kapiteln einen weiten Bogen von der Verfügbarkeit des Rohöls bis zur Heiztechnik und deren Kombinierbarkeit mit Erneuerbaren Energien, sowie der staatlichen Förderung bei einer Modernisierung zu schlagen. Dabei macht er auch vor der gesetzlichen Neuregelung des Schornsteinfegerhandwerks und den Überprüfungszyklen nicht halt. Durch die für ein Fachbuch ungewohnte lockere Schreibweise gelingt es dem Autor, den Laien oder Halbwissenden Endverbrauchern komplexe Dinge verständlich zu machen. Endlich einmal ein Fachautor, der sich nicht im Dickicht des Fachjargons verstrickt. Komplettiert wird der Textteil durch ein Stichwort- sowie ein Adressverzeichnis, das neben Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen wesentliche Hersteller von Heiztechnik sowie Heizöl und dessen Additiven in Deutschland enthält.
Erhältlich über die Online-Buchhandlungen Libri und KNV oder direkt beim Verlag unter www.ceto-verlag.de.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteine

4. Zukunftsforum Abgastechnik 2012

Fachtagung informiert über Stand der Technik und zukünftige Potenziale von Edelstahl-Abgasanlagen

Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH), Köln veranstaltet am 8. Mai in Würzburg zum vierten Mal das Zukunftsforum Abgastechnik. Interessant ist diese Veranstaltung insbesondere für SHK-Fachplaner, -Verarbeiter, Schornsteinfeger sowie Schornstein- und Ofenbauer. Ziel des Zukunftsforums ist es, einen fachlich fundierten Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis zu leisten. Dies gewährleistet eine Vielzahl von Fachreferenten, die rund um das Thema Edelstahl-Abgasanlagen und deren Peripherie berichten. Hierbei wird thematisch nicht nur auf Einsatzmöglichkeiten und Effizienz derartiger Abgasanlagen eingegangen, sondern auch auf die zu beachtende Gesetzgebung. Darüber hinaus wird ein Schwerpunkt der Veranstaltung auf der individuellen Wärmeversorgung im häuslichen Bereich liegen. Eine abschließende Podiumsdiskussion rundet das Tagungsprogramm sinnvoll ab.
Das 4. Zukunftsforum Abgastechnik findet am 8. Mai 2012 im Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg statt. Referenten und Themen sind unter www.vse-online.org einzusehen. Eine Anmeldung sollte bis zum 1. Mai erfolgen. Für die Tagung ist eine Gebühr in Höhe von 49,50 Euro inkl. Mehrwertsteuer zu entrichten – sie beinhaltet Tagungsgetränke, Mittagessen und umfangreiche Tagungsunterlagen. Gruppenanmeldungen werden ab fünf Personen zu reduzierten Konditionen berücksichtigt.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Produkte

Gasspürgerät GSP3

Die Gerätelösung für den Gas-Check:
Die neuen tragbaren Gasspürgeräte GSP3 und GSP3 Flex von AFRISO eignen sich zum schnellen und sicheren Aufspüren von Lecks brennbarer Gase an Gasleitungen und deren Verbindungsstellen (Verschraubungen, Fittings, Flansche), Gaszählern, Gasbrennern und Gastanks. Das Gasspürgerät GSP3 lokalisiert selbst kleinste Leckstel­len und zeichnet sich durch eine einfache Bedienbarkeit aus. Um auch an schwer zugänglichen Stellen Leckagen aufspüren zu können, wurde GSP3 Flex mit einer flexiblen Gasspürsonde ausgestattet.
Der Sensor besitzt eine große Empfindlichkeit gegenüber einem breiten Spektrum brennbarer Gase, wie z. B. Methan, Propan oder Butan. Das Vorbeiführen des Fühlers an der vermuteten Leckstelle führt zum qualitativen Aufspüren von Gasaustrittstellen, wobei die Intensität des austretenden Gases an drei LEDs ablesbar ist und gleichzeitig ein in der Frequenz ansteigendes und zur Gaskonzentration proportionales akustisches Signal ertönt. Eine automatische Abschaltung erfolgt dann nach vier Minuten. GSP3 wurde mit einen Sensor-Vergiftungsschutz ausgestattet, wodurch eine sehr hohe Lebensdauer gewährleistet ist. Der Messbereich (Methan) des Sensors reicht von 0 bis 2.000 ppm bei einer Empfindlichkeit von 20 bis 50 ppm. GSP3 hat eine Betriebsdauer von bis zu zehn Stunden und wird von zwei 1,5 V Alkaline Batterien (Mignon, AA) versorgt. Ein robustes Schutzgehäuse schützt vor Stößen und Schmutz. Das neue Gasspürgerät GSP3 kann z. B. für Gaskonzentrationsmessungen in Räumen, für Gas-Hausschauen, für Routineüberprüfungen oder zum Gas-Check eingesetzt werden.
Ausgabe

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik

Grundöfen zum Selbstbau

Abele bietet einen neu entwickelten Grundofen zum Heizen mit alternativ, erneuerbaren Energien an
Galten Grundöfen bisher als sehr Preisintensiv,
haben wir hier einen Bausatz im erschwinglichen Preissegment

Die Österreicher sind wohl mit die erfahrensten Ofenbauer. Besonders im Holzverbrennungsbereich haben sie immer schon ihre Wohnhäuser mit Holz beheizt. Wenn wir uns im Urlaub auf den Hütten und den Hotels aufgehalten haben, wird wohl kaum jemand berichten können, dass ein Grundofen nicht richtig gezogen hätte oder gar eine Geruchsbelästigung durch eine Feuerstätte festzustellen war. Mal ehrlich, die Gemütlichkeit und Entspannung sind auch nicht zu verachten.
Galten Grundöfen bisher als etwas träge, da das Feuer zuerst die recht große Masse von Schamotte aufheizen musste, bevor der Ofen Wärme abstrahlen konnte, so ist durch neue Entwicklungen der Schamotte und der Oberflächenstruktur ein moderner Grundofen wesentlich schneller im Wärme aufnehmen und somit auch in der Lage wesentlich schneller wieder Wärme abzugeben.
Die Firma Grundofen Abele hat daher ihren Grundofen von österreichischen Ingenieuren und Hafnermeistern entwickeln lassen. Dieser Grundofen kann als Baukastensystem, nach vorheriger Planung, erworben werden. Ein technisch versierter Mensch kann diesen Grundofen selbst aufbauen, außerdem leistet ein Mitarbeiter der Firma einen Tag Aufbauhilfe.
Infos zu diesem sicherlich interessanten Projekt der Firma Abele aus Dresden finden Sie im Internet unter dem Link
www.wohlflamm.de.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger

Eine Schornsteinfegerlehre ist nocht nur cool, sondern auch clever!

Ausbildungsoffensive.
Mach mit!

Dr. Herrmann || Es ist eigentlich müßig an dieser Stelle und in diesem Kreis über die Notwendigkeit einer stabilen Nachwuchsrate im Beruf zu sprechen. Nahezu unverständlich ist, dass aus vier Bundesländern nur eine Berufsschulklasse jährlich zustande kommt. Das entspricht der Hälfte der erforderlichen Reproduktionsrate. Kurz gesagt: Es müssten doppelt soviel Jugendliche ausgebildet werden, um den Fortbestand des Berufes zu sichern! Oder wollen wir uns selbst abschaffen?
Die zur Verfügung stehenden Bildungsangebote wurden schon im Jahr 2010 in dieser Zeitschrift ausführlich beschrieben. Wir dürfen unsere Werbeaktivitäten nicht nur auf Haupt- und Realschulen beschränken. Auch ein Gymnasium oder Berufsgymnasium hat viele potenzielle Kandidaten, die sich einer handwerklichen Ausbildung grundsätzlich nicht verschließen, auch gepaart mit einer weiterführenden Schule oder einem Studium. Oft kennen sie diese Bildungsgänge aber nicht. Deshalb noch einmal: Es gibt neben dem traditionellen Lehrberuf des Schornsteinfegers weitere Bildungsgänge, die neben diesem Berufsabschluss zu einer Hochschulreife führen oder zu einer akademischen Ausbildung.
Der Gewerbeförderausschuss im Schulverein hat gemeinsam mit der Redaktion dieser Zeitschrift eine Werbekarte entworfen, die in kurzer Form die Bildungsmöglichkeiten im Schornsteinfegerhandwerk aufzeigt. Auf die Karte kann eine konkrete Kontaktadresse gestempelt werden. Diese Karte ist als Streuwerbung vorgesehen. Ein Muster befindet sich in diesem Heft. Die Verteilung wird auf zwei Wegen erfolgen.
Es bestellt sich jeder Kollege eine angemessene Anzahl von Karten in der Bildungsstätte, versieht diese mit seinem Firmenstempel und übergibt sie den in Frage kommenden Haupt-/Realschulen und Gymnasien in seinem Kehr- oder Wohnbezirk. Es sollten sich alle Kollegen beteiligen, auch solche, und das wird wohl die Mehrzahl sein, die keinen Auszubildenden aufnehmen. Der Erfolg der Aktion hängt im Wesentlichen von der Anzahl der an den verschiedensten Orten verteilten Karten (Streubreite) ab! Weiterhin erhalten die etwa 150 regionalen Arbeitsagenturen in den vier Bundesländern von der Bildungsstätte ein Kartenpaket zur Auslage in den Berufsberatungszentren der Agenturen bzw. zu ihrer sonstigen Verwendung. Hierbei wird die Bildungsstätte als Kontakt angegeben.
Sobald ein Interessent sich bei einem Kollegen meldet, kann der Kollege von der Bildungsstätte ein „Starterpaket“ mit weiterführenden Informationen anfordern. Hierfür werden die einschlägigen Materialien der Berufswerbung des Bundesverbandes vorgehalten. Dazu zählen das Heft „Ich werde Schornsteinfeger!“, die ZIV-Imagebroschüre, ein Probeexemplar unserer Fachzeitschrift und Ähnliches. Die weitere Begleitung eines solchen Interessenten durch den jeweiligen Kollegen ist allerdings erforderlich. Das bedeutet aber nicht, dass er den Interessenten auch selbst ausbilden soll. Hier stehen die Berufsbildungswarte der Innungen sicher zur weiteren Beratung und Vermittlung zur Verfügung.
Es ist vorgesehen auf den Landeverbandstagen einen Informationsstand einzurichten, wo man sich näher informieren sowie Werbekarten und „Starterpakete“ erhalten kann.
Um die Titelzeile der Werbekarte wieder aufzunehmen: Es ist nicht nur cool hier mitzumachen, sondern auch clever! 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik

270 Grad Kaminscheibe

Innovationen von SCHOTT für mehr Luxus und Design bei ROBAX® Kaminsichtscheiben
Weltweit erste Scheibe mit 270 Grad Öffnungswinkel / Neue METALLIC Design-Effekte

Der Technologiekonzern SCHOTT bringt als erster Hersteller weltweit eine Kaminsichtscheibe mit einem Öffnungswinkel von 270 Grad auf den Markt, für luxuriös gestaltete Kaminöfen. Auch neue Design-Effekte hat der Glaskeramikspezialist bei seinen ROBAX® Scheiben zu bieten: Neue Dekorationsfarben werden in einem speziellen Druckverfahren auf die Kaminscheiben aufgetragen und ermöglichen dadurch Designs im Metallic-Look. Auf der Messe Progetto Fuoco in Verona stellt das Unternehmen die neuen Produkte vor.
Die neue SCHOTT ROBAX® Kaminsichtscheibe mit einem Öffnungswinkel von 270 Grad erfüllt höchste Ansprüche an einmalige Formen. „Durch die stetig wachsende Beliebtheit von verformten Kaminsichtscheiben wird ein Produktportfolio, das unseren Kunden eine Vielzahl von Form- und Designvarianten anbietet, immer wichtiger“, so Isabel Eymael, Marketing-Managerin bei SCHOTT ROBAX®. Die innovative Scheibe aus dem Luxussegment von SCHOTT ist mit einem Radius von 300 mm und einer Höhe von 600 mm erhältlich (weitere Abmessungen auf Anfrage). 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik

Christiane Wodtke ist neue Präsidentin des HKI-Verbandes

Mit Christiane Wodtke leitet nun ­eine tatkräftige Unternehmerin „mit Feuer“ den traditionsreichen Verband HKI. Sie hat viele Ideen und Wünsche, um den Verband für die Zukunft weiter stark zu positionieren.
Die schwäbische Unternehmerin Christiane Wodtke ist neue Präsidentin des HKI-Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik. Sie wurde in der langen Geschichte als erste Frau in dieses Amt gewählt. Der HKI mit den beiden Fachverbänden Heiz- und Kochgeräte sowie Großkücheneinrichtungen vertritt als führender Industrieverband die Interessen der Branche in Deutschland und Europa.
„Die Branche sieht sich vor wachsenden Herausforderungen, welche auch starke Auswirkungen auf die Produktpolitik haben. Energiewende und Fachkräftemangel sind nur einige Stichworte dazu. Aber gerade das Thema Energiewende birgt auch Chancen für die Steigerung der Energie-Effizienz und den Wärmemarkt“, so Christiane Wodtke. Deutschland könne, was Forschung und Entwicklung betrifft, hier eine Vorreiterrolle spielen.
Die starke und profunde technische Ausrichtung des Verbandes, welche sich auch in der Gestaltung der Normungsarbeit widerspiegele, mache ihn für die Branche und auch als Ansprechpartner für den Gesetzgeber wertvoll. Eine wesentliche Aufgabe sieht Christiane Wodtke aber auch zukünftig in der politischen Aufklärungsarbeit. „Jeder einzelne in der Politik bewirkt wenig, hier heißt es Kräfte bündeln und unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern.“ 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Produkte

Briefversand mit Weitblick

Hunderte Briefe ausdrucken, falzen, kuvertieren, frankieren – als Bezirksschornsteinfegermeister hat Karl Creischer eigentlich Besseres zu tun. Deshalb verschickt er seine Post nun per Hybrid­mail.
Karl Creischer hat im Job die besten Aussichten. Als Bezirksschornsteinfegermeister steigt er von Berufs wegen den Mönchengladbacher Häusern aufs Dach und verrichtet seinen Dienst mit Panoramablick über die nordrhein-westfälische Großstadt. Meistens jedenfalls.
Denn der Beruf des Schornsteinfegers umfasst auch Aufgaben, für deren Erledigung Creischer am Boden bleiben muss: die Büroarbeit. Darunter nicht zuletzt das lästige Handling rund um die vielen Briefe, die er jede Woche verschickt. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon am Wochenende dagesessen und hunderte Briefe eingetütet habe“, erzählt er. Neuerdings ist damit Schluss: Seit August arbeitet der Bezirksschornsteinfegermeister mit einer Software, die es ihm ermöglicht, seine Ausgangspost auf hybridem Weg zu verschicken. Hybrid heißt, dass er sie auf digitalem Weg losschickt, wie eine E-Mail, der Empfänger jedoch einen ganz normalen Papierbrief erhält.
Dafür muss Creischer seine Dokumente einfach per Mausklick über einen Druckertreiber versenden – erst in einem Druckzentrum der internet access GmbH (iab) werden sie schließlich ausgedruckt, kuvertiert und frankiert. Das Tochterunternehmen von Francotyp-Postalia hat die entsprechende Versandlösung entwickelt, die Creischer heute verwendet. Sind die Briefe fertig konfektioniert, übergibt die iab sie der Deutschen Post oder einem anderen Zustelldienst zur Auslieferung.
Kleine Lösung – große Hilfe
„Innerhalb des ersten Vierteljahres, seitdem ich die Hybridmail-Variante nutze, habe ich schon viele hundert Briefe auf diesem Weg verschickt“, erläutert Creischer. maxprint lautet der Name der Software, die die Dexheimer Software GmbH, ein Anbieter von Softwarelösungen für Bezirksschornsteinfegermeister und Schornsteinbauunternehmen, vertreibt. Diese können damit zum Beispiel Rechnungen, Messbescheinigungen, Feuerstättenbescheide, Mängelberichte oder Lohnzettel versenden. Die Hybridmaillösung hat zwar eine direkte Schnittstelle zur Schornsteinfegersoftware von Dexheimer, dennoch ist sie so konzipiert, dass sie eigenständig funktioniert. Analog zu Creischer können alle anderen kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe sie einsetzen. „Unsere Hybridmaillösung arbeitet sehr gut zusammen mit den Produkten von Dexheimer. Mit Hilfe dieser Kooperation können wir Handwerkern verschiedenster Tätigkeitsbereiche einen kostengünstigen Dokumentenversand ermöglichen“, erklärt iab-Geschäftsführer Dr. Alexander Seyferth.
Der große Vorteil, erläutert Creischer, liegt für ihn in einem enormen Zeit- und Kostenersparnis. In eine Tabelle hat er vom Materialwert eines Briefes bis zu den Anschaffungskosten der Software alles rund um Briefhandling und -versand eingetragen: „Unterm Strich kam he­raus, dass ich bei meinem Stundensatz 250 Briefe pro Stunde eintüten müsste, um per Hand günstiger zu arbeiten als mit der Hybridmail-Software. So eine Taktung schafft kein Mensch.“
Geringere Kosten,
höhere Prozess-Sicherheit
Außerdem bringe die Software ein Plus in Sachen Prozess-Sicherheit. So verschickt Creischer zum Beispiel oft Rechnungen, die er mit verschiedenen Anhängen versehen muss. In ein Kuvert, so schätzt er, packt er durchschnittlich fünf Blatt Papier. „Die musste ich früher immer manuell zuordnen. Egal, wie sehr man sich konzentriert – bei so einer Arbeit lassen sich Fehler nie komplett ausschließen.“ Diese Sortierarbeit erledigt die Hybridmaillösung seit einigen Monaten. Auch die Zuordnung mehrerer Rechnungen zu einer Person – wenn zum Beispiel jemand mehrere Häuser besitzt – übernimmt die Software auf Wunsch vollautomatisch. „Seit ich die Hybridpost nutze, spare ich mir die Zeit fürs Zusammentragen der einzelnen Seiten und minimiere gleichzeitig die Fehlerquote. Nicht nur das: Die Schreiben sehen noch professioneller aus und ich weiß genau, wann sie beim Empfänger ankommen. Meine Mahnläufe haben sich auf diese Weise ebenfalls reduziert.“ 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik

Gescheites Brennholz


ESF-Projekt „Gescheites Brennholz“ Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte der Brennholzwirtschaft in Hessen
Projektdauer: 01. 10. 2010–31. 03. 2012

Die Aufbereitung von Brennholz entwickelt sich aufgrund der Verknappung fossiler Energieträger rasant, flächendeckend und dezentral. Im Jahr 2005 wurden in Deutschland ca. 21,7 Mio. m3 (fm) Holzbrennstoffe in Privathaushalten verbraucht. Davon entfielen 17,5 Mio. m3 (fm) oder 80,5 % auf Scheitholz [MANTAU/SÖRGEL, 2006]. Im Jahr 2008 waren es bereits 20 Mio. m3 (fm) Scheitholz [HICK/MANTAU, 2008]. Werden Importe fossiler Brennstoffe durch heimisches Scheitholz ersetzt, verbleiben mindestens 60 % der Kosten als vermiedene Devisen zusätzlich als Kapital für die regionale Wirtschaft. Aufgrund der begrenzten Holzmengen und steigender Nachfrage ist schon jetzt ein effizienterer Umgang erforderlich.
Laut einer Befragung in Hessen (Rücklauf n = 50) gehören Brennholzbetriebe überwiegend zu Land-, Forst-, Holzwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau oder zum Handwerk. Sie sind entweder Mitglied in der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (BG) oder in der Holz-BG. Meist handelt es sich um inhabergeführte Betriebe im Nebenerwerb oder mit zusätzlichem Geschäftsfeld, die einen Familienangehörigen und/oder eine Aushilfskraft in Teilzeit oder in Vollzeit beschäftigen. Gleichwohl gibt es auch hoch mechanisierte hauptgewerbliche Brennholzbetriebe mit großer Produktionskapazität. Mehr als die Hälfte der Betriebsinhaber sind Gesellen oder Facharbeiter, 25 % sind Meister. Die durchschnittliche Jahresmenge pro Betrieb beträgt knapp 1.800 srm. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe produziert/handelt zwischen 200 bis 700 srm pro Jahr, 3/4 der Betriebe macht ca. 200 bis 1.500 srm pro Jahr. Etwa 2/3 des Scheitholzes wird trocken und ca. 1/3 nass verkauft. Knapp 2/3 des Scheitholzes wird in srm und ca. 1/3 in rm angeboten. Organisationsstrukturen, Berufsbildungsmaßnahmen und wirtschaftssystematische Zuordnung von Brennholzbetrieben sind kaum bekannt. Sie zahlen Beiträge an Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungsträger und an das Finanzamt, sind aber als eigenständige Branche mit einem eigenen Ausbildungsberuf nicht identifizierbar. Geht man davon aus, dass ca. 65 % des jährlichen Scheitholzverbrauches für Eigenversorgung direkt ab Wald aufbereitet und ca. 15 % importiert werden, verbleiben ca. 20 % von 20 Mio. m3 (fm), die in Deutschland gewerblich erzeugt werden. Bei einer mittleren Jahresproduktion von 1.800 srm je Betrieb und einer Umrechnung von 2 srm/fm gibt es ca. 325 Betriebe in Hessen und ca. 4.440 Betriebe bundesweit.
Ziel des ESF-Projektes „Gescheites Brennholz“ ist es, praxis­orientierte Lehrgänge und Informationen für hessische Brennholzbetriebe und deren Beschäftigten zu entwickeln und zu erproben. Durch Vermittlung und Umsetzung von Erkenntnissen zu Arbeitsschutz, Trocknung und Qualitätssicherung können die Wettbewerbsfähigkeit von Brennholzbetrieben gesteigert, regionale Holzenergiemärkte institutionalisiert und Brennholz effizienter und emissionsärmer für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Die entwickelten Seminare können als berufliche Qualifizierungsmaßnahme in die Ausbildung vorhandener Ausbildungsberufsbilder eingesetzt werden.
Für das Seminar Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz wurde eine Checkliste zur Gefährdungsermittlung entwickelt. In vielen Betrieben fehlt eine deutlich gekennzeichnete Abgrenzung des Arbeitsbereiches gegenüber denjenigen Flächen, auf denen sich Kunden (Selbstabholer) und Besucher bewegen dürfen. Weitere Aspekte sind Umgang mit Motorsäge, Sägespaltmaschine, Trockner, Manipulation und Stapeln von Stamm- und Brennholz, Maschinenlärm sowie Ladungssicherung. Anhand von Übungen werden die Teilnehmer im Umgang mit Gefahren sensibilisiert.
Wie viel Wasser muss aus einem Holzscheit verdunstet werden, bis es lufttrocken ist?
Folgende Arbeitsschritte führen zur Lösung:
– Wiegen des Scheites, z. B. 2375 g
– Schätzung der Anfangs-Holzfeuchte, z. B. 50 %
– Festlegung der End-Holzfeuchte im lufttrockenen Zustand
(u = 18 bis 22 %, im Mittel 20 %)
– 2375 g / (100 % Holz + 50 % Wasser) x 100 % =
1583 g Holz absolut trocken
– 1583 g x (100 % Holz + 20 % Wasser) / 100 % =
1900 g Holz lufttrocken
– 2375 g – 1900 g = 475 g Wasser
Im Seminar Trocknung und Feuchtebestimmung von Scheitholz lernen die Teilnehmer Grundlagen der natürlichen und technischen Brennholztrocknung kennen und können einen Trocknungsprozess mit einfachen Mitteln steuern. Sie können an einzelnen Scheiten die Holzfeuchte zu Beginn und am Ende der Trocknung mittels Darrprobe bzw. elektrischem Messgerät nachvollziehbar bestimmen und Kunden vermitteln. Da Brennholzbetriebe Scheitholz zunehmend technisch trocknen, um kontinuierlich auch während der Heizperiode trockenes Brennholz verkaufen zu können, sind die Betriebe darauf angewiesen, den Messunterschied zwischen technisch und natürlich getrocknetem Scheitholz zu erlernen. Bereits nach 7 Tagen gut belüfteter Klimatisierung trocknet eine Charge mit einer mittleren Holzfeuchte von 24,3 % auf 21,7 % – gemessen an einer Stichprobe N = 18 mit einer Standardabweichung von 4,8 % und einer einseitigen Sicherheit S = 95 %. Scheitholz, das nach der technischen Trocknung längere Zeit vor seiner Verwendung lagert, kann genauso gemessen werden wie natürlich getrocknetes Scheitholz.
Im Seminar Normung, Messtechnik und Qualitätssicherung von Scheitholz lernen die Teilnehmer Brennholznormen und einfache Werkzeuge der Qualitätskontrolle kennen sowie den Umgang mit Messtechnik und Einflüsse der prozess- und produktbezogenen Qualitätssicherung und können diese für ihre betrieblichen Anforderungen anwenden. Sie können Feuchtemessgeräte vergleichen und beurteilen sowie Brennholzmengen nachvollziehbar ermitteln und ihren Kunden Qualitätsunterschiede erläutern. Herzstück der Qualitätsprüfung ist die betriebsinterne Qualitätssicherung (= dokumentierte Eigenüberwachung) der Betriebe. Das bedeutet, der Scheitholzproduzent muss selbst seine Qualitätskriterien festlegen, prüfen und dokumentieren können; der externe Prüfer wird lediglich die dokumentierte Qualität auf Plausibilität und durch eine Stichprobe prüfen. Für Aufbau, Durchführung und Dokumentation dieser Eigenüberwachung benötigen die Betriebe Unterstützung, wie sie z. B. in den o. g. Seminarmodulen angeboten wird. Grundlage für die externe Überwachung der Scheitholzqualität in Brennholzbetrieben kann z. B. die aktualisierte Satzung des Qualitätszeichens des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion e. V. sein.
Das ESF-Projekt „Gescheites Brennholz“ (Az: 4/0500/80100639-WB05 0107/2009) und das ESF-Projekt „Definierte Hackschnitzel“ (Az: 4/0500/70609851-WB05 0114/2011) sind Branchenprojekte des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion e. V., gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds – und der Holzfachschule Bad Wildungen e. V. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Mängel

hanebüchene Heimwerker

Leichtbauschornsteine haben nur ein geringes Gewicht und sind deshalb für den nachträglichen Einbau, auch auf Geschossdecken, geeignet. Der Schacht aus Kalziumsilikatplatten sichert einen Feuerwiderstand von 90 Minuten. In diesem Fall hat man allerdings während des Aufbaus des Schornsteins festgestellt, dass man nicht an der Firstpfette vorbeikommt. Kurzentschlossen wurde deshalb der Sockel des Schornsteins aufgeschnitten, um den Schornstein so weit zu verrücken, dass man an der Firstpfette vorbei kommt. Um die Last des Schornsteins abzufangen, hat man mit Kanthölzern den fehlenden Unterbau ersetzt. Leider wurde nicht beachtet, dass jetzt der Brandschutz nicht mehr gewährleistet ist. Zum Glück hat der Schornsteinfeger diesen Schornstein im Rohbau begutachtet und so die Beseitigung des Mangels veranlasst. Ohne Rohbauabnahme hätte der Eigentümer diesen Mangel erst nach erheblichen Rückbaumaßnahmen – verbunden mit erneuten Renovierungsarbeiten – beseitigen können.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Mängel

Windlasten

Sparen zu Lasten der Sicherheit: Schornsteinköpfe über Dach müssen unter anderem auch Windlasten aushalten. Die Hersteller von Fertigteilschornsteinen haben in ihren Produktbeschreibungen auch zulässige Höhen über der letzten Abstützung vermerkt. In diesem Fall wurde diese Höhe weit überschritten. Trotzdem hat der Errichter auf den Einsatz einer statischen Abstützung verzichtet. Die letzten Herbststürme hat dieser Schornsteins dann nicht überstanden. Gott sei Dank ist der Schornstein „nur“ auf das Flachdach gefallen und Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Einbau eines Statiksets hätte hier viele Kosten für die nun fällige Reparatur des Daches und den Neuaufbau des Schornsteins sparen können. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Mängel

Holz brennt - das weiß jedes Kind

Holz brennt - das weiß jedes Kind ... nur manche Handwerker nicht

Bilder Torsten Kiel || Schornsteine werden über Dach häufig verkleidet. Das sieht gut aus und ist, ordnungsgemäß hergestellt, auch eine gute Lösung um den Schornstein vor Witterungseinflüssen zu schützen. Voraussetzung ist aber, dass bei Verwendung von brennbaren Bauteilen die erforderlichen Brandschutzabstände eingehalten werden.
Wie auf den Bildern zu sehen, wurde hier der Mindestabstand unterschritten. Noch beim Probebetrieb des angeschlossenen Kamins hat sich die Unterkonstruktion der Schornsteinverkleidung durch die hohe thermische Belastung entzündet. Zum Glück haben die Betreiber des Kamins erkannt, dass Rauch aus der Abdeckung des Schornsteins ausgetreten ist. Der sofort gerufene Schornsteinfeger konnte den Brand, die Flammen haben bereits durch die Abdeckung geschlagen, löschen, bevor das Feuer auf den Dachstuhl übergegriffen hatte.
Nicht nur, dass die Verschalung trotz zwischengelegter Mineralfaserplatte zu dicht am Schornstein angelegen hat, wurde hier die vom Schornsteinhersteller des Leichtbauschornsteins vorgeschriebene und auch mitgelieferte Abdeckung demontiert um die „neue“ Abdeckung über den bereits vorhandenen und den neu errichteten Schornstein in einem Stück zu montieren. Um den vorhandenen Höhenunterschied der beiden Schornsteinköpfe auszugleichen, wurde eine Dachlatte auf den Leichtbauschornstein aufgebracht. Diese Dachlatte, mit nur wenigen Zentimetern Abstand zum Edelstahlrohr, hat dann nach ca. 2 Stunden Betrieb der Feuerstätte den Brand ausgelöst.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

20. Forum Berufsstart

Mitteldeutschlands größte Messe für Berufsorientierung: das 20. Forum Berufsstart
JR || Erfurt – In Thüringen gibt es 15.000 Ausbildungs- und Studienplätze, bei dieser gigantischen Auswahl verliert man schnell den Überblick. Welcher Beruf passt zu mir und meinen Talenten? Mit welchen Qualifikationen kann ich mein Berufsziel erreichen? Was macht ein Schornsteinfeger, Produktionstechnologe oder ein Kaufmann für Systemgastronomie? Alle Fragen rund um das Thema Berufsorientierung wurden beim Forum Berufsstart am 17. und 18. November 2011 in der Messe Erfurt kostenlos beantwortet. Unsere Fach­experten und Berufsbildungswart Rene Bucklitsch gaben realistische Ausblicke über die Ausbildungsinhalte des Schornsteinfegerhandwerks sowie deren Verlauf.
Bei Mitteldeutschlands größter Berufsorientierungsmesse boten dieses Jahr aber auch über 200 Aussteller Möglichkeiten, sich über Berufsausbildungen und Studienplätze zu informieren. Tausende Schüler ab 13 Jahren ließen sich diese Möglichkeit nicht entgehen und stürmten bereits zur Eröffnung am Donnerstagvormittag die Messehalle. Vertreter der Organisatoren des Forums, die Agentur für Arbeit, die IHK und Handwerkskammer Erfurt schnitten zur Eröffnung symbolisch ein Band durch und waren überwältigt vom großen Andrang. Mit ausgefallenen und witzigen Standaktionen buhlten die Schornsteinfeger als Handwerks- und Dienstleistungsgewerbe um die Aufmerksamkeit der Messebesucher. Die ausgeschilderten Straßen der Berufswahl in der Messe­halle erleichterten die Orientierung nach den gesuchten Berufsbildern und somit auch nach den Unternehmen und Einrichtungen. Ergänzt wurde das Berufsorientierungsangebot von Rene mit dem Angebot eines Eignungs- und Bewerbungstests, an denen sich jeder probieren konnte. Die Auswahl und Möglichkeiten der Berufsausbildung und eines Studiums sind zahlreich. Wer sich in seiner Berufswahl noch nicht sicher war, konnte sich eine Übersicht auf dem Forum Berufsstart verschaffen. Andere stellten gezielte Fragen an die Kollegen der Messestandbesetzung und holten sich Informationen zu ihrem eventuellen Wunschberuf Schornsteinfeger. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Ein Rückblick zum 12. Unternehmertag

Ein Rückblick zum 12. Unternehmertag
am 29. September 2011 im Congresszentrum
neue Weimarhalle
JR || Mit dem Thema Bildung und Ausbildung konnten wir zum 12. Unternehmertag des Verbandes der Wirtschaft Thüringens am 29. 09. 2011 in der Weimarhalle auf viele Ideen aufmerksam machen, die geeignet wären, um junge Leute zu motivieren in ein Ausbildungsverhältnis als Schornsteinfeger zu gewinnen.
Ein gut ausgerüsteter Schornsteinfegerstand sorgte für reißenden Absatz von Glücksbringern.
Durch die gute Ausrüstung des Messestandes wurde das Interesse an Thermografie, Holzfeuchtemessungen, Kamerainspektionen und Feststoffmessungen bei den Besuchern geweckt.
In mehreren Podien kamen die Problematiken der Lehrlingswerbung zu Wort. Die Gesprächsrunden waren höchst interessant und zeigte deutlich, dass das Ziel in Bildung und Ausbildung für alle teilnehmenden Diskutanten sich sehr unterscheidet, deshalb sollen Anstrengungen von allen unternommen werden, um den Fachkräftebedarf mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs begegnen zu können.
Der nächste Unternehmertag ist indes schon in Planung – dann heißt es wieder: Herzlich Willkommen beim Verband der Wirtschaft Thüringens! Eine Teilnahme des Schornsteinfegerhandwerks wird weiterhin ein fester Bestandteil im Terminkalender in Thüringen sein. 
Ausgabe

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Messe Haus.Bau.Energie in Erfurt

JR || Über 5.500 Eigenheimbesitzer, Bau- und Modernisierungswillige kamen zur Messe Haus.Bau.Energie. 2011 ins Messezentrum Erfurt. Drei Tage lang ließ sich hier von 140 Ausstellern alles zu den Themen Bauen, Modernisieren und Energie erfahren. Dabei ging es nicht nur ums Energiesparen, sondern auch um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die effiziente Nutzung dieser Ressource in Haus und Wohnung. An allen drei Tagen gab das Schornsteinfegerhandwerk Informationen wie Energieverbrauch – und somit auch die entsprechenden Kosten – gesenkt werden können.
Am Freitag eröffnete Thüringens Bauminister Christian Carius die Messe mit den Worten, Bauen sei ein Thema für Optimisten. Wer sich mit dem Hausbau seinen Lebenstraum verwirkliche, arbeite auch an seiner Zukunft. Diese Orientierung lag auch dem Studentenwettbewerb „Entwicklung
‚(M)Einer Wohn- und Lebensform der Zukunft‘“ zugrunde. Minister Carius hatte dafür die Schirmherrschaft übernommen und ehrte die Gewinner auf der Bühne. Josephine Beier, Luciana Löbe und Sebastian Szatmari von der Fachhochschule Erfurt siegten mit ihrem Projekt „Living Cubes Erfurt“. Sie kombinierten Kompakthäuser mit mobilen Wohneinheiten, sogenannten Containerhäusern, unter Berücksichtigung der modernen Anforderungen des energieeffizienten Bauens.
Energieeffizienz war ein zentrales Thema. Sowohl Ausstellergespräche als auch Fachvorträge des Bau- und Energiesparforums sowie des VITT-Forums zeigten Möglichkeiten auf. Beispielsweise wurde das Aufspüren von Leckagen oder die Auswahl geeigneter Dämmverfahren und Solarstromanlagen erläutert. Elektrische Systeme von der Alarmanlage, über den intelligenten Verbrauchszähler „Smart-Meter“ bis hin zum Elektrofahrzeug stellten die Experten vor. Auch der Bauleiter der Sendung „Zuhause im Glück“, Wolfgang Hese­mann, hatte sich unter die Besucher gemischt. Obwohl er viele Fachleute kenne, fehlten ihm noch Kontakte zu Gewerken, wie Dachdeckern oder Kaminbauern. Er sei gerade dabei, sein Haus in Thüringen zu modernisieren und schätze es daher, sich direkt vor Ort beraten lassen zu können.
Als echte Fachleute erwies sich auch wie jedes Jahr das Schornsteinfegerhandwerk. Messebesucher konnten sich umfassend über optimierte Heizmöglichkeiten bis zur Energieberatung erkundigen. Schwerpunkt war natürlich das Heizen mit festen Brennstoffen. Die Ankündigung der Energiepreiserhöhung der einzelnen Versorger spielt dabei eine große Rolle. Unsere Kundschaft beschäftigt sich immer mehr mit diesem Thema. Ich möchte mich auf diesem Wege bei den einzelnen Kollegen der Messestandbesetzung für ihren Einsatz bedanken. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern

HK || Am 18. 11. 2011 fand im „van der Falk Ressort“ Linstow die öffentliche Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern statt. Zahlreiche Innungsmitglieder waren der Einladung gefolgt. Umrandet wurde die Veranstaltung durch eine Fachmesse, auf der die Besucher sich über die neuesten Techniken rund um das Schornsteinfegerhandwerk informieren konnten. Durch den Obermeister, Ingo Ziola, erfolgte ein kurzer Rückblick der Arbeit des Vorstandes im Jahr 2011 sowie ein Ausblick auf die anstehenden Aufgaben im nächsten und den folgenden Jahren. Als großer Erfolg wurden die neuen Ausbildungsplätze im Schornsteinfegerhandwerk gesehen. Insgesamt zehn Lehrlinge haben in diesem Jahr ihre Ausbildung zum Schornsteinfeger begonnen. Für die Bereitstellung der Ausbildungsplätze bedankte sich der Obermeister bei den Ausbildungsbetrieben. Die Mehrheit der Kollegen begrüßte den Anschluss des nördlichsten neuen Bundeslandes an den Schulverein Doberschütz Rote Jahne.
Als Gastredner trat der MdB E. Rehberg auf. Er zeigte sich erstaunt über den Fortschritt der technischen Entwicklung im Schornsteinfegerhandwerk sowie über das breite Spektrum der Tätigkeitsfelder, die zum Berufsbild des Schornsteinfegers gehören. Weitere Gäste waren Vertreter des Wirtschaftsministeriums und des Feuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern sowie der Handwerkskammern Ostmecklenburg-Vorpommern und Schwerin.
Der Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks Doberschütz Hans Poltersdorf überbrachte herzliche Grüße der Mitgliedsländer im Schulverein. Im Anschluss an die Innungsversammlung konnten während eines festlichen Abends weitere Gespräche geführt werden.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung der Schornsteinfeger im Freistaat Thüringen

JR || Am 3. November 2011 fand die Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung im Freistaat Thüringen statt. Die Veranstaltungsräume im Seniorenzentrum Schillerhöhe mit deren Einrichtung erwiesen sich zum 3. Mal als idealer Veranstaltungsort.
Am Vortag wurden schon diverse Vorbereitungsarbeiten für das Gelingen der Veranstaltung in Angriff genommen. Die Ausstellerflächen, notwendige Technik, Präsente und die Tagesordnung mussten im Einzelnen noch einmal überprüft werden.
Am 03. 11. 2011 um 9:00 Uhr eröffnete unser Landesinnungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich im Gebäude mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Die Mitglieder nutzten natürlich die Chance, um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben.
Um 10:00 Uhr begrüßte unser Innungsobermeister Thomas Menge, Herrn Diekmann vom Landesverwaltungsamt und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht.
In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuellen Situationen in unserem Handwerk näher ein. Schwerpunkt war die aktuelle Vergaberichtlinie für Kehrbezirke in Thüringen. Diese Richtlinie bedarf noch kleineren Korrekturen um Chancengleichheit für Arbeitnehmer mit Meisterbrief und Bezirksschornsteinfegermeistern zu wahren. Herr Diekmann vom Thüringer Verwaltungsamt stellte die Problematik EU-Recht, Verwaltungsrecht und deren Umsetzung im Freistaat Thüringen klar. Die Landesinnung mit seinen Vertretern aus dem Vorstand streben weithin konstruktive Gespräche mit dem Landesverwaltungsamt und den Vertretern aus dem Kreise der Gewerkschaft an. Es gibt aber weiterhin viele Baustellen die noch zu bearbeiten sind, so Thomas Menge. Einige will ich nur kurz erwähnen, Einsparung und die damit verbundene Kostensenkung im Bereich des Vorstandes, Fachkräftemangel und neues und bezahlbares Festbrennstoffgerät der kommenden Generation. Natürlich werden das Formularwesen, Verwaltungsrecht sowie Abnahmetätigkeiten mit der dazugehörigen Rechnungslegung weiterhin beleuchtet.
Weitere notwendige Bearbeitungen der Aufgaben für unser Handwerk wurden ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder angesprochen.
Ein neuer Messestand mit allem Zubehör für die kommenden Jahre wird notwendig sein. Finanzielle Mittel werden dabei eine große Rolle spielen, um die technische Leistungsfähigkeit der Innungsmitglieder zu stärken. Die Wärmebildkamera und das Blower-Door-Messgerät der ehemaligen Innung Südthüringen sind bereits im permanenten Einsatz.
Obwohl die Messtechnik ständig unterwegs ist, stellte der ehemalige Innungsobermeister, Uwe Nenzel, Kapazitäten zur Verfügung.
Ebenso wurden die neuen Fachkräfte in unseren Reihen aufgenommen und die dazugehörige Gesellenfreisprechung fand somit ihren würdigen Rahmen. Die Ausbildungsbetriebe und Ausbilder können stolz auf ihre geleistete Tätigkeit sein. Im Namen aller Innungsmitglieder gilt diesen Betrieben ein besonderer Dank. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

4. Zukunftsforum Abgastechnik 2012

Fachtagung informiert über Stand der Technik und
zukünftige Potenziale von Edelstahl-Abgasanlagen
Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH veranstaltet im kommenden Mai in Würzburg zum vierten Mal das Zukunftsforum Abgastechnik. Interessant ist diese Veranstaltung insbesondere für SHK-Fachplaner, -Verarbeiter, Schornsteinfeger sowie Schornstein- und Ofenbauer. Ziel des Zukunftsforums ist es, einen fachlich fundierten Wissens­transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu leisten. Dies gewährleistet eine Vielzahl von Fachreferenten, die rund um das Thema Edelstahl-Abgasanlagen und deren Peripherie – vom heutigen Stand der Technik bis hin zu zukünftigen Potenzialen – berichten. Hierbei wird thematisch nicht nur auf Einsatzmöglichkeiten und Effizienz derartiger Abgasanlagen eingegangen, sondern auch auf die zu beachtende Gesetzgebung.
Das 4. Zukunftsforum Abgastechnik findet am 8. Mai 2012 im Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg statt. Interessenten können sich bereits jetzt unter zukunftsforum@last-pr.de anmelden. 
Ausgabe

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

Qualität lohnt sich

Öfen mit Qualitätssiegel schneiden bei Stiftung Warentest gut ab
Mit Beginn des Herbstes haben Kaminöfen wieder Hochkonjunktur. Mancher Hausbesitzer denkt jetzt über eine Neuanschaffung nach. Doch für welches Modell sich entscheiden? Aufgerüttelt durch die Berichterstattung der Stiftung Warentest im November 2011 wächst jetzt bei den Ofenbetreibern die Unsicherheit. Dabei bestätigt die Untersuchung eine altbekannte Tatsache: Wer auf Qualität und das EFA-Siegel achtet, ist auf der sicheren Seite.
Im Test 11/2011 erhielten jeweils zwei Kaminöfen der Marken Hark und Calimax eine Auszeichnung mit dem Qualitätsurteil „gut“. Beide Öfen verfügen über das EFA-Siegel und genügen damit den hohen Anforderungen der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e. V. Damit sieht sich die Qualitätsinitiative EFA in ihrer Arbeit bestätigt. Besonders positiv bewertet wurde im Test die Dichtheit der Feuerstätte. Dieser energetische und sicherheitstechnische Aspekt wird im Hinblick auf die immer dichter werdenden Gebäudehüllen in Zukunft von wachsender Bedeutung sein.
Neben den technischen Voraussetzungen zählen zum sicheren und wirtschaftlichen Betrieb eines Kaminofens jedoch noch weitere Aspekte: So sollte die Nennwärmeleistung der Feuerstätte an die Größe des Aufstellraums angepasst werden, um eine Überhitzung des Raums zu vermeiden. Zusätzliche Sicherheit beim Kauf bringt eine qualifizierte Beratung im Ofenhandel. Auch der Schornsteinfeger muss unbedingt mit ins Boot geholt werden. Er kennt den Schornstein und weiß, ob die Feuerstätte an ihn angeschlossen werden kann. Die richtige Handhabung vorausgesetzt – nur luftgetrocknetes Holz mit wenig Restfeuchte darf verheizt werden – kann der Betreiber dann mit Holz sicher, effizient und komfortabel heizen.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Prüfstände in Sachsen-Anhalt entsprechen den Forderungen der 1. BImSchV

DB || Seit vielen Jahren machen die Schornsteinfeger nun schon die Emmissionsmessung an den Heizungsanlagen nach der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Eine wesentliche Forderung dieser Verordnung betrifft die Qualität der Messgeräte. So dürfen nur Messgeräte zum Einsatz kommen, deren Messgenauigkeit mindestens zweimal jährlich von einem zugelassenen Prüfstand bescheinigt wurde.
Mit Inkrafttreten der Novelle der 1. BImSchV im März 2010 sind auch die Anforderungen an die Prüfstände verändert worden. So schreibt der Verordnungsgeber vor, dass Prüfstände unabhängig sein müssen, also weder mit dem Verkauf noch mit der Reparatur von Messtechnik in einem räumlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang stehen.
Diese Vorgabe bedeutete auch für die beiden in Sachsen-Anhalt von den Schornsteinfegerinnungen betriebenen Prüfstände grundsätzliche Veränderungen. So sind für die Prüfstände der Innung Magdeburg in Egeln und der Innung im Kammerbezirk Halle in Halle neue Gesellschaften gegründet worden, welche räumlich und wirtschaftlich von den Gesellschaften für Immissionsschutz getrennt sind. Die Prüfstände haben sich dem Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2008 und Umweltmanagement nach ISO 14001:2009 unterzogen. Die Umsetzung ist durch die kürzlich durchgeführten Audits der LGA Intercert bestätigt worden.
Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt hat die beiden Prüfstände in Sachsen-Anhalt entsprechend § 13 Abs. 3 der 1. BImSchV bekanntgegeben. Somit ist sichergestellt, dass die vorgeschriebene Prüfung der Messgeräte im Schornsteinfegerhandwerk in unserem Bundesland den Anforderungen der BImSchV entspricht. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

neue Brandschutztechniker

T. Marzoll und R. Köpcke || Vom 27. 01. 2011 bis zum 08. 07. 2011 absolvierten 21 Lehrgangsteilnehmer aus verschiedenen Bundesländern erfolgreich den Weiterbildungslehrgang zum Brandschutztechniker im Schornsteinfegerhandwerk des TÜV Süd an der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz. Nach dem ganzen Prüfungsstress ergibt sich für diese Kollegen jetzt eine Vielzahl an neuen zusätzlichen Betätigungsfeldern bzw. Möglichkeiten auf dem freien Markt zu agieren.
Unser Dank gilt den kompetenten und engagierten Dozenten des ZIV und vom TÜV Süd.
Ein besonderes Dankeschön geht an das Personal der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Doberschütz für die sehr gute Lehrgangsorganisation, Unterbringung und ausgezeichnete Verpflegung.
Auch wenn der Lehrgang sehr anspruchsvoll und anstrengend war, neben der Verwaltung eines Kehrbezirks, haben wir uns dort sehr wohl gefühlt.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

Interview zum Thema Mikro-KWK

Interview zum Thema Mikro-KWK mit Jürgen Jahn, De Dietrich Remeha

Was hat man unter Mikro-KWK zu verstehen?
Das Kürzel KWK steht für Kraft-Wärme-Kopplung, Mikro für Klein. Mikro-KWK sind Geräte, die eine thermische Leistung bringen, also Wasser erwärmen, und gleichzeitig Strom produzieren. Die elektrische Leistung reicht bis etwa 5 kW. Jedoch gibt es heute noch keine festgeschriebene Definition.
Für wen eignet sich der Einsatz dieser Technologie?
Die Mikro-KWK mit kleiner elektrischer Leistung unter 2 kW eignen sich für den Einsatz im Ein- oder in kleineren Mehrfamilienhäusern. Die Maschinen mit 3 bis 5 kW elektrischer Leistung sind für größere Mehrfamilienhäuser oder kleinere Gewerbebetriebe. Maßgebend ist hier allerdings nicht die elektrische Leistung des Gerätes, sondern die Menge der Wärmeenergie zur Wassererwärmung, welche bei der Stromerzeugung immer anfällt. Diese muss dem Wärmebedarf des Gebäudes entsprechen.
Können Mikro-KWK zur Massentechnologie werden?
Das ist sicherlich von mehreren Faktoren abhängig. Die Technologie steht zur Verfügung. Die Anschaffungskosten liegen allerdings heute noch in einem Bereich, welcher noch nicht massetauglich ist. Die Nachfrage ist allerdings schon sehr groß. Die relativ hohen Anschaffungskosten liegen natürlich begründet in sehr kleinen Herstellungsmengen, die wir heute produzieren. Bei steigenden Stückzahlen werden zukünftig selbstverständlich auch die Herstellungskosten sinken.
Ein weiterer Faktor wird sein, wie sich die Politik zur KWK-Technologie stellt, um diese zukunftsweisenden Technologie in der Markteinführung zu unterstützen. Hier ist jedoch eine deutlich positive Entwicklung zu erkennen.
Gibt es bestimmte technische Anforderungen, die vor der Installation einer solchen Anlage erfüllt sein müssen?
Eigentlich nicht. Natürlich muss der Wärmebedarf des Gebäudes geeignet sein, um ein Mikro-KWK einzusetzen. Die heutigen Systeme lassen sich im Renovierungsbereich genauso problemlos einsetzen wie im Neubau. In Detailfragen kann hier der autorisierte Fachhandwerker beratend tätig sein.
Mit welchen Brennstoffen kann ein Mikro-KWK betrieben werden? Welcher Brennstoff eignet sich besonders?
Heute gibt es noch nicht sehr viele Geräte im Markt. Die meisten arbeiten mit Erdgas oder aber Flüssiggas. Dieses ist sicher ein sehr gut geeigneter Brennstoff. Es gibt aber auch Entwicklungen in Richtung Heizöl. Wir bei Remeha setzen auf Erdgas und Flüssiggas.
Wie sieht es mit der Wartung aus?
Das ist abhängig davon, welche Technologie beim Mikro-KWK-Gerät eingesetzt wird. Mikro-KWK mit klassischen Verbrennungsmotoren erfordern einen höheren Wartungsaufwand als zum Beispiel Geräte auf Stirling-Motor-Basis. Das ist im Übrigen einer der Gründe, warum sich Remeha für einen Stirling-Motor entschieden hat. Bei unserem Wandgerät eVita ist der Wartungsaufwand mit dem eines Brennwertkessels vergleichbar.
Können Sie unseren Lesern etwas über die Anschaffungs- und Betriebskosten sagen?
Die Anschaffungskosten liegen etwas höher als zum Beispiel bei einer Brennwertanlage kombiniert mit einer heizungsunterstützten Solaranlage und auf dem Niveau einer Wärmepumpenanlage. Alles in Allem muss der Kunde für das gesamte System inklusive Installation mit einer Investitionssumme von 18.000 bis 19.000 Euro rechnen.
Zu den Wartungskosten habe ich gerade schon etwas gesagt.
Zu den Betriebskosten ein Beispiel.
Tauschen Sie z. B. bei der Renovierung Ihrer Heizungsanlage den alten Heizkessel gegen ein Mikro-KWK-Gerät, wird der Gasverbrauch spürbar sinken. Man muss allerdings ehrlicherweise auch sagen, dass der Gasverbrauch gegenüber einem neuen Brennwertkessel um ca. 8 % höher liegen wird, da zur Stromproduktion ja auch Energie benötigt wird. Die gesamte Energieausbeute, also Strom und Wärme, liegt aber deutlich höher als bei modernen Brennwertkesseln.
Wie gestaltet sich heute der wirtschaft­liche Nutzen einer Mikro-KWK-Anlage?
Das Haupteinsparpotenzial liegt darin, dass ein erheblicher Anteil des in Ihrem Haus benötigten Stroms durch den Mikro-KWK-Kessel produziert wird.
Das heißt, Sie müssen diesen Anteil nicht kaufen. Der Nutzen liegt heute bei heute ca. 30 Cent pro Kilowattstunde inklusive Förderung. Den erzeugten Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen können, speisen Sie ins öffentliche Netz. Die Vergütung liegt hier bei ca. 11–12 Cent pro Kilowattstunde, ebenfalls inklusive Förderung.
Gibt es spezielle Förderungen?
Ja. Über das KWK-Gesetz erhält der Kunde für 10 Jahre 5,11 Cent pro erzeugte Kilowattstunde. Dies ist unabhängig davon, ob der erzeugte Strom im Haus verbraucht wird oder nicht. Weiterhin ist der Brennstoff Erdgas, der bei der Erzeugung von Strom eingesetzt wird, energiesteuerbefreit. Das heißt, am Jahresende bekommt man über das zuständige Hauptzollamt eine Erstattung. Der Netzbetreiber zahlt dazu noch einen Betrag für vermiedene Netznutzung. Diese drei genannten Vergünstigungen erhält der Kunde immer.
Hinzu kommen noch mögliche Förderprogramme der Energieversorger, welche zurzeit laufen. Informationen hierzu bekommt man bei seinem Versorger.
Wer ist Ansprechpartner, wenn man sich für die Installation einer solchen Anlage interessiert? Wer berät?
Grundsätzlich ist der Ansprechpartner das Fachhandwerk. Wir bei Remeha bilden seit April 2010 Fachhandwerker aus und zertifizieren diese. Wer eVita Partner ist, kann man mit einigen Klicks auf unserer Homepage www.remeha.de erfahren.
Konkret bedeutet doch diese Technologie eine Dezentralisierung von Energieerzeugung. Liegt hier unsere Zukunft?
Sicherlich ist die Kraft-Wärme-Kopplung eine sehr wichtige Technologie für die Zukunft. Der große Vorteil liegt darin, dass theoretisch jeder Kesselbetreiber ganz einfach einen großen Teil seines Strombedarfes selbst produzieren kann, ohne dass die Energieversorger ihre Leitungsnetze verändern müssten. Außerdem arbeiten die Geräte mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad als bei der aktuellen Stromproduktion in unseren Kraftwerken. Mikro-KWK-Kessel werden natürlich nicht das Allheilmittel sein. Aber sie können einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

Plagiate im Ofenbau

dieser Beitrag ist nir in der Printausgabe zu lesen

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

neuer Vorstand in der Altmark

Thorsten Meier || Am 03. November 2011 fand in Winterfeld die Innungsversammlung der Innung Altmark statt. Ein wesentlicher Bestandteil der Versammlung war auch die Neuwahl des Obermeisters, da der damalige Obermeister Torsten Kiel zum Landesinnungsobermeister gewählt worden war. Nachdem der Vorstand entlastet worden war, bedankte sich der stellv. Obermeister Reinhard Wegner im Namen der ganzen Innung bei Torsten Kiel für die geleistete Arbeit. Bei der anschließenden Neuwahl wurde Reinhard Wegner zum Obermeister und Thorsten Meier zum stellv. Obermeister der Innung Altmark gewählt. Wir möchten uns hiermit nochmals bei den zahlreichen Gratulanten bedanken. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

Ferngesteuerte Ofentüre

Kaminfeuer im Haus bringen eine heimelige und gemütliche Atmosphäre, das wissen viele Betreiber zu schätzen. Damit auch die Handhabung der Feuerstätte ebenso komfortabel erfolgen kann – nämlich vom heimischen Sofa aus –, bietet der Ofenspezialist Camina aus Bissendorf jetzt einen elektronischen Türantrieb an. Der sorgt mit seinem Funk-Handsender für eine extra Portion Gemütlichkeit.
Der Türantrieb wurde speziell für Kamineinsätze mit hochschiebbaren Türen konzipiert. Dabei erfolgt die Fertigung exakt auf das Maß der Feuerstätte. Der Antrieb zeichnet sich durch eine hohe Laufruhe der Tür und nur sehr geringe Geräuschentwicklung aus. Die Bedienung erfolgt auf komfortable Weise durch Steuerung per Funk-Handsender. Dabei ist auch ein manueller Zwischenstopp möglich. Um größtmögliche Betriebssicherheit zu gewährleisten, ist eine Sicherheitsschaltung integriert, die das Einklemmen beim Nachlegen des Brennstoffs oder Schüren des Feuers verhindert. Zusätzlich ist auch eine manuelle Bedienung möglich, z. B. bei Stromausfall.
Der Türantrieb zeichnet sich durch seine montage- und wartungsfreundliche Ausführung aus. Der Funk-Handsender ist bereits im Lieferumfang enthalten. Zum Betrieb der Anlage ist damit lediglich ein Stromanschluss mit 230 V nötig

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

Brennstoffkosten kalkulieren

Der Preispoker hat ein Ende. Private Heizungsbetreiber, die einen Pelletskessel von Windhager nutzen, haben auch in der Heizsaison 2011/2012 wieder die Möglichkeit, vom Windhager-Pellets-Sicherheitspaket zu profitieren. Bei Pellets-Bestellungen bis zum 15. März 2012 können die Lieferungen jederzeit zu einem garantierten Festpreis von maximal 240 Euro/Tonne in Anspruch genommen werden. Damit entfällt nicht nur der zeitaufwendige Preisvergleich. Der Käufer kann sich auch darauf verlassen, dass er ausschließlich Holzpellets in DINplus-Qualität erhält.
Ermöglicht wird dieses Angebot durch eine Kooperation von Windhager und mehreren Pellets-Herstellern, die den Festpreis des Brennstoffs für die Dauer der Aktion garantieren können. Liegt der Tagespreis der Pellets unter dem festgesetzten Höchstpreis, gilt selbstverständlich der aktuelle Tagespreis. Die Bestellung erfolgt über ein spezielles Formular, das Windhager seinen Endkunden zur Verfügung stellt. Spätmöglichster Liefertermin für diesen Aktionszeitraum ist der 31. 10. 2012. Um auch preislich attraktive Folgebestellungen sichern zu können, wird Windhager mit seinen Pelletspartnern das Sicherheitspaket schrittweise zu günstigen Konditionen verlängern.
Weiterführende Informationen zum Sicherheitspaket sind im Internet unter
www.windhager.com zu finden.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Produkte

neue Minikamera von RESS

Die optische Inspektion von kleinen Abgasleitungen, die auch noch mit vielen Bögen verlegt sind, wird mit der neuen Mini-Kamera RS 29 wesentlich erleichtert.
Der sehr kleine Durchmesser von nur 29 mm ermöglicht Abgas- und Lüftungsleitungen ab Ø 40 mm zu inspizieren. Auch noch so kleine Öffnungen sind nun kein Hindernis mehr. Die Kamera ist außerdem sehr leicht (Gewicht nur ca. 120 g), wodurch sie sich problemlos bis zur Mündung hochschieben lässt. Ebenso sind auch 90° Bögen einfach zu überbrücken, weil die Kamera durch ihre Bauform sehr bogengängig ist. Eine speziell hierfür entwickelte Edelstahlfeder führt die Kamera optimal durch jeden Bogen.
Eine weitere technische Neuheit ist außerdem das sehr große Blickfeld von 140°, wodurch eine optimale Inspektion der Wandungen auch ohne Schwenken möglich ist. Die große und gleichmäßige Ausleuchtung der Leitung ist durch eine neue superhelle SMD-LED Beleuchtung möglich. Das 1/3“ CCD-Farb-Kameramodul besitzt mit 0,3 Lux eine extrem hohe Lichtempfindlichkeit. Dadurch ergeben sich zusammen mit dem Super-Weitwinkelobjektiv brillante Farbbilder mit einer großen Tiefenschärfe.
Die Kamera hat einen stabilen 12-poligen Steckeranschluss zum Anschrauben. Dadurch ist ein einfacher Anschluss an alle vorhandenen RESS und Kummert Kamera-Haspeln und Kamera-Stöße möglich. Der neue Kamerakopf ist damit kompatibel zu vorhandenen Systemen.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Präsidium des Handwerkstages neu gewählt

Auf der Beratung des Handwerkstages Sachsen-Anhalt, am 8. Dezember 2011 in Bernburg, haben deren Mitglieder ein neues Präsidium gewählt. Für eine Wahlperiode von drei Jahren wurden gewählt: Präsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt: Hans-Jörg Schuster (Präsident Gesamtverband Handwerk Sachsen-Anhalt); Vizepräsidenten: Thomas Keindorf (Präsident der HWK Halle), Torsten Kiel (Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt).

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag des Schornsteinfegers

JR || Am 20.Oktober fand der zweite Tag des Schornsteinfegers statt. Die Thüringer Kollegen haben sich intensiv durch mehrere Aktionen beteiligt.
Zum Beispiel hat Herr BSM Edgar Giese, als Techniker der Innung, bei dem Radiosender MDR Thüringen Rede und Antwort auf alle Fragen rund um den Beruf des Schornsteinfegers gestanden. Schwerpunkt war neben der Ausbildung alles rund ums Heizen mit festen Brennstoffen. Hierbei wurden vor allem die Grenzwerte der überprüfungspflichtigen Anlagen näher erläutert. Die Zuhörer des MDR Thüringen konnten sich an diesen Tag aus erster Hand informieren und somit auch landesweit zu diesem Thema aufgeklärt werden.
BSM Matthias Ziegenbein und BSM Uwe Nenzel besuchten regional unsere kleinste Kundschaft in ihren Kindergärten. Mit lustigen Beispielen und kindergerechten Erläuterungen konnten sie spielerisch den Beruf des Schornsteinfegers näher bringen. Der Berufswunsch vieler Kinder wechselte vom Feuerwehrmann und Lokomotivführer zum Schornsteinfeger.
Eine gezielte Pressemitteilung im regionalen Bereich des Unstrut-Hainich-Kreises von mir als Pressewart rundete den Tag des Schornsteinfegers ab. Nachwuchsförderung wird hier schon über längeren Zeitraum aktiv betrieben.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik

Klein aber oho

Vielleicht ist das auch bald interessant für Schornsteinfeger: Der neue ZLV 5.0 von ZARGES ist ein mobiler, akkubetriebener rollbarer Lift für Arbeitshöhen von bis zu fünf Metern. Mit nur 1,69 Meter in der Höhe und 0,73 Meter in der Breite kann er sogar in Personenaufzügen transportiert werden. Dank des geringen Eigengewichtes von 160 Kilogramm passt er bequem in einen Transporter und ist dadurch für den mobilen Einsatz konzipiert. Vor Ort werden vier Ausleger ausgeklappt und die Bremsen der Rollen betätigt. Zum einfachen Versetzen werden diese gelöst und der Lift kann zur nächsten gewünschten Position verschoben werden.
Weitere Informationen unter www.zarges.de

Ausgabe: 82 , Kategorie: keine

Berliner Energietage

Die mittlerweile deutschlandweit größte Fachveranstaltung im Bereich Energieeffizienz mit begleitender Fachmesse geht in die 13. Runde. Unter dem Motto „Energieeffizienz in Deutschland“ werden auch 2012 viele namhafte Veranstalter mit innovativen Themen rund um das Thema Energieeffizienz und Klimaschutz mit dabei sein. Die Veranstalter rechnen damit, erneut rund 40 Fachkongresse im Rahmen der Berliner Energietage 2012 durchzuführen. Die Berliner Energietage 2012 finden vom 23.–25. Mai 2012 im Ludwig-Erhard-Haus, Berlin statt. Weitere Informationen sind im Internet unter www.berliner-energietage.de zu finden.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger

Ehrung

Anlässlich der Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle überreicht Schulleiter Hans Poltersdorf an Thomas Keindorf die Ernennung zum Ehrenmitglied der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks. Hans Poltersdorf würdigte die Kreativität und den Fleiß Thomas Keindorfs und bedankte sich für die Unterstützung der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Mängel

durchgerostete Strömungssicherung

DB: Wenn Strömungssicherungen von Gaskesseln rosten, ist die Funktion der Strömungssicherung eingeschränkt, was zu Abgasaustritt führen kann.

Ausgabe: 79 , Kategorie: Mängel

Dauerthema undichte Abgasleitungen

DB || Bei der Überprüfung dieser Abgasleitung wurde eine schadhafte Dichtung entdeckt. Aufgrund ihrer Porösität kann als Ursache eine unzulässige Temperaturerhöhung nicht ausgeschlossen werden. Eine unzulässige Temperaturerhöhung ist aber dadurch auch als Folge zu erwarten, was im schlimmsten Fall zur Entzündung brennbarer Baustoffe führen kann. Einige neuartige moderne Abgasleitungen besitzen sogar die Zulassung, brennbare Baustoffe berühren zu dürfen. Bei langfristigen Prüfzyklen an Abgasanlagen ist eine pünktliche Prüfung von besonderer Bedeutung.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Mängel

fahrlässige Dachdecker

DB || Bei dieser Dacherneuerung wurde der Schornsteinkopf abgetragen. Die gefährlichen Abgase der Gasheizung strömen während der Bauarbeiten in den Dachboden aus. Dass das Gerät in der Küche nun nicht mehr betriebssicher ist, wurde ganz vergessen.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Produkte

ÖkoFEN bietet neue Planungssoftware für das Fachhandwerk

Mickhausen im Juli 2011. Ab sofort bietet ÖkoFEN, Europas Spezialist für Pelletsheizungen, eine neue 3D-Planungssoftware an. Mit „plan4[heat] 2.3“ lassen sich schnell und unkompliziert dreidimensionale Entwürfe für Heizräume mit vielen Gestaltungsdetails wie Fenstern, Türen, Förderschnecke oder Saugaustragung erstellen. Mit der Software aus dem Hause GASCAD 3D Technologie GmbH unterstützt ÖkoFEN seinen Vertrieb sowie seine Vertriebs- und Heizungsbaupartner mit einer einfachen und zeitsparenden Heizraumplanung inklusive dreidimensionaler Ansichten der gesamten Anlage.
Das neue Planungsprogramm ÖkoFEN plan4[heat] 2.3 macht die Projektierung einer neuen Pelletsheizung so effizient wie noch nie. Alle notwendigen kaufmännischen und technischen Unterlagen wie Materiallisten, Angebote, Montagepläne, Einreichpläne und farbige 3D-Ansichten können per Mausklick ausgegeben werden. Überprüft durch das hinterlegte Regelwerk lässt sich die Planung einer kompletten Heizanlage in rund 15 Minuten fertig stellen. „Die neue Software wurde so programmiert, dass sie unsere Handwerks­partner bei der Planung von Pelletsheizungsanlagen optimal unterstützt“, erklärt ÖkoFEN Geschäftsführer Herbert Ortner. „Wir haben das gesamte Produktsortiment integriert, sodass der Kunde in kürzester Zeit einen realistischen Plan seiner neuen Heizungsanlage in Händen halten kann. Der Kunde kann mithilfe der Software seinen neuen Heizraum sogar virtuell besichtigen.“
Als zusätzliche Serviceleistung kann der Fachhandwerker bei Bedarf die virtuelle Planung des Heizraums durch den ÖkoFEN Außendienst erstellen lassen. Darüber hinaus erhalten interessierte Fachpartner die Möglichkeit, zunächst für 30 Tage eine kostenlose Testversion anzufordern. Selbstverständlich wurde auch eine Telefon-Hotline eingerichtet, die bei Rückfragen Unterstützung bietet. Weitere Informationen zu ÖkoFEN plan4[heat] 2.3 und die Testversion des Programms sind bei der ÖkoFEN Deutschlandzentrale erhältlich unter info@oekofen.de oder der Telefonnummer 0 82 04 / 29 80-0.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik

SHKG 2011

Messe bietet umfangreiches Fachprogramm von Profis für Profis
BD || Die Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation SHKG ist vom 12. bis 14. Oktober 2011 die ideale Plattform für den ostdeutschen Markt und präsentiert aktuelle Innovationen aus den Bereichen Sanitär- und Abwassertechnik, Heizungstechnik, Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik, Systeme für alternative und erneuerbare Energien sowie Brand-, Wärme-, Schall- und Korrosionsschutz. Bereits jetzt haben sich rund 15 Prozent mehr Aussteller als zum Vergleichszeitpunkt der Vorveranstaltung und eine Vielzahl marktführender Unternehmen angemeldet. Unter dem Motto „Neueste Technologien. Starkes Handwerk“ stehen an den drei Messetagen vor allem innovative und Ressourcen schonende, energieeffiziente Technologien und Produkte im Mittelpunkt. Zu diesen Produkten gehören zweifellos effizient arbeitende Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe. Die Rheinbraun Brennstoff GmbH wird deshalb mit einem eigenen Messestand vertreten sein. Denn der Brennstoff macht den Unterschied. Unterstützt wird die Rheinbraun dabei von den Kollegen des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen, die auf dem Messestand ebenfalls vertreten sind. Sie werden den Messebesuchern Auskünfte zu den Bestimmungen der novellierten BImschV und Tipps zum richtigen Einsatz von Feuerstätten und Brennstoffen geben. Zu finden ist der Messestand in Halle 3. Er hat die Nummer F10/G11.

Foto: Messegesellschaft Leipzig

Ausgabe: 81 , Kategorie: Produkte

Das Deutsche Schornstein­fegerwesen

Rechtsvorschriften, Materialien und Erläuterungen
Das am 29. November 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens führt zu zahlreichen Einschränkungen des Kehrmonopols der Bezirksschornsteinfeger.
Das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz und das Schornsteinfegergesetz kommen bis zum 31. 12. 2012 parallel zur Anwendung. Dennoch muss man sich auf einen neuen Wettbewerb einstellen. In dieser Umbruchphase ist das Handbuch ein kompetenter Begleiter.
Mit der 37. Lieferung ist das Werk wieder auf dem aktuellen Stand. Die Lieferung enthält die Energieeinsparverordnung und die novellierte Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV). 
Bestellmöglichkeit online unter:
www.ESV.info/978 3 503 02570 1

Dohrn
Das Deutsche
Schornsteinfegerwesen
Rechtsvorschriften,
Materialien und Erläuterungen
Ergänzbares Handbuch für die Schornsteinfeger, die Handwerksorganisationen, die Haus- und Grundbesitzer sowie für die Behörden und Gerichte
Von Jens Torsten Arndt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks
Begründet von Dr. Max-Jürgen Dohrn, ehem. Leiter der Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages
2011, Loseblattwerk einschließlich der 37. Ergänzungslieferung, 1.170 Seiten in 1 Ordner, Euro (D) 49,80
ISBN 978-3-503-02570-1
ERICH SCHMIDT VERLAG

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik

Dreiseitige Feuersicht bei Camina

Die neuen S-Anlagen von Camina
Gleich drei neue Kaminanlagen mit Speicherstein hat Camina ins Programm genommen. Das Besondere an diesen Modellen aus der S-Serie ist die Feuersicht – der Nutzer genießt den Blick auf das Flammenspiel von drei Seiten.
Allen Anlagen gemeinsam ist die Kombination von hervorragender Technik in Form von Heizkamineinsätzen der Reihe Ekko und Speicherstein. Die Speichersteine nehmen zunächst die Wärme auf und geben sie als Strahlung an den Raum ab. Diese Wirkungsweise wird als sehr angenehm empfunden. Camina setzt für die neuen S-Modelle jeweils spezielle Bauelemente ein. So lässt sich die Camina S 14 aufgrund ihrer Maße auch als Raumteiler einbauen. Gerade ein großzügiger offener Wohnbereich gewinnt mit einer solchen Anlage ungemein.
Gleichzeitig kann der Nutzer die Außenfläche seines Modells individuell gestalten und an sein Ambiente anpassen. Das Verputzen ist ebenso möglich wie ein farbiger Anstrich. Bei den Bankelementen stehen neun Natursteinsorten zur Auswahl, außerdem eine Keramikvariante.
Die drei S-Modelle 13, 14 und 15 unterscheiden sich in ihren Außenmaßen, den eingesetzten Heizkamineinsätzen und der Heizleistung in kW. Die Ekko-Kamineinsätze verfügen jeweils über eine hochschiebbare Tür, die für die leichte Reinigung auch nach außen zu schwenken ist. Auf Wunsch lassen sich die Kamineinsätze in besonders edlen Ausführungen wählen, etwa in Edelstahl. Alle S-Anlagen können rasch aufgebaut werden, da sie über ein ausgefeiltes Tragrahmensystem verfügen. Der erfahrene Ofenbauer ist in der Lage, eine solche Anlage schnell und einfach zu installieren.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik

Scheitholzkessel werden wieder gefördert

Windhager LogWIN entspricht den Vorgaben
Mit Holz wird umweltfreundlich und zu geringen Kosten geheizt. Daher begrüßt das Unternehmen Windhager die Entscheidung des BAFA, die Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln mit pauschal 1.000 € wieder einzuführen. Mit dem LogWIN stellt der Heizungsspezialist Windhager einen Wärmeerzeuger zur Verfügung, der den hohen Anforderungen in jeder Hinsicht entspricht. So hält er den für die Förderung notwendigen Grenzwert für Staub­emissionen von maximal 15 mg/m³ und den Kesselwirkungsgrad von mindestens 89 % ein.
Des Weiteren gilt der LogWIN durch seinen Edelstahl-Füllraum als langlebig und widerstandsfähig. Windhager gibt deshalb 10 Jahre Garantie auf diese Komponente. Die große Füllmenge von 176 bzw. 226 Litern wirkt sich positiv auf die Abbrandzeit aus. Für eine lange Gluterhaltung und ein einfaches Nachlegen ohne Anheizen sorgen überdies spezielle Füllraum-Bodensteine, die die Hitze speichern.
Die Verbrennungsregelung, eine Kombination aus einer Lambdasonde und der bewährten Windhager-Thermocontrol, gewährleistet eine optimale Verbrennung. Sie unterstützt auch bei niedrigen Brennkammer-Temperaturen die bestmögliche Einstellung der Verbrennungsparameter. Damit wird die Gluterhaltung gefördert und der Kessel gleichzeitig vor Überfeuerung geschützt. Die patentierte Brennkammer selbst ist modular aufgebaut und ermöglicht durch ihre gute Wärmedämmung einen hohen Wirkungsgrad.
Der LogWIN stellt auch mit unterschiedlichen Holzquali-täten eine dauerhaft effiziente und saubere Verbrennung sicher. Er eignet sich für Scheitholz bis zu einer Länge von 50 cm, naturbelassenes Restholz oder Holzbriketts. Nach der Abbrandphase lässt sich die angefallene Asche direkt mit Hilfe der einhängbaren Aschenlade entsorgen.
Der Holzvergaserkessel ist in fünf Leistungsgrößen von 18 bis 50 kW erhältlich. Auf alle Wärmeerzeuger dieser Baureihe gewährt Windhager eine Vollgarantie von fünf Jahren. Die Kessel lassen sich mit entsprechenden Pufferspeichern und Solaranlagen zu einem zeitgemäßen Heizungssystem ergänzen.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik

Sauberes Heizöl durch Mehrfachfilterung von Afriso

Moderne Ölheizungsanlagen werden heute ziemlich exakt auf den Wärmebedarf eines Gebäudes ausgelegt. Tankanlagen werden kleiner; Leitungen, Kanäle und Düsen werden immer feiner und können leichter verstopfen: Die Störanfälligkeit von Heizungsanlagen steigt. Mehr denn je kommt es daher auf die professionelle Ausrüstung von Ölheizungsanlagen an. Ein entscheidender Faktor hierbei ist die Bereitstellung von „sauberem“, entlüftetem Heizöl durch eine verbesserte Aufbereitung. Die Entwicklung feiner Filtereinsätze ist nahezu ausgereift – heute sind neue, flexible Filterkonzepte gefragt. Von AFRISO gibt es jetzt eine Lösung für sauberstes Heizöl!
FloCo-TOP-2 in Sicherheitsausführung mit integriertem Filter und Absperrventil von AFRISO wurde zur kontinuierlichen Entlüftung und Filterung von Heizöl, Diesel, Bioheizöl und Biodiesel mit 0–20 % Fettsäure-Methylester (FAME) in Ölheizungsanlagen (Einstrangsysteme mit Rücklaufzuführung) entwickelt. Die technische Neuerung besteht in einer innovativen Mehrfachfilterung, bei der das vom Brenner zurücklaufende Heizöl entweder direkt dem Vorlauf beigemischt oder durch das Umstellen eines Umschaltventils erneuten Filtervorgängen unterzogen wird. Der Reinheitsgrad des Heizöls steigt stetig und trägt zu verbesserten Verbrennungsvorgängen und optimalen Brennwerten bei.
Dieses zukunftsweisende Filterkonzept, das bei Verwendung eines Feinstfilters eine echte 5 µm-Filterung erreicht, übertrifft alle empfohlenen Öl-Reinheiten moderner Heizungsanlagen!
Die Basis des Entlüfters bildet ein Metall-Gehäuse mit Umschaltventil für die Mehrfachfilterung und integriertem Rückflussverhinderer mit Druckentlastung in Richtung Tank. Ein Manometer (-0,7/0,9 bar) dient dem Anlagenbetreiber als einfache Serviceanzeige, denn mit zunehmender Verschmutzung des Filtereinsatzes steigt das Vakuum stetig an und der notwendige Filterwechsel wird klar ersichtlich.
Das Gerät verfügt zudem über einen Absperrhahn, eine Entleereinrichtung und ein Bypassventil. Der Absperrhahn ermöglicht die Überprüfung der Saugleistung der Brennerpumpe. Die Entleereinrichtung macht jeden Filterwechsel zu einer absolut sauberen Angelegenheit. Das Bypassventil unterstützt das Ablassen des Heizöls bei einem Wechsel des Brennerschlauches. In der aufgesetzten Kunststoff-Entlüfterhaube ist ein 3-Schwimmer-Sicherheitssystem integriert, welches verhindert, dass Ölschaum durch die Entlüftungsbohrung austreten kann. Mit angeschlossenem Entlüftungsschlauch ist das Gerät völlig geruchsdicht und erfüllt die strengen PROOFED BARRIER Kriterien. FloCo-TOP-2 ist für einen Rücklaufstrom bis max. 120 l/h und Betriebs­temperaturen bis 60 °C geeignet. Als Anschlüsse stehen tankseitig G 3/8 i und brennerseitig G 3/8 a (G ¼ i optional) mit 60° Konus zur Verfügung. Der neue Heizölentlüfter FloCo-TOP-2 ist TÜV-geprüft und entspricht EN 12514-2. Das Gerät ist aufgrund Normverschraubung und Klicksystem schnell und einfach montiert und in jeder Anlage einsetzbar.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Produkte

Testo Abgas-Analysegerät testo 350

Innovatives Gerätekonzept setzt neue Maßstäbe
Mehr Funktionen und eine wesentlich einfachere Bedienung bietet das von der Testo AG neu entwickelte Abgas-Analysegerät testo 350 für Industriebrenner und -motoren sowie Gasturbinen. Nach einfacher Konfiguration des Messablaufes werden alle Messungen automatisch durchgeführt und die Werte gespeichert. Präzise Analysen sind somit unmittelbar und ohne Gerätekenntnisse möglich.
Aus dem Hause eines der weltweit führenden Messtechnik-Spezialisten, der Testo AG, ist ein neues, portables Abgas-Analysegerät erhältlich: das testo 350. Vorprogrammierte Geräteeinstellungen führen den Anwender durch komplette Abgasanalysen, zum Beispiel bei der Inbetriebnahme, Wartung oder Betriebsmessung von Industriebrennern bzw. -motoren, Gasturbinen oder Rauchgasreinigungsanlagen sowie bei der Messung der Gas-Atmosphäre im Feuerungsraum oder in Brennöfen. Des Weiteren kann das testo 350 bei der Kontrolle und Überwachung behördlich festgelegter Abgas-Emissionsgrenzwerte sowie für die Funktionsprüfung fest installierter Emissionsmessgeräte eingesetzt werden.
Das Abgas-Analysegerät testo 350 besteht je nach Anforderung aus einer Control Unit, einer Analysebox und einer Gasentnahmesonde. Durch die abnehmbare Control Unit oder in direkter Verbindung mit einem PC bzw. Notebook (USB oder Bluetooth® 2.0) wird die Analysebox einfach bedient. Die Messwerte werden im farbigen, 3,5 Zoll großen Grafikdisplay der Control Unit übersichtlich dargestellt. Anwender können diverse Messobjekte wie etwa Brenner, Gasturbine oder Industriemotor frei konfigurieren. Im Display werden zu jedem dieser Messobjekte typische Brennstoffe sowie eine sinnvolle Reihenfolge der Abgasparameter angezeigt. Darüber hinaus sind Berechnungen und Gerätevoreinstellungen hinterlegt.
In sich geschlossene Kühlkreisläufe isolieren die gesamte Geräte-Elektronik sowie die Gas-Sensorik vor Verschmutzungen aus der Umgebungsluft. Ausfallzeiten durch Geräteverschmutzungen sind durch diese intelligente Bauweise nahezu ausgeschlossen. Die Steckverbindungen für die Gasentnahmesonden und Datenbuskabel sind mit einem Bajonettverschluss fest verriegelt und damit sicher mit der Analysebox verbunden. Lose Kontakte und falsche Messwerte werden hierdurch verhindert. Die Öffnung an der Geräte-Unterseite ermöglicht einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Service- und Verschleißteile wie z. B. Pumpen und Filter. So können Anwender vor Ort eine Reinigung, Wartung bzw. Austausch direkt vornehmen. Dies reduziert Servicezeiten und Wartungskosten.
Durch die Auswahl der Messobjekte im Gerät und die automatische Durchführung der Messabläufe ist ein routiniertes und schnelleres Arbeiten in der täglichen Anwendung möglich, ohne dass vom Anwender besondere Gerätekenntnisse erforderlich sind. 

