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Ausgabe: 39 , Kategorie:

Brennstoffkosten steigen weiter

Unabhängigkeit in der Energiewahl gefragt

IPS: Nachdem sich Mieter und Hausbesitzer bislang um die sichere und preisgünstige Beheizung ihrer vier Wände wenig Sorgen machen mussten, hat sich nun die Situation binnen weniger Monate grundlegend verändert. Bedingt durch zahlreiche Einflussfaktoren stehen allen Verbrauchern auch in nächster Zeit Preisentwicklungen ins Haus, die im Trend sicherlich nach oben zeigen werden. Aber es gibt sinnvolle Alternativen!
Wer ist Schuld am hohen Ölpreis?
Hauptsächlich bestimmen die Erdöllieferanten und der Staat den Abgabepreis für Rohöl. Dieser Anteil liegt aufgrund internationaler Notierungen/ (OPEC), der Mineralöl-, Öko- und Mehrwertsteuer sowie dem gesetzlich vorgeschriebenen Erdölbevorratungsbeitrag, beispielsweise für Normalbenzin bei über 90%. Entscheidend für den hohen Rohölpreis ist darüber hinaus das Wechselkursverhältnis Dollar/Euro. Seit Einführung der Gemeinschaftswährung Anfang 1999 zeigen sich hier deutliche Schwächen. Verbunden mit den hohen Ölpreisen hat diese Entwicklung in ganz Europa dazu geführt, dass die Inflationsraten kräftig gestiegen sind .
In der ohnehin schon angespannten Lage sorgen Nachrichten aus dem Nahen Osten für zusätzliche Turbulenzen – und noch höhere Preise. Nervosität ist das Wort der Stunde. Öl ist eindeutig gefragt und teuer. Die internationalen Märkte sind ergiebige Spielwiesen für Spekulanten, die gerade zur Zeit mit Warentermingeschäften Unmengen verdienen. Experten schätzen, dass etwa acht Dollar des Öl­preises zu Lasten der Spekulationen gehen. Durch die in Deutschland gültige Preisbindung zwischen Gas und Öl, gilt diese Tendenz in fast gleichem Maße auch für den Gaspreis.
Eine zündende Alternative
Galten Kamin- und Kachelöfen in den letzten Jahren vorwiegend als Zusatzheizung, so kommt diesen Feuerstätten jetzt eine neue Bedeutung zu. Besonders der niedrige Wärmebedarf neuer Gebäude be­günstigt diese Entwicklung. Feste Brennstoffe wie Stückholz oder die sogenannten Holzpellets sind außerdem eine kosten- und umweltbewusste Alternative zu diesen fossilen Brennstoffen Öl und Gas.
Holz enthält weder Schwefel noch Schwermetalle, die somit bei der Verbrennung auch nicht freigesetzt werden können. Kohlendioxid, Auslöser des sogenannten Treibhauseffekts, wird nur in dem Maße abgegeben, wie es der Baum in seine Wachstumsphase aus der Luft geholt und gebunden hat. Außerdem gelangt durch den Verbrennungsprozess nicht mehr CO2 in die Atmosphäre als bei der natürlichen Verrottung im Wald.
Der heimische Brennstoff wächst ständig nach und ist somit auf lange Sicht hin verfügbar. Darüber hinaus stellt sich die Kostenbilanz günstiger dar, denn man zahlt weder für Stück­holz noch für Holzpellets Mineralöl- oder Ökosteuer.
Kleines Rechenbeispiel:
Der Energiegehalt von 1 kg Holzpellets entspricht ungefähr einem halben Liter Heizöl EL. In Abhängigkeit von der Abnahmemenge liegen die Preise zwischen 0,30 DM bis 0,40 DM je Kilogramm bei einer Lieferung, frei Haus. Sackware ist etwas teurer (ca. 0,50 DM/kg) und der Bezug der Pellets aus dem Silofahrzeug entsprechend günstiger. Das entspricht einem durchschnittlichem Vergleichspreis von etwa 0,70 DM, bezogen auf den Energiegehalt von 1l Heizöl, der zur Zeit erheblich mehr kostet.
Fazit
Ein Schornstein schafft Unabhän­gig­keit!
Grundlage zur Nutzung dieser vielversprechenden Alternativen ist das Vorhandensein eines geeigneten Schornsteins. Wer seine Unabhängig­keit auch in Fragen der Energiewahl erhalten will, sollte beim Neubau unbedingt auf ein modernes Schornsteinsystem mit keramischen Innenrohren achten. So bringt ein dreizügiger Mehrwert-Schornstein immer die ge­wünschte Flexibilität, die moderne Heizsysteme, aber auch die Umwelt und das eigene Wohlbehagen heute fordern.


 
 

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Brennstoffkosten steigen weiter