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Pressedatenbank

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik Ausgabe 71 - 1/2009

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Ein Interview mit Richard Pyrek

Der Schornstein: Guten Tag Herr Pyrek.
Richard Pyrek: Servus

Sie sind Rauchfangkehrermeister und Inspektionsrauchfangkehrer bei der Berufsfeuerwehr Wien. Neben Ihrer Einsatz- und Erhebungstätigkeit halten Sie Vorträge über die Gefahren von Kohlenmonoxid und CO-Vergiftungen. Wie kam es dazu?

„Ich dachte, mir könnte so etwas nie passieren“ – dies ist einer der häufigsten Sätze, die ich in meiner Tätigkeit als Inspektionsrauchfangkehrer bei Einsätzen wegen CO-Vergiftungen von den verunfallten Personen höre – ich nenne es gerne Prävention und „Wachrütteln“.

So wie sich das anhört, scheint es Bedarf dafür zu geben? Wie lange machen Sie das schon?

Seit dem Jahre 2004 stehe ich bei der Berufsfeuerwehr Wien als Inspektionsrauchfangkehrer im Dienst. Eine wichtige Aufgabe der Inspektionsrauchfangkehrer – kurz genannt IR – ist das alarmmäßige Ausrücken zu Kohlenmonoxidvergiftungen bzw. Verdacht auf Kohlenmonoxid. Es zeigt sich in den letzten Jahren eine stetige Zunahme der CO-Einsätze. Im Durchschnitt sterben in Wien pro Jahr 7 Personen an den Folgen einer CO-Vergiftung die durch eine Feuerstätte hervorgerufen wird und es werden ca. 100 Personen verletzt. Die Dunkelziffer ist leider höher.

Das ist mit Deutschland verglichen relativ viel. Kennt man die Ursachen?

In Stadtgebieten mit alter Bausubstanz zeigt sich vermehrt, dass durch die rasante Weiterentwicklung der Feuerstätten viele Rauchfänge nicht dementsprechend konstituiert sind, dass ein gefahrloses Betreiben der Feuerstätten gegeben ist. Weiters wird durch Sanierung von Altbauten die Gebäudehülle abgedichtet und dadurch ist der Luftaustausch in den Gebäuden nicht mehr gegeben. Zu den häufigsten Unfallursachen im Zusammenhang mit Kohlenmonoxid in Wien zählen:
– Fehlende Verbrennungsluft durch dichte Gebäudehülle.
– Verschmutzte Feuerstätten bzw. Abgasaustrittswächter.
– Abgasrückstau durch erhöhte Außentemperatur.
– Nicht zulässige Abluftventilationen.
– 5-Liter-Durchlaufwasserheizer ohne Fanganschluss.

Wie sind die Prüfungsintervalle in Wien?

Die wiederkehrende Emmissionsgrenzwertmessung ist in Wien für Gasfeuerstätten alle 5 Jahre vorgeschrieben. Bei der jährlichen Hauptkehrung durch den Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger) werden im Vorfeld schon erhebliche Mängel an verschmutzten bzw. nicht betriebssicheren Feuerstätten außer Betrieb genommen (Heiz- und Benützungsverbot). Dies unterstreicht noch mehr die Wichtigkeit der regelmäßigen Überprüfung durch den Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger). Es zeigt sich auch deutlich, dass ein Unfallverschulden der Rauchfangkehrer in den meisten Fällen ausgeschlossen werden kann. In Österreich lautet die gesetzliche Regelung für 5-Liter-Durchlaufwasserheizer ohne Fanganschluss, dass die Installation von diesen Feuerstätten per 1. Jänner 2007 verboten wurde. Bestehende Geräte dürfen jedoch weiterhin in Betrieb bleiben.

Wie viele solche Gasfeuerstätten zählen Sie in Wien noch?

In Wien sind noch ca. 25.000 Stück in Betrieb. Durch diverse Förderungen wird versucht die Betreiber der Altgeräte zum Umstieg auf fanggebundene Feuerstätten zu bewegen.

Der basiert aber auf Freiwilligkeit und bedarf großer Überzeugungskraft .

Richtig, es zeigt sich deutlich, dass die Wartung und Servicearbeiten an Feuerstätten durch den Betreiber vernachlässigt werden und dadurch bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten die eingebauten Abgaswächter bei einem Abgasaustritt nicht ansprechen. Betrachtet man eine herkömmliche Rückstromsicherung einer Gastherme oder eines Durchlaufwasserheizers zeigt sich, dass der Abgaswächter nur auf einer Seite montiert ist. Ist der Wächter selbst leicht mit Staub verschmutzt reagiert dieser nicht mehr. Ebenso ist der Abgaswächter außer Funktion, wenn die Abgase sehr rasch austreten, wie z. B. bei einem Unterdruck im Raum, welcher durch einen Abluftventilator (Dunstabzug, Badezimmerentlüftung, mobile Klimageräte usw.) hervorgerufen wird.

Kommen wir zurück zu Ihrer Präventionstätigkeit. Sie halten Vorträge über CO-Vergiftungen bei Feuerwehren.

Eine große Gefahr besteht für Einsatzkräfte die zu einem CO-Unfall gerufen werden. Den Rettungskräften ist es oft nicht möglich, eine Kohlenmonoxidkonzentration in der Umgebungsluft festzustellen. Es ist leider Alltag in Europa, dass viele Einsatzkräfte bei der Bergung der Verunfallten selbst eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erleiden. Bei der Berufsfeuerwehr Wien wurde die Gefahr erkannt und sämtliche Kommando- und Löschgruppenfahrzeuge mit einem CO-Mannschutzgerät ausgestattet. In meiner Tätigkeit als Vortragender versuche ich immer auf die Gefahren von Kohlenmonoxid aufmerksam zu machen.
Sie investieren sehr viel ehrenamtliche Zeit in Ihre Berufung.
Ich hoffe sehr, dass meine Tätigkeit anderen Menschen hilft und sie vielleicht sogar rettet – auch wenn ich dies vermutlich selten erfahren werde.

Bekommen Sie Rückmeldungen?

Nach einem Vortrag bei Rettungskräften bekam ich die Information, dass eine vierköpfige Familie eine CO-Vergiftung erlitten hatte. Die Rettung wurde alarmiert, da die Mutter und Tochter über Erbrechen und starkem Schwindel geklagt hatten. Der Vater sowie der Sohn verblieben in der Wohnung, während Mutter und Tochter in ein Krankenhaus transportiert wurden. Der Sanitäter, welcher am Einsatzort war, vermutete eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und meldete dies auch bei der Aufnahme in der Ambulanz. Kurz darauf wurde das gleiche Rettungsfahrzeug nochmals zu der Adresse alarmiert – der Vater sowie der Sohn zeigten dieselben Symptome wie die Angehörigen zuvor. Diese wurden umgehend ebenfalls in das Krankenhaus gebracht. Die Ärzte in der Notfallambulanz jedoch vermuteten, dass es sich um einen Magen-Darm-Infekt bzw. Einnahme einer verdorbenen Speise handelt, da die gesamte Familie betroffen war. Der Sanitäter ließ sich nicht beirren und kämpfte darum, dass bei der Familie eine Blutuntersuchung auf CO vorgenommen wird. Diese Untersuchung verlief positiv und die vierköpfige Familie wurde sofort in eine Druckkammer gebracht. Dieser Sanitäter war bei einem der CO-Vorträge und reagierte vollkommen richtig und rettete damit der Familie vermutlich das Leben.

Vielen Dank für das Gespräch.


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CO-Unfälle durch Gasfeuerstätten