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger

20. Spiel- und Sportfest mit internationaler Beteiligung für Rollstuhlfahrer und ihre Freunde

Reinhard Wegner || Das Behindertensportfest fand zum 20. Mal in Tangerhütte statt. Im Vorfeld der Veranstaltung trat doch einige Hektik auf, da ein neuer Vorstand des Rollstuhl-Sportverbandes gewählt wurde. Der alte Vorstand trat aus Altersgründen zurück. Der neue Vorstand hat jedoch unter Mitwirkung der alt bewährten Helfer das Jubiläumsfest hervorragend gemeistert.
Natürlich war auch wieder die Schornsteinfegerinnung Altmark dabei. Am Eröffnungstag, Donnerstag, den 04. 08. 2011, wurde eine gemeinsame Kreisgruppenversammlung durchgeführt und anschließend zum Sportschießen (Mannschaftspokal) auf den Schießstand gegangen. Eine Mannschaft bestand aus zwei Rollstuhlfahrern und einem Schornsteinfeger. Im Mannschaftswettbewerb gewann unser Obermeister Torsten Kiel mit seinen beiden Rollis und 126 Ringen. Am Freitag, den 5. August, war die offizielle Eröffnung auf dem Platz vor dem Rathaus in Tangerhütte geplant. Wegen starken Regenfalls musste die Veranstaltung aber in die Sporthalle verlegt werden. Anschließend fanden Sportwettbewerbe der Rollstuhlfahrer wie z. B. Tischtennis, Basketball, Boccia usw. statt. Ab 19:30 Uhr stand auf dem Terminplan „Grillen mit Siggi“. Der Bezirksschornsteinfegermeister im Ruhestand Siegfried Pianka hat hier wieder mit seiner unnachahmlichen Art und Weise und seinen Spezialitäten für das leibliche Wohl aller Beteiligten gesorgt. Er konnte sich wie immer auf seine Helfer verlassen. Am Sonnabend, den 6. August, wurden die sportlichen Vergleiche mit Leichtathletik, Bogenschießen, Stadtparklauf und einer Feuerwehrvorführung weitergeführt. Am Abend wurden die Wettbewerbe ausgewertet und die Sieger geehrt.
Somit ging wieder ein gelungenes Spiel- und Sportfest zu Ende. Aber nach dem Sportfest ist vor dem Sportfest und somit haben die Planungen für das Sportfest 2012 bereits begonnen.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger

Fünf Jahre Fachverband der Arbeitnehmer im Schornstein­fegerhandwerk Sachsen e. V. (FASS)

Jörg Rother || Noch vor wenigen Jahren galt es als undenkbar, eine neue Arbeitnehmervertretung neben dem bestehenden „Monopolisten“ Zentralverband deutscher Schornsteinfeger (ZdS) ins Leben zu rufen. Und so wurden die 17 Kollegen, die sich am 20. April des Jahres 2006 in Dresden zur Gründungsversammlung des Verbandes trafen, nicht nur recht feindselig behandelt, sondern auch durchaus mitleidig belächelt.
Den 49 Teilnehmern der diesjährigen Mitgliederversammlung, welche in der Aula der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. stattfand, bot sich indes ein gänzlich anderes Bild. Denn inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr am Konzept und am Erfolg des Vereins. Entsprechend konnten die Vorstandsmitglieder wieder über zahlreiche Aktivitäten berichten, von denen viele bereits zum festen Programm gehören. Erwähnt seien die beliebten Schulungsfahrten zu renommierten Herstellern, zahlreiche eigene Schulungsmaßnahmen (energetische Inspektion, KÜVO, Feststoffmessungen, Vorbereitung auf einen Kehrbezirk usw.), sowie die jährlich stattfindende Prüfungsvorbereitung für unsere Lehrlinge. Aber auch die Jahresschulungen an der Bildungsstätte tragen den Stempel des Fachverbandes. Die Mehrzahl der Dozenten wird bereits von ihm gestellt. Selbst im Meisterprüfungsausschuss ist der Verein vertreten. Natürlich kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier (diesmal im Anno Domini in Dresden), die Besuche des Dresdener Stollenfestes, der Leipziger Bierbörse und dem Tag der Sachsen sind ein Beleg dafür. Erfreuliches gibt es auch über die Entwicklung der Mitgliederzahlen zu berichten. Über 40 % aller sächsischen Gesellen sind dem Fachverband inzwischen beigetreten.
Nach fünf Jahren war es auch an der Zeit einen neuen Vorstand zu wählen. Das einstimmige Votum für alle Kandidaten zeigt die Zufriedenheit der Mitglieder mit dem Erreichten. In ihren Ämtern bestätigt wurden Jörg Rother als Vorsitzender, Steffen Wittek als stellvertretender Vorsitzender, Marco Gralapp als Referent für Technik und Weiterbildung, als Schatzmeister Jens Buschan, als Beisitzer Heiko Schumann und Falko Damm. Tobias Bertram übernimmt als bisheriger Beisitzer das Amt des Schriftführers. Neu in den Vorstand gewählt wurden Marko Hirt als dritter Beisitzer und Markus Reddmann als Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Neuwahlen wurden erforderlich, da die Gründungsmitglieder Hagen Grahle und Thomas Tschaplowitsch ihre Ämter aufgeben mussten, nachdem sie als Bezirksschornsteinfegermeister bestellt worden sind. Beide Kollegen wurden im Rahmen der Veranstaltung herzlich verabschiedet.
Für die Zukunft hat sich der Vorstand einiges vorgenommen. Immerhin hat sich seit der Gründung des Vereins so manches gründlich verändert. Alle für unser Handwerk bedeutenden Gesetze wurden novelliert. Klar ist, gut ausgebildete Gesellen werden gebraucht. Und da wird die zukünftige Arbeit ansetzen – die Mitgliedschaft im FASS als Gütesiegel für gut informierte und geschulte Gesellen sowie fähige Bewerber auf einen Kehrbezirk.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik

Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft trifft sich in Slowenien

Mitgliederversammlung ist für Abschaffung der Förderungen
Mitte Mai fand im slowenischen Ljubljana die diesjährige Mitgliederversammlung der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA e. V.) statt. Auf dem Programm standen Informationen und Diskussionen rund um den Themenbereich „Heizen mit Festbrennstoffen – Wärmegewinnung mit Zukunft.“ Interne und externe Referenten bereicherten die Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen zu aktuellen Problemstellungen der Branche. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Absatzsituation in Deutschland – dem größten europäischem Regionalmarkt für Einzelfeuerstätten – äußerst stark von aktuellen Fördermaßnahmen (beispielsweise dem Marktanreizprogramm MAP) abhängig ist. „Die mangelnde Verlässlichkeit der Fördersituationen verunsichere jedoch zunehmend die Verbraucher, die sich daraufhin in Kaufzurückhaltung übten“, so Geschäftsführer Dr. Heinrich Göddeke am Ende der Diskussionsrunde. Die EFA-Mitglieder fordern aus diesem Grund eine Abschaffung aller Förderprogramme für die nächsten Jahre.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt, der den langjährigen ersten Vorsitzenden Dietmar Kessler unterstützt. Die im Jahre 1996 gegründete EFA gilt mit rund 40 Mitgliedern aus sieben Ländern als Plattform für Hersteller, die sich mit der Produktion von Festbrennstoff-Feuerstätten sowie den dazugehörigen Komponenten beschäftigen. Die Mitgliedsfirmen zeichnen sich durch ein hohes Qualitätsbewusstsein aus und haben zu diesem Zweck die europaweit einheitlichen Richtlinien für das EFA-Qualitätssiegel erarbeitet, das den Verbrauchern eine hohe Produktgüte garantiert.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik

MDR zu Gast bei Uwe Nenzel

JR || Im Frühjahr lud Uwe Nenzel nach Zella in der Rhön. Grund dafür war eine Reportage zur Gefahr von Sauerstoffmangel in Verbindung mit Feuerstätten. Ventilatoren, die in raumluftabsaugende Geräte eingebaut sind, erzeugen einen höheren Unterdruck als der Schornstein. Es besteht deshalb die Gefahr von Abgasaustritt, bei dem sich das hochgiftige, geruchlose und unsichtbare Kohlenmonoxid unbemerkt im Raum verteilt.

Feuerstätten, die ihre Verbrennungsluft aus der Wohnung oder einer Nutzungseinheit beziehen, dürfen deshalb nicht in Räumen aufgestellt werden, wenn daraus Luft über einen Ventilator abgesaugt wird. Für die Veranschaulichung dieser Zusammenhänge hatte Uwe Nenzel das Haus von Frau Schramm ausgewählt. Bei ihr konnte man eine solche Gefahrensituation sehr gut darstellen und Frau Schramm stellte ihre Feuerstätte und die in diesem Raum befindliche Dunstabzugsanlage für diesen Tag gern zur Verfügung.

Aufmerksam auf diese Problematik und den Schornsteinfegermeister wurde der MDR durch den Technischen Landesinnungswart aus Sachsen, Stefan Gralap.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger

Deutschland feiert das Handwerk

DB || Zum ersten Mal wurde am 3. September deutschlandweit der Tag des Handwerks gefeiert. Auf einer offiziellen Pressekonferenz würdigte Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler die ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks. Dazu verdeutlichten mehrere hundert Aktionen in ganz Deutschland die Größe und Vielfalt der „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Nach dem Motto „Deutschland ist handgemacht“ haben Handwerksorganisationen und -betriebe mit über 500 Aktionen und Events am ersten Tag des Handwerks gezeigt, was alles im Handwerk steckt.
In Köthen fand, initiiert von der Kreishandwerkerschaft Anhalt-Bernburg/Köthen, eine Präsentation verschiedener Handwerksberufe statt. Unter anderen waren hier die Friseure, Elektriker, Fleischer, Tischler, Dachdecker, Maler, Ofenbauer, Schumacher, Sattler, Bäcker, Steinmetze, Optiker, Zimmerer und selbstverständlich auch unser Schornsteinfegerhandwerk dabei. An den Ständen konnten sich alle Neugierigen von der Vielfalt und Modernität der Handwerksberufe überzeugen lassen. Auch der Stand der Schornsteinfegerinnung Halle wurde gut besucht. Vor allem Fragen zum neuen Schornsteinfegerrecht, aber auch zum Heizen mit Holz waren hier das beherrschende Thema.
„Ich hätte nie gedacht, dass es im Handwerk so viel zu entdecken gibt“, so einer der jungen Besucher aus Bernburg, und seine Freundin, selbst Auszubildende des Maler-Handwerks, ergänzte: „Ich finde es gut, dass für das Handwerk geworben wird.“ Die Veranstaltung fand einen kulturellen Rahmen in den Darbietungen des Kindergartens „Guter Hirte“ und der „Dance Collection“ Bernburg. Als Höhepunkt erfolgte die Freisprechung der Gesellen im Handwerk mit anschließendem Anschnitt der Handwerkertorte. Insgesamt war dieses Event ein gelungener Beitrag zum ersten Tag des Handwerks in Deutschland.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger

Wiederkehrende Überprüfung bzw. Reinigung von Lüftungsanlagen

Ingo Wilsdorf || Aus hygienischen und auch aus bauphysikalischen Gründen müssen Aufenthalts- und ähnliche Räume ausreichend be- und entlüftet werden. Daher ist z. B. in der Musterbauordnung festgeschrieben, dass Wohnungen durchlüftbar sein müssen. Insbesondere fensterlose Aufenthaltsräume, Küchen und Kochnischen sowie Bäder und Toiletten sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist.
Eine Lüftungseinrichtung ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn sie dauerhaft funktioniert. In der Vergangenheit wurde die mangelhafte Funktion einer Lüftungsanlage durch die Undichtheit der Fassade, insbesondere der Fenster, weitestgehend kompensiert. Zur Einsparung von Heizenergie werden heute zunehmend dichte Fenster eingebaut und Fassaden gedämmt. Die ordnungsgemäße Funktion einer Lüftungsanlage gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung.
Von vielen Experten wird immer wieder auf die Notwendigkeit einer funktionierenden Lüftung hingewiesen. Langfristig ist dies nur durch eine regelmäßig wiederkehrende Überprüfung und gegebenenfalls Reinigung zu gewährleisten. Das Schornsteinfegerhandwerk in den neuen Bundesländern hat diese wichtige Aufgabe schon vor der Wiedervereinigung Deutschlands und auch in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten erfolgreich wahrgenommen.
Nicht normgerecht errichtete und nicht wiederkehrend überprüfte Lüftungsanlagen sind Gefahrenpotenziale. Sie können auf Dauer nicht den raumhygienisch und bauphysikalisch erforderlichen Luftwechsel unter Beachtung des Brandschutzes des Gebäudes gewährleisten.
Die Funktion einer Lüftungsanlage ist nur dann gewährleistet, wenn der Querschnitt sowohl für die Zuluftzuführung als auch für die Abluftabführung ausreichend groß bemessen ist und nicht durch Ablagerungen eingeengt wird. Aufgrund der Staub-, Feuchte- und Partikelbelastung der Außen- und besonders der Raumluft ist bei jeder Lüftungsanlage mit einer Verschmutzung zu rechnen. Daneben wird die Leistung der Lüftungsanlage durch Verschleiß, Korrosion oder Beschädigung von Anlagenteilen vermindert.
Brandschutztechnische Hintergründe
Lüftungsanlagen können wie alle vertikalen und horizontalen Leitungen im Gebäude eine sicherheitsrelevante Gefahrenquelle darstellen. Schwerpunkte sind hier nicht nur die Brandausbruchsmöglichkeiten, wie z. B. bei der Lüftung von Wohnungsküchen, sondern auch die Brandausbreitung im Falle eines Schadensfeuers. Deshalb müssen die Lüftungsleitungen in Gebäuden mit mehr als zwei Geschossen eine Feuerwiderstandsdauer haben. Sie verfügen dazu über eigene feuerwiderstandsfähige Leitungen und/oder Absperrvorrichtungen (Deckenschotts oder Brandschutzklappen).
Absperrvorrichtungen sind in der Mehrheit mit einer jährlichen Überprüfung durch die entsprechende bauaufsichtliche Zulassung beauflagt. Insbesondere Staub- und/oder Fettablagerungen können dazu führen, dass diese Absperrvorrichtungen nicht mehr einwandfrei funktionieren. Bei Auslöseversuchen wurde eindeutig die unzureichende Funktion an verschmutzten Absperrvorrichtungen in Lüftungsanlagen nach DIN 18017 nachgewiesen.
Verschmutzungen in diesen Anlagen führen dann bei Ausbruch eines Schadenfeuers zu einer unkontrollierten Brandübertragung im gesamten Gebäude. Schmutz in Lüftungsleitungen und Schächten ist also nicht nur ein hygienisches Problem, sondern vordergründig ein Problem der Brandsicherheit der betroffenen Gebäude.
Lüftungsanlagen, die vor dem 03. 10. 1990 errichtet wurden, erfüllen zudem in der Regel nicht die heute geltenden brandschutztechnischen Anforderungen. Zum Teil sind dünnwandige Baumaterialien (z. B. Gips) oder sogar brennbare Materialien verbaut worden. Bei diesen Anlagen würden erhebliche Staub- und Fettablagerungen zu einer zusätzlichen Brandlast führen. Die verbauten Materialien werden im Falle eines Brandes dieser vermeidbaren thermischen Mehrbelastung nicht standhalten. Die Überprüfung der Lüftungsanlagen dient also auch der Aufrechterhaltung des baulichen Brandschutzes, wie im § 3 Abs. 1 der Musterbauordung gefordert. Dort heißt es unter anderem, dass Anlagen so instand zu halten sind, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.
Bei der Überprüfung der Lüftungsanlagen durch den Schornsteinfeger geht es in erster Linie um die Überprüfung und letztendlich um die Beseitigung der Ablagerungen (Brandlasten). Nicht ohne Grund wird auch im § 41 Abs. 1 der Musterbauordnung gefordert, dass Lüftungsanlagen betriebssicher und brandsicher sein müssen.
Die Prüfpflicht für die Lüftungsanlagen in Wohngebäuden gab es schon vor 1990. Sie ist nach der Wiedervereinigung zum Teil in den Kehrordnungen der neuen Bundesländer auf Grundlage des Einigungsvertrages geregelt.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger

Klein Schwaß

Liebe Leser, beim Anblick des Titels staunen Sie sicher über das neue Gebäude. Nun, ganz neu ist es freilich nicht. Durch den Beitritt des Landesinnungsverbandes Mecklenburg-Vorpommern zur Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks ging diese Immobilie in die Trägerschaft unseres Schulvereins und ist fortan die Außenstelle der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. Durch den Beitritt wurde auch unsere Redaktionskommission um ein Mitglied verstärkt. Kollege BSM Heiko Karmoll wird künftig über die Aktivitäten der Schornsteinfeger in Mecklenburg-Vorpommern berichten. Wenn Sie, liebe Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern, eine Veranstaltung organisieren, melden sich beim Kollegen Karmoll und dokumentieren Sie diese bitte. Wir berichten gerne über Sie. Beginnen wird er seine neue Tätigkeit mit der Vorstellung von Klein Schwaß:
Heiko Karmoll: Klein Schwaß liegt 9 km westlich von Rostock, etwa 10 Autominuten von der A 20 entfernt. Im Jahr 1991 erwarb die damalige Schornsteinfegerinnung Rostock dieses alte Molkereigebäude. Mit viel Mühe und Engagement errichteten unsere Kollegen eine moderne und schöne Weiterbildungsstätte. Beim Zusammenschluss der drei Innungen im Land zur Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern ging die Weiterbildungsstätte in das Eigentum des LIV über. In dem zweistöckigen Gebäude befinden sich zwei voll ausgestattete Schulungsräume, einer mit EDV-Ausstattung. Im Erdgeschoss ist eine Lehrwerkstatt für die Lehrlings-, Gesellen- und Meisterweiterbildung. Im Gebäude befindet sich auch der technische Prüfstand. In Zukunft zieht die Geschäftsstelle des Landesinnungsverbands in die gut ausgestatteten Büros, so dass die Kollegen alles an einem Ort vorfinden. Der Schulleiter der Außenstelle ist unser Rostocker Kollege BSM Rainer Tillmann (siehe Foto unten). Er kümmert sich um die Belange des Schulungsgebäudes.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Mängel

undichte Abgasleitungen für Brennwertgeräte

Abgasleitungen für Brennwertgeräte müssen feuchte­unempfindlich und oft auch druckdicht sein. Aber der Zahn der Zeit nagt auch an diesen, für die Abgasabführung erforderlichen Bauteilen. Immer öfter trifft der Schornsteinfeger bei seiner Überprüfungstätigkeit auf solche Mängel. Die in dem Foto abgebildete Abgasleitung aus Aluminium war ca. 15 Jahre in Betrieb. Deutlich sind die Löcher zu erkennen, die aus der Leitung schon fast ein Sieb gemacht haben.
Bild: BSM Martin Fehn

Ausgabe: 80 , Kategorie: Mängel

Dunstabzugsanlagen in Gaststätten

Dunstabzugsanlagen in Gaststätten oder anderen gewerbsmäßigen Küchen sind für den Transport der Küchenabluft und oft auch der Abgase der Gasherde zwingend erforderlich. Der Schornsteinfeger überprüft einmal jährlich u.a. ob diese Anlagen verschmutzt sind. Eine saubere Abluftanlage sichert einen störungsfreien Betrieb und minimiert die Brandgefahr erheblich. Wenn aber wie in diesem Beispiel die Filteranlage zugesetzt ist, ist an einen Abzug der Abgase und Abluft nicht mehr zu denken. Zum Glück gibt´s den Schornsteinfeger, der auf diese Missstände aufmerksam macht.
Bild: BSM Torsten Kiel

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Lehrlinge besuchten Schiedel-Werk

Es ist seit vielen Jahren eine gute Tradition, dass die Schornsteinfegerlehrlinge des dritten Lehrjahres kurz vor Abschluss ihrer Lehrzeit das Werk der Firma Schiedel in Dürrweitzschen besuchen.
Auch in diesem Jahr wurden wir wieder herzlich empfangen und konnten uns bei einem Betriebsrundgang die Produktion der Schiedel-Systemschornsteine ansehen und uns von der Leistungsfähigkeit des Werkes überzeugen. 42 Mitarbeiter produzieren für den gesamten deutschen Markt die SIH Mantelsteine und die Schornsteinfertigfüße. Beeindruckend war besonders die Montage von geschosshohen Schornsteinfertigteilen, die im Werk Dürrweitzschen für ganz Deutschland hergestellt werden.
Am Ende des Rundganges bekamen wir in einem anschließenden Vortrag von Herrn Kaltwasser, der als Verkaufsberater tätig ist, einen Einblick in das Produktionsprogramm der Firma Schiedel. Er erläuterte uns Probleme der Statik, des vorbeugenden Brandschutzes und der Wohnungslüftung, die bei den Kunden auftreten können. An konkreten Beispielen konnten wir sehen, welche Lösungen die Firma Schiedel dafür anbieten.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Firma Schiedel, besonders bei Herrn Kaltwasser und Herrn Paschke, für die langjährige Unterstützung bedanken und wünschen uns, dass wir auch in den nächsten Jahren das Werk besuchen können.
Wolfgang Küster
Fachlehrer

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Großer Bahnhof zum 65. Geburtstag von Schulleiter Hans Poltersdorf

Der Schulleiter der „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V.“, Hans Poltersdorf, hatte am 2. April 2011 seinen 65. Geburtstag. Anlass genug für den Schulvereinsvorsitzenden Thomas Keindorf und die Mitarbeiter der Schornsteinfegerschule, allen voran Frau Wiegel und Frau Schran, einen Empfang zu seinen Ehren zu organisieren. Der Einladung folgten neben Vertretern der angeschlossenen Landesinnungsverbände auch der Landrat Nordsachsens Michael Czupalla, Hubertus Wacker, Oberbürgermeister Eilenburg, Roland März, Bürgermeister der Gemeinde Doberschütz, ehemalige Kollegen aus der Berufsschulzeit sowie Vertretern von Firmen aus Eilenburg und Parteifreunde.
Der Schulleiter Thomas Keindorf zeigte in seiner Laudatio einen Überblick über die wichtigsten beruflichen Stationen des Jubilars.
Hans Poltersdorf ist seit 1971 als Berufsschullehrer im Schuldienst. Seit der Gründung des Schulvereins Sachsen-Thüringen am 17. Januar 1992, und auch schon davor, ist Hans Poltersdorf mehr als überdurchschnittlich in der Berufsbildung des Schornsteinfegerhandwerks engagiert. So war es am 18. Mai 1992 auch selbstverständlich, dass die Delegierten ihn zum Schulleiter wählten.
Der Grundstein für die heute modernste Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks wurde mit dem Grundstückskauf der „Roten Jahne“ 1993 gelegt. Nicht zuletzt ist es ein Verdienst von Hans Poltersdorf, dass nach der Baugenehmigung 1995 schon am 19. Februar 1998 Einweihung in der Ausbildungsstätte mit Schulräumen, Werkstätten und Experimentierräumen sowie den erforderlichen Internatsplätzen für die überbetriebliche Berufsausbildung, die Meisterausbildung und die berufliche Fortbildung der Meister und Gesellen gefeiert werden konnte.
Mit der Aufnahme von Sachsen-Anhalt im Dezember 1999 und Mecklenburg-Vorpommern im April 2011 gehören der „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V.“ 918 Mitgliedsbetriebe an.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Mitgliederversammlung des LIV Sachsen-Anhalt

Als besonderer Punkt auf der Tagesordnung der diesjährigen Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes (LIV) Sachsen-Anhalt stand die vorzeitige Wahl des neuen Landesinnungsmeisters. Dies wurde erforderlich, da der bisherige Landesinnungsmeister (LIM) Thomas Keindorf in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt wurde. Durch diese neue Aufgabe und seine weiteren Ehrenämter steht ihm die für die Aufgaben des LIM notwendige Zeit nicht mehr zur Verfügung. So trafen sich die Delegierten des LIV am 18. Mai 2011 in Magdeburg, um neben der Wahl auch über den Haushalt des LIV abzustimmen und über aktuelle Themen zu beraten. Wesentliche Inhalte waren u.a. die Lüftungsarbeit nach 2012, der beginnende Gesellenmangel, die geplanten Änderungen der KÜO und des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes, sowie die Auswertung von Unfällen und Bränden in Verbindung mit Feuerstätten. Außerdem wurde die Aufwandentschädigung für die Ehrenamtsträger angepasst. Am Nachmittag kam es dann zur Wahl des Landesinnungsmeisters. Als Kandidat hatte sich der bisherige stellvertretende LIM Torsten Kiel zur Wahl gestellt. Da in diesem Moment auch die Position des stellvertretenden LIM vakant wurde, musste auch hier eine Neuwahl erfolgen. Für diese Position stellte sich Daniel Börner, stellvertretender Obermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle, zur Wahl.
Sowohl Torsten Kiel als auch Daniel Börner wurden mehrheitlich in die jeweilige Position gewählt. Der frisch gebackene Landesinnungsmeister ließ es sich nicht nehmen, dem bisherigen LIM Thomas Keindorf für seine äußerst erfolgreiche und bereichernde Arbeit als Landesinnungsmeister zu danken. Die Aufzählung seiner Ehrenämter, Abgeordneter des Landtages Sachsen-Anhalt, Präsident der Handwerkskammer Halle, Mitglied im Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses des deutschen Handwerkskammertages, Vorsitzender der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks, Präsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk Düsseldorf machte deutlich, dass Thomas Keindorf seine ganze Kraft für seine Ehrenämter einsetzt und hier jeweils die Anerkennung und Wertschätzung der Beteiligten erhält. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen für den Berufsstand schlug Torsten Kiel der Mitgliederversammlung vor, Thomas Keindorf zum Ehrenlandesinnungsmeister zu ernennen. Die Delegierten folgten diesem Vorschlag einstimmig. Auch Hans Poltersdorf, Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. ließ es sich nicht nehmen, anerkennende Worte für die geleistete Arbeit Thomas Keindorfs als Landesinnungsmeister und Vorsitzender der Bildungsstätte zu übermitteln. Wir wünschen den neu gewählten Ehrenamtsträgern für ihre Arbeit viel Erfolg und Thomas Keindorf für seinen weiteren Weg, auch als Landtagsabgeordneter, eine glückliche Hand und gute Ideen.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Biathlon der Schornsteinfeger

Der nächste Winter kommt bestimmt. Von Donnerstag, dem 02. 02. 2012, an finden die 32. Skilanglaufmeisterschaften für Schornsteinfeger und Kaminkehrer in Tambach-Dietharz/Thüringen statt. Zur Einstimmung am Donnerstag werden wir mit einer gemeinsamen Skiwanderung das Rennsteiggebiet um Tambach-Dietharz erkunden. Am Freitag soll es dann schon mal ein bisschen ernst werden. Wir wollen auf der Biathlonanlage am Nesselberg einen Biathlon-Mix-Staffel-Wettbewerb austragen. Die deutschen Skilanglaufmeisterschaften unseres Berufsstandes wie auch der Wettbewerb der Innungsstaffeln werden am Samstag folgen. An allen Tagen wird es auch ein gemeinsames Abendprogramm geben. Neugierig geworden? Ab September wird es weitere Informationen unter www.1afeger.de geben. Als Veranstalter wünschen wir uns natürlich eine große Resonanz und freuen uns auf viele Starter zu den Wettbewerben und auf viele Gäste bei den Veranstaltungen.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Praktische Zwischenprüfung 2011 der Lehrlinge aus Thüringen

Die diesjährige praktische Zwischenprüfung der Auszubildenden fand am 29. April 2011 erneut in Weimar statt. Hierbei wurden die Lehrlinge auf ihr bisheriges Können geprüft um dem Ausbildungsbetrieb einen „Zwischenstand“ zu geben.
Pünktlich um 8:00 Uhr begrüßte der Berufsbildungswart Edgar Giese die aufgeregten Prüflinge. Danach wurden sie in Gruppen eingeteilt. Es erfolgte das Reinigen von Schornsteinen vom Dach und die anschließende Rußentnahme. Hierbei gab es die Schwerpunkte Arbeitsschutz, Sorgfalt und Sauberkeit. Diese wurden von den Prüfern hinterfragt. Die richtige Werkzeugwahl war entscheidend, da die Weimarer Altbauten und deren Schornsteine weit über die Höhen eines Einfamilienhauses hinausragen.
Ein weiterer Prüfungsteil bestand aus der Abgaswegeüberprüfung und CO-Messung an einer atmosphärischen Gasfeuerstätte. Die Auszubildenden mussten ihr Wissen und Können im Bereich der TRGI und deren 16 Schritte unter Beweis stellen. Für viele war dies der schwierigste Punkt der Prüfung. Doch auch das Reinigen von Verbindungsstücken stellte sich als Herausforderung dar. Es kam bei diesem Arbeitsschritt vor allem auf eine saubere Arbeitsweise an.
Als Bestandteil der Prüfung zählte nun die Überprüfung und Reinigung einer Lüftungsanlage. Die Lehrlinge mussten den Aufbau einer Sammelschachtanlage und deren Funktion erläutern. Die Lüfter wurden demontiert und gereinigt. Hierbei war es wichtig, die Anlage aus arbeitsschutztechnischen Gründen abzustellen.
Zum Schluss durften die Prüflinge ihre Arbeitsunterlagen vervollständigen, was auch als wichtiger Aspekt in der Bewertung angesehen wird. Herr Giese verabschiedete alle Teilnehmer und wünschte eine gute Heimfahrt. Die Auswertung wird in Kürze mit jedem Lehrling und deren Meister erfolgen. 
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Wir schreiben SICHERHEIT groß

Am Dienstag, den 10. Mai 2011, gegen 19:00 Uhr, ertönte der Hausalarm im Internat der Lehrlinge. Danach rückte die Freiwillige Feuerwehr aus Eilenburg mit Martinshorn und Blaulicht auf unseren Schulgelände an. Sechs Einsatzfahrzeuge waren an der Übung beteiligt.
Dies war sowohl eine Evakuierungsübung für unsere Lehrlinge als auch eine Einsatzübung für die Kameraden der Eilen­burger Wehr. Mit Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in das Internat ein und durchsuchten die Räume nach verletzten Personen. Gleichzeitig wurde vom Feuerlöschteich mit Hilfe eines LF16 die Löschwasserversorgung aufgebaut.
Nach wenigen Minuten war die Drehleiter einsatzbereit. Mit ihrer Hilfe wurde eine eingeschlossene Person gerettet.
Solche Übungen an realen und unbekannten Objekten stellen für die Wehr einen wichtigen Teil der Erhaltung der Einsatzbereitschaft dar.
Bei der Auswertung der Übung zeigte sich der Wehrleiter zufrieden sowohl mit der Evakuierung des Internates als auch mit den gezeigten Leistungen seiner Einsatzkräfte. 
Joachim Richter

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bildungsmesse im Unstrut-Hainich-Kreis 2011

Die jährliche Bildungsmesse fand in Verbindung mit dem Informationstag für Verkehr und Logistik am 26. März 2011 auf dem Gelände der Beruflichen Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises in Mühlhausen statt. Zu diesem Ereignis waren nicht nur die Schüler der Abschlussklassen geladen sondern alle aus- und weiterbildungsinteressierten Jugendlichen. ­Neben Unternehmen der regionalen Wirtschaft und dem öffent­lichen Dienst konnte das Regionalmanagement Unstrut-Hainich als Hauptorganisator der Messe, auch Dienstleister und weiterführende Schulen (Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien) als Partner gewinnen. Auf dem Außengelände fand zeitgleich der 13. Informationstag für Verkehr und Logistik statt. Trotz des trüben Wetters stellten sich dort hiesige Busbetriebe, Transportunternehmen, Autohäuser sowie die Abfallwirtschaft und die Verkehrswacht Thüringen vor. Die Jugendlichen hatten hier die Möglichkeit sich über die verschiedenen Berufe der Aussteller zu informieren, z. B. Dauer der Ausbildung, die Berufsschule und die verschiedenen Tätigkeiten des Berufsbildes. Das Schornsteinfegerhandwerk präsentierte sich zentral mit seiner innovativen Mess- und Prüftechnik. Von der Thermografiekamera, Schornsteinprüftechnik über verschiedenste Messgeräte bis hin zum einfachen Kehrgerät konnte man sich über die Arbeitsgeräte des Schornsteinfegers informieren. Teilweise gab man den Besen in junge Hände ab, um sie einfach mal probieren zu lassen. Außerdem wurde die duale Ausbildung des Berufes nähergebracht. Die zukünftigen Auszubildenden konnten sich auch einem Eignungstest unterziehen um ihre persönlichen Stärken und Schwächen kennen zu lernen und um ihnen die Angst vor einem solchen Test zu nehmen.
Pünktlich um 9:30 Uhr begrüßte Landrat Harald Zanker gemeinsam mit Prof. Dr. Roland Merten, dem Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die anwesenden Aussteller, bevor sich um 10:00 Uhr die Türen der Halle für die Besucher öffneten. In seiner Rede lobte Staatssekretär Prof. Dr. Merten dann das vorbildliche Engagement des Unstrut-Hainich-Kreises, ein gemeinsames Berufsschulnetz mit den Nordthüringer Landkreisen Eichsfeld, Kyffhäuser und Nordhausen auf den Weg zu bringen. Noch vor gut einem Jahr hatte der Landkreis bei den Bestrebungen Bildungsregionen zu erstellen, noch das Schlusslicht in Thüringen inne. Zwischenzeitlich fanden jedoch viele Abstimmungsgespräche mit den Partnerlandkreisen, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und den Kammern statt, sodass der Unstrut-Hainich-Kreis nun eine Vorreiterrolle übernehmen konnte. Gleichzeitig wandte sich Prof. Dr. Merten an die Messeaussteller und bestärkte sie in ihrem Tun, frühzeitig auf die Jugendlichen zuzugehen um für ihr Unternehmen bzw. ihre Bildungseinrichtung zu werben. Gerade im Hinblick auf die immer weiter sinkenden Schülerzahlen sei dies besonders wichtig, so Prof. Dr. Merten.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 80 , Kategorie: Heiztechnik

LGM 1 von AFRISO

Wo viel Wind ist, da ist selten Staub

Mit dem neuen Luftgeschwindigkeitsmessgerät LGM 1 von AFRISO lässt sich z. B. in Klimaanlagen oder bei Ventilatoren die Luftgeschwindigkeit genau einstellen oder in Lüftungs- und Abzugskanälen die Luftströmung mit hoher Genauigkeit messen. Das handliche und mikroprozessorgesteuerte Messinstrument LGM 1 verfügt über ein LC-Display mit Batteriekontrolle und wiegt mit Batterie nur 150 g. An das LGM 1 kann entweder eine Flügelradsonde 25 (Ø 25 mm, Messbereich von 0,3 m/s bis 35 m/s) oder die Flügelradsonde 70 (Ø 70 mm, Messbereich von 0,2 m/s bis 40 m/s) angeschlossen werden. Die beiden Sonden sind für Betriebstemperaturen von -30 °C bis 100 °C geeignet. LGM 1 arbeitet mit einer Auflösung von 0,01 MPS (m/s) und einer Genauigkeit von ± 1,0% v. Messwert ± 1 Digit. Das Luftgeschwindigkeitsmessgerät LGM 1 hat eine umschaltbare Darstellung der Einheit von 0,01 m/s in 1 ft/min und eine veränderbare Messzeit von 2 s auf 16 s. Für beide Messzeiten ist der Momentanwert und der Mittelwert abrufbar. Die Minimal- und Maximalwerte werden gespeichert. LGM 1 ist für Umgebungstemperaturen von 0 bis 50 °C geeignet und kann mit einer Batterie (9 V IEC 6 LR 61) bis zu 40 Stunden Messungen durchführen. Das Messinstrument wird je nach Wunsch entweder mit der Flügelradsonde 25 oder mit der Flügelradsonde 70 ausgeliefert. Zum Lieferumfang des LGM 1 gehört also eine der beiden Sonden sowie eine Betriebsanleitung, ein Verbindungskabel, ein Verlängerungsgestänge und ein formschöner robuster Gerätekoffer. 
Jörg B. S. Bomhardt

Ausgabe: 80 , Kategorie: Heiztechnik

Neue Schalldämpfer-Serie AGP

Kutzner+Weber entwickelt Produkte aus Kunststoff

Der Abgasspezialist Kutzner+Weber stellt anlässlich der ISH die neue Schalldämpfer-Serie AGP vor, die aus PP her­gestellt wird. Sie sind hervorragend mit Kunststoffsystemen zu kombinieren, etwa dem Polytube von Raab. Damit bietet das Maisacher Unternehmen nun auch in diesem Bereich durchgängige Lösungsmöglichkeiten an, die sich hervor­ragend sowohl für Heizkessel als auch für Mini- bzw. Mikro-BHKWs eignen.
Der AGP für Heizkessel in den gängigen Nennweiten von 80, 110 und 125 mm zeigt gute Dämpfwerte im tieffrequenten Bereich und sehr gute Dämpfwerte im Bereich mittlerer und hoher Frequenzen. Daher kann er den Geräuschpegel bei Problemanlagen besonders gut herabsetzen. Dem Handel sowie Herstellern von Kunststoff-Abgassystemen bietet sich mit diesem Produkt die Chance, das Produktportfolio sinnvoll zu erweitern.
Des Weiteren können Kesselhersteller die AGP-Schalldämpferserie mit der Schlitzabsorbertechnik ausstatten, eine vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik patentierte Lösung. Hierbei werden die Schalldämpfer individuell auf störende Frequenzen im tief- und mittelfrequenten Bereich angepasst. Im Fall besonders geräuschintensiver Kessel lassen sich damit auch erhöhte Anforderungen an den Schallschutz erfüllen. Darüber hinaus wird Kutzner+Weber eine optimierte Version für Mini- und Mikro-BHKWs mit einer Nennweite von 80 mm auf den Markt bringen.
Standardmäßig werden die Modelle mit einem Polytube-Stutzen ausgestattet, sie lassen sich aber auch individuell an die Produkte anderer Hersteller anpassen. Zunächst werden zwei Baulängen angeboten: 580 mm mit einer Dämpfkörperlänge von 360 mm und 940 mm mit 720 mm Länge. Alle Schalldämpfer sind für Temperaturen bis zu 120 °C ausgelegt und druckdicht bis zu 5.000 pa. Da keinerlei Umlenkungen oder Widerstände enthalten sind, entstehen nur sehr geringe Druckverluste. Außerdem punkten die AGP durch ihre stabile Bauweise und ihr geringes Eigengewicht, das die Montage erheblich erleichtert.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteine

Maßgefertigter Schornsteinbau

Raab liefert doppelwandige Abgasleitung für frei stehende Anlage

Abgasanlagen für Industrie und Gewerbe sind in den meisten Fällen objektbezogene Lösungen. Das gilt auch für die neuen Schornsteine an den Produktionsstätten der Firma Schulte Innenausbau GmbH in Bad Oeynhausen. Die besondere Herausforderung bestand in der Schornsteinlänge von 17 m, die freistehend zu realisieren war. Kein Problem für die Spezialisten von Raab.
Innenausbau für hohe Ansprüche
Exklusives Ambiente, hochwertige Produkte, edle Materialien – das ist die Welt von Schulte Innenausbau GmbH in Bad Oeynhausen. Das 1933 als Möbeltischlerei gegründete Familienunternehmen in dritter Generation steht für allerhöchste Qualität beim Innenausbau und kann repräsentative Objekte in seinen Referenzen vorweisen. Von den Boutiquen von Hermès in München, London und Mailand bis hin zum Präsentationsraum von Dior in Paris schätzen Innenausstatter die hochwertige Ausstattung und die Verwendung edler Hölzer. Auch die Ausstattung von Hotels und Privathäusern und die Anfertigung von Designmöbeln gehört mit zum Portfolio des Unternehmens, welches auf die Verbindung erstklassigen Handwerks, moderner Produktionstechnologie und großer Flexibilität schwört. Natürlich setzt ein Unternehmen, das hohe Ansprüche an seine eigene Arbeit fordert, auch bei seinen technischen Anlagen auf hohe Qualität. Das gilt auch für die Heizungs- und Abgastechnik.
Die Produktionshallen der Firma Schulte Innenausbau GmbH umfassen eine Fläche von 5.500 m² und werden durch eine bivalente Heizungsanlage (Erdgas und Holzspäne) beheizt. Durch die Produktion im Werk fallen pro Jahr ca. 120 m³ Späne an, welche in einem Spänebunker mit 205 m³ Fassungsvermögen neben den Werkshallen lagert. Da die Holzvergaserkessel technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand waren, entschloss man sich zum Austausch der Wärmeerzeuger. Zum Einsatz kamen zwei neue Holzvergaserkessel vom Typ HDG Bavaria Komfort 200 mit ­einer Nennwärmeleistung von je 190 kW für Hackschnitzel und Holzspäne. Die Beschickung erfolgt mechanisch über zwei Materialförderschnecken der Bauart HDG Bavaria TFQ 160. Um geringe Emissionen zu garantieren wurden Zyklon-Filter nachgeschaltet. Die Abführung der Abgase sollte über eine Schornsteinanlage von 17 Meter Höhe realisiert werden, welche die Planer an einem speziellen Tragmast installieren wollten.
Aufgrund der besonderen Herausforderung bei der Anpassung des Abgassystems an den bestehenden Tragmasten, wandte man sich an den Schornsteinspezialisten Raab, welcher auch in Mitteldeutschland einen großen Produktionsstandort unterhält. Raab war in der Lage, die Halterungen für das Abgassystem DW/FU mit einem Durchmesser von 400 mm auf die Mastkonstruktion abzustimmen. Beide Abgasleitungen wurden am Fuß des Mastes auf einer Konsole montiert und im Abstand von 50 mm am Mast befestigt.
Das doppelwandige feuchteunempfindliche Schornsteinsystem DW/FU benötigt keine zusätzliche Wärmedämm- oder Schweißarbeit vor Ort und wird bei der Montage einfach ineinander gesteckt und mit einem Klemmband gesichert. Durch das spezielle Konstruktionsprinzip entfällt der Einsatz verrottungsanfälliger Dichtungen. Der werksseitige Kapillarstopp verhindert ein Eindringen von Feuchtigkeit von außen. Als Weiterentwicklung ergänzte Raab den DW/FU um eine Reinigungsöffnung, die speziell für den Betrieb mit Festbrennstoffen konzipiert wurde. Um das Verletzungsrisiko beim Kehren so weit wie möglich auszuschließen haben die Fertigungsspezialisten scharfe Ecken und Kanten vermieden. Das Innenleben des rechteckig ausgehalsten Bauteils zeigt hinter dem äußeren Deckel eine großzügige eckige Öffnung. In Kombination mit den kompakten Außenabmessungen garantiert diese Komponente eine hervorragende Zugänglichkeit für den Schornsteinfeger. Die schmale Bauform ermöglicht unauffällige und formschöne Lösungen im Außenbereich.
Mehr Sicherheit durch Zugbegrenzer
Um trotz der extremen Schornsteinhöhe stets einwandfreie Betriebsverhältnisse garantieren zu können, kam mit dem Zugbegrenzer ZUK 250 SG eine Nebenluftvorrichtung zum Einsatz, der über eine hydraulisch gedämpfte Regelscheibe verfügt und zusätzlich eine einstellbare Überdruckklappe besitzt. Bei normalen Zugverhältnissen bleibt die Regelscheibe frei beweglich. Kommt es jedoch zu raschen Druckveränderungen, z. B. bei Windböen oder beim Brennerstart bzw. -stillstand, vermeidet die hydraulische Dämpfungseinrichtung eine Beschädigung des Zugbegrenzers sowie störende Schlaggeräusche. Hierdurch ist eine störungsfreie Funktion der Nebenluftvorrichtung auch bei starken Druckschwankungen in der Abgasstrecke gewährleistet. Zur Installation des Zugbegrenzers fand Schornsteintechnik-Spezialist Detlef Wartemann ebenfalls eine Sonderlösung. Er montierte am Ende der Sammelleitung eine Endplatte mit Halterungen zu Decke sowie eine mit Scharnieren befestigte Gegenplatte zur Befestigung des Zugbegrenzers. Diese lässt sich zur Reinigung der Sammelleitung seitlich wegklappen.
D.Last

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteine

3. Zukunftsforum Abgastechnik

Mit Edelstahl-Abgasanlagen an morgen denken

Mitte Mai 2011 lud die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH erneut Planer, Handwerker und Schornsteinfeger zum 3. Zukunftsforum Abgastechnik nach Bad Wildungen (Hessen) ein. Rund 70 Teilnehmer informierten sich hier über den Stand der Technik und Gesetzgebung und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Edelstahl-Abgasanlagen und deren Peripherie.
Zum Auftakt erläuterte Hermann-Josef Görges, Vorsitzender der Fachabteilung Abgastechnik VSE im Bundesindustrie­verband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH e. V.) sowie Vorstandsmitglied im BDH, die Marktentwicklung des letzten Jahres und die Erwartungen der Branche. Ein großes Potential, so Görges, schlummert in der Schornsteinsanierung im Zusammenhang mit dem überfälligen Austausch veralteter Heiztechnik. Neuesten Untersuchungen zufolge sind bundesweit immer noch 77 Prozent ineffiziente Wärmeerzeuger in Betrieb. Nicht zuletzt durch die unstete Förderpolitik der Bundesregierung werde der zügige Austausch allerdings unnötig behindert. Der BDH setzt sich auf politischer Ebene kontinuierlich für den notwendigen schnelleren Austausch ein.
Ein Highlight des Zukunftsforums war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher. Der Umwelt- und Klimafolgenforscher, der in die Initiative „Global Marshall Plan“ involviert ist, war nicht zufällig eingeladen worden, zählt doch die Entwicklung effizienzsteigernder und emissionsmindernder Technologien zum täglichen Geschäft der Abgasanlagen-Hersteller.
Weitere Referenten waren Dipl.-Ing. Jochen Eckstein, der „Abgasanlagen und Klassifizierungen“ behandelte. Eckstein verwies auf ein ständig aktualisiertes Positivblatt, das unter http://bdh-koeln.de/publikationen/broschueren.html (siehe Broschüre „VSE im BDH“) zum Download bereit steht. Anschließend informierte Dr. Heinrich Goeddeke vom Ins­titut für Energie Transfer (IET) in Koblenz, wie die europäische Öko-Design-Richtlinie für Wärmeerzeuger umgesetzt wird. Im Anschluss ging Georg-Werner Berger von der RAL-Gütegemeinschaft Konstruktiver Stahlbau e.V. auf die statische Bewertung von Edelstahl-Elementen an und in freistehenden Abgasanlagen ein.
Dipl.-Ing. Tobias Böhm gab einen Überblick über die Möglichkeiten zur Feinstaubabscheidung und Wärmerückgewinnung (Brennwertnutzen), auch bei Festbrennstoff-Feuerstätten. Abschließend „entwirrte“ Dr. Dieter Stehmeier, ZIV-Vorstand Technik im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, das Geflecht europäischer und nationaler Normen und Richtlinien für die Zulassung und Anwendbarkeit von Abgassystemen. Wie in den vergangenen Jahren sorgte das Zukunftsforum Abgastechnik für fachkundigen Wissens­transfer. Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist geplant.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Heiztechnik

Änderung der Kehrordnung

Die umfangreichen Änderungen wurden separat ausgeteilt. Hier in der Pressedatenbank haben wir auf diesen Artikel verzichtet. Die aktuelle Fassung der Kehr- und Überprüfungsordnung wurden an 17. Juni 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern

Ab 4. April 2011 ist die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Mitglied im Schulverein der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Doberschütz geworden.
Wir möchten die Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern heute einmal kurz vorstellen. Unser Land erstreckt sich im Osten von der Republik Polen bis hin zum Westen an das Land Schleswig-Holstein. Im Norden von der Ostsee bis hin zum Süden an die Länder Niedersachsen und Brandenburg. Damit steht fest: wir sind ein Flächenland mit sehr weiten Entfernungen. Dieses spiegelt sich auch in der Mehrzahl der Kehrbezirke wider.
Die Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern wurde 1994 durch die drei Innungen Rostock, Neubrandenburg und Schwerin gegründet. Landesinnungsmeister wurde der leider viel zu früh verstorbene Kollege Wolfgang Freuck. Seit 2001 ist Kollege Ingo Ziola der Landesinnungsmeister.
Die Innung hat 145 Mitglieder. Zweimal im Jahr findet eine Innungsversammlung statt.
Um eine schnelle und zügige Weitergabe von Informationen an die Kollegen zu gewährleisten, gibt es im Land Kreis­obleute. Diese halten auch den Kontakt zu den unteren Behörden der Landkreise und kreisfreien Städte. Zuständig für das Schornsteinfegerhandwerk ist das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Im Land gibt es nur eine zweistufige Verwaltungsebene.
Der Sitz der Innung ist die Landeshauptstadt Schwerin. Die Außenstelle der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz – Klein Schwaß, ist der zentrale Anlaufpunkt aller Kollegen des Landes. Hier finden alle relevanten Veranstaltungen der Innung statt. Mit der Übernahme der Außenstelle Klein Schwaß durch die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz sind wir in der Lage, unseren Kollegen weiterhin eine hochwertige Aus- und Weiterbildung zu gewährleisten.
Wir freuen uns auf eine gute und angenehme Zusammenarbeit mit den der Bildungsstätte angeschlossenen Landesinnungsverbänden und Landesinnungen und hoffen, dass noch mehr Länder sich diesem „Bildungsverbund“ anschließen. 
Ingo Ziola
Landesinnungsmeister/OM
Heiko Karmoll
PR/Öffentlichkeitsarbeit

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger

Richtungsweisende Mitgliederversammlung im Schulverein

Auf der jährlichen Mitgliederversammlung im Schulverein der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks wurde in diesem Jahr Zukunft geschrieben.
Der Standort der Schornsteinfegerschule, zuerst in Eilenburg und jetzt in Doberschütz – Rote Jahne, ist allen Schornsteinfegern aus den neuen Bundesländern bekannt, denn vor der deutschen Vereinigung besuchten alle Schornsteinfegerlehrlinge der damaligen DDR hier die Berufsschule.
Mit sechs Klassenräumen, einem voll ausgestattetem Computerkabinet, einem Werkraum für praktischen Unterricht und einem Konferenzsaal für ca. 100 Personen konnte 1998 eine der modernsten Weiterbildungseinrichtungen für das Schornsteinfegerhandwerk eingeweiht werden. Durch das angeschlossene Internat und die Vollverpflegung durch das Küchenteam wird sichergestellt, dass sich die Gäste intensiv ihrem Studium widmen können.
Zur Mitgliederversammlung am 04. April 2011 hat der Obermeister der Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern, Ingo Ziola, den Antrag gestellt, die gesamte Landesinnung mit der dazugehörigen Immobilie in Klein Schwaß in den Schulverein aufzunehmen. Die Schulvereinsmitglieder der angeschlossenen Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben dem gern und einstimmig zugestimmt. „Durch Fusionen kann man schlagkräftiger werden“, sagte Schulvereinsvorsitzender Thomas Keindorf und begrüßte die neuen Mitglieder.
Durch das nun größere Einzugsgebiet der Bildungsstätte wurde auch eine Namensänderung erforderlich. Aus „Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks“ wurde „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V.“
918 Mitgliedsbetriebe gehören zu dem neuen Einzugsgebiet des Schulvereins. Entsprechend der geänderten Satzung wurde auch ein neuer 3. Stellvertreter des Schulvereinsvorsitzenden nachgewählt. Obermeister Ingo Ziola aus Greifswald erhielt das eindeutige Votum der Delegierten. Als neue Beisitzer wurden Frank Buchholz aus Magdeburg und Klaus Fröhlich aus Sanitz gewählt.
Hans Poltersdorf, der zum 30. Juni 2011 seinen Kehrbezirk durch Erreichen des Rentenalters abgibt, wird auch in Zukunft als Schulleiter zur Verfügung stehen. Unter Tagesordnungspunkt 8 haben alle Delegierten dem Abschluss eines Honorarvertrages mit ihm zugestimmt. 
TK

Ausgabe: 0 , Kategorie: keine

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Ausgabe: 79 , Kategorie: Mängel

Vorsicht bei Inbetriebnahme

Abluftanlagen in Mehrfamilienhäusern sind erforderlich, um einen ausreichenden Luftwechsel in den Wohnungen zu gewährleisten. In diesem Fall hat eine „Fachfirma“ den Abluftschacht als Installationsschacht für eine Zirkulationsleitung genutzt. Damit kein Regen in den „Installationsschacht“ gelangt und auch damit die durchströmende Luft die Warmwasserleitungen nicht kühlt, wurden die Schächte an der Mündung mit Betonplatten verschlossen. Der Schornsteinfeger wurde gerufen, weil sich in den Wohnungen ein unangenehmes Raumklima mit hoher Luftfeuchte bildete.
Bild: Detlef Bode

Ausgabe: 79 , Kategorie: Mängel

Vögel in Schornsteinen

Immer wieder trifft der Schornsteinfeger auf ungewollte Bewohner in Schornsteinen. Mal ist es ein Wespennest, mal haben, wie hier in diesem Fall, Vögel ihr Nest in einem Gasschornstein gebaut. Gott sei Dank befand sich das Nest an der Sohle, so dass die Abgase aus der angeschlossenen Gasfeuerstätte noch ungehindert abziehen konnten.

Bild: Detlef Bode

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger

Feuerstättenbescheid - Gerichtsurteil

Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg vom 04. 02. 2011, 8 ME 239/10
Sachverhalt
Die Antragsteller, die Eigentümer eines Wohngebäudes mit einem Kamin­ofen und einem Gas-Umlaufwasserheizer sind, haben einen Feuerstättenbescheid vom Antragsgegner, dem Bezirksschornsteinfegermeister, am 21. 06. 2010 erhalten. Gegen den Feuerstättenbescheid haben die Antragsteller beim Verwaltungsgericht Lüneburg Klage erhoben und um Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes ersucht. Diesem Antrag hat das Verwaltungsgericht Lüneburg stattgegeben und die aufschiebende Wirkung der Klage der Antragsteller gegen den Feuerstättenbescheid festgestellt. Das Verwaltungsgericht war der Auffassung, dass ein Feuerstättenbescheid zwar derzeit erlassen werden kann, aber rechtliche Wirkungen sich hieraus erst ab dem 01. 01. 2013 ergeben.
Entscheidung
Die hiergegen gerichtete Beschwerde des Antragsgegners hatte Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg geändert und den Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt. Die Eigentümer müssen die Anordnungen im Feuerstättenbescheid befolgen.

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger

Immo 2011

Bau- und Immobilienmesse im Landkreis Mansfeld Südharz am 5. und 6. März
Schon seit einigen Jahren führt die Sparkasse Mansfeld Südharz im Frühjahr eine Messe für Bauen, Wohnen und Leben durch. Dabei geht es um traditionelle Bauweise, den Einsatz von neuen Baustoffen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung. Unser Handwerk wurde dabei durch mehrere Kollegen der Schornsteinfegerinnung Halle an den zwei Messetagen vertreten. Gemeinsam haben sie einen ansprechenden Messestand aufgebaut und über unsere Dienstleistungen informiert.
Einige Besucher stellten verunsichert durch Medienaussagen zur Nachrüstung von Staubfiltern Fragen, welche durch fachliche Antworten der Kollegen über den Ablauf der Übergangsfristen und Nachrüstpflichten zur Bundesimmissionsschutzverordnung erläutert wurden. Im Großen und Ganzen wünschen sich die 1500 Besucher der Messe wohlige Wärme in ihren 4 Wänden und wir als Schornsteinfeger haben dank der hohen Nachfrage nach einer 2. Feuerstelle im Haushalt Arbeitspotenzial für die nächsten Jahre.
Wir danken den Kollegen für ihr Engagement an diesem Wochenende und freuen uns über den Zusammenhalt unseres Handwerks. Einer für Alle, und Alle für Einen. 
Thomas Klaube

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger

Obermeister Gerd Lamberts im Ruhestand

Fast 50 Jahre ist Gerd Lamberts als Schornsteinfeger aktiv. Im August 1963 hat er eine Ausbildung zum Schornsteinfegergesellen im Betrieb seines Vaters, Helmut Lamberts, begonnen.
Bereits 1971 legte er die Meisterprüfung ab und ist seit 1978, also nunmehr über 30 Jahre, Bezirksschornsteinfegermeister. Zum 31. Januar diesen Jahres hat er nun seinen Zylinder und Kehrbesen an den „Nagel“ gehängt. Immer war für Gerd die Arbeit im Ehrenamt untrennbar mit der eigenen Tätigkeit verbunden.
Von 1998 bis 2008 hat er die Geschicke der Schornsteinfegerinnung Altmark als Obermeister geleitet. Schon vor seiner Tätigkeit als Obermeister war er als Kreismeister aktiv.
Ein Meilenstein in seiner Ehrenamtsarbeit war zweifelsohne die Fahnenweihe der Schornsteinfegerinnung Altmark. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteine

Den Schornstein in die Dämmung packen!

Altbausanierung mit SKOBIFIX WDVS: Wertschöpfung für Bauherrn und SHK-Betrieb
Pfungstadt, 15. 03. 2011 – Energiepreise wie Umweltbewusstsein steigen, deshalb gehört bei der Altbausanierung, oft nach Vererbung oder Verkauf einer Immobilie, die energetische Sanierung zum Standard. Sie wird zum Wertschöpfungspotential für die Bauherren, die jetzt mit SKOBIFIX WDVS neue, praxisnahe, kreative und platzsparende Lösungen verwirklichen können – Heizkostenersparnis und Platzgewinn gehen Hand in Hand!
So wie bei der Sanierung eines Zweifamilienhauses im Rokokostädtchen Veitshöchheim im vergangenen Jahr. Hier stand der fränkische Heizungsbaumeister Jürgen Wallrapp vor der mittlerweile oft gestellten Aufgabe, den Wunsch des Bauherren nach einem Holzofen zu erfüllen, der umweltfreundliches Heizen erlaubt und eine wohlige Wärme im Haus verbreitet. Bei der Umrüstung des Hauses auf Gas-Brennwerttechnik entschied man sich nicht für eine Dachheizzentrale, sondern für die Positionierung der Heizungsanlage im Keller. Von zwei vorhandenen gemauerten Schornsteinen wurde einer für den Holzofen gebraucht, der andere war ungünstig weitab von der neuen Heizung gelegen. Ein separater „Brennwert-Schornstein“ musste also erstellt werden.
Wie bei vielen Bauvorhaben war auch hier aus optischen Gründen eine Außenwandverlegung mit weißem Abgas-Zuluft-Rohr nicht gewünscht. Es war jedoch klar, dass die energetische Sanierung durch eine Außenwärmedämmung abgeschlossen werden sollte. Der Chef des Theilheimer Heizungsbaubetriebes Wallrapp mit drei Mitarbeitern empfahl in dieser Situation den SKOBIFIXnano® 30, eine demontierbare Abgasanlage. Über diese Innovation der Pfungstädter Skoberne Schornsteinsysteme GmbH war in der Fachpresse berichtet worden.
„Brennwert-Schornstein“
verschwindet in der Außendämmung
SKOBIFIX® bezeichnet die hier entwickelten „Brennwert-Schornstein“-Systeme. Beim SKOBIFIXnano® 30 werden die Abgase in einer „Abgasanlage mit Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten“ in einem PPs-Rohr D 60 geführt. Ein Schacht aus einem speziellen Schaumkeramik-Material ummantelt das Rohr und dient dem Feuerwiderstandsschutz. Der Ringspalt zwischen Kunststoffabgasleitung und Schacht hinterlüftet das System. Die bei Skoberne entwickelte Keramik ist ein sehr langlebiges Material, das leicht und einfach zu bearbeiten ist – zugleich widerstandsfähig gegen äußere Beanspruchungen. Dabei wiegt ein Schachtelement von 1 m Länge nur 8 kg. Die abgasführende Kunststoffleitung besteht aus hochwertigem und schwer entflammbarem Polypropylen, sie garantiert die druckdichte und säurebeständige Abgasführung. Für beide Materialien gilt ebenfalls der Grundsatz der Nachhaltigkeit, sie sind komplett recyclebar. Die Schachtelemente des SKOBIFIXnano® 30 werden mit einer Nut- und Federkonstruktion einfach „zusammengesteckt“, die geringen Außenabmessungen im Querschnitt lassen den „Brennwert-Schornstein“ in jeder Wand oder Vorwandkonstruktion verschwinden.
„Warum sollte ein solch platzsparendes System nicht auch auf der Außenwand des Hauses in einem Wärme-Dämm-Verbund-System verschwinden, also einfach in die Außendämmung gepackt werden?“ – so laute die Ausgangsfrage bei Skoberne. Die Innovation SKOBIFIX WDVS wurde hier genau für diese Aufgaben und Möglichkeiten entwickelt.
So können die Bewohner den Platz im Inneren des Hauses für andere Dinge nutzen als die Unterbringung eines Schornsteins. Das System ist außen am Haus noch problemloser und nachhaltiger anzubringen als innen – außen entstehen keine Deckendurchbrücke – und beeinträchtigt nur unwesentlich die durchgängige Wärmedämmung – bestätigt durch Forschungsergebnisse des Hauses Skoberne. Mit dem Tiefenmaß 13 cm beim SKOBIFIXnano® bzw. 15 cm beim SKOBIFIXXs® lässt sich die Abgasanlage komplett in der Wärmedämmung verstecken.

Innovativ von unten bis oben
Innovation beginnt bei Skoberne auch beim SKOBIFIX WDVS an der Basis – ganz unten beim patentierten Deckenanschlusselement zwischen Brennwertfeuerstätte im Keller und dem Schacht, der jetzt nicht auf dem EG-Fußboden aufsetzt, sondern außen am Haus auf Winkelkonsolen ruht, die links und rechts mit der Wand verbunden sind. Die Statik des Systems ist selbstverständlich geprüft und definiert. Der Anschluss zwischen Feuerstätte und Schacht lässt sich variieren – genau in der Flucht der Verbindungsleitung. Vorteil für den Schornsteinfeger: Alle Prüfungen kann er vom Feuerstättenraum aus ausführen und muss nicht aufs Dach. Zusätzliche Reinigungsöffnungen, Dachausstiege oder Trittroste können damit eingespart werden.
Auch ganz oben bleibt der SKOBIFIX WDVS innovativ: Mit einer koaxialen Dachdurchführung kann die Mündung schnell hergestellt und in die Dachfläche eingedichtet werden, die über die Hauswand hinausragt. Durch die Universal-Schrägdachpfanne erfolgt die Abdichtung je nach Dachneigung (5–55°). Die Außenhaut des Hauses ist nicht lange geöffnet. Durch Öffnungen in der Wetterhaube wird die Verbrennungsluft angesaugt und an der abgasführenden Kunststoffleitung vorgewärmt. Nachhaltigkeit auch im Detail: Die abgasführende Kunststoffleitung ist im Bereich der Dachdurchführung als UV-Schutz schwarz gefärbt. Alles ist schnell und problemlos zu verarbeiten.
Durchgängige Außendämmung
Jetzt fehlt nur noch die Außendämmung, die den „Brennwert-Schornstein“ völlig integriert. Dass keine Wärmebrücken entstehen, liegt an dem hervorragenden Dämmmaterial SKOBIFIX. Begünstigend kommt hinzu, dass die Abgasleitung ja in der Heizperiode selbst Wärme abstrahlt. SKOBERNE hat den SKOBIFIX WDVS umfassend geprüft und technisch hinterfragt. Temperaturberechnungen der Fassade haben ergeben, dass der Schacht als Wärmebrücke unwesentlich ist. SKOBIFIX WDVS ist zum Patent angemeldet und wurde in enger Zusammenarbeit mit Anbietern von Wärmedämmverbundsystemen entwickelt. Die Statik des Befestigungssystems ist selbstverständlich nachgewiesen.
So konnte Heizungsbaumeister Jürgen Wallrapp seiner Bauherrschaft eine innovative Problemlösung anbieten, die sein eigenes Produktportfolio und Leistungsspektrum erweitert und zum nachhaltigen Vorteil für den Bauherrn wird. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik

Die Schmid Nebenluft-Vorrichtung SNV

Die gute Funktionsfähigkeit eines Kaminofens oder Heizkamins ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben der korrekten Bedienung durch den Betreiber und eine optimale Verbrennungsluftzufuhr spielt auch der Abtransport der Rauchgase eine wichtige Rolle. Immer wieder kann der Schornsteinzug jedoch Probleme verursachen. Die Gründe dafür können witterungsbedingt sein oder auch in den Strömungsverhältnissen rund um das Gebäude liegen. Abhilfe schafft in diesem Zusammenhang die Installation der Nebenluft-Vorrichtung SNV von Schmid.
Die Nebenluft-Vorrichtung SNV wird im Abgasweg einer Feuerstätte installiert. Kernstück ist ein Zugbegrenzer mit Pendelklappe, die automatisch die optimale Einstellung des Schornsteinzuges regelt. Reicht während des Betriebs der Feuerstätte der Auftrieb der Verbrennungsgase für den vollständigen Abtransport nicht aus, öffnet sich die Klappe und lässt eine bestimmte Nebenluftmenge in den Abgasweg. So verbessern sich die Strömungsverhältnisse im Schornstein vollkommen unabhängig vom gerade vorherrschenden atmosphärischen Luftdruck. Zudem sorgt die SNV für eine Verringerung des Unterdrucks im Feuerraum.
Zur Installation der Nebenluft-Vorrichtung wird ein Außenluftanschluss benötigt. Mittels Y-Adapter erfolgt die Aufsplittung in die Verbrennungsluftzufuhr, die direkt an die Feuerstätte angeschlossen wird, und die Luftzufuhr zum Schornstein. An der Verbindungsstelle zwischen Abgasrohr und Zuluftleitung befindet sich der Zugbegrenzer. Da es sich bei dieser Konstruktionsart um ein geschlossenes System handelt, lässt sich die Schmid-Nebenluftvorrichtung problemlos sogar in Gebäuden mit kontrollierter Wohnraumlüftung einsetzen. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik

(T)Raum-Luftbefeuchter

Luftbefeuchter gibt es viele am Markt. Die einen hängen Keramikgefäße an Heizkörper, andere dagegen bevorzugen stromabhängige Geräte im Verdampferprinzip.
Die beiden Erfinder Klaus Ruf und Hans Kuster aus Laup­heim (Oberschwaben) erfanden nun einen Raumluftbefeuchter, den sie direkt am Ofenrohr befestigten. Dieser Befeuchter entnimmt dem Ofenrohr Abwärme und bringt dadurch das Wasser zum Verdunsten; ganz ohne Strom. Sie geben an, im Vergleich zu stromabhängigen Luftbefeuchtern derzeit 20–40 €/Jahr einzusparen und damit einen wertvollen Beitrag zur CO2-Reduktion im Rahmen des Klimaschutzes zu leisten. Inwieweit diese Rauchgaskühlung die Rauchgastemperatur und damit den Kaminzug beeinflusst, lag der Redaktion noch nicht vor.
Der Luftbefeuchter besteht aus zwei Bauteilen: Einem Befestigungselement, welches direkt mit dem Ofenrohr verbunden ist und den Flüssigkeitsbehältern. Mit einer Verbindungs- und Spanneinrichtung wird das Befestigungselement am Ofenrohr angebracht. Danach ermöglicht die Fixierung über einen Stift eine Beweglichkeit der Flüssigkeitsbehälter. Durch einfaches distanzieren zum Ofenrohr wird die Verdampfungsgeschwindigkeit geregelt. Zum Befüllen können die Behälter gefahrlos abgenommen werden. Zudem schließt die Position eine Gefährdung kleiner Kinder aus. Form, Anzahl und Größe der Flüssigkeitsbehälter können beliebig bestimmt werden. Als hitzebeständiges Material bietet sich eine Aluminiumlegierung im Druckgussverfahren an. Aufgrund der Vielzahl von möglichen Designvarianten und der einzigartigen Funktionsweise rechnen die Erfinder mit einer Etablierung in vielen ofenbeheizten Wohnzimmern. Mit der Suche nach Lizenznehmern wurde die Firma erfinder.at beauftragt. Das Unternehmen mit Sitz in Salzburg und Berlin beschäftigt sich professionell mit der Verwertung von Schutzrechten. www.erfinder.at oder www.patent-net.de/go

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thomas Keindorf in Landtag gewäht

Am 20. 03. 2011 fanden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. An diesem Tag bestimmten die Bürgerinnen und Bürger die Zusammensetzung ihres Parlaments für die nächsten fünf Jahre. 13 Parteien stellten sich dem Votum des Wählers; insgesamt bewarben sich 284 Kandidaten um ein Mandat.
Unter den 284 Kandidaten befand sich auch ein Vertreter des Schornsteinfegerhandwerks. Thomas Keindorf – seit 2002 Landesinnungsmeister – hat sich im Wahlkreis 39, in dem sich auch sein Kehrbezirk befindet, der Wahl gestellt und den Wahlkreis als Direktkandidat gewonnen.
Wir wünschen dem Landtagsabgeordneten Thomas Keindorf für seine neue verantwortungsvolle Aufgabe im Parlament von Sachsen-Anhalt viel Erfolg und eine glückliche Hand bei den Entscheidungsfindungen zum Wohle aller Sachsen-Anhalter. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger

Ausbildung zum Schornsteinfeger / zur Schornsteinfegerin

Die letzten Jahre wurden von einem stetigen Rückgang der abgeschlossenen Lehrverträge im Schornsteinfegerhandwerk geprägt. Nach einer kurzen Erholung im Jahr 2009 konnten wir im Jahr 2010 nur 14 Auszubildende aus vier Bundesländern an unserer Schule aufnehmen.
Mit deutlich rückläufigen Schülerzahlen in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen den ausbildenden Unternehmen in den nächsten Jahren immer weniger Lehrstellensuchende zur Verfügung. Das Schornsteinfegerhandwerk ist ein stolzes, traditionsreiches Handwerk. Leider haben die Jugendlichen ein völlig falsches Bild von der Tätigkeit des Schornsteinfegers. Sie allein als Ausbildungsbetrieb können durch Ihre Ausbildung den jungen Menschen zeigen, dass die primären Aufgaben des Schornsteinfegers nicht mehr nur in der Reinigung von Schornsteinen bestehen, sondern von der Kundenberatung über energiesparendes Heizen bis zum Umweltschutz reichen.
Mit der Änderung der Ausbildungsordnung wird ein neues Leitbild für den Beruf des Schornsteinfegers geschaffen. Dafür benötigt das Handwerk einen gut qualifizierten Nachwuchs. Der Beruf ist vielseitig und zukunftsorientiert. Die meisten Lehrlinge, die sich in der Ausbildung befinden, sehen in ihrem Beruf eine große Chance für ihre weitere Entwicklung. In Zeiten zurückgehender Schulabgängerzahlen ist die Gewinnung des Berufsnachwuchses besonders wichtig. Das Schornsteinfegerhandwerk benötigt engagierte junge Menschen, die die verantwortungsvollen Aufgaben des Schornsteinfegers übernehmen und weiterentwickeln. Nur so kann die Zukunft des Berufes gesichert werden.
Überlassen Sie die Bewerbung nicht dem Zufall! Gehen Sie aktiv auf die Jugendlichen zu und überzeugen Sie sie von Ihrem attraktiven und modernen Beruf. Das Schornsteinfegerhandwerk braucht die besten Schulabgänger!
Die Halbjahreszeugnisse stehen vor der Tür und die Jugendlichen beginnen sich zu bewerben. Jetzt ist die richtige Zeit nach leistungsstarkem Nachwuchs Ausschau zu halten. Unser Berufliches Schulzentrum Eilenburg steht in einer langen Tradition in der Ausbildung zum Schornsteinfeger. Viele von Ihnen werden Ihre theoretische Ausbildung in Eilenburg erhalten haben. Wir bieten Ihren Lehrlingen eine moderne Berufsschule mit allem, was zu einer modernen Ausbildung gehört. Engagierte Lehrer vermitteln Ihren Auszubildenden ein umfangreiches theoretisches Wissen. Die unmittelbare Nachbarschaft zu Ihrer modernen Schorsteinfegerschule e.V. ermöglicht viele Synergieeffekte. Die Lehrlinge sind während ihrer Berufsschulzeit im hochwertigen Internat der Schornsteinfegerschule e.V. untergebracht. Die überbetriebliche Ausbildung findet hier unter besten Bedingungen statt. Und auch sonst pflegen wir eine gute Zusammenarbeit.
Bitte bemühen Sie sich um geeigneten Berufsnachwuchs! Sichern wir gemeinsam die Ausbildung und sorgen wir wieder für volle Klassen. Unseren Beitrag als Berufsschulzentrum wollen wir gern dazu leisten.

Mit freundlichen Grüßen 

Dagmar Fröhlich
Schulleiterin

Hans Poltersdorf
Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V.

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteine

3. Zukunftsforum Abgastechnik

Bereits in die dritte Runde geht das diesjährige Zukunftsforum Abgastechnik, das von der gleichnamigen Fachabteilung VSE im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH e. V.) in Kooperation mit dem Zentralinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) organisiert wird. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten zwei Jahre laden die Organisatoren nun am 12. Mai 2011 in die Holzfachschule nach Bad Wildungen ein. Als Highlight darf in diesem Rahmen der Auftritt von Professor Dr. Dr. Radermacher vom Forschungszentrum für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, Ulm, angesehen werden. Er wird über Chancen zur wirkungsvollen CO2-Minderung referieren.
Das umfangreiche Tagungsprogramm beinhaltet verschiedene Vorträge zu den Themen Abgasschalldämpfung und -reinigung sowie den generellen Einsatzmöglichkeiten von Abgassystemen aus Edelstahl. Darüber hinaus wird Dr. Dieter Stehmeier (ZIV-Vorstand Technik) zu aktuellen gesetzlichen Bestimmungen referieren. Interessenten aus dem verarbeitenden Handwerk, Fachplaner und Schornsteinfeger erhalten somit erneut die Möglichkeit, sich mit der Anwendung des metallischen Werkstoffs auseinander zu setzen. Edelstahl in der Abgastechnik steht für ein hohes Maß an Flexibilität, beste Korrosions- und Brandsicherheit und damit für eine lange Lebensdauer.
Das vorläufige Tagungsprogramm ist unter www.vse-online.org einzusehen. Eine Anmeldung sollte bis zum 5. Mai erfolgen. Für die Tagung ist eine Gebühr in Höhe von 49,50 Euro inkl. Mehrwertsteuer zu entrichten – sie beinhaltet Tagungsgetränke, Mittagessen und umfangreiche Tagungsunterlagen. Gruppenanmeldungen sind zu reduzierten Konditionen ab fünf Personen möglich. Anmeldungen sind an folgende Adresse zu richten:
„Zukunftsforum Abgastechnik“
Fon (0 54 43) 99 82 80
Fax (0 54 43) 99 82 81
E-Mail: zukunftsforum@last-pr.de

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik

Feinstaubfilter – eine kleine Übersicht

FutureRefine von Schräder
Mittels einer Hochspannungselektrode werden Elektronen freigesetzt, die sich durch elektrostatische Kräfte zur Kaminwand bewegen. Dabei werden die Feinstaubpartikel geladen und ebenfalls zur Wand bewegt. Dort sammelt sich der Feinstaub und verklumpt zu groben Flocken. Diese Ablagerungen werden bei der turnusmäßigen Reinigung durch den Schornsteinfeger entfernt. Er funktioniert auch bei kleinen Partikeln äußerst wirksam, er arbeitet ohne Zug- bzw. Druckverlust und verursacht nur geringe Wartungs- und Betriebskosten, weil keine Verschleißteile enthalten sind. Die Reinigung erfolgt im Normalfall durch den Schornsteinfeger, je nach Installation von oben oder unten. In großen Zeitabständen wird eine Wartung auf dem Dach notwendig. Der Schornstein muss von der Mündung mindestens zwei Meter senkrecht nach unten verlaufen, damit die 160 cm lange Elektrode mittig sitzt. Der Partikelfilter schaltet sich beim Anfeuern automatisch ein und wechselt nach dem Ausbrand wieder in den Stand-by-Modus. Im Betrieb kommt er mit we- niger als 30 W Stromleistung aus; im Standby liegt der Verbrauch unter einem Watt. Der Partikelfilter lässt sich bei allen Scheitholz- und Pelletsfeuerstätten mit einer Nennwärmeleistung bis 70 kW einsetzen. Prüfungen haben ergeben, dass bis zu 95% Feinstaub aus dem Abgas entfernt wird.

ZumikRon von Kutzner + Weber
Die Arbeitsweise des ZumikRon beruht auf dem Prinzip der elektrostatischen Abscheidung. So lassen sich auch die mikrofeinen Staubpartikel der Größe PM 10 und kleiner aus dem Rauchgas entfernen. Insgesamt ist eine Reduktion von bis zu 90% des Feinstaubs möglich. Der ZumikRon wurde ursprünglich von der Schweizerischen EMPA (Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologie) entwickelt und wird in Kooperation zwischen Ruegg Cheminee AG (für CH) und Kutzner + Weber vertrieben. Er wurde in Deutschland sowohl erfolgreich zur elektromagnetischen Verträglichkeit als auch vom TÜV zertifiziert. Mit dem ZumikRon bietet Kutzner + Weber eine Lösung, die sich für alle mit Holz betriebenen Feuerstätten eignet, unabhängig, ob automatisch oder von Hand beschickt. Er lässt sich sowohl in Neu- als auch in Bestandsanlagen integrieren. Eine Nachrüstung ist in kurzer Zeit realisierbar. Für den Feuerstättenbetreiber zudem interessant: Der ZumikRon wird im Rahmen des Marktanreizprogramms von der BaFa gefördert. Er verfügt jetzt als erster Partikelabscheider in Deutschland über eine Zulassung des DIBt.

Kera-Top von Schräder
Der Kera-Top arbeitet mit einem zentral im Abgasstrom eingesetzten Filterelement. Ein Ventilator fördert das Rauchgas durch den Filter, der so angeordnet ist, dass rundum ein ausreichend freier Querschnitt verbleibt. Damit lässt sich die Feuerstätte auch im Falle einer Blockierung des Filters sicher betreiben und ein Abgasrückstau vermeiden. Das Filterelement selbst besteht aus einer porigen Schaumkeramik, die sich in Porengröße und Elementdicke speziell auf den Anwendungsfall abstimmen lässt. Durch elektrostatische Aufladung der Staubpartikel mittels einer unter dem Filterelement installierten HV-Elektrode wird der Wirkungsgrad des Kera-Top noch zusätzlich gesteigert. Die Reinigung erfolgt durch Abbrennen des Rußes. Die dazu nötige Zündung wird durch eine kurzzeitige elektrische Beheizung der Filterelemente automatisch erzielt. Die Installation des Kera-Top erfolgt auf der Schornsteinmündung. Damit entfallen sowohl störende Einbauten im Innenraum als auch eine mögliche optische Beeinträchtigung der Ofenanlage. Ein zeitgemäßes Design sowie die Verwendung hochwertiger Edelstähle runden das Konzept des Partikelabscheiders sinnvoll ab. Als ideales Einsatzgebiet gibt Schräder holz- oder holzpelletsbefeuerte Einzelfeuerstätten bis zu einer Nennheizleistung von 10 kW an.

Schräder AL-Top von Schräder
Mit dem Schräder AL-Top lassen sich bei Holz befeuerten Wärmeerzeugern bis zu 82% des bei der Verbrennung entstehenden Feinstaubs zurückhalten. Der Staubabscheider arbeitet nach dem Prinzip der Koronaentladung. Gelangen die Staubemissionen auf ihrem Weg durch die Abgasstrecke in den AL-Top, werden sie mittels HV-Elektrode elektrostatisch aufgeladen. Anschließend lagern sie sich in einer metallischen Filterschüttung an, die als Abscheideelektrode fungiert. Die Reinigung der aus metallischen Spänen bestehenden Schüttung erfolgt vollautomatisch durch Absprühen mit Wasser. Sie wird in Gang gesetzt, wenn der Differenzdruck über dem Abscheider einen vorgegebenen Wert überschreitet. Der Reinigungsprozess erfolgt im Normalfall zweimal pro Woche und verbraucht lediglich vier bis fünf Liter Wasser. Auf diese Weise entfallen mühselige Säuberungsarbeiten sowie die Entsorgung des Staubes. Im Rahmen der ISH erhielt dieser Staubabscheider die Produktauszeichnung „Design Plus powered by ISH“ für herausragendes und besonders innovatives Design. Damit konnte der AL-Top innerhalb von drei Monaten nach der Auszeichnung mit dem Innovationspreis des Ostbayerischen Technologie-Transfer-Instituts e.V. einen weiteren Preis für sich verbuchen. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik

Umweltbewusst heizen mit Holz

Auf die Qualität der Feuerstätte und des Brennstoffs kommt es an
Jetzt haben sie wieder Hochsaison: In einem Winter mit viel Schnee und Temperaturen weit unter Null üben Kamine und Kachelöfen einen ganz besonderen Reiz aus. Und weil das Heizen mit Holz seit dem drastischen Anstieg des Heizölpreises immer mehr Freunde gewinnt, bieten die Ofenhersteller inzwischen eine Vielzahl von Feuerstätten an. Gleich, ob gemütlicher Kachelofen, individuell gemauerter Tiroler Stubenofen oder Feuerstätte im hypermodernen Hightech-Look, die modernen Holzfeuerstätten erfüllen alle Ansprüche an zeitgemäßen Komfort und Gestaltung. Wer jetzt die Anschaffung eines Ofens oder Heizkamins plant, sollte sich jedoch nicht nur mit den optischen Möglichkeiten, sondern auch mit den technischen und gesetzlichen Gegebenheiten auseinandersetzen.
Brennstoffklassiker wieder auf dem Vormarsch
Mit Holz betriebene Grund- und Kachelöfen waren vor allem in Süddeutschland und waldreichen Mittelgebirgen nie komplett aus der Mode. Neu ist jedoch das Interesse vieler Heizungsbetreiber aus Städten und Ballungsgebieten an dem nachwachsenden Rohstoff. Dazu beigetragen haben unter anderem die Innovationsfreudigkeit der Heizungsindustrie und die Entwicklung zahlreicher neuer Wärmeerzeuger. Neben der klassischen Form des Scheitholzes erfreuen sich vor allem Holzpellets und Hackschnitzel einer steigenden Beliebtheit. In Kombination mit technisch ausgereiften Förderkonzepten vom Lagerraum des Brennstoffes bis zum Heizgerät erlauben sie einen komfortablen Betrieb, der in puncto Bequemlichkeit einer Öl- oder Gasheizung gleichkommt.
Von steigenden Verkaufszahlen profitieren auch die Hersteller von Kamin- und Kachelöfen, die, direkt im Wohnbereich aufgestellt, für Wärme und gemütliche Atmosphäre sorgen. Sie kommen vorwiegend während der Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr oder an kühlen Abenden zum Einsatz, wenn sich der ganztägige Betrieb der Zentralheizung noch nicht lohnt. Kaminöfen werden mit Holzbriketts oder mit Scheitholz befeuert und tragen damit zur Senkung der Heizkosten bei. Ein kg luftgetrocknetes Holz verfügt über einen durchschnittlichen Energiegehalt von 4 kWh. Mit ca. 2,5 kg Holz lässt sich ein Liter Heizöl einsparen und so eine CO2-Reduzierung von ca. 3,2 kg erzielen.
Qualität ist Trumpf
Trotz steigender Beliebtheit herrscht bei zahlreichen Ofenbetreibern und denen, die es werden wollen, aufgrund der Berichterstattung in der Presse Unklarheit über die Umweltfreundlichkeit der Holzfeuerung. Dabei wird oft nicht unterschieden zwischen alten Öfen und moderner Feuerungstechnik. Um diesem Argument entgegenzutreten, entwickelte die herstellende Industrie eine Vielzahl von Innovationen. Moderne Geräte zur Verbrennung biologischer Brennstoffe verfügen in vielen Fällen über einen hohen technischen Standard, der den gestiegenen Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz vollkommen gerecht wird. Verbraucher, die bei der Wahl ihrer Feuerstätte ganz sicher sein wollen, können sich am EFA Siegel der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft, Koblenz, orientieren. Die EFA wurde als unabhängiger Herstellerverband gegründet mit dem Ziel, hohe Qualitätsanforderungen für Festbrennstoff-Feuerstätten zu garantieren. Die mit dem Qualitätssiegel ausgezeichneten Wärmeerzeuger werden besonders hohen Anforderungen gerecht, die die Wertbeständigkeit der Geräte auch in Zukunft sicher stellen.
Der richtige Umgang mit dem Brennstoff Holz
Durch die jahrzehntelange Gewöhnung an die fossilen Energieträger Öl und Gas ist der richtige Umgang mit dem Brennstoff Holz teilweise in Vergessenheit geraten. „Richtiges“ Heizen will also wieder gelernt sein. Um eine effektive Verbrennung, und damit auch möglichst niedrige CO2-Emissionen bei Stückholzfeuerstätten zu erreichen, sind allerdings ein paar Regeln zu beachten. So sollte das Holz möglichst im lufttrockenen Zustand verbrannt werden. Dies bedingt eine ausreichende Lagerzeit an trockener, gut belüfteter Stelle. Steigt die Feuchtigkeit des Holzes, vermindert sich die Verbrennungseffizienz und es entstehen unvollständig verbrannte Zwischenprodukte. Wichtig ist außerdem eine regelmäßige Wartung der Feuerstätte. Sie schließt einen unnötigen Leistungsverlust aus und hält den Emissionsausstoß gering.
Neue Richtlinien
Seit dem Frühjahr 2010 ist die Neuregelung der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) in Kraft. Sie bezieht sich sowohl auf ältere, bereits in Betrieb befindliche, als auch neu installierte kleine und mittlere Feuerungsanlagen ab einer Leistung von 4 kW. Vorgesehen ist eine Reduzierung der Schadstoffmengen in zwei Schritten, die sich auf die Herabsetzung der Staubemissionen und des Kohlenmonoxidausstoßes bezieht sowie einen Mindestwirkungsgrad festlegt. Erklärtes Ziel ist die Halbierung des Feinstaubausstoßes bis zum Jahr 2025. Für alle Geräte gilt je nach Baujahr eine Zeitvorgabe, zu der sie die neuen Grenzwerte einhalten müssen. Ist dies nicht möglich, müssen sie nachgerüstet oder gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Im Folgenden soll in erster Linie auf neu installierte Kamin- und Kachelöfen eingegangen werden. Auch ihre Nutzer sind von der Neuregelung betroffen. Sie stellt in der Mehrzahl der Fälle jedoch keine Einschränkung dar, da die meisten modernen Geräte die Vorgaben bereits einhalten. Zu erkennen ist der aktuelle Stand der Technik an entsprechenden Gütezeichen, wie z. B. dem EFA-Siegel oder der DINplus-Auszeichnung. Geräte, die entsprechende Güte-Siegel vorweisen, dürfen auch während der zweiten Stufe der Novellierung betrieben werde. Spezielle Regeln gelten auch für Kachelöfen und andere fest eingemauerte Feuerstätten wie z. B. Herde oder Backöfen. Bei der Neuinstallation nach Inkrafttreten der neuen BImschV muss, wie bei jedem Kaminofen auch, eine Typenprüfung vorgenommen werden, anhand derer sich die Einhaltung der Grenzwerte belegen lässt. Für bereits bestehende gemauerte Kachel- oder Grundöfen gelten ab 2015 die Grenzwerte der Stufe 1. Werden die Werte nicht eingehalten, und soll der Ofen trotzdem weiter betrieben werden, ist die Installation einer Staubfilteranlage ebenfalls obligatorisch.
Der Schornsteinfeger hilft
Für alle Betreiber von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe sieht die neue BImschV eine Beratung durch den Schornsteinfeger vor. Das umfassende Gespräch soll über Themen wie die korrekte Lagerung von Holz und den optimalen Trocknungsgrad, Tipps und Ratschläge zum wirtschaftlichen Heizen sowie der richtigen Befeuerung der Anlage aufklären. Bei der Befolgung der Punkte und dem entsprechenden Einsatz des Brennstoffes lässt sich sowohl der Energiegehalt besser ausnutzen als auch der Emissionsausstoß mindern. So profitiert nicht nur der Betreiber durch niedrigere Heizkosten, Nutznießer sind auch die Natur und die Umwelt.
Fazit
Immer mehr Bauherren planen bei der Konzeption ihres Hauses einen Kamin- oder Kachelofen zur Sicherstellung des kurzfristigen Wärmebedarfs ein. Auf diese Weise lässt sich ein beträchtlicher Teil der Heizkosten einsparen. Da der nachwachsende Rohstoff Holz CO2-neutral verbrennt, sorgt er außerdem für eine ausgeglichene Klimabilanz. Der Ofenbetreiber sollte jedoch beim Kauf seiner neuen Feuerstätte auf das EFA-Qualitätssiegel (Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft) achten. Es gewährleistet, dass der Wärmeerzeuger dem modernsten Standard entspricht, sicher und komfortabel zu betreiben ist und den Brennstoff effizient ausnutzt. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger

Mitteldeutsche Handwerksmesse 2011

Alle Jahre wieder lockt die mitteldeutsche Handwerksmesse zeitgleich mit der Messe Haus-Garten-Freizeit tausende Besucher auf das Gelände der Leipziger Neuen Messe. In diesem Jahr schon zum 14. Mal. Vom 12. bis 20. Februar kamen 185.000 Besucher um sich über Ideen und Angebote von 230 Ausstellern rund um die Themen Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Lebensgefühl zu informieren. Auch in diesem Jahr ließ sich das mitteldeutsche Schornsteinfegerhandwerk die Gelegenheit nicht entgehen, um mit einem eigenen Stand auf seine Leistungsfähigkeit aufmerksam zu machen. An neun Tagen fanden über 1.000 Kundengespräche statt. Dabei zeigte es sich, dass ein Großteil der Kunden mit der Vielzahl und Kompliziertheit der neuen Bestimmungen überfordert ist. Wann welche Feuerstätten gemessen oder überprüft werden müssen, oder gar einen Filter für ihre Abgase benötigen, war deshalb ein Dauerthema am Messestand der Schornsteinfeger. Oft mussten Halbwahrheiten und Falschinformationen, die den Medien entnommen worden waren, richtiggestellt werden. Einen großen Anteil an den Kundengesprächen hatten auch dieses Mal wieder technische Anfragen. Das Interesse an der Errichtung von zusätzlichen Feuerstätten für feste Brennstoffe scheint ungebrochen zu sein. Die neuen Bestimmungen für die Abstände von Abgasanlagen für Feuerstätten für feste Brennstoffe zu Lüftungsöffnungen und Dächern erschwert oft die Standortwahl. Einmal mehr stellte sich heraus, dass der Schornsteinfeger als sachkundiger Berater unentbehrlich ist. Wesentlich informierter zeigten sich die Messestandbesucher über die Tatsache, dass sie bald auch einen anderen deutschen Schornsteinfeger mit der Erledigung der Aufgaben betrauen dürfen. Wenn auch die Mehrheit der Kunden kein Verständnis dafür aufbringen konnte, dass sie einen Feuerstättenbescheid zu akzeptieren haben obwohl sie den Schornsteinfeger gar nicht wechseln wollen, so haben sie doch mit einer Vielzahl von Anregungen für den Umgang mit Kunden, Gebührengestaltung, Erreichbarkeit und Termintreue zu verstehen gegeben, dass sie zumindest die Möglichkeit zur freien Schornsteinfegerwahl begrüßen. Der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer, betonte anlässlich der Eröffnung der Messe, dass die Mitteldeutsche Handwerksmesse ein Treffpunkt für all jene sei, die nicht jammern, sondern optimistisch in die Zukunft schauen. An die Besucher gewandt betonte er: „Achten Sie als Verbraucher künftig ruhig noch aufmerksamer auf die Kennzeichnung Innungsbetrieb, denn handwerkliche Meisterbetriebe, die zugleich in einer Innung organisiert sind, sind noch eine Spur erfolgreicher.“ Die Besucher des Messestandes der Schornsteinfeger konnten sich davon überzeugen, dass das Schornsteinfegerhandwerk die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich darauf einstellt, auch unter den neuen Bedingungen ein verlässlicher Partner für Brand- und Umweltschutz sowie bei der Betriebssicherheit von Heizungs- und Lüftungsanlagen ist. 
Bernd Damisch

Ausgabe: 78 , Kategorie: Mängel

unvollständiger Einbau

Viele Heizungsanlagen, die Anfang der 90´er Jahre eingebaut wurden, müssen jetzt ausgetauscht werden. Dabei kommen zum überwiegenden Teil Brennwertfeuerstätten zum Einsatz. In der Regel muss auch der Schornstein den neuen Bedingungen angepasst werden, meist mit einer Überdruck Abgasleitung. Dabei wird auf Brandschutz nicht immer mit der entsprechenden Sorgfalt geachtet. Die Abgasleitung wird ja nicht so heiß. In diesem Beispiel wurde sogar vergessen, den Schornstein im Keller wieder zu verschließen.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 78 , Kategorie: Mängel

Rost am Rohr

Auch wenn es nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist, sind oft die Abgasrohre durchgerostet. Zum Glück gibt es den Schornsteinfeger, der diese Mängel aufdeckt, bevor größerer Schaden entsteht.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 78 , Kategorie: Mängel

marode Dachlandschaften

Der nächste Winter steht vor der Tür. Die Schornsteinköpfe sind gerissen. Feuchtigkeit und Frost tritt in die Risse ein und wird noch größere Schäden an den Schornsteinen verursachen.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung Thüringen

Innungsversammlung der Schornsteinfeger im Freistaat Thüringen
Am 04. November 2010 fand die Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung im Freistaat Thüringen statt. Die Veranstaltungsräume im Seniorenzentrum Schillerhöhe mit deren Einrichtung war ein idealer Veranstaltungsort.
Um 9 Uhr eröffnete unser Landesinnungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich im Gebäude mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Mitglieder nutzten natürlich die Chance um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben.
Um 10 Uhr begrüßte unser Innungsobermeister Thomas Menge die geladenen Gäste und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht. In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuellen Situationen in unserem Handwerk näher ein. Schwerpunkt war die neue Bundesimmissionsschutzverordnung. Diverse Verfahrenshilfen zu dieser Problematik wurden den Kollegen zur Verfügung gestellt. Es gibt aber weiterhin viele Baustellen die noch zu bearbeiten sind. Einige will ich nur kurz erwähnen, Formularwesen, Verwaltungsrecht, Tätigkeiten in Sachen Festbrennstoffmessung, Abnahmetätigkeiten mit dazugehörigen Rechnungslegung usw. Weitere notwendige Bearbeitungen der Aufgaben für unser Handwerk wurden ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder beleuchtet. Es bedarf noch vieler Anstrengungen um diverse Vorhaben und Ziele zu erreichen. Alle Kollegen sind hiermit auch aufgefordert konstruktiv sich an der Innungsarbeit zu beteiligen!
Natürlich wurde auch die Gelegenheit wahrgenommen einzelne Kollegen aus unterschiedlichen Anlässen zu ehren. Ebenso wurden die neuen Fachkräfte in unseren Reihen aufgenommen. Die dazugehörige Gesellenfreisprechung fand somit ihren würdigen Rahmen.
Der Berufsbildungswart Rene Bucklitsch warnte vor den rückläufigen Ausbildungszahlen. Dies sollte in Zukunft auf eine breitere Basis gestellt werden. 
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger

Messe Haus. Bau. Energie

Energiekonzepte vom Keller bis unters Dach
Messe Haus. Bau. Energie. lieferte Ideen und Lösungen
Erfurt, 26. 09. 2010: Rund 6.000 Bauherren, Eigentümer und an den eigenen vier Wänden Interessierte besuchten die Messe Haus. Bau. Energie. 2010. Drei Tage lang drehte sich im Messezentrum Erfurt alles um Neubau, Modernisierung und Sanierung. „Der Informationsbedarf und die Nachfrage entsprechender Dienstleistungen steigt weiter. Das schlägt sich auch in der wachsenden Besucherzahl nieder. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 1.000 Interessierte mehr“, so Johann Fuchsgruber, Geschäftsführer der Messe Erfurt.
Der Energieverbrauch beschäftigt die Leute immer mehr! Besucher möchten vor allem erfahren, wie der Energieverbrauch im Haus gesenkt und damit Geld gespart werden kann oder was beim Einbau einer neuen Heizungsanlage zu beachten ist. Das bestätigte auch die Anzahl der Kunden an unserem Messestand. Das Schornsteinfegerhandwerk als neutraler Berater ist in der heutigen Zeit gefragter denn je. Auf über 6.500 Quadratmetern Bruttofläche zeigten 150 Aussteller ihre Angebote rund um Hausbau, Wohnen und Modernisieren. Dem gestiegenen Interesse für alternative Energieversorgung wurde die „Haus. Bau. Energie.“ voll gerecht.
Die mitgebrachte Wärmebildkamera war natürlich ein sehr gefragtes Überprüfungsgerät. Unsicherheit herrscht vor allem noch zum Thema Energiepass. Intensive Gespräche konnten dazu beitragen, Ängste und Vorurteile gegenüber dem Energiepass aus dem Weg zu räumen. Die Erhöhungen der Energiekosten und die damit verbundene Bestrebung der Energieeinsparung war natürlich das Hauptthema an unserem Stand. Es ging rund um das Thema Heizungsmodernisierung, deren eventuellen Austausch und die sinnvolle Suche nach alternativen Energieträgern die zur Energieeinsparung und die damit verbundene Kostensenkung beitragen. Wir, die Schornsteinfeger, als neutraler Handwerker waren ein sehr gefragter Partner für unsere Kundschaft. Mitgebrachtes Informationsmaterial wurde uns teilweise aus den Händen gerissen. Wir können davon ausgehen, das wir als moderner Dienstleister mit entsprechendem Fachwissen weiterhin sehr gefragt sind.
Aluminiumfassaden, Wärmeschutzfenster, Wärmepumpen oder Holzheizungen, Solaranlagen und Miniblockheizkraftwerke – für jeden Anspruch fanden jetzige und künftige Hausbesitzer die passenden Ansprechpartner.
Besonderer Dank gilt den Kollegen, welche sich bereit erklärt haben den Messestand mit Leben zu erfüllen und ihr Fachwissen beizusteuern. 
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neuwahlen in Halle

Neuwahlen in der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle
Die jährliche Hauptversammlung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle fand am 26. 11. 2010 im Ramada-Hotel Halle statt. Als Gäste konnten der stellv. Landesinnungsmeister und Obermeister der Innung Altmark Torsten Kiel und der Obermeister der Innungen Magdeburg Frank Buchholz begrüßt werden.
Neben den Berichten über die Innungsarbeit und den Stand der berufspolitischen Entwicklung war insbesondere der Umgang mit der Möglichkeit des Nebenerwerbs ein Diskussionsthema. Die strikte Trennung zwischen Bewerbung von hoheitlichen und privatrechtlichen Tätigkeiten muss unbedingt eingehalten werden, um nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen.
Außerdem war der Termin für die Wahl des Vorstandes und der Delegierten zum Landesinnungsverband heran. Es wurden 101 von 127 Stimmen abgegeben, wobei die Innungsversammlung jeweils eindeutig folgenden Vorstand wählte: Obermeister: Gerhard Metz, stellv. Obermeister: Daniel Börner, techn. Innungswart: Frank Hampe, Kassenwart: Christian Plettner. Als Delegierte zum LIV wurden gewählt: Christian Plettner, Mike Müller, Gisbert Schweigel, Wilfried Grabaum, Eberhard Schulze und Frank Thümig. Als QUB der Innung wurde erneut Pitt-Thorsten Streit benannt.
Wir wünschen den Gewählten alles Gute und ein glückliches Händchen bei anstehenden Entscheidungen. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger

Manfred Jablonski wurde 70

Ehrenlandesinnungsmeister
Manfred Jablonski feierte seinen 70. Geburtstag
Vor 20 Jahren wurde in Magdeburg der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks gegründet. Manfred Jablonski wurde damals einstimmig zum LIM gewählt und die Gründung des LIV war eine ehrenvolle Aufgabe, die mit Hilfe fachkundiger Kollegen vollzogen wurde. Kollegen der ersten Stunde mit ihren Ehefrauen konnten am 14. November den Jubilar nach seiner schweren Krankheit bei freudiger Stimmung in festlicher Umgebung begrüßen. Zur Geburtstagsfeier von Manfred Jablonski versammelten sich im Familien- und Freundeskreis die ehemaligen engsten Kollegen des Jubilars in Möser. Neben dem Obermeister Frank Buchholz und dem ehem. Obermeister Uwe Pomplun aus der Innung Magdeburg, waren der ehem. Obermeister der Innung Altmark K.-H. Kiel und der ehem. TLIW G. Schoppenhauer, sowie die Kollegen W. Knoblauch und Lutz Kanter Gäste der Feier. Ganz herzlich wurde auch die Gattin des ehem. stellv. Bundesinnungsmeisters und Landesinnungsmeisters von Mecklenburg-Vorpommern, Frau Renate Freuck begrüßt. Sie verbindet eine innige Freundschaft zur Familie Jablonski. Im Kreis der Familie waren die Söhne Thomas und Carlo nebst Frau und Nachwuchs Johannes, sowie alle nahen Familienangehörige und Freunde dabei. Es war für alle Gäste ein freudiges Wiedersehen mit dem Jubilar, der seine schwere Krankheit überwunden hat und allen Ehefrauen der mitgereisten Kollegen und Freunde Gesundheit wünschte und sich herzlich für das Erscheinen bedankte.
Im Namen aller Kollegen wünschen wir hiermit Manfred Jablonski weiterhin Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sowie Freude im Kreis seiner Lieben. 
G. Schoppenhauer
BSM i. R.

Ausgabe: 78 , Kategorie: Produkte

Das Schornsteinfeger-Handbuch

Das neue ergänzbare Handbuch bietet dem Benutzer die zurzeit geltenden Wortlaute der Gesetze und Verordnungen. Auf über 700 Seiten findet er neben der aktuellen Kommentierung des Gesetzes und der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen alle notwendigen Informationen über weitere, das Schornsteinfegerhandwerk tangierende Vorschriften. Die einschlägigen Entscheidungen der Gerichte sind in das Werk eingearbeitet. Auch mit dieser Neuauflage setzt der Erich Schmidt Verlag auf das altbewährte Ergänzungsordnersystem. Besteller können hiermit regelmäßige Ergänzungslieferungen automatisch beziehen und sind so immer up to date.
Das Buch wurde geschrieben von Jens Torsten Arndt, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks und begründet von Dr. Max-Jürgen Dohrn, dem ehem. Leiter der Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages.
Erhältlich ist es beim Verlag direkt unter der Internetadresse www.esv.info.
ISBN 978 3 503 02570 1
ISSN 0938-3301 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bewerbung auf einen Kehrbezirk

LIV Sachsen
Lehrgang zur Vorbereitung
für die Bewerbung auf einen Kehrbezirk
Das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz stellt nicht nur bereits bestellte BSM vor neue Aufgaben, auch Meistergesellen, die sich jetzt auf einen Kehrbezirk bewerben wollen, sehen sich mit bisher unbekannten Gegebenheiten konfrontiert. Neben der Problematik des Feuerstättenbescheids und den damit verbundenen notwendigen Kenntnissen des Verwaltungsrechts, sind auch die zur Bewerbung einzureichenden Unterlagen Neuland. Nach intensiver, knapp einjähriger Planung des LIV Sachsen, gemeinsam mit dem FASS (Fachverband der Arbeitnehmer im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen e.V.) fand erstmals vom 21. 10. 2010 bis 24. 10. 2010 in den Räumen des Schulvereins des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Doberschütz ein viertägiger Lehrgang für sächsische Meistergesellen statt.
Der erste Tag begann mit den Themen Büroorganisation, Kehrbezirksverwaltung, Aufgaben eines BSM, und Betriebsausstattung. Den Unterricht hielt der technische Innungswart der Innung Leipzig, Kollege BSM Uwe Berger. Dabei wurde den potenziellen Bewerbern beispielsweise ein grundsätzlicher Überblick über das notwendige Kapital innerhalb des ersten Geschäftsjahres gegeben. Der zweite Schwerpunkt des Tages betraf die Umsetzung eines Qualitäts- und Umwelt Managementsystems im Betrieb. Hierbei ging es zum Beispiel um die Erstellung eines Jahresarbeitsplanes und anderer Betriebsunterlagen. Die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen für eine Bewerbung auf einen Kehrbezirk stellt im Moment noch ein recht schwieriges Thema dar, da auch in Sachsen noch keine Verordnung existiert, die die Bewerbungskriterien eindeutig regelt. Trotzdem wurden durch BSM Gunar Thomas, Vorstand Berufsbildung beim ZIV, mögliche Kriterien für eine Bewerbung gut dargestellt.
Die Themen des zweiten Tages waren Kalkulation (Finanzierung des Kehrbezirkes) und Schriftverkehr, vermittelt durch Prof. Dr. Petschick und Dr. Herrmann. Die umfangreiche Behandlung dieser Themen versetze die Teilnehmer in die Lage, künftig Preise für ihre Arbeiten so zu kalkulieren, dass nach Abzug aller Kosten der Kehrbezirk wirtschaftlich geführt werden kann und der Schriftwechsel mit Kunden und Behörden den aktuellen gesetzlichen und normativen Anforderungen entspricht.
Mit großer Spannung wurde am Samstag der zweitägige Unterricht zum Verwaltungsrecht erwartet. Der Unterricht von Frau Plöger-Heeg, frühere Referentin für Schornsteinfegerangelegenheiten im sächsischen Ministerium des Innern durchgeführt. Dieses Thema wurde bei den Meistergesellen in der Vergangenheit sehr oft und teilweise heftig diskutiert. Es stellt für die Bezirksschornsteinfegermeister bzw. die künftigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ein völlig neues Feld dar. Wichtig ist, dass die Kollegen eine Trennung vollziehen können und einerseits als Dienstleister im Interesse des Kunden sowie andererseits als Behörde arbeiten.
Zuerst wurden diverse Begriffe des Öffentlichen Rechts und der Aufbau (Rang) der einzelnen Ebenen erläutert. Ein wichtiges Thema waren die Grundsätze des Verwaltungshandelns. Außerdem wurden Verwaltungsakt und Fristenverwaltung ausführlich geschult und in mehreren Beispielen verdeutlicht. Die Kenntnis einer Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen wird künftig für den BSM bzw. den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger interessant sein, so z. B. die Zivilprozessordnung und diverse Verwaltungsvorschriften.
Die 22 Teilnehmer bewerteten den Lehrgang durchweg positiv. Jedes der dargebotenen Themen war wichtig und interessant zugleich. Die hochkarätigen Dozenten haben mit umfangreichem Fachwissen überzeugt, sind auf alle Fragen detailliert eingegangen und haben dem hohen Anspruch der Schulung Rechnung getragen. Bei entsprechendem Interesse wird der Lehrgang auch in den kommenden Jahren durch den LIV Sachsen und den FASS angeboten. Dadurch wird es jedem Kollegen möglich sein, die neuen Aufgaben in unserem Handwerk zu meistern.
Unser besonderer Dank gebührt den Kollegen, die diesen Lehrgang ermöglicht haben, dem LIV Sachsen und den Dozenten, die sich auch am Wochenende für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben. 

Steffen Wittek
Stellvertretender Vorsitzender des FASS
Marco Gralapp
Referent für Technik und Bildung des FASS

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik

Deutsche Heizungsindustrie

Schwacher Markt für erneuerbare Energien in Gebäuden torpediert Klimaschutz
Köln, 23. November 2010: „Noch 2008 lag der Markt für Technologien zur Nutzung von erneuerbaren Energien auf der Zielgeraden. Umso mehr bestürzt der Einbruch bei Solarthermie, Wärmepumpen und fester Biomasse in 2010“, betonte Klaus Jesse, Präsident des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, BDH, anlässlich der Mitgliederversammlung des industriellen Spitzenverbandes in Hamburg. Um etwa die Hälfte ging der Absatz der Solarthermie gegenüber dem guten Jahr 2008 zurück. Auch die Nachfrage nach Kesseln für Biomasse und nach Wärmepumpen schwächelt.
Bereits seit dem vierten Quartal 2009 ging die Nachfrage nach Heizungssystemen, die Effizienz und erneuerbare Energien einbinden, kontinuierlich zurück. 2010 schrumpfte der Markt erneut und liegt jetzt zirka 30 Prozent unter dem des Vorjahres. Für diese Entwicklung macht der BDH im Wesentlichen den – durch Überförderung verursachten – Photovoltaik-Boom in 2009 und 2010 und niedrigere Energiepreise im Vergleich zu 2008 verantwortlich. BDH-Präsident Jesse stellt fest: „Damit rücken die ambitionierten Klima- und Ressourcenschutzziele des Energiekonzeptes der Bundesregierung in weite Ferne.“
Der Verband fordert eine deutliche Aufstockung der Förderprogramme für die energetische Modernisierung des veralteten Gebäudebestands und kritisiert die Kürzungen der Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, sowie des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien. „Die zu begrüßenden Absichtserklärungen des Energiekonzeptes müssen nunmehr in reale Politik umgesetzt werden“, erklärt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. „Es gilt jetzt, die Mittel so aufzustocken, dass die im Energiekonzept geforderte Verdopplung des Modernisierungstempos von ein auf zwei Prozent tatsächlich erreicht werden kann. Darüber hinaus muss die Förderung gegenüber den Vorjahren verstetigt werden, um Investoren, der Industrie und den Verarbeitern Investitionssicherheit zu verschaffen.“
Anlässlich der Mitgliederversammlung wurde Markus Niedermayer, geschäftsführender Gesellschafter der MHG Heiztechnik, als Nachfolger von Bernd Wattenberg, Siemens, in den Vorstand des BDH gewählt. 

BDH: Verband für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizungssysteme wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizsysteme, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2009 weltweit einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro und beschäftigten rund 60.000 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik

Ofenkauf im Internet kann teuer werden

Kamin- und Kachelöfen haben viele Vorzüge. Mit ihnen lässt sich nicht nur kostengünstig und umweltfreundlich heizen, sie sind auch während der Übergangszeiten oder an kühlen Sommerabenden eine gute Alternative zur Zentralheizung. Eines gilt es jedoch zu beachten: Qualität hat ihren Preis.
Immer mehr zukünftige Ofenbetreiber nutzen deshalb das Internet mit seinen Verkaufs- und Versteigerungsplattformen, um beim Ofenkauf Geld zu sparen. Das gewünschte Produkt ist häufig billiger als im Fachhandel und wird zudem bequem ins Haus geliefert. In vielen Fällen wird hier jedoch am falschen Ende gespart. So wird der Kunde häufig nicht darüber informiert, ob der Wärmeerzeuger den derzeit gültigen Bedingungen der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung entspricht. Wird der Ofen dann noch selber angeschlossen, ist diese Vorgehensweise nicht selten grobfahrlässig. Ein Heizbetrieb kann in derartigen Fällen nicht nur gefährlich sondern auch ungesetzlich sein.
Eine qualifizierte Beratung durch einen Fachmann ist deshalb grundsätzlich zu empfehlen. Auch der Schornsteinfeger sollte unbedingt vor dem Ofenkauf mit ins Boot geholt werden. Er kennt die Dimensionierung der Abgasanlage und weiß, welche Feuerstätte sich am besten zur Beheizung der eigenen vier Wände eignet.
Zusätzliche Sicherheit beim Kauf der Feuerstätte bietet das EFA-Qualitätssiegel. Die in der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft organisierten Hersteller haben sich nicht nur einen hohen Standard zum Ziel gesetzt, sondern geben auch Hinweise zur ökologischen Betriebsweise ihrer Wärmeerzeuger. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik

Ofenregelung von Kutzner + Webe

Ofenregelung von Kutzner + Weber und SMS Schmid Multi Steuerung
erhalten bauaufsichtliche Zulassung
Dass die Ofenregelung von Kutzner + Weber und die SMS Schmid Multi Steuerung für den Betreiber von Feuerstätten große Hilfen sind, ist schon länger klar. Doch nun ist es ganz offiziell: Beide Steuerungen erhielten jetzt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt).
Was das bedeutet? Die KW-Ofenregelung, sowohl in der Expert- als auch in der Komfort-Variante, sowie die SMS Schmid Multi Steuerung sind damit offiziell als Sicherheitseinrichtungen zur Gewährleistung eines gefahrlosen gemeinsamen Betriebes von Lüftungsanlagen und raumluftabhängigen Feuerstätten anerkannt.
Die Ofenregelungen sorgen überdies für ein optimales Abbrandverhalten der Feuerstätte. Strömungs- und Temperatursensoren übernehmen die Überwachung des aktuellen Verbrennungszustandes und regulieren diesen. So wird beispielsweise eine Verbrennungsluftklappe automatisch in die richtige Stellung gebracht oder eine störende Dunstabzugshaube abgestellt. Der Betreiber der Feuerstätte kann diese Änderungen auf dem wandhängenden Display mitverfolgen. Dort erfährt er, welche Komponenten an- bzw. abgeschaltet sind und wann der optimale Zeitpunkt zum Nachlegen von Brennstoff erreicht ist. Tritt ein Störungsfall auf, so informiert die Steuerung durch ein akustisches Signal. Dank dieser innovativen Technik wird neben dem Sicherheitsaspekt eine größtmögliche Energieeffizienz gewährleistet.
Zudem ist die Regelung feuerstättenunabhängig einsetzbar und kann ohne weitere Zusatzteile verbaut werden.
Weitere Informationen zu der Ofenregelung von Kutzner + Weber finden Interessierte auch unter www.kutzner-weber.de. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Produkte

Neuer RESS-Multifunktions-Trolley

Der neue Multifunktions-Trolley der Fa. Ress ist eine neue universelle Transporttasche für den Schornsteinfeger. Die neue Tasche bietet eine optimale Lösung zum sicheren Transport von sowohl Kehrgeräten wie auch Messgeräten. Das Werkzeug ist leicht und sicher verpackt. Diese spezielle Werkzeugtasche bietet genügend Platz um alles in nur noch einer Tasche sicher zu transportieren.
Der ausziehbare Teleskopgriff und 2 kugelgelagerte Rollen an der Unterseite vom Trolley ermöglichen einfaches ziehen der Tasche. Alternativ kann die Tasche auch mit dem gepolsterten Umhängegurt über der Schulter oder in der Hand mit dem Griff getragen werden.
Der neue Trolley bietet noch mehr Platz und Stauraum als seine Vorgänger bei einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Es können Messgeräte, Haspeln und Werkzeug problemlos transportiert werden. Die Maße betragen ca. 62 x 46 x 30 cm (H x B x T). Die Inneneinteilung ist variabel durch Klettverschlüsse veränderbar. Es können viele Dinge so einfach verstaut werden, wie z. B. ein Rauchgasanalyse-Messgerät und eine Inspektionskamera. Außerdem ist noch Platz für Werkzeug, wie z. B. Minihaspel, Handhaspel, Schweizer Eisen, Handfeger, Schöpfkelle, Rußsack und Arbeitsmappe.
Der Multifunktions-Trolley ist aus strapazierfähigem Cordura-Gewebe hergestellt. Die Unterseite und der Innenraum sind mit LKW-Plane ausgekleidet. Klettverschlüsse sind zum schnellen Verschließen der Tasche angebracht.
Dieses neue Transportmittel für Messtechnik und Kehrwerkzeug schafft perfekte Ordnung und ermöglicht einen sehr professionellen Auftritt beim Kunden. Wesentlich ist der Punkt, dass mit dem Trolley unnötiges schweres Tragen nicht mehr notwendig ist. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik

Feinstaub reduzieren

Vorstellung: Der Partikelfilter AL-Top von Schräder
Umweltschonend arbeitet eine Festbrennstoff-Feuerstätte erst mit dem Feinstaubfilter, welche durch das Marktanreizprogramm Erneuerbare Energie gefördert werden. Exemplarisch sei heute der AL-Top von Schräder vorgestellt.
Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe für Heizung und Warmwasser schont die endlichen Ressourcen und damit die Umwelt. Bei der Verbrennung von Holz, Pellets oder Hackschnitzeln entstehen Abgase, die u. a. Feinstaub enthalten. Nach der geänderten 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung dürfen diese Abgase, abhängig von der Feuerstättenart, einen bestimmten Feinstaubanteil nicht überschreiten. Selbst modernen Geräten sind in diesem Punkt enge Grenzen gesetzt. Bei einem Teil der Wärmeerzeuger im Bestand macht die Neuregelung mit großer Wahrscheinlichkeit eine Nachrüstung mit entsprechenden Bauteilen erforderlich.
Der Schräder AL-Top arbeitet nach dem Prinzip der Koronaentladung. Die bei der Verbrennung entstehenden Staubemissionen werden beim Eintritt in den AL-Top elektrostatisch aufgeladen. Dies geschieht mittels einer HV-Elektrode. Dadurch lagern sich die Partikel an der nachfolgenden metallischen Filterschüttung an, die die entsprechende Abscheideelektrode bildet. Sie ist durch einen Auflagerost von der Kammer mit der HV-Elektrode abgetrennt. Im Verhältnis zur Baugröße bieten die Späne, die als Filterschüttung genutzt werden, eine deutlich vergrößerte Abscheidefläche.
Die Reinigung der Filterschüttung erfolgt vollautomatisiert durch Absprühen des Materials mit Wasser. Dazu wird der Differenzdruck über dem Abscheider gemessen. Überschreitet er einen vorgegebenen Wert, löst dies die Reinigung aus. Zusätzlich lässt sich eine zeitlich gesteuerte Abreinigung einstellen. Am oberen Ende des Bauteils sitzen ein Wasserzulauf und eine Düse, die das gesamte Feld erfasst. Das Waschwasser wird am unteren Ende des AL-Top abgeleitet. Damit entfällt die bei sonstigen Elektrofiltern erforderliche periodische Reinigung und Entsorgung des Staubes. Für die Einleitung des mit Staub beladenen Wassers ist die lokale Abwassersatzung maßgeblich, da zurzeit keine speziellen Regelungen für diese Frage existieren.
Derzeit kann Schräder den AL-Top in sechs Leistungsgrößen für Feuerstätten bis 300 kW anbieten. Der Durchmesser des Abgasstutzens reicht entsprechend von 150 bis 300 mm. Außerdem ist eine Parallelschaltung möglich. Aufgrund seiner kompakten Baumaße lässt sich das Gerät sowohl zur Erstausstattung als auch zur Nachrüstung einsetzen. Die Filtereinheit erzeugt nur einen sehr geringen Druckverlust. Der Energieverbrauch für das Modell 350-150, das für Feuerstätten bis 50 kW eingesetzt werden kann, liegt bei minimalen 17 kW. In diesem Zeitraum werden etwa fünf Liter Wasser für die Reinigung benötigt. Die hohe Reinigungsleistung von bis zu 82% hat das Deutsche Biomasse-Forschungs-Zentrum (DBFZ) u. a. bei Messungen an einem mit Pellets befeuerten Wärmeerzeuger festgestellt.
Der AL-Top wird direkt in der Abgasführung installiert, am besten ca. 50 cm nach dem Abgasstutzen der Feuerstätte. Durch die kompakten Baumaße lässt sich der Partikelfilter sowohl zur Erstausstattung als auch zur Nachrüstung einsetzen. Im Heizraum sind außerdem die erforderlichen Anschlüsse für Strom und Wasser bzw. Abwasser herzustellen.
Fördermöglichkeiten
Bei der Förderung ist zu beachten, dass es zwei Möglichkeiten im Rahmen des Marktanreizprogramms Erneuerbare Energie gibt. Für Festbrennstoffanlagen bis maximal 100 kW erfolgt die Antragstellung über das BAFA, der Nutzer erhält einen Zuschuss von 500 Euro. Bei Wärmeerzeugern mit einem Leistungsbereich über 100 kW kann ein Tilgungszuschuss im Rahmen einer KfW-Finanzierung beantragt werden. Hier gibt es eine Grundförderung für Biomassekessel von 20 Euro je kW installierte Leistung. Darüber hinaus kann ein Innovationsbonus für besonders emissionsarme Anlagen in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für Sekundärmaßnahmen wie dem Einbau eines Feinstaubfilters. Die Höhe des Innovationsbonus beträgt ebenfalls 20 Euro je kW installierte Kesselleistung, wobei die staubförmigen Emissionen 15 mg/m3 nicht überschreiten dürfen. Der Nachweis erfolgt anhand von Prüfstands- und Referenzmessungen.


Die Koronaentladung
In der Elektrotechnik wird eine elektrische Entladung, die durch Ionisation eines Fluids bzw. Luft entsteht, das einen elektrischen Leiter umgibt, als Koronaentladung bezeichnet. Sie tritt auf, wenn die elektrische Feldstärke einen bestimmten Wert überschreitet, aber noch nicht hoch genug ist, um eine Funkenentladung hervorzurufen. Koronaentladungen werden bei etlichen industriellen Vorgängen bewusst erzeugt, z. B. bei Fotokopierern, bei der elektrischen Oberflächenbehandlung von Kunststofffolien, Papier und Aluminiumfolien, um diese bedruck- und klebbar zu machen oder bei der Entfernung von (organischen) Verunreinigungen aus der Abluft von industriellen Prozessen.

Ausgabe: 77 , Kategorie: Produkte

Mit dem Firmenfahrzeug gewinnen

Mit dem Firmenfahrzeug gewinnen
Werbemittelpakete der Imagekampagne als Belohnung

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik

Sichere Überwachung von Ölanlagen

Sichere Überwachung
von Ölanlagen

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik

Sparen durch Brennstoff Holz

Umweltbewusstes und wirtschaftliches Heizen liegt im Trend
Sparen durch Brennstoff Holz

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik

Bullerjan für saubere Verbrennung

Neues Bullerjan-Design für saubere Verbrennung

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteine

Wöhler Dohlenschutzgitter

Wöhler Dohlenschutzgitter
Dachförmig, langlebig, flexibel, einfach zu montieren

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tu Gutes und rede drüber

„Tu Gutes und rede drüber“ sagt ein altes Sprichwort

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik

Effiziente Abgasschalldämpfung bei Blockheizkraftwerken

8. Schallmesspartnerschulung von Kutzner+Weber
Effiziente Abgasschalldämpfung bei Blockheizkraftwerken im Visier

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Klausurtagung der Schornsteinfeger-Innung Thüringen

Klausurtagung der Schornsteinfeger-Innung Thüringen in der Bildungsstätte des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. am 23./24. August 2010

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Berufsfindungsmesse Handwerk 4 you

Berufsfindungsmesse Handwerk 4 you

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tag des Schornsteinfegers am 20. Oktober 2010

Tag des Schornsteinfegers am 20. Oktober 2010

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Ausgabe: 77 , Kategorie: keine

Lehrgangskosten

Lehrgangskosten an der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V.

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schulungsplan der Bildungsstätte

Schulungsplan der Bildungsstätte

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Wer prüft und kontrolliert, soll Anlage nicht warten

„Wer prüft und kontrolliert, soll Anlage nicht warten“
Schornsteinfeger und FVSHK wollen für Sachsen-Anhalt den Konsens

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfeger gehen neue Wege

Interview
Schornsteinfeger gehen neue Wege

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Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger

Gewerbeförderung im Schulverein

Dr.-Ing. Michael Herrmann,
Gewerbeförderausschuss im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks

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Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel

Sturzhelmpflicht auf Fußwegen?

Der Winter hat nicht nur auf den Straßen bleibende Schäden hinterlassen, sondern auch auf Deutschlands Dächern. Da heißt es für Passanten und Autofahrer, nicht nur nach unten zu schauen, sondern auch nach oben. Oftmals können solche Kapitalschäden vermieden werden, wenn das Mauerwerk bei ersten Anzeichen von Rissen oder heraus bröselnden Fugen neu verfugt wird.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel

falsche Glasunterlagen

Manche denken, die Glasunterlage soll den Fußboden vor dem Ofen schützen. Tatsache ist, dass sie den Fußboden vor eventuell herausfallender Glut schützen soll. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Hier wurde der Mindestabstand von 50 cm nach vorne und 30 cm jeweils zu den Seiten stark unterschritten.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel

verbotener Betrieb

Schnell mal einen Ofen aufgestellt – dachten sich die Betreiber dieser Werkstatt. Unabhängig davon, dass einwandige Stahlrohre für den Betrieb von Einzelraumheizern ungeeignet sind, die Mindestschornsteinhöhe wesentlich unterschritten wird, steht die gesamte Konstruktion auch noch auf brennbaren Baustoffen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel

Schornstein ohne Tür

Blick in die Reinigungstür eines verrohrten Schornsteins. Angeschlossen ist eine Feststoff-Zentralheizung. Hier hat der Fachbetrieb vergessen, in die Rohrsäule auch eine Öffnung zur Rußentnahme vorzusehen. Bei erhöhtem "Russpegel" im Schornstein kann es nicht nur zu Schornsteinbränden kommen, es besteht auch die Gefahr der Verstopfung des Rauchrohreinganges. Solche Querschnittsverengungen können zu lebendbedrohlichen CO-Unfällen führen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Wahlen im LIV Sachsen-Anhalt

Wahlen im LIV Sachsen-Anhalt
2010 standen im Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt turnusmäßig Vorstandswahlen an. Der Landesinnungsmeister, Thomas Keindorf, und alle weiteren Vorstandsmitglieder haben sich für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung gestellt und wurden mit großer Stimmenmehrheit bestätigt. Lediglich auf der Position des Landesberufsbildungswartes/QUB gab es eine Änderung. Pitt-Thorsten Streit, der die Geschicke der Berufsbildung des Landesinnungsverbandes Sachsen-Anhalt seit 2007 geleitet hat, trat in die zweite Reihe. Als sein Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter LBBW/QUB, Kai Schoppenhauer, gewählt.
Der Landesinnungsmeister, Thomas Keindorf, bedankte sich bei Pitt-Thorsten Streit für die gute Zusammenarbeit. Seit 2007 werden die Berufsbildung und die Qualitätssicherung zentral vom Landesinnungsverband aus geleitet. Herr Streit hat die Zentralisierung dieser Abteilung im LIV hervorragend gemeistert und gemeinsam mit seinem Stellvertreter eine neue Struktur in der Berufsbildung für das Land Sachsen-Anhalt aufgebaut. Auch die Qualitätssicherung, mit Durchführung der Audits in den Innungen und den Einzelbetrieben, ist auf einem hohen Niveau.
Durch den Wechsel des Obermeisters in der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg gab es eine weitere Veränderung im Vorstand des Landesinnungsverbandes. Uwe Pomplun, der auf 12 Jahre Obermeistertätigkeit zurückblicken kann, hat den Staffelstab an seinen Nachfolger, Frank Buchholz, weitergereicht. „Du hast die Ehre unserer schwarzen Zunft immer hochgehalten“ betonte Thomas Keindorf. Er lobte in besonderer Weise die Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit, mit der Uwe Pomplun sein Ehrenamt ausfüllte. Die 100-prozentige Mitgliedschaft in der Schornsteinfegerinnung ist ein Indikator für die hervorragende Ehrenamtstätigkeit, die Uwe Pomplun auszeichnet.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Dank an Uwe Pomplun

Hiermit sagt der gesamte Vorstand der Schornsteinfeger­innung Magdeburg auch im Namen aller Innungsmitglieder Danke. Danke Uwe Pomplun!
Uwe Pomplun, geboren am 01. 10. 1953, ist Schornsteinfegermeister im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt und opferte den größten Teil seiner Freizeit erfolgreich für die Berufspolitik. Im Rahmen seiner Ehrenamtsarbeit im Vorstand der Schornsteinfegerinnung Magdeburg übernahm er im Mai 1990 die Aufgabe des stellvertretenden Obermeisters und nach der Wahl der Innungsversammlung im Jahr 1998 die des Obermeisters der Schornsteinfegerinnung Magdeburg. Uwe Pomplun war während seiner Zeit als Obermeister nicht nur für unsere Innung ein Wegbereiter. Er sorgte sich auch über die Innungsgrenzen hinaus um gute Zusammenarbeit zwischen den Innungen. Besonders engagierte er sich bei der Planung und beim Bau unseres Innungshauses in Egeln. Eine Errungenschaft, auf die wir wahrlich stolz sein können.
Alle Veränderungen der uns betreffenden Gesetzesgrundlagen, wie die Einführung der Kehrordnungen in den Jahren 2000 und 2010, oder das Inkrafttreten des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes begleitete Uwe Pomplun als Obermeister der Innung immer professionell und setzte sich unablässig für uns als Kollegen ein. Uwe vertrat die Mitglieder der Innung und unser Handwerk stets mit Augenmaß. Respektvoll hatte er jederzeit ein offenes Ohr für die Sorgen der Kollegen und traf keine seiner Entscheidungen von oben herab. Zusammenhalt in der Innung, Vertrauen unter den Kollegen und Zuverlässigkeit, diese Werte waren und sind auch heute noch für Uwe besonders wichtig.
Lieber Uwe, wir wünschen Dir alles, alles Gute, viel Gesundheit und Schaffenskraft für Dich und Deine Familie und eine glückliche Zeit für Deine Zukunft. Wir werden uns immer gern an die Zusammenarbeit mit Dir erinnern. Vielen Dank!

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neuwahl in der Innung Magdeburg

Neuwahl des Vorstandes in der Innung Magdeburg

In der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg fanden am 06. Mai 2010 turnusgemäß die Neuwahlen des Vorstandes statt. Gewählt wurden die Ehrenämter des Obermeisters und sein Stellvertreter sowie der Kassenwart, der Techniker, der Schriftführer und der QM/UM-Beauftragte der Innung Magdeburg. Weiterhin standen zur Wahl: der Kassenprüfungsausschuss, die Delegierten zur LIV-Mitgliederversammlung und der Gesellenprüfungsausschuss.
Obermeister Uwe Pomplun, der die Belange der Innung seit 1998 äußerst würdig vertreten hat, stand für dieses Ehrenamt nicht mehr zur Verfügung. Denn bereits im Jahre 2006, mit der Wahl von Frank Buchholz zum stellvertretenden OM, wurden die Weichen zur Umstrukturierung des Vorstandes gestellt.
Zur Wahl am 06. Mai 2010 stellte sich als Obermeister Frank Buchholz, Schornsteinfegermeister in der Stadt Magdeburg, geboren am 03. 11. 1960. Als stellv. Obermeister stellte sich Matthias Ilgner, Schornsteinfegermeister im Jerichower Land, geboren am 28. 06. 1968, zur Wahl.
Der Obermeister und dessen Stellvertreter wurden von der Innungsversammlung mit überwältigender Mehrheit mittels verdeckter Stimmzettel gewählt. Beide nahmen die Wahl an und bedankten sich bei der Versammlung für das ihnen entgegen gebrachte Vertrauen.
Per Handzeichen wurden folgende Kollegen in den Vorstand gewählt: Technik – Norbert Krüger aus Genthin, stellvertretender Techniker – Steffen Kopper aus Staßfurt, Kassenwart und QM/UM-Beauftragter – Andreas Hampe aus Nachterstedt, Schriftführer – Uwe Illig aus Staßfurt.
Auch die Wahl des Kassenprüfungssausschusses ergab Veränderungen. Hartwig Burbat aus Staßfurt stellte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl. Der Innungsvorstand bedankte sich für die langjährige und zuverlässige Mitarbeit in diesem wichtigen Ausschuss bei dem Kollegen Burbat. An seine Stelle trat Martin Niemann, Schornsteinfegermeister aus Borne. Bestätigt in ihrer Funktion als Kassenprüfer wurden die Kollegen Ralf Wiersdorf aus Magdeburg und Holger Gaede aus dem Harzkreis.
Alle zur Wahl stehenden Delegierten zur LIV-Mitgliederversammlung und auch der Gesellenprüfungssausschuss wurden per Akklamation ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen bestätigt.
In der LIV-Mitgliederversammlung werden die Belange aller Mitglieder der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg von den Kollegen Dietmar Paul, Uwe Kowarsch, Ullrich Dreger, Frank Buchholz, Uwe Pomplun und als Ersatzmann dem Kollegen Torsten Gaede, vertreten.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Karl-Heinz Kiel wurde 75

10 Jahre im Ruhestand
Karl Heinz Kiel, Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Altmark, hat am 14. Juni 2010 seinen 75. Geburtstag gefeiert. Glückwünsche überbrachten neben den Verbänden des Schornsteinfegerhandwerks auch die Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft. Aber auch die Feuerwehr, der Karl Heinz Kiel seit Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Gardelegen angehört und dessen Ehrenmitglied er ist, sowie der Bürgermeister der Hansestadt Gardelegen ließen es sich nicht nehmen, dem Jubilar zu gratulieren.
Karl Heinz Kiel kann auf eine lange Ehrenamtstätigkeit zurück blicken. 1981 hat er, nachdem er 10 Jahre stellvertretender Obermeister war, die Leitung der damaligen Berufsgruppe Altmark von Alfred Böhmfeld übernommen. 17 Jahre hat er die Geschicke der Schornsteinfegerinnung im Norden Sachsen-Anhalts geleitet. Nach der politischen Wende in der damaligen DDR wurde unter seiner Leitung die Schornsteinfegerinnung Altmark neu gegründet. Zur Innung gehörten damals 39 Bezirksschornsteinfegermeister mit 28 Gesellen, 7 Lehrlingen und 8 Umschüler. Aber auch am Aufbau des Landesinnungsverbandes in Sachsen-Anhalt hat er sich maßgeblich mit eingebracht und von der Gründung bis 1995 die Aufgaben des Schriftführers im LIV-Vorstand übernommen.
Wir wünschen dem Jubilar auch weiterhin Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung Thüringen

4. Innungsvollversammlung der Schornsteinfeger im Freistaat Thüringen
Am 15. April 2010 fand die nunmehr vierte Vollversammlung im BTZ-Bildungszentrum der Handwerkskammer Kloster 1 in Rohr statt. Die Veranstaltungsräume mit deren Einrichtung in Sachen Technik waren ein idealer Veranstaltungsort.
Um 11 Uhr eröffnete unser Landesinnungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich im Gebäude um den „Mensa-Saal“ mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Mitglieder nutzten natürlich die Chance um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben.
Um 13 Uhr begrüßte unser LIOM Thomas die geladenen Gäste und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht.
In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuelle Situation in unserem Handwerk näher ein. Schwerpunkt dabei war natürlich Lüftungsarbeiten, die vor 1990 errichtet worden sind. Diverse Verfahrenshilfen zu dieser Problematik wurden den Kollegen zur Verfügung gestellt. Es gibt aber weiterhin viele Baustellen, die noch zu bearbeiten sind. Einige will ich nur kurz erwähnen: Formularwesen, Verwaltungsrecht, Tätigkeiten in Sachen Festbrennstoffmessung, Abnahmetätigkeiten mit dazugehöriger Rechnungslegung usw.
Weitere notwendige Bearbeitung der Aufgaben für unser Handwerk wurde ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder beleuchtet. Natürlich wurde auch die Gelegenheit wahrgenommen einzelne Kollegen aus unterschiedlichen Anlässen zu ehren.
Als Gastredner konnte Dr. Schira von der Versorgungskammer gewonnen werden. Sein Vortrag zur weiteren Entwicklung der Beitragszahler machte auch deutlich, dass unser Schornsteinfegerhandwerk ein Berufszweig ist, der die selben Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung zu bewältigen hat.
Weiterhin wurde unsere neue Homepage von der Firma Dexheimer erläutert und den Anwendern nähergebracht. Selbstkritisch müssen wir auch erwähnen, dass diese Veranstaltung zeitlich gesehen sehr knapp kalkuliert war.
Dieses Problem wurde erkannt und wird sich nicht wiederholen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

300 Jahre Innung Dresden

Schornsteinfeger-Innung Dresden beging ihr 300-jähriges Bestehen

Im Februar 1710 hatte Kurfürst August der Starke die beantragte Innung und deren 41 Artikel bestätigt. Somit waren die Dresdner Schornsteinfeger in die Reihe der Innungen der Stadt Dresden aufgenommen und unterhielten von nun an ihre eigene Innungsverwaltung, Lade und Archiv. In der Folge unterschied man in Hoffeuermäuerkehrer sowie Stadt- und Landmeister.
Die Schornsteinfeger-Innung Dresden hatte für den 7. Mai 2010 zur Feier ihres 300-jährigen Bestehens nach Moritzburg, in den festlich ausgestalteten Saal von „Adams Gasthof“ eingeladen. Einer Gastwirtschaft mit einer 325-jährigen Tradition, die einen würdigen Rahmen für eine solche Festlichkeit bietet.
Obermeister Gunar Thomas begrüßte die Innungsmitglieder, Altmeister, Gesellen und Lehrlinge mit ihren Partnern, sowie die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Handwerk. In seiner Festrede stellte er den Weg der Innung Dresden, von ihrer Gründung 1710 bis heute mittels Anekdoten und Episoden dar. Dabei habe das traditionsreiche Handwerk des Schornsteinfegers von der Überprüfung und Reinigung von Schornsteinen, über die Entwicklung zum Sicherheitsexperten für Feuerungsanlagen bzw. Beauftragten für Immissionsschutz bis zum Energieberater stets den Anforderungen der technischen Entwicklung und der Gesellschaft Rechnung getragen. Höhen und Tiefen gehörten bei einem so langen Zeitraum selbstverständlich dazu. Doch stets habe man durch die Geschlossenheit des Berufsstandes – die Gemeinschaft – die jeweiligen Unbilden gemeistert. Dieses „Gemeinsam sind wir stark“ auch für die heutige Zeit zu bewahren und zu pflegen, sei den Kollegen der Innung wichtiger denn je.
Der oberste Dienstherr der Schornsteinfeger in Sachsen, Innenminister Markus Ulbig, überbrachte Grüße der Sächsischen Staatsregierung und machte noch einmal die Bedeutung des Schornsteinfegerhandwerks für die Bereiche Sicherheit und Umweltschutz aus Sicht des Landes deutlich. Er betonte die Bedeutung des Schornsteinfegers als Fachmann für sichere und effiziente Feuerungsanlagen.
Der Vertreter der Landeshauptstadt Dresden, Herr Ruchay, dankte dem Schornsteinfegerhandwerk für seinen unverzichtbaren Beitrag zur Brandsicherheit von Feuerungsanlagen und zur Gewährleistung der Luftreinhaltung.
Der Präsident des Zentral-Innungsverbandes, Hans-Günther Beyerstedt, überbrachte Grüße des Vorstands und des Vorstandrates. Besonders erfreut zeigte er sich über das Interesse der erschienenen Marktpartner unseres Handwerks. In seiner Ansprache wies er auf die erfolgreiche Umsetzung der Bundes-KÜO in Sachsen hin, und lobte dabei die Anstrengungen der Kollegen zum Erhalt der Sicherheit der Lüftungsanlagen im Wohnbereich.
In seiner Festansprache machte der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich, auf die stets verantwortungsvollen Tätigkeiten der Schornsteinfeger in Bezug auf Feuersicherheit, Lebensqualität, Umweltschutz und bei der Mitwirkung an Baumaßnahmen aufmerksam und wünschte dem Handwerk für die Zukunft weiterhin alles Gute und Zusammenhalt.
Beeindruckende Worte fand der langjährige Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Dresden, Andreas Gnaudschun, zur Wiederherstellung der im Zweiten Weltkrieg verbrannten Innungsfahne und der Fahnenweihe im Kulturpalast Dresden, die anlässlich der Meisterfeier 1994 stattfand.
Die musikalische Umrahmung der Festreden gestaltete die Kreismusikschule Meißen in eindrucksvoller Form mit erfrischenden Beiträgen.
Besonders interessant und aufschlussreich ist die unter maßgeblicher Gestaltung des Ehren-Landesinnungsmeisters Wolfgang Buschan erstellte Chronik der Innung. Anstelle einer sonst üblichen Festschrift wurde zur Erinnerung an diese besondere Feierlichkeit jedem Gast eine Chronik – in Buchform –, sowie eine anlässlich der 300-Jahrfeier angefertigte Medaille aus Meißner Porzellan mit Zunftzeichen und Zylinder überreicht.
Dank gilt dem Team um Mathias Maibier, das hervorragend die Gestaltung des Saales und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sicherstellte.
Die sehr gute gastronomische Versorgung durch die Gaststätte, der hier ein ausdrücklicher Dank ausgesprochen werden soll, rundete in Kombination mit Musik und Tanz eine Veranstaltung ab, die für die Schornsteinfeger-Innung Dresden und ihre Gäste unvergesslich sein wird.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Landesverbandstag Sachsen

Landesverbandstag 2010 im LIV Sachsen
Die Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen fand in diesem Jahr am 6. Mai in Moritzburg bei Dresden statt. Gastgeber war die Innung Dresden, die im Anschluss an den Landesverbandstag ihr 300-jähriges Bestehen feierte. So konnte der Landesverbandstag bereits im festlichen Ambiente der Jubiläumsfeier stattfinden.
Als Gäste konnte Landesinnungsmeister Hartmut Kettner den Präsidenten des Zentralinnungsverbandes Hans Günther Beyerstedt, den Vorstand Finanzen beim ZIV Hans Ulrich Gula, den Vorstand Berufsbildung beim ZIV Gunar Thomas, den Ehrenlandesinnungsmeister im LIV Sachsen Wolfgang Buschan, den 2. Vorsitzenden der Landesinnung Thüringen Marko Beierlein, den Schulleiter der Bildungsstätte des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. Hans Poltersdorf und den Ehrenobermeister der Innung Chemnitz Roland Kahl begrüßen.
Im Rahmen der Berichterstattung konnte Kassenführer Olaf Lugk zunächst über die erfolgreiche Ausgliederung des Prüfstandes des LIV berichten. Durch die Umwandlung in einen wirtschaftlichen Zweckbetrieb konnten die Preise auf dem Prüfstand stabil gehalten werden. Ein zusätzlicher Arbeitsaufwand bestand im Verband dadurch, dass die Sekretärin Frau Maurer lange erkrankt war. Zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes im LIV übernahm der Kassenführer hier zusätzliche Aufgaben. Landesinnungsmeister Hartmut Kettner gab in seinem Bericht eine Übersicht zur Mitgliedersituation im LIV Sachsen. Demnach sind in Sachsen 82% der BSM Mitglieder der 5 Innungen. 90% der Kollegen nahmen, so Kettner, bereits im vergangenen Jahr an einer Schulung des Landesverbandes zum Verwaltungsrecht teil. Dadurch sind die Kollegen in die Lage versetzt worden, der gesetzlichen Forderung zur Erstellung von Feuerstättenbescheiden ordnungsgemäß nachzukommen. Mit besonderer Begeisterung wurde von den Kollegen die Tatsache aufgenommen, dass dank der intensiven Bemühungen der Obermeister und des LIV-Vorstandes, die Beibehaltung der Lüftungsarbeiten zumindest bis Ende 2012 erreicht werden konnte. Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der novellierten 1. BImschV dankt der Landesinnungsmeister besonders dem technischen Ausschuss für die Unterstützung der Kollegen bei der Umsetzung der neuen Bestimmungen durch entsprechende Rundschreiben. Erfreulich ist, wie LIM Kettner hervorhebt, ebenso das gestiegene Interesse seitens der sächsischen Verwaltungs- und Umweltbehörden an den Schulungen, die ihnen vom LIV Sachsen zum geänderten Schornsteinfeger- und Umweltrecht angeboten werden.
Zum Abschluss seiner Ausführungen gab der Landesinnungsmeister bekannt, dass ihn die Obermeister damit beauftragt haben der Mitgliederversammlung zu verkünden, dass die Absicht besteht, zum 1. Juli 2011 eine Landesinnung in Sachsen zu gründen. In seinen Ausführungen zur Arbeit des technischen Ausschusses teilte der technische Landesinnungswart Stefan Gralapp mit, dass es, trotz intensiver Bemühungen, nicht gelungen war, das sächsische Ministerium des Innern zum Erlass einer ergänzenden KÜO für das Land Sachsen zu bewegen. Daraus resultierende höhere Gebühren hätten nun die Kunden zu tragen. Weiterhin führt er aus, dass die Zusammenarbeit mit der Fa. Hottgenroth zur Aktualisierung des technischen Informationssystems im Bereich Sachsen erfolgreich weitergeführt wird. Ebenso stellte der LIV seinen Mitgliedern im Berichtszeitraum eine aktualisierte Fassung der Beurteilungskriterien für Bauabnahmen zur Verfügung.
Der Landesberufsbildungswart Wolfgang Matteg teilte in seinen Ausführungen mit, dass es nun einen gemeinsamen Gesellenprüfungsausschuss bei der HWK Leipzig gibt. Damit, so Matteg, sind die Weichen für eine gleichwertige und kostengünstige Prüfungsumsetzung gestellt. Obwohl die Lehrlingszahlen im Moment zufriedenstellend sind, stellt der Landesberufsbildungswart fest, dass in der Fachkräftesituation noch keine Entspannung zu verzeichnen ist. Für die Absicherung der Zukunft mit fachlich qualifizierten Mitarbeitern seien auch weiterhin Anstrengungen in der Aus- und Weiterbildung notwendig.
Wie der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Damisch berichten konnte, wurde ein Beschluss des erweiterten Vorstandes des LIV Sachsen vom 24. 02. 09 umgesetzt, und die Internetpräsentation des LIV dem System myschornsteinfeger.de angepasst. Durch das neue Erscheinungsbild wird nun auch äußerlich die Zugehörigkeit des LIV Sachsen zum Zentralinnungsverband deutlich gemacht. Durch den erfolgreichen Wechsel zu ­myschornsteinfeger.de ist der LIV Sachsen nun in der Lage, seinen Mitgliedern ohne zusätzliche Kosten eine eigene Internetpräsentation, die den Ansprüchen eines modernen und zukunftsorientierten Schornsteinfegerbetriebes entspricht, anzubieten. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde über einen Antrag des Vorstandes zur Gründung eines Zukunftsfonds zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Innungsmitglieder im LIV Sachsen abgestimmt. Die Delegierten haben den Antrag mit 11 Stimmen dafür und 3 Enthaltungen angenommen. Damit sind die Mitglieder der sächsischen Innungen gut auf die kommende Wettbewerbssituation vorbereitet. Mit der Weitergabe des traditionellen goldenen Zylinders an die gastgebende Innung konnte ein erfolgreicher Landesverbandstag 2010 durch den LIV Sachsen würdig abgeschlossen werden.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Produkte

RESS Gasspürgerät

Die neue Gas-Hausschau sieht eine jährliche Überprüfung der Hausgasleitungen ab der Hausabsperreinrichtung vor. Es soll verhindert werden, dass durch undichte Gasleitungen Explosionen oder Brände entstehen. Im Leitungsnetz können kleinere Leckagen vorhanden sein, die mit dem bloßen Auge nicht unbedingt gesehen werden können und teilweise auch nicht zu riechen sind.
Eine schnelle und auch sichere Möglichkeit zur Lecksuche an Gasleitungen bietet hier das von der Fa. RESS angebotene Gasspürgerät „GasPen DIGITAL“. Dieses Messgerät zeichnet sich dadurch aus, dass hier ein sehr großer Messbereich vorliegt: 1 ppm bis 2,5 Vol.%. Der untere Ansprechwert beginnt ab 1 ppm. Die ebenso kleine Auflösung von 1 ppm lässt kleinste Leckagen problemlos erkennen.
Ein sehr großer Vorteil für die Praxis ist die Digitalanzeige des Messwertes. Es kann so ein exaktes Messergebnis notiert werden. Neben der LCD-Anzeige gibt es noch einen akustischen Alarmton, der auch abgeschaltet werden kann. Zur einfachen eigenen Kontrolle des Gasspürgerätes gibt es eine 1l Prüfgasflasche und ein Entnahmeventil mit Prüfkappe für das Gasspürgerät.
Nähere Informationen: www.ress.de.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik

PrimoTherm 180 von AFRISO

Heizungspumpengruppe PrimoTherm 180
Die neue Heizungspumpengruppe PrimoTherm 180 von AFRISO wird in geschlossenen thermischen Heizungsanlagen zum Umwälzen von Heizungswasser oder Wasser-Glykol-Gemischen eingesetzt. In der vormontierten, dichtheitsgeprüften und wärmegedämmten Pumpengruppe, die zwischen dem Heizkessel und den Rohrleitungssystemen eingebaut wird, sind standardmäßig Hochenergieeffizienzpumpen der Klasse A integriert. Der Einbau von nahezu allen anderen handelsüblichen Pumpen ist jedoch auch ohne großen Aufwand möglich.
Die modular aufgebaute Systembaugruppe PrimoTherm 180 ist in 8 Varianten erhältlich, wodurch sich viele Kombinationsmöglichkeiten ergeben: Mit oder ohne 3-Wege-Mischer, Umwälzpumpe und/oder Überströmventil, mit dem Vorlauf auf der rechten oder linken Seite. Die schlanke Bauform des Systems ermöglicht eine gute Platzierung mehrerer Pumpengruppen nebeneinander – die Montage ist dank durchdachter Wandbefestigung einfach und schnell durchführbar. Die Grundausführung vereint im Vorlaufstrang ein Absperrventil und einen roten Thermometer-Kugelhahn, im Rücklauf befindet sich ein blauer Thermometer-Kugelhahn sowie ein Absperrventil mit aufstellbarer Schwerkraftbremse.
Die nächste Variante enthält zudem einen 3-Wege-Mischer mit Stellmotor. Des Weiteren ist PrimoTherm 180 wahlweise mit einer Grundfos- oder einer Laing-Umwälzpumpe lieferbar. Bei Verwendung einer nicht selbstregelnden Pumpe gibt es die Ausführung mit Überströmventil, dadurch bleibt der Druck in der Heizungsanlage konstant und Fließgeräusche werden vermindert. Für Erstausrüster kann die Heizungspumpengruppe nach spezifischen Angaben produziert werden.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik

Ölgewinnung aus Plastik

Innovative Technologie aus Deutschland ermöglicht Ölgewinnung aus Plastik
Bremen, 15. Juni 2010. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wirft gleichzeitig die Frage nach alternativen Ölgewinnungsprozessen auf. Ein neues Verfahren aus Deutschland bietet hier die Antwort zur nachhaltigen Ölgewinnung. Mittels Kunststoffverölung in einem Thermolyse-Verfahren wird aus Plastikabfällen wieder Öl hergestellt. Bei einem Wirkungsgrad von rund 80 Prozent geht kaum Energie verloren und das produzierte Öl kann als Heizöl wieder als Energieträger genutzt werden. Ebenfalls findet im Vergleich der CO2-Ausstoß deutlich verringert statt. Einerseits wird so der stetig anfallende Plastikmüll sinnvoll verwertet und andererseits muss weniger auf die schwindenden Ölvorkommen zurückgegriffen werden. Katastrophen, wie aktuell im Golf von Mexiko, könnten damit der Vergangenheit angehören. Ohne das Engagement deutscher Umweltschützer würde diese einmalige Technologie weiterhin nur auf dem Papier bestehen.
Ziel der Gesellschaft Öko-Energie Umweltfonds 1 GmbH & Co. KG ist die Errichtung und der Betrieb von vier SYNTROL-Anlagen für Kunststoffe und Altöl, welche die Ölgewinnung aus Plastik ermöglichen. Diese stellen in einem dreistufigen Verfahren aus Plastikabfällen wieder nutzbares Öl her. Dabei wird Kunststoff zunächst erhitzt, so dass Gase entstehen. Diese kühlen ab und verflüssigen sich. Das so entstandene Produktöl kann als leichtes Heizöl wieder verkauft oder nach weiterer Bearbeitung und Veredelung für andere Zwecke genutzt werden. Die Qualität des erzeugten Produktöls wurde von der DEKRA geprüft.
Alle Informationen unter:
www.oekoenergie-umweltfonds.de

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik

Küchen-Herdheizkessel

Der VestoWIN - das Multitalent in der Küche

Heizen, kochen und backen mit nur einem Gerät – das funktioniert hervorragend mit dem neuen Zentralheizungs-Kochherd von Windhager. Der für den Brennstoff Holz konzipierte Herd VestoWIN kann als Soloheizung betrieben werden oder als Beistellgerät, etwa in Kombination mit Öl-, Gas- oder Pelletskesseln. Wird er mit einem Speicher verknüpft, übernimmt der VestoWIN zusätzlich die Warmwasserversorgung für das ganze Haus. Durch sein ansprechendes, zeit­loses Design lässt er sich einfach in jeden Küchenstil integrieren.
Neben den variablen Einsatzmöglichkeiten als Kochherd, Solo- oder Zusatzheizung überzeugt der VestoWIN durch seine verbesserte Verbrennungstechnik. Die getrennte Zufuhr von Primär- und Sekundärluft bewirkt einen dauerhaft hohen Wirkungsgrad. Gleichzeitig lässt sich damit eine saubere Verbrennung sicherstellen. Der sparsame Betrieb wird durch den patentierten Brennstoffsparschieber und den Feuerungsregler unterstützt. Der verstellbare Hebe- und Senkrost für Sommer- bzw. Winterbetrieb ermöglicht zusätzlich ein besonders wirtschaftliches Heizen und Kochen.
Darüber hinaus zeichnet sich der VestoWIN durch seine solide Bauweise aus. So verfügt das Gerät serienmäßig über einen Isolierdeckel zur Reduzierung der Abstrahlwärme. Die jahrzehntelang bewährte Windhager-Technik garantiert einen besonders sicheren und zuverlässigen Betrieb. Dazu kann Scheitholz mit bis zu 33 cm Länge genauso genutzt werden wie Restholz oder Holzbriketts.
Ergänzt werden die technischen Attribute durch ein formschönes Design. Aufgrund der schlichten, geraden Formen und der edlen Oberflächen wie z. B. Glas und geschliffener Edelstahl lässt sich der VestoWIN sowohl in moderne als auch in traditionelle Küchen harmonisch integrieren.
Der Wärmeerzeuger wird in zwei Ausführungen angeboten. Die Variante Klassik ohne Backrohr mit den Maßen 600 x 847 x 600 mm (B, H, T) hat eine Leistung von 22 kW. Die Premium-Version mit Backrohr besteht aus zwei Komponenten von insgesamt 1.000 x 847 x 600 mm (B, H, T) und verfügt über eine Leistung von 20 kW. Der Kaminanschluss kann jeweils rechts oder links erfolgen. Darüber hinaus stehen zwei Basis- und drei Dekorfarben zur Wahl.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik

wandhängender Ölkessel

Wandhängend
Der Öl-Brennwertkessel NovoCondens WOB
Effizientes Heizen auf kleinstem Raum – das funktioniert mit dem Öl-Brennwertgerät NovoCondens WOB der August Brötje GmbH. Dem Unternehmen ist es gelungen, einen wandhängenden Kessel zu entwickeln, der sich durch ein neues Brenner-Wärmetauscher-Konzept auszeichnet.
Beste Energieumwandlung in allen Betriebszuständen charakterisiert den NovoCondens WOB. Er arbeitet mit einem modulierenden Brenner, der seine Wärmeleistung stufenlos von 50 bis 100 Prozent anpasst. Darüber hinaus verfügt er über einen innovativen, aus zwei Teilen bestehenden Wärmetauscher. Das Verbrennungsteil aus Aluminium und das Kondensationsteil aus Carbon garantieren eine optimale Energienutzung. Der Normnutzungsgrad wird mit bis zu 104 Prozent angegeben.
Als weitere Pluspunkte des wandhängenden Kessels sind zu nennen: minimaler Stromverbrauch, äußerst leiser Betrieb sowie Eignung für alle Heizölsorten. Das Gerät mit den Abmessungen 600 x 953 x 670 mm (Breite, Höhe, Tiefe) und einem Gewicht von 95 kg wird es in drei Leistungsklassen geben. Mit 15, 20 und 25 kW eignet es sich besonders für Ein- und Zweifamilienhäuser. Langlebigkeit und einfache Wartung ergänzen die positiven Aspekte, so dass ein zukunftssicheres Heizen möglich ist.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Produkte

Spectra-plus von MRU

Neues Multifunktions-Messgerät „SPECTRA plus“
Das neue Spectra plus setzt die hervorragende Technik und Qualität der Spectra-Familie von MRU nicht nur fort, sondern baut sie in einzigartiger Weise aus.
Neben der obligatorischen Abgasmessung für alle Kontroll- und Einstellarbeiten an Öl-, Gas- oder Feststoffanlagen eignet sich das Spectra plus für Heizungs-Check-Messungen, 4Pa-Test, Druck- und Temperaturmessungen aller Art sowie Belastungsprüfung, Dichtheitsprüfung und Leckmengenmessung gem. TRGI. Mit einem einfach anzuschließenden Gasdetektor wird das Gerät im Handumdrehen zu einem mobilen Lecksuchgerät an Gashausinstallationen.
Selbstverständlich kann das Gerät mit weiteren Sensoren (z. B. NO(x)) ausgerüstet werden. Zum Schutz des Sensors bei hohen CO-Konzentrationen gibt es eine 2., sehr effektive, Freispülpumpe.
Ergonomisch und optisch ansprechend geformt überzeugt das Spectra plus auf den 1. Blick mit einem brillanten 3,5“ TFT-Farbdisplay, einer großvolumigen, beleuchteten Kondensatfalle, sowie Schlauchanschlüssen aus Metall. Das Gehäuse ist aus sehr schlagfestem, glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt und deshalb auch ohne Gummischutzhülle für den rauen Alltagseinsatz geeignet.
Besonders anwenderfreundlich ist das von MRU gewählte Steckersystem für Abgas und Temperaturen. Die Buchse für Abgastemperatur ist abwärtskompatibel zum Spectra 2000. Alternativ stehen in der Standard-Ausstattung die international genormten Typ K-Anschlüsse zur Verfügung. Das Gerät erkennt dabei automatisch, welcher Anschluss belegt ist und verhindert so eine evtl. Fehlbedienung. Die Gasanschlüsse sind aus verschleißfreiem Edelstahl mit doppelter Abdichtung.
Ausgestattet mit einem Li-Ionen-Akku ist das Gerät netzunabhängig mehrere Tage messbereit. Datenaustausch mit dem PC geschieht auf einfache Art und Weise über die optionale Blue­tooth-Schnittstelle oder den Standard-USB-Anschluss. Die USB-Buchse ist gleichzeitig Ladebuchse. Dadurch fungiert das Ladekabel auf Wunsch auch als Datenübertragungskabel. Ausgestattet mit Bluetooth kann das Gerät mit Notebook, Netbook oder PDA ferngesteuert werden.
Das neue, flexible Speicherkonzept, entweder über internen Speicher oder SD-Karte, gewährleistet sowohl hohe Sicherheit, mehr als genügend Speicherkapazität als auch einfachste Handhabung bei evtl. erforderlichen Softwareupdates. Die Messdaten werden auf SD-Karte in mehreren Formaten abgespeichert, so dass sie auch von PCs ohne spezielle Zusatzprogramme gelesen werden können.
Eine IRDA-Schnittstelle bedient den neuen MRU-IR-Speedprinter, der sekundenschnell Messprotokolle in Text- oder Grafikformat zu Papier bringt.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteine

LB Multischacht

Leichtbau in der Praxis
Geschickte Lösungen mit Raab
Mit dem LB Multischacht bietet die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, ein System an, das in ganz unterschiedlichen Anwendungen zu nutzen ist. Ob als einzügiger Schacht für Abgasleitungen, als Installationsschacht zur Kabelführung oder als ein- bzw. zweizügiger Schacht für ein Luft-Abgas-System auch für Festbrennstoffe – für jede Einbausituation in Neubau und Sanierung findet sich die richtige Lösung.
Das Schachtsystem erfüllt alle Anforderungen an den Wärme- und Brandschutz und kann über mehrere Geschosse bis über Dach geführt werden. Als Material werden 45 mm starke Brandschutzplatten aus Fibersilikat mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten (L90) eingesetzt. Aufgrund des geringen Gewichts sind keine statischen Maßnahmen erforderlich. Die Verbindung zwischen den Elementen wird mit Edelstahl-Verbindern realisiert, so dass ein einfacher, schneller Aufbau gewährleistet ist. Das Ablängen der Schachtelemente oder Anfertigen von Einbauöffnungen geschieht direkt vor Ort auf Maß. Durch die Trockenbauweise kann der Schacht nach dem Verspachteln direkt mit Putz, Anstrich oder Tapete endbehandelt werden.
Als einzügiger Schornstein steht der LB Multischacht in mehreren Größen zur Verfügung: Von 150 x 150 mm für eine Abgasleitung von 80 mm Durchmesser bis zu 340 x 340 mm für eine Nennweite von 300 mm. Optional wird das bewährte EW-ALKON aus Edelstahl eingesetzt. Mit oder ohne Dämmung eignet es sich auch für den Betrieb einer Festbrennstoff-Feuerstätte, bei Bedarf wird das System als raumluftunabhängige Variante ausgeführt. Dann ist eine sichere Nutzung von Dunstabzugshaube oder kontrollierter Wohnungslüftung garantiert.
Auch die Anforderungen an eine dichte Abgasanlage im Niedrigenergie- oder Passivhaus lassen sich mit dem Luft-Abgas-System erfüllen. Darüber hinaus können Installationsschächte in unterschied­licher Größe realisiert werden, sowohl separat oder als Teil eines zweizügigen Systems. Auf einer Stellfläche von nur 290 x 470 mm werden zwei Abgasanlagen möglich, etwa für eine Brennwertfeuerstätte und einen Kaminofen.
Die werksseitig vorgefertigten Bauteile zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Sie sind güteüberwacht und zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik

10. Industrieforum Pellets

10. Industrieforum Pellets, Stuttgart, 7. bis 8. September 2010
10. Industrieforum Pellets versammelt die
internationale Pelletsbranche
Pforzheim/Stuttgart, 15. Juni 2010 – In den internationalen Heizungsmärkten entwickelt sich die Rolle des Brennstoffs Holzpellets dynamisch. Die Zahl der Pelletsheizanlagen für die Wärmeversorgung privater Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch für Nahwärmenetze und Großanlagen im Megawattbereich wächst ebenso wie die Anzahl weltweiter Pelletproduktion. Die bevorstehende EU-Norm für Pellets und ihre Umsetzung durch das neue Gütesiegel ENplus wird international eine umfassende Qualitätssicherung des Brennstoffes mit sich bringen. In diesem lebendigen Marktumfeld findet vom 7. bis 8. September das 10. Industrieforum Pellets im Internationalen Congresscenter der Messe Stuttgart statt. Der Veranstalter, die Solar Promotion GmbH, erwartet rund 550 Experten und Entscheider aus ganz Europa. Parallel zeigt eine Fachausstellung aktuelle Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus der Pelletsbranche.
Weltweit entstehen neue Produktionsstätten für Holzpellets: Seit Ende März dieses Jahres wird in Waycross, im Süden des US-Bundesstaates Georgia, eine neue Pellets­produktion gebaut. Verantwortlich für die Fabrik, die künftig rund 750.000 Tonnen Holzpellets pro Jahr herstellen soll, ist RWE Innogy, Tochtergesellschaft des deutschen Energieversorgers RWE. Ebenfalls in Georgia plant Magnolia BioPower LLC ein Pelletswerk, das ab April 2012 eine Million Tonnen Holzpellets produzieren soll. Gleichzeitig entsteht derzeit im russischen Wyborg das bislang weltweit größte Pelletswerk mit einer Jahresproduktion von 900.000 Tonnen.
Der internationale Handel bietet Chancen und Herausforderungen für die Pelletsbranche und ist deshalb ein wichtiges Thema beim 10. Industrieforum Pellets, das vom 7. bis 8. September im Internationalen Congresscenter der Messe Stuttgart stattfinden wird. Im Plenum am ersten Veranstaltungstag werden deshalb hochkarätige Referenten über Trends und Entwicklungen im internationalen Pelletsmarkt berichten. Ein Überblick über europäische und globale Schlüsselmärkte zeigt die Entwicklung und Perspektive des weltweiten Pelletsmarktes aus Sicht verschiedener Marktakteure. Am Nachmittag werden dann die politischen Rahmenbedingungen im Plenum diskutiert: Die Schaffung verlässlicher Förderprogramme zur Auflösung des Modernisierungsstaus am Heizungsmarkt sowie die Bedeutung der neuen EU-Norm im wachsenden internationalen Markt sind hier Themen.
Eine Podiumsdiskussion über die Rolle der Politik und ihren Einfluss auf den weltweiten Pelletsmarkt mit Politikern auf Bundes- und EU-Ebene sowie Vertretern von Firmen und Verbänden schließt den ersten Kongresstag ab.
Weitere fundierte Fachinformationen für Pelletsproduzenten, Kesselhersteller, Händler, Dienstleister und Investoren bietet das 10. Industrieforum Pellets mit seinen vier Sessions am zweiten Veranstaltungstag. Hier stößt die zur weiteren Qualitätssicherung des Brennstoffs Holzpellets erarbeitete europäische Norm (EN 14 961-2), die kurz vor der Veröffentlichung steht, auf großes Interesse. Die Norm wird die bislang geltenden nationalen Normen ablösen und neue Qualitätsklassen beinhalten. Die Klassen A1, A2 und B berücksichtigen das breitgefächerte Rohstoffspektrum in den verschiedenen europäischen Ländern. Außerdem definiert die EN-Norm in der Klasse B erstmals Eigenschaften für so genannte Industriepellets. Mit dem neuen Gütesiegel ENplus setzt das Deutsche Pelletinstitut die europäische Norm für Holzpellets in Deutschland um. Die europaweite Markteinführung steht in den nächsten Jahren an. Weitere Themen dieser Session sind die Rohstoffbasis und Produktion von Holzpellets, die weitere Lagerung und Logistik.
Die schon traditionellen, kompakten Länderreports beschreiben die aktuelle Situation der weltweiten Pelletsmärkte anhand für die Branche relevanter ausgewählter Länder. Ein weiterer Vortragsblock widmet sich der industriellen Pelletsnutzung, die dafür erforderlichen großen Handelsvolumina und die Herausforderungen, die sich daraus für alle Marktakteure ergeben. Aktuelles aus der Forschung zur Anlagentechnik rund um Feuerung und Emissionen wird in einem separaten Forum behandelt.
Da die Fachmesse Interpellets erst wieder im Herbst 2011 stattfindet, flankiert eine Fachausstellung das 10. Industrieforum Pellets. Die Aussteller zeigen dort aktuelle Produkte und Dienstleistungen der Branche.
Das Programm des 10. Industrieforum Pellets ist ab Juli online abrufbar unter: www.pelletsforum de

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik

SHKG-Messe

SHKG-Messe für Sanitär,
Heizung, Klima und Gebäude­automation
2011er SHKG vom 12. bis 14. Oktober
Der Termin für die SHKG-Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation steht fest. Vom 12. bis 14. Oktober 2011 findet der ostdeutsche Branchentreff für die SHK-Branche in Leipzig statt.
„Ihr Markt. Ihre Messe.“ So lautet das Motto der SHKG 2011. Im Mittelpunkt des Messe-Geschehens stehen im kommenden Jahr innovative und Ressourcen schonende, energieeffiziente Technologien und Produkte. Vielschichtig und informativ zeigt sich während der drei Messetage das Fach- und Rahmenprogramm. „Damit bildet die SHKG den idealen Treffpunkt zum Austausch branchenrelevanter Themen zwischen Industrie, Handwerk, Großhandel, Planern und Architekten sowie der Wohnungswirtschaft“, sagt SHKG-Projektdirektor Ekkehard Trümper. Parallel zur SHKG findet die Elektrofachmesse efa statt. Als Schwerpunkt präsentieren beide Veranstaltungen unter anderem hocheffiziente System- und Anlagentechnik in Verbindung mit erneuerbaren Energien.
Nach dem Erfolg von 2009: Werkstattstraße und Planer-Rundgänge werden fortgesetzt
Die SHKG nimmt sich 2011 intensiv des Themas Berufsnachwuchs an. Für Lehrlinge gibt es beispielsweise die „Werkstattstraße“. In diesem Ausstellungsbereich schulen verschiedene Firmen den Nachwuchs im praktischen Umgang mit Herstellerprodukten. Spezifische Messerundgänge für Architekten und Ingenieure steuern ausgewählte Aussteller des Messeverbundes aus SHKG und efa an, die komplexe, für die Planer spannende Systemlösungen präsentieren.
Rückblick SHKG 2009
Kompakt und effizient zeigte sich die vergangene SHKG. Sie konnte mit 213 Ausstellern und rund 20.000 Fachbesuchern trotz Laufzeitverkürzung auf drei Tage ein stabiles Ergebnis verzeichnen und unterstrich damit ihre zentrale Bedeutung für die Region. Für 2011 ist das gemeinsame Ziel der Leipziger Messe und der ideellen Träger die kontinuierliche Weiterentwicklung der Veranstaltung als regionale Fachmesse für den gesamten ostdeutschen Raum. Mit der zeitgleich stattfindenden 12. efa – Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation – werden 2011 in Leipzig erneut wichtige Synergien erschlossen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger

Der Ausbildungsverbund

Der Ausbildungsverbund stellt auch in unserem Handwerk eine sehr gute Möglichkeit der Berufsausbildung dar. In jedem Fall ist es aber eine Entscheidung der einzelnen Betriebe, ob ausgebildet wird oder nicht. Für die nachlassende Ausbildungsbereitschaft unserer Kollegen BSM werden immer wieder der Kostendruck oder der zu hohe Aufwand bei der Arbeit mit den Auszubildenden angeführt.
Beide Argumente erscheinen im ersten Moment auch relativ plausibel – jedoch nur bei einer kurzfristigen Unternehmensplanung. Personalpolitik ist auch in unserem Beruf eine langfristige und unabdingbare Größe und Berufsausbildung ist wesentlicher Teil einer solchen langfristigen Planung.
In allen Schornsteinfegerbetrieben sind Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend für die Leistungsfähigkeit. Die Ausbildung in Handwerksbetrieben ist in Deutschland eigentlich selbstverständlich, traditionell und Grundlage einer sicheren Existenz.
Ein Verbund kann auf sehr unterschiedliche Art organisiert sein:
– Mehrere Betriebe stellen ein und tauschen phasenweise ihre Auszubildenden aus. In welcher Weise sie die notwendigen Verabredungen treffen, ist ihnen überlassen.
– Ein Betrieb stellt ein und verbündet sich mit einen Bildungsträger, der ihm phasenweise seine Ausbildung überstellt.
– Mehrere Betriebe gründen einen Ausbildungsverein.
Dieses Modell ist aus meiner Sicht besonders berufsrelevant für unser Handwerk!
Vorteile im Verbund:
– Langfristige Sicherung qualifizierten Personals
– Kostenersparnisse gegenüber Neueinstellungen
– Selbst ausgebildete, teamfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
– Einstieg in die Ausbildung wird erleichtert
– Breite Ausbildung auch bei speziellen Arbeiten möglich
– Größere fachliche und soziale Erfahrungen der Auszubildenden
– Imagegewinn: „Wir bilden aus“
– Nachwuchsplanung auch für Spezialisierung möglich
– Teilung der Ausbildungskosten und des Ausbildungsaufwandes
Wenden Sie sich an Ihre zuständige Handwerkskammer! Für Anfragen stehe ich Ihnen in der Bildungsstätte jederzeit zur Verfügung!

Ausgabe: 75 , Kategorie: Mängel

Lüftung ist wichtig

Der Winter 2009/2010 war lang und kalt. Die Heizungen mussten beweisen, dass sie schaffen, wofür sie bestimmt sind. Wenn man aber der Heizung die Luft nimmt, dann erstickt sie im wahrsten Sinne des Wortes. Abgasaustritt und hoher Kohlenmonoxidgehalt im Abgas sind die Folge und wer den Heizungsraum betritt begibt sich in Gefahr.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Mängel

auch Edelstahl rostet

Videoinspektion einer Querschnittsverminderung.

Bei diesem Abgassystem wurde zum Zeitpunkt des Einbaus Anfang der 90‘er Jahre der gemauerte Schornstein eines Einfamilienhauses mit einem Edelstahl-Einsatzrohr ausgekleidet. Nachdem nun Jahre später plötzlich Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk auftraten, konsultierte der Hauseigentümer seinen Schornsteinfeger. Mittels einer Videoinspektion wurde eine Korrosion des Einsatzrohres festgestellt.

Anmerkung der Redaktion: Korrosion kann durch halogene Gase entstehen, welche beispielsweise von Waschmaschinen beim Waschvorgang entstehen. Diese werden von der Heizung angesaugt und durch den Schornstein abgeleitet. Ebenso ist eine Beschädigung der äußeren Wandung von Einsatzrohren im Zuge der Montage eine der Hauptursachen für Korrosionsschäden. Last but not least begünstigt die Verwendung von schwefelhaltigem Heizöl ein Fortschreiten solcher Korrosionen.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger

Internationales Schornsteinfegertreffen

Ausflug zum XXVIII. Internationalen Schornsteinfegertreffen in Valle Vigezzo/Italien
vom 04. 09. 2009 bis 07. 09. 2009

Am 3. September machten sich die Bezirksschornsteinfegermeister Jürgen Steinbach, Lutz Ohme, Hans-Jürgen Haase, Uwe Felgner sowie Dieter Schärschmidt gemeinsam mit ihren Ehepartnern aus der Innung Leipzig auf den Weg nach Italien. Am Donnerstagnachmittag wurde ein Zwischenstopp am Bodensee bei Schornsteinfegermeisterin Sabine Steinbach gemacht, welche die Reise nach Italien für uns alle organisierte. Bei einem gemütlichen Grillabend mit Schlaftrunk wurde der Schlachtplan für die nächsten vier Tage in Italien geschmiedet.
Am Freitag, den 4. September, haben wir nach dem Frühstück unsere Fahrt nach Italien angetreten. Schon beim Eintreffen in Valle Vigezzo stellten wir fest, dass der ganze Ort auf das Schornsteinfegerfest eingestellt war.
Von allen Schornsteinfegern wurde die Zunftkleidung jeden Tag getragen. Auf allen Straßen und Plätzen traf man Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger aus ganz Europa sowie zwei Schornsteinfeger aus den USA. Bei den zwei großen Festumzügen am Samstag und Sonntag, mit Kapellen, Transparenten und Fahnen der teilnehmenden Länder, ging es durch den Ort, wo es zu vielen interessanten Gesprächen kam.
Für uns alle haben diese Begegnungen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir haben es uns vorgenommen, dieses in den kommenden Jahren zu wiederholen.
BSM Schärschmidt

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger

Klausurtagung des LIV Sachsen-Anhalt

Klausurtagung des LIV Sachsen-Anhalt am 14. und 15. 01. 2010 in der Bildungsstätte des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks Doberschütz

Bereits zum fünften Mal hat 2010 der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt eine Klausurtagung durchgeführt.
Unter der Moderation des Landesinnungsmeisters Thomas Keindorf wurden aktuelle Themenbereiche diskutiert. Zum Einstieg in die Diskussion wurde die Imagekampagne des Handwerks mit den dazugehörigen Plakaten sowie dem Werbespot vorgestellt.
Unter dem Thema Bündelung der Abteilungen in den Innungen bzw. LIV mit dem Ziel Kosten zu senken, kam von der Schornsteinfegerinnung im Kammbezirk Halle der Vorschlag, die Strukturen im Land konsequent zu ändern und eine Landesinnung zu bilden. Ziel dieser Strukturveränderung sollte eine deutliche Reduzierung der Beiträge sein. Es wurden auch schon einige Eckpunkte festgesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Die Bildung einer Landesinnung macht es aber auch erforderlich, dass die Gesellschaften für Immissionsschutz zu einer Gesellschaft zusammengeführt werden.
Die Straffung der Strukturen darf aber nicht zu einem Informationsdefizit führen. Als Multiplikatoren werden deshalb die Kreismeister eine wichtige Rolle spielen. Einmal pro Quartal muss gewährleistet sein, dass die Kreismeister in einer Veranstaltung über die aktuellen Geschehen informiert werden.
Als spätester Zeitpunkt für die Gründung der Landesinnung wurde der 01. 01. 2012 vorgeschlagen. Am 22. 02. 2010 haben sich die Vorstände der drei Innungen in Sachsen-Anhalt zu einem ersten Gesprächsrahmen getroffen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Trotz einiger Hürden, für die erst noch Lösungen gesucht werden müssen, ist man zu dem Fazit gekommen, dass der eingeschlagene Weg weiter verfolgt werden soll. Unter anderem sind die rechtlichen Voraussetzungen zu klären, unter denen eine Fusion der Innungen erfolgen kann. Aber auch die finanziellen Hintergründe müssen geklärt werden. Noch in diesem Frühjahr sollen die grundsätzlichen Möglichkeiten ausgelotet werden, um dann einen Fahrplan für die weitere Vorgehensweise zu erstellen.
Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Veränderungen in den Strukturen im Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt haben die Vorstände der Innungen Magdeburg und Halle und auch im Landesinnungsverband angekündigt, zu den in diesem Jahr anstehenden Vorstandswahlen wieder zu kandidieren.
Im Fokus der weiteren Beratungen stand auch die länderübergreifende Kooperation in Mitteldeutschland. Diskutiert wurde die weitere Verfahrensweise im Ehrenamt. Unstrittig ist, dass die anstehenden Aufgaben nicht ausschließlich durch ehrenamtliche Vorstandsmitglieder bewältigt werden können. Für bestimmte Aufgaben ist es sinnvoll, einen hauptamtlichen Mitarbeiter zu etablieren. Ein kleiner Verband, wie er in Sachsen-Anhalt ist, wird diese Herausforderung aber sicher nur sehr schwer bewältigen können. Über den Schulverein haben wir aber eine Plattform, über die drei Bundesländer miteinander verbunden sind. Die Etablierung eines hauptamtlich Beschäftigten in der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks mit einer Qualifikation im technischen Bereich, z. B. Heizung, Gebäudemanagement oder Ähnliches, könnte das Ehrenamt entlasten.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

Kesseltauschbonus

Zuschussförderung bis Ende 2010 verlängert
Kesseltauschbonus für Brennwertheizung plus Solar

Der Kesseltauschbonus des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt wird bis 30. Dezember 2010 in reduzierter Form fortgeführt: Wird ein alter Heizkessel gegen ein neues Brennwertgerät ausgetauscht und gleichzeitig eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung installiert, kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Kesseltauschbonus in Höhe von 400 Euro beantragt werden. Bei Solarkollektoranlagen, die nur zur Warmwasserbereitung dienen, entfällt der bisherige Bonus für den Kesseltausch von 375 Euro. Die neue Regelung tritt rückwirkend für alle ab dem 1. Januar 2010 beim BAFA gestellten Anträge in Kraft.
Zum Kesseltauschbonus hinzu kommt die Solarförderung von 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche sowie 50 Euro Zuschuss für eine besonders effiziente Solarkollektorpumpe. Zudem kann noch bis zum 30. Juni 2010 ein Zuschuss in Höhe von 200 Euro für den Einbau einer hocheffizienten Umwälzpumpe beim BAFA beantragt werden.
Wie hoch der BAFA-Förderzuschuss sein kann, zeigt ein Beispiel: Wird im Zuge der Installation einer zwölf Quadratmeter großen Solaranlage der alte Heizkessel gegen ein Öl-Brennwertgerät ausgetauscht, können Modernisierer mit einem Zuschuss von insgesamt 1.910 Euro rechnen: 400 Euro Kesseltauschbonus, 1.260 Euro Solarförderung plus 50 Euro für die effiziente Solarkollektorpumpe sowie 200 Euro für die hocheffiziente Umwälzpumpe.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteine

Heizen ohne Schornstein hat seinen Preis

Hohes Gefährdungspotenzial
Heizen ohne Schornstein hat seinen Preis

Die gestiegenen Energiekosten führen nach wie vor dazu, dass sich viele Verbraucher für ergänzende Heizsysteme interessieren. Insbesondere der Hinweis „Heizen ohne Schornstein“ oder „Feuer ohne Kamin“ lässt dann aufhorchen. Dem potenziellen Kunden wird erklärt, er könne mit Hilfe einer solchen Zusatzfeuerstätte äußerst günstig in den Genuss des Flammenspiels und der erzeugten Wärme kommen. Doch solche Öfen – z. B. mit so genanntem Bioalkohol betriebene Katalytöfen oder Dekofeuer auf Ethanolbasis – können bei unsachgemäßem Gebrauch gefährlich werden.
Auch bei der Verbrennung dieser Energieträger entstehen Kohlendioxid (CO2) und oftmals Schadstoffe (CO etc.), die frei in den Raum gelangen. Fehlt die Zufuhr frischer Luft, stellen die Geräte eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Daher sind derartige Feuerstellen in der Regel nur für große Hallen oder den Außenbereich verwendbar. Bei den Dekofeuern wurde schon vor einigen Jahren festgestellt, dass es sich lediglich um eine Art Einrichtungsgegenstand handelt, der nicht zur Beheizung genutzt werden darf. Bei der Verbrennung von Ethanol entsteht in nicht unerheblicher Menge CO2, das nicht wie bei einer zugelassenen Feuerstätte durch eine Abgasleitung nach außen abgeführt wird. Dieses kann je nach Raumgröße zu einer hohen CO2-Konzentration – verbunden mit Einschränkungen für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner – führen.
Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH weist darauf hin, dass nur geprüfte Wärmeerzeuger mit einer geeigneten Abgasanlage zur Beheizung von Wohnräumen sinnvoll und sicher sind.
Sicherheit verbunden mit umweltschonender Betriebsweise und einfacher Handhabung zeichnen diese Feuerstätten aus. Mit ihnen lässt es sich wirklich sparsam heizen und gleichzeitig die Behaglichkeit eines natürlichen Flammspiels genießen. Ein Schornstein muss also – auch um ein besseres Raumklima zu genießen – dabei sein.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

Heizeinsätze „Change“ von Schmid

Von Alt zu Neu – in wenigen Schritten
Einfacher Austausch durch die Heizeinsätze „Change“ von Schmid

Zwei neue Olsberg-Heizeinsätze mit dem Namen „Change“ ermöglichen jetzt einen einfachen Austausch von Alt zu Neu. Sie wurden speziell für den Ersatz der Feuerungstechnik in älteren Kachelöfen konzipiert.
Die beiden Modelle „Holzbrand NWL 8 kW“ und „Mischbrand NWL 8 kW“ erfüllen alle Anforderungen an die Bundes-Immissions-Schutz-Verordnung, kurz BImSchV genannt, die am 22. März diesen Jahres in überarbeiteter Form in Kraft getreten ist. Dank der unterschiedlichen Art der Zeitbrandfeuerstätten ist eine Verwendung von Scheitholz sowie Holzbriketts oder Braunkohlebriketts möglich. Die Heizeinsätze sind mit einer Frontplatte von (B / H): 390 mm / 790 mm, 420 mm / 790 mm oder 480 mm / 820 mm erhältlich. Sie verfügen über eine selbstschließende Tür mit Doppelverglasung, die sich wahlweise rechts- oder linksseitig anschlagen lässt. Es ist auch eine raumluftunabhängige Betriebsweise sichergestellt. Bei den Change-Modellen ist ein Außenluftanschluss mit einem Durchmesser von 125 mm möglich; der Abgasstutzen hat einen Durchmesser von 180 mm. Optional sind auch 145 mm Durchschnitt möglich.
Für den einfachen Transport sind sie unproblematisch zerlegbar; vor Ort lassen sie sich zeitsparend montieren: Zuerst den alten Heizeinsatz von dem Abgasrohr der Nachheizfläche trennen, den alten Einsatz nach vorne aus der Anlage herausziehen und anschließend das neue Change-Modell einschieben und anschließen. Darüber hinaus gibt es für die Heizeinsätze sinnvolles Zubehör. Ein Heizwasser-Aufsatzregister mit einer Nennwärmeleistung von ca. 4 kW ist bei beiden Arten der Change-Einsätze kombinierbar. Diese wasserseitige Wärmeleistung kann zur Unterstützung des bestehenden Zentralheizungssystems verwendet werden, um den Verbrauch fossiler Energieträger einzusparen. Die Montage eines solchen Aufsatzregisters ist auch ohne den Einbau eines Pufferspeichers möglich. Die Reinigung des Heizeinsatzes erfolgt im klassischen Sinne über den Feuerraum. Durch die Feuerungstür kann im Bedarfsfall auch die Feuerraumauskleidung problemlos ausgetauscht werden. Der Abgasstutzen am Wasserregister ist mit einem Durchmesser von 180 mm, optional auch 145 mm erhältlich. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Zubehör-Set bestehend aus einer thermischen Ablaufsicherung, einem Sicherheitsventil, einem automatischen Schnellentlüfter und der Pumpensteuerung. Auch eine elektronische Ansteuerung der Wassertechnik ist in diesem Zusammenhang machbar.
Zur Verbrennungsluftregelung kann optional eine SMS®-Schmid-Multi-Steuerung angeschlossen werden. Sie umfasst eine Verbrennungsluftklappe, einen Sensor und ein wandhängendes Display. So wird die Abbrandregelung elektronisch übernommen und darüber hinaus ist beim Einsatz in Niedrigenergie-, oder Passivhäusern eine abgestimmte Steuerung der kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage möglich. Neben dem akustischen Signal zum Nachlegen des Brennstoffs meldet sich die SMS®-Schmid-Multi-Steuerung auch im Störfall. Zudem entfällt die Installation eines Druckwächters, der den Raum-Unterdruck überwacht. Des Weiteren besteht beim Einbau die Option, einen Außenluftanschluss zu installieren – sogar in einer flachen Ausführung mit einer Aufbauhöhe von nur 8 cm Höhe.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

Heizungspumpen

Jetzt bei Heizungspumpen Energie sparen
Der Staat gibt Unterstützung!

Frau Münchow aus Coswig hat gut lachen. In ihrer Heizung verrichtet eine neue Hocheffizienzpumpe seit kurzem ihre Arbeit. Empfohlen hat sie nach einem Heizungscheck der Energieberater und Schornsteinfegermeister Owe Nitsche. Den fachgerechten Einbau übernahm Heizungsbauer Uwe Zschaler. Mit dieser Pumpe wird’s im Haus nicht nur angenehm warm, sie spart auch jede Menge Energie. Daher sein Tipp: nicht lange warten und den Austausch zügig vornehmen.
Eine alte ungeregelte Heizungspumpe kann jährlich mit über 100 Euro Stromkosten zu Buche schlagen.
Mit neuesten Hocheffizienzpumpen, wie der „Wilo Stratos Pico“ lassen sich die jährlichen Stromkosten für Heizungspumpen auf rund 9 Euro senken. Dies hat der TÜV Süd mit einem standardisierten Messverfahren festgestellt. Gleichzeitig kann jeder selbst den momentanen sowie den Gesamtstromverbrauch auf dem großen Display der Pumpe ablesen.
Experten der Deutsche Energieagentur (dena), der Stiftung Warentest und Energieberater empfehlen den Austausch der ungeregelten Heizungspumpen gegen eine Hocheffizienzpumpe. Diese Anschaffung macht sich innerhalb weniger Jahre bezahlt.
Zusätzlich zur Ersparnis fördert der Staat diesen Pumpentausch. Er übernimmt ein Viertel der Gesamtkosten von Einbau und Pumpe mindestens jedoch 100 Euro. Derzeit läuft das Förderprogramm bis 31. 03. 2010.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

erneuerbare Energien

Bevölkerung befürwortet erneuerbare Energien
Beliebtheit von Festbrennstoff-Feuerstätten steigt weiter

Die erste Kältewelle des Winters liegt hinter uns. Damit ist wieder die Zeit für Kaminöfen und Kachelöfen gekommen. Die Beliebtheit der Wärmeerzeuger für Festbrennstoffe ist bei den Bundesbürgern ungebrochen. Insgesamt geht der Trend in Richtung erneuerbare Energien, zu denen auch der Festbrennstoff Holz zählt.
Eine aktuelle Forsa-Umfrage belegt, dass 95% von mehr als 1.000 Befragten den Ausbau erneuerbarer Energien befürworten. 76% sind außerdem der Meinung, dass deren Förderung uneingeschränkt beibehalten werden soll. Zudem wünschen sich viele Bundesbürger ein stärkeres Engagement der Politiker in dieser Richtung. Einen ersten Schritt hat der Bundestag mit der Zustimmung zur Novellierung der 1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (1. BImschV) vollzogen. Mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist im März 2010 zu rechnen.
Mit Gültigkeit der neuen Verordnung sind auch die Einzelraum-Feuerstätten betroffen. Die Vorgaben liegen in der ersten Stufe (ab Inkrafttreten des Gesetzes) bei 0,075 g/m³ für Staub und 2 g/m³ für CO. In einer zweiten Stufe sollen die Grenzwerte ab 2015 erneut gesenkt werden. „Durch den langen Vorlauf des Gesetzes hatte die Industrie ausreichend Zeit, sich auf die neue Situation vorzubereiten“, meint Dr. Heinrich Göddeke, Geschäftsführer der Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V. Die Wärmeerzeuger zahlreicher Hersteller unterschreiten bereits jetzt die geforderten Grenzwerte. Ofenbetreiber, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten beim Kauf auf das EFA-Siegel der Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V. achten.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

ÖkoFEN Pelletsakademie

Fortbildungen nach Maß in der „Pelletsakademie“
ÖkoFEN bietet Expertenseminare für Schornsteinfeger


Mickhausen im Februar 2010. Wenn man sich die Zeit nimmt, ein Seminar zu besuchen, sollte es auch wirklich einen realen Mehrwert haben. Darum bietet Europas Spezialist für Pelletsheizungen ÖkoFEN in seiner Pelletsakademie kostenlose Experten-Seminare speziell für Schornsteinfeger an – und das an gleich vier Standorten im Bundesgebiet.
Die ÖkoFEN Pelletsakademie veranstaltet regelmäßig unter der Leitung von langjährig erfahrenen Experten einen eintägigen Lehrgang für Schornsteinfeger. Das Seminar ist so konzipiert, dass jeder Interessierte an einer Schulung teilnimmt, von der er in seinem täglichen Berufsleben auch wirklich profitieren kann.
Das Programm der Veranstaltung umfasst aktuelle Hintergründe zu Energiemarkt und Rohstoffen sowie speziell auch der Entwicklung des Pelletsmarkts. Technische Grundlagen und Potenziale der Pelletsheizung werden genauso behandelt wie Informationen zu Fördermöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und gesetzlichen Rahmenbedingen. Neben der Darlegung von generellen Argumentationspunkten pro Pelletsheizung für die fundierte Klientenberatung im täglichen Kundenkontakt rundet ein Schulungspunkt zur Rauchgasmessung am Kessel den Inhalt des Seminars ab.
Um lange Anreisewege zu vermeiden, kann das Schornsteinfeger-Seminar der ÖkoFEN Pelletsakademie gleich an vier bundesweiten Standorten besucht werden. Die Schulungsorte befinden sich in Mickhausen (Bayern), Bühl (Baden-Württemberg), Hagen (NRW) und Überherrn (Saarland) – weitere Veranstaltungsorte sind auf Anfrage möglich. Auf Wunsch kann das Schornsteinfeger-Seminar auch auf 1,5 Tage ausgedehnt werden und lässt sich dann mit dem Besuch einer Pellets-Produktionsstätte verknüpfen.
Das komplette Schulungsprogramm der ÖkoFEN Pelletsakademie kann entweder unter www.oekofen.de heruntergeladen oder unter 0 82 04 / 29 80-0 telefonisch bestellt werden.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

Abgasanalysemessgerät

Weltweit erstes Abgasanalysemessgerät
mit ECO-Sensor

Als weltweit erster Hersteller setzt AFRISO bleifreie O2-Sensoren (ECO-Sensoren) in dem neuen Abgasanalysemessgerät EUROLYZER STe ein. Das Gerät verfügt durch die neue Sensortechnologie über die derzeit höchste Stufe an Abgasmesstechnologie, denn die ECO-Sensoren zeichnen sich nicht nur durch eine extrem schnelle Kalibrier- und Reaktionszeit aus, sondern vor allem durch eine hohe Lebensdauer (Anti-Aging-Kompensation). In dem neuen Messgerät ist die QA-Mittelwertmessung gemäß der Novellierung der 1. BlmSchV, die zur besseren Beurteilung von Feuerstätten bei stark schwankenden Abgasverlustwerten dient, bereits integriert. Das Gerät ist für Messungen an Öl-, Gas- und Pelletsfeuerungen sowie an BHKW-Heizungsanlagen und zur Überprüfung von Heizungsanlagen auf CO-Leckagen geeignet. Das ergonomisch geformte Messgerät wird von einer robusten Schutzhülle mit integrierten Haftmagneten umgeben und ist aufgrund seines großen hellen Farbdisplays, das den Messbetrieb bei Bedarf in zwei aktiven Darstellungsebenen zeigt, stets gut ablesbar. Die Bedienung, die sich dank farbunterstützter Menügestaltung und farblich veränderter Messwertdarstellungen (Grün/Abgas, Blau/Temperatur, Gelb/Druck) spielerisch einfach gestaltet, erfolgt über ein Touchpad. Das Gerät kann je nach optionaler Ausstattung und Konfiguration einen Heizungs-Check und 4-Pa-Test durchführen bzw. folgende Parameter berechnen und anzeigen: Gasanalyse (O2, CO, CO2, NO, NOx), Temperatur-/Druckmessung, Differenzdruck, Zug, Effizienz, überschüssige Luft und automatischen Druckabfall. Die Datenübermittlung erfolgt per Bluetooth- und USB-Schnittstelle, wobei Bluetooth auch bei der Kommunikation mit Druck- und Temperatursonden zum Einsatz kommt. Als systemunabhängiges Speichermedium kann auf eine handelsübliche Micro-SD-Karte zugegriffen werden. Zur Protokollierung der Messergebnisse beim Kunden vor Ort steht eine Infrarotschnittstelle für den Drucker EuroPrinter zur Verfügung. Ein leistungsstarker NiMH-Akku sorgt im Eco-Modus für eine Betriebszeit von bis zu 10 Stunden. Mit dem neuen EUROLYZER STe, der bereits die Zulassung nach BImSchV und KÜO (TÜV By RgG 190) sowie nach DIN EN 50379-2 besitzt, setzt AFRISO auf dem Gebiet der tragbaren Abgasanalysegeräte wiederholt neue Maßstäbe.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

Novellierte 1. BImSchV

Planungssicherheit für Feuerungsanlagen
Novellierte 1. BImSchV tritt in Kraft

Die Neuregelung zur 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) kommt. Am 22. März diesen Jahres tritt die Verordnung für kleinere und mittlere Feuerungsanlagen nun endlich in Kraft. Mit ihr gehen verschärfte Bedingungen für den Betrieb von Festbrennstoff-Feuerstätten im Leistungsbereich von 4 bis 500 kW einher, die auch die Betreiber von Kamin- und Kachelöfen betreffen. Im Folgenden sollen die Ziele der Neuregelung zusammengefasst werden.
Ziel: deutlich niedrigere Emissionen
Das Heizen mit Holz wird immer beliebter. Die positiven Eigenschaften des nachwachsenden Brennstoffes wie z. B. CO2-Neutralität, kurze Transportwege und Nutzung heimischer Brennstoffreserven, überzeugen immer mehr Heizungsbetreiber. Gerade der Aspekt der Umweltschonung gilt aber nur dann, wenn eine saubere Verbrennung gewährleistet ist. Die Heizungsindustrie bietet heute eine Vielzahl von Einzelraumfeuerstätten mit modernster Verbrennungstechnologie an, die nicht nur den Brennstoff effizient ausnutzen, sondern auch die Umwelt schonen. Bereits im Jahr 2005 waren mehr als 14 Millionen Einzelraumfeuerstätten in Deutschland in Betrieb, die ca. 24.000 Tonnen Feinstaub produzierten, mit den bereits hinlänglich vermuteten Folgen für die Gesundheit. Zu einem Großteil handelt es sich hierbei um Öfen älterer Bauart mit einer Leistung von weniger als 15 kW. Für sie sah die gültige BImschV bislang keine Emissionsgrenzwerte vor.
An dieser Stelle setzt die neue Verordnung an. Ausgehend von verschiedenen Einzelverordnungen, die in Städten wie München und Stuttgart bereits in der Vergangenheit erlassen wurden, entstand die Überarbeitung der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Sie bezieht Feuerstätten ab einer Leistung von 4 kW ein. Die neuen Richtlinien betreffen alte und neue Anlagen gleichermaßen. Vorgesehen ist eine Reduzierung der Schadstoffmengen in zwei Schritten, die sich auf die Herabsetzung der Staubemissionen und des Kohlenmonoxidausstoßes bezieht sowie einen Mindestwirkungsgrad festlegt. Erklärtes Ziel ist die Halbierung des Feinstaubausstoßes bis zum Jahr 2025. Für alle Geräte gilt je nach Baujahr eine Zeitvorgabe, zu der sie die neuen Grenzwerte einhalten müssen. Ist dies nicht möglich, müssen sie nachgerüstet oder gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Neuregelung mit Folgen
In erster Linie betrifft das neue Regelwerk die Nutzung älterer, von Hand beschickter und geregelter Kamin- und Kachelöfen. Sollen diese weiter betrieben werden, bestehen drei Möglichkeiten, die neuen Vorschriften einzuhalten: Zunächst lässt sich durch eine Bescheinigung des Herstellers die Einhaltung der Grenzwerte auf dem Prüfstand belegen. Auch der Schornsteinfeger kann vor Ort den Schadstoffausstoß der Feuerstätte prüfen. Gegebenenfalls ist im Anschluss an die Untersuchung ein Filter zur Feinstaubreduzierung einzubauen. Hält das Gerät die Vorgaben ein, kann es zeitlich unbegrenzt weiter betrieben werden. Muss es aufgrund gravierender Mängel dennoch ausgetauscht werden, gelten die folgenden Zeitvorgaben für die Außerbetriebnahme.


Nutzer neu installierter, moderner Kamin- und Kachelöfen sind ebenfalls von der Neuregelung betroffen. Sie stellt in der Mehrzahl der Fälle jedoch keine Einschränkung dar, da die meisten modernen Geräte die Vorgaben bereits einhalten. Zu erkennen ist der aktuelle Stand der Technik an entsprechenden Gütezeichen, wie z. B. dem EFA-Siegel oder der DINplus-Auszeichnung. Geräte, die entsprechende Güte-Siegel vorweisen, dürfen auch während der zweiten Stufe der Novellierung betrieben werde.
Möglicher Nachrüstungsbedarf besteht vor allem bei den alten Kaminöfen einfacherer Bauart. Einer Studie des Instituts für Zukunftsenergiesysteme (IZES, Saarbrücken) zufolge ist von einem jährlichen Anstieg von ca. 200.000 neuen Einzelraumfeuerstätten im kleinen Leistungsbereich auszugehen, die entweder bereits mit einem Feinstaubfilter ausgerüstet sein oder gegebenenfalls nachgerüstet werden müssten. Legt man die Marktentwicklung der Studie den Berechnungen insgesamt zugrunde, müssten bis Ende 2024 ca. 6,5 bis 7 Millionen Feuerungsanlagen mit einem Feinstaubfilter ausgestattet werden. Der Verfasser hält diese Annahme für wenig realistisch, da sich das Reizthema Feinstaub mit Einführung der novellierten BImSchV deutlich abzuschwächen scheint.
Gesonderte Regelungen
Nicht alle Feuerstätten sind von der Neuregelung betroffen. So gibt es gesonderte Vorgaben für bereits bestehende Kamineinsätze, Kachelöfen oder gemauerte Grundöfen, die nur mit erheblichem Aufwand zu modernisieren sind. Werden derartige Anlagen jedoch neu installiert, sind sie beim Neubau ab dem 31. 12. 2014 mit einer technischen Anlage zur Staubminderung zu ergänzen. Kann anhand einer Messung durch den Schornsteinfeger belegt werden, dass die Heizanlage die Grenzwerte der Stufe 1 für die Typenprüfung einhält, ist der Einbau eines Filters an neuen und bestehenden Anlagen nicht notwendig.
Spezielle Regeln gelten auch für Kachelöfen und andere fest eingemauerte Feuerstätten, wie z. B. Herde oder Backöfen. Bei der Neuinstallation nach Inkrafttreten der neuen BImschV muss, wie bei jedem Kaminofen auch, eine Typenprüfung vorgenommen werden, anhand derer sich die Einhaltung der Grenzwerte belegen lässt. Ab 2012 muss dann bei Nichteinhaltung der Grenzwerte ein Filter eingebaut werden. Für bereits bestehende gemauerte Kachel- oder Grundöfen gelten ab 2015 die Grenzwerte der Stufe 1. Werden die Werte nicht eingehalten, und soll der Ofen trotzdem weiter betrieben werden, ist die Installation einer Staubfilteranlage ebenfalls obligatorisch.
Im Abschnitt 2, Teil 3 der 1. BImSchV sind im § 4 die allgemeinen Anforderungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe wie folgt zusammengefasst: „Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, mit Ausnahme von Grundöfen und offenen Kaminen, die ab dem 22. März 2010 errichtet werden, dürfen nur betrieben werden, wenn für die Feuerstättenart der Einzelraumfeuerungsanlagen durch eine Typprüfung des Herstellers belegt werden kann, dass unter Prüfbedingungen die Anforderungen an die Emissionsgrenzwerte und den Mindestwirkungsgrad nach Anlage 4 eingehalten werden.“ Der gesamte Text der Verordnung kann unter folgenden Link aufgerufen werden: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/000/1700074.pdf (Vorlage für den Bundestag, Stand November 2009).

Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade für Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, Auszug Anlage 4
Fachliche Beratung durch den Schornsteinfeger
Für alle Betreiber von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe sieht die neue BImschV eine Beratung durch den Schornsteinfeger vor. Das umfassende Gespräch soll über Themen wie die korrekte Lagerung von Holz und den optimalen Trocknungsgrad, Tipps und Ratschläge zum wirtschaftlichen Heizen sowie der richtigen Befeuerung der Anlage aufklären. Bei der Befolgung der Punkte und dem entsprechenden Einsatz des Brennstoffes lässt sich sowohl der Energiegehalt besser ausnutzen als auch der Emissionsausstoß mindern. So profitiert nicht nur der Betreiber durch niedrigere Heizkosten, Nutznießer sind auch die Natur und die Umwelt.
Zum Autor
Dr. Heinrich Göddeke ist vereidigter Gutachter sowie Sachverständiger in feuerungs- und abgastechnischen Fragen. Darüber hinaus fungiert er als Geschäftsführer der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft EFA e. V.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger

Sterne des Handwerks

Gewinner des Wettbewerbs „Sterne des Handwerks“ auf der IHM gekürt

Berlin/München. – Vom 1. September bis zum 30. November 2009 lief bundesweit der Wettbewerb „Sterne des Handwerks“: Die Aktion Modernes Handwerk e. V. (AMH) suchte gemeinsam mit Experten aus Marketing, Werbetechnik und Design die besten und kreativsten Fahrzeugbeschriftungen von Handwerksbetrieben. Der Gewinner Wilfried Gottschalk, Inhaber eines Fahrzeuginstandsetzungs- und -lackierbetriebs, erhielt am 5. März auf der IHM in München seinen Hauptpreis – einen Mercedes-Benz Vito, „veredelt“ mit seiner Idee einer Fahrzeugbeschriftung und einjährigem Versicherungsschutz.
1.115 Betriebe aus ganz Deutschland kamen dem Aufruf der AMH nach und gingen mit Fotos oder einem Neuentwurf ins Rennen um den lukrativen Hauptpreis. Die beiden Juryvorsitzenden Prof. Christoph Scheller und Prof. Ralf Weissmantel wählten bis Anfang Januar aus allen Einsendungen die Top 25 aus. In die engere Wahl kamen die Bewerbungen, die nicht nur in punkto Gestaltung, Umsetzung und Originalität überzeugten. Vielmehr wurden diejenigen herausgefiltert, die den klarsten Bezug zu ihrem handwerklichen Angebot, hohe Funktionalität und einen großen Erinnerungsfaktor herstellten.
Eine Fach-Jury aus Design, Marketing und Werbetechnik – darunter auch Vertreter der Partner Mercedes-Benz, Signal Iduna und den Volksbanken und Raiffeisenbanken – vergab schließlich nach den oben genannten Kriterien Punkte für ihre Favoriten. Mit großem Vorsprung ging aus dieser Wertung die Autolackierung Gottschalk hervor.
Ausschlaggebend für diese Wahl war eine ausgezeichnete Gestaltungsidee: Der außergewöhnliche Entwurf der jungen Designer Ben Krause und Jens Michel bildet visuell den kompletten Arbeitsvorgang einer Fahrzeuginstandsetzung ab: vom total zerbeulten bis hin zum neuwertigen Zustand. Die ausgefallene Gestaltung wurde zur IHM an der Siegerprämie, dem Mercedes-Benz Vito, perfekt in die Realität umgesetzt. Die beiden Grafiker erhielten vor Ort eine Urkunde und einen Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro. Zu den Gratulanten gehörten neben dem AMH-Vorsitzenden Joachim Wohlfeil auch Thomas Urbach, Vertriebsleiter Mercedes-Benz Transporter und Joachim Krumm, Bereichsleiter Signal Iduna Gruppe.
Verzahnung zur Imagekampagne
des Deutschen Handwerks
Die AMH als ideeller Träger stellte mit dem Wettbewerb erste Weichen, um die Handwerksbetriebe für die Themen Außenwerbung und Außenwirkung zu sensibilisieren. Denn bei der Imagekampagne des Deutschen Handwerks ist die Einbindung der Betriebe gefordert. Das Ziel ist, die „Transporter-Flotte“ des Handwerks in die Imagearbeit mit einzubeziehen.
Im Rahmen des Wettbewerbs wurden Erfahrungen gesammelt, wie sich die Handwerksbetriebe mit ihren Fahrzeugen präsentieren. Darüber hinaus unterstrich der Wettbewerb die Vielfalt und Größe des Gesamthandwerks.
Weitere Infos zum Wettbewerb: www.sterne-des-handwerks.de. 

Über die Aktion Modernes Handwerk e. V.
Die Aktion Modernes Handwerk (AMH) unterstützt Organisationen und Betriebe des Handwerks bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege. Getragen von rund 400 Mitgliedern – Handwerkskammern, Fachverbände, Kreishandwerkerschaften, Innungen, Betriebe und fördernde Mitglieder – vernetzt die AMH Marketing und Kommunikation des Handwerks, seiner Betriebe und Organisationen. Weitere Infos: www.amh-online.de.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik

Heizöl oder Gas

Im bundesweiten Jahresdurchschnitt
Heizöl 2009 preiswerter als Gas

Haushalte mit einer Ölheizung mussten im letzten Jahr deutlich weniger Geld für ihren Brennstoff ausgeben als Haushalte mit einer Gasheizung. Im bundesweiten Jahresmittel 2009 kostete eine 3.000-Liter-Partie Heizöl 1.622 Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh plus Grundgebühr) mussten im Jahresdurchschnitt 623 Euro mehr, insgesamt 2.245 Euro gezahlt werden.
Bezogen auf einen Liter lag der Heizölpreis im Jahresschnitt 2009 bei 54 Cent, umgerechnet für Gas bei 75 Cent. Da Ölheizungsbesitzer mit ihrem Tank einen eigenen Langzeit-Energiespeicher haben, konnten sie ihren Energievorrat während des vergangenen Jahres sogar noch preisgünstiger auffüllen. Wer beispielsweise im März 2009 tankte, zahlte pro Liter Heizöl um die 47 Cent. Die Preisdaten basieren auf den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.
Die jüngste Jahresbilanz des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) bestätigt einmal mehr: Heizöl ist auch im längerfristigen Vergleich ein preisgünstiger Brennstoff. Das zeigt ein Rückblick auf die vergangenen elf Jahre: Insgesamt zahlte ein Haushalt mit Ölheizung in diesem Zeitraum bundesdurchschnittlich 3.131 Euro weniger als einer mit Gasheizung.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteine

Leichtbauschornsteine

Leichtbauschornsteine

Einen Schornstein braucht jedes Haus. Seit Planer und Bauherren mehr und mehr auf komplexe Heizsysteme setzen und in vielen Fällen Kamin- und Kachelöfen mit eingebunden werden, kommt dem mineralischen Abgassystem wieder eine höhere Bedeutung zu. Um jeder Heizungslösung gerecht werden zu können, bietet die Schornsteinindustrie eine Vielzahl von Systemen an. In zunehmendem Maße kommt seit einigen Jahren in diesem Marktsegment die so genannte Leichtbauweise zum Tragen. Sie sind eine gute Alternative zu den klassischen, gemauerten Schornsteinen, zeichnen sich jedoch durch wesentliche Vorteile aus. Anhand des Beispieles von einem mitteldeutschen Schornsteinhersteller möchten wir die Montage eines Leichtbauschornsteins vorstellen.
Vielfältige Heizkonzepte
Die Schräder Abgastechnologie aus Badriana bei Leipzig hat sich auf Schornstein-Systeme in Leichtbauweise spezialisiert und bietet mit ihrem „Future Therm“ eine komplette Produktfamilie an. In Verbindung mit Innenrohrsäulen aus Edelstahl stehen Abgasführungen für alle Regelfeuerstätten in ein- und doppelwandiger Ausführung oder auch in LAS-Varianten (Luft-Abgas-Systeme) zur Verfügung. Diese Vielfalt ist erforderlich, da pro Haus immer häufiger verschiedene Wärmeerzeuger und Brennstoffarten zum Einsatz kommen. Für die Grundversorgung wird zumeist eine zentrale Öl- oder Gasheizung eingesetzt, wobei moderne Brennwertkessel heute als Standard gelten. Die Kostensituation auf dem Energiemarkt hat jedoch dazu geführt, dass immer mehr Verbraucher eine zweite, mit Holz zu betreibende, Feuerstätte in die Bauplanung aufnehmen.
Hoher Beliebtheit erfreuen sich beispielsweise Kamin- oder Kachelöfen. Sie stehen für Lebensqualität, schaffen eine behagliche Wärme und verbessern die Wohnqualität in erheblichen Umfang. Speziell in den Übergangszeiten, also im Frühjahr und im Herbst, stellen sie eine sinnvolle Ergänzung des zentralen Heizsystems dar. Mit Holz betriebene Kamin- oder Kachelöfen sparen dann einen erheblichen Teil der fossilen Brennstoffe, die sonst zur zentralen Beheizung benötigt werden. Erforderlich für die Nutzung der alternativen Heizsysteme ist natürlich ein separater für feste Brennstoffe ausgelegter Schornstein.
Der Future Therm von Schräder besteht aus einem Schacht aus 45 mm starken Vermiculit-Wärmedämmplatten, in den wahlweise die Edelstahl-Abgasrohre „Sanro-Aqua“, „Future E“ oder „Future C“ in den Rohrdurchmessern DN 80 bis 300 mm integriert sind. Sein geringes Gewicht entspricht etwa nur ca. 1/3 des Gewichtes eines konventionellen Schornsteins. Ein Abgassystem für Festbrennstoffe mit dem Innendurchmesser von 160 mm hat ein äußeres Schachtmaß von gerade einmal 340 x 340 mm. Es lässt sich einfach transportieren. Für den Handwerker fällt durch den Einsatz der leichteren Werkstoffe die körperliche Belastung bei der Montage wesentlich geringer aus. Vereinfachend wirkt auch die relativ geringe Höhe der einzelnen Elemente von einer Länge bis zu 100 cm. Spezielles Transportgerät oder ein Kran wird zum Versetzen nicht benötigt.
Die Bauteile werden mit Hilfe eines Spezialklebers in Trockenbauweise versetzt. Alle Teile der Schornsteinanlage werden vorkonfektioniert angeliefert, so dass eine unkomplizierte und zeitsparende Montage gegeben ist. Lediglich die Anschlüsse für die Feuerstätten und Reinigungstüren sind vor Ort zu erstellen. Außerdem sind Schrägführungen bis zu 30° zur Senkrechten möglich.
Dieser Fertigschacht eignet sich für den Anschluss an alle Regelfeuerstätten im Über- und Unterdruck. Zur Erleichterung der Montage ist der Schacht einseitig mit einem Federsystem versehen. Die einzelnen Elemente werden auf diese Weise nach dem „Baukastenprinzip“ zusammengesetzt. Sie eignen sich sowohl für den Neubau als auch zur späteren Installation im Gebäudebestand. Durch geringere Abmessungen können sie auch bei beengten Platzverhältnissen installiert werden. In der Regel lässt sich der Schacht einfach auf dem Fundament bzw. auf einer normalen Geschossdecke – auch auf einer Holzbalkendecke - montieren. Spezielle Fundamentierungsarbeiten sind üblicherweise nicht nötig. Da das Future Therm-System die Feuerwiderstandsklasse L 90 besitzt, ist ein zusätzlicher Einbau von Dämmhülsen nicht notwendig. Über Dach stehen spezielle Stülpköpfe zur Verkleidung oder auch doppelwandige Rohrelemente zur Verfügung. Der Hersteller bietet außerdem eine umfangreiche Planungshilfe an.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger

mitteldeutsche handwerksmesse

Hohes Interesse unter den Besuchern und erfolgreiche Präsentation
der Schornsteinfeger aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt

Vom 13. bis 21. Februar 2010 zeigte das Schornsteinfeger-Handwerk zum 13. Mal sein Leistungsspektrum und die Qualität individueller Beratung auf der mitteldeutschen handwerksmesse in Leipzig. Gemeinsam mit der HAUS-GARTEN-FREIZEIT zog die Publikumsmesse 174.000 Besucher (2009: 173.000) nach Leipzig. Auf der Handwerksmesse präsentierten 233 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Lebensgefühl, Nahrungsmittelhandwerk, Fahrzeuge sowie Seltenes Handwerk. Mehr als 30 Handwerksbetriebe beteiligten sich zudem an der Verbrauchermesse HAUS-GARTEN-FREIZEIT.
In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig erklärten 56 Prozent der Besucher, die Messe für den Kauf von Waren genutzt zu haben. Jeder Dritte gab an, im Nachmessegeschäft investieren zu wollen. Vor allem die Bereiche Bau und Ausbau, Kunsthandwerk und Nahrungsmittelhandwerk standen im Mittelpunkt des Kaufinteresses. Die Besucher erwarben oder bestellten auf den beiden Publikumsmessen mitteldeutsche handwerksmesse und HAUS-GARTEN-FREIZEIT Waren im Wert von 12,9 Millionen Euro. Der Umsatz der Aussteller lag damit 2010 um 0,9 Millionen Euro über dem des Vorjahres.
„Der Wirtschaftskrise zum Trotz nutzten die Verbraucher die mitteldeutsche handwerksmesse zu Information und Konsum“, kommentiert Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Im Jahr 2009 lag der Gesamtumsatz bei zwölf Millionen Euro.
Die Befragten äußerten sich besonders positiv über die Qualität der „intensiven neutralen Beratung des Schornsteinfegerhandwerks“. Bestnoten erhielten auch die Sonderschauen „Lebendige Werkstätten“ und „Meisterstücke des mitteldeutschen Handwerks“. Das wichtigste Ziel für die Besucher war es, neue Produkte und Dienstleistungen kennenzulernen. Zudem erwarteten sie Anregungen für den eigenen Hausbau oder die Renovierung ihrer Wohnungen und Häuser. 90 Prozent gaben an, dass sich der Besuch gelohnt habe und sie ihre Messeziele erreicht hätten. 92 Prozent planen, auch die kommende mitteldeutsche handwerksmesse im Februar 2011 zu besuchen.
Erfolgreiche Präsentation durch den mitteldeutschen Schulverein unter Leitung des BSM Matthias Steinberg und Schulleiter Hans Poltersdorf
Das „Schwarze Handwerk“ präsentierte sich als Partner für Endverbraucher der mitteldeutschen handwerksmesse mit einem aufwendigen Messestand. Produkte und deren Funktion konnten anschaulich erläutert werden.
„Aufbauend auf die positiven Erfahrungen, die das Schornsteinfeger-Handwerk aus den drei Bundesländern in den vorangegangenen Jahren auf der mitteldeutschen handwerksmesse gesammelt hatte, konnten die Endverbraucher besser beraten werden. Es hat sich für die Schornsteinfeger bestätigt, dass es wichtig ist, den ständigen Dialog mit potenziellen Kunden und Gesprächspartnern zu pflegen, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür ist die mitteldeutsche handwerksmesse eine ideale Plattform. Somit nehmen die „Schwarzen Handwerker“ der mitteldeutschen Länder, die ihre Dienstleistungen auf dem Gemeinschaftsstand in Leipzig präsentierten, auch in diesem Jahr positive Eindrücke und Kundennachfragen mit zurück in ihre Betriebe. Tendenzen im Energiesektor können somit an Kollegen weitergeben werden. Auch im kommenden Jahr wird das Schornsteinfeger-Handwerk aus den drei Bundesländern in Leipzig dabei sein.
„Ich kann die neun Messetage für das Schornsteinfeger-Handwerk mit einem Wort zusammenfassen: Erfolgreich.“
Ähnlich positiv bewertet auch der Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, den Messeverlauf. „Die 13. mitteldeutsche handwerksmesse hat sich erneut als Magnet für Besucher und Aussteller erwiesen. Für die ausstellenden Betriebe ist diese Plattform inzwischen ein wichtiges Instrument zur Darstellung ihrer Leistungsstärke im direkten Vergleich zu Mitbewerbern. Unsere Aussteller brauchten sich vor niemandem zu verstecken. Der Mix aus Dienstleistung, Innovation und Produkten hat sich dabei bewährt.“
Die mitteldeutsche handwerksmesse findet im kommenden Frühjahr vom 12. bis 20. Februar im Verbund mit der HAUS-GARTEN-FREIZEIT, der Beach & Boat und der ImmobilienMesse Leipzig statt. In diesem Jahr hat das Messekleeblatt insgesamt 177.600 Besucher auf das Gelände gelockt

Ausgabe: 74 , Kategorie: Heiztechnik

Pellettransport – jetzt auch im Flexschlauch

Lagermöglichkeiten und Entnahmevarianten

Holz als nachwachsender Rohstoff ist weiterhin sehr beliebt. Moderne Heizungen nutzen ihn oft in Form von Pellets. Sie verfügen über den gleichen Komfort wie Wärmeerzeuger, die mit Gas oder Öl arbeiten. Und ähnlich wie Ölheizungen benötigen Pelletskessel ein Lager und eine Anbindung an die Feuerstätte.
Umweltfreundliches Heizen mit Pellets steht nach wie vor hoch im Kurs. Der genormte Brennstoff bietet beste Voraussetzungen, komfortabel Wärme zu erzeugen. So kann sich der Verbraucher an den Qualitätszeichen DINplus oder ÖNorm m 7135 orientieren. Zunächst stellt sich die Frage nach der Menge, die bevorratet werden soll. Von Vorteil ist es, mindestens den Jahresbedarf einbringen zu können. Dann besteht die Möglichkeit, über den Sommer Nachschub anzufordern, wenn die Pellets am preiswertesten sind. Ist das Lager eher klein, muss eventuell auch in der kalten Jahreszeit bei höheren Brennstoffpreisen getankt werden. Doch wie wird die richtige Menge ermittelt? Hier gibt es Faustformeln, die weiterhelfen. Bei einem Lager mit Schrägboden sollte pro kW Heizlast 0,9 m³ Raum vorhanden sein. Hat das Gebäude einen Wärmebedarf von 15 kW, ergibt das ein Lagerraumvolumen von 13,5 m³ bzw. einen nutzbaren Rauminhalt von 9 m³. Da ein Kubikmeter Pellets 650 kg entspricht, könnten im vorliegenden Beispiel knapp 6 Tonnen gelagert werden.
Eine andere Möglichkeit, den Jahresbedarf zu ermitteln, ist der Haustyp als Ausgangspunkt. Hier gibt es Näherungswerte für den Verbrauch pro m² Wohnfläche. So wird für ein Passivhaus 3 kg pro m² angegeben. Das sind bei 150 m² lediglich 450 kg im Jahr. Für ein KfW-40-Haus werden 8 kg (1.200 kg/Jahr) und für ein KfW-60-Haus 12 kg (1.800 kg/Jahr) benötigt. Für ältere Gebäude liegt der Wert in der Regel deutlich höher. Anhand des bisherigen Öl- oder Gasverbrauchs lässt sich der Pelletsbedarf ausrechnen. Wurden beispielsweise 25.000 kWh im Jahr notwendig, entspricht dies etwa 5.000 kg Pellets.
Unterstützung in allen Fragen rund um das Lager erhält der Bauherr vom Heizungsfachmann. Auch der Schornsteinfeger berät in Sachen Heizung und kann auf die wesentlichen Punkte hinweisen, die bei einer fachgerechten Lagerung zu beachten sind. Schließlich sollen die kleinen Holzpresslinge nichts von ihrer Kraft verlieren. Folgende Aspekte sind sowohl bei einem selbst gebauten als auch bei einem industriell gefertigten Lager innerhalb des Gebäudes zu beachten:
• Schutz gegen Feuchtigkeit
• staubdichte Ausführung
• keine elektrischen oder Wasser führenden Installationen
• zwei Anschlüsse/Kupplungen (zum Einblasen und zur Staubabsaugung)
• innen glatte Metallrohre und Kupplungen
• Prallschutzmatte aus Gummi
• Zugänglichkeit für Anlieferung
Darüber hinaus ist noch einigen Details zum Brandschutz Beachtung zu schenken. Hierzu zählen etwa die Lagermenge im Aufstellraum des Pelletskessels, die Zuführung von Verbrennungsluft und der Abstand zwischen Feuerstätte und Lager. Diese Bestimmungen werden von den einzelnen Bundesländern festgesetzt und können deshalb unterschiedlich ausfallen. Auch hierzu weiß der Schornsteinfeger Rat.

Selbstbau oder Vorfertigung?
Handwerklich geschickte Menschen sind sicher in der Lage, einen Raum für die Lagerung des Brennstoffs zu errichten. Doch empfiehlt es sich, die Feinheiten mit dem Heizungsbauer abzusprechen. So muss z. B. die Anbindung des Lagers an den Kessel gewählt und entsprechend in den Raum integriert werden. Als häufigste Form wird das Lager mit Schrägböden selbst gebaut, so dass die Pellets von allein in die Mitte rutschen und von dort abtransportiert werden. Die statischen Voraussetzungen für ein solches Lager erhält der Bauherr in der Regel über den Hersteller des Wärmeerzeugers. Bei größeren Lagermengen muss die Konstruktion so stabil sein, dass sie das Gewicht der Pellets dauerhaft trägt.
Am einfachsten wird ein rechteckiger Raum zum Lager umfunktioniert. Die Einblas- bzw. Absaugöffnung befinden sich idealer weise an der Schmalseite, gegenüber wird eine Prallschutzmatte befestigt. Sie verhindert eine Beschädigung beim Einblasen des Brennstoffs. Auch die umgebenden Wände müssen so beschaffen sein, dass kein Abrieb entsteht und keine Verunreinigungen in die Pellets gelangen. Außerdem soll das Lager über einen Zugang verfügen, um den Füllstand kontrollieren zu können. Dies kann eine Tür sein, die dicht schließen muss und innen gegen den Druck mit herausnehmbaren Brettern geschützt wird.

Industrielle Lager gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Gewebe- oder Metallsilos, unterirdische Tanks, Kunststoffbehälter – je nach den örtlichen Bedingungen können diese Systeme zum Einsatz kommen. In Ein- und Zweifamilienhäusern wird sehr häufig das Gewebesilo eingesetzt. Es hat den Vorteil, dass es keinerlei Vorarbeiten zur Aufstellung des Lagers benötigt und rasch zu montieren ist. Wird das Lager nicht direkt vom Kesselhersteller angeboten bzw. geliefert, ist Folgendes zu beachten: Der Kesselhersteller muss eine Freigabe für das Lagersystem erteilt haben bzw. die technische Kompatibilität gewährleisten. Dies bezieht sich ganz besonders auf das Austragungssystem, die Verbindung vom Lager zum Pelletskessel.

Der Weg vom Lager zum Wärmeerzeuger
Der Brötje Pelletskessel NovoPellet SPK beispielsweise kann mit zwei verschiedenen Austragungssystemen betrieben werden. Entweder kommt die flexible Förderspirale zum Einsatz oder das Vakuum-Saugzugsystem mit entsprechendem Tagesbehälter. Steht ein separater Lagerraum direkt neben dem Wärmeerzeuger zur Verfügung, etwa der ehemalige Standort des Öltanks, so ist dieser mit einem System zur Raumaustragung bestens für die Lagerung der Pellets zu nutzen. Je nach Größe werden dabei unterschiedlich lange Pelletssammler im Bodenbereich platziert. Über die flexible Förderspirale können die Holzpresslinge dann bis zum Kessel transportiert werden. Diverse Montagesets ermöglichen eine schnelle und einfache Montage dieser Raumaustragung. Hat sich der Bauherr für ein Gewebesilo entschieden, wird unten an den Sack ein Pelletsentnahmetrichter montiert. Von dort erfolgt wiederum der Transport mittels flexibler Förderspirale.
Von Vorteil ist hierbei, dass der Förderschlauch mit der innen liegenden flexiblen Spirale in einem Radius von 1,5 m zu verlegen ist. Zwischen Pelletskessel und Lagersystem kann die Entfernung bis zu 9 m betragen. Beim Transport über die Spirale werden die Pellets besonders schonend gefördert. Dadurch entsteht so gut wie kein Holzstaub, eine saubere Verbrennung ist somit gewährleistet.

Wenn der Pelletskessel und das Lager nicht direkt beieinander liegen, etwa durch einen Flur getrennt, ist die Austragung der Pellets über ein Vakuum-Saugzugsystem ideal. Denn mit dieser Art des Transports lassen sich Höhenunterschiede von bis zu 6 m und Entfernungen von bis zu 12,5 m überbrücken. Möglich wird dies mithilfe eines Förderschlauchs, der zur einen Seite hin an das Sacksilo oder den Lagerraum und zur anderen Seite an den Tagesbehälter angeschlossen ist. Per Vakuum-Saugzugsystem werden nun die Pellets für den Tagesgebrauch zum Vorratsbehälter befördert. Von diesem Behälter werden die Pellets dann kontinuierlich über den Förderschlauch mit Förderspirale an den Brenner abgegeben. Das besondere Plus: Der Förderschlauch ist so flexibel, dass er sogar in einem Radius von 40 cm zu verlegen ist. Bauliche Hindernisse, Erker oder auch Türen werden dadurch einfach umgangen.

Zusammenfassung
Wer mit Pellets heizen möchte, findet bei Brötje nicht nur einen modernen Wärmeerzeuger, sondern auch alle Komponenten für die Lagerung und den Transport des Brennstoffs. Die Bauteile sind exakt aufeinander abgestimmt, so dass ein dauerhaft effizienter Betrieb gewährleistet wird.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Heiztechnik

Kamine flexibel gestalten

Die neue K-Serie von Camina

Kamine für jeden Anspruch und jedes Ambiente, das bietet Camina aus Bissendorf. Für Freunde des modernen Designs stellt der niedersächsische Feuerstättenspezialist jetzt die neue K-Serie vor. „K“ steht für kreative Kaminsysteme. Der Name ist Programm, denn alle Modelle dieser Serie zeichnen sich durch eine große Flexibilität und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten aus. So findet sich für jede Umgebung schnell der passende Kamin.
Die K-Serie wird in den drei Varianten „Classic“, „Elegance“ und „Brillance“ angeboten. Alle Modellvarianten bestechen durch ihr kompaktes und modernes Design. Das Modell „Classic“ ist wahlweise frei stehend oder als Einbauversion erhältlich. Die anderen beiden Feuerstätten sind als frei stehende Anlagen konzipiert. Zur Wahl stehen unterschiedliche Frontausführungen vom puristischen Edelstahl-Design bis hin zur hochwertigen Natursteinverkleidung. Zusätzlich verfügen alle Geräte über die neuen Designgriffe von Camina.
Bei der Feuerungstechnik bietet das Modell „Classic“ die Wahl zwischen hochschiebbarer oder schwenkbarer Frontscheibe. Dazu kombiniert werden die passende Frontblende und die Rohrverkleidung. Entscheidet sich der Betreiber für die Einbauversion, kann die Verkleidung auch individuell gestaltet werden. Entsprechende Seitenverkleidungen sowie Bank- und Bodenplatten runden das Bild stilsicher ab. Und weil natürlich die bestmögliche Energieausnutzung eine Rolle spielt, lassen sich nahezu alle Feuerstätten der K-Serie mit der Schmid Wassertechnik und der multifunktionalen Abbrandregelung SMS kombinieren.
Die neue K-Serie bietet modernes Kamindesign im kompakten Format. Hier die Variante „Classic freistehend“ mit puristischer Edelstahlverkleidung.
Oder dreiseitig offen mit dem Modell Brillance. Die Oberfläche in Natursteinquarz (Champagner Creme) mit Kamineinsatz (Ekko 67/51 LR Anthrazit) und der Bankplatte (Negro Star).
Foto: Camina

Ausgabe: 74 , Kategorie: Heiztechnik

Abgastechnik und Brandschutz

Alles rund um Abgastechnik und Brandschutz
Erster Gemeinschaftsstand von Schräder und Miprotec auf der DEUBAU

Das Unternehmen Schräder Abgastechnologie und die Techno-Physik Group – vertreten mit ihrer Brandschutzmarke Miprotec – werden im Rahmen der DEUBAU 2010 ihre langjährige Zusammenarbeit erstmals mit einem gemeinsamen Messeauftritt demonstrieren. Die Präsentation in Halle 6, Stand 145, zeigt neben dem Schornsteinsystem FutureTherm und der Wand- und Deckendurchführung von Schräder, auch Brandschutzprodukte der Marke Miprotec.

Mit der Kombination der Werkstoffe Edelstahl und den Miprotec-Brandschutzplatten aus Vermiculit, lassen sich moderne Abgasanlagen auf Hightec-Niveau erstellen. So besteht beispielsweise das Schornsteinsystem FutureTherm aus einem metallischen Abgasrohr, das in einen Schacht aus Miprotec-Brandschutzplatten integriert ist. Die vorkonfektionierten Elemente können einfach und wirtschaftlich in Trockenbauweise versetzt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet für Brandschutzelemente aus Vermiculit ergibt sich für die Schräder Abgastechnik als Abdeckplatte bei der neuartigen Wand- und Deckendurchführung für Abgasleitungen.

Die Anwendung der Miprotec-Brandschutztechnik beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Schornsteinbau. Im Rahmen des Messeauftritts werden auch Installations- und Kabelkanäle, sowie Luftkanäle zu sehen sein. Darüber hinaus kommt der natürliche und damit ökologisch unbedenkliche Baustoff beim Trockenausbau von Dächern und der Bekleidung von Holz- und Stahltragwerken zum Einsatz.
Produkte für den baulichen Brandschutz stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Messeauftritts von Schräder und der Techno-Physik Group mit der Brandschutzmarke MIPROTEC auf der DEUBAU 2010 (Halle 6, Stand 145).

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteine

Schiedel ermöglicht Energie Effizienz

Europas Marktführer in der Schornstein- und Abgastechnik hat mit dem neuen Claim „Ermöglicht Energie Effizienz“ das wichtigste branchenübergreifende Thema der Gegenwart und Zukunft in das internationale Erscheinungsbild des Unternehmens integriert.

Die Steigerung der Energieeffizienz ist nach übereinstimmenden Aussagen aus Politik und Wissenschaft in Wirksamkeit und Bedeutung für die Ressourcenschonung und den Klimaschutz, aber auch im Hinblick auf geldwerte Vorteile für Bauherren und Hausbesitzer das wichtigste strategische Ziel der nächsten Jahre. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Staat ein wirksames Instrument geschaffen, um den Energieverbrauch beim Bau und Betrieb von Gebäuden zu verringern. In der ab Oktober 2009 geltenden neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) hat der Gesetzgeber die technischen Mindestwerte, die ein Gebäude erreichen muss, gegenüber dem bisher gültigen Standard von 2007 um immerhin 30% verschärft. Und 2012 – soviel steht bereits fest – folgt die nächste Stufe der Verschärfung um weitere 30%!
Der möglichst effiziente Umgang mit Energie und die damit verbundenen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs bilden bei Schiedel bereits seit vielen Jahren den obersten Maßstab bei der Entwicklung neuer Produkte und Systeme. Moderne Schornsteintechnik ist heute integraler Bestandteil energiesparender Bauweise – im Neubau und in der Sanierung. Mit dem Schiedel ABSOLUT Energiespar-Schornstein werden die optimalen Voraussetzungen geschaffen, um energiesparende Geräte energieeffizent einzusetzen. Technologischer Kernpunkt ist das „Duronic-Energy-Management“ bei diesem als zweizügige Variante mit Verbrennungsluftzufuhr erhältlichen Schornsteinsystem. Dahinter verbergen sich die wichtigsten technische Features: der vollständig dichte Mantelstein mit integrierter Wärmedämmung, das W3G-geprüfte Energiesparrohr mit monolithischen Formstücken und der Thermoluftzug zum raumluftunabhängigen Heizen. Auf die Funktion des Absolut gewährt Schiedel außerdem 30 Jahre Garantie. Höhere Energieeffizienz ermöglichen beim Absolut-Schornsteinsystem darüber hinaus:
• das Thermo-Dichtset für eine vollständig luftdichte Gebäudehülle,
• die Blower-Door-dichte Reinigungstür,
• der Thermo-Trennstein zum Stopp der Wärmeverluste über Dach und Boden,
• der Thermo-Luftzug für dauerhaft sichere Versorgung des Kaminofens mit Verbrennungsluft,
• der Installationszug zur Leitungsführung für den einfachen Anschluss einer Solar- oder Fotovoltaikanlage.

Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Sinne des neuen Schiedel-Claims wird von externer Seite bestätigt: Eine Studie des Salzburger Gutachters Dipl.-Ing. Wolfgang Kahrer stellt klar, dass durch die Verwendung des Systems ABSOLUT der Einsatz moderner Feuerstätten in ihrer systemgerechten, energiesparenden Betriebsweise möglich ist und damit Energie eingespart werden kann. Auch für den Einsatz erneuerbarer Energien gibt es ein wissenschaftliches Fundament: Das renommierte Fraunhofer-Institut erkennt an, dass nur Schornsteine, die auch nach dem Ausbrennen feuchteunempfindlich (W3G geprüft) sind, zum Anschluss an Holzpelletkessel und an moderne, leistungsgeregelte Scheitholz-Vergaserkessel geeignet sind. Somit bieten sich für Hausbesitzer auch sehr gute Voraussetzungen, um die verschiedenen öffentlichen Förderprogramme (BAFA, KfW) in Anspruch nehmen zu können.

Der neue Schiedel-Claim „Ermöglicht Energie Effizienz“ steht damit im übertragenen Sinne für Ressourcenschonung und Heizkostensenkung, für den Einsatz regenerativer, förderfähiger Energieträger realisiert durch moderne Duronic-Abgastechnologie.

Schiedel ist weltweit größter Anbieter von Schornstein-systemen. Mit rund 2.000 Mitarbeitern erwirtschaftete das Tochterunternehmen der Monier-Gruppe in insgesamt 29 Ländern 2008 einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Produkte

140 Jahre AFRISO

Die Geschichte von AFRISO beginnt im Jahre 1869, dem Jahr der Grundsteinlegung von Schloss Neuschwanstein, in Schmiedefeld (Thüringen) mit Adalbert Fritz, der im Alter von 23 Jahren mit der Gründung eines „Unternehmens zum Bau von Thermometern“ ebenfalls einen „Grundstein“ für ein heute weltweit operierendes Unternehmen legt. Mit Eintritt seines Sohnes Franz firmiert das Unternehmen zu „Adalbert Fritz und Sohn“ – aus der Telegrammabkürzung AFRISO resultiert der Firmenname und das 1. Firmenlogo entsteht. AFRISO wird eine weithin bekannte Marke für Temperatur- und Druckmesstechnik. Als Adalbert Fritz 1918 verstirbt, übernimmt sein Sohn Franz die Geschäfte. Das Produktangebot ist über die Jahre bereits ganz beachtlich angewachsen – eine Vielzahl unterschiedlichster Glasthermometer, medizinischer Glasinstrumente und Laborausrüstungen dominieren bis 1919 das Fertigungsprogramm. Ende 1919/Anfang 1920 ist es dann soweit: Eine kleine, dünnwandige, kreisförmige und konzentrisch gewellte Blechscheibe verändert das Unternehmensbild einschneidend: Zwei Membranhalbschalen bilden eine Kapselfeder, die sich druckabhängig ausdehnt oder zusammenzieht – das ist die Geburtsstunde des Kapselfedermanometers. Das feinmechanische Messgerät wird in Form von Feindruckmanometern, Blutdruckmessgeräten, Brutschränken, Eierwaagen, Signalapparaten und Temperaturreglern zum wichtigsten Umsatzträger bis 1945 und für den Neubeginn danach.

Nach dem 2. Weltkrieg flüchtet Franz Fritz mit seiner Familie auf abenteuerliche Weise aus der thüringischen Heimat, weil von der sowjetischen Besatzungsmacht erhebliche Repressalien zu erwarten sind. Sein 1922 geborener Sohn Georg, der den 2. Weltkrieg als kühner Nachtjäger und Offizier erlebt, verfrachtet in verwegenen Aktionen wertvolles Betriebsinventar über die Grenze. Die Familie lässt sich zunächst im bayerischen Eltmann/Main nieder, doch einen besseren Standort bietet die Gemeinde Kleingartach (Baden-Württemberg) und Familie Fritz zieht abermals um. Als die dortigen Räumlichkeiten zu beengt werden, verlagert man den Hauptsitz 1955 ins nahe gelegene Güglingen, wo eine völlig neue Ära anbricht: Aus Druckmessgeräten werden pneumatische Füllstandmessgeräte, überwiegend für Heizöl-Lagertanks, entwickelt. Es folgen Überfüllsicherungen und Lecküberwachungssysteme zur sicheren Lagerung von Mineralölprodukten. AFRISO wird Marktführer auf diesem Sektor – Technologien und Produkte für den Umweltschutz bestimmen jetzt zunehmend das Programm von AFRISO. In der Firma selbst beginnt man alle Prozesse konsequent auf Grundwasserschutz, Ressourcenschonung und Energieeinsparung auszurichten. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem das Thema Umweltschutz in Deutschland so gut wie noch gar keine Rolle spielt und von den Medien nur selten kommuniziert wird. Es folgen mechanische Füllstandmessgeräte (1957), elektronische Füllstandmessgeräte (1958) und Leckwarngeräte (1962). Ab Anfang der 60er-Jahre werden die ersten Vertriebs- und Produktionsgesellschaften in Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Niederlande, Belgien und Schweden gegründet. Durch die Europäisierung wird der Firmenname AFRISO zu AFRISO-EURO-INDEX umgewandelt.

1968 stirbt Franz Fritz im Alter von 78 Jahren und Sohn Georg übernimmt die Firmenleitung. Die Ölkrise 1973/74 ist dann der Auslöser für die Entwicklung einer breit angelegten Produktpalette für den ökologischeren und ökonomischeren Betrieb von Heizungsanlagen. Die zunehmende Belastung der Luft durch Schadstoffe aus kohle-, gas- und ölbefeuerten Anlagen wird 1974 in Deutschland zum Auslöser für das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), das die Grundlage zur Luftreinhaltung bildet. AFRISO entwickelt hierfür als einer der ersten ein Messgerät, mit dem sich Feuerungsanlagen optimal einstellen lassen: Das Rauchgastestgerät RGT. Das Gerät verschafft sich einen guten Ruf als ideales Gerät für Kontroll- und Servicearbeiten und erobert schnell einen führenden Marktanteil. Weil AFRISO den Fortschritt im Heizungsmarkt, insbesondere im Bereich der sicheren Heizöllagerung, von Anbeginn an ganz wesentlich durch eigene Ideen und Produkte mitprägt und mitbestimmt, kann eine Ausnahmestellung auf dem deutschen Markt eingenommen werden. Bei Handwerkern sind AFRISO Produkte für ihre Qualität und Zuverlässigkeit bekannt und daher sehr beliebt – in immer mehr Kellern trifft man jetzt auf Geräte von AFRISO. Vom Stammsitz Güglingen aus werden in Deutschland neue Produktions- und Entwicklungsstätten in Amorbach (Bayern), in Dietzenbach (Hessen) sowie in Illmensee (Bodensee) gegründet. Das Produktprogramm umfasst inzwischen ca. 25.000 Artikel, von einfachen oder anspruchsvollen Druck-, Temperatur- und Füllstandmessgeräten über zahlreiche verlässliche Komponenten für die Heizungs- und Gebäudetechnik bis hin zu hochmodernen, tragbaren Abgasanalysegeräten und komplexen stationären Gasanalysesystemen. Georg Fritz zieht sich ab dem 67. Lebensjahr aus dem operativen Geschäft zurück und übergibt die Firmenleitung an seine beiden Söhne Elmar und Jürgen Fritz, die das Unternehmen nun in 4. Generation weiterführen. Georg Fritz verstirbt im Frühjahr 2004 nach einem spannenden Leben in Alter von 82 Jahren.

Nach dem politischen Umbruch in Osteuropa (1989) werden von Elmar und Jürgen Fritz die ersten Niederlassungen in Ungarn, Rumänien, Tschechien sowie in Polen eröffnet. Auf den verschiedensten Erdteilen werden jetzt neue Firmen gegründet – die jüngsten Beispiele: Südafrika und Ukraine (2004), Russland (2005), China (2006), Peru, Indien und Indonesien (2008). Der Vertrieb des umfangreichen Produktportfolios erfolgt heute über Tochterunternehmen und Auslandsgesellschaften, die in mehr als 30 Ländern ansässig sind. In Deutschland bietet AFRISO derzeit 475 Mitarbeitern sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze; weltweit werden etwa 900 Menschen beschäftigt. Hinter der Firmengeschichte steht eine klar definierte Kunden- und Firmenphilosophie. Diese beruht zum einen auf dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, und zum anderen, den Kunden immer als die wichtigste Person im Unternehmen zu betrachten und die Gruppe langfristig auf Erfolgskurs zu halten. Ein Kurs, der auf 140 Jahre Produkt-Know-how beruht und aus der Tradition fest verwurzelt ist. Denn in Zukunft wird ein Thema, das bei AFRISO schon sehr früh in der Firmenphilosophie verankert wurde, noch dramatisch an Bedeutung gewinnen: Umweltschutz! Schlagworte wie Klimawandel, Energieeinsparung, Ressourcenschonung oder regenerierbare Energien umgeben die Menschheit bereits heute Tag für Tag – wie mag dann erst die Zukunft aussehen? Dazu Vertriebschef Matthias Blasinger: „Sollten die bereits verursachten Beeinträchtigungen und Schäden behoben und weiteren Zerstörungen entgegengewirkt bzw. vorgebeugt werden, bedarf es noch gewaltiger Anstrengungen rund um den Globus und vor allem den Einsatz zukunftsweisender Technologien. AFRISO wird hierzu ganz sicher seinen Beitrag in Punkto fortschrittlicher Produkte zum Schutze von Umwelt und Natur leisten. Produkte, die aus der Tradition entstanden sind und auch in Zukunft gefragt sein werden. Produkte, die privaten, gewerblichen oder industriellen Anwendern Schutz und Sicherheit bieten, dem Großhandel ein gutes Wachstumspotenzial in Aussicht stellen und dem Fachhandwerksbetrieb gute Geschäfte ermöglichen können.“

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bundeseinheitliche Kehrordnung

Gesetzliche Regelungen des Schornsteinfegerberufes gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Seit dieser Zeit ist in vielen Teilen Deutschlands der sogenannte Kehrzwang, die Verpflichtung der Hauseigentümer, ihre Feuerungsanlagen von einem Schornsteinfeger reinigen zu lassen, eingeführt worden. Dadurch ist die Brandgefahr durch häusliche Feuerstätten erheblich gesunken.

Die Änderung der Feuerungsanlagen, von der einfachen Feuerstelle zur modernen, modulierenden und selbsttätig regelnden Feuerstätte, haben eine ständige Anpassung der Kehr- und Überprüfungsintervalle erfordert. Die nächste Anpassung der Kehrverordnung steht zum Jahreswechsel 2009/2010 bevor. Dann wird eine bundeseinheitliche Kehrordnung eingeführt. Jedoch wurden auch in der „alten Kehrverordnung“ schon dem Stand der Technik angepasste Überprüfungsintervalle verankert und ständig aktualisiert. Geändert hingegen ist die Berechnung der Gebühren für die einzelnen Tätigkeiten. Anhand der bereits bewährten Arbeitswerte kann auch in Zukunft der Grundstückseigentümer die Rechnungen nachvollziehen. Hierbei wurde aber großer Wert auf Unterscheidung der Gebühren für den tatsächlichen Aufwand an der Kehr- oder überprüfungspflichtigen Anlage und dem Aufwand für Fahrten zum Kunden sowie Verwaltungsaufwand gelegt.

Wie ist die Bundeseinheitliche Kehr- und Überprüfungsordnung entstanden?

Um deutschlandweit eine kundenfreundliche Lösung zu finden und eine möglichst einheitliche Regelung zu gewährleisten, hatten sich im Mai 2006 alle für das Schornsteinfegerhandwerk zuständigen Referenten der Bundesländer im sogenannten Bund-Länder-Ausschuss „Schornsteinfegerwesen“ auf einen Musterentwurf einer Kehr- und Überprüfungsordnung geeinigt. Die Basis dieses Musterentwurfes bildete ein Technisches Hearing im Januar 2004, bei dem sich Fachleute aus Industrie und Verbänden über die technisch sinnvollen und notwendigen Tätigkeiten an Feuerungsanlagen verständigten. Dabei wurden so wesentliche Fragen wie die Notwendigkeit einer regelmäßigen Überprüfung auch bei modernsten Feuerungsanlagen und die Möglichkeit der Verlängerung von Kehr- und Überprüfungsintervallen diskutiert. Damit waren in diesem Musterentwurf nur die Tätigkeiten und Überprüfungsintervalle enthalten, die von der gesamten Fachwelt einvernehmlich getragen wurden.

In einem aufwendigen, bundesweiten, arbeitswissenschaftlichen Gutachten wurden für alle Tätigkeiten Arbeitswerte festgelegt, die den neuesten Stand der Technik sowohl bei den Feuerungsanlagen als auch bei den Überprüfungsgeräten berücksichtigen. Dieses Gutachten wurde von der Bundesregierung in Auftrag gegeben und ist Grundlage der festgesetzen Arbeitswerte der Kehrordnung.
Für den Kunden ergibt sich aus der neuen Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung neben der bundesweiten Einheitlichkeit und Kosten senkenden Vorteilen auch ein Plus an Service: So können nun noch mehr Kehr- und Überprüfungstätigkeiten im Sinne des Kunden zusammengelegt werden, wodurch die Anzahl der Vor-Ort-Termine minimiert wird. Über die Ergebnisse der Feuerstättenschau, bei der die Betriebs- und Brandsicherheit der Anlage überprüft wird, erhält der Eigentümer eine Bescheinigung. In einem Feuerstättenbescheid erhält der Kunde einen Überblick, über die an seinen Feuerungsanlagen durchzuführenden Tätigkeiten. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Kunde zukünftig Kehrungen und Überprüfungen frei an dafür zugelassene Schornsteinfeger vergeben kann, schafft dies Transparenz und Sicherheit für den Kunden. Er kann damit der ihm übertragenen Verantwortung leichter gerecht werden.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsvollversammlung im Freistaat Thüringen

Der Vorabend zur eigentlichen Innungsvollversammlung war Anlass den sechzigsten Geburtstag von IOM Thomas Menge in Erfurt zu feiern. Natürlich nicht eigennützig, denn wir hatten Gäste aus Politik und Wirtschaft zu Gast. Diverse Gespräche im Sinne und für unser Handwerk wurden geführt. Entscheidungsträger wurden auf Problematiken im Schornsteinfeger-Handwerk aufmerksam gemacht und deren Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ob diese Unterhaltungen fruchten, werden wir in den nächsten Wochen erfahren.

Am 5. November 2009 fand die Innungsvollversammlung in Weimar statt. Weimar mit der neuen Weimarhalle war ein zentraler und damit idealer Veranstaltungsort. Um 9 Uhr eröffnete unser Innungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich rund um den Tagungsort mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Die Mitglieder nutzten natürlich die Chance um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben. Um 10 Uhr begrüßte unser LIOM Thomas Menge die geladenen Gäste und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht.

In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuellen Situationen in unserem Handwerk näher ein. Viele Baustellen sind es, die momentan zu bearbeiten sind. Einige will ich nur kurz erwähnen: Neue Kehr- und Überprüfungsordnung mit deren Umsetzung, Immissionsschutzverordnung, Aktivitäten der Arbeitnehmer usw.
Weitere notwendige Bearbeitungen der Aufgaben für unser Handwerk wurden ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder beleuchtet. Natürlich wurde auch die Gelegenheit wahrgenommen einzelne Kollegen aus unterschiedlichen Anlässen zu ehren. Diese möchte ich nochmals namentlich erwähnen.

50-jähriges Meisterjubiläum
Ehrenobermeister Karl-Heinz Kurch, Lothar Pfannstiel, Karl-Heinz Cott, Siegfried Horn, Horst Stengler, Harald Lange, Helmut Stöckel

25-jähriges Meisterjubiläum
Manfred Seel, Bernd Mucke, Jörg Kurch, Gabriel Simon, Detlef Thielemann
Der IOM Thomas Menge beglückwünschte die Kollegen und wünschte auf diesen Wege nochmals weiterhin viel Erfolg. Gleichzeitig wurde die Gesellenfreisprechung der Thüringer Schornsteinfeger durchgeführt. Zukunft beginnt mit Ausbildung, dies haben unsere Kollegen erkannt und die Anzahl der neuen Lehrlinge verdeutlich es.

Die inhaltlichen Ausführungen der Gastredner machten deutlich, dass unser Schornsteinfegerhandwerk ein Berufszweig ist, der viele Bereiche im täglichen Leben tangiert.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Gustav Dähre wird 80 Jahre

Ein alter Kollege mit über 50-jähriger Berufserfahrung kann viel erzählen. Der altmärkische Schornsteinfeger hat 1944 seine Lehre begonnen. Durch die Wirren des letzten Kriegsjahres und den Entbehrungen der Nachkriegszeit konnte Gustav Dähre keine Fachberufsschule besuchen. Die theoretische Lehrausbildung wurde in der allgemeinbildenden Berufsschule in Salzwedel, gemeinsam mit Ofensetzer, Dachdecker und Maurer absolviert.

Dennoch konnte er im März 1947 die Gesellenprüfung erfolgreich ablegen. Später folgten die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk sowie der Abschluss als Konstrukteur für Feuerungsanlagen im Wohnungs- und Gesellschaftsbau.

In den 27 Jahren als Bezirksschornsteinfegermeister hat sich Gustav immer für den Berufsstand engagiert und hat in der Leitung der damaligen Berufsgruppe mitgearbeitet. Über die Grenzen der Altmark hinaus hat er sich einen Namen als Lehrlingswart gemacht. Viele der heute tätigen Schornsteinfeger und Bezirksschornsteinfegermeister im Norden Sachsen-Anhalts haben in der überbetrieblichen Lehrausbildung von Gustav die Grundlagen unseres Berufes erlernt. Als Leiter der Facharbeiterprüfungskommission mussten sich alle angehenden Schornsteinfeger seinem strengen aber faireren Urteil stellen.
Aber auch als Kreisvertrauensmann für den Landkreis Stendal hat sich Gustav Dähre immer für die Belange seiner Berufskollegen eingesetzt.

Der Vorstand der Schornsteinfegerinnung Altmark hat seinen 80. Geburtstag zum Anlass genommen und sich bei Gustav Dähre für sein Wirken zum Wohl des Berufes bedankt.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung Magdeburg

Am 03. 12. 2009 fand die Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg in der Gaststätte „Deutsches Haus“ in Wolmirsleben statt. Schwerpunkt der Diskussionen war das Inkrafttreten der Bundes-Kehrordnung zum 01. 01. 2010 sowie der novellierten Bundesimmissionsschutzverordnung im nächsten Jahr. Es wurden die damit einhergehenden, gravierenden Veränderungen in den Arbeitsabläufen diskutiert.

Während der Versammlung wurden die BSM Roland Festerling und Klaus Witte in den Ruhestand verabschiedet. Außerdem konnte Obermeister Uwe Pomplun mehreren Bezirksschornsteinfegermeistern zu ihren Betriebs- und Meisterjubiläen beglückwünschen.

An den Innungsversammlungen der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg nehmen regelmäßig zahlreiche Kollegen im Ruhestand teil. Es ist immer wieder sehr erfreulich, mit welch großem Interesse die ehemaligen Bezirksschornsteinfegermeister die Innungsversammlungen verfolgen.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Unternehmertag in der Weimarhalle

Mit dem Thema Bildung und Ausbildung konnten wir zum 12. Unternehmertag des Verbandes der Wirtschaft Thüringens am 08. 10. 2009 in der Weimarhalle auf viele Ideen aufmerksam machen, die bisher schon umgesetzt werden, wir konnten aber auch Probleme benennen, die uns immer noch hemmen, wenn es darum geht noch mehr junge Leute für eine hochwertige Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu begeistern.
Ein gut ausgerüsteter Schornsteinfegerstand sorgte für reißenden Absatz an Malheften, Buntstiften, Gummibären und Luftballons bei den Kindern. Aber auch für die Erwachsenen gab es viel Interessantes und Wissenswertes am Stand. So standen wir mit Rat beiseite, bei dem es oft um Anschlussmöglichkeiten für Kamine und Kaminöfen ging. Die aktuelle Nachfrage bezog sich aber auch auf die Gesetzesnovellierung, moderne Mess- und Prüfgeräte, alternative Energien zum Um- oder Nachrüsten und Energiepolitik im Allgemeinen.
Die Neugestaltung des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes wurde überwiegend mit Kopfschütteln kommentiert. Diverse Wertungen zum Thema erstreckten sich von „Was soll das?“ oder „So ein Quatsch!“ Die Handhabung der Eigenverantwortung des Betreibers wird zeigen, ob die Novellierung sinnvoll war. Sicherlich wird irgendwann zurückgerudert und das Altbewährte uns als Neues verkauft.

Durch die gute Ausrüstung des Messestandes wurde das Interesse an Thermografie, Holzfeuchtemessungen, Kamerainspektionen und Feststoffmessungen bei den Besuchern geweckt.

In mehreren Podien kamen auch die Erwachsenen und (Fast-) Erwachsenen zu Wort. Die Gesprächsrunden waren höchst interessant und zeigten deutlich, dass das Ziel in Bildung und Ausbildung für alle teilnehmenden Diskutanten sich sehr unterscheidet, deshalb sollen Anstrengungen von allen unternommen werden, um den Fachkräftebedarf mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs begegnen zu können.

Die Vortragsveranstaltung als Höhepunkt des Unternehmertages war geprägt von den Vorträgen des Präsidenten des VWT und Vorträgen der Gastredner.
Der nächste Unternehmertag ist indes schon in Planung – dann heißt es wieder: Herzlich Willkommen beim Verband der Wirtschaft Thüringens! Eine Teilnahme des Schornsteinfegerhandwerks wird weiterhin ein fester Bestandteil im Terminkalender in Thüringen haben.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung in Halle

Die Herbstveranstaltung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle barg in diesem Jahr einiges an Diskussionsstoff. So warf die kommende Umstellung auf die Bundes-KÜO in Verbindung mit den entsprechenden Landesvorgaben einige Fragen bezüglich der Einarbeitung in die Kehrbezirksverwaltung auf. Die Softwarehäuser haben die entsprechenden Informationen erhalten, die Umstellung sollte demnach zumindest zu einem großen Teil automatisiert werden können. Da die geänderte BImSchV nun doch nicht zum 01. 01. 2009 in Kraft tritt, besteht auch künftig die Problematik, dass die zu erlassenden Feuerstättenbescheide mit Inkrafttreten der BImSchV wieder zu ändern sind. Auch die Inhalte der ebenfalls zum Januar kommenden Landes-Kehrordnung wurden besprochen. Diese schreibt auch künftig die Überprüfung von Lüftungsanlagen vor, die ausschließlich raumlufthygienischen Zwecken dienen. Aufgaben wie das Überprüfen von Brennstoffversorgungsleitungen und Rauchwarnmeldern wurden nicht Bestandteil der Verordnung. Diese Dienstleistungen können künftig von uns auf dem freien Markt angeboten werden.
Große Verwunderung hat auch die Mitteilung des Obermeisters Gerhard Metz ausgelöst, dass das Verfahren zur Ausschreibung der Kehrbezirke in Sachsen-Anhalt noch nicht fest steht. Aus diesem Grund können Kehrbezirke, die zu Beginn des kommenden Jahres neu zu besetzen sind, nicht ausgeschrieben werden. Wie hier genau verfahren wird, bleibt abzuwarten.
Um die Schornsteinfeger auf den bevorstehenden Wettbewerb vorzubereiten, wurde von der HWK Halle ein Fortbildungsangebot entwickelt: „Fit für 2013“. In diesem Lehrgang werden den Bezirksschornsteinfegermeistern Kenntnisse in den Bereichen Betriebswirtschaft und Marketing vermittelt. Diese Maßnahme wird durch Fördermittel aus dem europäischen Sozialfond gestützt.
Neben den berufspolitischen Neuigkeiten gab es auch wieder Glückwünsche und Ehrungen für einige Bezirksschornsteinfegermeister. So wurden die Kollegen Heinrich Müller, Frank Müller und Rainer Schubert in den Ruhestand verabschiedet. Die Kollegen Mario Meier, Volker Wanka und Gerry Kring erhielten den silbernen Meisterbrief, Otto-Günter Döhler den Altmeisterbrief und die Kollegen Detlef Gäbler und Eberhardt Schulze erhielten Glückwünsche zum 25-jährigen Betriebsjubiläum.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

Großer Bahnhof in Schwarz

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt verabschiedet BSM und beruft neue Glücksbringer

Das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt hat in einem festlichen Rahmen Bezirksschornsteinfeger, die das Rentenalter erreicht haben, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurden junge Schornsteinfegermeister offiziell für ihre Kehrbezirke bestellt.

Thomas Leimbach, Präsident des Landesverwaltungsamtes, würdigte in seiner Laudatio die verantwortungsvolle Aufgabe der bestellten Bezirksschornsteinfegermeister für das Wohl der Allgemeinheit. „Sie haben einen öffentlichen Auftrag. Ich vertraue Ihnen, wenn Sie diese hoheitliche Aufgabe zur Sicherheit der Bevölkerung erfüllen. Sichern Sie sich durch eine andauernde Fortbildung das Wissen für Ihren Beruf. Ich bin zuversichtlich, dass Sie sich dann auch im offenen Markt ab 2013 gut gegenüber der Konkurrenz behaupten“, so Thomas Leimbach.

Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Leimbach, und der Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf, nahmen gemeinsam die Berufung der bestellten Bezirksschornsteinfegermeister und die Verabschiedung vor (siehe auch Titelbild).

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger

15. „Bikertreffen“ in Viersen/NRW

Schornsteinfeger sind bekanntlich leidenschaftliche Motorradfahrer. Zwei niederbayerische Kollegen hatten 1995 die Idee, ein Bikertreffen zu organisieren. Das erste Treffen der Blackriders fand am 09. 09. 1995 im Salzweg-Niederbayern bei unserem Kollegen Richard Hettmann statt. Seit nunmehr 14 Jahren wiederholt sich das Treffen der Motorradfahrer.

Für das 15. Treffen im Jahre 2009 wurde als Präsident Bezirksschornsteinfegermeister Bernd Gormanns gewählt. Mit viel Engagement organisierte Bernd mit seiner Crew das Motorradtreffen. Aus dem ganzen Bundesgebiet kamen motorradbegeisterte Kollegen und Kolleginnen nach Viersen in Nordrhein-Westfalen.

Auch in diesem Jahr sammelte die verantwortliche Crew wieder für den Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Nach Abzug aller Nebenkosten konnten 1.000 Euro an unseren gemeinsamen Verein überwiesen werden.
Für die Verantwortlichen unseres Vereins ist dies ein Ansporn weiterzumachen, damit krebskranke Kinder so schnell wie möglich wieder gesund werden – vor allem aber wollen wir auch dafür kämpfen, das gesunde Kinder niemals krank werden müssen. Vielen Dank an Bernd, seine Crew und an die Blackriders.
Hinweis

Das 16. Internationale Schornsteinfegerbikertreffen findet vom 18. bis 20. Juni 2010 in Peenemünde statt.
(http://www.blackriders.de)

Ausgabe: 74 , Kategorie: Mängel

Speicher

Heizräume für Feuerstätten werden oft als Abstellräume missbraucht. Der Zugang zur Feuerstätte und zu den Sicherheitseinrichtungen wird dabei leichtsinnig außer Acht gelassen.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 74 , Kategorie: Mängel

gesiebte Luft

Verbrennungsluftöffnungen dienen der Versorgung von Feuerstätte mit Verbrennungsluft. Werden die erforderlichen Öffnungen verschlossen, besteht die Gefahr, dass die Verbrennung nur noch unvollständig stattfindet und Abgase in den Aufstellraum austreten. Damit verbunden ist eine Anreicherung der Raumluft mit Kohlenmonoxid mit den bekannten Gefahren.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik

Montage einer Abgasleitung

Reportage

Dass eine OEM-Abgasleitung nicht immer die optimale Wahl ist, zeigt das folgende Fallbeispiel in einem Nürnberger Bürohaus. Der Ersatz durch ein neuartiges Kunststoff-Abgassystem erweist sich in diesem Fall nicht nur als dauerhafter und sicherer, er bietet auch handfeste technische Vorzüge.
Da staunte der Kundendiensttechniker nicht schlecht: Anstatt – wie bei Gas-Brennwertkesseln üblich – kaum Rückstände in der Abgasführung vorzufinden, musste er den 90º-Bogen an der Sohle immer wieder auskehren. In der Aluminium-Abgasleitung sammelte sich regelmäßig ein größerer Haufen korrodierter Abtrag an. Vermutlich war das Material mit den wechselnden Temperaturbedingungen und dem sauren Kondensatrückständen im Abgas überfordert. Der Hersteller war sehr um Abhilfe bemüht, aber hier musste ein Austausch der zirka 14 Meter langen OEM-Abgasstrecke durch ein Kunststoff-System empfohlen werden. Das Zusammenspiel zwischen Erdgasgemisch, der Kondensationsmenge, der Regelungstechnik und das unkalkulierbare Betreiberverhalten haben Einfluss auf den PH Wert und die Kondensatmenge, die zu solchen Korrosionen führt. In diesem Fall kam es zu sehr viel Kondensat, die Rücklauftemperaturen der Heizkörper sehr hoch waren.

Die Wahl fiel auf condens blue von Westaflex, das sich nicht nur für den Einsatz im Neubau, sondern auch zur Nachrüstung eignet. Es besteht aus hochwertigem, bis 120 Grad hitzebeständigen PPH-Kunststoff (Polypropylen-Homopolymerisat), der als Erkennungsmerkmal in der Firmenfarbe Blau gehalten ist. Condens blue-Abgasrohre stehen in drei Varianten mit Innendurchmessern von 80 bis 160 mm zur Verfügung: einwandig-starr, einwandig-flexibel und (speziell für den Außenbereich) doppelwandig-isoliert mit Wärmedämmung und einem Außenrohr aus Edelstahl. Im erwähnten Fall konnte die Anlage durch den Einsatz eines Abgassystems mit 80 mm Durchmesser sogar zeitgemäß von rumluftabhängigem auf raumluftunabhängigen Betrieb umgestellt werden.
Dafür wurde zunächst das alte Abgasrohr nach oben aus dem dreischaligen Schornsteinschacht (16/16 cm mit innen liegendem Keramikrohr) herausgezogen. Anschließend konnten die einzelnen Elemente des Westaflex condens blue-Systems einfach Stück für Stück in den Schornsteinschacht heruntergelassen und mit einem 90 Grad-Winkel zum Wandanschluss verbunden werden. Abstandshalter gewährleisten den zentrierten Sitz der Abgasanlage im Schacht und verhindern zuverlässig ein seitliches Schwingen des Rohres. Zum Abschluss wurde ein spezieller Regenkragen auf die Schornsteinmündung aufgesetzt, der über den Ringspalt die Verbrennungsluft für das Brennwertgerät regengeschützt einströmen lässt.

Nach wenigen Arbeitsstunden war der Austausch der Abgasanlage erledigt, und der Wärmeerzeuger konnte wieder in Betrieb gehen. Besonders zukunftsfähig erweist sich das condens blue-System durch seine universelle Verwendbarkeit. Da es nicht nur eine Zulassung für einen bestimmten Kesseltyp besitzt, kann es bei einem Tausch der Feuerstätte problemlos mit beliebigen Fabrikaten weiter verwendet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Gas- oder ein Öl-Brennwertgerät handelt. Die Abgasleitung ist für beide Brennstoffarten geeignet. Autor: Dieter Last

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel

ja was hat denn die Mausi da?

Ab und zu kommt es vor, dass sich entweder kleine Vögel oder Insekten in Gasheizungen aufhalten. Hier raschelte es beim Öffnen der im Sommer ungenutzten Gasheizung so stark, dass Hauskatze Mausi auf ihr Hausrecht bestand und noch vor em Schornsteinfeger einen Blick wagte.
Bild: Pitt-Thorsten Streit

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel

Wenn die Ölheizung nicht brennt

Immer wieder erstaunlich, wie ein Rauchrohr einer Ölheizung nach einer Heizperiode verschmutzt. Starke Ablagerungen, an der gelben Färbung ist der Schwefelgehalt deutlich zu erkennen, sorgen für eine Beeinträchtigung des ungehinderten Abzugs der Rauchgase und erhöhen die Brandgefahr.
Bild: Norbert Kutzschbach

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel

wird schon gut gehen

Immer wieder trifft der Bezirksschornsteinfegermeister bei seiner Tätigkeit auf solche Brandgefahren. Den Betreibern dieser Anlagen ist oftmals nicht bewusst, wie schnell durch solche Fahrlässigkeiten Brände entstehen können. 40 cm Abstand sind von Rauchrohren zu brennbaren Bauteilen einzuhalten. Das bei zu geringem Abstand die Brandgefahr erheblich steigt, zeigen die Verfärbungen und Verformungen auf den Fotos deutlich.
Bilder: Bernd Kindler

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel

glühende Ofenrohre

Das Rauchrohr eines Heizkessels für feste Brennstoffe ist nach nur 5 Wochen Betrieb fast komplett zugesetzt. Falsche Bedienung und fehlende Verbrennungsluftversorgung haben einen erhöhten Rußansatz in dieser kurzen Zeit begünstigt. Die äußeren Verfärbungen des Rauchrohres deuten auf eine Überlast der Feuerstätte hin.
Bilder: Torsten Gaede

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

alte Unterhosen

Hier wurden alte Stoffreste zum Abdichten von Schornsteinanschlüssen verwendet. Die Stoffreste ragten ca. 1 m im Schornsteinschacht und dichteten somit fast den gesamten Schornsteinquerschnitt im ersten Obergeschoss ab. Im Erdgeschoss ist ein Kaminofen zur Beheizung des Wohnzimmers angeschlossen. Der Betreiber wunderte sich, warum der Ofen so schlecht zog.
Bild: Dietmar Paul

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

Schornsteinbrand

Schornsteinbrände nehmen wieder zu. Bedingt durch den stärkeren Einsatz von Holz als Brennstoff, werden die Feuerwehren und Schornsteinfeger wieder häufiger zu Schornsteinbränden gerufen, wie auch hier im Januar 2009. Der Schornstein brannte im gesamten oberen Drittel. Angeschlossen sind 2 Raumheizer für feste Brennstoffe und ein Ölofen. Den Schornstein hat man in diesem Fall kontrolliert ausbrennen lassen. Das Zulaufen des Schornsteins wurde durch Einbringen einer Stahlkette verhindert. Nach Erlöschen des Feuers wurde der Schornstein ordnungsgemäß gereinigt. Folge des Schornsteinbrandes: Der Schornstein ist undicht und muss entsprechend saniert werden.
Bild: Jochen Lehmann

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

war da wohl drin war?

Medikamente sind teuer. Warum also nicht die Verpackungen zum Abdichten alter Schornsteinreinigungsverschlüsse verwenden. Der „Verschlussmechanismus“ soll dem Schornsteinfeger wahrscheinlich die Arbeit erleichtern.
Bild: Pitt-Thorsten Streit

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

Vorsicht Heimwerker

Heimwerker sind erfinderisch. Hier ist aber der Erfindungsreichtum übertrieben worden.
Bild: Pitt-Thorsten Streit

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

verdrehter Schornsteinanschluss

Der Betreiber eines Kamins konnte nicht richtig heizen. Da es immer wieder zu starken Rauchbelästigungen kam und das ganze Haus unter Qualm stand, rief er den Schornsteinfeger. In dem gemauerten Schornstein ist eine Querschnittsanpassung aus Edelstahl eingebracht worden. Der Schornsteins wurde überprüft. Es konnten keine Beeinträchtigungen des freien Querschnitts festgestellt werden. Durch das Verbindungsstück wurde dann festgestellt, dass der Anschluss an den Schornstein um 90° verdreht war. Nachdem das Rohr richtig angeschlossen wurde, war die Funktionstüchtigkeit der Feuerstätte hergestellt. Die Feuerstätte wurde bis zu diesem Zeitpunkt ohne Genehmigung und Abnahme des zuständigen BSM betrieben.
Bild: Frank Hampe

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

Vögel in Gasheizungen

Abgaswegeprüfung im Januar 2009. Es handelt sich um einen Warmwasserdurchlauferhitzer, der mittels ca. 2,5 m langem Verbindungsstück an einen Einfachverbundschacht angeschlossen ist. Die Elster ist durch den Haupt- und dann Nebenschacht in der zweiten Etage in die Feuerstätte gelangt. Die Mieterin hörte es auch im Abgasrohr „krabbeln“. Sie hat sich aber, nachdem es aufhörte, nicht mehr darum gekümmert. Die Feuerstätte lief so zum Glück nur vier Tage. Die vorhandene Abgasüberwachungseinrichtung reagierte nicht.
Bilder: Frank Hampe

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

atemberaubende Konstruktionen

Der Betreiber dieses Hauses hat ein Gasbrennwertgerät. Der vorhandene Schornstein ist durch Alterserscheinungen und Windeinflüssen zusammengebrochen. Da er im Wohnzimmer unbedingt einen Kamin betreiben und scheinbar keinen neuen Schornstein bauen wollte, kam es zu dieser Selbstkonstruktion. Zum Glück hat der Schornsteinfeger dieses brandgefährliche Konstrukt entdeckt, bevor es zu einem größeren Schaden gekommen ist.
Bild: Thomas Graf

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

Brennende Schornsteinkopfverkleidung

Hier wurde ein Kaminofen an einen Schornstein angeschlossen, dessen Schornsteinkopf in den 90er Jahren verkleidet wurde. Damals ging der Hauseigentümer davon aus, den Schornstein nicht mehr für feste Brennstoffe zu nutzen. Jetzt bei Wiederinbetriebnahme kam es zum Brand. Eine Wärmeübertragung vom Abdeckblech auf die brennbaren Unterkonstruktion führte zu einem Schwelbrand und kann einen Dachstuhlbrand auslösen. Hier bemerkte man die Rauchentwicklung noch rechtzeitig.
Bilder: Jens Müller

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

Obacht bei Fachwerk

Am Sonntag, den 11. 01. 2009 um 2.30 Uhr wurde die Feuerwehr Nauendorf, Georgenthal und Tambach-Dietharz zu einem Wohnungsbrand in Nauendorf alarmiert. Vor Ort stand die Fassade eines Wohnhauses lichterloh in Flammen.

Was war passiert? Der Eigentümer hat in seinen Anbau ein zweites Wohnzimmer inklusive Hobbyraum eingerichtet. Die starken Minusgrade machten bei seinem Gehirn nicht halt! Denn wer kommt sonst auf die Idee einen Automatikofen mit einem „Ofenrohrsystem“ zu installieren, welches keinerlei Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen hat. Das einwandige Ofenrohr wurde kurzerhand durch die Fachwerkwand und danach an der Fassade hochgezogen. Diese war aus Holz. Spätestens bei dieser Form der Errichtung hätte es klick machen müssen. Den wenn ich Holz als Brennmaterial nutze werden hohe Temperaturen vor meiner Verkleidung der Außenwand nicht haltmachen. Diese „Feuerungsanlage“ wurde natürlich ohne Benachrichtigung an den BSM errichtet und betrieben. Es hätte ja sein können der BSM könnte diese Anlage nicht genehmigen. Also kam das was kommen musste. Die Bilder zeigen das Ausmaß des Brandes. Glück hatte der Betreiber, dass er zum Brandzeitpunkt sich nicht im Objekt befunden hat. Wir alle wissen was geschehen wäre.
Bild: Jens Rödiger

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel

Heimwerker im Einsatz

Heimwerker errichteten diesen Schornstein aus Mauerziegel mit Innenrohr aus Keramik. Den Zwischenraum haben sie mit Beton verfüllt. Eine Ausdehnung des Keramikrohres ist damit unterbunden und führt bei Erwärmung zu Rissen. Der neue Schornstein wäre nach Inbetriebnahme bereits untauglich.
Bild: T.Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Mängel

Heimwerker im Einsatz

Abgasaustritt an der Strömungssicherung stellte der Schornsteinfeger fest. Ursache war ein selbstgebastelter Filter, der Vögeln den Zugang aus dem Schornstein zur Feuerstätte verhindern sollte. Derlei Heimwerkerei an Feuerungsanlagen kann böse enden.
Bild T.Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Mängel

Biotope auf dem Dach

Unbenutzte oder selten benutzte Schornsteine bilden, wie man sieht, einen guten Nährboden für Pflanzen, Moose und Gräser. Erst beginnt alles ziemlich harmlos mit Spinnennetzen, im Herbst sammelt sich darauf leichtes Laub, dieses zersetzt sich und bildet biologischen Nährboden für Moos, welches in den Fugen guten Halt findet. Irgendwann kam es hier zu Pollenpfug, welcher im Moos seinen Närboden fand. Begünstigt durch den an der Mündung erhöhten Kohlendioxidgehalt herrschten hier Treibhausbedingungen für diese junge Birke. Dieser Schornstein sollte wieder in Betrieb genommen werden. Der Schornsteinfeger beseitigte bei der Prüfung der Tauglichkeit der Abgasanlage die Verstopfung des Schornsteins. Ohne vorherige Kontrolle hätte es hier zu einen Rauchgasunfall kommen. Derartige Auswüchse aus unbenutzten Schornsteinen lassen sich auch oft feststellen, wenn Vögel ihre Nester in alten Schächten bauten. Gar manch frischer Reisigzweig treibt bei genügend Feuchtigkeit und CO2 wieder aus.
Bild: T.Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik

Alte Traditionen leben wieder auf

Seit vielen tausend Jahren ist Brot eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Menschen. Getreide wurde zwischen flachen Steinen zerrieben. Dieses grobe Mehl wurde mit Wasser vermischt. Der Teig kam auf einen heißen, flachen Stein, der im offenen Feuer lag. So wurde ein dünnes Fladenbrot gebacken. Es war steinhart und zäh. Vor ca. 2000 Jahren begannen die Ägypter Brot zu backen. Dann hat wohl irgend ein nachlässiger Ägypter ein Teigstück zu lange in der Sonne liegen gelassen. Als er den sauer gewordenen Teig trotzdem gebacken hatte, wurde das Brot luftig und locker. Er hatte den Sauerteig erfunden.
Heute holt jeder sein Brot beim Bäcker oder aus dem Supermarkt. Das ist einfach und bequem. Früher gab es in jedem Dorf mindestens ein Backhaus. Einmal in der Woche wurde Brot und Kuchen gebacken und mit der Restwärme des Backofens der Sonntagsbraten gegart. Einige dieser traditionellen Backöfen erleben eine Wiedergeburt. DER SCHORNSTEIN hat den Aufbau eines altmärkischen Backofens begleitet.

Ein solides Fundament, ein massiver Sockel und eine stabile Hülle bilden den Grundstock (Bild 1).

Auf den Sockel wird der Backmuffel, so nennt man den Backraum aus Schamottesteinen, aufgebaut. Als Dehnfuge zwischen Sockel und Bodenplatte wird eine ca. 10 cm starke Schicht Holzasche aufgebracht, die gleichzeitig auch als Speichermasse dient. Auf dieser Schicht wird die Bodenplatte ausgerichtet, auf der später erst das Holz verbrannt und dann das Backgut gebacken wird. Die Formteile der Seitenwände werden fixiert und der Zwischenraum zur Außenwand ebenfalls mit trockener Holzasche verfüllt (Bild 2).

Die einzelnen Formteile werden mit Lehm verbunden. Zur besseren Kontrolle der Backraumtemperatur wird ein Thermometer im Muffel eingesetzt und ebenfalls mit Lehm befestigt. Für den Rauchabzug wird ein Dom aus Ziegelmauerwerk im hinteren Bereich errichtet (Bild 3).

Nachdem die Decke des Backfachs aufgebracht wurde, wird auch hier eine Dehnfuge aus Holzasche aufgebracht und plan abgezogen. Den Abschluss bildet eine Schicht aus Mineralfaser, die gleichzeitig als Auflage für die abschließende Decke dient. Nach dem Anschluss an den Schornstein ist der Backofen einsatzbereit und wohlduftende Pizzen, Brote, Kuchen und Braten können zubereitet werden.

Wie wird nun im
Steinbackofen gebacken?
Zuerst wird im Ofen auf ganzer Breite im unteren Backraum ein Feuer entzündet. Zum Heizen eignen sich fast alle Holzarten. Traditionell wurden Backöfen mit dünnen Ästen befeuert, die zu sogenannten „Buschvasen“ gebunden wurden und eine schnelle hohe Temperatur erreichten. Wenn die Innenwände des Backofens hell geworden sind, der Ruß also verbrannt ist, können die Asche und die restliche Glut mit dem Schieber in den Aschefall gezogen werden. Danach wird eine Stange, an der ein nasser Feudel hängt, in den Ofen geführt. Der nasse Feudel wird gegen Wände und Boden geschlagen, um Aschereste zu entfernen. Der Ofen wird nun zum Schornstein mit dem im Rauchabzug befindlichen Schieber verschlossen. Die Wärme kann nun nicht mehr entweichen und verteilt sich gleichmäßig im Backraum. Anschließend beginnt der eigentliche Backvorgang. Mit dem Holzschieber wird der vorbereitete Teig in den Ofen geschoben. Die Strahlungswärme der Schamottesteine sorgt für ein gleichmäßiges Backergebnis und schon nach 5 Minuten kann der erste Butterkuchen aus dem Ofen geholt werden. Ganze Brote werden ca. 1 Stunde bei 280 °C gebacken (Bild 4).
Brotbacken war einst eine wichtige Arbeit im bäuerlichen Leben, denn Brot war auf dem Lande lange Zeit das Hauptnahrungsmittel. Heute wird das Brot aus dem Steinbackofen besonders wegen seinem besonderen Aroma geschätzt.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik

Europaweit einheitliche Holzpellets

Interpellets 2009 stellt neue EU-Norm vor
Pulsierende Zentren der Pelletsbranche: 9. Industrieforum Pellets und
Fachmesse Interpellets 2009 bieten Plattform für Trends, Visionen und Chancen
Pforzheim, 8. September 2009 – Ab 2010 stehen Verbrauchern europaweit einheitliche Holzpellets zur Verfügung. Innerhalb der EU-Norm lösen drei Qualitätsklassen die bisher verbreiteten länderspezifischen Regelungen ab. „Ein einheitlich genormter Brennstoff Holzpellets vereinfacht die Markt- und Handelsbeziehungen der Pelletsbranche zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und macht dem Verbraucher das Heizen mit Holzpellets noch bequemer als bisher“, sagt Hans-Martin Behr, Vorstandsmitglied des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e.V. (DEPV), der als Berater im Normungsausschuss der neuen EU-Norm sitzt. Auf dem 9. Industrieforum Pellets, das vom 6. bis 7. Oktober im Internationalen Congresscenter Stuttgart stattfindet, erfahren rund 500 Experten der europäischen Pelletsbranche weitere Details zur praktischen Umsetzung der EU-Norm für Holzpellets. Vom
7. bis 9. Oktober wird die Interpellets 2009, ebenfalls in der Neuen Messe Stuttgart, zum pulsierenden Zentrum der Pelletsbranche: Rund 150 Aussteller und 6.000 Besucher werden auf 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erwartet. Die Interpellets 2009 bietet Auskünfte zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, aktuellen Förderkonditionen und Holzpelletsanlagen als moderne Alternative zu fossilen Energien.

Als erster Biomassebrennstoff werden Holzpellets künftig nach EU-Norm hergestellt. Bislang existieren beispielsweise in Deutschland und Österreich jeweils eigene Normen, in Deutschland werden Holzpellets per DINplus zertifiziert, in Österreich ist die ÖNORM auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Aufstrebende Pelletsmärkte mit eigenen Produktionen orientierten sich an diesen bestehenden Normen, haben jedoch auch eigene Regelungen und Qualitätssicherungen geschaffen. In Zukunft lösen drei Qualitätsklassen der Europäischen Pelletsnorm alle bisherigen Normen ab: Die Klassen A1, A2 und B.
Für den Endverbraucher relevant ist die Holzpelletsklasse A1. Sie weist insgesamt die strengsten Werte auf und basiert weitestgehend auf der hohen DINplus-Qualität. A1-Holzpellets dürfen, den bisherigen Plänen zufolge, nur einen Aschegehalt unter 0,5 Prozent beim Einsatz von Nadelhölzern und unter 0,7 Prozent bei der Verwendung anderer Hölzer aufweisen. Statt der Rohdichte soll nun die Schüttdichte bestimmt werden: Je weniger Luftraum zwischen den Pellets ist, desto höher die Schüttdichte. Dies ist vor allem für Pelletsöfen wichtig, da die Schüttdichte die Menge der Pellets beeinflusst, die bei gleicher Drehzahl der automatischen Förderschnecke in die Brennkammer transportiert wird.

Mit der Klasse A2 wird dem breiteren Rohstoffspektrum mit einem Aschegehalt bis 1 Prozent Rechnung getragen. Damit integriert die Europäische Pelletsnorm die etwas weiter gefassten Ansprüche von Feuerungen, die besonders in den südeuropäischen Pelletsländern in Gebrauch sind. Endlich geregelt wurde die zuvor nicht definierte Bezeichnung der Industriepellets. Die neue Holzpellets-Klasse B zeichnet sich aus durch einen noch höheren Aschegehalt und ein erweitertes Rohstoffpotenzial, wie beispielsweise enthaltene Rindenanteile. Die neue EU-Norm plant, Pellets, die bislang den Grenzwerten der bestehenden Normen nicht entsprachen – und meist in Großanlagen oder Kraftwerken als sogenannte „Industriepellets“ verfeuert wurden – nun als Klasse-B-Pellets zu deklarieren.

Neue Vorschriften gelten ab 1. Oktober auch für Hausbesitzer und Bauherren: Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 verlangt, den Primärenergiebedarf um 30 Prozent zu senken. Der Transmissionswärmeverlust muss durch stärkere Dämmung der Gebäudehülle um 15 Prozent gemindert werden. Seit 1. Januar 2009 gilt zudem bundesweit das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG). Es verpflichtet Bauherren bei Neubauten, einen Teil des Wärmebedarfs von Neubauten mit Solarenergie, Biomasse, Umwelt- oder Erdwärme zu decken. Bei beiden Vorschriften gibt es erhebliche Überlappungen: Wenn nun erneuerbare Energien, wie beispielsweise ein Pelletskessel oder Primärofen mit Wassertasche eingesetzt werden, senkt dies einerseits den Primärenergiebedarf, bei gleichzeitiger Wärmedämmung wird dieser Bedarf sogar noch unterschritten.
Als einzige Fachmesse zeigt die Interpellets 2009 vom 7. bis 9. Oktober die gesamte Bandbreite der Holzpelletsbranche: Vom Rohstoff über die Verarbeitung zu Holzpellets, die Transportkette und verschiedenen Lagersystemen, Pelletsöfen und -kesseln in allen Leistungsklassen bis zum passenden Abgassystem. Die Besucher der Interpellets sind SHK-Fachhandwerker, Architekten, Planer, Gebäudeenergieberater und Schornsteinfeger sowie Großhändler, Hersteller und Zulieferer der Pelletsbranche. Sie erhalten einen kompakten Überblick über aktuelle Trends, Produktneuheiten und Servicedienstleistungen der europäischen Pelletsmärkte. Am Freitag, 9. Oktober, ist die Interpellets auch für Endverbraucher geöffnet. Zum 9. Industrieforum Pellets werden am 6. und 7. Oktober rund 500 Experten der Branche erwartet. Sie diskutieren aktuelle Trends wie Marktaufbau in aufstrebenden Pelletsmärkten, die Pelletsproduktion und -qualität sowie Neuigkeiten auf der Rohstoffbasis.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Schornsteine

Neue Schornstein-Ofen Kombination von Schiedel

Aus zwei mach’ eins: dieses Motto stand Pate bei der Entwicklung des neuen Modulschornsteins Schiedel Kingfire-Parat. Schornstein und Kamineinsatz in einem Komplett-Bauteil, technisch und optisch bestens aufeinander abgestimmt, unkompliziert einzubauen und funktionsfähig wie ein normaler Kamin- oder Kachelofen.

Mit dem neuen Schiedel Kingfire-Parat samt integriertem Kamineinsatz gibt es nun eine kostengünstige Alternative zum individuell erstellten Kachelofen oder Kamin. Der Schiedel Modulschornstein mit integriertem Kamineinsatz ist eine fix und fertig werksseitig vormontierte Wärmeeinheit und besteht aus einem Spezial-Betonschacht mit putzfertiger Oberfläche sowie einem modernen Kamineinsatz in der Frontfarbe schwarz. Die notwendigen Umluftgitter – ebenfalls in schwarz – sind bereits montiert und garantieren die wohlige Warmluftkonvektion des Ofens. Der Kamineinsatz hat eine Nennwärmeleistung von 7 KW, einen Wirkungsgrad ≥ 80 Prozent und entspricht bereits den zukünftigen Anforderungen der überarbeiteten Bundesimmissionsschutz-Verordnung. Er kann auch raumluftunabhängig betrieben werden, was bei Wohnhäusern mit Lüftungsanlagen von Vorteil ist. Die moderne Brenntechnik garantiert einwandfreien Abbrand und attraktives Flammenbild sowie die beste Ausnutzung des jeweiligen Brennstoffs. Die patentierte Heizeinsatz-Einschubtechnik macht den Kamineinsatz flexibel. So ist ein Wechsel des Brenners ohne großen Aufwand jederzeit möglich und ein Aufrüsten der Kaminanlage, z. B. mit Wärmetauscher, Pelletbefeuerung etc., kann individuell durchgeführt werden.

Der Kamineinsatz besitzt eine patentierte, selbstschließende Feuerraumtür für den raumluftunabhängigen Betrieb. Primär- und Sekundärluft sind getrennt regulierbar. Der Feuerraum besteht aus Schamotte, als Brennstoff können Holz oder Holzbriketts verwendet werden. Schiedel besitzt für das System eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für den gleichzeitigen Betrieb mit Lüftungsanlagen.

Bereits in der Rohbauphase wird das Komplett-System „am Stück“ versetzt. Der integrierte Kamineinsatz dient in der Aufstellebene bereits als Schornstein und spart somit schon bei der Installation Kosten. Das eigentliche Schiedel-Schornsteinsystem kommt ab dem oberen Ende des Elements zum Einsatz. Der Übergang ist ein Schiedel-eigenes Patent und gestattet einen sicheren und schnellen Baufortschritt und Abschluss der Schornsteinanlage.

Die platzsparenden Abmessungen erlauben dem Architekten und Bauherren absolute Freiheit in der Ofen- und Raumplanung. Auf Grund der kompakten Außenmaße (L x B x H: 550 x 550 x 2940 mm) lässt sich der Kingfire-Parat in vielen Raumsituationen als zentrales Designelement oder als funktionelles Wohnaccessoire integrieren. Ideen sind keine Grenzen gesetzt, so können problemlos Sitzbänke, Regale oder Holzlegen selbst oder vom Fachmann angebaut werden. Auch farblich gibt es keinerlei Einschränkungen: das Schiedel Komplett-System mit integriertem Kaminsatz macht jeden Farb- oder Verkleidungswechsel mit.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik

Schmid stellt neue Ofenregelung vor

Immer mehr Haushalte installieren Kamin- und Kachelöfen, die längst nicht mehr nur zu den Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr für angenehme Wärme sorgen. Um die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des nachwachsenden Brennstoffes auf sichere Weise nutzen zu können, entwickelte Schmid eine neuartige Ofenregelung mit der Typbezeichnung SMS. Die Bezeichnung steht als geschütztes Markenzeichen für Schmid-Multi-Steuerung. Sie sorgt für eine sichere Funktion der Feuerstätte während der gesamten Betriebsphase.

Kamin- und Kachelöfen werden im unmittelbaren Wohnumfeld installiert. Es ist daher sicherzustellen, dass die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase optimal abtransportiert werden und die Funktionssicherheit der Feuerstätte keinen negativen äußeren Einflüssen unterliegt. An dieser Stelle setzt die SMS Schmid-Multi-Steuerung an. Sie überwacht, ausgehend von der realen Betriebssituation, mittels Strömungs- und Temperatursensor den sicheren Transport der Abgase aus dem Ofen über den Schornstein. Im Falle einer Störung gibt der Sensor einen Impuls an die Ofenregelung, die dann die Störungsursache behebt. Sie regelt beispielsweise die Zufuhr der Verbrennungsluft durch Öffnen einer Verbrennungsluftklappe oder das Abschalten einer Dunstabzugshaube. Auf diese Weise wird die Entstehung des gefährlichen Unterdrucks verhindert, der u. U. das Einströmen der Abgase in den Aufstellraum ermöglicht.

Neben dem sicheren Betrieb der Feuerstätte steuert die SMS den optimalen Verbrennungsprozess und garantiert damit die größtmögliche Energieausbeute sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Nach dem Anzünden wird der Brennstoff geregelt abgebrannt, ohne dass der Feuerstättenbetreiber eingreifen muss. Dabei lässt sich die Verbrennung optimal auf den Typ der Feuerstätte abstimmen. Ein weiterer Vorteil: Die SMS Schmid-Multi-Steuerung ist feuerstättenunabhängig einsetzbar und benötigt keine Zusatzbauteile.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik

Der Trend geht zum Breitformat

Jetzt haben sie wieder Hochkonjunktur – Kamin- und Kachelöfen, die den frostigen Temperaturen zum Trotz angenehme Wärme und gemütliche Winteratmosphäre verbreiten. Erfahrungsgemäß entscheiden sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer gerade jetzt in der Kälteperiode für eine neue Festbrennstoff-Feuerstätte. Dabei ist die Auswahl an Modellen so groß wie nie zuvor.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seit einiger Zeit die neuen Breitformate, wie sie beispielsweise der Kamin- und Kachelofen-Spezialist Camina mit den Kaminmodellen der M-Serie präsentiert. Die gesamte Gestaltungslinie besticht durch Verkleidungen aus hochwertigem Naturstein und eine elegante Linienführung. Viel Platz für das Feuer bietet der Kamineinsatz der „Lina“-Serie. Er ist in verschiedenen Abmessungen von 45 bis 120 cm erhältlich und eignet sich speziell für Kamingestaltungen im modernen, puristischen Stil. Die Dimensionen der Brennkammer erlauben einen besonders breit angelegten Feueraufbau und ermöglichen so ein imposantes Flammenspiel. Auf diese Weise wird der Kamin zur Hauptattraktion des Raumes.

Neben der Optik und dem Wunsch nach Behaglichkeit tragen auch handfeste wirtschaftliche Gründe zur Entscheidung für eine Festbrennstoff-Feuerstätte bei. Die Preise für Holz haben sich – im Gegensatz zu denen für Öl und Gas – seit langem auf niedrigem Niveau stabilisiert und erlauben so ein Heizen ohne schlechtes Gewissen. Denn der nächste Winter kommt bestimmt.
Das Kaminmodell Modis aus der M-Serie von Camina besticht durch sein breites Format, das bei der abgebildeten Variante durch die zweifarbige Natursteinverkleidung noch unterstrichen wird.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik

Der Brötje EcoSolar BSK

Die August Brötje GmbH hat mit dem Gas-Brennwertkessel EcoSolar BSK ein neues Gerät konzipiert, das optimal auf das Zusammenspiel mit einer Solaranlage ausgelegt ist. Damit eignet sich der Wärmeerzeuger hervorragend für den Einsatz in Einfamilienhäusern, sowohl in Neubauten als auch für Modernisierungen.

Auf einer Stellfläche von nur 600 x 600 mm und einer Höhe von 1.789 mm enthält der EcoSolar BSK alle Komponenten moderner Heiztechnik. Dazu zählen die energiesparende Brennwerttechnik, das leistungsfähige Solarspeicher-Ladesystem, der Speicher mit 160 Litern Inhalt und die anschlussfertige Solarpumpengruppe. Mit einem Normnutzungsgrad von 109 Prozent und einem Modulationsbereich von 17 bis 100 Prozent arbeitet der Edelstahlbrenner extrem wirtschaftlich, und das bei niedrigen Emissionen. Durch die intelligente Verbrennungsregelung EVO wird ein gleich bleibend hoher Wirkungsgrad auch bei Schwankungen der Gaszusammensetzung erreicht.

Der EcoSolar BSK ist für die sofortige oder spätere Nutzung der Sonnenenergie anschlussfertig vorbereitet. Alle Bauteile sind aufeinander abgestimmt und werksseitig geprüft. Sobald das Trinkwasser von der Sonne erwärmt werden kann, wird eine Nachladung des emaillierten Speichers durch den Brenner unterdrückt. Auf diese Weise lassen sich eine hohe solare Deckungsrate sowie ein optimaler Warmwasserkomfort erzielen.

Eine schnelle Montage aufgrund des bewährten Brötje-Anschlusssystems sowie eine einfache, rasche Wartung gelten ebenfalls als Pluspunkte des Geräts. So sind alle Komponenten von vorn zugänglich, seitliche Serviceabstände entfallen. Der EcoSolar BSK wird in zwei Leistungsgrößen – mit 15 bzw. 20 kW – angeboten und ist ab sofort verfügbar.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Schornsteinfeger

Messe HAUS+TECHNIK setzt Impulse für effizienten Neu- und Umbau

Rund 5.000 Besucher nutzten die diesjährige Messe HAUS+TECHNIK, um sich über die vielfältigen Angebote des Neubaus oder der Sanierung des eigenen Hauses zu informieren. Über 170 Aussteller aller Hausbaugewerke und Anbieter aus dem Finanzierungsbereich zeigten im Messezentrum Erfurt drei Tage lang die Möglichkeiten auf, wie aus Energiefressern Vorzeigeeigenheime und Effizienzhäuser werden können. Das Schornsteinfegerhandwerk als neutraler Berater durfte natürlich auch dieses Jahr nicht fehlen.„Das Interesse an den Themen Klimaschutz und Energiesparen ist groß, allerdings müssen sich Bau oder Sanierung rechnen. Dementsprechend hoch ist die Beratungsnachfrage – auch nach Förderprogrammen vom Staat“, berichtet Johann Fuchsgruber, Geschäftsführer der Messe Erfurt.

Großer Besucherandrang herrschte am Stand des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Thüringer Schornsteinfeger Unterstützung von den hessischen Kollegen (Sienergium) bekamen. Hier drehte sich alles um Fragen des Neubaues und Sanierung sowie um innovative Heiztechniken. Noch sind viele Wohnhäuser Energieschleudern. Als Hauptursache gelten undichte Gebäudehüllen. Dabei lassen sich Schwachstellen der Wärmedämmung mittels Thermografieverfahren leicht aufspüren. Dieses Verfahren konnte sich der Besucher anhand der Technik des Standes veranschaulichen. Anschließend kann in die energieeffiziente Sanierung der Fassade, der Fenster und des Dachs investiert werden. Auch der Einbau bzw. die Erneuerung der Heizung will genau durchdacht sein, wobei sich ökologische Heizsysteme mit Pellets oder Holz immer auszahlen. Über reges Besucherinteresse freuten sich auch die Heimwerkerprofis, die zahlreiche Produktneuheiten präsentierten. Wer die Dachinnenisolierung selbst übernehmen will, bekam Tipps zum Einsatz von Dampfbremsfolie, Klebeband und Dichtkleber. Auch wird ein Rollputz für Feuchträume den herkömmlichen Fliesen bald Konkurrenz machen. Damit lassen sich in Küche und Bad individuelle Wandakzente in Farbe und Struktur setzen. Die nächste Messe HAUS+TECHNIK findet im Herbst 2010 statt.

Weitere Informationen: www.messe-hausundtechnik.de

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Ilm-Schau

Rund 1 200 Gäste zählte Carmen Stübe von der Projektleitung des Suhler Messeveranstalters ARCOS bei der ersten Ilm-Schau in der Eishalle. Obwohl man von den Besucherzahlen nicht allein den Erfolg abhängig machen wollte, blieb die Premiere der Ausstellung für den Veranstalter unter den Erwartungen. Ein Hauch von Messestadt sollte der Goethe- und Universitätsstadt gut zu Gesicht stehen, hofften sowohl Veranstalter, Landrat Benno Kaufhold sowie Ilmenaus und Arnstadts Bürgermeister. Keine Frage: Die Idee, mit einer Gewerbe- und Verbraucherschau eine Präsentationsplattform für Unternehmen, Handwerker und Dienstleister aus dem Ilmkreis zu geben, fand offene Ohren in den Rathäusern. Der Ilmkreis braucht sich mit seiner Wirtschaftskraft nicht verstecken. Allerdings, so räumte Andre König, Geschäftsführer von ARCOS, zur Eröffnung am Freitag ein, war es bei der aktuellen Wirtschaftslage nicht einfach, Aussteller für die Schau zu begeistern.

So fanden die Messe-Besucher schließlich in und um die Eishalle einen Mix an Informations- und Verkaufsständen aus den Bereichen Sanitär- und Heizungstechnik, einschließlich Nutzung regenerativer und umweltfreundlicher Energien, Gesundheit, Handwerk, Bau sowie Bildung und Arbeit. Mit Feinkost, Honig oder Wein oder Deftigem vom Rost war auch an den Gaumen, mit einer Modenschau ans Auge und Aktivitäten für den Nachwuchs gedacht. In Kombination mit dem Töpfermarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag sollte es einen dritten Anlaufpunkt in Ilmenau zum Schauen, Informieren und Kaufen geben. Das Resümee der Aussteller aus dem Landkreis fiel sehr unterschiedlich aus.

Recht zufrieden mit den Gesprächen zeigten sich auch die Bezirksschornsteinfeger, die bislang eher nur als Glücksbringer verstanden wurden. Diesmal warben die Betriebsinhaber direkt auf einer solchen Messe. Zunehmendes Interesse konstatierten die BSM vor allem bei der Nutzung von Methoden zur Energieeinsparung. Auch die Kontakte der Aussteller untereinander führen die Ilmenauer als Plus an und könnten sich vorstellen, auch beim nächsten Mal dabei zu sein.

Und diese steht laut Carmen Stübe außer Frage – selbst wenn die Premiere kein Geschäft war für den Suhler Veranstalter. In welcher Form, welchem Rhythmus und Ort die zweite Auflage stattfindet, wird sich zeigen.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises 2009

Wie in jedem Jahr fand die Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises mit Lehrstellenbörse und Informationstag für Verkehr und Logistik in der 3-Felder-Sporthalle in Mühlhausen statt. Schüler der Abgangs- und Vorabgangsklassen der Förder-, Haupt- und Regelschulen sowie der Gymnasien fanden sich ein, um sich in der Berufswelt zu orientieren und einen Überblick zu verschaffen. Viele Unternehmen aus Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, freier Berufe und öffentlicher Verwaltungen präsentierten sich. Natürlich wollten wir als Schornsteinfeger nicht fehlen. Mehr als 1 000 junge Menschen zog es in die Beruflichen Schulen. Einige wussten ziemlich genau was sie wollten. Franziska aus Bothenheilingen erkundigte sich nach den Voraussetzungen einer Schornsteinfegerausbildung, Christoph aus Mühlhausen sieht seine berufliche Perspektive im Bereich Umweltschutz und befindet: „Alle Fragen, die ich hatte, konnten geklärt werden.“ Er war echt erstaunt, welches Wissen ein Schornsteinfeger hat. Was besonders gut angekommen ist, war die Simulation eines Einstellungstestes. Durch solche Übungen kann man jungen Menschen die Angst vor solchen Aufgaben nehmen. Große Augen bekamen die Besucher nachdem im Internet der theoretische Unterricht und die Unterbringung der angehenden Schornsteinfeger vorgestellt wurden. Eltern machten uns erneut darauf aufmerksam, dass diese Darstellung einer Berufsschule beispielhaft ist. Andere Berufsgruppen sind da wohl noch nicht so weit. Wir können davon ausgehen, dass unsere Berufsdarstellung ein voller Erfolg war.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thüringer Landesregierung und Wirtschaft setzen Nachhaltigkeitsabkommen fort

Feierliche Unterzeichnung im Thüringer Landtag

Die Thüringer Landesregierung und die Spitzenorganisationen der Thüringer Wirtschaft unterzeichneten im Thüringer Landtag die Fortführung des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen. Über eine Willensbekundung hinaus hat sich diese freiwillige Vereinbarung zu einem geeigneten Instrument entwickelt, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu den Themen nachhaltiges Wirtschaften, Klima- und Umweltschutz zusammenzubringen.

„Die Nachhaltigkeitspolitik in Thüringen verankert das Bewusstsein für Natur und Umwelt fest in der Gesellschaft. Die Beteiligten am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen tragen entscheidend dazu bei. Ich danke allen, die sich bislang an den Projekten beteiligt haben: Unternehmen, Verbände, Organisationen, öffentliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen mit Standort in Thüringen. Ich bin insbesondere dankbar für den sehr intensiven und fruchtbaren Dialog zwischen Landesregierung, Verwaltung und Wirtschaft. Gemeinsam haben wir unsere Arbeit zum Erfolg geführt.“ sagte Herr Dr. Zeh, Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in seiner Festrede.

Nach der Unterzeichnung durch die Vertreter der Thüringer Wirtschaft und der Thüringer Landesregierung wurden weitere elf Thüringer Unternehmen in das Nachhaltigkeitsabkommen aufgenommen. Damit nehmen nunmehr 281 Thüringer Betriebe, Organisationen und Einzelunternehmer am Nachhaltigkeitsabkommen teil. Von diesen Betrieben stellt allein unser Handwerk über 50%.Thüringen belegt damit im Vergleich zu ähnlichen freiwilligen Partnerschaften auf Bundesländerbene weiterhin einen Platz im oberen Mittelfeld.

Über die Chancen für Thüringer Unternehmen durch nachhaltiges Wirtschaften diskutierten im Anschluss Herr Baldus (Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt), Herr Dr. Breitschwerdt (Geschäftsführer MDC Power GmbH, Kölleda), Herr Fellmann (Geschäftsführer Autogastechnik Triptis GmbH), Herr Prof. Dr. Juckenack (Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit), Herr Prof. Dr. Schulze (Direktor des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie, Jena) sowie die ehemalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Frau Völker (Seniorberaterin Kienbaum Berlin GmbH NL Erfurt).

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thüringer Arbeitsschutzpreise wurden verliehen

Sozialministerin Christine Lieberknecht eröffnete den 17. Thüringer Arbeitsschutztag

Auf dem 17. Thüringer Arbeitsschutztag in Weimar hat Sozialministerin Christine Lieberknecht die Arbeitsschutzpreise des Freistaates 2009 verliehen. Mit diesem Arbeitsschutzpreis, der den Namen des Thüringer Pioniers der Arbeitsmedizin „Johannes Bube“ trägt, werden alljährlich Unternehmen ausgezeichnet, für die Arbeits- und Gesundheitsschutz mehr ist als nur die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften.

Die diesjährigen Preisträger sind das Umweltzentrum des Handwerks Thüringen (UZH) in Rudolstadt und die Firma GMG Georgenthaler Metall GmbH. Das Umweltzentrum des Handwerks Thüringen wurde gemeinsam mit den drei Handwerksbetrieben Bezirksschornsteinfegermeister Marco Beierlein aus Neustadt/Orla, Schier Optik GmbH aus Saalfeld und GAT Greizer Automatisierungstechnik GmbH für die Einführung und Umsetzung eines wirksamen Arbeits- und Gesundheitsmanagements in Thüringer Handwerksbetrieben ausgezeichnet.

In ihrer Rede auf der Veranstaltung erklärte Sozialministerin Lieberknecht: „Arbeitsschutz geht viele an, nicht nur die zuständigen Behörden, die Unfallversicherungsträger oder die Unternehmer, sondern auch Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärzte, die Krankenversicherer und nicht zuletzt die Beschäftigten selbst. Etwa alle 30 Sekunden ereignet sich in Deutschland ein meldepflichtiger Arbeitsunfall. Stress bedingt inzwischen rund 10 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage.

Im Rahmen des 17. Thüringer Arbeitsschutztages der Landesregierung klären Experten auf, wie sich durch Strategien, Konzepte und Managementsysteme präventiv Gefahren am Arbeitsplatz begrenzen und ausschließen lassen. Dargestellt werden außerdem die neuesten Änderungen im Arbeitsschutzrecht und aktuelle Erkenntnisse rund um den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.“

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfegerinnung Altmark und Lausitzer Schwarze Pumpe starten gemeinsame Aktion

Eine Delegation der Schornsteinfegerinnung Altmark hat sich auf der ISH in Frankfurt über die neuesten Innovationen der Heizungs- und Abgastechnik informiert. Bei dem Rundgang über die Leitmesse der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche haben die schwarzen Männer aus der Altmark auch den Stand von Vattenfall / Schwarze Pumpe besucht. Im Gespräch mit den Vertretern der traditionsreichen Brikettfabrik, die übrigens die Einzige im Osten Deutschlands ist, wurde deutlich, dass viele Betreiber von Festbrennstofffeuerstätten keine ausreichende Kenntnis über die Möglichkeiten des Brennstoffbezugs besitzen.

Gemeinsam kam die Idee auf, mit Starterpaketen den Feuerstättenbetreibern einen Überblick über ein Festbrennstoffsortiment zu geben. In den Paketen sind neben Lausitzer REKORD-Briketts auch Kaminholz, Anfeuerholz, Kaminstreichhölzer, Kohlenanzünder und ein Infoheft „Richtiges Heizen“. Die Mitglieder der nördlichsten Schornsteinfegerinnung aus Sachsen-Anhalt überreichen jetzt bei den Bauabnahmen an den entsprechenden Feuerungsanlagen den Betreibern ein Starterset. Damit ist der Kunde in der Lage, seine neue Feuerstätte mit qualitativ hochwertigen Brennstoffen zu testen und hat gleichzeitig einen Überblick über das Brennstoffsortiment.

Übrigens, der gesamte Veredlungskomplex der Rohbraunkohle in der Brikettfabrik Schwarze Pumpe ist der Modernste seiner Art in Europa – mit höchsten Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz sowie die Qualität der Brennstoffe. Durch Aufbereitung, Trocknung und Formung der Braunkohle wird im Veredlungsprozess eine Erhöhung des Heizwertes und eine Verbesserung der Gebrauchseigenschaften erzielt. Lausitzer REKORD-Briketts werden ohne Zusatz von Bindemitteln hergestellt. Sie besitzen einen natürlich niedrigen Schwefel- und Ascheanteil und zeichnen sich durch ihr hervorragendes Heizverhalten aus. Sie sind leicht anzuzünden, brennen optimal und halten lange Glut. Ihre hohe Formfestigkeit und der geringe Abrieb erlauben ein unkompliziertes Handling. Neben Briketts werden auch Anfeuerholz (reines Nadelholz ohne Bindemittel, fein gespalten, sauber und pilzfrei), Kaminholz (auch gesackt – Hartholz sortiert Buche, Eiche, Esche) Hartholzbriketts (reines Hartholz ohne Bindemittel) und Holzbriketts (reines Nadelholz ohne Bindemittel) angeboten.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

4. Schul-Energie-Tag im Ilm-Kreis

Unter dem Motto „Die Sonne ist für alle da – Wissen – Bauen – Nutzen“ fand im Rahmen der Woche der Erneuerbaren Energien am 22. April 2009 der 4. Schul-Energie-Tag im Ilm-Kreis in der staatl. Regelschule Gräfinau-Angstedt statt.
Wie in den vergangen Jahren war es dem Schornsteinfegerhandwerk ein Bedürfnis seinen Teil dazu beizutragen. Wir informierten interessierte Jugendliche über die Problematik des CO2-Ausstoßes und den damit verbundenen Klimawandel. In einer Praxisbörse konnten wir Messtechnik und Messverfahren genau darstellen.

Eine mitgebrachte Wärmebildkamera und das Feststoffmessgerät weckte reges Interesse bei den Schülern und Besuchern. Die Ausstellung eines Energiepasses wurde ebenfalls simuliert. Mit entsprechenden Modernisierungsmaßnahmen konnten wir verdeutlichen, was für ein Einsparungspotenzial an Energie möglich ist.
Die Vielfältigkeit in unserem Handwerk erstaunte auch den stellvertretenden Landrat, Herrn Zobel. Ich bin mir sicher, dass das Schornsteinfegerhandwerk an diesem Tag bestens vertreten und dargestellt wurde.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Florianfest in Magdeburg

Anlässlich des Florianfestes 2009 und dem 125-jährigen Bestehen der freiwilligen Feuerwehr Magdeburg/Olvenstedt wurden alle Gewerke, die den Florian als Schutzpatron in ihrem Wappen tragen, geladen. Dazu gehören die Bäcker, Schmiede, Töpfer, Feuerwehren und auch die Schornsteinfeger.
Der Festakt fand in der St. Laurentius Kirche in Altolvenstedt statt. An ihr nahmen neben Vertretern der Gewerke und zahlreichen Besuchern auch die Landtagsabgeordneten Katrin Budde und Wigbert Schwencke und Bundestagsabgeordneter Bernd Heinemann statt.

Im naheliegenden Kirchenpark hatten alle Gewerke ihre Stände aufgestellt, um den Besuchern Einblicke in das jeweilige Handwerk zu gewähren. Auch die Schornsteinfeger der Kreisgruppe Magdeburg informierten an ihrem Stand über traditionelle Tätigkeiten des Schornsteinfegerhandwerks aber auch über aktuelle Energiesparmöglichkeiten. So informierten sie unter anderem über Energiepass, Heizungscheck sowie dem effektiven Einsatz von nachwachsenden Brennstoffen wie Holz und Pellets.

Der offizielle Tag des Florians ist der 4. Mai eines jeden Jahres.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Erik Zabel radelt für guten Zweck

Erik Zabel und MRU unterstützen Schornsteinfeger-Aktion zu Gunsten krebskranker Kinder

Seit 4 Jahren radeln Schornsteinfeger aus ganz Deutschland die so genannte Glückstour und sammeln dabei Spenden für krebskranke Kinder. Ebensolange gibt es den Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Überall in Deutschland werden von den Schornsteinfegern Aktionen und Sammlungen durchgeführt, um mit den Spenden krebskranken Kindern und deren Familien zu helfen. Bereits in den ersten 3 Jahren konnten rund 200 000 E gesammelt werden.

Die Glückstour 2009 ging über 7 Etappen von Berlin nach Bonn über ca. 900 km und machte am vorletzten Tag Station in der MRU-Niederlassung Unna. Mehr als 40 Tourteilnehmer wurden dort von Niederlassungsleiter Martin Bettermann, Vertriebsleiter Martin Seegräber sowie dem Gebietsverantwortlichen Thorsten Hammer herzlich empfangen.

Ganz besonders freuten sich Tourteilnehmer und Gastgeber, Erik Zabel, einer von Deutschlands prominentesten Radsportlern, begrüßen zu dürfen. Erik Zabel unterstrich durch seine Etappenteilnahme seine volle Solidarität mit dieser äußerst erfolgreichen Glückstour der Schornsteinfeger. Nach einer kleinen Stärkung überreichte das MRU–Team einen Scheck in Höhe 1 000 E an die verantwortlichen Tourorganisatoren sowie dem Vereinsgründer Jürgen Stricker. Martin Seegräber machte in einer kurzen Ansprache deutlich, wie wichtig es MRU ist, die fast 25-jährige Partnerschaft und Solidarität mit dem Schornsteinfegerhandwerk auch in dieser Form zu unterstützen.

Mit den besten Wünschen für eine weiterhin erfolgreiche Tour und eine unfallfreie Ankunft beim Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks in Bonn wurden die Glücksradler für das letzte Teilstück der Etappe verabschiedet.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Umweltallianz Sachsen-Anhalt feiert zehnjähriges Bestehen

Ministerpräsident Böhmer: Umweltschutz und Wirtschaft profitieren voneinander
Acht Schornsteinfeger aus den drei Innungen des Landes der Frühaufsteher haben im Rahmen der Feierstunde die Aufnahmeurkunden zur Umweltallianz aus den Händen der Umweltministerin Petra Wernicke erhalten.

„Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist als herausragendes Beispiel der Zusammenarbeit von Landesregierung und heimischer Wirtschaft ein Erfolgsprojekt.“ Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer in Magdeburg bei der Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Umweltallianz Sachsen-Anhalt am 16. Juni.

„Unsere Umweltallianz führt eindrucksvoll die lange Zeit populäre Behauptung ad absurdum, Umweltschutz und Arbeitsplätze seien von Natur aus Gegensätze. Diese Behauptung ist aus der öffentlichen Debatte inzwischen auch völlig verschwunden. Nicht nur die Umweltallianz, sondern auch der dynamische Beschäftigungszuwachs im Bereich der regenerativen Energien bei uns im Land zeigen, dass das Gegenteil richtig ist: Umweltschutz und Wirtschaft gehören zusammen, ja sie profitieren voneinander“, so Böhmer weiter.

Als hervorragenden Anreiz für Investitionen bezeichnete Böhmer den Umweltbonus im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. „Damit können Umweltallianzmitglieder eine Zusatzförderung für besonders umweltfreundliche Investitionen erhalten. Mit dem Umweltbonus wollen wir noch mehr Unternehmen für eine umweltbewusste Betriebsführung gewinnen. Mit der Anhebung von 5 auf 10 Prozent der Investitionssumme sind die Konditionen dafür noch einmal deutlich verbessert worden.“

Auch Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke zog angesichts des Jubiläums ein positives Fazit: „Die Umweltallianz ist seit zehn Jahren ein verlässlicher Partner der Unternehmen, die freiwillig auf betrieblichen Umweltschutz setzen. 214 Partner belegen, dass für immer mehr Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Handel der betriebliche Umweltschutz ein untrennbarer Teil der Unternehmensstrategie geworden ist.“

Hintergrund
Die Umweltallianz wurde 1999 als freiwillige Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der Wirtschaft geschlossen. Ziel ist es, den betrieblichen Umweltschutz zu verbessern, umweltpolitische Entscheidungen zu begleiten und sich für ein wettbewerbsfähiges und umweltgerechtes Wirtschaften einzusetzen.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neues Ehrenmitglied im Schulverein

Auf der Mitgliederversammlung der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V. am 20. April 2009 in Doberschütz wurde Ulrich Eller einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt.

Die Mitgliederversammlung des Schulvereins, als oberstes Beschlussgremium, folgt damit einer guten Tradition. Nach Wolfgang Buschan, der als erster Vorsitzender des Schulvereins bereits seit 2003 die Ehrenmitgliedschaft verliehen bekam, ist Ulrich Eller jetzt der Zweite, der diesen Ehrentitel trägt. Thomas Keindorf, Schulvereinsvorsitzender, würdigte in seiner Laudatio das Wirken des Ehrenmitgliedes. Ulrich Eller war von 2003 bis 2007 Vorsitzender des Schulvereins. Eller, der aus einer Schornsteinfegerfamilie stammt, war aber auch schon vor 2003 als Obermeister der Schornsteinfegerinnung Ostthüringen aktiv am Aufbau der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks beteiligt.

Nach der Ehrung stand eine wichtige Personalentscheidung an. Die Wahlperiode des Schulleiters war abgelaufen. Alle Mitglieder im Schulverein sprachen sich einheitlich für eine Wiederwahl von Dipl.-Päd. Hans Poltersdorf aus. Als Gründungsmitglied des Schulvereins steht er seit Beginn an vorderster Front in der Bildungsstätte und hat erheblichen Anteil an dessen Erfolg.

Als weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt stand die Wahl des Beauftragten für das Qualitäts- und Umweltmanagement nach ISO 14001 und 9001 (QUB) auf dem Programm. Die Neuwahl wurde erforderlich, da der ehemalige Qualitäts- und Umweltbeauftragte Michael Kempe, nicht mehr zur Verfügung stand. Im Herbst dieses Jahres wird die erste große Bewährungsprobe auf den neuen QUB zukommen. Der Zentralinnungsverband (ZIV) wird ein Audit in Doberschütz durchführen.

Neben den Personalentscheidungen standen aber unter anderem auch richtungsweisende Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Diese wurden erforderlich, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Heiztechnik

Olsberg Kaminöfen nun auch mit integrierter Nebenluftvorrichtung

Die Zeit, als Kaminöfen als reiner Luxus galten und in erster Linie zu dekorativen Zwecken installiert wurden, gehört längst der Vergangenheit an. Die technische Entwicklung hat gerade im Bereich der Einzelraum-Feuerstätten erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Von der Integration eines Wärmetauschers bis hin zum Anschluss an einen wassergeführten Heizkreislauf bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Auch die Diskussion um die Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit von Festbrennstofföfen trug zu einer Vielzahl von Neuerungen bei.

Ein gleichmäßig geregelter Abbrand des Brennstoffes trägt nicht nur zu niedrigeren Emissionen, sondern auch zu einem geringeren Brennstoffverbrauch bei. Konstante Bedingungen in der Feuerstätte und der Abgasstrecke ergeben sich jedoch nur bei einem gleichmäßigen Schornsteinauftrieb. Ist der Förderdruck im Abgasschacht zu hoch, entsteht ein zu schneller Abbrand und der Brennstoff wird nicht optimal ausgenutzt. Der Wirkungsgrad sinkt. Mit steigender Abgastemperatur erhöht sich zudem die Brandgefahr, Teile der Feuerstätte oder die Verbindungsleitung überhitzen und nehmen u. U. Schaden. Ist im Gegenteil der Förderdruck zu gering, kann es zu einem Abgasstau im Wärmeerzeuger und damit zu Verbrennungsstörungen bzw. gefährlichem Abgasaustritt in den Aufstellraum kommen.

Der Auftrieb in der Abgasanlage wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Ursache für Störungen kann in klimatischen Veränderungen der Gebäudeumgebung liegen. Windanströmungen unterschiedlicher Stärke und Richtung, aber auch Hindernisse wie z. B. nachbarschaftliche Bebauung oder hohe Bäume können negativen Einfluss nehmen. Faktoren sind außerdem wechselnde Außentemperaturen und der ständig schwankende thermische Auftrieb beim Betrieb einer weiteren Feuerstätte (Mehrfachbelegung). Abhilfe schafft in den genannten Fällen der Einbau eines Zugbegrenzers.

Bislang wurden Zugbegrenzer nachträglich in den Schornstein oder das Rauchrohr integriert, jedoch sind diese Lösungsansätze in Bezug auf den staubdichten Anschluss von Feuerstätten vom Fachhandwerk skeptisch betrachtet. Zu Recht, denn ein undichter Zugbegrenzer kann zu Rußaustritt bei der Schornsteinkehrung führen.

Die Firma Olsberg Hermann Everken GmbH wartet nun mit einer Innovation auf: Der Kaminofen Santorini Compact verfügt als erster Wärmeerzeuger seiner Art über eine Nebenluftvorrichtung, bzw. einen Zugbegrenzer, der direkt in das Gerät integriert wurde und einen sicheren, emissionsarmen Betrieb ermöglicht. Das Modell wird bereits ab Werk mit einer derartigen Nebenluftvorrichtung ausgestattet. Ab 20 Pa öffnet sich eine Pendelklappe, so dass ein konstanter Förderdruck im Abgasschacht erreicht wird und optimale Bedingungen in der Feuerstätte herrschen. Die Nebenluftvorrichtung arbeitet analog des eingestellten Wertes für den gewünschten Zug ohne Hilfsenergie und frei druckabhängig. Sie sorgt während der gesamten Abbrandphase dafür, dass der eingestellte optimale Förderdruck gesichert ist. Ist der Zug innerhalb des Abgassystems zu gering, schließt die integrierte Pendelklappe automatisch, so dass die Funktion der Feuerstätte nicht negativ beeinflusst wird.

In Kaminöfen integrierte Zugbegrenzer haben natürlich weitere Vorteile: So verfügt die Feuerstätte über eine bauaufsichtliche Zulassung für den raumluftunabhängigen Betrieb und kann daher zeitgleich mit einer zugelassenen Lüftungsanlage ohne weitere Sicherheitseinrichtungen betrieben werden. Die geregelte Verbrennungsluftzufuhr erlaubt, zusammen mit dem Zugbegrenzer, eine größtmögliche Scheibensauberkeit und damit stets einen ungetrübten Blick auf das Flammenspiel. Ein betreiberfreundlicher Clou ist der belüftete Türgriff von Olsberg. So lässt sich die Tür zum Nachlegen von Brennstoff auch ohne Feuerschutzhandschuh öffnen.

Den Santorini Compact gibt es mit einer Nennwärmeleistung ab 5 kW in verschiedenen Designs.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Heiztechnik

Langzeit-Test mit schwefelarmem Heizöl

Schwefelarmes Heizöl schont Umwelt und Heiztechnik. Im Fortbildungszentrum für Schornsteinfeger in Doberschütz überzeugten sich Heizungsfachleute und Schornsteinfeger am Donnerstag, 7. Mai 2009 von den Vorteilen der schwefelarmen Heizölsorte.

Fazit: Nahezu rückstandsfreie Verbrennung und geringerer Wartungsaufwand.
„Heizöl EL schwefelarm“, so die offizielle Norm-Bezeichnung, soll zum Standardbrennstoff in Ölheizungen werden. Die Bundesregierung unterstützt dieses Vorhaben seit 1. Januar 2009 mit einem niedrigeren Mineralölsteuersatz für die schwefelarme Heizölsorte. Der Brennstoff eignet sich uneingeschränkt für alle in Deutschland installierten Ölheizgeräte. „Mit maximal 50 Milligramm Schwefelanteil pro Kilogramm ist das neue Heizöl in jedem Fall ein Gewinn für die Umwelt. Regelmäßig gewartet, weisen moderne Ölbrenner sehr niedrige Emissionen, etwa bei Ruß oder Stickoxiden auf. Zusätzlich wird bei der neuen schwefelarmen Heizölsorte im Raffinerieprozess der Schwefelanteil drastisch gesenkt. So verbessert sich die Umweltbilanz der Ölheizung erheblich“, sagt Hans Poltersdorf, Leiter der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz.

Mit zunehmender Verbreitung von schwefelarmem Heizöl und Öl-Brennwerttechnik steigt auch der Informationsbedarf auf Verbraucherseite. Viele Ölheizungsbesitzer fragen beispielsweise ihren Schornsteinfeger als Fachmann fürs Heizen und Energiesparen um Rat. Umso wichtiger, dass dieser auf praktische Erfahrung mit dem Brennstoff zurückgreifen kann. Für die Schulung und Weiterbildung der Schornsteinfeger aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betreibt die Bildungsstätte in Doberschütz ein Öl-Brennwertheizgerät, in dem ausschließlich Heizöl EL schwefelarm verwendet wird. Nach rund 600 Betriebsstunden und einem Durchsatz von 1 400 Litern schwefelarmem Heizöl haben sich im Brennraum des Heizkesssels praktisch keine Ablagerungen gebildet. Die nahezu rückstandsfreie Verbrennung ist ein Hauptmerkmal der neuen Heizölqualität. So ist eine gleichbleibend optimale Energieausnutzung gewährleistet, wodurch auch der Heizölverbrauch sinkt. Zugleich wird der Wartungsaufwand für Brenner und Kessel reduziert. Das für die Kundenaufklärung nötige Fachwissen über den flüssigen Brennstoff erarbeiten sich die Schornsteinfeger mit Unterstützung des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO). Das Hamburger Institut hat allein im vergangenen Jahr insgesamt 1 600 Schornsteinfeger zum Produkt und den Anwendungseigenschaften von schwefelarmem Heizöl in Doberschütz geschult.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

Woodox Holzpellets

Leipzig im März 2009: In Sachsen und Sachsen-Anhalt beginnt die Produktion umweltfreundlicher Woodox Holzpellets. Die Werke in Löbau, Heidegrund und Oranienbaum starten nun offiziell mit der Produktion. 60.000 Tonnen werden pro Jahr jedes der Pelletswerke verlassen – selbstverständlich in DINplus-Qualität und nun erstmals als einzige Pellets auf dem europäischen Markt auch mit DEKRA-Zertifikat.
Die Leipziger Woodox Management GmbH bündelt den Vertrieb der Holzpresslinge aus den drei Werken. So werden nicht nur Synergien genutzt, sondern vor allem eine hohe Lieferstabilität und dreifache Versorgungssicherheit gewährleistet. Keine andere Marke auf dem deutschen Pelletsmarkt bietet diese Sicherheit. Ebenfalls einzigartig ist das DEKRA-Siegel, das das Ascheschmelzverhalten beim Verbrennen der Pellets prüft. Ein zu hoher Wert führt zu unsauberer Verbrennung und kann die Heizungen verschmutzen. „Woodox Pellets sind die einzigen mit DEKRA-Siegel. Der Kunde erhält so ein mehrfach geprüftes, hochqualitatives Produkt“, freut sich Christian Schimik, Geschäftsführender Gesellschafter der Woodox Management GmbH. „Dies ist uns besonders im Hinblick auf unsere Geschäftspartner, den Brennstoffhändlern in ganz Deutschland, wichtig. Deren Kunden erhalten so eine besonders hohe Produktqualität und Sicherheit.“ 
Die für Woodox typische, hohe Versorgungssicherheit wird zudem durch die Weiterverarbeitung von regionalem Holz unterschiedlichen Ursprungs gesichert. Hackschnitzel, Holz aus der Durchforstung und Sägespäne sind drei Rohstoffquellen, die für Händler und Verbraucher eine absolute Verbesserung der Versorgungssicherheit bedeuten. Insgesamt 500 Tonnen Holz werden so in jedem Werk pro Tag verarbeitet. „Bliebe der Verbrauch wie in 2008 konstant, könnten wir mit allen drei Werken rund ein Fünftel der Inlandsnachfrage abdecken. Aber wir sind sicher, dass die Inlandsnachfrage weiter steigen wird“, beschreibt Woodox Manager Gerhard Kroker den angestrebten Marktanteil von Woodox Pellets.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

Ölbetriebene Wärmepumpe und Mikro-KWK

Zukunftsgerichtete Technologien für flüssige Brennstoffe
Brenngas aus Heizöl ist das Ergebnis, wenn mittels der „Kalte-Flammen-Technologie“ flüssige Brennstoffe verdampft werden. Dieses Prinzip macht das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO) an seinem Messestand auf der diesjährigen ISH mit einem gläsernen Verdampfer für Heizöl EL sichtbar. Das Prinzip der „Kalten Flamme“ wird beispielsweise genutzt, um Brenner kleiner Leistung für flüssige Brennstoffe zu realisieren. Denn äußerst emissionsarme, modulierbare Brenner im Leistungsbereich zwischen zwei und zwanzig Kilowatt sind eine wesentliche Voraussetzung für zukunftsgerichtete Heiztechnologien wie die ölbetriebene Wärmepumpe und Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Mikro-KWK).

IWO unterstützt die Entwicklung solcher Technologien. Mit dem Einsatz von flüssigen Brennstoffen zum Betrieb von Wärmepumpen und Mikro-KWK ließe sich laut IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen ein großes Potenzial an Effizienzsteigerung, Primärenergieeinsparung und CO2-Vermeidung erschließen. „Gerade für die Ziele Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit kommt der weiteren Steigerung der Energieeffizienz durch neue Technologien aus unserer Sicht eine überragende Rolle zu. Deshalb werden wir in Kooperation mit der Mineralölwirtschaft und der Geräteindustrie Entwicklungsprojekte für heizölbetriebene Wärmepumpen und Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung fördern“, erläutert Küchen.

Sinkender Wärmebedarf verändert Anforderungen
Der sinkende Wärmebedarf von Gebäuden aufgrund besserer Wärmeschutzstandards steigert die Nachfrage nach Heizsystemen mit kleiner Leistung. Eine Folge: Der Brennstoffverbrauch sinkt. Realistischerweise wird aber auch zukünftig zusätzlich Energie in wenigen kalten Wintermonaten benötigt, das heißt, es ergeben sich typische Spitzenlastprofile über relativ kurze Zeiträume.
In diesem Zusammenhang kommen die Vorteile einer dezentral gespeicherten Energie besonders zum Tragen. Fraglich ist hingegen, ob die vergleichsweise hohen Infrastrukturkosten für leitungsgebundene Energien wirtschaftlich sind.
Bereits heute können durch die Kombination von effizienter Öl-Brennwerttechnik mit großen Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung Energieeinsparungen erzielt werden, die in der Praxis beispielsweise mit sehr guten strombetriebenen Wärmepumpen vergleichbar sind.

Dennoch ist anzustreben, die Vorteile flüssiger Brennstoffe langfristig in neuen Anwendungstechniken zu nutzen, um vor allem im Gebäudebestand noch mehr Energieeinsparung zu erreichen. Eine Option sind heizölbetriebene Mikro-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von ein bis zwei Kilowatt und einer Heizleistung von bis zu sechs Kilowatt. Sie würden die Grundlasten des Strom- und Wärmebedarfs eines modernen Ein- oder Zweifamilienhauses abdecken. Derzeit erhältliche KWK-Anlagen arbeiten größtenteils mit mehr als fünf Kilowatt elektrischer und über zehn Kilowatt thermischer Leistung und sind damit für Einfamilienhäuser mit geringem Wärmebedarf überdimensioniert.

Eine andere Möglichkeit zur weiteren Effizienzsteigerung ist eine heizölbetriebene Wärmepumpe. Diese arbeitet mit einem thermischen Verdichter, der mit Wärme, beispielsweise aus der Verbrennung flüssiger Brennstoffe, angetrieben wird. Voraussetzung hierfür ist die Entwicklung eines angepassten modulierbaren Ölbrenners im kleinen Leistungsbereich.

Die Jahresarbeitszahlen thermischer Wärmepumpen sind mit 1,2 bis 1,5 zwar deutlich kleiner als die einer Strom-Wärmepumpe. Im direkten primärenergetischen Vergleich schneiden die thermischen Wärmepumpen aber häufig gleich gut und besser ab, weil für die Bereitstellung der zum Antrieb nötigen Energie weit weniger Aufwand betrieben wird. Die hohen vorgelagerten Verluste wie bei der Stromerzeugung entfallen. Weitere Pluspunkte thermischer Wärmepumpen: Sie stellen durch einfache Schaltungen auch höhere Temperaturen bereit, passen sich schneller an den Wärmebedarf an, sind außerordentlich geräuscharm und kommen auch mit kleineren Kollektoren für die Umweltwärme aus.
Innovative Technik für die optimale Verbrennung
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung solcher Technologien ist mit der Verdampfung flüssiger Brennstoffe zu Brenngas mittels der „Kalten Flamme“ bereits getan. Hierbei wird durch innovative Vormischtechnik ein homogenes Brennstoff-Luft-Gemisch hergestellt und so die Voraussetzung für eine optimale Verbrennung geschaffen. Die Verbrennung des Heizöls erfolgt in zwei getrennten Prozessen: Zunächst verdampft der Brennstoff mittels der „Kalten Flamme“ vollständig in einem vorgewärmten Luftstrom. Das daraus entstandene Brenngas wird mit der Verbrennungsluft vermischt und anschließend verbrannt.

IWO, 2009

Ausgabe: 71 , Kategorie: Schornsteine

UniTherm 2 + P für Scheitholz und Pellets

Innovatives Heizkonzept von Plewa

Wer mit Holz heizen will muss sich in der Regel entscheiden: Scheitholz oder Pellets. Beides geht jetzt mit der Schornstein-Ofen-Unit UniTherm 2 + P aus dem Hause Plewa. Die innovative Feuerstätte ist die konsequente Weiterentwicklung des bewährten UniTherm Klassik. Sie wird an einen Wasser führenden Heizkreislauf angeschlossen und vereint damit alle Elemente einer Ganzhausheizung.

Die Anbindung an den Heizkreislauf erfolgt über Anschlüsse im Fußteil des Wärmeerzeugers. Je nach Wahl wird der UniTherm 2 + P dann entweder mit Scheitholz oder Pellets betrieben. Die Pelletsförderung arbeitet vollautomatisch und ist im Vorratsbehälter integriert. Wie die anderen UniTherm-Modelle überzeugt auch der 2 + P durch seine geringe Stellfläche von 55 x 55 cm, die optimale Abstimmung aller Komponenten sowie seinen hohen Wirkungsgrad von bis zu 95,1%.

Insgesamt verfügt der UniTherm 2 + P über eine Nennwärmeleistung von 9,8 kW bei Scheitholz und 8,7 kW bei Pellets. Sie teilt sich durch den Anschluss an den Heizkreislauf auf in 3,9 kW für die Raumheizung und 5,9 kW für die Heizwasserleistung (bei Scheitholz), sowie 3,0 kW raumluftseitig und 5,7 kW heizwasserseitig bei Pellets. Auf diese Weise wird ein Überheizen des Aufstellraumes vermieden und die Wärme an anderer Stelle im Haus sinnvoll genutzt. In jedem Fall reicht die Heizleistung zur Beheizung moderner Gebäude mit niedrigem Energiestandard.

Der UniTherm 2 + P von Plewa unterschreitet bei den Emissionen alle relevanten Grenzwerte der novellierten 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) und arbeitet damit umweltschonend und CO2-neutral. Er lässt sich darüber hinaus problemlos mit einer Solaranlage kombinieren.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Schornsteine

Das Original von Plewa auf der ISH

Für jedes Heizkonzept der passende UniTherm
Die Plewa Schornsteintechnik und Heizsysteme GmbH hat auf der ISH in Frankfurt die komplette UniTherm-Reihe präsentiert. Die auf Basis einer Holzfeuerung CO2-neutral zu betreibende Schornstein-Ofen-Unit wurde seit ihrer Markteinführung vor sechs Jahren stetig weiterentwickelt und erfreut sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Betriebsweise einer steigenden Beliebtheit auch als Ganzhausheizung.

Neben der klassischen, scheitholzbefeuerten Ausführung, die vornehmlich für den Betrieb in den Abendstunden oder die Übergangszeiten Herbst und Frühjahr entwickelt wurde, sind auf der ISH auch die zukunftsträchtigen Modelle UniTherm 2, UniTherm plus sowie die Version 2 + P zu sehen. Mit den neuen Baureihen bietet Plewa jetzt Varianten zur Integrierung in einen Wasser führenden Heizkreislauf und mit Wärmetauscher an. Die neueste Weiterentwicklung der UniTherm-Serie verfügt zudem über ein zusätzliches Pelletsmodul mit Brennstoffreservoir für 72 Betriebsstunden, das sich automatisch zuschalten lässt. Auf Wunsch ist auch die Integration einer Solaranlage in den Heizkreislauf realisierbar.

Sämtliche UniTherm-Anlagen sind raumluftunabhängig zu betreiben und überzeugen durch die optimale Abstimmung aller Komponenten, den schnellen Aufbau Dank eines hohen Vorfertigungsgrades sowie die freie Gestaltungsmöglichkeit des Außenmantels.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

BioWIN plus arbeitet mit neuer Brennertechnologie

Die neue Kesselgeneration von Windhager

Der erfolgreiche Pelletskessel BioWIN von Windhager geht in die nächste Generation. Das Nachfolgemodell BioWIN plus überzeugt durch eine verbesserte Brennertechnologie, einfachere Bedienung und eine kompaktere Bauweise. Wie sein Vorgänger zeichnet sich auch der BioWIN plus durch hohen Komfort und eine Vielzahl von Vollautomatiken aus. Dazu zählen beispielsweise die automatische Brennertopfentaschung und Heizflächenreinigung sowie lange Betreuungsintervalle.

Das Herzstück des Wärmeerzeugers ist der innovative Pelletsbrenner. Die Form des Brennertopfes wurde von zylindrisch auf konisch umgestellt um die Zuführung der Verbrennungsluft und damit das thermische Verhalten zu verbessern. Dadurch ergibt sich eine noch sauberere Verbrennung und in der Folge eine deutliche Reduktion der Emissionswerte. Neu ist auch die vollautomatische Brennertopfentaschung. Zur Verhinderung gröberer Ascheteile wird das Glutbett ständig in Bewegung gehalten. Die verbleibende Restasche rutscht durch vergrößerte Reinigungsöffnungen automatisch aus dem Brennertopf. Gröbere Verkrustungen, wie sie manchmal bei unterschiedlichen Brennstoffqualitäten entstehen können, stellen so kein Problem mehr dar. Auch der Reinigungszyklus lässt sich jetzt über eine Einstellung schnell und einfach an die jeweiligen Brennstoffeigenschaften anpassen.

Durch seine neue, kompakte Bauweise und die niedrige Bauhöhe von 1,75 m lässt sich der BioWIN plus auch in niedrigen Heizungskellern problemlos aufstellen. Dieser Vorteil kommt vor allem bei der Altbausanierung zum Tragen. Die Installation der pneumatischen Pellets-Zuführung ist damit ebenfalls auf einfache Weise zu realisieren.

Wie alle Windhager-Geräte ist auch der BioWIN plus mit der komfortablen Bedieneinheit InfoWIN ausgestattet. Auch sie überzeugt durch ihr neues Design und ein großes, hinterleuchtetes Display. Wie gewohnt, lassen sich alle relevanten Informationen und Betriebszustände als Volltext abrufen. Der BioWIN plus ist in vier Leistungsstufen von 2,9 bis 25,9 kW erhältlich. Als Kaskadenlösung stehen Leistungsgrößen bis zu 78 kW zur Verfügung. Wie gewohnt, gewährt Windhager auch auf seine neueste Entwicklung eine Vollgarantie von fünf Jahren.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

Neuer Heizeinsatz Profi W von Schmid

Kesselgerät zur Einbindung in wasserführenden Heizkreislauf
Diese „Zentralheizung“ muss sich nicht im Heizraum verstecken. Der neue Profi W aus dem Hause Schmid vereinbart alle Vorteile einer holzbefeuerten Feuerstätte mit denen einer Ganzhausheizung. Er eignet sich mit einer Heizleistung von 12 kW besonders gut zur Installation in modernen Wohnbauten, die einen durchschnittlichen Wärmebedarf aufweisen. Mit der Integration in den wasserführenden Heizungskreislauf wird der Heizeinsatz zur zentralen Komponente in der häuslichen Wärmeversorgung. Darüber hinaus bietet sich die Kombinationsmöglichkeit mit einer Solaranlage – mit Hilfe eines gemeinsamen Pufferspeichers – in idealer Weise an.

Die Leistungsabgabe des Profi W wird zu 70% dem zentralen Heizungssystem zugeführt. 30% werden als angenehme Konvektions- und Strahlungswärme an den Aufstellraum abgegeben. Eine Überheizung des Wohnbereiches ist somit nicht zu befürchten. Soll zusätzlich zur Aufheizung des Wasserkreislaufes noch Heizwärme gespeichert werden, bietet sich der Einbau keramischer Züge an, die die Wärme der Heizgase an die Speichermasse der Feuerstätte weiterleiten. Die Wärmestrahlung sorgt auch dann noch für angenehme Raumtemperaturen, wenn das Feuer im Heizeinsatz längst erloschen ist.

Ein besonderes Merkmal des Profi W ist sein großer Feuerraum, der sich mit bis zu 50 cm langen Holzscheiten befüllen lässt. Des Weiteren ermöglicht die verglaste Ofentür jederzeit einen guten Blick auf das Flammenspiel. Der Profi W überzeugt durch hervorragende Emissionswerte und ist leicht zu reinigen. Ein passendes Zubehör-Set mit thermischer Ablaufsicherung, Rücklaufanhebung und Temperaturdifferenzregelung ist bei Schmid erhältlich.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

AL-Top gegen Feinstaub

Schräder entwickelt Filter für Holzfeuerstätten

Feinstaub, der bei der Verbrennung von Biomasse entsteht – insbesondere Holzpellets und Hackschnitzel – kann nun mit dem neuartigen Filter AL-Top von Schräder wirksam aus dem Abgas entfernt werden. Durch den Einsatz des Bauteils werden solche Feuerstätten zukünftig deutlich geringere Feinstaubemissionen aufweisen. Der AL-Top eignet sich aufgrund seiner kompakten Abmessungen sowohl für die Erstausstattung als auch für die Nachrüstung.

Das von Schräder Abgastechnologie konzipierte System basiert auf dem Prinzip der Koronaentladung. Bei diesem Prozess werden die Staubpartikel beim Eintritt in das Bauteil elektrostatisch aufgeladen und an der nachfolgenden Filterschüttung angelagert. Zur Reinigung des Filters wird dieser mit Wasser besprüht, sodass eine periodische Säuberung der Abscheideoberfläche gewährleistet ist. Auf diese Weise entfällt die bei anderen Elektrofiltern erforderliche Reinigung und Entsorgung des Staubs.

Der Schräder AL-Top vereint eine Reihe von Vorteilen: Mit einem niedrigen Strom- und Wasserverbrauch erzielt er eine hohe Reinigungsleistung. Außerdem entstehen bei seinem Einsatz nur ein geringer Strömungswiderstand und wenig Druckverlust, sodass der Filter in den meisten Fällen ohne den Betrieb eines Rauchsaugers eingesetzt werden kann. Das Produkt besticht durch eine hohe Betriebssicherheit und gilt als verschleiß- und wartungsarm. Als Material wird hochwertiger Edelstahl eingesetzt. AL-Top eignet sich für alle Pellet- und Hackschnitzelanlagen im Leistungsbereich vom 15–150 kW.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

Innovation von Olsberg:

Kaminofen Santorini Compact mit integrierter Nebenluftvorrichtung
Was zeichnet einen zeitgemäßen Kaminofen aus? Neben der Optik die bestmögliche Technik für einen sicheren, emissionsarmen Betrieb. Unter dieser Prämisse hat die Olsberg Hermann Everken GmbH, den „Santorini Compact“ konzipiert. Diese zeitgemäße Feuerstätte mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW verfügt über eine Nebenluftvorrichtung, die direkt in das Gerät integriert ist.

Eine solche Nebenluftvorrichtung, in Fachkreisen besser als Zugbegrenzer bekannt, bewirkt einen gleichmäßigen Schornsteinauftrieb. Ab 20 Pa öffnet sich eine Pendelklappe, sodass konstante Bedingungen in der Abgasstrecke erreicht werden. Auf diese Weise wird auch bei schwankenden Wind- und Witterungsverhältnissen dauerhaft ein optimierter Abbrand sichergestellt, der sich wiederum in einem reduzierten Brennstoffverbrauch, niedrigeren Emissionen und optimaler Scheibensauberkeit, bemerkbar macht.

Neben dieser absoluten Neuerung zeigt der Kaminofen „Santorini Compact“ weitere Olsberg-typische Vorteile. Dazu zählen beispielsweise das patentierte Compact Türschließsystem, die geregelte Verbrennungsluftzufuhr und eine größtmögliche Scheibensauberkeit, die durch die integrierte Nebenluftvorrichtung zusätzlich sichergestellt wird. Des Weiteren verfügt die Feuerstätte über die bauaufsichtliche Zulassung für den raumluftunabhängigen Betrieb. Daher kann sie selbst bei einer zugelassenen Lüftungsanlage ohne weitere Sicherheitseinrichtungen genutzt werden.

Das Produkt des Feuerstätten-Spezialisten Olsberg punktet darüber hinaus mit seinem belüfteten Stangentürgriff sowie unterschiedlichen Designs. Zu jeder Einrichtung wird die passende Verkleidung angeboten. Stahlblech lackiert, Naturstein sowie Keramikverkleidung in vielen Glasurfarben sind möglich. Damit lässt sich in jedem Fall das Optimale für den eigenen Geschmack finden.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

Zeitgleiches Heizen und Kühlen von der Decke

Moderne Büro- und Geschäftsgebäude müssen je nach Frequentierung und Außentemperatur oft hohe interne Wärmelasten bewältigen. Statt sowohl für das Heizen als auch für das Kühlen Energie einzusetzen und damit zu verschwenden, wird der Wärmeüberschuss mit Betsy einfach transferiert.

Betsy steht für das Best energy transfer system, einer patentierten Lösung für zeitgleiches Heizen und Kühlen in einer Anlage. Die Best GmbH aus dem niedersächsischen Isernhagen stellt mit dieser Konzeption eine Möglichkeit bereit, Wärmeüberschüsse aus einem Gebäudeteil abzuführen und anderen Bereichen zugänglich zu machen. Ziel ist es, zum Nutzen des Betreibers eine möglichst hohe Effizienz zu erreichen.

Dies geschieht, indem das Temperaturgefälle zwischen Vor- und Rücklauf des Heiz-/Kühlwassers eingesetzt wird, um unterschiedliche Raumlasten auszugleichen. Optimal erfolgt das mit dem 3-Leiter-System Betsy, denn ihm liegt eine besondere Verrohrung und Regelung zugrunde. Damit lassen sich nicht nur die Investitionskosten senken, der Energietransfer reduziert auch dauerhaft die Betriebskosten in erheblichem Umfang.

Mit Hilfe des Systems wird es zudem sehr viel leichter, die Arbeitsstättenrichtlinie einzuhalten, d. h. die maximale Temperatur von 26 ºC am Arbeitsplatz zu garantieren. Betsy verbindet also Komfort mit höchst effizientem Energieeinsatz, die Ressourcen werden umweltschonend genutzt. Die Auslegung erfolgt immer auf der Grundlage exakter Objektdaten.
Die Heiz-Kühlelemente erlauben außerdem eine hohe gestalterische Vielfalt. Sie sind in verschiedenen Farben und Designs erhältlich und können mit und ohne Raumschalldämpfung eingesetzt werden. Das Unternehmen Best kann geschlossene Decken, Segel oder sogenannte Stripes in nahezu jeder gewünschten Variante herstellen.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

Optimale Verbrennungsregelung für handbeschickte Feuerstätten

Erstmals zur ISH 2009 stellte Kutzner + Weber die neu entwickelte Ofenregelung KW „Mini“ vor. Sie wurde speziell für den Einsatz an kleinen Feuerstätten, wie z. B. Kaminöfen, konzipiert und überzeugt durch ihre geringen Abmessungen, die eine nahezu unsichtbare Installation auch bei beengten Verhältnissen ermöglichen.

Im Gegensatz zu den bereits am Markt etablierten KW Ofenregelungen „Komfort“ und „Expert“, die auch steuernd auf Komponenten wie Wohnraumlüftung, Dunstabzugshaube oder Rauchsauger wirken, konzentriert sich die „Mini“ rein auf die Regelung des Abbrandes. Mit Zuluftklappe und Temperatursensor ausgestattet, eignet sie sich in erster Linie zum Einsatz an handbeschickten Feuerstätten mit Verbrennungsluftstutzen. Die Regelung erfolgt, wie bei allen Ofenregelungen von Kutzner + Weber, prozessorgesteuert. Für einen hohen Benutzerkomfort sorgen ein Ofentürschalter als Startsignal sowie ein übersichtlich abzulesendes Display, das den Betreiber mit Informationen über die Abgastemperatur oder den optimalen Zeitpunkt zum Nachlegen von Brennstoff versorgt.

Darüber hinaus bietet die KW „Mini“ vielfältige Möglichkeiten für gewerbliche Erstausstatter.

So ist beispielsweise die Anbindung an ein RS 485 Bus-System oder die Option einer Fernbedienung zur Einstellung der Heizkurve denkbar. Damit auch die Optik stimmt, können Gehäuseform und Farbe herstellerspezifisch gewählt werden.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Produkte

Schornsteinbrände

Praktische Hinweise für Brände in Schornsteinen und Feuerungsanlagen
Infolge der hohen Energiepreise nimmt seit einiger Zeit die Anzahl der Feuerstätten, die mit festen Brennstoffen wie z. B. Holz, Holzpellets oder Hackschnitzel betrieben werden, deutlich zu. Werden diese Feuerstätten nicht ordnungsgemäß befeuert, entsteht Glanzruß, der zu einem Schornsteinbrand führen kann. Dieses Rote Heft/Ausbildung kompakt will das bei vielen Feuerwehren in Vergessenheit geratene Wissen um die Brandbekämpfung bei Schornsteinbränden wieder wecken. Es beschreibt die unterschiedlichen Schornsteinarten und Feuerungsanlagen sowie die benötigten Einsatzmittel und gibt praxisnahe Hinweise für das taktisch richtige Vorgehen bei Schornsteinbränden.

Der Autor: Martin Vogel ist Schornsteinfegermeister und Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr.
ISBN: 978-3-17-020739-4
Preis: 9 Euro

Ausgabe: 71 , Kategorie: Schornsteinfeger

Energiesparen im Fokus

mitteldeutsche handwerksmesse

Zum 12. Mal zeigte das Handwerk, und natürlich auch das Schornsteinfegerhandwerk, sein Leistungsspektrum und die Qualität individueller Anfertigungen auf der mitteldeutschen handwerksmesse in Leipzig. Vom 7. bis 15. Februar 2009 präsentierten insgesamt 231 Aussteller, parallel zur großen Verbraucherausstellung HAUS-GARTEN-FREIZEIT sowie der ImmobilienMesse Leipzig und der Wassersportmesse Beach & Boat, ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Lebensgefühl, Nahrungsmittelhandwerk, Fahrzeuge sowie Seltenes Handwerk. Insgesamt stellten sich über 1100 Aussteller dem interessierten Publikum. Im Messeverbund rangiert die Leistungsschau des Handwerks unter den drei besucherstärksten Handwerksmessen in Deutschland. „Auf dem wichtigsten länderübergreifenden Forum des Handwerks in Mitteldeutschland vermittelten Handwerksbetriebe neun Tage lang geschätzte Werte wie Vertrauen, Garantie, Qualität und Individualität“, erläutert Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. „Energiesparen war das Thema der neun Tage auf der mitteldeutschen handwerksmesse.“ In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig erklärten 70 Prozent der Besucher, sich vor allem im Bereich Bau und Ausbau zu informieren. Der effiziente Bau oder Ausbau der eigenen vier Wände stand ganz oben auf der Wunschliste der Besucher.
So hat auch in diesem Jahr wieder der Stand des mitteldeutschen Schornsteinfegerhanwerks genau ins Schwarze getroffen. Fast zweieinhalb Tausend Kundenkontakte konnten die Schornsteinfeger des mitteldeutschen Informationsstandes verzeichnen. Die Fragestellungen der Besucher hatten folgende Schwerpunkte: Energiesparmaßnahmen aller Art im Gebäudebestand, Bedingungen für die Errichtung von Zusatzfeuerstätten, kombinierter Einsatz von regenerativen Brennstoffen mit vorhandenen Heizungen für fossile Energieträger bzw. andere Alternativen zu fossilen Brennstoffen, Beratung durch den Schornsteinfeger während der Bauplanungsphase und vieles mehr. Aber auch zur Feinstaubproblematik und dem Einsatz von Rußfiltern wurden die Energieberater des Schornsteinfegerstandes befragt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Beratungsstandes der schwarzen Zunft war der „Heizungs-Check“. „Energie und damit Kosten zu sparen ist das Ziel der meisten Grundstückseigentümer. Viele suchen deshalb beim Schornsteinfeger Rat, um ihre Wohnungen und Häuser noch energieeffizienter zu gestalten“, erklärt Thomas Keindorf, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt. „Speziell geschulte Schornsteinfegermeister können das Verbesserungspotenzial der Heizanlagen neutral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen ermitteln. Vom Kessel über die Wärmeverteilung bis hin zum Heizkörperventil stecken im gesamten Heizungssystem Energieeinsparmöglichkeiten.“

„Der Heizungs-Check befasst sich mit der gesamten Heizanlage“ erklärt Maik Mahlig, Bezirksschornsteinfegermeister und Energieberater auf dem Messestand des Schornsteinfegerhandwerks.

Zunächst wird die Wärmeerzeugung bewertet. Hier spielen Faktoren wie der Abgasverlust, die Oberflächenverluste, die Dimension des Heizkessels, aber auch die Ventilationsverluste oder die Heizungsregelung eine Rolle. In einem zweiten Schritt werden Wärmeverteilung: Hydraulischer Abgleich, Heizungspumpe, Dämmung von Leitungen und Armaturen getestet. Zuletzt überprüfen die Experten die Wärmeübergabe an Heizkörper oder Fußbodenheizung sowie die Thermostatventile.

Direkt im Anschluss erfahren die Eigentümer, wie effizient ihre Heizanlage läuft und wie hoch der Optimierungsbedarf ist. Der Test ist bundesweit einheitlich.

In seiner Eröffnungsrede zur mitteldeutschen handwerksmesse am 7. Februar äußerte sich Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung, optimistisch über die Zukunft des Handwerks. Das hohe fachliche Niveau und der Meisterstatus zeichne das deutsche Handwerk aus. Vor allem in den neuen Bundesländern stünden in den nächsten Jahren zahlreiche Neuinvestitionen an.

Vor 15 bis 20 Jahren hätten sich viele private Haushalte mit neuen Heizungen und Sanitäranlagen ausgestattet. Diese auf den neuesten energieeffizienten Stand zu bringen, gebe dem Handwerk in den kommenden Jahren neue Perspektiven. „Ich bin optimistisch, dass das dynamische und anpassungsfähige Handwerk sich auch vor dem Hintergrund der Rezession behauptet“, erklärte der Ministerpräsident. „... Wenn das Handwerk konkurrenzfähig bleiben will, muss es kraftvoll und geschlossen auftreten.“ Die Schirmherrschaft über die mitteldeutsche handwerksmesse rotiert zwischen den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik

CO-Unfälle durch Gasfeuerstätten

Ein Interview mit Richard Pyrek

Der Schornstein: Guten Tag Herr Pyrek.
Richard Pyrek: Servus

Sie sind Rauchfangkehrermeister und Inspektionsrauchfangkehrer bei der Berufsfeuerwehr Wien. Neben Ihrer Einsatz- und Erhebungstätigkeit halten Sie Vorträge über die Gefahren von Kohlenmonoxid und CO-Vergiftungen. Wie kam es dazu?

„Ich dachte, mir könnte so etwas nie passieren“ – dies ist einer der häufigsten Sätze, die ich in meiner Tätigkeit als Inspektionsrauchfangkehrer bei Einsätzen wegen CO-Vergiftungen von den verunfallten Personen höre – ich nenne es gerne Prävention und „Wachrütteln“.

So wie sich das anhört, scheint es Bedarf dafür zu geben? Wie lange machen Sie das schon?

Seit dem Jahre 2004 stehe ich bei der Berufsfeuerwehr Wien als Inspektionsrauchfangkehrer im Dienst. Eine wichtige Aufgabe der Inspektionsrauchfangkehrer – kurz genannt IR – ist das alarmmäßige Ausrücken zu Kohlenmonoxidvergiftungen bzw. Verdacht auf Kohlenmonoxid. Es zeigt sich in den letzten Jahren eine stetige Zunahme der CO-Einsätze. Im Durchschnitt sterben in Wien pro Jahr 7 Personen an den Folgen einer CO-Vergiftung die durch eine Feuerstätte hervorgerufen wird und es werden ca. 100 Personen verletzt. Die Dunkelziffer ist leider höher.

Das ist mit Deutschland verglichen relativ viel. Kennt man die Ursachen?

In Stadtgebieten mit alter Bausubstanz zeigt sich vermehrt, dass durch die rasante Weiterentwicklung der Feuerstätten viele Rauchfänge nicht dementsprechend konstituiert sind, dass ein gefahrloses Betreiben der Feuerstätten gegeben ist. Weiters wird durch Sanierung von Altbauten die Gebäudehülle abgedichtet und dadurch ist der Luftaustausch in den Gebäuden nicht mehr gegeben. Zu den häufigsten Unfallursachen im Zusammenhang mit Kohlenmonoxid in Wien zählen:
– Fehlende Verbrennungsluft durch dichte Gebäudehülle.
– Verschmutzte Feuerstätten bzw. Abgasaustrittswächter.
– Abgasrückstau durch erhöhte Außentemperatur.
– Nicht zulässige Abluftventilationen.
– 5-Liter-Durchlaufwasserheizer ohne Fanganschluss.

Wie sind die Prüfungsintervalle in Wien?

Die wiederkehrende Emmissionsgrenzwertmessung ist in Wien für Gasfeuerstätten alle 5 Jahre vorgeschrieben. Bei der jährlichen Hauptkehrung durch den Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger) werden im Vorfeld schon erhebliche Mängel an verschmutzten bzw. nicht betriebssicheren Feuerstätten außer Betrieb genommen (Heiz- und Benützungsverbot). Dies unterstreicht noch mehr die Wichtigkeit der regelmäßigen Überprüfung durch den Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger). Es zeigt sich auch deutlich, dass ein Unfallverschulden der Rauchfangkehrer in den meisten Fällen ausgeschlossen werden kann. In Österreich lautet die gesetzliche Regelung für 5-Liter-Durchlaufwasserheizer ohne Fanganschluss, dass die Installation von diesen Feuerstätten per 1. Jänner 2007 verboten wurde. Bestehende Geräte dürfen jedoch weiterhin in Betrieb bleiben.

Wie viele solche Gasfeuerstätten zählen Sie in Wien noch?

In Wien sind noch ca. 25.000 Stück in Betrieb. Durch diverse Förderungen wird versucht die Betreiber der Altgeräte zum Umstieg auf fanggebundene Feuerstätten zu bewegen.

Der basiert aber auf Freiwilligkeit und bedarf großer Überzeugungskraft .

Richtig, es zeigt sich deutlich, dass die Wartung und Servicearbeiten an Feuerstätten durch den Betreiber vernachlässigt werden und dadurch bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten die eingebauten Abgaswächter bei einem Abgasaustritt nicht ansprechen. Betrachtet man eine herkömmliche Rückstromsicherung einer Gastherme oder eines Durchlaufwasserheizers zeigt sich, dass der Abgaswächter nur auf einer Seite montiert ist. Ist der Wächter selbst leicht mit Staub verschmutzt reagiert dieser nicht mehr. Ebenso ist der Abgaswächter außer Funktion, wenn die Abgase sehr rasch austreten, wie z. B. bei einem Unterdruck im Raum, welcher durch einen Abluftventilator (Dunstabzug, Badezimmerentlüftung, mobile Klimageräte usw.) hervorgerufen wird.

Kommen wir zurück zu Ihrer Präventionstätigkeit. Sie halten Vorträge über CO-Vergiftungen bei Feuerwehren.

Eine große Gefahr besteht für Einsatzkräfte die zu einem CO-Unfall gerufen werden. Den Rettungskräften ist es oft nicht möglich, eine Kohlenmonoxidkonzentration in der Umgebungsluft festzustellen. Es ist leider Alltag in Europa, dass viele Einsatzkräfte bei der Bergung der Verunfallten selbst eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erleiden. Bei der Berufsfeuerwehr Wien wurde die Gefahr erkannt und sämtliche Kommando- und Löschgruppenfahrzeuge mit einem CO-Mannschutzgerät ausgestattet. In meiner Tätigkeit als Vortragender versuche ich immer auf die Gefahren von Kohlenmonoxid aufmerksam zu machen.
Sie investieren sehr viel ehrenamtliche Zeit in Ihre Berufung.
Ich hoffe sehr, dass meine Tätigkeit anderen Menschen hilft und sie vielleicht sogar rettet – auch wenn ich dies vermutlich selten erfahren werde.

Bekommen Sie Rückmeldungen?

Nach einem Vortrag bei Rettungskräften bekam ich die Information, dass eine vierköpfige Familie eine CO-Vergiftung erlitten hatte. Die Rettung wurde alarmiert, da die Mutter und Tochter über Erbrechen und starkem Schwindel geklagt hatten. Der Vater sowie der Sohn verblieben in der Wohnung, während Mutter und Tochter in ein Krankenhaus transportiert wurden. Der Sanitäter, welcher am Einsatzort war, vermutete eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und meldete dies auch bei der Aufnahme in der Ambulanz. Kurz darauf wurde das gleiche Rettungsfahrzeug nochmals zu der Adresse alarmiert – der Vater sowie der Sohn zeigten dieselben Symptome wie die Angehörigen zuvor. Diese wurden umgehend ebenfalls in das Krankenhaus gebracht. Die Ärzte in der Notfallambulanz jedoch vermuteten, dass es sich um einen Magen-Darm-Infekt bzw. Einnahme einer verdorbenen Speise handelt, da die gesamte Familie betroffen war. Der Sanitäter ließ sich nicht beirren und kämpfte darum, dass bei der Familie eine Blutuntersuchung auf CO vorgenommen wird. Diese Untersuchung verlief positiv und die vierköpfige Familie wurde sofort in eine Druckkammer gebracht. Dieser Sanitäter war bei einem der CO-Vorträge und reagierte vollkommen richtig und rettete damit der Familie vermutlich das Leben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Ausgabe: 67 , Kategorie: keine

Inhalt

173.000 Besucher zum Messeduo mitteldeutsche
Handwerksmesse und HAUS-GARTEN-FREIZEIT 4
Schornsteinfeger Live
12. Immobilientage in Stendal
Öl-Brennwerttechnik und schwefelarmes Heizöl
Klausurtagung des LIV Sachsen-Anhalt in Doberschütz
Seniorenfeier in der Schornsteinfeger-Innung Erfurt
Innung Erfurt stellt die Weichen in Richtung Landesinnung
28. Int. Skilanglaufmeisterschaften in Klingenthal
Thomas Keindorf beging seinen 50. Geburtstag
Bildungsstätte informiert
Neuheiten
Buch-Neuvorstellung
Mögliche Gefahren d. raumluftabhängige Abgasanlagen
Interview mit Andreas Fabri
Christian Beyerstedt übernimmt Produktmanagement
Gewinner der Meisterrallye 2007 ermittelt
Bundesweiter Rauchmeldertag 2008
Marktpartner analysiert Schornsteinmarkt
Wegfall von Bauförderungen schwächen deut. Wirtschaft
Schornsteinfegergesetz im Kabinett
Mängel
Nachrufe

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Immobil 2007

Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle präsent auf der Immobil 2007 in Halle/Saale
Auf der vom 1.–3. September stattgefundenen Messe für Planen, Bauen und Wohnen (Immobil 2007) hatte die Schornsteinfegerinnung einen gemeinsamen Stand mit der Firma Green Watt. Am ersten Veranstaltungstag ging es um die Versteigerung von Grundstücken. Der nächste Tag lockte mit Vorträgen rund ums Energiesparen viele Interessenten an. Die Messebesucher machten sehr regen Gebrauch von der Möglichkeit der kompetenten Beratung durch die anwesenden Bezirksschornsteinfegermeister und Energieberater des Handwerks, Dirk Masurek, Norbert Kutzschbach und Frank Hampe.
Unser Technischer Landesinnungswart Ingo Wilsdorf hielt einen Fachvortrag rund um das Heizen mit Holz, der bei den Zuhörern reges Interesse fand. Da auf dem Stand der Firma Green Watt erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe im Vordergrund stehen, waren die häufigsten Fragen der Besucher über die Möglichkeit der Nutzung alter Schornsteine, bzw. Errichtung neuer Schornsteine für die Nutzung mit Feuerstätten für Holz, Pellets und Hackschnitzel. Auch die Energieberatung und Ausstellung von Energiepässen, sowie der aktuelle Stand des Gesetzes hierzu waren ein häufiger Diskussionspunkt.
Die meisten Interessenten für Energieausweise wollten den Unterschied zwischen verbrauchsabhängigem – bedarfsabhängigem Energiepass erläutert wissen. Im Laufe der Gespräche gelangten viele zu der Erkenntnis, dass der bedarfsabhängige Energiepass die größere Aussagekraft hat und für ihr Gebäude die bessere Alternative ist. Hier ist zu erwähnen, dass die Interessenten alle im eigenen Mehrfamilienhaus wohnen. Durch eigene Erfahrung, unter anderen mit Wohnungsleerstand, legten sie viel Wert auf die Genauigkeit der verbrauchsabhängigen Pässe.
Alle Beteiligten waren sich einig, die gute Zusammenarbeit auch im nächsten Jahr fortzusetzen.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

130 Jahre Schornsteinfegerinnung Altmark

Am 7. März 1877 benachrichtigt die Regierung zu Magdeburg den Landrat von Bismarck in Stendal über die Verfügung der Genehmigung des „Statutes des Altmärkischen Schornsteinfegermeister-Vereines für die Kreise Stendal, Salzwedel, Gardelegen und Osterburg“.
Dieser Verein hat mit 15 Mitgliedern bis 1885 bestanden. 1878 wurde der Reichstag ersucht den Zwang der Meister- und Gesellenprüfung wieder herzustellen, die Kehrbezirke wieder einzuführen und sie nur mit geprüften und tüchtigen Leuten zu besetzen, den Kontaktbruch kriminalistisch zu bestrafen und die Kehrordnung für das Reich zu erlassen. Aus dieser Maßnahme erkennt man, dass im Schornsteinfegerhandwerk zu dieser Zeit auch spannende Veränderungen anstanden. 130 Jahre später ist das auch nicht viel anders. Es kommen auf das Schornsteinfegerhandwerk turbulente Ereignisse zu und keiner kann uns in diesen ungewissen Zeiten genau sagen wo uns der Weg hinführt.
Seit der Gründung der Schornsteinfegerinnung Stendal, im Jahre 1885, hat es das Schornsteinfegerhandwerk verstanden, mit Sachverstand und Besonnenheit dem Beruf die nötige Akzeptanz zu erhalten. Bis zur Wiedervereinigung Deutschland’s war unsere Berufsgruppe 38 Mitglieder stark. Am 20. 03. 1990 fand die letzte Versammlung der Berufsgruppe „Schornsteinfeger Altmark“ statt und es wurde über den Entwurf einer Innungsbesatzung beraten. Am 16. 05. 1990 konnte dann die erste Innungsversammlung der Neuzeit abgehalten werden.
Heute ist die Innung Altmark die kleinste Schornsteinfegerinnung Deutschlands. Das 130-jährige Bestehen der Schornsteinfegerinnung Altmark wurde im angemessenen Rahmen in einem kleinen Hotel, Ende Oktober 2007, in Güntersberge im Harz gefeiert. Es wurden die Obermeister/Vorstände der Innungen Halle, Magdeburg und der Partnerinnung Lüneburg eingeladen. Ebenfalls waren viele Mitarbeiter und ihre Ehefrauen der Innung Altmark mit anwesend. Durch ein umfangreiches kulturelles Programm verflog die Zeit wie im Flug. Wir fuhren mit der Erkenntnis nach Hause, dass sich in unserem Beruf etwas ändern wird und wir uns auch darauf vorbereiten müssen. Aber mit der Hoffnung, dass diese Veränderungen auch irgendwie nachvollziehbar sind und unser Beruf nicht dem Reform(wahn)gebahren zum Opfer fällt.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

10. Unternehmertag

„Mehr Bildung – mehr Ausbildung – mehr Chancen für die Wirtschaft“
im Congresszentrum neue Weimarhalle
Mit dem Thema Bildung und Ausbildung konnten wir zum 10. Unternehmertag des Verbandes der Wirtschaft Thüringens am 27. September in der Weimarhalle auf viele Ideen aufmerksam machen, die bisher schon umgesetzt werden, wir konnten aber auch Probleme benennen, die uns immer noch hemmen, wenn es darum geht noch mehr junge Leute für eine hochwertige Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu begeistern.
Das Eingangspodium „Mit Technik in den Kindergarten – man kann nicht früh genug damit beginnen!“ war dabei der Renner. Ein gut ausgerüsteter LIV-Stand sorgte für reißenden Absatz bei Malheften, Buntstiften, Gummitieren und Luftballons bei den Kleinen. Für die Großen standen wir mit Rat beiseite, wobei es oft um Anschlussmöglichkeiten für Kamine, Mess- und Prüfgeräte, neue Gesetzmäßigkeiten und um alternative Energien oder Energiepolitik im Allgemeinen ging.
Maria (6) und Anastasia (5) aus der Kita „Pinocchio“ aus Jena demonstrierten mit großer Gelassenheit und ebensolcher Fingerfertigkeit, dass Naturwissenschaften auch schon im Vorschulalter verstanden werden und Experimente unglaublich viel Spaß machen können.
In den weiteren Podien kamen dann die Erwachsenen und (Fast-)Erwachsenen zu Wort. Die Gesprächsrunden waren höchst interessant und zeigten deutlich, dass das Ziel in Bildung und Ausbildung für alle teilnehmenden Diskutanten sich nicht sehr unterscheidet, deshalb Anstrengungen von allen unternommen werden, um dem Fachkräftebedarf mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs begegnen zu können.
Die Vortragsveranstaltung als Höhepunkt des Unternehmertages war geprägt von den Vorträgen des Präsidenten des VWT, Walter Botschatzki, dem des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium und Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand, Hartmut Schauerte und der Rede des Ministerpräsidenten Dieter Althaus.
Der 11. Unternehmertag ist indessen schon in Planung – im September 2009 heißt es dann wieder: Herzlich Willkommen beim Verband der Wirtschaft Thüringens! Eine Teilnahme des Schornsteinfegerhandwerks wird weiterhin ein fester Bestandteil im Terminkalender in Thüringen sein.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

60. Geburtstag - Gerhard Metz

Großer Bahnhof zum 60. Geburtstag des Obermeisters der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle Gerhard Metz
Am 25. 09. 2007 wurde der Obermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle 60 Jahre alt. Zu diesem Anlass empfing Gerhard Metz in den Räumen der Innung seine Gäste und Freunde. Die Liste der geladenen Gäste war zwar nicht all zu lang aber trotzdem konnte der Obermeister Berufskollegen (Aktive und Pensionierte) aus allen drei Innungen des Landes Sachsen-Anhalt, Ehrenobermeister des Schornsteinfegerhandwerks, den Leiter des mitteldeutschen Schulvereins, Vertreter der Behörden, Vertreter der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft, Marktpartner aus dem Bereich der Energieversorgung, Vertreter der Gasgemeinschaft Halle, Vertreter der Heizungs- und Sanitärinnung sowie der Malerinnung und natürlich Freunde und Verwandtschaft begrüßen. Insgesamt fanden fast 100 Gäste die Zeit dem Jubilar zu gratulieren. Diese Anzahl zeugt von der hohen Wertschätzung unseres Obermeisters.
Nach anfänglichen Regen hatte auch das Wetter ein Einsehen mit dem Geburtstagskind und den Gratulanten und, angemessen zum Anlass, zeigte sich die Sonne. So konnte der Jubillar alle Anwesenden einladen, die gut vorbereiteten kulinarischen Angebote kräftig zu nutzen. Bei den Gästen wurde dies nicht nur in den Räumen der Innung sowie auch im Festzelt und im Freien getan, sodass ein reges „Treiben“ entstand.
Das Obermeisterzimmer im Innungsgebäude verwandelte sich nach und nach in ein überaus gut duftendes „Blumenmeer“, das mit fortschreitender Zeit, fast zu klein wurde. Neben den Blumen, persönlichen Wünschen und Geschenken freute sich unser Obermeister über die anregenden Gespräche im Verlauf des Tages.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik

Haus und Technik 2007

Die Messe für Hausbau, Wohnen und Modernisieren fand vom 7. bis 9. September in den Hallen des Messezentrums in Erfurt statt. Bereits zum 7. Mal nahm das Thüringer Schorsteinfegerhandwerk an dieser wichtigen Veranstaltung teil.
Das attraktive und energiesparende Bauen wurde stark nachgefragt. Über 5000 Besucher sammelten auf der Messe umfangreiche Informationen zum Thema „Nachwachsende Rohstoffe“. Da waren die Schornsteinfeger mit ihrem Messestand genau richtig. Insgesamt 227 Aussteller präsentierten künftigen Hausbauern und jetzigen Hausbesitzern eine große Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen. Unsere persönlichen Gespräche am Messestand zeigten das ein enormer Beratungsbedarf in Sachen Biomasse und deren Wärmeerzeuger besteht. Jeder Bezirksschornsteinfeger kann das leicht nachvollziehen, denn das Telefon im Büro ist momentan einer Dauerbelastung ausgesetzt.
Rund 1000 Messebesucher nutzten allein an unserem Stand die Chance, sich intensiv zum Thema Energie beraten zu lassen. Unsicherheit herrscht vor allem um den Energiepass, der ab 2008 für Hauseigentümer per Gesetz vorgeschrieben wird. Wir stellten fest, dass ein hoher Wohnkomfort in Kombination mit niedrigem Energieverbrauch der aktuelle Hausbautrend ist. Entsprechend intensiv und detailliert verliefen die Gespräche auf dieser Messe. Nach Wegfall der Eigenheimzulage ist aber auch zu erkennen, dass die Anzahl der Häuslebauer stark abgenommen hat. Ausstellungsbereiche die Holz- und Pelletheizungen anboten erfreuten sich eines starken Zulaufes. Bei Ambiente und Interieur setzten auch Kaminöfen einen Wohnakzent.
Fazit dieser Veranstaltung: Biomasse und deren sinnvolle Anwendung liegen voll im Trend der Zeit!

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfegerinnung Bautzen

Neuer Vorstand der
Schornsteinfegerinnung Bautzen gewählt
Am 12. November 2007 fand die Neuwahl des Vorstandes der Innung Bautzen statt.
Die neuen Mitglieder sind v. l. n. r:
Wolfgang Matteg – Berufsbildungswart
Andreas Leubner – Obermeister
Olaf Lugk – BÖA und Kassenführer
Rainer Krannich – stellvertr. Obermeister
Andrè Förster – Techn. Innungswart

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik

SHKG Messe in Leipzig

Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation (SHKG) vom 24. bis 27. Oktober 2007 in Leipzig

Zusammen mit der efa (Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation) und der baufach (Baufachmesse), die gleichzeitig auf dem neuen Leipziger Messegelände stattfanden, stellt die SHKG-Messe für Mitteldeutschland den größten Treffpunkt für Fachleute in diesem Bereich dar.
Hersteller und Installationsbetriebe, Bauplaner, Behördenvertreter und vor allem Bauherren gaben sich die Klinke in die Hand. Dabei durfte natürlich das Schornsteinfegerhandwerk nicht fehlen. Mit einem Informationsstand zum Heizen mit festen Brennstoffen präsentierte sich die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks.
Im Laufe von 4 Tagen konnten die Kollegen am Messestand zahlreiche Anfragen, vor allem Rat suchender Bauherren, beantworten. In erster Linie interessierte natürlich das Publikum welche rechtlichen Bestimmungen zur Errichtung von Zusatzfeuerstätten in den einzelnen Ländern Mitteldeutschlands bestehen. Das Energieeinsparpotenzial dieser Anlagen und die bevorstehende Anpassung der Bundesimmissionsschutzverordnung waren dabei von besonderem Interesse.
Mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis wurde von den Messebesuchern die Entwicklung im deutschen Schornsteinfegerrecht betrachtet. Installationsbetriebe äußerten sich besorgt über mögliche Konkurrenz und die Betreiber von Feuerungsanlagen fürchten, dass sie von ihrem Schornsteinfeger nicht mehr neutral beraten werden können. Allgemein gehen die Kunden der Schornsteinfeger in ihren Aussagen von mehr Bürokratie und steigenden Kosten durch die anstehenden Änderungen im deutschen Schornsteinfegerrecht aus.
Im Ergebnis einzelner Gespräche konnten die Kollegen auch interessante und innovative Anregungen entgegen nehmen.
91% der ca. 20.000 Besucher der SHKG-Messe kamen aus Sachsen, Thüringen, Sachsen Anhalt und Brandenburg und machten sich mit den Angeboten der 230 Aussteller vertraut. Sie reisten zum Teil aus über 100 Kilometer Entfernung an. Wie eine Umfrage der Messeleitung ergab werden 91% der Besucher die Veranstaltung weiterempfehlen und die nächste SHKG-Messe ebenfalls besuchen.
Für das Schornsteinfegerhandwerk hat die Messe bewiesen, dass der Beratungsbedarf bei Bauherren und Betreibern von Feuerungsanlagen weiterhin enorm ist. Dabei wird eine neutrale Beratung bevorzugt. Es bleibt zu wünschen, dass die Bundesregierung diesem Wunsch der Bevölkerung Rechnung trägt.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Vorreiter im Arbeitsschutz

Neustadt. Drei Ostthüringer Handwerksbetriebe wurden als vorbildliche Beispiele für das bundesweite Projekt „Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben“ ausgewählt. Darunter ist der Bezirksschornsteinfegermeister Marco Beierlein aus Neustadt. Er gehört zu den bundesweit besten zwölf Betrieben, die eine Vorreiterrolle übernommen haben, teilte die Handwerkskammer für Ostthüringen Gera mit.
Betrieblicher Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung spielten in Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels eine wichtigere Rolle, so die Vertreter der Handwerkskammer. Ihm komme, sowohl für die Produktivität eines Handwerksbetriebes als auch bei der Attraktivität der Arbeitsplätze im Handwerk eine wachsende Bedeutung zu. Dazu sei aber ein umfassendes und präventives Verständnis von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung notwendig. Für das Projekt waren zunächst gute Praxisbeispiele gesucht worden. In einem bundesweiten Auswahlverfahren und durch Betriebsbesuche seien dann die zwölf besten Betriebe ermittelt worden. Dabei stellte sich heraus, dass Marco Beierlein in seinem Zwei-Mann-Unternehmen beispielhaft auf den Einklang von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung setze. Praxisbeispiele und wissenschaftliche Erkenntnisse werden nun in ein Modell für interessierte Betriebe eingearbeitet. Landesinnungsmeister Ulrich Eller betonte, dass unser Qualitäts- und Umweltmanagementsystem einen erheblichen Anteil für einen solchen Erfolg haben. Die praktische Anwendung solcher Vorgaben sind ein Garant für Kostensenkung bei gleichzeitigem hohen Qualitätsstandard.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schornsteinfeger im Gewandhaus Leipzig geehrt

Die Handwerkskammer zu Leipzig lud auch in diesem Jahr Meisterprüflinge zur feierlichen Übergabe der Meisterbriefe ins Gewandhaus nach Leipzig ein. Am 20. Oktober 2007 fand der Festakt statt. Erneut stand das Motto „Meister wissen wie’s geht“ im Vordergrund. Auch 16 Jungmeister und Jungmeisterinnen des Schornsteinfegerhandwerks konnten den begehrten Schmuckbrief in Empfang nehmen. Die Übergabe erfolgte durch den sächsischen Minister der Justiz Geert Mackenroth und den Leipziger Oberbürgermeister Burghard Jung.
In seiner Ansprache zum Thema „Der demographische Wandel – Herausforderung und Chance“ betonte Dr. Frank Schirrmacher, Journalist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass nur durch verstärkte Ausbildung ein positiver demographischer Wandel bewirkt werden kann. Dazu werden Ausbildungsbetriebe und somit Meister benötigt.
Den Dank der Jungmeister überbrachte in diesem Jahr, als Jahrgangsbeste, die Schornsteinfeger-meisterin Sandra Tröger aus Zwickau.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt

Neuwahlen von Kreismeistern nach

Die Kreisgebietsreform 2007 in Sachsen-Anhalt hat auch für die Schornsteinfegerinnungen Magdeburg und Halle Auswirkungen. Durch den Zusammenschluss von Landkreisen und durch den Wechsel einzelner Orte in andere Landkreise wurde eine Neuwahl der Kreismeister für die geänderten Bereiche unumgänglich.
Im neuen Salzlandkreis, der sich aus den ehemaligen Landkreisen Schönebeck, Aschersleben/Staßfurt und Bernburg gebildet hat, wurde BSM Uwe Illig zum neuen Kreismeister gewählt. Eine Besonderheit ergibt sich im Salzlandkreis aus der Tatsache, dass der ehemalige Landkreis Bernburg weiterhin zur Innung im Kammerbezirk Halle gehörig ist. Daher hat Bernburg mit Kollegen Daniel Börner einen separaten Ansprechpartner mit Verbindung zur Innung Halle.
Die ehemaligen Landkreise Wernigerode, Quedlinburg und Halberstadt schlossen sich zum Harzkreis zusammen. Als neuer Kreismeister vertritt BSM Lars Niemann aus Wernigerode seine Kollegen. Die Landkreise Ohre und Börde fusionierten zum Landkreis Börde. Der Bezirksschornsteinfegermeister Lutz Marschner aus Oschersleben wurde für diesen neuen Landkreis zum Kreismeister gewählt. Der Burgenlandkreis vergrößerte sich um den Landkreis Weißenfels. Kreismeister für diesen Bereich wurde Bernhard Scholz. Die Innungen wünschen allen neu gewählten Kreismeistern eine erfolgreiche Arbeit und gute Unterstützung aus den Reihen ihrer Kollegen.
Nicht versäumen möchten wir, uns bei allen ehemaligen Kreismeistern für den gezeigten Einsatz und die ehrenamtliche Arbeit für ihre Kollegen zu bedanken. Wir wünschen unseren Kollegen Martin Niemann (ehemaliger LK Schönebeck), Jürgen Wölfer (ehemaliger LK Aschersleben), Ullrich Dreger (ehemaliger LK Quedlinburg), Peter Mayer (ehemaliger LK Halberstadt), Torsten Wethling (ehemaliger LK Wernigerode), Dietmar Paul (ehemaliger Ohrekreis) und Olaf Kramer (ehemaliger Burgenlandkreis) beruflichen Erfolg und hoffen auf ihre weitere Einsatzbereitschaft und Unterstützung bei wichtigen Aufgaben der Innungsarbeit.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bundesumweltminister auf Energiemesse in der Altmark

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffnete die 5. Fachmesse für erneuerbare Energie vom 19.–21. Oktober 2007 in Stendal. 46 Aussteller präsentierten sich einem wissensdurstigen Publikum. Unter den Ausstellern war natürlich auch das Schornsteinfegerhandwerk. Die Schornsteinfegerinnung Altmark ist seit bestehen der Messe regelmäßig mit einem Beratungsstand für die Messebesucher als neutraler Ansprechpartner vor Ort.
Einer der Höhepunkte für den Stand der Schornsteinfeger war der Besuch des Umweltministers Sigmar Gabriel. Der Minister wurde mit einem Glas Sekt und einem Gedicht aus der Feder des BSM Siegfried Pianka und einem Glücksstielbesen begrüßt. Anschließend konnten die Kollegen des Schornsteinfegerstandes an den 3 folgenden Tagen dem zahlreichen Publikum einige wichtige Tipps zum Umgang mit festen Brennstoffen geben. Aufklärungsbedarf bestand auch bei der Diskussion um die Reform im Schornsteinfegerhandwerk. Das Publikum konnte nicht immer von der Logik einiger Neuerungen überzeugt werden.
Für die kleinen neugierigen Gäste hatten die schwarzen Männer Malhefte, Süßigkeiten und allerlei Kleinigkeiten zur Auswahl. Durch eine fachlich kompetente Beratung am Stand der altmärkischen Glücksbringerzunft verließen die meisten der interessierten Personen zufrieden die Ausstellung.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Goldene Meisterbriefe überreicht

Die Handwerkskammer Magdeburg vergab vor kurzem im Maritim Hotel an 86 Handwerker aus dem Kammerbezirk „Goldene Meisterbriefe“. Unter dem Motto „Der Meisterbrief sichert die Zukunft. Daran hat sich nichts geändert“ hielt Ehrenpräsident Carl Friedrich Ullrich die Laudatio.
Zu den geehrten gehörte auch Karl-Heinz Kiel, Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Altmark. Handwerkskammerpräsident Klaus Medoch übergab den Goldenen Meisterbrief.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Energieexperte Dipl.-Ing. Daniela Schoppenhauer informiert

Im Oktober und November führte die Innung Magdeburg eine Weiterbildung für Bezirksschornsteinfegermeister zur neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 durch. Als Dozent konnte Frau Dipl.-Ing. Daniela Schoppenhauer aus Badeleben gewonnen werden.
Als selbstständige Bauingenieurin, Vor-Ort-Beraterin des BAFA und Ausstellungsberechtigte für Wohn- und Nichtwohngebäude konnte sie ihre praktische Erfahrung an die Kollegen weitergeben. Unterrichtet wurde in Gruppen mit bis zu 15 Teilnehmern. So wurde sichergestellt, dass auch persönliche Fragen individuell beantwortet werden konnten. Die Teilnehmer der vier Schulungsblöcke wurden speziell auf die Änderungen der neuen EnEV 2007 geschult.
Die Schwerpunktthemen der Schulung hat die Innung auf Grundlage der Vorkenntnisse der Kursteilnehmer erstellt. Die Referentin formte daraus einen ansprechenden Vortrag mit Rechenbeispielen.
Das BBZ der Handwerkskammer Magdeburg bot, sowohl räumlich als auch von der technischen Ausstattung, die besten Voraussetzungen für diesen Lehrgang. Hier konnte jeder Kollege an den vorhandenen Rechnern die Praxisbeispiele selber nachvollziehen. Jeder Teilnehmer erstellte im Rahmen der Praxisübungen mehrere Verbrauchspässe und einen Bedarfspass. Die bearbeiteten Rechenbeispiele waren jedoch nicht ganz „ohne“. Frau Schoppenhauer scheute sich nicht, anhand eines alten Fachwerkhauses mit unterschiedlichen Wandaufbauten, teilbeheiztem Dachboden, innen liegendem Kellerabgang und unterschiedlichen Fenstertypen Berechnungen durchzuführen. Jedoch die Erkenntnis „So ist es in der Praxis“ beflügelte die Kollegen bei der Lösungsfindung.
Obermeister Uwe Pomplun bedankte sich bei der Referentin für den gelungenen Lehrgang. Die Referentin möchte sich auf diesem Wege nochmals für die konstruktive Mitarbeit der BSM an den Schulungstagen bedanken.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteine

Die Heizung im Schornstein

Plewa UniTherm nun mit Pellets zu beheizen
Die erfolgreiche Schornstein-Ofen-Unit – UniTherm – von Plewa wird in Kürze um zwei Varianten erweitert: Die Ausführungen P bzw. P plus werden mit Holzpellets beheizt. Damit stehen Betreibern, die eine Feuerstätte mit dem genormten Festbrennstoff bevorzugen, gleich zwei interessante Wärmeerzeuger zur Verfügung. Der UniTherm P mit einem Leistungsbereich von 3,2 bis 8,2 kW dient als klassische Raumheizung, die modulierend betrieben wird. Die neuartige Feuerstätte konnte in hauseigenen Versuchen bereits einen Wirkungsgrad von rund 92 Prozent erreichen. Die Ausführung P plus ist als Ganzhausheizung für Niedrigenergiehäuser konzipiert. Ihr Leistungsbereich reicht von 4 bis 9 kW, wobei ein Drittel der Heizenergie als Strahlungs- sowie Konvektionswärme in den Aufstellraum abgegeben wird und zwei Drittel mittels Wärmetauscher in den Heizkreislauf gelangen. Die Pellets werden jeweils über eine Schüttöffnung, die oberhalb des Feuerraums angeordnet ist, leicht und sicher eingebracht.Weitere Vorteile sind in der bekannten Schornstein-Ofen-Units zu finden. Dazu zählen die raumluftunabhängige Betriebsweise, die optimale Abstimmung aller Komponenten, der schnelle Aufbau durch den hohen Vorfertigungsgrad sowie die freie Gestaltungsmöglichkeit des Außenmantels. Die kompakte Bauweise gilt ebenfalls als Pluspunkt: Alle UniTherm Modelle benötigen nur eine Stellfläche von 55 x 55 cm. Darüber hinaus garantiert Plewa eine hohe Betriebssicherheit, die mit niedrigen Schadstoffemissionen einhergeht. Ein Prototyp der pelletsbetriebenen Wärmeerzeuger wurde erstmals auf der Interpellets 2007 in Stuttgart vorgestellt.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger

Nachwuchswerbung für das Handwerk im Internet

Berlin, Oktober 2007. – Die Nachwuchsplattform des Deutschen Handwerks präsentiert sich seit kurzem in neuem Gewand: Unter www.teamhandwerk.de erhalten Jugendliche nun noch mehr Information rund um Praktikum, Ausbildung und Karriere im Handwerk – modern und nutzerfreundlich gestaltet.
Zentral ist der „Jobfinder“, mit dem interessierte Jugendliche freie Praktikums- und Lehrstellen in ihrer Region finden können. Handwerksbetriebe, die selbst auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs sind, können den Service ganz einfach nutzen: Sie melden ihre freien Stellen wie gewohnt ihrer Handwerkskammer vor Ort, die sie dann in die regionale Praktikums- und Lehrstellenbörse einstellt. Automatisch ist das Unternehmen dann auch über den „Jobfinder“ bei Teamhandwerk zu finden.
Daneben enthält die neue Webseite viele weitere Funktionen. Unter „Jobinfos“ ist alles Wissenswerte rund um die über 120 Ausbildungsberufe des Handwerks dokumentiert. „Facts“ und „Portrait“ jedes Berufs sind mit dem jeweiligen Fachverband abgestimmt. Aktuelle Azubi-„Statements“ und „Teamworker“-Reportagen ergänzen die Berufsbeschreibungen. Und viele attraktive „Clips“ – Imagevideos für einzelne Berufe – lassen das Handwerk „live“ erleben.
„Mit dem Relaunch von Teamhandwerk haben wir eine Plattform geschaffen, die die vielfältigen guten Nachwuchsaktivitäten und Berufsinformationen der Handwerksorganisation in einem Medium bündelt“, so Joachim Wohlfeil, Vorsitzender der Aktion Modernes Handwerk e. V. (AMH). So finden sich dort weiterführende Links zu den Fachverbänden und den Handwerkskammern – inkl. Kontaktdaten der Berufsberater vor Ort – genauso wie Links zu den jeweiligen Nachwuchskampagnen.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik

Russfilter für Kaminöfen bald Pflicht?

Der Schornstein sprach mit Herrn Günter Fischer
Key Account und Produktmanager bei KW
DER SCHORNSTEIN: Das Heizen mit Holz ist wieder modern. In immer mehr Haushalte ziehen Kamin- und Kachelöfen ein, die längst nicht mehr nur zu den Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr für angenehme Wärme sorgen. Die Firma Kutzner + Weber aus Maisach hat eine Ofenregelung entwickelt. Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Regelung?
Günter Fischer K+W: Um die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des nachwachsenden Brennstoffes auf sichere Weise nutzen zu können, entwickelten wir, die KW-Universal-Ofensteuerung. Sie sorgt für eine sichere Funktion der Feuerstätte während der gesamten Betriebsphase.
DER SCHORNSTEIN: Meinen Sie, dass mit der Ofenregelung Bedienungsfehler ausgeschlossen bzw. minimiert werden sollen?
Günter Fischer K+W: Kamin- und Kachelöfen werden im unmittelbaren Wohnumfeld installiert. Es ist daher sicherzustellen, dass die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase optimal abtransportiert werden und die Funktionssicherheit der Feuerstätte keinen negativen äußeren Einflüssen unterliegt. An dieser Stelle setzt die Universal-Ofensteuerung von KW an. Sie überwacht, ausgehend von der realen Betriebssituation, mittels Strömungs- und Temperatursensor den sicheren Transport der Abgase aus dem Ofen über den Schornstein. Neben dem sicheren Betrieb der Feuerstätte steuert diese Einheit von Kutzner + Weber den optimalen Verbrennungsprozess und garantiert damit die größtmögliche Energieausbeute und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Nach dem Anzünden wird der Brennstoff geregelt abgebrannt, ohne dass der Feuerstättenbetreiber eingreifen muss. Dabei lässt sich die Verbrennung optimal auf den Typ der Feuerstätte abstimmen. Ein weiterer Vorteil: Die Ofenregelung ist feuerstättenunabhängig einsetzbar und benötigt keine Zusatzbauteile.
DER SCHORNSTEIN: In der heutigen Bauweise sind dichte Gebäudehüllen vorherrschend. Hinzu kommen immer öfter Wohnraumlüftungen oder andere luftabsaugende Einrichtungen wie Dunstabzugsanlagen usw. zum Einsatz. Diese können zu gefährlichen Abgasaustritt aus den Feuerstätten führen. Kann die Ofenregelung auch hier gegenwirken?
Günter Fischer K+W: Im Falle einer Störung gibt der Sensor einen Impuls an die Ofenregelung, die dann die Störungsursache behebt. Sie regelt beispielsweise die Zufuhr der Verbrennungsluft durch Öffnen einer Verbrennungsluftklappe oder das Abschalten einer Dunstabzugshaube. Auf diese Weise wird der gefährliche Unterdruck beseitigt, der u. U. das Einströmen der Abgase in den Aufstellraum ermöglicht.
DER SCHORNSTEIN: In jüngster Zeit rückt jedoch auch der private Feuerstättenbetreiber vermehrt in das Gesichtsfeld der Umweltexperten. Haben Sie für die wachsende Anzahl von Festbrennstoff-Feuerstätten vor allem aufgrund der aktuellen Feinstaub-Debatte eine Lösung?
Günter Fischer K+W: Damit der positive Trend zugunsten der nachwachsenden Rohstoffe nicht nur ein Strohfeuer bleibt, entwickelte die Schweizer Rüegg Cheminee AG in Zusammenarbeit mit Kutzner + Weber und der eidgenössischen Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologie (EMPA) einen Partikelabscheider für Festbrennstoff-Feuerstätten mit niedrigen Heizleistungen. Das unter dem Namen ZumikRon vertriebene Produkt ist dazu in der Lage, mittels elektrostatischer Abscheidung speziell die als gefährlich eingestuften mikrofeinen Staubpartikel der Größe PM 10 und kleiner zu einem großen Teil aus dem Rauchgas herauszufiltern.
DER SCHORNSTEIN: Können Sie die Funktionsweise kurz erläutern?
Günter Fischer K+W: Die Wirkungsweise ist einfach: Durch die Installation einer dünnen Elektrode in der Mitte des Abgasrohres wird eine hohe Spannung erzeugt, die zur Ionisierung der Staubpartikel führt. In der Folge lagern sich die Teilchen an der Innenwand des Abgasrohres ab. Auf diese Weise bildet sich eine Staubschicht aus größeren Partikeln, die vom Schornsteinfeger im Rahmen der Kehrarbeiten problemlos beseitigt werden kann. Anlagen, die bereits mit ZumikRon ausgerüstet wurden, erreichten bei Messungen in der Praxis einen Abscheidungsgrad von 60–90%.
DER SCHORNSTEIN: Für welche Feuerstätten eignet sich der Partikelabscheider?
Günter Fischer K+W: Der Partikelabscheider lässt sich hersteller- und modellunabhängig einsetzen. Er eignet sich für Festbrennstoff-Feuerstätten bis zu einer Heizleistung von 50 kW mit Abgasrohrdurchmessern von 150 mm bis zu 300 mm.
DER SCHORNSTEIN: Vielen Dank für das Gespräch. 

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik

Neue Regeln für Feuerstätten

Mit der Revision der „Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes“ – kurz 1. BImSchV – plant der Gesetzgeber, erstmals auch die Emissionen von Kleinstfeuerungsanlagen wie z. B. dem klassischen Kamin- oder Kachelofen zu regeln. Hintergrund der Verordnung ist im Wesentlichen der Feinstaubausstoß häuslicher Feuerstätten, wobei rund 2/3 der Gesamtemissionen durch Geräte, die 20 Jahre und älter sind, verursacht werden.
Der Entwurf zur 1. BImSchV wird voraussichtlich noch in diesem Jahr dem Kabinett zugeleitet und muss anschließend noch vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Nachstehend einige Erläuterungen zu den wichtigsten Punkten der geplanten Neuregelungen nach derzeitigem Kenntnisstand:
Welche Geräte sind betroffen?
Die neue Verordnung bezieht sowohl Alt- als auch Neugeräte ein und sieht moderate Übergangsfristen vor.
Wie sind die Regelungen für Altgeräte?
Die neue 1. BImSchV wird zunächst einmal Emissionsgrenzwerte festlegen. Für bereits installierte Feuerstätten gelten nach dem Verordnungsentwurf dann die folgenden Regelungen mit moderaten Übergangsfristen:
1. Die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte muss nachgewiesen werden. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch eine vor Ort Messung durch den Schornsteinfeger. Denn alle in Deutschland in Verkehr gebrachten Feuerstätten sind seit jeher einer so genannten Typenprüfung zu unterziehen. Hierbei wurden zum Teil auch die Emissionswerte gemessen und liegen damit dem Hersteller so bereits in vielen Fällen vor. Ab Anfang 2008 wird es auch eine Online-Datenbank geben, in der Endverbraucher, Schornsteinfeger und Behörden das Einhalten der geplanten Emissionsgrenzwerte einzelner Feuerstätten und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Möglichkeiten abfragen können.
Übrigens befindet sich auf jedem Gerät ein Typenschild, das neben dem Herstellernamen auch den Gerätetyp benennt.
2. Werden die Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten, besteht die Möglichkeit zur Nachrüstung, beispielsweise mit Vorrichtungen zur Emissionsminderung (Filter). Diese sind bereits schon heute erhältlich.
3. Auch kann der Austausch des alten, emissionsträchtigen Gerätes gegen eine neue Feuerstätte mit hohem Wirkungsgrad und geringen Emissionen vorgenommen werden. Rund 2/3 aller bereits installierten Feuerstätten stehen frei und sind nicht fest eingebaut, so dass der Austausch ohne viel Aufwand erfolgen kann. Aber selbst ummauerte Heizeinsätze z. B. in Kachelöfen können in vielen Fällen problemlos ersetzt werden. Selbst dies rechnet sich in vielen Fällen.
4. Erst wenn die Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden und die Nachrüstung bzw. der Austausch nicht gewünscht wird, droht für entsprechende Altgeräte die Stilllegung.
Wichtig: Die Übergangsfristen für Altgeräte.

Für Altgeräte greifen die neuen Regelungen – so der derzeitige Planungsstand – erst ab 2015! Der Verordnungsentwurf richtet sich dabei nach dem Jahr der Typenprüfung. Die ersten Geräte, die von den geplanten Maßnahmen betroffen sein werden, sind Öfen, die vor dem 1. Januar 1975 der Typenprüfung unterzogen wurden – und damit im Jahre 2015 bereits 40 Jahre und älter sind. Weitere drei Stufen für unterschiedliche Jahre der Typenprüfung folgen bis Anfang 2025. Die letzte Stufe, die nach derzeitiger Planung mit dem Jahreswechsel 2024/2025 kommt, umfasst alle Geräte, die ab 1995 bis zum Inkrafttreten der Novelle geprüft wurden. Durch die klare Regelung der Übergangfristen erhält der Verbraucher Planungssicherheit und kann sich langfristig auf die durchzuführenden Maßnahmen vorbereiten.
Rechnet sich der Austausch von Altgeräten überhaupt?
Moderne Geräte verbrauchen aufgrund des höheren Wirkungsgrades weniger Brennstoff. Damit ist CO2-neutrales Heizen mit Holz auch unter den neuen Auflagen wirtschaftlich interessant und ökologisch sinnvoll. Der Austausch von veralteten Feuerstätten schont den Geldbeutel und hilft der Umwelt.
Wird es bei den Altgeräten auch Ausnahmen geben?
Ja – Ausnahmen sind geplant. So sind private Kochherde, Backöfen, Badeöfen, offene Kamine sowie Öfen, die vor 1950 errichtet wurden, von der neuen 1. BImSchV ausgenommen.
Wie sind die Regelungen für Neugeräte?
Die neue 1. BImSchV gilt selbstverständlich auch für Neugeräte. Sie sieht zwei Stufen für die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte vor, wobei die erste Stufe unmittelbar mit Inkrafttreten der neuen Verordnung verknüpft ist. Die zweite Stufe beginnt dann im Jahre 2015 mit niedrigeren Grenzwerten. Demnach muss auch für Neugeräte die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte nachgewiesen werden. Dies bedeutet wie bei den Altgeräten jedoch nicht automatisch eine vor Ort Messung durch den Schornsteinfeger. Die Ergebnisse der Staubmessungen im Rahmen einer Typenprüfung sind hier ebenfalls als Nachweis ausreichend. Entsprechende Angaben zum Hersteller und um welchen Gerätetyp es sich handelt, sind auf dem Typenschild am Gerät angebracht. Dies ermöglicht es, die Einhaltung der Grenzwerte beim Hersteller anzufragen oder ab Anfang 2008 in der neuen HKI-Datenbank zu recherchieren.
Wichtig: Geräte, die die Anforderungen der 1. Grenzwertstufe erfüllen, genießen Bestandsschutz und dürfen auch nach Inkrafttreten der 2. Stufe weiter betrieben werden!
Als Faustregel gilt: Die meisten der heute im Verkauf befindlichen Geräte erfüllen die geplanten Anforderungen der ersten Stufe – und zwar unabhängig von der Preisklasse. Diesen Geräten droht weder Stilllegung noch Filterzwang oder Austausch. Zum Nachweis der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise das Zertifikat „DINPlus geprüft“.
Nicht der Preis entscheidet, sondern die Technik
Die Geräte-Emissionen sind nicht von dem Preis des Gerätes abhängig, sondern von der Gerätetechnik, die in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gemacht hat. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Emissionen als auch hinsichtlich der Steigerung des Wirkungsgrades. Fabrikneue Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen verursachen heute nur noch einen Bruchteil der Emissionen von Feuerstätten, die in den 1970er Jahren produziert worden sind. Alle auf dem deutschen Markt befindlichen Geräte werden von unabhängigen Feuerstätten-Prüfstellen einer ausführlichen technischen Untersuchung unterzogen, die auch heutzutage das Emissionsverhalten im Rahmen der bereits erwähnten Typenprüfung dokumentiert.
HKI-Online-Datenbank gibt Auskunft über den technischen Stand von Feuerstätten
Durch eine Optimierung der Verbrennungstechniken sind in den letzten Jahren bereits erhebliche Verminderungen der Emissionen von Feuerstätten für feste Brennstoffe erzielt worden. Damit Endverbraucher, Schornsteinfeger und Behörden das Einhalten der geplanten Emissionsgrenzwerte einzelner Feuerstätten und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Möglichkeiten abfragen können, bietet der HKI-Verband ab 2008 eine entsprechende Online-Datenbank zur Recherche an.
Was sollte ich jetzt tun?
Sind Sie bereits Besitzer einer Feuerstätte, sollten Sie abwarten. Denn die neue 1. BImSchV muss noch vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Dementsprechend stehen auch die zu erwartenden Regelungen noch nicht endgültig fest.
Planen Sie die Anschaffung einer neuen Feuerstätte, sollten Sie beim Kauf nach den Emissionswerten der Feuerstätte fragen oder auf das DINPlus-Zeichen und andere Zertifikate achten. Nutzen Sie zudem ab Januar 2008 die neue HKI-Online Datenbank, um sich über Eigenschaften ihres Gerätes zu erkundigen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsvollversammlungen in Thüringen

Im Monat Juni fanden die Innungsvollversammlungen der drei Thüringer Innungen statt. Damit ich den Leser nicht langweile, möchte ich nur auf eine näher eingehen. Diesmal soll es die Innung Südthüringen sein.
Herr Innungsobermeister Uwe Nenzel eröffnete mit der Begrüßung aller Anwesenden die Mitgliederversammlung um 10:00 Uhr im BTZ Rohr.
Motto der Innungsversammlung: „Energiesparen mit dem Schornsteinfeger“. Dieses Thema wurde aufgrund der im Frühjahr kostenlos durchgeführten Energiesparchecks an Ein- und Zweifamilienhäusern ausgewählt.
Nach seinem Geschäftsbericht ging IOM Nenzel auf bevorstehende Aufgaben ein. Er sagte: Es ist dringend notwendig, dass das Schornsteinfegerhandwerk seine anstehenden Hausaufgaben erledigt. Außer dem geplanten Innungszusammenschluss gibt es noch sehr wichtige Dinge wie Anpassung der Muster KÜO-Refa an die neuen Sachlagen, Erarbeitung eines neuen Schornsteinfegergesetzes und die rechtliche Begleitung für ein neues Berufsbild sowie die Strategie zur Wirtschaftlichkeit der Betriebe, so OM Nenzel. Wir alle wissen, dass dies eine hohe Herausforderung für unser Handwerk ist.
Neben den einzelnen Geschäftsberichten des Bereiches Bildung, des Qualitäts- und Umweltbeauftragten sowie der Kasse kamen natürlich auch die Gäste aus den Partnerinnungen und aus dem Bereich Politik und Wirtschaft zu Wort.
Gastredner waren:
– OM Thomas Menge, Innung Erfurt
– TIW Innung Unterfranken Ernst Richter
– Landesinnungsobermeister Ulrich Eller
– als Vertreter des ZIV Gunar Thomas
– HWK Südthüringen – Präsident Helmut Adamy
– Haus & Grund Landesverband Thüringen Herr Norbert Bugdol
– Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur Herr Dieter Rötters
– Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Herr Hirsch
– Leiter des BTZ Rohr Herr Wieber
– SPD-Wirtschaftsausschuss Frau Sabine Doth
Auf die Rede von Frau Sabine Doth möchte ich ein wenig näher eingehen. Frau Doth begrüßte alle Anwesenden, bedankte sich für die Einladung und wies darauf hin, dass der Brandschutz durch die Schornsteinfeger bereits eine wichtige Aufgabe im Mittelalter war. Für die Schornsteinfeger werden wichtige Weichen in der Reform des Schornsteinfegergesetzes gestellt. Kehrbezirke und Kontrollaufgaben werden bleiben und Kernelemente werden bewahrt.
Das Schornsteinfegergesetz wird europarechtlich geändert und eingestellt. Mit Umwelt und Energieeinsparung ergeben sich neue Arbeitsfelder. So können gesetzliche Vorgaben den Energieausweis als wichtige Aufgabe für den Schornsteinfeger als neutralen Berater werden. Durch den Energiepass wird auch die Bauwirtschaft angekurbelt.
Die 1. BImSchV wird in seiner Änderung die Altanlagen nicht wie neue Anlagen behandeln. Durch die Plenarsitzung wurde die Änderung der Thüringer Bauordnung, in Bezug auf die Pflicht von Rauchwarnmeldern, eingebracht. Dies könnte ein neues Aufgabenfeld für die Schornsteinfeger werden. Diese Ausführungen machten natürlich den Kollegen Mut. Es kann ja auch nicht sein, dass gesunde Strukturen einfach ersatzlos gestrichen werden.
Diese Politik wurde ja in der „Wendezeit“ praktiziert, um heute unter einem anderen Namen aus der Taufe gehoben zu werden. Nichts gegen Profilierungsgeilheit, aber nicht auf Kosten eines gesamten Handwerks mit mehreren tausenden Beschäftigten. Deshalb sollte man auch die Vertreter des Handwerks genau anhören! Wir als Schornsteinfeger haben uns immer die Neutralität auf die Fahnen geschrieben.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

2. Schul-Energie-Tag

Am 24. April 2007 fand im Ilm-Kreis der 2. Schul-Energie-Tag im Staatlichen Berufsschulzentrum Ilmenau mit dem Schornsteinfegerhandwerk statt.
Die Veranstaltung war an die Aktivitäten in Rahmen der Lernenden Region Ilm-Kreis (Handlungsfeld I „Technik, Umwelt, Medien“) angebunden, sowie in die „Woche der erneuerbaren Energien 2007“ des Ilm-Kreises eingebettet. Seit mehreren Jahren wurden verschiedene Initiativen im Bereich regenerative Energien durchgeführt. Diese Aktivitäten sind durch die unterschiedlichsten Partner realisiert wurden. Es gab eine sehr gute Zusammenarbeit, die durch das Projekt „Schul-Energie-Tag“ weiter gefördert wurde.
Diese Veranstaltung bot konkrete Informationen sowie handlungsorientierte Angebote in Formen von Projekten, Workshops, Ausstellungen, Präsentationen, Demonstrationen und Experimente an Geräten und Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Für diesen Tag hatten wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Erstmals wurde die Wärmebildkamera der Innung Südthüringen präsentiert. Die Jugendlichen waren begeistert, was technisch schon möglich ist und wie in der Praxis schon heute gearbeitet wird. Diese Investition der Innung Südthüringen ist genau der richtige Schritt in die Zukunft.
Aussteller waren unter anderem die Stadtwerke Ilmenau, das Umweltzentrum Unstrut-Hainich e. V. und der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen, vertreten durch Bezirksschornsteinfegermeister Jens Rödiger mit seinen Kollegen.
Rene Bucklitsch klärte die vielen Besucher und Schüler der Praxisbörse über den nachwachsenden CO2-neutralen Brennstoff Holz und bivalente Heiztechnik auf und präsentierte ein Modell zur sinnvollen Wärmedämmung. Außerdem erläuterte er Statistiken über die Brennstoffe Erdgas, Heizöl und Kohle in der Zukunft.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises 2007

Wie in jedem Jahr fand auch 2007 wieder die Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises mit Lehrstellenbörse und Informationstag für Verkehr und Logistik in der 3-Felder-Sporthalle in Mühlhausen statt.
Schüler der Abgangs- und Vorabgangsklassen der Förder-, Haupt-, und Regelschulen sowie der Gymnasien fanden sich ein, um sich in der Berufswelt zu orientieren und einen Überblick zu verschaffen. Viele Unternehmen aus Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, freier Berufe und öffentlicher Verwaltungen präsentierten sich. Natürlich wollten wir als Schornsteinfeger nicht fehlen. Mehr als 900 junge Menschen zog es in die Beruflichen Schulen. Einige wussten ziemlich genau was sie wollten. Daniel aus Osterkörner fragte nach den Voraussetzungen eines Schornsteinfegers, Tanja aus Mühlhausen sieht ihre berufliche Perspektive im Bereich Umweltschutz und befand: „Alle Fragen, die ich hatte, konnten geklärt werden.“ Sie war echt erstaunt, welches Wissen ein Schornsteinfeger hat. Was besonderst gut angekommen ist, war die Simulation eines Einstellungstestes.
Durch solche Übungen kann man jungen Menschen die Angst vor solchen Aufgaben nehmen. Anna Köhler, selbst Schornsteinfegerlehrling, beantwortete viele Fragen der zukünftigen Auszubis. Große Augen bekamen die Besucher nachdem im Internet der theoretische Unterricht und die Unterbringung vorgestellt wurden.
Eltern machten uns darauf aufmerksam, dass diese Darstellung einer Berufsschule beispielhaft ist. Andere Berufsgruppen sind da wohl noch nicht so weit. Wir können davon ausgehen, dass unsere Berufsdarstellung ein voller Erfolg war.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Heiztechnik

Mit eigener Ölheizung etwas für Klimaschutz tun

Durch Thüringer Haushalte, Handels- und Dienstleistungen sowie Gewerbebetriebe wurden im Jahr 2005 rund 8,8 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen verursacht. Das ist etwa die Hälfte der gesamten CO2-Emissionen des Freistaates. Ein Einsparpotenzial, das Thüringen Mineralölhandel, der Landesfachverband Sanitär – Heizung – Klima (SHK), der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks gemeinsam mit dem Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) in einer konzentrierten Aktion erschließen will. Mit schwefelarmem Heizöl und hocheffizienter ÖI-Brennwerttechnik. Auf diese Weise könnten Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 30 Prozent gesenkt werden, sagen die Experten.
Die trafen sich gestern im Seehotel Zeulenroda zur 10. Ölfachtagung, in deren Mittelpunkt die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung von IWO-Institut, Mineralölhandelsverband (VER) Südwest/Mitte, Thüringens Fachverband SHK und des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks stand. Darin verpflichten sich die Fachverbände auf freiwilliger Basis im Interesse des Klimaschutzes auf Öl-Brennwerttechnik und schwefelarmes Heizöl zu setzen. „Eine Absichtserklärung“, wie IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen betonte, die man auch gewillt sei, Schritt für Schritt umzusetzen. Dafür sei es notwendig, schwefelarmes Heizöl überall anbieten zu können. Wir setzen alles daran, dass schon ab 2008 jeder Kunde einen Lieferanten für ,Heizöl EL schwefelarm‘ im Umkreis von maximal 35 bis 50 Kilometern findet“, versichert VEH-Chef Dr. Jörg Lenk.
Gegenwärtig investierten viele Raffinerien erheblich in die Entschwefelungsanlagen. „Dieses Engagement gibt es sonst nicht in Europa“, bekräftigt der IWO-Professor. Dem vor allem eine Botschaft am Herzen liegt: „Schwefelarmes Heizöl und hocheffiziente Öl-Brennwerttechnik sind das System für die Zukunft.“ Umso wichtiger sei es, den Schornsteinfeger und den Landesfachverband der Heizungsbauer und Installateure mit ins Boot bekommen zu haben, die letztlich mit dem Kunden vor Ort arbeiten – ihn fachkundig beraten. Denn für viele Heizungen, die um 1990 herum eingebaut wurden, stehen demnächst Modernisierungen an. Da auf effiziente Technik zu setzen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun, ist das Anliegen der Vertreter der Spitzenverbände, das sie nun bis zum Verbraucher tragen und mit ihm gemeinsam umsetzen wollen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Schnelle schwarze Feger

Schnelle schwarze Feger setzen sieben Tore ins Netz
Schornsteinfeger gelingt Revanche gegen die Konditoren

Die Schornsteinfeger der Chemnitzer Innung brachten sich am Samstag den 11. 08. 2007 selbst das meiste Glück. Bei einem Freundschaftsspiel während des Steinbergfestes in Chemnitz gegen die Kollegen der Konditoreninnung Chemnitz gingen sie mit 7:5 Toren als Sieger vom Platz. Im vorigen Jahr, anlässlich der Fußball WM, wurde die Tradition wiederbelebt. Dieses Spiel zwischen den beiden Innungen endete mit einem Sieg der Konditoren. Das vorletzte Spiel fand 1956 in Chemnitz im Stadion an der Clausstraße statt. Damals gewannen die Schornsteinfeger mit 4:3.
Anwesend waren auch zwei damalige Spieler, Ehrenobermeister Roland Kahl und Eberhard Sturm. Sie spielten vor 51 Jahren in der Mannschaft der Schornsteinfeger. Die heute über 70-Jährigen erinnerten sich genau, dass damals die Spieler in beiden Halbzeiten komplett in Berufskleidung spielten. Das Fußballspielen zwischen den Innungen werden wir als Tradition fortführen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Mitgliederversammlung des LIV Sachsen-Anhalt in Winterfeld

Am 26. Juni 2007 trafen sich die sachsen-anhaltischen Schornsteinfeger in Winterfeld zur Mitgliederversammlung. Obwohl in diesem Jahr der Delegiertentag nicht von einem Landesverbandstag umrahmt wurde, konnten als Gast der Präsident des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günter Beyerstedt, Ehrenlandesinnungsmeister Manfred Jablonski und Ehrenobermeister Karl-Heinz Kiel, sowie weitere 70 interessierte Bezirksschornsteinfegermeister begrüßen werden.
Der Landesinnungsmeister Thomas Keindorf ging in seinem Bericht näher auf den Stand der Umsetzung der Musterkehrordnung in Sachsen-Anhalt ein. Er stellte fest, dass sich das Schornsteinfegerhandwerk durch mehrere Schulungen auf die Einführung der modernen KÜO vorbereitet hat. Nach jüngsten Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium ist jedoch eine Umsetzung zum Januar 2008 nicht mehr absehbar.
Ein wesentlicher Aspekt im Berufsbild des Schornsteinfegerhandwerks ist der vorbeugende Brandschutz. Der LIV Schornsteinfeger Sachsen-Anhalt hat sich an einer Aktion des Innenministeriums gemeinsam mit den Feuerwehren und der ÖSA beteiligt, die auf den Einsatz von Rauchmeldern aufmerksam machen soll. Der internationale Tag des Rauchmelders am 13. Juli 2007 soll deshalb zum Anlass genommen werden, um landesweit 1000 Rauchmelder in Kindergärten oder ähnlichen Einrichtungen durch Schornsteinfeger zu installieren.
Ausführlich berichtet Keindorf auch über den Stand der geplanten Landesinnung. Dabei bedauert er, dass diese Pläne nun nicht weiter verfolgt werden können. Mit Blick auf die Änderung des Schornsteinfegergesetzes würde eine Veränderung der Strukturen unseres Landesverbandes in Richtung Landesinnung der richtige Weg sein, betont der Landesinnungsmeister.
Hans-Günter Beyerstedt, Präsident des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, nahm in seinem Grußwort Bezug auf den immer wichtiger werdenden Umweltschutz.
Die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas bekommen Konkurrenz: Immer mehr Bauherren und Hausbesitzer entscheiden sich für ein alternatives Heizkonzept und verhelfen damit beispielsweise dem Brennstoff-Klassiker Holz zu neuen Ehren. Dichtauf folgen die regenerativen Energieformen Sonnenenergie und Erdwärme. An diesem Punkt steht jedoch mancher Hausbesitzer vor einer schwierigen Entscheidung. Beratung und Hilfe kann hier der Schornsteinfeger bieten. Für die Sicherheit seiner Kunden zu sorgen und ihn gut zu beraten ist das Ziel der „schwarzen Zunft“. Mit dem Qualitäts- und Umweltmanagementsystem haben wir eine entscheidene Voraussetzung für die Zukunftssicherung unseres Handwerks geschaffen. Sowohl dem Kunden als auch dem Gesetzgeber wird damit die Gewähr für die Zuverlässigkeit der Leistungen des Schornsteinfegers gegeben.
Der Schwerpunkt der Berufspolitik liegt derzeit in der geplanten Änderung des Schornsteinfegergesetzes. Hans-Günter Beyerstedt gab einen Überblick über den aktuellen Stand. Nachdem die Umsetzung des modifizierten Schornsteinfegersystems, wie es zur Mitgliederversammlung 2004 in Weimar beschlossen wurde, von Brüssel nicht akzeptiert wurde, hat im Oktober 2006 die EU dann das offizielle Vertragsverletzungsverfahren eröffnet. Der letzte Stand sieht vor, dass ein Vorbehaltsbereich bestehen bleibt und auch Übergangsfristen für das Schornsteinfegerhandwerk eingerichtet werden.
Nach dem Willen der EU in Brüssel soll auch die Anlage A und B der Handwerksordnung weiter abgeschmolzen werden. Wir kämpfen für den Erhalt des Schornsteinfegerhandwerks in der Anlage A der HWO aufgrund der besonderen Anforderungen im Brand- und Umweltschutz, d. h. Beibehaltung des Meisterzwangs.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Nachwahl des Berufsbildungswartes/QM/UM-Beauftragten. Hier geht das Land Sachsen-Anhalt neue Wege. Um Kräfte zu bündeln, wurden die Positionen der Berufsbildungswarte in den Vorständen der Innungen eingespart. Diese Tätigkeiten werden nun zentral vom Landesberufsbildungswart abgearbeitet. In den Innungen bleibt noch die Position des QM/UM-Beauftragten für die Organisationsebene. Zum Landesberufsbildungswart wurde der Wittenberger Bezirksschornsteinfegermeister Pitt-Thorsten Streit gewählt. Als sein Stellvertreter erhielt Kai Schoppenhauer aus dem Bördekreis das Vertrauen der Delegierten.
Noch vor der Wahl des neuen LBBW bedankt sich Landesinnungsmeister Thomas Keindorf bei Siegfried Hampe, der neun Jahre die Berufsbildungsangelegenheiten im LIV Sachsen-Anhalt geleitet hat. In seiner Dankesrede zog Keindorf einen Bogen über Hampes Berufsweg.

Siegfried Hampe ist seit über 40 Jahren Schornsteinfeger aus Leib und Seele. Nach nur einem Jahr Lehrzeit bei seinem Vater Günther Hampe hat er 1967 in Bernburg die Gesellenprüfung abgelegt. Schon zwei Jahre später erhielt er in Halle den Meisterbrief. Schon immer hat er neben seiner Tätigkeit als Schornsteinfeger ehrenamtliche Aufgaben übernommen. So hat er bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst 1969 als Berufsschullehrer an der Schornsteinfegerschule in Tiefensee junge Menschen zum Schornsteinfeger ausgebildet. Seit dem 01. Juli 1978 ist er Bezirksschornsteinfegermeister in Nachterstedt. Neben seinen umfangreichen Aufgaben im Brandschutz, Umweltschutz und der Energieeinsparung hat er sich immer ehrenamtlich in der Innung beteiligt. So war er viele Jahre als Technischer Innungswart der Schornsteinfeger-Innung Bernburg für die Ausarbeitung neuester technischer Normen zuständig.
Von 1995 bis 1998 hat er sich um die Öffentlichkeitsarbeit im Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt (LIV) gekümmert. 1998 wurde er zum Berufsbildungswart des LIV gewählt. In dieser Funktion hat er sich um die Weiterbildung der Schornsteinfeger und die Ausbildung der Lehrlinge verdient gemacht.
Neutrale Beratung und Hilfe in heiztechnischen Belangen sind neben Brandschutz und Umweltschutz die wichtigsten Aufgaben eines Schornsteinfegers.
Für die Sicherheit seiner Kunden zu sorgen und ihn gut zu beraten ist das Ziel der „schwarzen Zunft“. Um diese Vorgaben zu erreichen, hat das Schornsteinfegerhandwerk ein Qualitäts- und Umweltmanagementsystem eingerichtet, das auf der Grundlage der DIN EN ISO 9001:2000 und 14001:2005 erstellt wurde. In Sachsen-Anhalt hat es sich Siegfried Hampe zur Aufgabe gemacht, dieses umfassende Managementsystem umzusetzen und mit Leben zu erfüllen.
Neben seinen Aktivitäten im Schornsteinfegerhandwerk ist er aktives Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr und im Gemeinderat Nachterstedt. Außerdem engagiert er sich sehr stark im Gemeinschaftsausschuss Seeland und ist Mitglied im Aufsichtsrat der Seeland GmbH.
Auf der Mitgliederversammlung des LIV Sachsen-Anhalt in Winterfeld am 26. Juli hat er sein Ehrenamt im Beruf in jüngere Hände gelegt. Der Landesinnungsmeister Thomas Keindorf dankte ihm für seine langjährige Ehrenamtstätigkeit und wünschte ihm für die weitere berufliche und private Zukunft viel Erfolg.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Behindertensportfest

243 Teilnehmer aus ganz Deutschland und sogar aus der Ukraine kamen zum Behindertensportfest nach Tangerhütte. In der Zeit vom 19. bis zum 21. Juli 2007 fand bereits zum 16. Mal das Spiel-und Sportfest mit Internationaler Beteiligung für Rollstuhlfahrer und ihre Freunde statt. Das Fest ist das einzige seiner Art in ganz Deutschland. Die Mitglieder der Schornsteinfegerinnung Altmark unterstützen dieses Event von Anfang an.
Zu Beginn des Sportfestes wurde am Donnerstag, den 19. Juli, auf dem Schützenplatz in Tangerhütte das Sportschießen (Mannschaftspokal mit Schornis) durchgeführt. Es schießen jeweils zwei Rollstuhlfahrer und ein Schornsteinfeger. BSM Jochen Lehmann aus Havelberg wurde mit seiner Mannschaft Zweiter. Zeitgleich lief in der Gaststätte am Schützenplatz der Kegelwettbewerb.
Am Freitag, den 20. Juli, erfolgte dann im Stadtzentrum von Tangerhütte die offizielle Eröffnung des Sportfestes mit vielen prominenten Gästen aus Wirtschaft, Sport und Politik. Nach der Eröffnung begannen dann die Wettkämpfe wie Basketball, Dart, Boccia, usw.
Ab ca. 15.00 Uhr wurde unter Anleitung des Tangerhütter Bezirksschornsteinfegermeister Siegfried Pianka die abendliche Versorgung der Rollstuhlfahrer vorbereitet. Siggi, wie er liebevoll von den Rollstuhlfahrern genannt wird, ließ durch die Helfer, seine Frau Christel, seinem Gartennachbar, sowie dem stellv. OM Reinhard Wegner mit seiner Frau, mindesten 50 Kilo Gemüse aufbereiten. Am Abend wurde dann für die über 200 Rollis eine Gemüsepfanne gebrutzelt. Dazu gab es Schweinekamm, der über offenen Buchenholz gegart wurde. Das war eine mehr als schweißtreibende Arbeit. Die Verpflegung dauerte bis spät in die Nacht hinein und wurde dankbar angenommen. Später wurde S. Pianka für seine jahrelange, aufopferungsvolle Arbeit geehrt.
Am Sonnabend, den 21. Juli, folgten weitere sportliche Wettkämpfe. Gegen 19.00 Uhr fand dann ein gemeinsamer Abschlussabend statt. Hier wurden die sportlichen und ehrenamtlichen Leistungen gewürdigt, ausgezeichnet und den Sponsoren nochmals gedankt.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Kein Tag der Sachsen ohne Schornsteinfeger

So gab es auch dieses Jahr wieder am Tag der Sachsen Glück zum Anfassen. Zwar hatten die Veranstalter in Reichenbach Vogtland am 9. September wenig Glück mit dem Wetter, aber dafür viel Glück mit dem Festumzug. Kollegen der Schornsteinfegerinnung Zwickau und des Fachverbandes der Arbeitnehmer im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen (FASS) trotzten dem Regen und demonstrierten
gemeinsam Zuversicht für Beruf und Land.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Allrode 2007

Mittlerweile zum 12. Mal fand in Allrode die jährliche Informationsveranstaltung der Schornsteinfeger-Innung im Kammerbezirk Halle statt. Schwerpunkt der diesjährigen Schulung war die bevorstehende Einführung der Muster-KÜO in Sachsen-Anhalt. Aus aktuellem Anlass wurde die Dauer der Schulungseinheiten erhöht, um die Kollegen in die Lage zu versetzen, die Umstellung auf die neuen Gebühren über die Sommermonate in den Kehrbezirksverwaltungsprogrammen zu vollziehen. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde am 2. Tag die Innungsversammlung durchgeführt. Neben den Grußworten der Obermeister aus den Innungen Magdeburg und Altmark, Uwe Pomplun und Gerd Lamberts, erläuterte der LIM Thomas Keindorf den aktuellen Stand der Reform des Schornsteinfegergesetzes. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Bei einer Wanderung durch die herrliche Umgebung des Harzes gab es einen kleinen Snack sowie am Abend ein Grillfest im Garten des Seminar- und Sporthotels Harzer Land.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteine

Raab-Prüflabor sichert höchsten Qualitätsstandard

Eignungsprüfungen an metallischen Abgasanlagen werden erleichtert

Die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, ist europaweit auf dem Sektor der Abgastechnologie vertreten. Um die nötigen Prüfungen zur Erlangung des CE-Zeichens, und damit der europäischen Zulassung, im eigenen Hause durchführen zu können, richtete Raab ein werksseitiges Prüflabor ein. Die Anlage ist nach den Prüfnormen DIN EN 1859 und EN 13126 aufgebaut. Sie erlaubt damit die Erstprüfung zur Bescheinigung der Konformität mit europäischen Prüfungen.
Zu den durchgeführten Untersuchungen zählt u. a. die thermische Prüfung einschließlich der Rußbrandbeständigkeit bei 1.000° C. Die Messwerte werden mittels Sensoren ermittelt und über eine Spezialsoftware ausgewertet. Vor und nach jeder thermischen Prüfung wird die Gasdichtheit bzw. Leckagerate der Bauteile bestimmt. Die Werte werden nach EN 1856-2, Tabelle 1, zugeordnet. Im weiteren Verlauf der Prüfungen sind die Druckbelastungen für die Bauteile und Halterungen der Abgasanlage zu ermitteln. Anhand der Ergebnisse lässt sich die mögliche Aufbauhöhe der Einzelkomponenten ableiten. Im Folgenden werden noch der Wasserdampfdiffusionswiderstand, die Kondensatbeständigkeit und der Widerstand gegen das Eindringen von Regenwasser getestet. Außerdem erfolgt noch die Prüfung des Widerstandes gegen die Windlasten. In diesem Zusammenhang ist nachzuweisen, dass bei der Installation einer Abgasanlage an der Gebäudeaußenwand der Abstand von 4 m zwischen zwei Wandbefestigungen sowie die frei auskragende Länge von 3 m über der letzten Befestigung sicher eingehalten werden kann.
Alle ermittelten Ergebnisse werden dem Notified Body (Materialprüfungsanstalt Dortmund, TÜV Süd GmbH) zur Verifizierung vorgelegt. Deren unabhängige Gutachter erteilen dann die Zertifizierung für die Raab-eigene Produktionskontrolle. Für Raab ergibt sich durch diese Arbeitsweise die Möglichkeit, neu entwickelte Produkte zeitnah zu testen und bei Markteinführung bereits höchste Qualitätsstandards – mit entsprechender CE-Kennzeichnung – bieten zu können.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Heiztechnik

Verbrennungsluftklappe

Luft zählt zu den selbstverständlichen Lebenselementen und wird selten bewusst wahrgenommen – es sei denn, sie riecht unangenehm oder wird knapp. Auch einer Feuerstätte mit Schornsteinanschluss geht im wahrsten Sinne des Wortes die Puste aus, wenn der Zustrom der Verbrennungsluft fehlt. Gerade Gebäude mit dichter Hülle, die heutzutage als Standard nach der Energieeinsparverordnung EnEV gelten, benötigen daher effiziente Komponenten, um den zuverlässigen Betrieb des Wärmeerzeugers zu gewährleisten.
Die Verbrennungsluftklappe VLK 180 von Kutzner + Weber schafft hier Abhilfe: Sie sichert die gleichmäßige Luftzufuhr, so dass die Feuerstätte optimal funktionieren kann. Während der Stillstandszeiten schließt sie sich automatisch – auf diese Weise wird das Einströmen kalter Außenluft bzw. das Abströmen warmer Raumluft verhindert. Mit dieser Funktionsweise geht also eine erhebliche Energieeinsparung und zusätzlich eine Umweltentlastung einher.
Je nach Situation vor Ort lässt sich die VLK 180 in eine Wanddurchführung oder in eine Zuluftleitung einbauen. Selbst die Montage in ein Fenster ist möglich, so dass auch eine Nachrüstung problemlos erfolgen kann. Das Bauteil verfügt über eine Wärmedämmung und ist gegen Schwitzwasser ausreichend geschützt. Als Schutz vor Witterungseinflüssen oder Kleintieren wird außen ein Gitter angebracht, das im Lieferumfang enthalten ist. Sämtliche Komponenten aus Edelstahl bzw. hochwertigem Kunststoff garantieren eine lange Lebensdauer für sicheres und sparsames Heizen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Produkte

Ereignismeldesystem EMS 220

Das neue Ereignismeldesystem EMS 220 von AFRISO-EURO-INDEX wurde zur Fernüberwachung von Gebäuden, Tanks, Schächten, technischen Einrichtungen und Produktionsprozessen entwickelt. An EMS 220 können schaltende Sensoren (Gas-/Rauchmelder, Feuermelder, Öl- und Wassermelder, Fenster- und Türkontakte) und stetige Sensoren (Füllstands-, Reserve-, Fehler- oder Störungs-Meldungen) angeschlossen werden. Sollten bestimmte Ereignisse auftreten, werden zuständige Personen sofort per SMS benachrichtigt, wobei der Status der zu überwachenden Objekte auch über das Mobiltelefon abgefragt werden kann. EMS 220 kann diese Mess- und Alarmdaten aber auch an den AFRISO Net Webservice www.afriso-net.com übermitteln, wodurch eine optimale Dokumentation und Verwaltung kontinuierlicher Messergebnisse möglich ist. Berichte oder Trendkurven lassen sich nach individuellen Vorstellungen erstellen. Der Zugang zu den über ein Passwort gesicherten, eigenen Messergebnissen ist jederzeit und weltweit über das Internet möglich. EMS 220 verfügt über einen Analogeingang (4 bis 20 mA), zwei Digitaleingänge sowie einen Sondeneingang für einen optional erhältlichen Füllstandanzeiger. Das Ereignismeldesystem EMS 220 wird mit 220 V AC versorgt; die Montage und Inbetriebnahme des Gerätes ist einfach und schnell durchführbar. Das System kann gut in kleinen und mittleren Gewerbe- und Industriebetrieben für einfache Überwachungsaufgaben eingesetzt werden.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteine

UniTherm 2 mit hervorragendem Wirkungsgrad

Die Schornstein-Ofen-Unit UniTherm von Plewa stand vor kurzem als Version 2 beim TÜV Bayern in München auf dem Prüfstand. Die Unit mit dem in den Brennraum integrierten Wasserwärmetauscher wurde dort auf ihren Wirkungsgrad hin untersucht. Das Ergebnis: hervorragende 89,6 Prozent! Damit eignet sich die Feuerstätte in besonderem Maße als Ganzhausheizung in modernen Gebäuden mit niedrigem Heizenergiebedarf. Der Wärmeerzeuger besitzt eine Heizleistung von ca. 9,8 kW, die sich in 3,9 kW für die Raumheizleistung und 5,9 kW für die Heizwasserleistung aufteilen.
Der Wasserwärmetauscher speist einen Pufferspeicher, so dass genug Energie zur Beheizung anderer Räume bzw. zur Brauchwassererwärmung bereit steht. Die Anschlüsse für den Heizungsvor- und -rücklauf sind im Fußteil des Kaminofens integriert, ihre Einbindung in den Heizkreislauf gestaltet sich daher unproblematisch. Auf Wunsch lässt sich diese Version des UniTherm auch mit einer Solaranlage koppeln.
Neben den genannten Punkten kann die Feuerstätte noch mit weiteren Vorteilen glänzen. Dazu zählen beispielsweise die optimale Abstimmung aller Komponenten, der schnelle Aufbau durch die Vorfertigung, die raumluftunabhängige Betriebsweise sowie die freie Gestaltungsmöglichkeit des Außenmantels. Auch die kompakte Bauweise – der Kaminofen benötigt nur eine Stellfläche von 55 x 55 cm – gilt als Pluspunkt. Darüber hinaus garantiert Plewa eine hohe Betriebssicherheit, die mit niedrigen Emissionen einher geht.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Produkte

50 Innovationen und Neubau zum 50. Geburtstag

Allein im Jubiläumsjahr bringt Testo 50 neue Produkte für verschiedene Märkte und Anwendungen
Im September 2007 blickt der Lenzkircher Messgerätehersteller auf 50 Jahre Erfolgsgeschichte zurück. Das ist für das Unternehmen ein Grund zum Feiern, aber vor allem auch zum Arbeiten; denn der Blick ist im 50. Jubiläumsjahr nach vorne gerichtet. Der Zukunftsplan ist ehrgeizig: allein 50 Innovationen in 2007 und eine Umsatzsteigerung von 30% in den nächsten zwei Jahren sind vorgesehen.
Zehn der 50 Innovationen sind die Profi-Messgeräte der neuen Pocket Line – im Taschenformat. Sie sind gut geeignet für schnelle und zuverlässige Messaufgaben in den Bereichen Heizung, Lüftungs- und Klimatechnik. Sie sind alle sehr klein, handlich und einfach zu bedienen. Dank ihres praktischen Formats passen die Messgeräte in jede Hemd- oder Hosentasche. Professionelle und zuverlässige Sensorik – wie z. B. der Testo-eigene, patentierte Feuchtesensor – garantiert verlässliche und stabile Messergebnisse.
„Zeichen setzen für die Zukunft“ lautet das Firmenmotto, das zielstrebig in die Tat umgesetzt wird. Der Erfolg des Rekordjahrs 2006 soll fortgesetzt werden. Testo betreibt dafür einen überdurchschnittlichen Aufwand für Forschung und Entwicklung. Allein im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 35 neue Mitarbeiter in diesem Bereich eingestellt. Der weltweite Umsatz stieg 2006 auf 128,6 Millionen Euro. Beachtlich ist, dass das Unternehmen an seinem Hauptstandort am stärksten gewachsen ist.
Mit einem 2.000 qm großen Neubau in Lenzkirch im Hochschwarzwald, der für weitere 200 Mitarbeiter Platz bieten soll, bekennt sich der Messgerätehersteller zum Standort Deutschland.
Das kontinuierliches Wachstum in den vergangenen Jahren gibt der Testo AG auch guten Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Durch ständige Investitionen in neue Ideen setzt das Unternehmen immer wieder Maßstäbe im Bereich der Messtechnik. Mit inzwischen über 1.350 Mitarbeitern ist der Global Player in 25 Tochtergesellschaften auf allen fünf Kontinenten vertreten.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Glückstour 2007

Die Firma Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH in Bad Wünnenberg war ein lohnenswertes Etappenziel im Rahmen der Glückstour, die jetzt zum zweiten Mal stattfand. Die stolze Summe von 3.500 Euro nahmen die Initiatoren der Benefiz-Fahrradtour in Empfang. Dabei handelt es sich um den Erlös eines Festes auf dem Gelände der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, das anlässlich der Glückstour stattfand.
„Diesen guten Zweck unterstützen wir gerne“, sagte Johannes Lötfering, Geschäftsführer der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH. Organisiert wurde die Fahrradtour, in deren Rahmen 28 Kaminkehrer rund 900 km von Hannover zum Bundesverbandstag der Schornsteinfeger nach Bad Dürkheim radelten, vom Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Dieser erhält auch sämtliche Spenden aus der Tour. Außerdem wollen die Radler ihr Ansinnen in der Öffentlichkeit präsentieren. „Wir möchten die Aufmerksamkeit auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft lenken“, sagte Klaus Bewer.
Der Schornsteinfeger aus Delbrück bei Paderborn hat die Glückstour im vergangenen Jahr mit einigen Kollegen initiiert und ist als ehemaliger Triathlet gerne dabei. „Der sportliche Ehrgeiz rückt aber in den Hintergrund“, sagt Bewer. „Wir wollen möglichst viel Geld für die krebskranken Kinder sammeln.“ In Bad Wünnenberg ist das bestens gelungen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Tausende Rauchmelder an Kindergärten verteilt

Glückstag Freitag, der 13.

Rauchmelder sind wichtig und sinnvoll. In Sachsen-Anhalt entstehen 40% aller Brände im Wohnbereich und jährlich erleiden über 200 Menschen Rauchvergiftungen. Zwar ereignet sich ein Großteil der Brände am Tage, aber die meisten Todesfälle sind bei nächtlichen Brandereignissen zu beklagen. Rauchmelder können dieser Gefahr wirksam begegnen.
Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt hat sich deshalb einer Kampagne des Ministeriums des Innern und der Feuerwehren des Landes angeschlossen, um die Bürgerinnen und Bürger über die Wichtigkeit von Rauchmeldern zu informieren.
Pünktlich am 13. Juli dieses Jahres haben Schornsteinfeger, meist gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr, in öffentlichen Einrichtungen Rauchmelder installiert. Oftmals wurden Kindergärten komplett mit den nützlichen Lebensrettern ausgestattet. Durch das große Echo dieser Aktionen in den regionalen Medien wurde die Gefahr, bei einem Brand durch Rauchvergiftungen zu Schaden zu kommen, wieder ins Bewusstsein zurückgerufen. Viele Schornsteinfeger, für die präventiver Brandschutz immer eine Herzensangelegenheit ist, wurden nach diesen Aktionen von Ihren Kunden auf Rauchmelder angesprochen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger

Bundesweiter Rauchmeldertag 2007

Unter dem Motto „Glück ist käuflich“ fand am Freitag, den 13. 07. 07, der diesjährige bundesweite gemeinsame Aktionstag der Feuerwehren, Schornsteinfeger und der Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ statt. Auf dem Marktplatz, vor dem Alten Rathaus in Leipzig, hatten aus diesem Anlass Angehörige der Branddirektion Leipzig, unter dessen Leiter Karl-Heinz Schneider, sowie Kollegen der Schornsteinfeger-Innung Leipzig einen gemeinsamen Informationsstand aufgebaut.
Ziel der Aktion war es, die Bevölkerung aufzurufen, Rauchmelder in geprüfter Qualität zu kaufen, an den richtigen Stellen in der Wohnung bzw. Eigenheim zu installieren, sowie diese regelmäßig zu prüfen. Dazu gab es praktische Vorführungen. Auch Leipzigs ‚Umweltbürgermeister‘ Herr Heiko Rosenthal ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung mit seiner Anwesenheit zu unterstützen.
Ein Miniaturhaus, in welchem eine Rauchentwicklung simuliert und der Einsatz von Rauchmeldern dargestellt wurde, weckte großes Interesse bei den Bürgern, die den Stand besuchten. Das Anliegen des Aktionstages wurde gleichzeitig durch Medien wie Leipzig Fernsehen, MDR, Radio Sachsen, sowie die Leipziger Volkszeitung in die Öffentlichkeit getragen.
Nach der letzten Forsa-Umfrage schützen sich im Jahr 2007 bereits 30% der deutschen Bevölkerung in ihrem Heim mit Rauchmeldern. Im Jahr 2000 waren es lediglich 6%. Die vier folgenden Schritte wurden den Bürgern nahegelegt:
1. Rauchmelder kaufen
Rauchmelder sind Lebensretter. Allerdings nur, wenn sie von geprüfter, guter Qualität sind. Die Feuerwehr empfiehlt VdS-anerkannte Rauchmelder DIN EN 14604. Diese Produkte werden von der VdS Schadenverhütung anhand der Vorschriften der europaweit geltenden Norm geprüft.
2. Rauchmelder installieren
Viele Rauchmelder werden in bester Absicht gekauft, dann aber nie installiert. Im Keller oder auf dem Schrank haben die kleinen Lebensretter keine Wirkung. Die Feuerwehren, Schornsteinfeger und das Forum Brandrauchprävention in der vfdb rufen eindringlich dazu auf, die gekauften Rauchmelder auch zu installieren. Nur dann wird Freitag, der 13., ein Glückstag sein.
3. Bei großen Wohnungen und Häusern beim Kauf auf Vernetzungsmöglichkeiten achten
Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte beim Ankauf von Rauchmeldern auf Vernetzungsmöglichkeiten der batterie- oder netzbetriebenen Rauchmelder (per Funk und/oder Kabel) achten. Durch eine Vernetzung der Geräte wird sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder alarmieren und Sie so rechtzeitig über die Gefahr informiert werden. Wichtige Sekunden im Ernstfall können Ihr Leben retten.
4. Nach dem Urlaub Rauchmelder testen
Bei batteriebetriebenen Rauchmeldern wird die Notwendigkeit des Batteriewechsels ca. 30 Tage bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt. Die 9-Volt-Batterie in einfachen Rauchmeldern hält in der Regel ein Jahr. Daher sollte zur Sicherheit nach dem Urlaub und jeder längeren Abwesenheit ein Rauchmelder mittels Prüfknopf auf seine Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Die Feuerwehren empfehlen für mehr Sicherheit, nur Rauchmelder mit Langzeit-Batterien mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren zu verwenden. So werden Wartung und Wechsel der Batterien gering gehalten und gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet.
Zwei Drittel aller Haushalte sind noch immer ungeschützt
Noch immer schützen laut Forsa-Umfrage nur 31% der Deutschen ihr Heim mit einem Rauchmelder. Weitere 5% besitzen einen Rauchmelder, haben diesen aber nicht installiert. Viele Menschen verwenden Rauchmelder mit Batterien, die jährlich ausgetauscht werden müssen und vergessen dann den Batteriewechsel. Ein gefährliches Leben in vermeintlicher Sicherheit. Insgesamt ist die Ausstattung mit Rauchmeldern bei Singles und älteren Menschen deutlich unterrepräsentiert gegenüber Familien mit Kindern.
Deshalb wird es auch zukünftig gemeinsame Aufklärungskampagnen der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb), des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und des Bundesverbandes des Deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) geben. 

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger

Rauchmelder als Lebensretter

In der Bundesrepublik sterben jährlich fast 600 Menschen an den Folgen von Bränden. Fast allen Opfern wurde der durch den Brand entstandene Rauch zum Verhängnis. Zu Jahresbeginn zeigten die ersten Brandereignisse mit tödlich Verletzten wieder, wie wichtig und sinnvoll die Installation von Rauchmeldern insbesondere in Wohn- und Schlafbereichen ist. Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt hat sich deshalb einer Kampagne des Ministerium des Innern und der Feuerwehren des Landes angeschlossen, um die Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, wie wichtig und sinnvoll die Installation von Rauchmeldern ist.
In Sachsen-Anhalt entstehen 40% aller Brände im Wohnbereich und jährlich erleiden über 200 Menschen Rauchvergiftungen. Zwar ereignet sich ein Großteil der Brände am Tage, aber die meisten Todesfälle sind bei nächtlichen Brandereignissen zu beklagen.
Rauchmelder können dieser Gefahr wirksam begegnen.
Bundesweiter Rauchmeldertag 2007
Jetzt einplanen: Freitag, der 13. Juli 2007, ist wieder Rauchmeldertag!
„Freitag, der 13., wird Ihr Glückstag, wenn Sie heute Rauchmelder installieren“ – das ist das Motto des diesjährigen Rauchmeldertages am Freitag, dem 13. Juli 2007. Für Schornsteinfeger war und ist präventiver Brandschutz schon immer eine Herzensangelegenheit. Darum wird am 13. Juli 2007 das Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt mit landesweiten Aktionen auf diesen Tag aufmerksam machen und 1000 Rauchmelder installieren. 



Die gefährlichsten Mythen
„Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“
Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur 4 Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach 2 Minuten tödlich sein.
„Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur 2 Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.
„Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.
„Steinhäuser brennen nicht.“
Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine, die Tapete oder ca. 100 g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.
„Rauchmelder sind zu teuer.“
Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?
Befestigen Sie Rauchmelder
immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt;
an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt;
nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
nicht in der Dachspitze;
nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht
(Bad, Wirtschaftsgebäude).
Weitere Informationen www.rauchmelder-lebensretter.de

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger

16. Landesverbandstag in Thüringen

Am 23. März 2007 war das Courtyard by Marriott Hotel in Gera Austragungsort des 16. Landesverbandstages. Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen aus ganz Thüringen haben sich getroffen und wollten sehen was der LIV Thüringen auf die Beine gestellt hatte. Der Landesinnungsverband hatte zur Fachausstellung, Öffentlichkeitstag und Mitgliederversammlung eingeladen. Das diesjährige Thema des Landesverbandstages sollte die – Nachhaltigkeit im Schornsteinfegerhandwerk in Bezug auf Sicherheit, Energie und Umwelt – sein. Als staatlich beliehener Unternehmer und zugleich selbstständiger Gewerbetreibender führen die Schornsteinfeger in ihren Kehrbezirken öffentliche und handwerkliche Tätigkeiten aus. Sie tragen im besonderen Maße Verantwortung für den vorbeugenden Brandschutz, den sicheren Betrieb von Feuerungs- und Lüftungsanlagen, der Energieeinsparung sowie dem Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz.
Trotz öffentlich rechtlicher Einbindungen und Vorgaben für das Schornsteinfegerhandwerk wird das Gebot der Wirtschaftlichkeit und der rationalen Arbeitsausführung beachtet. Alle Betriebe haben sich zu einem gleichbleibend hohen Qualitäts- und Umweltstandard in ihren Dienstleistungen verpflichtet. Um dies zu erreichen haben sie sich einem Qualitäts- und Umweltmanagementsystem, auf Grundlage der DIN EN ISO 9001 und 14001 unterstellt, welches für alle Bereiche ihrer Organisationsstruktur gilt. Dadurch soll gewährleistet sein, dass sämtliche Dienstleistungen mit gleich hoher Qualität ausgeführt und in allen Betrieben die gleichen Arbeitsmethoden angewandt werden. Ein einheitlich hoher Standard von Arbeits-,
Mess- und Prüfgeräten sowie die qualifizierte Weiterbildung im Beruf und die Ausbildung auf hohem Niveau können hiermit gesichert werden.
Das Schornsteinfegerhandwerk bietet bei gleichen Gebühren gleiche Leistungen an. Der Schutz der Sicherheit der Bürger, der Brandschutz und der Umweltschutz haben höchste gesellschaftliche Bedeutung. Die Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeit manifestiert sich in der regelmäßigen Überwachung der Feuerungsanlagen, der Arbeiten nach KÜO und der neutralen Beratung der Kunden. Eine Minderung von Umweltbelastungen ist die Folge! Weiterhin regt das Handwerk eine Vielzahl von Beschäftigungschancen in den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft an. Entsprechen die überprüften Anlagen nicht den gesetzlichen Anforderungen, dann gibt der Schornsteinfeger den Anstoß zur Instandsetzung und liefert somit gleichzeitig einen Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen. Die Beseitigung baulicher und sicherheitstechnischer Mängel kann zur Erneuerung der gesamten Feuerungsanlage führen. Bei der Neuinstallation von Wärmeerzeugern wird modernste Technik eingebaut, was Industiearbeitsplätze sichert. Hier wird deutlich, wie Nachhaltigkeit durch das Schornsteinfegerhandwerk praktiziert und belebt wird.
Es war mal wieder an der Zeit, dass die Aussteller ihre Koffer packten um sich zur Fachausstellung des Schornsteinfegerhandwerks zu präsentieren. Alle Firmen brachten ihre neusten Produkte mit. Auf einer Ausstellungsfläche von über 160 m² drängten sich 24 Firmen aneinander. Darunter waren zum Beispiel Ress, Viessmann, Wöhler, Vaillant, Buderus, Testo und viele andere. Auch Software Programmierer wie Hottgenroth oder Schwarz hatten ihre Stände aufgebaut. Zum öffentlichen Teil waren Gäste aus Politik und Wirtschaft geladen, wie Herr Sippel vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Leitender Ministerialrat Volker Kurz vom Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, Prof. Dr. Krapp vom Wirtschaftsausschuss der CDU-Fraktion, Joachim Bleeck, Präsident von Haus & Grund Thüringen.
Neben dem Stand vom LIV sammelte der Verein „Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern“, Spenden. Diese Aktion hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung nach neuen Medikamenten gegen die Krankheit Krebs zu unterstützen. Außerdem werden hiermit verschiedene Hilfsmaßnahmen wie Wohnheime, Rehakliniken und andere Projekte gefördert, um den Kindern möglichst viel Lebensfreude und Lebensmut zu erhalten. Viele Gäste haben an diesem Tag reichlich gespendet. Weil die Schornsteinfeger ein Glückssymbol darstellen und sie für das Wohlbefinden der Menschen sorgen, helfen sie auch den „kleinen Helden“, so werden die kranken Kinder genannt.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger

Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg

Am 10. 05. 2007 fand die erste Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg für das Jahr 2007 statt. Es wurden aktuelle berufspolitische Themen besprochen, sowie aktuelle Ehrungen von Innungsmitgliedern vorgenommen. Unter anderem wurden Kollegen zum 25-jährigen Betriebsjubiläum geehrt. Weiterhin wurde der Kollege Werner Schumacher offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Der stellvertretende LIM Kollege Torsten Kiel unterstrich noch einmal die Notwendigkeit der Umsetzung der Musterkehrordnung zum 01. 01. 2008. Weiterhin waren die Obermeister der Schornsteinfegerinnungen Altmark und Halle zu Gast. Die Obermeister Gerhard Metz und Gerd Lambertz sprachen Grußworte aus. Auch unsere BSM im Ruhestand waren zahlreich vertreten und bedankten sich durch den Kollegen Manfred Jablonski für die Einladung.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger

osteuropäische Kesseltechnik

Sächsische Schornsteinfeger informieren sich über osteuropäische Kesseltechnik

Auf Einladung der Firma Atmos weilten am 24. April 2007 30 Kollegen der Schornsteinfegerinnung Zwickau im tschechischen Bela pod Bezdezem, nahe Liberec. Im Stammhaus der Firma wurden die Kollegen herzlich durch den Firmenchef Jaroslav Cankar jun. begrüßt. Verbunden mit einer Produktausstellung schilderte der Firmenchef anschließend den Werdegang der Firma. Nach Gründung der Firma wurden ab 1936 Holzgasgeneratoren für Autos und Schiffe hergestellt. Heute hat sich das Familienunternehmen auf die Herstellung von Festbrennstoffheizkesseln spezialisiert. Besonders bei der Entwicklung von Holz-Vergaserkesseln will sich die Firma zum Marktführer in Europa entwickeln. Über 75% ihrer Produkte verkauft sie bereits auf dem internationalen Markt, vor allem in Osteuropa. Nach einer Produktübersicht im Ausstellungsraum des Stammsitzes machten sich die sächsischen Schornsteinfeger mit dem modernen Produktionsablauf in der Firma bekannt.
Im Schulungszentrum der Firma erläuterte der Juniorchef welche Rahmenbedingungen bei der Emissionsmessung an Holzvergaser- und Pelletkesseln der Firma einzuhalten sind, damit diese den Normen der 1. BImSchV in Deutschland entsprechen. Im Anschluss demonstrierte er im praktischen Versuch Messergebnisse an einem Holz-Vergaser- und an einem Pelletkessel der Firma. Die Ergebnisse bezogen sich dabei auf das im Abgas anfallende Kohlenmonoxyd. Eine Staubmessung war nicht möglich, da in Tschechien noch keine Wiegemöglichkeit für die Messhülsen existiert. Die Kollegen nahmen die Ausführungen mit großem Interesse auf und nutzten die Zeit um Fragen zu stellen.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger

Landesverbandstag im LIV Sachsen

Die Mitgliederversammlung des LIV Sachsen fand am 4. Mai 2007 im Hotel Kloster Nimbschen bei Grimma statt. Die Idylle des Klosters Nimbschen bildete auch vor 5 Jahren den Hintergrund für den Landesverbandstag des LIV Sachsen. Wenn auch 2 Monate später dem Kloster das Jahrhunderthochwasser bis zum Hals (zur Dachrinne) stand, heute ist es neu errichtet und sieht besser aus als je zuvor. Gleiches ist auch für das Schornsteinfegerhandwerk möglich, so der Tenor des diesjährigen Landesverbandstages.
Als Ehrengäste konnte Landesinnungsmeister Hartmut Kettner den Vorstand Finanzen beim ZIV und Landesinnungsmeister des Landes Baden-Württemberg Hans Ulrich Gula, den Vorstand Berufsbildung beim ZIV Gunar Thomas, den Landesinnungsmeister des Landes Thüringen Ulrich Eller, den TLIW des Landes Sachsen-Anhalt Ingo Wilsdorf, den Ehrenlandesinnungsmeister des Landes Sachsen Wolfgang Buschan, den Schulleiter der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks Hans Poltersdorf, den Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Chemnitz Roland Kahl und den Obermeister im Ruhestand der Schornsteinfegerinnung Leipzig Karl Heinz Kern begrüßen.
Der Inhalt der Geschäftsberichte der einzelnen Abteilungen wurde im Wesentlichen von den Vorgängen um das drohende Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland bezüglich des Schornsteinfegergesetzes und den Vorbereitungen zur Umsetzung der Muster-KÜO in Sachsen geprägt. Die sächsischen Schornsteinfegerbetriebe haben zum größten Teil die Arbeitswerte in den Grundstücken der Kehrbezirke auf die neue Kehr- und Überprüfungsordnung umgerechnet. Damit sind Voraussetzungen geschaffen, die eine fristgerechte Einführung der neuen Kehr- und Überprüfungsordnung ermöglichen. Großes Interesse fand die Vorstellung des Profilpasses, der vom ZIV entworfen wurde. Mittels dieser Sammelmappe wird jeder Schornsteinfegermeister in der Lage sein, sich noch besser präsentieren zu können.
Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch die Wahl eines neuen Vorstandes im LIV Sachsen. Unter Leitung des, an Lebensjahren, ältesten Mitglieds im LIV Sachsen, Johannes Langer wurde zunächst ein neuer Landesinnungsmeister gewählt. Die 16 Delegierten aus den 5 Innungen des LIV entschieden sich mehrheitlich für den bisherigen Landesinnungsmeister Hartmut Kettner. Dieser übernahm satzungsgemäß für den weiteren Wahlablauf die Leitung. Mit einer Ausnahme hatten sich alle bisherigen Vorstandsmitglieder wieder zur Wahl gestellt. Christian Werner stand aus gesundheitlichen Gründen für das Amt des Kassenführers nicht mehr zur Verfügung. An seiner Stelle kandidierte Kollege Olaf Lugk. Nach Abschluss der Wahl präsentierte sich der neue Vorstand in folgender Besetzung:
Landesinnungsmeister
Hartmut Kettner – Innung Dresden
stellvertretender
Landesinnungsmeister
Günter Rehn – Innung Chemnitz
Schriftführer/BÖA
Bernd Damisch – Innung Zwickau
Kassenführer
Olaf Lugk – Innung Bautzen
Technischer Landesinnungswart
Stefan Gralapp – Innung Leipzig
stellvertretender TLIW
Uwe Berger – Innung Leipzig
Landesberufsbildungswart
Wolfgang Matteg – Innung Bautzen
stellvertretender LBBW
Owe Nitsche – Innung Dresden

Im Anschluss an die Wahl dankte der Landesinnungsmeister noch einmal besonders Christian Werner für seine langjährige Tätigkeit als Kassenführer im LIV Sachsen. Nicht nur seine akkurate Kassenführung gab er dem LIV Rückhalt sondern durch seine jahrelange Erfahrung wurde er zu einem wichtigen Ratgeber in Sachen Finanzen für den LIV, so LIM Hartmut Kettner. Einen besonderen Dank richtete der Landesinnungsmeister auch an die Dozenten aus den Reihen des LIV, die an der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks für ein hohes Niveau der Fortbildung von Meistern und Gesellen sorgen. Stellvertretend wurden die Dozenten, die keine BSM sind, mit einem Blumenstrauß geehrt. In seinem Grußwort stellte der Vorstand Finanzen beim ZIV und Landesinnungsmeister des Landes Baden-Württemberg Hans Ulrich Gula fest, dass angesichts der kommenden Veränderungen im Schornsteinfegerhandwerk ein fester Zusammenhalt der Kollegen nötig ist.
Der LIV Sachsen führt seine Arbeit auf hohem Niveau aus. Dafür dankt der Bundesverband den BSM, den Innungsvorständen und dem Landesverband. Zum Abschluss seiner Ausführungen betonte Gula noch einmal, dass jede Veränderung auch Chancen in sich birgt. Am Ende der Veranstaltung stellte sich der Technische Landesinnungswart Stefan Gralapp noch einmal Fragen der Kollegen zur Umrechnung der Arbeitswerte bei der Umsetzung der Musterkehr- und Überprüfungsordnung.
Mit einem Dank an die Schornsteinfegerinnung Leipzig für die hervorragende Organisation des Landesverbandstages schloss der stellvertretende Landesinnungsmeister Günter Rehn die Veranstaltung.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger

15-jähriges Jubiläum


06. 01. 1992: Vor eineinhalb Jahrzehnten betrat eine junge Frau im alten Eilenburger Schornsteinfeger-Schulheim in der Puschkinstraße ein kleines Büro. Ihre Arbeit: die Vorbereitung der Gründung eines Schulvereins. Initiator: Die Landesinnungsverbände des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen, Thüringen. Die Rede ist von Frau Wiegel, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Mitarbeiterjubiläum feiert. Sie ist die erste Beschäftigte des heute großen Schulvereins und war von der ersten Stunde an dabei. Es gibt viele Anekdoten, die es zu erzählen gäbe, viele kamen und gingen, sie blieb und ist quasi die Seele des Vereins.
Ihre ersten zu betreuenden schulische Maßnahmen waren die 3 Meistervorbereitungsklassen, eine Umschülerklasse, die überbetriebliche Ausbildung aller 3 Lehrjahre. Die Lehrlinge waren damals noch im Schornsteinfegerinternat in der Puschkinstraße untergebracht, der Schulverein mietete dort 3 kleine Büroräume und Teile des Internates an. Nach der Kündigung der Räumlichkeiten in der Puschkinstraße zog sie 1995 mit ihrem Büro in neu angemietete Räumlichkeiten beim Landratsamt Delitzsch auf dem Gelände der Roten Jahne um, so war eine Baubetreuung der neuen Schule auf dem heutigen Standort gewährleistet. Am 1. 8. 1997 zog sie in den fertig gestellten Verwaltungstrakt ein. Mit Aufnahme der Arbeit in den neuen Räumlichkeiten kam es auch gleich zur Auslastung der Schule und neue Arbeitskräfte wurden eingestellt (Küche, Haustechnik).
1998 kamen erstmals alle BSFM und Mitarbeiter zur zentralen Schulung in die neue Bildungsstätte und das Aufgabenfeld der aktiven Sekretärin vergrößerte sich. Zusammen mit dem Schulleiter und ihrer Kollegin Frau Schran gehört sie heute zum Managementteam der Bildungsstätte, wo jährlich tausende Schornsteinfeger aus- und weitergebildet werden. Mit ihrer 15-jährigen Erfahrung im Schulungsmanagement der mitteldeutschen Schornsteinfeger ist Frau Wiegel heute ein Stützpfeiler in der Verwaltung und sozusagen die gute Seele des Hauses.
Im Namen aller Mitglieder der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks wurde sie am 23. April 2007 auf der Vorstandsitzung feierlich geehrt.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Produkte

testo 330 wird noch mobiler

Mobiles Datenmanagement für die Abgasanalyse – Jetzt mit Kommunikation zu PC, Drucker und Pocket-PC

Neu auf dem Markt ist die Spitzentechnologie in der Abgasmessung: die Messgerätefamilie testo 330, wie auch das neue testo 330-LL mit verlängerter Sensorlebensdauer. Die Messgeräte kommunizieren mit PC, Drucker und mit dem Pocket-PC. Unterschiedliche Software-Pakete geben dem Kunden die Möglichkeit, sein Abgas-Analysegerät testo 330 bzw. testo 330-LL exakt seinem Kommunikationsbedarf anzupassen!
PC-Konfigurations-Software
Easyheat für den PC im Büro
Mit der PC Software Easyheat erledigen Sie die Verwaltung der Kundendaten sowie der Messorte und der bereits durchgeführten Messungen einfachst auf dem PC. Vorbei sind die Zeiten, in denen jeder Messausdruck abgeheftet werden musste! Auch das Erstellen von kundenspezifischen Formularen mit Darstellung der Messwerte zur einfacheren Erläuterung beim Kunden ist mit der Software Easyheat problemlos möglich.
Außerdem können die Messgeräte testo 330 und testo 330-LL über die Easyheat konfiguriert werden, um die notwendigen Einstellungen des Messgeräts zeitsparend und bequem schon zu Hause bzw. im Büro durchzuführen. Ein weiteres Feature der Easyheat-Software ist die grafische Darstellung der Messwerte bei Online-Messungen zum einfachen Aufzeigen der Gaskonzentrationen im Abgas.
Software für Pocket-PCs:
Die Software „Easyheat mobile“ unterstützt die drahtlose Kommunikation zum Pocket-PC. Damit ist ortsunabhängig eine drahtlose Aufnahme von Messdaten zum mobilen Einsatz unterwegs möglich. Die Daten können direkt vor Ort mit dem bi-direktionalen IrDa-Drucker ausgedruckt, gespeichert oder auf einen anderen Pocket-PC übertragen werden. Der integrierte Routenplaner und die Telefonfunktion (direktes Anwählen des Kunden) erleichtern die tägliche Routine bei Installations-, Wartungs- und Kontrollarbeiten an Heizungsanlagen. Selbstverständlich können die durchgeführten Arbeiten direkt vor Ort vom Kunden per digitaler Unterschrift bestätigt werden, sodass die Dokumentation stark vereinfacht wird.
Bi-direktionaler IrDa-Drucker
Der Ausdruck der Daten von PC, Pocket-PC oder direkt vom Messgerät erfolgt über den bi-direktionalen IrDa-Drucker, der nicht nur durch sein schnelles Druckwerk, sondern auch durch Ausdrucksmöglichkeiten von Grafiken und Barcodes überzeugt. Um die Sache rund zu machen, kommunizieren alle Partner im Kommunikationsverbund, egal ob Pocket-PC, PC, Messgerät oder Drucker mit jedem anderen Verbundpartner. So lassen sich beispielsweise die mobil gespeicherten Messungen im Pocket-PC abends bequem zu Hause auf den PC spielen und dokumentieren.
50 Jahre Testo
Die Testo AG ist mit weltweit über 1.350 Mitarbeitern ein führender Hersteller elektronischer portabler und stationärer Mess-Systeme. Durch ständige Investitionen in Forschung und Entwicklung setzt das Unternehmen immer wieder Maßstäbe im Bereich der Messtechnik. Im September 2007 feiert der Messgerätehersteller sein 50. Firmenjubiläum. Mit 50 innovativen Produkten setzt Testo auch im Jubiläumsjahr wieder Zeichen für die Zukunft!

Ausgabe: 64 , Kategorie: Heiztechnik

Doppelt gemoppelt

Das neue Füllstandmessgerät Unimes E von AFRISO-EURO-INDEX ist zur kontinuierlichen Füllstandmessung in Behältern (Tankhöhe oder -durchmesser von 0,9 m bis max. 2,0 m) mit Heizöl EL, Dieselkraftstoff und anderen dünnflüssigen Medien, die sich gegen die verwendeten Materialien neutral verhalten, geeignet. Das komplette Füllstandmesssystem Unimes E beinhaltet gleich zwei Füllstandmessgeräte auf einmal: Eine auf dem Tank montierte mechanische Direktanzeige, die keinerlei Hilfsenergie benötigt und den Tankinhalt in %-Füllhöhe anzeigt. Die andere elektronische Fernanzeige wird bis zu 10 m vom Tank entfernt an einer beliebigen, bequem zugänglichen Stelle montiert. Die Verbindung vom digitalen Fernanzeigegerät zur mechanischen Analoganzeige erfolgt über ein 3-adriges, abgeschirmtes Kabel. Die Fernanzeige wird mit einer Lithium-Batterie (Lebensdauer ca. 5 Jahre) betrieben und nur zum Messen eingeschaltet (Push-To-Read-Funktion). Die Messwerte sind über das vierstellige, 12 mm hohe, beleuchtete LC-Display auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen entweder in Liter, m3, %, oder Füllhöhe (mm) gut ablesbar. Die Montage des Systems (G1½ oder G2 Anschlussgewinde) ist schnell und einfach durchführbar. Im Lieferumfang sind das mechanische sowie das elektronische Füllstandmessgerät mit Batterie, Wandhalterung und einem 10 m langen Verbindungskabel enthalten. Die Gerätekombination ermöglicht die Vorratskontrolle dann entweder unmittelbar am Tank oder ganz bequem von einem beliebigen Punkt (z. B. Heizraum, Hobbykeller usw.) aus.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Heiztechnik

Was kostet ein Liter warmes Wasser?

Wer zum Tee- oder Kaffeekochen einen Liter Wasser erwärmen möchte, zahlt dafür unterschiedlich hohe Energiekosten. Je nach Energieträger und eingesetztem Gerät kann sich der Kostenaufwand für die Energie verdreifachen, informiert der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).
Die Stiftung Warentest hat in Heft 08/2006 die Kosten verschiedener Möglichkeiten der Wassererwärmung untersucht. Um einen Liter Wasser von 15 auf 95 Grad Celsius zu erhitzen, fallen bei einem Strompreis von 18 Cent pro Kilowattstunde und 6 Cent für eine Kilowattstunde Erdgas minimal 1,48 Cent und maximal 4,59 Cent an.
Am günstigsten ist laut Stiftung Warentest die Wassererwärmung mit dem Gasherd, einem Gasbrenner (Normalbrenner, 1800 Watt). Ein Grund dafür liegt laut Aussage des BGW darin, dass Erdgas eine Primärenergie ist, die direkt beim Verbraucher in Wärme umgewandelt wird. Strom hingegen ist eine Sekundärenergie. So kostet der Liter bei Kaffeemaschinen, die allerdings das Wasser nur auf 87 Grad Celsius erhitzen, 1,82 Cent, beim Wasserkocher etwa 1,89 Cent. Dieser bringt das Wasser am schnellsten zum Kochen. Wer seinen Tee auf der Herdplatte zubereiten möchte, muss auf der gusseisernen Herdplatte (18 Zentimeter Durchmesser, 1.500 Watt) mit 3,06 Cent rechnen, bei einem Cerankochfeld (18 Zentimeter, 2.000 Watt) mit 3,19 Cent. Wer Wasser mit der Mikrowelle erhitzt, zahlt im Vergleich der Stiftung Warentest mit 4,59 Cent am meisten.
Der BGW empfiehlt, warmes Wasser direkt aus dem Wasserhahn zu zapfen, wenn eine zentrale Warmwasserbereitung vorhanden ist. Denn: Im Warmwasserspeicher wird das Wasser ohnehin auf höherer Temperatur gehalten. Dadurch ist weniger Energie notwendig, um Wasser zum Kochen zu bringen. Außerdem reduziert sich die Kochzeit merklich.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteine

Wanddurchführung von Raab

Nun ist es offiziell: Unter der Zulassungsnummer Z-7.4-3359 hat die Raab-Wanddurchführung die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik erhalten.
Die Raab-Wanddurchführung vereinfacht die Verbindung von Feuerstätte zur Abgasanlage, wenn der Anschluss durch eine Wand aus oder mit brennbaren Bauteilen erfolgen muss. Sie reduziert den Abstand zu brennbaren Bauteilen im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise auf ein Minimum. Gleichzeitig erhöht sie die Feuersicherheit durch den Einsatz von speziellen Brandschutzbauplatten. Die Zuverlässigkeit dieser Ausführung wurde in aufwändigen Test- und Prüfverfahren nachgewiesen.
Die leichte Handhabung bringt viele Vorteile in der Praxis mit sich. Durch die geringen Abmessungen kann beispielsweise ein Auswechseln des Holzständertragwerks entfallen. Die Raab-Wanddurchführung benötigt wenig Platz zum Einbau und lässt sich daher günstig platzieren. Selbst die nachträgliche Montage kann mit geringem Aufwand durchgeführt werden, da die Veränderungen an der Bausubstanz im Rahmen bleiben und sich Folgearbeiten wie z. B. das Verputzen auf ein Minimum reduzieren lassen.
Als Material werden Brandschutzbauplatten in unterschiedlichen Stärken genutzt, die für einwandige Abgasanlagenrohre mit einer 30 mm dicken, nicht brennbaren Mineralfaserdämmung ergänzt werden. Führt ein doppelwandiges Rohr mit 30 mm Dämmdicke durch das Bauteil, ist keine zusätzliche Dämmung mehr erforderlich. Die Raab-Wanddurchführung gibt es für die gängigen Wandstärken (120, 240 und 360 mm) und Rohrdurchmesser. Für einen Feuerungsanschluss von beispielsweise 150 mm im Durchmesser und einer Wandstärke von 240 mm hat das Bauteil lediglich ein Außenmaß von 360 x 360 mm. Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Wanddurchführung falls notwendig abgelängt werden kann.
Weitere Informationen stehen unter www.raab-gruppe.de zur Verfügung.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteine

Wanddurchführungen von Schornsteinanschlüssen sicher gestalten

Kaminöfen und andere Festbrennstoff-Heizungen stehen an der Spitze der Wunschliste vieler Hausbesitzer und Bauherren. Zentral im Wohnbereich installiert, verbreiten sie angenehme Wärme und sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Nicht immer jedoch befindet sich in der Nähe des idealen Aufstellorts auch ein Schornstein. Der Anschluss des Ofens muss dann durch eine Wand erfolgen. Dabei sind die Vorgaben des Brandschutzes und der Bausicherheit zu beachten. Spezielle Voraussetzungen sind zu berücksichtigen, wenn der Schornstein-Anschluss durch eine Wand aus brennbaren Baustoffen geführt wird. Bei der Installation des Verbindungsstücks ist dann eine Ummantelung aus nicht brennbaren, formbeständigen Materialien vorzusehen.
Eine sichere Lösung bietet LIVE Abgastechnologie mit dem CoolBloc, einem Form-Block aus mineralischem Spezialdämmstoff der Baustoffklasse DIN 4102-A1. Er eignet sich für einwandige und doppelwandige Abgassysteme und lässt sich auch bei Decken- und Dachdurchführungen einsetzen. Die Spezialdämmung ist jeweils für drei Durchmesser erhältlich. Aufgrund der praktischen Vorkonfektionierung kann das Isoliermaterial direkt vor Ort an den benötigten Leitungsquerschnitt angepasst werden. Standardmäßig stehen die Abmessungen 625/625/200 mm, 665/665/200 mm und 735/735/200 mm zur Verfügung. Falls gewünscht, wird CoolBloc auch in einer Sondergröße geliefert. Außerdem umfasst das Angebot Varianten mit ein- oder beidseitigem Putzträger.
Das zum Patent angemeldete Dämm-Material wurde gemeinsam mit dem Dämmstoff-Spezialisten ISOVER G+H entwickelt und entspricht der Zulassung Z-7.4.0004. CoolBloc ist zudem gemäß DIN 18160-1 dauerhaft formbeständig und erfüllt alle baugesetzlichen Vorschriften.
Weitere Informationen unter der Telefon-Nummer 0 67 61 / 94 14 20.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger

Praktische Zwischenprüfung 2007

...der Lehrlinge im Innungsbereich Erfurt

Am 31. 01. 2007 fand die praktische Zwischenprüfung der Lehrlinge in Weimar statt. Sichtlich angespannt fanden sich die Teilnehmer pünktlich am Prüfungsort in der Nordstraße ein. Nach der Begrüßung des Lehrlingswartes Edgar Giese wurde der Tagesablauf kurz durchgesprochen und die einzelnen Gruppen festgelegt. Bevor es jedoch so richtig losging erfolgte eine Kontrolle der persönlichen Schutzausrüstung. Manch einer der Kollegen muss jetzt bestimmt schmunzeln, da man sich sofort an die eigene Lehrzeit erinnert. Verbandspäckchen, Kreide usw., es hat sich nicht viel geändert!
Nun begann der aufregende Tag der Lehrlinge erst so richtig. Zuerst wurden die Fähigkeiten der Kehrung, Reinigung und Überprüfung eines Schornsteines überprüft. Fragen des Prüfers zu Arbeitssicherheitseinrichtungen eines Verkehrsweges mussten zwischendurch beantwortet werden. Mit jeder richtig beantworteten Frage sank die Nervosität. Natürlich wurde das Verhalten auf öffentlichen Wegen genau vom Prüfer beobachtet. Wie legte der Prüfling die nicht benötigten Werkzeuge ab? Ist das persönliche Verhalten gegenüber dem Kunden in Ordnung?
Es sind doch viele kleine Dinge, die bei uns Routine oder gar in Vergessenheit geraden sind, auf die Aufmerksamkeit gelegt wurde. Weiterhin mussten Verbindungsstücke überprüft und gereinigt werden. Baustoffe erkannt und genannt werden. Eine Abgaswegeüberprüfung durchgeführt und schriftliche Aufzeichnungen gemacht werden. Es war doch sehr umfangreich was eigentlich geprüft wurde.
Die abgelichteten Bilder veranschaulichen noch einmal, dass dieser Tag ein strammes Programm für Prüfer und Prüflinge darstellte.
Edgar bedankte sich zum Abschluss des Tages insbesondere bei den Teilnehmern des Prüfungsausschusses für ihre geleistete Arbeit.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger

Neuer Kreismeister in Salzwedel

Eberhard Zörnig hat nach 14 Jahren als Kreismeister der Kreisgruppe Salzwedel die Verantwortung in jüngere Hände gegeben.
Der am 14.12. 2006 neu gewählte Kreismeister, Michael Schebesch, bedankte sich bei seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit mit einem Präsent. Seit 1992 hat Eberhard Zörnig die Fäden der Kreisgruppe Salzwedel in der Hand. Mit Engagement und persönlichen Einsatz hat er sich stets für die Kreiskollegen eingesetzt. „Nun sollen junge angagierte Kollegen die Geschicke übernehmen“, sagte Zörnig.
Wir wünschen dem neuen Kreismeister viel Erfolg und immer die richtigen Entscheidungen im Sinne unseres ehrbaren Handwerks.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger

Brandschutz ist unser gemeinsames Ziel

Die Verbundenheit zwischen Feuerwehr und Schornsteinfeger ist seit Jahrhunderten in der Gemeinsamkeit des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes gewachsen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Feuerwehr und Schornsteinfeger in dem „Heiligen Sankt Florian“ einen gemeinsamen Schutzpatron haben. Der Wahlspruch „Einer für Alle, Alle für Einen“ wird sowohl in der Gemeinschaft der Feuerwehren als auch bei den Schornsteinfegern gepflegt.
Bezirksschornsteinfegermeister Walter Metscher ist ein Paradebeispiel der engen Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Schornsteinfegerhandwerk. Walter Metscher ist Kreisbrandmeister im Landkreis Jerichower Land. Er machte bei dem Gespräch im Referat 25 des Ministeriums des Inneren Sachsen-Anhalt deutlich, wie wichtig die gute Zusammenarbeit der beiden Organisationen im vorbeugenden Brandschutz ist. Durch die Tätigkeiten des Schornsteinfegers, insbesondere der Feuerstättenschau, werden jährlich in Sachsen-Anhalt ca. 30 000 Mängel entdeckt und dafür Sorge getragen, dass diese Mängel durch andere Gewerke abgestellt wurden. Zweifelsfrei sind dadurch Schadenfeuer verhindert worden, deren Schadenssumme mit Sicherheit einer mehrstelligen Eurosumme entsprechen würde.
Doch jeder kann zum vorbeugenden Brandschutz schon mit geringem Aufwand beitragen. Herr Buchaly vom Innenministerium machte deutlich, dass nur in etwa 7 bis 10% der Haushalte Rauchmelder vorhanden sind. Rauchmelder sind aber die wirksamste Methode, um Brände frühzeitig zu erkennen. Durch das frühzeitige Erkennen eines Brandes bleibt den Bewohnern meist noch ausreichend Zeit um sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten Brandopfer sterben nämlich an Rauchvergiftung, weil sie es nicht mehr schaffen rechtzeitig den Gefahrenbereich zu verlassen. Die vergleichsweise geringe Investition eines Rauchmelders kann dadurch Leben retten.
Landesinnungsmeister Thomas Keindorf bot die Unterstützung der Schornsteinfeger unseres Bundeslandes an. So könne im Rahmen der Feuerstättenschau auf die Wichtigkeit eines Rauchmelders hingewiesen werden. Außerdem könnte das Schornsteinfegerhandwerk sich an der geplanten Aktion Rauchmelder der Feuerwehren gemeinsam mit der ÖSA Sachsen-Anhalt beteiligen.
Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger

Gasexplosion reißt Häuserzeile auseinander – Schornsteinfeger beinahe vom Dach gestürzt

Naumburg/Saale, 12. März 2007, 9:35 Uhr. Schornsteinfegermeister Jens Böttcher steht in der Roßbacher Straße bei Windstille auf dem Dach eines 15 Meter hohen Hauses, dank seiner neuen metrierten Kehrleine kann er die Schornsteinkehrung und das genaue Ausmessen der Schornsteinhöhe in einem Arbeitsgang erledigen. Durch die bevorstehende Einführung der Musterkehrordnung wird dieses Maß benötigt. Das Maß notiert, das Kehrgerät wieder über die Schulter gehängt, begibt er sich zum Dachausstiegfenster und verlässt Richtung Dachboden das Dach. Nach dem Schließen der Bodentür hört er einen lauten dumpfen Knall, das Haus bebt. Gott sei Dank, denkt er sich, ist er nicht mehr auf dem Dach, denn bei der Erschütterung kann man leicht erschrecken und über Dach sein Gleichgewicht verlieren. Der Schreck vergeht schnell, jedoch holt ihn der Schock beim Öffnen der Haustür gnadenlos ein. Die Staubwolke verzieht sich langsam und das Ausmaß einer Gasexplosion wird sichtbar, genau in der gegenüberliegenden Häuserzeile fehlt der ganze Eingang mit der Nummer 15. Minuten später kommt schon Feuerwehr und Polizei um die Ecke. Die Druckwelle der Explosion war derart stark, dass im Haus, wo Jens Böttcher eben noch auf dem Dach stand, Fensterscheiben kaputt waren. Wäre er 5 Minuten später noch auf dem Dach gestanden, hätte ihn die Druckwelle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Dach „gefegt“. Der Schock sitzt ihm noch Tage später in den Knochen. Auch Schornsteinfeger brauchen von Zeit zu Zeit selbst ein wenig Glück.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger

10. mitteldeutsche Handwerksmesse

Schornsteinfeger sind ein fester Bestandteil

Vom 17. bis 25. Februar 2007 fand in Leipzig die Messe des mitteldeutschen Handwerks statt. Seit 10 Jahren demonstriert auf dieser Messe das Handwerk Qualität und Leistungskraft. Auch in diesem Jahr hatten sich rund 260 Aussteller angemeldet, darunter das mitteldeutsche Schornsteinfegerhandwerk.
„Ich freue mich, dass diese Messe zwischenzeitlich zu einem besonderen Magnet für Aussteller und Besucher avanciert und richtungweisende Akzente für diesen Berufsstand setzt“, erläutert Prof. Dr. Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Schirmherr der Messe.
Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, ergänzt dazu während der Eröffnung: „Die mitteldeutsche Handwerksmesse ist das wichtigste länderübergreifende Forum des Handwerks in der Region Mitteldeutschland.“
Joachim Dirschka, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, trifft den Nagel auf den Kopf indem er feststellt: „Sie ist eine ideale Plattform für die Kundengewinnung und Kontaktvermittlung und bietet ebenso Gelegenheit zum fachlichen Austausch sowie zur beruflichen Weiterbildung.“
In diesem Sinne bot der Messestand der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhand-werks Gelegenheit Orientierung zu finden bei Fragen nach Alternativen zu den gestiegenen Preisen für fossile Brennstoffe. Frustrierte Messebesucher traten an die Schornsteinfeger mit Fragen heran wie: „Nun bin ich völlig überfordert mit den Angeboten für den Einsatz erneuerbare Energien. Was ist denn nun effizient für mich? Sie sind doch der Einzige der mich neutral berät.“
Dem Vorjahrestrend folgend hatte der Stand der Schornsteinfeger eine Vielzahl Feuerstätten für feste Brennstoffe zur Anschauung bereitgestellt. Dementsprechend groß war das Interesse an den Einsatzbedingungen für diese Feuerstätten. Dabei hielt sich das Interesse an Einzelfeuerstätten die Waage mit dem Interesse an Scheitholz-Zentralheizkessel. Das Stichwort vom ‚Allesbrenner’ machte die Runde und oft mussten die Schornsteinfeger darauf hinweisen, dass auch Heizkessel zum Einsatz von Holz und Braunkohlebrikett strengen Prüfkriterien unterliegen und entsprechend der Betriebsanleitung betrieben werden müssen. Der Trend zu kostengünstigen Feuerstätten im Bereich der Zentralheizkessel zeichnet sich deutlich ab. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Beratungen durch den Schornsteinfeger zu Fragen der Verbrennung und Energieeffizienz.
Dementsprechend groß war die Zahl der Anfragen zur Zuständigkeit und Erreichbarkeit der Schornsteinfeger. Kritik am Schornsteinfegerwesen war, wie leider in den Medien noch häufig publiziert, bei den Besuchern des Messestandes des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks nicht zu spüren. Viele Kunden verließen zufrieden den Messestand und bemerkten nicht selten: „Sie haben mir sehr weitergeholfen. Vielen Dank!“.
Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass während einer solchen Messe in kürzester Zeit eine große Zahl von Kundenkontakten zustande kommt, mit denen beide Seiten sehr zufrieden sind. Ein Höhepunkt am Sachsen-Anhalt-Tag war der Besuch des Wirtschaftsministers, Reiner Haseloff, und der Umweltministerin, Petra Wernicke, aus Sachsen-Anhalt am Stand der Schornsteinfeger. Das umfassende Beratungsangebot der Schwarzen Zunft zum Thema „Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen“ fand reges Interesse.
Der Kammerpräsident und Landesinnungsmeister des LIV Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf, lies es sich nicht nehmen, zusammen mit den Ministern und dem Präsidenten der Handwerkskammer Magdeburg Klaus Medoch an einem „Wettstreit um die schönste Torte“ teilzunehmen. Dabei wurden Torten des Konditormeisters Michael Wiecker aus Wernigerode am Gemeinschaftsstand der Handwerkskammern dekoriert. Das Ergebnis macht Appetit. Schornsteinfeger sind nun mal auch aus dem sozialen Bereich der Gesellschaft nicht wegzudenken. 

Ausgabe: 63 , Kategorie: Produkte

Rauchgasmessung per Notebook möglich

Mit der Entwicklung des Wöhler A 600 setzt die Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, Bad Wünnenberg, auch künftig Maßstäbe bei Analysegeräten für die Prüfung und Inspektion von Öl , Gas- und Feststofffeuerungen. Neu: Über Bluetooth®-Schnittstellen kann man die Funkmesssonde des A 600 jetzt auch vom eigenen Notebook aus bedienen. Das Notebook lässt sich dadurch, wie bereits der Pocket-PC, als professionelles Rauchgasmessgerät nutzen. Außerdem werden die gewonnenen Messdaten direkt ins jeweilige Kehrbezirksverwaltungsprogramm übernommen. Der Anwender spart Zeit und vermeidet Übertragungsfehler, da das nachträgliche Eingeben der Daten entfällt.
Dank enger Zusammenarbeit mit den Anbietern der einschlägigen Software können aus nahezu allen mobilen Kehrbezirksverwaltungen heraus Messungen durchgeführt werden. Der Nutzer wählt dafür auf seinem Notebook oder Pocket-PC zunächst den Kunden aus und kontrolliert oder ergänzt bei Bedarf die Kunden- und Anlagendaten. Durch Anklicken eines Buttons öffnet er das Wöhler-PC-Programm, über das sich nun die Messungen BImSchV, Abgasweg und Ringspalt komfortabel durchführen lassen. Nach Übernahme der Messdaten schaltet der Rechner wieder auf die Kehrbezirksverwaltung um.
Das Rauchgasmessgerät Wöhler A 600 ist aber auch mit eigenem Handgerät erhältlich. Dessen großes Farbdisplay mit Touchscreen und die intuitive Benutzerführung machen die Bedienung besonders komfortabel. Zudem hat der Anwender die Wahl, ob er das A 600 im Funkbetrieb oder, ganz klassisch, mit Kabelschlauch nutzen möchte. Der Betrieb mit vom Handgerät getrennter Funksonde verschafft größere Bewegungsfreiheit und bietet sich beispielsweise beim Messen von Großkesselanlagen an.
Das Konzept des A 600 ist flexibel angelegt. Zusätzlich benötigte Sensoren kann der Nutzer als fertige Module einfach auf die Messsonde aufstecken und verschrauben, das Gerät erkennt sie automatisch. Bis zu sechs Gasanalysen sind gleichzeitig möglich. Der robuste Gasweg erlaubt CO-Messungen bis 100.000 ppm. Für besondere Sicherheit und Zuverlässigkeit sorgen eine 6 Filter-Technik, eine automatische Geräte- und Sensordiagnose sowie eine Filter- und Pumpenüberwachung.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Produkte

Neuer Nachweis der Verbrennungsluftversorgung

Ausgeklügelte Software und Spezialkapillarschläuche machen es möglich: Mit dem neuen Druckmessgerät Wöhler DC 100PRO lässt sich die ausreichende Versorgung mit Verbrennungsluft ganz einfach und erstmals nahezu wetterunabhängig messtechnisch überprüfen. Die Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, Bad Wünnenberg, bietet ihre Neuentwicklung zusammen mit allen zum Messen benötigten Komponenten im praktischen „Wöhler DC 100PRO 4 Pa Set“ an.
Aus Gründen der Energieeinsparung werden Gebäude immer häufiger mit Lüftungsanlagen ausgestattet. Durch solche raumluftabsaugenden Anlagen, wie auch durch Dunstabzugshauben, wächst aber das Risiko, dass beim Betrieb raumluftabhängiger Feuerstätten gefährlicher Unterdruck entsteht. Um Gefährdungen zu vermeiden, darf der Unterdruck im Aufstellraum vier Pascal nicht überschreiten. Bei raumluftunabhängigen Feuerstätten für feste Brennstoffe liegt der zulässige Grenzwert bei acht Pascal.
Das kinderleicht zu bedienende Messprogramm des Wöhler DC 100PRO, kombiniert mit zwei flexiblen Kapillarschläuchen, erlaubt es, das Einhalten dieser Druckgrenzwerte unabhängig vom Winddruck rasch und zuverlässig zu messen. Dazu öffnet man bei laufender Feuerung und eingeschalteter Abluftanlage zunächst ein Fenster oder die Wohnungs- beziehungsweise Haustür. Das Messgerät kalibriert sich auf null Pascal. Danach wird das Fenster wieder geschlossen und das Wöhler DC 100PRO zeichnet die entstehende Druckänderung auf. Nach mehrfacher Wiederholung erfolgt am Ende der Prüfung ein grafischer Ausdruck, anhand dessen man den Druckverlauf auswerten und den maximal erreichten Unterdruck ermitteln kann. Gleichzeitig erhält der Anwender eine einfache, kostengünstige und transparente Sofortdokumentation seiner Messergebnisse. Der dafür benötigte Drucker ist im Set bereits enthalten. Mit dem Wöhler DC 100PRO hat der Bad Wünnenberger Messtechnikspezialist sein breites Angebot an Druckmessgeräten erneut erweitert. Außer zum Prüfen der Verbrennungsluftversorgung eignet sich das DC 100PRO unter anderem auch für Strömungsgeschwindigkeits- und Gasdruckmessungen sowie Zugmessungen mit gleichzeitiger Registrierung der Abgastemperatur.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteine

Raumluftunabhängig und platzsparend heizen

Neues Rohr-in-Rohr-Schornsteinsystem von ERLUS für Gas- und Öl-Brennwerttechnik / Innen- und Außenrohr finden auf weniger als 20 Zentimeter Durchmesser Platz  /  Kein massiver Schornsteinschacht mehr nötig  /  Aufstellmöglichkeiten für Brennwertgeräte in Nutzräumen erhöhen sich.
Neufahrn i. NB, im März 2007. Das neue Edelkeramik® Rohr-in-Rohr-System von ERLUS erhöht die Aufstellmöglichkeiten für Brennwertgeräte in Nutzräumen von Häusern der Gebäudeklassen 1 und 2 deutlich. Die raumluftunabhängige Abgasleitung ist äußerst einfach zu versetzen und extrem platzsparend einzubauen. Innerhalb eines Außendurchmessers von weniger als 20 Zentimetern finden nicht nur der Abgasweg, sondern auch die Luftzufuhr für Gas- und Öl-Brennwertgeräte Platz. Auf einen konventionellen, massiven Schacht kann verzichtet werden. Das abgasführende und druckdichte Innenrohr wird stattdessen konzentrisch in einem Außenrohr geführt.
Kein Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen mehr nötig
Beide Rohrsäulen bestehen aus hochwertigen ERLUS-Edelkeramik®-Muffenrohren. Das System ist für Abgastemperaturen von bis zu 160 Grad Celsius geeignet. Ein Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen ist nicht mehr nötig. Dieser wird bereits durch die Muffenbreite des Außenrohrs eingehalten. Das neue System kann daher auch problemlos in Holzhäusern eingebaut werden.
Optimierte Versetz- und
Verbindungstechnik
Das neue Rohr-in-Rohr-System wird trocken versetzt, die Verbindung erfolgt für das Innenrohr mittels einer Elastomer-, für das Außenrohr mittels einer Gewebedichtung. Durch das geringe Gewicht ist keine Fundamentierung mehr nötig. Die einfache Verkleidung zum Wohnraum in Trockenbauweise fügt das Schornsteinsystem harmonisch in die restliche Hauskonstruktion ein. Durch seinen geringen Durchmesser findet es beispielsweise bequem in einer Wandecke oder in einer Zwischenwand Platz.
Kein separater Kondensatablauf mehr nötig
Bei Betrieb mit der Gas- und Öl-Brennwertechnik erfolgt die Ansaugung der Verbrennungsluft beim neuen Rohr-in-Rohr-System raumluftunabhängig über einen Ringspalt. Die neue Kondensatrückführung, bei der Kondensat über das Brennwertgerät abgeleitet wird, vereinfacht den Anschluss erheblich. Der bisher notwendige Kondensatablauf am Fuß der Abgasanlage entfällt.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Produkte

Abgasanalyse: testo 327

Neu auf dem Markt ist die neue Abgasanalyse Messgerätegeneration testo 327. Sie ist extrem robust und sicher. Die Messgeräte bieten mehr Komfort in der Anwendung und helfen die täglichen Messroutinen souveräner zu erfüllen. Alle wichtigen Messgrößen in einem Messgerät. Testo 327 misst das Abgas an allen Arten von Gasheizanlagen. Auch als Einstiegsgerät in neue Aufgaben in Service und Wartung von Gas- und Ölbrennern sind diese Abgas-Messgeräte schnell, extrem zuverlässig und immer einsatzbereit.
Die starke LED-Hintergrundbeleuchtung im 4-Zeilen-Display garantiert hervorragende Ablesbarkeit auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Der Sondenschnellanschluss: Mit einem „Klick“ sind alle Gaswege verbunden. Schnell, verwechslungssicher und sehr leicht zu reinigen. Neueste Li-Ionen Akkus: Technologie mit hoher Kapazität ohne Memory-Effekt und Tiefenentladung. Der Messzellentausch so einfach wie ein Batteriewechsel.
Elastomer-Schutzhülle: Die „zweite Haut“ ist ins Gerätedesign integriert und schützt vor Stoß und Schlag im rauen Alltagsbetrieb. Die Schutzhülle lässt sich einfach abnehmen und kann so separat gereinigt werden. Die integrierte Kondensatfalle mit neuer Konstruktion: die Kondensatfalle hat ein separates, innen liegendes Gehäuse, das vor Außeneinwirkungen schützt. Das schützt vor Fehlmessungen, die durch Undichtigkeiten entstehen könnten. Die Kondensatfalle ist schnell und einfach zu entleeren. Die stabilen Sonden filtern den Schmutz dort wo er anfällt, bevor er in die Gaswege gelangt. Der leicht zu tauschende Schmutzfilter ist im Handgriff der Sonde integriert.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik

Kamineinsatz mit Zusatzfunktion

Das österreichische Unternehmen Lohberger hat mit dem AquaInsert einen modernen, designorientierten Kamineinsatz entwickelt, der höchsten Anforderungen gerecht wird. Als Herzstück verfügt er über einen im Brennraum integrierten Wärmetauscher. Dieses Bauteil hat die Aufgabe, einen Teil der Wärme dem Heizkreislauf zur Beheizung anderer Räume zur Verfügung zu stellen. Seine 8 kW Nennwärmeleistung teilen sich in 3 bis 4 kW Raumheizleistung und 4 bis 5 kW Heizkreislaufleistung auf. Damit eignet sich der AquaInsert in besonderem Maß als Ganzhausheizung für Niedrigenergie- oder Passivhäuser.
Als Brennstoff werden Holzbriketts und Stückholz bis 33 cm Länge genutzt, wobei von einem Bedarf von ca. 2,5 kg pro Stunde auszugehen ist. Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe macht der AquaInsert unabhängig von den fossilen Energieträgern Erdöl bzw. Gas und deren Preisentwicklung.
Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 78 Prozent und niedrigen Emissionswerten aufgrund der Jetfire-Verbrennungstechnik punktet der Heizeinsatz sowohl in Sachen Wirtschaftlichkeit als auch Umweltbewusstsein. Letzteres wird durch die Prüfungen nach strengen Umweltkriterien belegt, beispielsweise gemäß DIN EN 13240 und 13240/A1. Zu den weiteren wichtigen Details zählen unter anderem die Möglichkeit des raumluftunabhängigen oder raumluftabhängigen Betriebs, die modernste Technik und die individuellen Verbauungsvarianten.
Auf Wunsch können eine integrierte Rücklauftemperaturanhebung und eine thermische Ablaufsicherung integriert werden. Die einfach durchzuführende Endmontage erfolgt immer durch den Fachbetrieb. Als notwendiger Förderdruck für den Betrieb der Feuerstätte werden 12 Pa vom Hersteller angegeben. Der AquaInsert verfügt über eine selbstschließende Tür mit großer Sichtscheibe, die durch ein spezielles System zur Scheibenspülung (genannt Airstream) dauerhaft rußfrei bleibt. Generell gilt der Heizeinsatz als besonders wartungsarmer Wärmeerzeuger.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik

Brötje ergänzt Sortiment

NovoCondens SOB in zwei weiteren Leistungsstufen

Das moderne Ölbrennwertgerät NovoCondens SOB von Brötje ist nun auch in den Leistungsstufen 32 und 40 kW verfügbar. Zusammen mit den Kesselgrößen 22 bzw. 26 kW wird so ein Produktspektrum angeboten, das sowohl für den Neubau als auch die Renovierung immer den passenden Wärmeerzeuger enthält.
Allen Ausführungen gemeinsam ist die optimale Brennwertnutzung durch den zweistufigen Brennerbetrieb sowie die hervorragende Anpassung an die geforderte Wärmeleistung. Die hohe Wirtschaftlichkeit lässt sich u. a. am Normnutzungsgrad (bis zu 103% bei 40/30 oC) ablesen. Der sich selbst reinigende Kondensationswärmetauscher sorgt mit seinen Edelstahlgliederprofilen für eine sehr gute Energieausnutzung. Gleichzeitig liegen die Emissionen weit unterhalb der Grenzwerte. Zu den weiteren Vorteilen zählen die äußerst leise Betriebsweise durch die doppelte Schalldämpfung, die Möglichkeit zum raumluftunabhängigen Anschluss sowie eine hohe Lebensdauer aufgrund der Materialien Grauguss und Edelstahl. Die Regelung erfolgt über die bewährte ISR Plus, sodass eine einfache, komfortable Bedienung gewährleistet ist. Auch Anlagenkomponenten, etwa die Trinkwasserspeicher aus dem AquaComfort-Programm, lassen sich mit der durchgängig modular aufgebauten Regelung problemlos einbinden.
Der NovoCondens SOB gilt aufgrund seiner Konstruktion als besonders wartungsfreundlich. Er kann aufgrund seiner kompakten Abmessungen, seines modernen Designs und des geräuscharmen Betriebs selbst im Wohnnebenbereich aufgestellt werden.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteine

Leichtbauweise bevorzugt

Mit FutureTherm bietet die Firma Schräder aus Kamen eine komplette Produktfamilie in Leichtbauweise für den modernen Schornsteinbau an. Dabei stehen ein- oder doppelwandige Systeme ebenso zur Verfügung wie Luft-Abgas-Systeme. Diese Vielfalt kommt den Planern und Bauherren entgegen, die mehr und mehr komplexe Heizkonzepte realisieren wollen. Das zweischalige Abgassystem besitzt einen Außenmantel aus sogenannten Mipro-Tec-Brandschutzplatten, der über eine glatte Oberfläche verfügt. Die einzelnen Schachtelemente werden vorkonfektioniert in Längen von bis zu 100 cm geliefert und mit Spezialkleber in Trockenbauweise versetzt. Schrägführungen bis zu 30° zur Senkrechten sind möglich. Die innere Rohrsäule zur Rauchgasführung besteht aus Edelstahl der Werkstoffgüte 1.4404/1.4571. Sie wird in Durchmessern von 130 mm bis 300 mm gefertigt. Von Vorteil ist die leichte, schnelle und problemlose Verarbeitung aufgrund der geringen Abmessungen und des niedrigen Gewichts. Ein umfangreiches Zubehörprogramm beinhaltet neben Anschluss- und Befestigungselementen auch Schornsteinkopf-Verkleidungen aus Edelstahl, Kupfer und beschichtetem Aluminium. So lassen sich nahezu alle Wünsche in Bezug auf eine moderne Schornsteinanlage umsetzen. Weitere Infos gibt es unter www.schraeder.com im Internet.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik

Sensorsteuerung für Holzofen

Kutzner + Weber, Maisach, zeigt sich sehr zufrieden mit der gelungenen Markteinführung der neu entwickelten automatischen UNIVERSAL Ofenregelung. Durch ihren Einsatz lässt sich der Abbrand bei allen handbeschickten Feuerstätten optimieren, wobei das System herstellerunabhängig funktioniert. Ziel ist es immer, einen effektiven, Energie sparenden und dazu noch emissionsarmen Verbrennungsprozess zu gewährleisten.
Die wichtigste Komponente des Produkts ist der neuartige Sensor mit innovativer Messtechnik. Er erfasst die reale Betriebssituation, u. a. die Abgastemperatur, und liefert die Informationen an den Prozessor in der Regeleinheit, der die Daten mit optimalen Sollwerten vergleicht. Bei Bedarf kommuniziert der Prozessor mit allen angeschlossenen Komponenten, um die Istwerte zu verändern. Die Regeleinheit mit der Schutzklasse IP 24 wird in ein Metallgehäuse eingebaut und nach EN 60730-1 geprüft. Als Stromaufnahme im Betrieb werden 22 W genannt, im Stand-by-Modus 1,5 W. Der Sensor sitzt in einer Edelstahlhülle und verkraftet eine Abgastemperatur bis 700 oC. Selbst das Anschlusskabel in 3 oder 6 m Länge weist eine zulässige Umgebungstemperatur von maximal 350 oC auf. Eingebaut wird der Sensor in senkrechte oder waagerechte Abgasleitungen, immer möglichst nahe am Gerätestutzen.
Per Display, das mit einem Cat-5-Kabel an die Steuerung angeschlossen wird, kann stets der aktuelle Zustand abgerufen werden.
Bis zu 12 Komponenten lassen sich integrieren, u. a. Rauchsauger, Zuluftklappe, Ofentürschalter, Dunstabzugshaube und Funk-Modul. Neben der verbesserten Energieausnutzung zeichnet sich die UNIVERSAL Ofenregelung dadurch aus, dass sie eine höhere Betriebssicherheit der Feuerstätte garantiert. 

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik

Thema Heizungsmodernisierung noch lange nicht abgeschlossen

Reges Interesse zeigten die Besucher der diesjährigen ISH an dem Gemeinschaftsstand des ZIV und der AdK. Die beiden Verbände informierten über Themen, die zurzeit im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dazu zählen alternative und regenerative Heizkonzepte genauso wie die ökonomische Wärmeerzeugung, das umweltverträgliche Heizen sowie die aktuelle Feinstaub-Debatte. Das gemeinsame Messekonzept des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks und der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft war ein voller Erfolg. Man war dadurch noch besser in der Lage, den Informationsbedarf zu decken, der sich aus der stetig steigenden Nachfrage nach Festbrennstoffheizungen und Kaminöfen ergibt.
Gleichzeitig wurde verdeutlicht, dass das Kapitel Heizungsmodernisierung in Deutschland noch lange nicht abgeschlossen ist. Eine neue Statistik des ZIV zeigt, dass Ende 2006 noch 548.800 Ölfeuerungsanlagen und 208.500 Gaskessel mindestens 29 Jahre alt waren. 2.670.000 ölbefeuerte Heizungsanlagen sowie 4.294.800 Gasheizungen (der Großteil aller Feuerungsanlagen) weisen immerhin ein Alter von wenigstens 19 Jahren auf.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik

Weltleitmesse ISH mit 215.000 Besuchern

Erneuerbare Energien: Magnet für Fach- und Privatbesucher
Die ISH 2007, Weltleitmesse Bad, Gebäude-, Energie-,
Klimatechnik, Erneuerbare Energien, endet mit einem sensationellen Besucher-Rekord: 215.378 kamen vom 6. bis 10. März nach Frankfurt am Main (2005: 192.187). Das sind zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. Die Zuwächse stammen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Jeder vierte Besucher kam aus dem Ausland (53.844). 2.392 Aussteller (2005: 2.345) aus 58 Ländern zeigten ihre Innovationen auf einem mit 254.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche nahezu ausgebuchten Frankfurter Messegelände.
Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt: „Die ISH 2007 ist nicht nur die größte ISH aller Zeiten, sondern gleich in mehrfacher Hinsicht eine Messe der Superlative. Kontinuität, das Verbundkonzept und der Standort bestimmen den Erfolg als internationale Leitmesse. Nur hier in Frankfurt erhält man diesen umfassenden Überblick über die Energie-, Gebäude- und Klimatechnik sowie die Erlebniswelt Bad gleichermaßen. Dies wird von unseren in- und ausländischen Besuchern sehr geschätzt.“
In der Branche herrscht eine exzellente Stimmung. In diesem Jahr bewerten 97 Prozent der deutschen Aussteller die Konjunkturaussichten mit gut bis befriedigend (2005: 72 Prozent). Ähnlich urteilen die ausländischen Anbieter: 92 Prozent schließen sich der optimistischen Einschätzung an (2005: 77 Prozent).
93 Prozent der deutschen Messebesucher meinen, die Aussichten seien gut bis befriedigend (2005: 71 Prozent). 94 Prozent der ausländischen Messebesucher halten die Konjunkturaussichten für gut bis befriedigend (2005: 89 Prozent).
Die Repräsentanten der ISH-Trägerschaftsverbände ziehen ebenfalls eine durchweg äußerst positive Bilanz. Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Die Messe hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Für das SHK-Handwerk war die ISH Leistungsschau in Energie und Design. Die Messe hat schlaglichtartig aufgezeigt, welches hohe Maß an Zukunftsorientierung unsere Branche besitzt. Das deutlich gestiegene Aufkommen an internationalen Fachbesuchern – ohne dass der nationale Anteil geschmälert wurde – unterstreicht die führende Position deutscher SHK-Technologie. Von dieser ISH 2007 werden starke Marktimpulse ausgehen, die bis ins nächste Jahr hinein wirken werden.“
Fritz-Wilhelm Pahl, Präsident der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS): „Der Aufwärtstrend der Sanitärwirtschaft, der sich bereits im letzten Jahr abgezeichnet hat, setzte sich erfreulicherweise auch auf der Weltleitmesse fort. Mehr Aussteller, mehr Besucher und mehr Internationalität. Der Trend hin zu gleichermaßen technisch wie gestaltungsmäßig anspruchsvollen Badinstallationen ist dabei immer weniger nur auf Europa beschränkt. Gerade die aufstrebenden Märkte in Asien verlangen immer mehr Spitzentechnologie und Spitzendesign.“
Dipl.-Ing. Klaus Jesse, Präsidiumsmitglied der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ) und Präsident des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH): „Die ISH 2007 hat wie keine Messe jemals zuvor eine enorme Resonanz gefunden – in der Fachwelt, der Öffentlichkeit und der Politik. Der Grund dafür ist, dass exzellente energie- und umweltpolitische Rahmenbedingungen den Fokus auf unsere Industrie rücken. Die ISH hat in diesem Jahr die technischen und kommerziellen Lösungen für die Hebung der extremen CO2-Minderungs- und Energieeinsparpotenziale im Gebäudebereich präsentiert. In Frankfurt holt sich die Welt den Stand der Technik für hohe Energieeffizienz und erneuerbare Energien ab. Die Industrie profitiert enorm von der hohen Internationalität der ISH.“
Die Top-Ten-Besuchernationen aus Europa bildeten nach Deutschland: Italien, Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Polen, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und die Tschechische Republik. Aus Übersee kamen die meisten Besucher aus Asien und Nordamerika: USA, Kanada, Südkorea, Japan und China.
Etwa zwei Drittel der Besucher sind Führungskräfte mit hoher Entscheidungskompetenz. Die größte Besuchergruppe stellt mit rund 86.000 Installateuren das Handwerk. Ingenieure, Architekten und Planer waren ebenfalls deutlich zahlreicher vertreten als 2005. Das Hauptinteresse der Besucher richtete sich je zur Hälfte auf die Heizungstechnik und die Erlebniswelt Bad. Das Thema Erneuerbare Energien war für fast 33.000 Fachbesucher (15 Prozent) der ausschlaggebende Angebotsbereich. Jeder vierte Besucher kam wegen der Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik.
Hervorragende Bewertungen erhielt die ISH 2007 von den Ausstellern. 84 Prozent bestätigten die Erreichung ihrer Messebeteiligungsziele (2005: 83 Prozent). Besonders positiv und gegenüber der Vorveranstaltung zehn Prozent mehr Anbieter lobten die hohe Qualität der Besucher, die Zahl der Neukontakte und das Orderverhalten während der Messe.
Das Rahmenprogramm aus Sonderschauen, Vorträgen und Symposien stieß auf breites Interesse. Das Schwerpunktthema „Erneuerbare Energien“ fokussierten neben anderen das ISH Technologie und Energie Forum, das Kachelofenforum, das Themen-Special „Energie & Architektur“ für das Handwerk sowie das speziell auf Architekten und Planer ausgerichtete Event Outlook – Integrating Energy. Energieeffizienz und Hygiene standen im Fokus des Klima-Forums, und das Angebot im Bereich der Gebäude relevanten Kältetechnik wurde mit der Premiere des Forum IKK Building ausgebaut. Erstmals fand im Rahmen der ISH zum Thema vorbeugender Brandschutz das XI. Baurecht & Brandschutz-Symposium sowie das I. Internationale Baurecht & Brandschutz-Symposium statt.
Die nächste ISH findet vom 10. bis 14. März 2009 in Frankfurt am Main statt.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik

5 Tage, 20 Hallen, 1.000 Innovationen: die ISH 2007

März 2007 war es wieder soweit: Hersteller, Handwerk und Handel, Ingenieur- und Architekturbüros, Wohnungsbau- und Immobiliengesellschaften, Dienstleister, Behörden und Hochschulen – alle trafen sich wieder auf der ISH in Frankfurt. Mehr als 2.400 Aussteller aus aller Welt zeigten ihre Produkte und Innovationen.
„Erneuerbare Energien“ im Bereich der Gebäude- und Energietechnik waren das Schwerpunktthema der ISH 2007. Dabei blieb die Feinstaubproblematik nicht außen vor. Ging es bislang in erster Linie der Logistik-Branche und Haltern von Fahrzeugen mit Diesel-Motor an den Kragen, haben Umweltschützer inzwischen einen weiteren Feinstaub-Verursacher im Visier: Die Festbrennstoff-Feuerstätte.
Bedingt durch die stetig steigenden Preise für Erdöl und Gas steigen Hausbesitzer vermehrt auf den Brennstoffklassiker Holz um. Der Absatz entsprechender Wärmeerzeuger steigt kontinuierlich und heizt damit die Feinstaubdiskussion weiter an. Um diesem zukunftsweisenden Trend nicht die Dynamik zu nehmen, arbeiten Hersteller und Zulieferer mit Hochdruck an technischen Lösungen, die den Feinstaubausstoß minimieren. Zum Beispiel wurden Partikelabscheider vorgestellt, die auf dem Prinzip der elektrostatischen Abscheidung beruhen. Mit ihnen wird es möglich sein, speziell die mikrofeinen Staubpartikel der Größe PM 10 und niedriger zu einem Großteil aus dem Rauchgas zu filtern. Ein anderer Lösungsansatz zur Schadstoffminimierung ist eine automatische Ofenregelung. Dadurch soll bei handbeschickten Feuerstätten der Abbrand optimiert werden. Das bedeutet, mit der gleichen Menge Holz kann länger Wärme erzeugt werden. Nebenbei werden die Emissionswerte erheblich reduziert. Außerdem erhöht sich die Betriebssicherheit deutlich. Auch die Problematik des Einsatzes von Feuerstätten in Häusern mit kontrollierter Wohnraumlüftung wurde thematisiert. So erkennt die Ofenregelung, dass im Gebäude ein Unterdruck herrscht, der den Abzug der Rauchgase negativ beeinflusst, und schaltet die Dunstabzugshaube oder die Wohnraumlüftung im Bedarfsfall ab.
Außenwände moderner Häuser werden häufig aus brennbaren Baustoffen hergestellt. Durch den nachträglichen Einbau von Feuerstätten und an der Außenwand angesetzten Schornsteinen stellt sich das Problem der Wanddurchführung des Rauchrohres. Oft reichen die Abstände des Holzständertragwerkes nicht aus, um die erforderlichen Abstände zu brennbaren Bauteilen einzuhalten. Für diesen Anwendungsfall wurden Wanddurchführungen entwickelt, die den Abstand zu brennbaren Bauteilen im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise auf ein Minimum reduzieren. Der Einsatz von speziellen Brandschutzbauplatten erhöht dabei den Brandschutz noch erheblich. Ein Auswechseln des Holzständertragwerkes kann meist entfallen. Die Problematik der dichten Gebäudehülle, und damit der unzureichenden Versorgung von Feuerstätten mit Verbrennungsluft, haben sich auch die Schorsteinhersteller angenommen. Sie bieten unterschiedliche Varianten für den raumluftunabhängigen Betrieb von Feuerstätten für feste Brennstoffe an. Dabei haben sie aber nicht außer Acht gelassen, dass nicht nur Feuerstätten Sauerstoff benötigen. Wir Menschen verbringen einen Großteil unseres Lebens in geschlossenen Räumen. Die Qualität der Raumluft ist ein ganz entscheidener Faktor für unser Wohlbefinden. Frische, saubere und sauerstoffreiche Luft ist dafür ausschlaggebend. Das setzt richtiges Lüften voraus. Wer falsch lüftet, verschwendet teure Energie oder erreicht keinen ausreichenden Luftaustausch.
Kontrollierte Wohnraumlüftung und Schornsteinsysteme für raumluftunabhängigen Betrieb im perfekt aufeinander abgestimmten System verbinden Behaglichkeit, Sicherheit und einfache Verarbeitung aus einer Hand. Dieser kurze Überblick zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der Innovationen von moderner Heiztechnik mit erneuerbaren Energien.
Ein Besuch auf der ISH lohnt immer. Die ISH ist die Weltleitmesse für die Bereiche Bad, Energie- und Gebäudetechnik sowie Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik. Sie belegt mit rund 250.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche das gesamte Frankfurter Messegelände und findet alle zwei Jahre statt.


Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteinfeger

Halbzeitveranstaltung

Halbzeitveranstaltung des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen Wirtschaft und Landesregierung blicken auf 30 erfolgreiche Monate zurück

Mit einer feierlichen Veranstaltung zogen die Partner des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen am 26. September Bilanz über die ersten 30 Monate. Zeitgleich wurde diese Veranstaltung genutzt, um die teilnehmenden Unternehmen vorzustellen.
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Herr Dr. Sklenar, betonte insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie die Förderung wegweisender Technolo­gien, die dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Thüringen zu sichern und zu erhöhen. „Die Landesregierung möchte das Abkommen nutzen, der Eigenverantwortung der Unternehmen, persönlichen Initiativen und Innovationen Spielräume zu eröffnen“, sagte Minister Dr. Sklenar.
Das TMLNU honoriert dieses freiwillige Engagement durch entsprechende Erleichterungen z. B. für Unternehmen, die das EU-Umweltmanagementsystem EMAS nutzen, im Umgang mit den Umweltbehörden.
Herr Emig, Geschäftsführer der Müller Weingarten AG Niederlassung Umformtechnik Erfurt, blickte aus Sicht der Wirtschaft auf das Abkommen und verwies vor allem auf die zahlreichen Unternehmen, die durch verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen, Übernahmen von mehr Eigenverantwortung durch Umweltmanagementsystem und gesellschaftliches Engagement einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität in Thüringen leisten.
„Ich glaube, wir sind in Thüringen auf einem guten Weg. Es bedarf allerdings auch weiterhin des Mutes, Freiräume zu geben, Vielfalt in den Lösungen zuzulassen und es bedarf der Kraft, weiter an einer nachhaltigen Entwicklung zu arbeiten.“
Acht weitere Unternehmen erhielten ihre Urkunde für ihre Teilnahme am Nachhaltigkeitsabkommen. Damit nehmen insgesamt 216 Unternehmen am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen teil. Berechtigt zur Teilnahme sind Unternehmen, die freiwillig Leistung erbringen – vor allem auf dem Gebiet des Umweltschutzes, die über das vom Gesetzgeber geforderte Maß hinausgehen.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion – moderiert von Johannes-Michael Noack (MDR Radio Thüringen) – wurde darüber hinaus Chancen und Gewinne ausgelotet, die das Thema Nachhaltigkeit für Thüringen bietet: neue Technologien und Techniken, die dazu beitragen, Ressourcen zu sparen, Produkte, die weltmarktfähig sind und damit die Chance auf mehr Arbeitsplätze in Thüringen erhöhen und natürlich die Maßnahmen im Unternehmen selbst, die den Verbrauch an Energie und Wasser reduzieren. Dazu diskutierten Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz und Umweltstaatssekretär Prof. Dr. Juckenack mit Herrn Dr. Fücking (Thüringen innovativ GmbH) Frau Dr. Voigtsberger (incocermic Gesellschaft für innovative Keramik mbH), Herrn Kurch (Landesverband des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen), Herrn Dr. Traut (OMROS Gesellschaft für Umwelttechnik mbH) und Herrn Wiederhold GEALAN Tanna GmbH).
Zum Hintergrund: Das Nachhaltigkeitsabkommen wurde am 23. März 2004 zwischen den Thüringer Handwerkskammern, den Thüringer Industrie- und Handelskammern und dem Verband der Wirtschaft Thüringens e. V., dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt sowie dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit vereinbart und steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten, Herrn Dieter Althaus.
Erklärtes Ziel dieser Vereinbarung ist die Erhaltung eines attraktiven Wirtschaftsstandortes Thüringen unter dem Aspekt der nachhaltigen Entwicklung. Die gemeinsame Geschäftsstelle ist als erste und einzige unter ähnlichen Vereinbarungen in verschiedenen Bundesländern direkt bei einem Abkommenspartner der Wirtschaft, beim VWT, angesiedelt. Sie ist Erstanlaufstelle für Unternehmen und die interessierte Öffentlichkeit.
Stolz kann natürlich ganz besonderst unser Handwerk sein, denn von 216 Teilnehmern sind 129 Bezirksschornsteinfegermeister vertreten. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteinfeger

Thomas Keindorf als Kammerpräsident wiedergewählt

„Wir wollen Außenminister des Handwerks werden“.
… mit diesen Worten bedankte sich der neu- und wiedergewählte Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, nach der Wahl bei der Vollversammlung für das in den Vorstand gesetzte Vertrauen. Wir werden die Interessen des Handwerks unseres Kammerbezirkes überall vertreten.
Vollversammlung und Vorstand für die Legislaturperiode bis 2011 sind gewählt. Auf der konstituierenden Versammlung wurde Thomas Keindorf in seinem Ehrenamt bestätigt, zu Vizepräsidenten wurden Michael Gipser und Jens-Uwe Gaden gewählt.
Die Vollversammlung verabschiedete eine Resolution und wandte sich damit an die Bundes- und die Landesregierung: „Eine erfolgreiche Entwicklung im Land Sachsen-Anhalt und in der Bundesrepublik ist fest mit der Situation des handwerklichen Mittelstandes verbunden. Die Schaffung günstiger wirtschaftlicher Bedingungen für das Handwerk bringt Arbeitsplätze und Ausbildung und damit Zukunft.“
Wir wünschen dem einstimmig gewählten alten und neuen Präsidenten der Handwerkskammer Halle, Landesinnungsmeister Thomas Keindorf, für seine verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg und viel Schaffenskraft zum Wohle des Handwerks.
Vorstand des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteinfeger

Sicherheitskonferenz in Magdeburg

In den vergangenen Jahren häuften sich Explosionsschäden mit Heizkessel für feste Brennstoffe. Diese war Anlass, auf die Gefahren hinzuweisen, die bei mangelhafter Installation aber auch durch Fehler der Betreiber entstehen können. Thomas Keindorf, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks und Klaus Göhring, stellvertretender Landesinnungsmeister Sanitär Heizung Klima Sachsen-Anhalt eröffneten die außerordentlich gut besuchte Veranstaltung. Sie betonten, dass nur durch das Fachhandwerk garantiert werden kann, dass bei der Planung und Montage der Feststoffkessel alle sicherheitstechnisch erforderlichen Einrichtungen beachtet werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Installateur und Schornsteinfeger hat sich in der Praxis bewährt.
Der Hauptreferent Dipl.-Ing. (FH) Siegfried Stief vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V., Kiel, stellte mehrere Fälle aus der Praxis vor, bei denen durch Explosion von Kaminkessel verheerende Schäden entstanden sind.
Mit der fachgerechten Planung und Montage der Feststoffkessel nach DIN EN 12828 bzw. DIN 4751/T2 sowie baurechtliche Anforderungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe und der neuen Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) wurden die Fachleute über die neuesten technischen Regeln informiert.
Fälle aus der aktuellen Rechtssprechung sowie aktive Schadensprävention rundeten das hochinteressante Thema ab.
Als Konsens wurden folgende Grundlagen herausgestellt.
1. Der Kessel muss eine Zulassung für Deutschland besitzen. Dieses ist gewöhnlich an einer vierstelligen EN-Nr. zu erkennen, die am Kessel angebracht ist.
2. Besitzt der Kessel keine Regelung, z. B. über eine thermostatisch geregelte Zuluftklappe, oder kann die Beheizung nicht schnell abgeschaltet werden, so ist eine thermische Ablaufsicherung vorgeschrieben. Die Kaltwasserzuleitung für die thermische Ablaufsicherung ist gegen versehentliches Absperren zu sichern.
3. Der Kessel muss passend zum maximal zugelassenen Kesseldruck ein Überdruckventil besitzen. Dieses Überdruckventil muss sich in unmittelbarer Nähe am Kessel befinden.
4. Sollten sich am Kessel in der Vor- bzw. Rücklaufleitung Absperrventile befinden, so sind diese ebenfalls gegen versehentliches Zudrehen zu sichern. Es sind Ventile mit Sicherheitskappen zu verwenden. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: keine

Bundesweiter Service zur Schallmessung

Kutzner+Weber bietet praxisbezogene Lösungen

Auch moderne Heizungsanlagen können sich gelegentlich als hörbare Störenfriede entpuppen. Sollte das der Fall sein, lässt sich mit Hilfe einer exakten Schallmessung der genaue Ausgangspunkt der Geräuschemission ermitteln. Anschließend ist der SHK-Fachmann dann in der Lage die Lärmquelle durch exakt angepasste, schalldämpfende Bauteile zu „beruhigen“.
Die Kutzner+Weber GmbH (KW) befasst sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Abgasschall an Feuerstätten und Abgassysteme. Auf dem Sektor Akustik kooperiert man eng mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP). Hinzu kommt eine Partnerschaft mit Brüel & Kjaer, einem namhaften Hersteller höchst sensibler Schallpegel-Messgeräte. Gemeinsam haben diese drei Unternehmen zertifizierte Schallmesspartner ausgebildet, die bundesweit für KW im Einsatz sind.
Der erste Schritt zur Analyse ist die Schallmessung vor Ort; beispielsweise in der Verbindungsleitung hinter dem Wärme­erzeuger und/oder an der Schornstein­mündung. Hat Kutz­ner+Weber alle relevanten Daten erhalten, wird dort anhand der tatsächlich störenden Frequenzen die exakte Berechnung einer Lösung vorgenommen. Die Ergebnisse sind dann Grundlage dafür, entsprechende Problemlösungen anzubieten. Weitere Informationen zu diesem Thema kann man im Internet unter www.kutzner-weber.de oder per Fax-Nr.: 08141-957-500 anfordern. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: Heiztechnik

Das „Auge“ des Kaminofens

Hochwertige Glastüren für den Blick ins Feuer

Die mit dem EFA-Qualitätssiegel ausgezeichneten Kaminöfen bestechen nicht zuletzt durch ihr besonderes Design – und das wird geprägt vom Zentrum der Feuerstätte, der Sichtscheibe in der Ofentür. Damit der Blick in die Flammen stets ungetrübt möglich ist, setzen die in der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V. EFA organisierten Unternehmen auf erstklassige Glaseinsätze.
Dabei kann das Material mittels modernster Produktionsverfahren in verschiedene Formen gebracht werden. So gibt es inzwischen nicht nur flache Scheiben, sondern auch rund oder winkelig gebogene, so dass zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten gegeben sind. Das Zusammenspiel mit einer ausgefeilten Ofentechnik bewirkt, dass die hochtemperaturbeständigen Sicht­scheiben nicht verrußen. Gleichzeitig unterstützen sie aufgrund besonderer Beschichtungen den effizienten Betrieb der Feuerstätte, da die Wärmestrahlung verbessert wird.
Der Endkunde kann am EFA-Qualitätssiegel ablesen, dass die Produkte strengen Kontrollen unterliegen und so hohen Standards gerecht werden. Ein ausgezeichneter Kaminofen besteht aus hochwertigen Komponenten, die schließlich zu einer sicheren, zuverlässigen und langlebigen Feuerstätte konzipiert werden. Dazu zählt auch eine Sichtscheibe, die den Anblick der Flammen zum Genuss werden lässt.
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Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteine

UniTherm von Plewa

Mit dem UniTherm bietet Plewa ein außergewöhnliches Produkt an – Schornstein und Kaminofen bilden eine Einheit. Diese Kombination zeichnet sich durch zahlreiche Vorteile aus. Dazu zählt u. a. der raumluftunabhängige Betrieb, der die gleichzeitige Nutzung einer Dunstabzugshaube und einer kontrollierten Wohnungslüftung möglich macht, sowie die gestalterischen Möglichkeiten des Außenmantels mit Putz, Tapete oder Kacheln.
Nun wird der erfolgreich am Markt eingeführte UniTherm nochmals aufgewertet: Ein Teil seiner Heizleistung lässt sich in das bestehende Zentralheizungssystem einspeisen. Etwa 2 bis 4 kW der insgesamt 6,5 kW Nennwärme­leistung kommen auf diese Weise der Beheizung weiterer Räume bzw. der Brauchwassererwärmung zugute. Gerade in der Übergangszeit kann damit ein zusätzlicher Einspareffekt erzielt werden.
Dazu wird in der Verbindung zum Rauchrohr ein Abgaswärmetauscher eingebaut, der den heißen Abgasen Energie entzieht. Diese Wärme wird in einen Pufferspeicher geleitet und steht zur Beheizung zur Verfügung. Die Anschlüsse für den Heizungsvor- und -rücklauf befinden sich im Fußbodenteil des Kaminofens. Hier hat der Fachmann lediglich die Anbindung an das Heizsystem zu installieren.
Auch bei dieser Variante des UniTherm sind alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt, die üblichen Berechnungen zu Schornsteinquerschnitt oder Verbrennungsluftbedarf entfallen. Damit bietet die Alles-aus-einer-Hand-Lösung einen nicht zu unterschätzenden planerischen Vorteil. Darüber hinaus ist eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet, die mit niedrigen Emissionswerten einher geht. Mit Abmessungen von 55 x 55 cm kommt die einzügige Variante mit nur 0,3 m2 Stellfläche aus und kann auch als Ecklösung konzipiert werden.
Das UniTherm-Modell mit Zusatznutzen wird Mitte 2007 erhältlich sein.

Ausgabe: 62 , Kategorie: Produkte

RESS Werkzeugträger

Der neu entwickelte Werkzeugträger der Fa. Ress ist ein Transportmittel für Werkzeuge. Mit einem Handgriff können alle Kehrgeräte getragen werden. Zudem ist eine Ordnung für alle Kehrarbeiten vorgegeben, da alles aufgeräumt zusammen transportiert werden kann. So können unnötige Laufwege vermieden werden.
Der leichte und kompakte Werkzeugträger (Leergewicht ca. 2,5 kg) bietet viel Platz und Stauraum und kann in der Hand getragen oder sicher im Auto verstaut werden. Es ist Platz vorhanden für z. B. Mini- und Kombi-Haspel, Rußsack, Handfeger, Handschuhe, Schweizer Eisen, Sternschlüssel, Teleskopschaufel, Kratzer, Sterne, sonstiges Werkzeug.
Das Material vom Werkzeugträger ist extrem wasserfester und bruchfester Multiplex-Holzwerkstoff. Der Baustoff Holz ermöglicht außerdem eine individuelle Gestaltung vom Werkzeugträger, da Änderungen vom Anwender selbst vorgenommen werden können.
Die Idee kam den Entwicklern von RESS durch die Probleme der Kollegen in Baden-Württemberg, die aufgrund einer KÜO Änderung ihre komplette Arbeit von Grund auf neu organisieren mussten. Inwieweit sich der Werkzeugträger nun in der Praxis durchsetzen wird, kann hier nicht beurteilt werden. Zum einen ist er erst seit Kurzem im praktischen Einsatz, zum anderen bietet selbiger Hersteller bereits den größten erhältlichen Messrucksack an, welcher in der Praxis bereits als Rücken schonendes Mega-Transportmittel Erfolge feiert.

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteine

Bauen wird einfacher

Schornstein und Lüftung im Komplett­paket zu einem Preis

Mit einem um die Hälfte größeren Messestand als 2005 präsentiert sich die Münchner Schiedel GmbH & Co. auf der BAU 2007 in Halle 3 – Stand 319. Highlight des Auftritts wird die Premiere des „Schiedel-Hauskonzeptes“ – der neuen Produkt-Kombination aus Schornstein und Lüftungssystem in einem Komplettangebot zu einem Preis.
Im modernen, auf möglichst geringen Energieverbrauch ausgerichteten Neubau la